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Vierjährige wird beim Lkw-Tauziehen von Laster überrollt

Knapp fünf Jahre Haft für Vergewaltiger aus Schwerin +++ Fifa stellt WM-Vergabe an Russland und Katar nicht infrage +++ "Ehe für alle": Abstimmung am Freitag +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

Nach Informationen der "Bild" wurde das kleine Mädchen von einem IFA-Laster aus DDR-Zeiten überrollt (Symbolbild)

Nach Informationen der "Bild" wurde das kleine Mädchen von einem IFA-Laster aus DDR-Zeiten überrollt (Symbolbild)

Die Nachrichten des Tages im -Newsticker:

+++ 21.50 Uhr: USA verhängen vorerst kein Laptop-Verbot für Handgepäck aus der EU +++

Die USA wollen vorerst die Mitnahme von Laptops im Handgepäck bei Flügen aus Europa nicht verbieten lassen. US-Heimatschutzminister John Kelly sagte in Washington, stattdessen sollten die Vorschriften für die Sicherheitskontrollen der Fluggesellschaften allgemein verschärft werden. Wegen der Befürchtung, in den Geräten könnten Sprengsätze versteckt sein, hatten die USA im März ein Verbot für Laptops und Tablets bei Flügen aus acht muslimischen Ländern verhängt.

+++ 19.27 Uhr: Vierjährige beim Spielen tödlich verunglückt +++

Beim Spielen ist ein kleines Mädchen im Erzgebirge unter tragischen Umständen ums Leben gekommen. Die Vierjährige war am Mittag an einem Spiel beteiligt, als sie unter das Vorderrad eines Lastkraftwagens geriet, wie die Polizeidirektion Chemnitz mitteilte. Bei dem Spiel ging es um Tauziehen mit einem alten Laster, der von einem 36 Jahre alten Fahrer gelenkt wurde.

Dabei waren mehrere Kinder hingefallen. Die Vierjährige kam unter den Lkw. Ein Rettungshubschrauber brachte das schwer verletzte Mädchen ins Krankenhaus. Ihm konnte aber nicht mehr geholfen werden. Der genaue Hergang der Tragödie in Schwarzenberg war wenige Stunden später noch unklar. Nach Angaben der Stadtverwaltung geschah das Unglück nicht in einer städtischen Kita, sondern während der Ferienbetreuung einer Glaubensgemeinschaft.

+++ 19.15 Uhr: Kampfdrohnen-Anmietung scheitert am Widerstand der SPD +++

Eines der wichtigsten Rüstungsprojekte von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ist vorerst gescheitert. Die SPD blockierte die Anmietung israelischer Kampfdrohnen im Bundestag, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen des Haushaltsausschusses erfuhr. Eigentlich sollten die Parlamentarier das Vorhaben in der letzten regulären Sitzung des Haushaltsausschusses vor der Sommerpause billigen, doch das Thema wurde von der Tagesordnung genommen. Die Sozialdemokraten stören sich an der Bewaffnung der Drohnen.

+++ 19 Uhr: Karlsruhe erlaubt G20-Camp in Hamburg - aber stark eingeschränkt +++

Ein großes Protestcamp von G20-Gegnern in Hamburg darf starten - aber nur in einem durch die Behörden stark beschränkbaren Rahmen. Das Bundesverfassungsgericht hob nach einer Klage der Veranstalter ein generelles Verbot des im Stadtpark geplanten Camps im Eilverfahren auf, wie in Karlsruhe mitgeteilt wurde. Die Richter verpflichten die Hansestadt aber nicht zur uneingeschränkten Duldung. Sie kann ausdrücklich den Umfang des Camps beschränken, Auflagen verhängen und die Veranstaltung sogar an einen anderen Ort verlegen. Das "Antikapitalistische Camp" soll vom 30. Juni bis 9. Juli stattfinden. Der Protest richtet sich gegen das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) am 7. und 8. Juli in Hamburg.

+++ 18.47 Uhr: Bericht - Laptops auf US-Flügen weiter erlaubt - schärfere Sicherheit +++

Laptops und Tablets bleiben auf Flügen in die USA erlaubt, wenn die Fluggesellschaften schärferen Sicherheitsvorschriften des US-Ministeriums für Heimatschutz (DHS) zustimmen. Diese Regelung wollte Heimatschutzminister John Kelly verkünden, berichtete der Sender CNN. Aus Sicherheitsgründen werde das DHS bei der Ankündigung der neuen Maßnahmen nicht ins Detail gehen. Sie gelten ohne Ausnahme für alle Flüge weltweit in die USA. Laut CNN erwartet das Heimatschutzministerium unter anderem erweiterte Scans, eine genauere Überprüfung der Passagiere und mehr Sprengstoff-Spürhunde.

+++ 17.53 Uhr: Nordkorea droht Südkoreas Ex-Präsidentin Park mit Todesstrafe +++

Nordkorea hat der ehemaligen südkoreanischen Präsidentin Park Geun Hye mit der Todesstrafe gedroht. Park habe einen Plan der südkoreanischen Geheimdienste vorangetrieben, den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un zu ermorden, hieß es in einer Erklärung des Ministeriums für Staatssicherheit und der Staatsanwaltschaft in Pjöngjang, die von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA veröffentlicht wurde. "Wir erklären im Inland und im Ausland, dass wir die Todesstrafe gegen die Verräterin Park Geun Hye verhängen werden", hieß es weiter.

+++ 17.21 Uhr: Kranken Lebenspartner getötet - Rentner bekommt Bewährungsstrafe +++

Ein Rentner, der seinen schwer kranken Lebenspartner aus Verzweiflung in einer Berliner Seniorenresidenz getötet hat, ist zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Landgericht sprach den Angeklagten des Totschlags schuldig. Er soll zudem 2000 Euro an ein Kinderhospiz zahlen. Der 71-Jährige hatte seinen 69 Jahre alten Partner nach 50 gemeinsamen Jahren und längerer Pflege im November 2016 mit einem Messer angegriffen und ihm eine Plastiktüte über den Kopf gezogen. Er sei überfordert gewesen und habe keinen Ausweg gesehen, hieß es im Urteil. Juristisch sei wegen der Umstände von einem minderschweren Fall auszugehen, so das Gericht.

+++ 17.06 Uhr: AfD-Spitzenkandidaten warnen Mitglieder: Keine dumpfen Parolen mehr +++

Die AfD-Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl haben die Mitglieder davor gewarnt, die Wähler mit dumpfen Sprüchen zu verschrecken. "Sie wollen keine dumpfen Parolen, sie wollen keine Skandale", sagte Alexander Gauland in einer veröffentlichten Videobotschaft an die AfD-Basis. Die potenziellen AfD-Wähler wollten "eine laute, aber konstruktive Oppositionspartei". Alice Weidel sagte mit Blick auf den Bundestagswahlkampf: "Dieses Jahr wird das härteste Jahr aber auch die größte Chance der AfD."

Die AfD lag in den Wählerumfragen zuletzt bei sieben Prozent. Sie stand damit deutlich schlechter da als noch zu Jahresbeginn.  


+++ 16.50 Uhr: Staatsanwaltschaft legt Fall von Trierer Studentin zu den Akten +++

Die Staatsanwaltschaft Trier hat den bundesweit beachteten Fall der jahrelang vermissten Studentin Tanja Gräff eingestellt. "Mit hoher Wahrscheinlichkeit" lasse sich der Tod der 21-Jährigen durch ein Unfallgeschehen erklären, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Peter Fritzen vor Journalisten. 

 Es gebe keine belastbaren Erkenntnisse für eine Straftat, insbesondere auch keine Hinweise darauf, dass ihr Sturz von einem Steilhang durch Fremdeinwirkung verursacht worden sei.

Gräff hatte seit einer Uniparty 2007 als vermisst gegolten, lange gingen die Ermittler von einem Verbrechen aus. Im Mai vor zwei Jahren entdeckten Arbeiter dann ihre sterblichen Überreste am Fuß eines Steilhangs. Ein Rechtsgutachten ergab bereits vor längerer Zeit, dass es keine Hinweise auf Gewalteinwirkung gibt und die an der Leiche festgestellten Verletzungen zu einem Sturz passen.

+++ 16.30 Uhr: Vergewaltiger von Elfjährigem zu knapp fünf Jahren Haft verurteilt +++

Für die Vergewaltigung eines elfjährigen Jungen ist ein Mann zu vier Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Der 41-Jährige aus Schwerin hatte beim Prozessauftakt vor dem Landgericht gestanden, den Jungen im Dezember 2015 auf dem Weg zur Schule einen Park gelockt und ihn dort auf einem Spielplatz schwer sexuell missbraucht zu haben. Die Öffentlichkeit war im Interesse des Kindes von der Verhandlung ausgeschlossen worden.

Der Vorsitzende Richter Armin Lessel sagte, "das wahllose Weggreifen eines Kindes von der Straße" habe erheblich zur Verunsicherung der Gesellschaft beigetragen. Vor allem habe die Tat zum Verlust von Vertrauen des Opfers und seiner Angehörigen in die öffentliche Sicherheit geführt. Der Mann sei wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes in Tateinheit mit Vergewaltigung, Körperverletzung und Amtsanmaßung verurteilt worden.

+++ 15.15 Uhr: Fifa stellt WM-Vergabe an Russland und Katar nicht infrage +++ 

FIFA-Generalsekretärin Fatma Samoura sieht durch die Ergebnisse des Garcia-Reports keine neuen Zweifel an den Gastgebern der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022. Aufgrund des nun veröffentlichten Untersuchungsberichts "gibt es keine solide Grundlage, die Vergabe der Weltmeisterschaften an Russland und Katar infrage zu stellen", sagte sie am Mittwoch in Kasan.


Der Weltverband begrüße die Entscheidung der Ethikkommission, den Report des früheren Chefermittlers Michael Garcia aus dem Jahr 2014 öffentlich zu machen. Darin werden zwar Geldflüsse in Millionenhöhe aus Katar oder über Mittelsmänner an Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees notiert, diese konnten aber demnach nicht den WM-Machern zugeordnet werden.


+++ 15.07 Uhr: Merkel verspricht schnelles Internet bis Ende 2018 +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält an dem Vorhaben fest, bis Ende des kommenden Jahres ganz Deutschland mit schnellem Internet auszustatten. Merkel räumte ein, dass die Glasfaserverkabelung in Deutschland bisher "vergleichsweise gering" sei. "Dennoch werden wir unser Ziel, jeden Haushalt in Deutschland mit 50 Megabit pro Sekunde im nächsten Jahr angeschlossen zu haben, erreichen", versicherte die Kanzlerin bei einem Kongress der CDU/CSU-Fraktion zum digitalen Wandel. Bislang ist die angepeilte Übertragungsgeschwindigkeit erst in gut 75 Prozent der deutschen Haushalte verfügbar.

+++ 15.01: Herber Obamacare-Rückschlag für Trump +++

Neuer herber Rückschlag für US-Präsident Donald Trump im Ringen um die Reform des Gesundheitswesens: Wegen starker Differenzen innerhalb seiner Republikanischen Partei ist die Abstimmung im Senat bis nach der Sommerpause verschoben worden. Eigentlich war geplant gewesen, den Gesetzentwurf noch in dieser Woche zu verabschieden. Doch mindestens neun republikanische Senatoren verweigerten die Zustimmung, womit die Mehrheit fehlte.

Die Republikaner verfügen im Senat nur über eine knappe Mehrheit von 52 der 100 Sitze, die Demokraten sind geschlossen gegen den Gesetzentwurf. Nach einer Schätzung des Rechnungshofs des Kongresses (COB) würden 22 Millionen Menschen durch dieses Reformvorhaben bis zum Jahr 2026 ihren Versicherungsschutz verlieren. Eine aktuelle Umfrage der Sender NPR und PBS zeigt, dass nur 17 Prozent der US-Bürger den im Senat diskutierten Gesetzentwurf befürworten, 55 Prozent lehnen ihn ab.

+++ 13:39 Uhr: 73-jähriger Österreicher tot in Mülltonne entdeckt, Bekannte festgenommen +++

In Oberösterreich ist die Leiche eines 73-jährigen Mannes in einer Mülltonne gefunden worden. Polizisten entdeckten den eingewickelten Toten in einem Müllcontainer in der Garage des Opfers in Mattsee, berichtet die Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf die Polizei. Eine deutsche Bekannte des Toten, die in den vergangenen Tagen laut Zeugen Gegenstände aus dem Haus getragen hatte, wurde festgenommen. Die 59-jährige Deutsche gab dem Bericht zufolge an, sie habe dem 73-Jährigen mehrere Schlaftabletten gegeben, die dieser zusammen mit einem Potenzmittel genommen habe. Am nächsten Tag sei er tot gewesen. Bei der Obduktion der Leiche, die bereits stark verwest war, konnte den Angaben zufolge zunächst keine Todesursache festgestellt werden. Das Ergebnis toxikologischer Untersuchungen stand noch aus. Der Mann sei vermutlich seit Anfang Juni tot, hieß es weiter. Bei der festgenommenen Deutschen handelt es sich um kein unbeschriebenes Blatt: die Frau war bereits mit drei Haftbefehlen wegen Eigentumsdelikten gesucht worden, so APA.

+++ 13.35 Uhr: Brüsseler Polizist verteidigt Kollegen mit der Waffe gegen Hundeangriff +++

Ein Brüsseler Polizist hat einen Kollegen mit seiner Schusswaffe gegen einen angreifenden Hund verteidigt. Das Tier attackierte den Beamten, als dieser Dienstagnacht in der Metrostation Aumale der Brüsseler Gemeinde Anderlecht die Ausweispapiere des Halters überprüfte, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der begleitende Beamte schoss daraufhin. Der Hund sei zur Operation in eine Tierklinik gebracht worden. Der Hundehalter versuchte den Angaben zufolge, den Hund noch zurückzuhalten. Wegen der notwendigen ballistischen Untersuchungen wurde der Verkehr unterbrochen und die Metrostation für mehrere Stunden gesperrt.

Atomkraftgegner der Umweltschutzorganisation "Robin Wood" stoppten zwischenzeitlich den Transport von Atommüll

Atomkraftgegner der Umweltschutzorganisation "Robin Wood" stoppten zwischenzeitlich den Transport von Atommüll


+++ 12.37 Uhr: Atomkraftgegner stoppen Castor-Transport +++

Mit einer Protestaktion haben Atomkraftgegner in Baden-Württemberg den Castor-Transport mit Atommüll auf dem Neckar vorübergehend gestoppt. Vier Aktivisten der Umweltschutzorganisation Robin Wood seilten sich mit einem Transparent mit der Aufschrift "Verhindern statt verschieben" von einer Brücke in Bad Wimpfen ab.

"Speziell geschulte Kräfte sind auf dem Weg, um die Demonstranten loszumachen", sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Das Spezialschiff stand demnach vor Bad Wimpfen. Es ist der erste Transport von hoch radioaktivem Atommüll auf einem Fluss in Deutschland.

"Es ist aber einige Entfernung zur Brücke, es gibt keinen Blickkontakt", sagte der Polizeisprecher. Das Schiff mit drei Castor-Behältern hatte am Morgen am stillgelegten Kernkraftwerk Obrigheim Richtung Neckarwestheim abgelegt.

+++ 10.50 Uhr: Kabinett beschließt Haushalt für das kommende Jahr +++

Das Kabinett hat die Pläne von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) für den Haushalt des kommenden Jahres beschlossen. Der Etat soll 337,5 Milliarden Euro umfassen. Das sind 2,6 Prozent mehr als im laufenden Jahr. Nach der Bundestagswahl im September dürften von einer neuen Regierung aber Änderungen an dem Haushaltsentwurf vorgenommen werden.

Eine Neuverschuldung soll es weiterhin nicht geben. Mehrausgaben sind im kommenden Jahr in den Bereichen Verteidigung, innere Sicherheit, bei Verkehrsinvestitionen sowie für Entwicklungszusammenarbeit vorgesehen.

+++ 10.42 Uhr: Daniel Günther ist neuer Ministerpräsident von Schleswig-Holstein +++ 

Der CDU-Politiker Daniel Günther ist neuer Ministerpräsident von Schleswig-Holstein. Der 43-Jährige erhielt bei seiner Wahl im Landtag 42 von 73 Stimmen und führt nun eine Koalition von CDU, FDP und Grünen an.


+++ 10.15 Uhr: "Ehe für alle"-Abstimmung findet am Freitag statt +++

Der Bundestag stimmt am Freitag über die "Ehe für alle" ab. Das berichten mehrere deutsche Medien übereinstimmend. SPD, Grüne und Linke setzten sich demnach im Rechtsausschuss durch: Das Thema kommt am Freitag kurzfristig auf die Tagesordnung des Parlaments. Die Union stimmte gegen die Abstimmung.


+++ 9.40 Uhr: Serena Williams begeistert mit Babybauch-Fotos +++

Die schwangere Tennisspielerin Serena Williams hat sich vom Magazin "Vanity Fair" mit ihrem Babybauch ablichten lassen - und damit einen Hit in den sozialen Medien gelandet. Mehr als 100 000 Reaktionen bekam ihr Post zur August-Titelstory des Magazins allein auf Facebook in den ersten 15 Stunden, knapp 10 000 User teilten ihren Beitrag. "Meine ersten und einzigen Schwangerschafts-Fotos" schrieb die mehrfache Grandslam-Siegerin über das Titelbild, das sie fast nackt mit deutlicher Baby-Kugel im Profil zeigt. Auf Instagram bekam das Bild mehr als 340 000 Likes.

Serena Williams lässt sich für die Vanity Fair ablichten

Serena Williams lässt sich für die Vanity Fair ablichten


+++ 09.05 Uhr: Krähenattacken treiben Post in Kanada zur Verzweiflung +++

Die kanadische Post hat vorübergehend vor einer angriffslustigen Krähe kapituliert. Nach wiederholten Attacken auf Briefträger in Vancouver wurde die Auslieferung dort zeitweilig eingestellt, wie Post-Sprecher Phil Legault der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Sicherheit der Angestellten sei von "größter Wichtigkeit".

Die Krähe griff demnach bereits mehrfach Postboten an, die Briefe in drei Häuser in einem Wohngebiet im Osten der westkanadischen Metropole zustellen wollten. Örtlichen Medien zufolge erlitt einer der Briefträger bei eine Attacke aus der Luft eine blutende Wunde.

Die von der Unterbrechung der Zustellung betroffenen Bewohner sollen ihre Post nun vorerst selbst abholen. Die Auslieferung wird dem Post-Sprecher zufolge so schnell wie möglich wieder aufgenommen, "wenn es sicher ist".

+++ 8.59 Uhr: Kurz vor Tour-Start: Contador-Helfer Cardoso positiv getestet +++

Wenige Tage vor dem Start der 104. Tour de France sorgt ein Dopingfall im Team des zweimaligen Gesamtsiegers Alberto Contador und des deutschen Radstars John Degenkolb für Aufregung. Der Portugiese André Cardoso wurde in einer Trainingskontrolle am 18.

Juni positiv auf das Blutdopingmittel EPO getestet. Das teilte der Radsport-Weltverband UCI mit und sprach eine vorläufige Suspendierung gegen den Fahrer des Teams Trek-Segafredo aus.

Cardoso gehörte dem neunköpfigen Aufgebot der amerikanischen Mannschaft für die am Samstag in Düsseldorf beginnende Frankreich-Rundfahrt an und war als wichtiger Helfer des einst selbst wegen Dopings gesperrten Contador vorgesehen. Der 32-Jährige hat unterdessen via Facebook seine Unschuld beteuert. Er habe niemals verbotene Substanzen genommen und hoffe auf das Ergebnis der B-Probe.


+++ 8.57 Uhr: Spanischer und argentinischer Bergsteiger am Nanga Parbat vermisst +++

Ein spanischer und ein argentinischer Bergsteiger werden an einem der höchsten Berge der Welt in Pakistan vermisst. Sie seien auf dem Weg zum Gipfel des Nanga Parbat gewesen, als vor mehreren Tagen der Kontakt abgerissen sei, sagte der Leiter der Tourenfirma Summit Karakorum, Muhammad Iqbal. Am Morgen habe zum ersten Mal ein Hubschrauber im Base Camp aufsteigen können.

Schlechtes Wetter mit vielen Wolken habe die Suche vorher unmöglich gemacht. Iqbal fürchtete, dass sie ab dem Mittag wegen neuer Unwetter wieder abgebrochen werden muss.
Beim letzten Kontakt mit den Männern seien sie auf 6400 Metern Höhe gewesen, sagte Iqbal. Der Nanga Parbat ist 8126 Meter hoch und gilt als schwer zu besteigen. Lawinen und Steinschläge an den extrem steilen Flanken töten regelmäßig Bergsteiger.

+++ 8.52 Uhr: Geräumtes Hochhaus in Wuppertal - Bewohner dürfen ihre Habe holen +++

Die Bewohner des aus Brandschutzgründen evakuierten Hochhauses in Wuppertal dürfen persönliche Gegenstände noch aus ihren Wohnungen holen. Sie würden dabei von städtischen Mitarbeitern begleitet, sagte eine Sprecherin der Stadt. Es sei kein Problem, wenn jemand noch Wertgegenstände, Kinderspielzeug oder Kleidung aus seiner Wohnung holen möchte. Allerdings dürfe niemand mehr in dem Elf-Etagen-Haus bleiben. Das zum Teil leerstehende Gebäude mit 86 Wohnungen und 70 Bewohnern war am Dienstag überraschend geräumt worden. Grund ist nach Angaben der Stadt ein mangelhafter Brandschutz, insbesondere angesichts brennbarer Bestandteile der Fassade. Zu der Evakuierung hatte sich die Stadt nach dem verheerenden Londoner Hochhausbrand entschieden.

+++ 7.11 Uhr: Festnahmen bei europaweiter Anti-Terror-Aktion +++

Bei einem Schlag gegen radikale Islamisten sind in Spanien, Deutschland und Großbritannien sechs mutmaßliche Gefolgsleute der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen worden. Wie das spanische Innenministerium mitteilte, konnten die Ermittler vier Verdächtige im spanischen Palma de Mallorca sowie je einen in Großbritannien und in Deutschland stellen.

An den Ermittlungen in Deutschland soll das Landeskriminalamt (LKA) in Nordrhein-Westfalen beteiligt gewesen sein. Den Ermittlern zufolge gehörten die sechs Festgenommenen einer Zelle des IS an. In radikalen Videobotschaften hätten sie den Dschihad verherrlicht und Selbstmordanschläge in Europa unterstützt.

+++ 6.31 Uhr: Castoren fahren per Schiff durch Deutschland ++

Der umstrittene erste Transport von Atommüll auf einem Fluss in Deutschland hat unter erhöhtem Polizeischutz begonnen. Am Morgen legte am stillgelegten Kernkraftwerk Obrigheim in Baden-Württemberg ein Spezialschiff mit drei Castoren ab, wie der Energieversorger EnBW mitteilte. Die Behälter mit verbrauchten Brennelementen sind für ein Zwischenlager in Neckarwestheim bestimmt. Gegner haben Proteste angekündigt. EnBW plant insgesamt fünf Fahrten mit je drei Castoren von Obrigheim. Damit bringt das Unternehmen insgesamt 342 ausgediente Brennelemente ins rund 50 Kilometer entfernte Neckarwestheim.


+++ 6.10 Uhr: Verspäteter Flieger wegen abergläubischer Frau +++

Der Start eines Flugzeugs in China hat sich mehrere Stunden verzögert, weil eine abergläubische Frau vor dem Abflug Münzen in eines der Triebwerke geworfen haben soll. Wie chinesische Staatsmedien berichteten, alarmierten besorgte Passagiere die Crew, als sie beobachteten, dass die 80-Jährige von der Flugzeugtreppe aus Münzen in Richtung der Turbine warf. Demnach wollte sie damit - ähnlich wie bei einem Münzwurf in einen Wunschbrunnen - für einen sicheren sorgen.

Arbeiter der Fluggesellschaft "China Southern", die die Verkleidung des Triebwerks öffneten, fanden im Inneren eine Geldmünze. Acht weitere Münzen wurden vor der Turbine auf dem Boden gefunden. Laut des Kapitäns hätte es zu Problemen oder sogar zu einem Maschinenausfall führen können, wenn die Turbine das Metall eingezogen hätte.

Das Flugzeug startet schließlich mit fünf Stunden Verspätung aus ins südchinesische Guangzhou.

+++ 4.47 Uhr. Ermittlungen nach neuer Cyber-Attacke +++

Der mit einer Erpressungssoftware verübte Cyberangriff auf zahlreiche Firmen und Behörden in Europa hat inzwischen auch Ziele in den  erfasst. Strafverfolger in verschiedenen Ländern nahmen Ermittlungen gegen Unbekannt auf, da auch am Mittwoch weiter unklar war, wer hinter dem Virus steckt. Der oder die Erpresser fordern zur Wiederherstellung infizierter Computersysteme eine Art Lösegeld in der Digitalwährung Bitcoins.

Die russische IT-Sicherheitsfirma Kaspersky verzeichnete nach eigenen Angaben allein am Dienstag rund 2000 Angriffe, die meisten davon in Russland und der Ukraine, aber auch in Deutschland, Polen, Italien, Großbritannien, Frankreich und den USA. Neben Europol nahmen auch französische Strafverfolgungsbehörden Ermittlungen auf.

+++ 3.51 Uhr: Juwelendiebe verunglücken nach Einbruch +++

Mehrere Diebe sind nach einem Einbruch in ein Juweliergeschäft bei Flensburg mit dem Fluchtauto verunglückt, einer von ihnen wurde schwer verletzt. Zwei mutmaßliche Komplizen, die vermutlich mit im Wagen saßen, waren am Morgen weiter auf der Flucht, wie die Polizei mitteilte. Die Täter waren in der Nacht in das Geschäft in der Gemeinde Tarp eingebrochen und anschließend mit dem Fahrzeug geflohen. Noch im Ort kam es aus zunächst ungeklärter Ursache zu dem Unfall. Die Polizei fand den schwer verletzten Verdächtigen am Unfallort. Näheres zur Beute und zum Hergang war am Morgen zunächst nicht bekannt.


+++2.43 Uhr: 36 Verletzte bei U-Bahn-Unglück in New York +++

Im New Yorker Stadtteil Manhattan sind bei einem U-Bahn-Unglück mindestens 36 Menschen verletzt worden. Zwischen zwei Stationen im Bezirk Harlem der US-Metropole seien zwei Waggons entgleist, sagte ein Feuerwehrsprecher der Nachrichtenagentur AFP. Schwerverletzte gab es demnach nicht. Die Ursache des Unglücks war zunächst unklar. Die städtischen Verkehrsbetriebe MTA leiteten eine Untersuchung ein.

+++ 2.03 Uhr: Türkei sammelt Informationen über Bundestagsabgeordnete +++

Der türkische Geheimdienst sammelt einem Medienbericht zufolge derzeit verstärkt Informationen über deutsche Politiker. Im Visier stünden mehrere Innen-, Außen- und Verteidigungspolitiker des Bundestages, meldet die "Welt". Das Bundeskriminalamt (BKA) habe deshalb in den vergangenen Wochen mit einigen Abgeordneten sogenannte Sicherheitsgespräche geführt. Dabei soll es um die mögliche Beobachtung durch den türkischen Geheimdienst und eine Gefährdungssituation durch türkische Nationalisten gegangen sein.

+++ 1.14 Uhr: Zweijährige von Straßenbahn erfasst und schwer verletzt +++

Ein zwei Jahre altes Mädchen ist in Leipzig von einer fahrenden Straßenbahn erfasst und schwer verletzt worden. Das Kleinkind war am Dienstagnachmittag plötzlich auf die Schienen gelaufen, wie die Polizei mitteilte. Obwohl der Fahrer eine Notbremsung einleitete, kam die Straßenbahn nicht mehr rechtzeitig zum Stehen. Das Mädchen wurde von der Bahn erfasst, geriet nach Angaben der Polizei aber nicht unter die Wagen. Die Eltern brachten die schwer verletzte Zweijährige in ein Krankenhaus. Ob Lebensgefahr bestand, war zunächst nicht bekannt.

+++ 1.03 Uhr: G20-Gipfel: Bundespolizei darf Drohnen einsetzen +++

Die Bundespolizei bekommt nach Medieninformationen für den G20-Gipfel in Hamburg eine Sondergenehmigung zum Einsatz von Drohnen. Dies geschehe auf Drängen von Innenpolitikern aus Union und SPD, berichtet die in Halle erscheinende "Mitteldeutsche Zeitung". "Drohnen sind einfacher einzusetzen als Hubschrauber", sagte der CDU-Innenexperte Armin Schuster dem Blatt. "Und jeder Polizeiführer ist daran interessiert, gute Luftbilder zu bekommen."

Nach Informationen der Zeitung bekommen Leibwächter des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, die bei dessen Washington-Besuch in Schlägereien verwickelt waren, zudem keine Visa für den Gipfel. "Das, was in Washington passiert ist, findet in Deutschland nicht statt", erklärte Schuster. "Das hat die deutsche Seite der türkischen Seite unmissverständlich klar gemacht." Der G20-Gipfel findet am 7. und 8. Juli statt.

+++ 0.57 Uhr: Venezuelas Präsident droht mit Waffeneinsatz +++

Venezuelas schwer unter Druck stehender Staatschef Nicolás Maduro droht mit einem bewaffneten Kampf zur Verteidigung seines sozialistischen Projekts. "Wenn Venezuela in Chaos und Gewalt gestürzt und die Bolivarische Revolution zerstört werden soll, werden wir in den Kampf ziehen", sagte er in Caracas unter dem Jubel von Anhängern.

Mit Blick auf eine geplante Verfassungsreform, die Maduros Rolle stärken soll, betonte er: "Wenn wir es nicht mit den Stimmen schaffen, dann mit Waffen." Bei Unruhen und Protesten im Land mit den weltgrößten Ölreserven kamen seit Anfang April 77 Menschen ums Leben. Zuletzt war nach über 80 Tagen mit Massendemonstrationen das Tränengas knapp geworden.


+++ 0.32 Uhr: Gemälde von Max Beckmann erzielt Rekordpreis +++

Das allegorische Gemälde "Hölle der Vögel" von Max Beckmann (1884-1950) ist vom Auktionshaus Christie's in London für 36 Millionen Pfund (40,8 Millionen Euro) versteigert worden. Damit wurde laut Christie's ein Rekordpreis für den Künstler sowie der bisher höchste Preis bei einer Auktion für ein Werk des deutschen Expressionismus erzielt. Christie's hatte einen Schätzpreis von rund 30 Millionen Pfund festgesetzt.

+++ 0.37 Uhr: Ausgaben der Bundesregierung für Berater stark gestiegen +++

Die Ausgaben der Bundesregierung für externe Berater sind stark gestiegen. 2016 kletterten sie auf 101 Millionen Euro. Das ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 63 Millionen oder 165 Prozent, wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf einen Bericht des Bundesfinanzministeriums meldet.

Am meisten gab demnach das Bundesinnenministerium aus, nämlich 47 Millionen Euro. Davon seien allein 34 Millionen unter anderem an die Unternehmensberatung McKinsey geflossen, um das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bei der Bewältigung der Asylverfahren schneller und effizienter zu machen.

Ähnlich teuer sei die juristische und technische Beratung im Zuge der Einführung der Pkw-Maut durch das Verkehrsministerium gewesen: Dort wurden dem Blatt zufolge 2016 31,3 Millionen Euro für externe Beratung ausgegeben. Im Finanzministerium waren es 16,2 Millionen, im Verteidigungsministerium - ohne Berücksichtigung der hohen Beratungskosten bei Rüstungsprojekten der Bundeswehr - 2,9 Millionen.

+++ 0.05 Uhr: Facebook hat jetzt mehr als zwei Milliarden Nutzer +++

Facebook hat die Marke von zwei Milliarden aktiven Nutzern geknackt. Der Meilenstein sei am Dienstag erreicht worden, schrieb der Gründer und Chef des weltgrößten Online-Netzwerks, Mark Zuckerberg. Überraschend kommt das nicht: Schon zum Ende des ersten Quartals kam Facebook auf 1,94 Milliarden aktive Nutzer im Monat. In Deutschland wird Facebook nach jüngsten Zahlen von 30 Millionen Nutzern mindestens einmal im Monat genutzt - und von 23 Millionen davon täglich.


wue/DPA/AFP

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