Ungerecht ist, daß der Aufbau Ost seit 17 Jahren nur von den Lohn- und Gehaltsbeziehern in diesem Land bezahlt wird, während Beamte und Selbstständige keinen Pfennig für die Solidarität berappen müssen.
Ungerecht ist, daß Topmanager sich Gehaltserhöhen von bis zu 175% genehmigen, während ihre Angestellten froh sein dürfen, bei realen Einkommensverlusten überhaupt noch im Job zu bleiben.
Ungerecht ist, daß Abgeordnete mit Erstwohnung in Berlin Mietgelder für eine fiktive Zweitwohnung erhalten, während Wohngeldbezieher auch noch das letzte Mini-Sparbuch offen legen müssen, bevor sie ein paar Euro Zuschuß erhalten.
Und dies sind nur drei von dreihundert oder vielleicht sogar dreitausend Ungerechtigkeiten, die den Grundstein für Demokratieverdruß und Wahlenthaltung bilden. Wann werden wir endlich den Kopf aus dem Sand ziehen?
Barbara Skerath
KölnDie Ausgabe des nächsten Sterns würde nicht ausreichen, wollte man alle Bereiche aufzähle, in denen es an Gerechtigkeit mangelt.
Die Politik lässt sich vom Kapital steuern und ist deren Befehlsempfänger! Wir haben es nur noch mit zwei Bevölkerungsschichten zu tun, die Oberschicht, der es immer besser geht und dann die Unterschicht, die für die Oberschicht zu sorgen hat!
Es stinkt zum Himmel, wann endlich wehrt sich die Unterschicht?
Manfred Böttger
SchwalmstadtSehr geehrte Redaktion des Stern,ungerecht ist so vieles bei uns, dass ich nicht weiss, wo ich anfangen soll.
Über dieses Stadium des Nachdenkens war ich schnell hinaus, als ich las, dass "Exit" vor dem Aus steht, weil kein Geld dafür vorhanden ist, "bekehrte" Nazis vor der Wut ihrer ehemaligen Bandenmitglieder zu schützen. Ich spreche hier von öffentlichen Geldern, denn wie ich bisher gelesen habe, haben sich dieBundes- oder Landesregierungen offensichtlich ohnehin noch nicht wesentlich an den Kosten beteiligt und "Exit" war/ist spendenfinanziert.
Dabei müssten doch gerade wir in Deutschland über jeden Menschen froh sein, den wir aus diesem braunen Sumpf zurückholen.
In diesem Zusammenhang: Ich finde es schreiend ungerecht, wenn "Exit" keine öffentlichen Gelder erhält, aber rechtsradikale Zusammenrottungen, die sich Parteien nennen, Zuwendungen aus Steuergeldern erhalten, und zwar im gleichen Rahmen wie Parteien.
Es ist beschämend für Deutschland, dass wir nicht in der Lage sind, diese "Parteien" zu verbieten; es war für mich eine der schlimmsten Nachrichten, als ich las, dass damals der Prozess scheiterte. Es ist für mich ungerecht, in den Fernsehnachrichten mit ansehen zu müssen, wie diese braunen Gruppierungen von der Polizei, die in meinen Augen besserer zu tun hätte, vor Gegendemonstranten geschützt wird, während vielleicht gerade in diesem Moment ein unschuldiger Mensch von einem Mitglied dieser Gruppierung zusammengeschlagen wird.
Barbara WeldingSehr geehrte Damen und Herren,
erst durch Neid, Mißgunst, fehlende Moral und Korruption wirkt vieles und wird vieles ungerecht!
Horst Reiners
KrefeldMeine einzige leibliche Schwester ist vor zwei Jahren Euromillionärin geworden. Sie ist die Ältere von uns beiden und hat durch den frühen Tod unseres Vaters den Hof unserer Familie per Gesetz geerbt.
Die Crux: Die deutsche Höfeordnung sieht vor, dass weichende Erben bei Landverkäufen durch den Hoferben nur innerhalb einer Frist von 20 Jahren nach dem Erbfall am Gewinn beteiligt werden. Diese 20 Jahre hat meine Schwester geschickt abgewartet und finanziert seither ihr Leben dadurch, dass sie immer wieder Land verkauft hat.
Vor etwa zwei Jahren gelang ihr der große Coup: 125.000 qm landwirtwirtschaftliche Fläche konnte als Gewerbegebiet verkauft werden. Der Verkaufserlös katapultierte sie in die Millionärsliga. Bewirtschaftet hat sie den elterlichen Hof nie.
Meiner Meinung ist die in der Höfeordnung vorgesehene zeitliche Beschränkung der Ansprüche für die weichenden Erben auf 20 Jahre nicht mit Artikel 14 des Grundgesetzes vereinbar, der das Erbrecht verbürgt. Es muss daher für alle weichenden Erben einen lebenslangen Anspruch geben.
Fazit: Die deutsche Höfeordnung ist ungerecht!
Christine v. Reden
Hamburg
Hallo,
also ich finde mehrere Dinge in Deutschland ungerecht, und zwar:
1. dass Täter in Deutschland mehr geschützt werden als Opfer (Fall Marco)
2. für Vergewaltigung und Verwahrlosung von Kindern viel zu milde Strafen verhängt werden, jedoch bei Steuerhinterziehung z.B. viel härter durchgegriffen wird
3. dass Tiere in Deutschland nur als Sache bezeichnet werden, obwohl sie genauso Schmerz und Angst empfinden
4. dass die lieben Politiker in Sachen Gammelfleisch immer noch nicht durchgreifen und was auf die Beine stellen was Hand und Fuß hat
5. dass mit der Umwelt immer noch Schindluder getrieben wird obwohl wir ganz genau wissen auf was wir (und die nächsten Generationen) und da einlassen . . .
da würde es noch so viel mehr Sachen geben die ich ungerecht finde aber das ist jetzt mal ein Teil davon den ich persönlich für mich am wichtigsten finde...
ein grosses Lob an Eure Zeitschrift !!
Steffi SonnenbergerNach 40 Jahren Aufenthalt in der U.S.A. bin ich jetzt seit einiger Zeit in De. Wenn ich die Menschen und das Leben im Grossen und Ganzen vergleiche.Kann ich nur sagen: Den Deutschen geht es gut und sie sollten zufrieden sein. Es liegt wohl an der Natur der Deutschen das alles besser sein muss. Egal wo man in der Welt ist , die grössten Noergeler findet man unter den Deutschen.
Guenther Rehder
Nevada, USAVorausgesetzt, meine naive Vorstellung, Geld und Wirtschaft wurden von Menschen zur Erleichterung ihres Lebens erfunden, ist richtig, ist die ursächliche Ungerechtigkeit für mich die Pervertierung eben dieses Gedankens, die die Menschen auf das Funktionieren im Dienst der Wirtschaft zum Nutzen der Kapitalseigner reduzieren will. Daraus folgen die weitere Öffnung der Schere zwischen Armen und Reichen und die Betrachtung von sozialen und kulturellen (Dienst-)Leistungen ausschließlich unter Kosten-Nutzen-Aspekten.
Und zu vielen Politikern fehlen die Visionen, die Fähigkeit, der Wille und die Macht, daran Wesentliches zu ändern, was zwar nicht ungerecht ist, aber deprimierend.
Eckart Langnickel
VelbertBesonders ungerecht finde ich:- Das Parteibonzen und deren Ehefrauen aus der ehemaligen DDR Renten beziehen, wovon der größte Teil unserer Rentner träumt.
- Das bei Steuergeldverschwendungen und Fehlplanungen die Verantwortlichen unbehelligt weiterhin ihr Unwesen treiben können.
- Das Politiker, die so genannten Volksvertreter, unbehelligt Nebenbeschäftigungen nachgehen können und dabei hauptsächlich die Interessen gewisser Lobbyisten und die ihrer eigenen vertreten.
- Das Angeklagte, die finanziellen Schaden angerichtet haben, größtenteils höher bestraft werden, als die die körperliche Unversehrtheit anderer geschädigt haben.
Die Liste ließe sich noch erheblich ausweiten, aber……….
Gerhard Harwardt
NeussGerecht ist, wenn Herr Rüttgers längeres Arbeitslosengeld fordert für Arbeitslose die länger einbezahlt haben.
Ungerecht ist, wenn Herr Müntefering dies ablehnt obwohl er es vor der Wahl selber gefordert hat.
Gerecht wäre für mich:
1. Die Zahl der Abgeordneten im Bundestag um ein Drittel zu reduzieren. Begründung u.a.: Bei jedem Problem brauchen unsere Politiker Hilfe von „so genannten“ Experten. Hartz, Rührup, Bernd Berger u.a.m.
2. Die Zahl der Bundesländer halbieren – Ein gigantisches Einsparpotenzial mit dem man viele ungerechte Maßnahmen (Alte, Kranke, Rentner und Hartz 4 Geschädigte) gerechter machen könnte.
3. Gerechtigkeit ist erst erreicht,wenn die Altersversorgung von Beamten und Politikern auf ein normales Maß zurückgeführt wird
Horst Röder
NeussUngerecht ist, dass- die Arbeitslosenversicherung im Versicherungsfall sogar überwiesen wird und er kann sie ausgeben wie er will. Ich dagegen bin 100% schwerstbehindert und bekomme mein Pflegegeld nicht zur freie Verfügung.
- dass Bundeswehrsoldaten für teueres Geld im Ausland Routine Friedensdienst schieben und bei uns kein Geld für Altenheime, Pflege und Krankenschwestern da ist.Besser wäre eine Berufsarmee und verpflichtender Sozialdienst.
- dass für Menschen im Gefängnis pro Tag mehr bezahlt wird als für unverschuldet Schwerstbehinderte.
- dass junge Leute auf Staatskosten bei den Eltern ausziehen und sofort Sozialhilfe beanspruchen können.
- dass arbeitsfähige Menschen sich faul ins Soziale Netz hängen
- dass Kinderkrippen, Kindergärten und Vorschulen nicht kostenlos sind, dafür sollte man das Kindergeld kürzen,das Pappi und Mammi nur verrauchen.
- Natürlicht ist das ungerecht, wenn junge Fussballer,Tennisspieler oder Boxer Unsummen verdienen,wie auch unsere Topmanager Marke"Hartz". In welcher Zeit denn? Eine Krankenschwester z.B.muss hart arbeiten und verdient ein Bruchteil.
Reinhard Lachmann
Übernommen aus ...
Stern
Ausgabe 47/2006