Die Politiker verdienen nebenbei in den Aufsichtsräten bei den grösseren Firmen mit. Dadurch entstehen auch Interessenskonflikte.Viele Politiker neben an Inforeisen teil, die mehr Urlaubskarakter haben(siehe Landtagspräsident Jürgen Gansäuer mit der China Reise).Ausserdem zahlen die Politiker nicht in die Rentenkasse ein und nach ein paar Jahren im Kabinett erhalten Sie mit jungen Jahren eine Pension, die ein Arbeitnehmer mit 50 Jahren Rentenbeitrag nie erreichen kann. Die Pensionen und Diäten steigen, die Bruttorenten bleiben stabil, aber mehr Beiträge fallen an (bedeutet weniger Nettorente).
Diese Liste kann man weiterführen.
Die Grossen kassieren immer mehr.
Und die Kleinen müssen das Finanzieren.
Jörg Sigmundzik
GehrdenSehr geehrter Herr Osterkorn,ungerecht ist für mich folgendes:
- Die Politiker sollten alle in die AOK oder Barmer einzahlen.
- Selbige sollten in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen und nur auf derselben Berechnungsbasis wie andere auch Auszahlungen erhalten.
- Eigentum sollte mehr verpflichten: Kein Stellenabbau, wenn gleichzeitig Milliardengewinne gemacht werden.
- Höhere Steuern für Gutverdiener, nicht erst ab 500.000 Euro!
- Weniger Kindergeld (s. Frankreich), dafür mehr kostenlose (Klein-) Kinderbetreuung. Studiengebühren sind in Ordnung.
- Ganztagsschulen einführen mit Eignungsprüfung nach dem 8. Schuljahr.
- Krankenkassenbeiträge berechnen nach dem tatsächlichen Einkommen, also keine Beitragsuntergrenze annehmen, dann wären vielleicht auch mehr Menschen versichert.
- Zigarettensteuern werden nicht komplett an die Krankenkassen weitergeben.
- Privatkrankenkassen nur noch für Zusatz-(Luxus-)Leistungen zulassen, sonst nur noch (s. Holland) gesetzliche Kassen für alle.
- Volksentscheide fehlen. Wir müssen zu wichtigen Themen abstimmen dürfen, z.B. Europavertrag, Türkei-EU-Beitritt.
- Höhere Strafen für gefährliche Straftäter, lebenslang muss lebenslang heißen, nicht 25 Jahre, Strafen zusammenzählen.
- Einheitsrente einführen.
- Strompreiserhöhungen werden nicht verhindert, obwohl unser Strom zu großen Teilen aus Kohle und Atomkraft gewonnen wird.
- Einschränkung der individuellen Freiheiten (Flugverkehr, Telefone überwachen, Internet überwachen u.a.) zugunsten scheinbarer Sicherheit. Diese Freiheit ist grundgesetzlich verankert!
Es gäbe noch einiges mehr, aber das sollte erst mal reichen, oder?
Mit freundlichen Grüßen,
Richard Priester
KölnEs ist ungerecht, wenn der Spitzensteuersatz von 53% auf 39% sinkt, während gleichzeitig der Staat kein Geld hat für genügend Sozialarbeiter (siehe Bremen), für Vollzugsbeamte (siehe Siegburg) und und und.
Es ist ungerecht, wenn der Staat bei der Unternehmenssteuerreform auf 8 Mrd. € verzichtet, die er sich durch die Mehrwertsteuererhöhung doppelt wieder reinholt.
Es ist ungerecht, wenn der Staat auf die Vermögenssteuer verzichtet (ca. 7 Mrd.€, während er z.B. bei Arbeitslosen massiv einspart.
Es ist ungerecht, wenn Daimler- Chrysler jahrelang keine Steuern zahlt, während dadurch z.B. die Stadt Sindelfingen auf dem letzten Loch pfeift und gleichzeitig die Aktionäre fette Dividenden einstreichen.
Es ist ungerecht, wenn die "Umzugskosten" von Unternehmensteilen in Billiglohn-Länder steuerlich absetzbar sind, wärend die Pendlerpauschale zusammengestrichen wird.
Es ist ungerecht, wenn die Finanzämter Millionäre nur ungenügend überprüfen (so der Bundesrechnungshof), während gleichzeitig für jeden Bleistift eine Quittung vorgelegt werden muss.
Es ist ungerecht, wenn Scheidungsväter wie Junggesellen besteuert werden, während Erlöse aus Unternehmensverkäufen unversteuert bleiben.
Es ist ungerecht, wenn gescheiterte Manager mit -zig Millionen € "abgefunden" werden, während Tausende von Arbeitnehmern "freigesetzt" werden.
Die Liste könnte noch sehr lange fortgesetzt werden. Ich höre hier auf.
Mit freundlichen Grüßen
G. Guballa
DülmenUngerecht finde ich unter anderem:- dass sich Konzernvorstände schamlos ihre ohnehin üppigen Gehälter um zweistellige Prozentwerte erhöhen, während ein Aufschrei durch sämtliche Arbeitgeberlager geht, wenn die Gewerkschaften es wagen, für die Arbeiter und Angestellten fünf Prozent Lohnerhöhung zu fordern (von denen am Ende sowieso höchstens zwei Prozent übrig bleiben);
- dass Firmen trotz schwarzer Zahlen hunderte oder tausende von Arbeitsplätzen abbauen;
- dass viele Firmenchefs ihre Mitarbeiter nur noch als lästige Kostenfaktoren betrachten und nicht würdigen, dass diese nicht nur "Arbeitnehmer", sondern vor allem "Arbeitskraftgeber" sind, deren gutes Recht es ist, für ordentliche Arbeit einen gerechten Lohn zu erhalten, der ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht;
- dass Menschen über 50 kaum noch eine Chance haben, einen Job zu erhalten, aber bis 67 arbeiten sollen;
- dass junge Menschen, die jahrelang studiert und viel Kraft und Geld in ihre Ausbildung investiert haben, häufig lediglich schlecht bezahlte Praktikumsplätze angeboten bekommen statt vollwertige Arbeitsplätze;
- dass Politiker, die bis an ihr Lebensende finanziell ausgesorgt haben, der Meinung sind, dass es den Hartz IV - Beziehern immer noch viel zu gut geht. Jeder Politiker, der darüber nachdenkt, Hartz IV zu kürzen, sollte dazu verdonnert werden, ein Jahr lang davon zu leben!
Mit freundlichen Grüßen
Doris Weber
Oldenburg (Oldb.) Was heißt schon "gerecht"? Ein sehr subjektiver Begriff je nach Standpunkt des Betrachters. Daß es nicht nur hier in Deutschland ungerecht zugeht, ist gar keine Frage. Aber Josef Ackermann wird es als gerecht empfinden, daß er für seine Facharbeit, die der Deutschen Bank Milliardengewinne einspült, mit rund 12 Mio Euro/Jahr belohnt wird, und ein Ingenieur, der auch Facharbeit abliefert, wird es als ungerecht empfinden, daß er dafür mit nur 80.000 Euro abgespeist wird. Und diese gewaltigen Diskrepanzen lassen sich auch auf anderen Feldern finden. Schauspieler etwa, Sänger, Musiker, Sportler - sie alle tun nicht mehr, als möglichst gute Facharbeit zu produzieren. Würde man diese Relationen deutlich näher zusammenführen, käme man dem Begriff "Gerechtigkeit" schon sehr viel näher. Der Staat könnte dies fördern durch eine Umstellung des Besteuerungssystems. Hohe bzw. überzogene Einkommen stark belasten, niedrige entlasten. Die Kapitalbesteuerung wäre der Schlüssel dafür. Es gibt weltweit keine Tätigkeit, die es wert wäre, mit mehr als 200.000 Euro/Jahr belohnt zu werden. Und wer bestätigt jetzt, daß dies gerecht wäre? Das Prekariat, wer sonst!
Wolfgang Schmidt
Kümmersbruck/BayernHallo und Moin Moin!Ungerecht in Deutschland ist z.B.