. .
Politik in Deutschland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
23. November 2006, 15:20 Uhr

So ungerecht geht es zu in Deutschland

Die Politiker verdienen nebenbei in den Aufsichtsräten bei den grösseren Firmen mit. Dadurch entstehen auch Interessenskonflikte.Viele Politiker neben an Inforeisen teil, die mehr Urlaubskarakter haben(siehe Landtagspräsident Jürgen Gansäuer mit der China Reise).Ausserdem zahlen die Politiker nicht in die Rentenkasse ein und nach ein paar Jahren im Kabinett erhalten Sie mit jungen Jahren eine Pension, die ein Arbeitnehmer mit 50 Jahren Rentenbeitrag nie erreichen kann. Die Pensionen und Diäten steigen, die Bruttorenten bleiben stabil, aber mehr Beiträge fallen an (bedeutet weniger Nettorente).
Diese Liste kann man weiterführen.
Die Grossen kassieren immer mehr.
Und die Kleinen müssen das Finanzieren.
Jörg Sigmundzik
Gehrden


Sehr geehrter Herr Osterkorn,
ungerecht ist für mich folgendes:
  • Die Politiker sollten alle in die AOK oder Barmer einzahlen.
  • Selbige sollten in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen und nur auf derselben Berechnungsbasis wie andere auch Auszahlungen erhalten.
  • Eigentum sollte mehr verpflichten: Kein Stellenabbau, wenn gleichzeitig Milliardengewinne gemacht werden.
  • Höhere Steuern für Gutverdiener, nicht erst ab 500.000 Euro!
  • Weniger Kindergeld (s. Frankreich), dafür mehr kostenlose (Klein-) Kinderbetreuung. Studiengebühren sind in Ordnung.
  • Ganztagsschulen einführen mit Eignungsprüfung nach dem 8. Schuljahr.
  • Krankenkassenbeiträge berechnen nach dem tatsächlichen Einkommen, also keine Beitragsuntergrenze annehmen, dann wären vielleicht auch mehr Menschen versichert.
  • Zigarettensteuern werden nicht komplett an die Krankenkassen weitergeben.
  • Privatkrankenkassen nur noch für Zusatz-(Luxus-)Leistungen zulassen, sonst nur noch (s. Holland) gesetzliche Kassen für alle.
  • Volksentscheide fehlen. Wir müssen zu wichtigen Themen abstimmen dürfen, z.B. Europavertrag, Türkei-EU-Beitritt.
  • Höhere Strafen für gefährliche Straftäter, lebenslang muss lebenslang heißen, nicht 25 Jahre, Strafen zusammenzählen.
  • Einheitsrente einführen.
  • Strompreiserhöhungen werden nicht verhindert, obwohl unser Strom zu großen Teilen aus Kohle und Atomkraft gewonnen wird.
  • Einschränkung der individuellen Freiheiten (Flugverkehr, Telefone überwachen, Internet überwachen u.a.) zugunsten scheinbarer Sicherheit. Diese Freiheit ist grundgesetzlich verankert!
Es gäbe noch einiges mehr, aber das sollte erst mal reichen, oder?
Mit freundlichen Grüßen,
Richard Priester
Köln


Es ist ungerecht, wenn der Spitzensteuersatz von 53% auf 39% sinkt, während gleichzeitig der Staat kein Geld hat für genügend Sozialarbeiter (siehe Bremen), für Vollzugsbeamte (siehe Siegburg) und und und.
Es ist ungerecht, wenn der Staat bei der Unternehmenssteuerreform auf 8 Mrd. € verzichtet, die er sich durch die Mehrwertsteuererhöhung doppelt wieder reinholt.
Es ist ungerecht, wenn der Staat auf die Vermögenssteuer verzichtet (ca. 7 Mrd.€, während er z.B. bei Arbeitslosen massiv einspart.
Es ist ungerecht, wenn Daimler- Chrysler jahrelang keine Steuern zahlt, während dadurch z.B. die Stadt Sindelfingen auf dem letzten Loch pfeift und gleichzeitig die Aktionäre fette Dividenden einstreichen.
Es ist ungerecht, wenn die "Umzugskosten" von Unternehmensteilen in Billiglohn-Länder steuerlich absetzbar sind, wärend die Pendlerpauschale zusammengestrichen wird.
Es ist ungerecht, wenn die Finanzämter Millionäre nur ungenügend überprüfen (so der Bundesrechnungshof), während gleichzeitig für jeden Bleistift eine Quittung vorgelegt werden muss.
Es ist ungerecht, wenn Scheidungsväter wie Junggesellen besteuert werden, während Erlöse aus Unternehmensverkäufen unversteuert bleiben.
Es ist ungerecht, wenn gescheiterte Manager mit -zig Millionen € "abgefunden" werden, während Tausende von Arbeitnehmern "freigesetzt" werden.
Die Liste könnte noch sehr lange fortgesetzt werden. Ich höre hier auf.
Mit freundlichen Grüßen
G. Guballa
Dülmen


Ungerecht finde ich unter anderem:
  • dass sich Konzernvorstände schamlos ihre ohnehin üppigen Gehälter um zweistellige Prozentwerte erhöhen, während ein Aufschrei durch sämtliche Arbeitgeberlager geht, wenn die Gewerkschaften es wagen, für die Arbeiter und Angestellten fünf Prozent Lohnerhöhung zu fordern (von denen am Ende sowieso höchstens zwei Prozent übrig bleiben);
  • dass Firmen trotz schwarzer Zahlen hunderte oder tausende von Arbeitsplätzen abbauen;
  • dass viele Firmenchefs ihre Mitarbeiter nur noch als lästige Kostenfaktoren betrachten und nicht würdigen, dass diese nicht nur "Arbeitnehmer", sondern vor allem "Arbeitskraftgeber" sind, deren gutes Recht es ist, für ordentliche Arbeit einen gerechten Lohn zu erhalten, der ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht;
  • dass Menschen über 50 kaum noch eine Chance haben, einen Job zu erhalten, aber bis 67 arbeiten sollen;
  • dass junge Menschen, die jahrelang studiert und viel Kraft und Geld in ihre Ausbildung investiert haben, häufig lediglich schlecht bezahlte Praktikumsplätze angeboten bekommen statt vollwertige Arbeitsplätze;
  • dass Politiker, die bis an ihr Lebensende finanziell ausgesorgt haben, der Meinung sind, dass es den Hartz IV - Beziehern immer noch viel zu gut geht. Jeder Politiker, der darüber nachdenkt, Hartz IV zu kürzen, sollte dazu verdonnert werden, ein Jahr lang davon zu leben!
Mit freundlichen Grüßen
Doris Weber
Oldenburg (Oldb.)


Was heißt schon "gerecht"? Ein sehr subjektiver Begriff je nach Standpunkt des Betrachters. Daß es nicht nur hier in Deutschland ungerecht zugeht, ist gar keine Frage. Aber Josef Ackermann wird es als gerecht empfinden, daß er für seine Facharbeit, die der Deutschen Bank Milliardengewinne einspült, mit rund 12 Mio Euro/Jahr belohnt wird, und ein Ingenieur, der auch Facharbeit abliefert, wird es als ungerecht empfinden, daß er dafür mit nur 80.000 Euro abgespeist wird. Und diese gewaltigen Diskrepanzen lassen sich auch auf anderen Feldern finden. Schauspieler etwa, Sänger, Musiker, Sportler - sie alle tun nicht mehr, als möglichst gute Facharbeit zu produzieren. Würde man diese Relationen deutlich näher zusammenführen, käme man dem Begriff "Gerechtigkeit" schon sehr viel näher. Der Staat könnte dies fördern durch eine Umstellung des Besteuerungssystems. Hohe bzw. überzogene Einkommen stark belasten, niedrige entlasten. Die Kapitalbesteuerung wäre der Schlüssel dafür. Es gibt weltweit keine Tätigkeit, die es wert wäre, mit mehr als 200.000 Euro/Jahr belohnt zu werden. Und wer bestätigt jetzt, daß dies gerecht wäre? Das Prekariat, wer sonst!
Wolfgang Schmidt
Kümmersbruck/Bayern


Hallo und Moin Moin!
Ungerecht in Deutschland ist z.B.
  • dass unsere Damen und Herren Politiker sich nicht darum kümmern, wie es dem "kleinen Mann" geht,
  • dass Menschen bis 67 arbeiten sollen, aber junge Leute zu Hause sitzen und keinen Ausbildungs- Platz, keine Arbeit finden,
  • dass ich als Rentnerin mit fast 68 Jahren noch im Minijob arbeiten gehen muss und mein 54jähriger Mann seit 4 Jahren arbeitslos zu Hause sitzt (z.Zt. Job für 3 Monate mit einem Brutto-Stundenlohn von 6, 80 - Netto ca. 5 Euro) und für ein Leben lang eingezahlte Arbeitslosenbeiträge nun mit Hartz IV fast keine Leistungen bekommt, weil ich für über 40 Jahre Vollzeitarbeit in der DDR und das Großziehen von 3 Kindern eine Wahnsinnsrente von 745 Euro bekomme,
  • dass es noch immer große Unterschiede zwischen Ost- und Westrenten in der Punktebewertung gibt,
  • dass man als "Ostrentner" oft in den Medien diskriminiert wird, weil wir an allen finanziellen Miseren des Staates schuld sind,
  • dass genug Geld da ist für Beamten- und Ministerpensionen, für Diätenerhöhungen usw.,
  • dass Beschäftigte im Handel im Minijob keine Rechte haben (generell kein bezahlter Urlaub, kein anteiliges Urlaubs- oder Weihnachtsgeld), aber immer arbeitsbereit sein müssen, Kassen-Differenzen selbst vom Minilohn zahlen müssen, kein Krankengeld bekommen, keinen Rentenanspruch erwerben usw. (das betrifft nicht mich persönlich, ist mir aber hinreichend bekannt),
  • dass die Gesundheitsreform mal wieder die Ärmsten betrifft,
  • dass die Mehrwertsteuererhöhung besonders Rentner und Arbeitslose trifft,
  • dass man als Hartz-IV-Empfänger generell unter den Tatverdacht des Erschleichens von Leistungen gestellt und dies in entsprechenden Amtsschreiben zum Ausdruck gebracht wird (z.B. wird von Tatbeständen gesprochen, Gelegenheit, sich zum Sachverhalt zu äußern, Vollzug der Aufrechnung also wie in einem Kriminalfall, wo sich ein Beschuldigter äußern muss. Begründung der ARGE - das sind bundeseinheitliche Vordrucke. Ein "Mitglied einer Bedarfsgemeinschaft" ist in diesem Staat absolut nichts wert, seine Menschenwürde wird mißachtet,
  • Diese Liste ließe sich noch beliebig lange fortsetzen, mir fällt da noch viel ein.

    Ich habe mir nicht träumen lassen, dass ich mir einmal nichts sehnlicher wünschen würde, als Deutschland den Rücken kehren zu können - aber leider haben wir dafür kein Geld! Uns geht es nicht darum, Leistungen vom Staat zu erbetteln, sondern mein Mann möchte ganz einfach nur arbeiten und dafür einen menschenwürdigen Lohn bekommen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Irmgard Sönnichsen
    Flensburg


    Sehr geehrte Redaktion,

    In Deutschland legen Beitragbemessungsgrenzen fest, bis zu welchem Einkommen aus abhängiger Beschäftigung der jeweilige Arbeitnehmer Zwangsmitglied bei den Sozialkassen ist. Ich sage absichtlich Kassen, denn Versicherungen im engeren Sinne sind es nicht. Diese Grenzen leiten sich aus dem Grundgesetz ab, wonach jeder Bedürftige Anspruch auf Unterstützung durch die Allgemeinheit hat. Das ist auch gut so. Mittlerweile hat der Gesetzgeber aber weite Teile der Bevölkerung qua Bemessungsgrenze zu Bedürftigen erklärt, obwohl dieses es nicht sind. Die Bürger führen so einen nicht unerheblichen Teil ihres Einkommens an eine gigantische Umverteilungsmaschine ab, die in ihrem Verfahren mehr als undurchsichtig ist. Insbesondere bei der Rente führt das über die Generationen zu massiven Verzerrungen. Ein 30 jähriger darf zeitlebens einzahlen, für ihn selbst bleibt nur eine Grundrente. Das ist kein Generationenvertrag mehr, das ist kalte Enteignung. Wir leisten uns in diesem Lande einen Sozialverwaltungsapparat, der an Verfettung kaum noch zu übertreffen ist.
    Der neue Adel, also die politische Klasse und die höhere Verwaltungsebene eben dieser Sozialverwaltung, die oft genug mit Parteigenossen besetzt ist, mästet sich selbst auf Kosten des Volkes. Regelmäßige Kritik in den Medien perlt anscheinend wirkungslos ab, ein moralisches Verantwortungsbewusstsein scheinen diese Damen und Herren nicht zu besitzen, das soziale Netz dieser Personengruppe mit üppigster Pensionierung gleicht eher einer Betondecke. Bei den Krankenkassen führt das dazu, dass für die eigentlichen Leistungserbringer fast nichts mehr übrig bleibt. Wir rationiert unser Gesundheitswesen zu Tode, ohne dass hierüber eine politische Diskussion geführt wird (wie viel Medizin kann noch für wen sein?). Statt dessen wird uns von den zuständigen Ministern dreist ins Gesicht gelogen, alles würde besser, man habe alles im Griff, Probleme machten allenfalls die korrupten Ärzte/ Versicherungsmakler/ katholischen Priester, Sozialtherapeuten/ Lehrer, je nachdem, welche Berufsgruppe gerade im Visier des Ablenkungsstörfeuers ist. Das ein Exkanzler bei Gazprom anheuert und ein widerliche Autobiographie unters Volk bringt, ist bei dem ganzen nur noch ein winziges, Brechreiz erregendes Detail.
    Dieses Verhalten wirkt demotivierend auf die gesamte Bevölkerung. Ich unterhalte mich jeden Tag mit bis zu 100 Patienten aus allen sozialen Schichten in meiner Praxis. Fast alle sagen das selbe. Das Volk ist nicht dumm, es wird nur für dumm verkauft. Und das ist ungerecht. Ach ja, eine politische Justiz haben wir natürlich auch, gerade das Bundessozialgericht kommt oft zu Urteilen, die dem juristischen Laien teilweise wie Rechtsbeugung vorkommen müssen, die aber gerade den ganzen beschriebenen Schwachsinn weiter zementieren. Die Richter haben natürlich auch ein Parteibuch. Der einzige Unterschied zum klassischen Adel ist, man kommt ohne blaues Blut in diese erlauchten Kreise. Rein in eine Partei, Hirn raus, Rückgrat raus, und dann ab nach oben schleimen. Möglichst keinen Beruf selbstständig ausüben, man könnte ja mit der normalen Bevölkerung in Kontakt kommen.
    Gute Nacht
    Dr. med. Jan Löhler
    Bad Bramstedt


    Sehr geehrte Damen und Herren,
    als Mutter von zwei Töchtern im Alter von 11 und 14 Jahren, ärgert es mich sehr, dass man fast überall für Kinder ab 12 oder 13 volle Eintrittspreise bezahlen muss. Sei es im Kino oder Tierpark( es sei denn es gibt Familientickets ), das finde ich ungerecht. Haben Kinder in diesem Alter ein eigenes Einkommen oder was rechtfertigt sonst diese Regelung?
    Mit freundlichen Grüßen
    Heike Wollherr
    Potsdam


    Lieber Stern,
    ungerecht ist es, unseren Kindern Milliarden Schulden vor die Füße zu kippen und den Rentnern in die Tasche zu greifen, anstatt für Vollbeschäftigung zu sorgen. Dabei ist es so einfach: Wir können das Autobahnnetz privatisieren und mit dem Geld den Straßenbau ankurbeln. Die Staus verursachen der Wirtschaft einen Schaden von über 100 Milliarden Euro pro Jahr. 12 Milliarden Liter Sprit werden dabei in die Luft geblasen. So gesehen ist der Straßenbau auch das beste Programm zur Abgas- Reduzierung.
    Wir können wenigstens einen Teil unseres Kraftstoffbedarfs aus der heimischen Kohle decken. Nicht nur wegen der gefährlichen Mischung aus Iran und Uran steht unsere Kraftstoffversorgung auf tönernen Füßen. Wir haben alles dazu: Das Know-how, den Rohstoff in Hülle und Fülle und Arbeitskräfte im Überfluss.
    Wir müssen nicht nur Bürokratie abbauen, sonder vor allem Bürokraten. Wir stecken in einem viel zu großen Anzug. Dass gleichzeitig 16000 Lehrer fehlen und nicht genug Beamte zur Verfügung stehen, um die Verbraucher vor Gammelfleisch zu schützen, ist ein Skandal.
    Oberstes Ziel muss es sein, den über 4 Millionen Arbeitslosen wieder zu beschäftigen und ihnen damit ihr Selbstwertgefühl zurückzugeben.
    Hermann Mezger
    Prüm


    Ungerecht ist,
    • daß fast sämtliche Politiker nur am Erhalt ihrer Macht und ihrer Partei interessiert sind, nicht am Volk, dann wundern diese sich wenn niemand mehr wählt! Total bürgerfern!
    • daß das Geld aus der Renten"versicherung" für zweckfremde Dinge ausgegeben wurde und die Rentner nur noch Nullrunden fahren. Außerdem wird auch Jung gegen Alt aufgehetzt. Mit der Arbeitslosen"versicherung" wird es jetzt genauso gemacht
    • daß die deutschen Staaatsbürger weniger Rechte haben als die Migranten oder die "deutschen" Staatsbürger. z.B. Wohungssuche, Kindergeld (ein Witz! Deutsche haben kaum noch Kinder)
    • daß Verbrecher mehr Rechte haben und der Staat sich mehr um diese sorgt als um die Opfer.
    • daß z.B. ich (jetzt 61 J.) seit meinem 14 Lebensjahr in sämtliche Kassen zahle und jetzt entweder selbst bezahlen muß oder hohe Zuzahlungen habe
    • daß die Politiker das alles, also sämtliche Sorgen ihres Volkes kennen (siehe Wahlversprechungen) aber nach der Wahl sich nicht mehr darum kümmern. Ich wähle nicht NPD, aber es wundert mich nicht, daß einige das tun.
    • daß unser Staat überall in der Welt mit Hilfe vertreten ist (Entwicklungshilfe für goldene Toilettendeckel, Soldaten, EU Gelder usw.) aber seine eigenen Bürger vergißt.
    • daß unsere Politiker erst jetzt darauf kommen, daß Migrantenkinder deutsch lernen müßen. Da das bis jetzt nicht der Fall war wundert mich das Ergebnis der Pisa Studie nicht.
    • daß unser Sozialsystem schon seit Jahrzehnten von illegalen Ausländern mißbraucht werden kann ohne daß etwas dagegen getan wird . Der neu beschloßene Kompromiss ist wieder so ein schlechter Witz
    • daß z.B. Raucher ( ich bin Raucher) von der Krankenkasse (auch so ein Thema) keine Hilfe bekommen, aber Drogensüchtige jede (noch so teure) Hilfe bekommen.

    Mir fallen noch tausend Sachen ein, aber dann würde es ein Buch.
    Gruß
    Ingeborg Noll

    Ungerecht ist:
    dass die Politik in eklatanter Weise bei ihren "Reformen" und "Anpassungen" von Gesetzen/Vorschriften mit sozialer Wirkung den sozialen Ausgleich aus den Augen verloren hat und in unverantwortlicher Weise das Kapital hofiert.
    dass das von allen erarbeitete Volksvermögen sich in immer größerem Maß bei einer Minderheit des Volkes konzentriert, ohne das hier seitens der Politik andere Rahmenbedingungen gesetzt werden.
    Wenn die Politik die soziale Verantwortung von Unternehmen bemüht, ist das absolut nur bla, bla, weil nicht die notwendigen politischen Taten folgen, vielmehr versucht die Politik hierdurch nur von ihren eigenen Versäumnissen abzulenken.
    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang Marschhausen
    Langwedel
    Sehr geehrte Damen/Herren,ich bin seit 18 Jahren verwitwet, habe nächstes Jahr zwei studierende Kinder, für die ich € 2000,00 pro Jahr Studiengebühren zu entrichten habe. Zudem habe ich ab 2007 Lohnsteuerklasse I. Wäre es nicht gerecht, solange ich die Studiengebühren bezahle, das Kind/die Kinder in der Lohnsteuerkarte einzutragen? Immerhin investiere ich in 2 potentielle Einzahler in unsere Rentenkasse.
    Ruth Schütz-Mitterhusen

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    da wir zunehmend eine Wirtschaftsdiktatur haben, ist die Demokratie zum Schaden derBevölkerung in Deutschland im Begriff sich aufzulösen.Anstand und Solidarität werden zu Fremdworten. Der Ungerechtigkeit und damit verbundenem Unfrieden sind Tür und Tor geöffnet !
    Mit freundlichem Gruß
    Christine Rehder
    Geesthacht


    Was ist ungerecht bei uns ? Ich will es mal so ausdrücken: Es fehlt uns an Vorbildern in Politik und Wirtschaft und an einer sozialen Großzügigkeit, dass führt meiner Meinung nach zwangsläufig zu Ungerechtigkeiten, weil dafür der Blick für die Menschen verlorengegangen ist. Wir haben inzwischen eine ziemlich schlechte Unternehmenskultur, Beispiele von Mißmanagement sind hinlänglich bekannt, auch das führt zu Ungerechtigkeiten, weil sich der sogenannte "kleine Mann" verschaukelt fühlt und die "Großen" nicht ernsthaft belangt werden.
    Aber für mich gilt nach wie vor: Auf Dauer hat nur der Ehrliche mehr Erfolg. Ungerecht ist, dass die Ehrlichen in unserem Land noch immer bestraft werden.
    Jutta Ohl
    Itzehoe


    Ungerecht bei uns ist,dass jemand 1963 mit 16 Jahren seine Lehre begonnen hat, 2005 mit 58 Jahren und 42 Jahre Berufstätigkeit entlassen wird nach 18 Monaten Arbeitslosengeld auf Sozialhilfeniveau herabgesetzt wird.
    Das dieses Gesetz auch noch den Namen eines Mannes trägt der sich seine Nutten von VW hat bezahlen lassen ist eigentlich die Krönung.
    Viele Grüße
    Peter Blankenburg
    Berlin


    Liebe Stern Redaktion,
    erst mal herzlichen Dank, dass Sie dieses Thema ernst nehmen. Die Meinung der Bevölkerung kann sich nicht durch Wählen einer bestimmten Partei bestimmen lassen und daher finde ich diese Möglichkeit sehr wichtig auf diesem Weg vielleicht Gehör zu finden.Was bedeutet Ungerechtigkeit eigentlich? Darüber muss man sich erst einmal Gedanken machen. Ungerechtigkeit sollte nicht mit Neid oder Eifersucht verwechselt werden, sonder an konkreten Bespielen bemessen werden.
    • Ich finde es ungerecht, wenn für gleiche Arbeit unterschiedlicher Lohn bezahlt wird.
    • Ich finde es ungerecht, dass Managementgehälter steigen und Mitarbeiter entlassen werden.
    • Ich finde es ungerecht, dass die Firmen ihre Waren im Ausland produzieren, was zu noch mehr Arbeitslosigkeit führt. Dann haben die Leute auch kein Geld, um die Markenwaren zu kaufen und es werden noch mehr entlassen.
    • Ich finde es ungerecht, dass Firmen Mitarbeiter entlassen und dennoch so wahnsinnig viel Geld haben, um Sponsorengelder zu zahlen, damit Sportler Monatsgehälter in Millionenhöhe erhalten.
    • Ich finde es ungerecht, dass Mitarbeiter bei Fehlern des Managements die Konsequenzen tragen (durch Entlassung) und die Verantwortlichen bei der Entlassung auch noch eine dicke Abfindung kassieren und dann nachher wieder irgendwo im Aufsichtsrat sitzen und weiter abkassieren.
    • Ich finde es ungerecht, dass die Preise nach dem Euro gestiegen sind und die Wirtschaft der Bevölkerung einzureden versucht, dass es gar nicht stimmt. Gab es vor dem Euro Joghurt zu fast 2 DM?
    • Ich finde es ungerecht, dass alle Kosten steigen wie Versicherungen oder Transport, aber die Leistungen entsprechend schlechter werden.
    • Ich finde es ungerecht, dass meine Mutter, berufstätig bis 35 und dann zwei steuerzahlende Kinder grossgezogen hat, nur eine Rente von 680,- € bekommt und Hatz IV nicht viel tiefer liegt, wobei viele noch nie etwas in die Staatskasse eingezahlt haben und dies auch voraussichtlich nie tun werden.
    • Ich finde es ungerecht, dass die Rente irgendwann erst ab 70 oder älter angetreten werden darf, aber die Firmen jemanden über 50 gar nicht mehr einstellen, weil dieser zu alt ist.
    • Ausserdem finde ich es ungerecht, dass die jungen Menschen heute dreifach !! für die Rente bezahlen müssen. Zum einen durch hohe Beträge, um die heutigen Rentner zu finanzieren, dann bis 70 arbeiten, damit die eigene Rente umso später ausbezahlt wird und auch noch eine private Rente finanzieren, da es eh nicht sicher ist ob die staatliche zu gegebenem Zeitpunkt dann noch reicht.
    • Ich finde es ungerecht, dass bestimmte Berufsgruppen weniger arbeiten und mehr bekommen. z.B. Beamte (kürzere Arbeit, mehr Geld), Politiker (ein paar Jahre arbeiten, lebenslang Rente)
    • Ich finde es ungerecht, dass man sich gegen dieses System nicht wehren kann.
    • Ich finde es ungerecht, dass manche Bürger den Ausländern dafür die Schuld geben.

    Gabriele Fighiera-Berg
    Rheinmünster


    Für mich bedeutet Gerechtigkeit, wenn Menschen, die anderen Leid zugefügt haben (in erster Linie physisches Leid, besonders Kindern, den wehrlosesten Mitgliedern der Gesellschaft), hart genug bestraft werden. Ich bin oft entsetzt, welche geringen Strafen in solchen Fällen verhängt werden. Unsere Justiz urteilt in meinen Augen oft ungerecht, weil das Justizsystem es so vorgibt. Vergewaltiger und Kinderschänder entkommen aufgrund psychischer Gutachten ihrer Strafe, Eltern, die ihre Kinder fast zu Tode prügeln oder verhungern lassen, werden zu milde bestraft. Nach meinem Dafürhalten besteht hier Handlungsbedarf, wenn jemand, der Steuern hinterzogen hat, länger ins Gefängnis muß, als ein Pädophiler, der dann irgendwann wieder aus der psychologischen Betreuung entlassen wird, um das nächste Kind zu missbrauchen. Auch wenn ich jetzt pauschal urteile, ist mein Gesamteindruck unseres juristischen Strafverteilungssystems eher der, dass Strafen selten gerecht verteilt werden.
    Mit freundlichem Gruß,
    Nicole Granzin

    Hallo,
    ich finde ungerecht, dass Hartz IV-Empfänger teilweise mit sämtlichen Zuschüssen, sozusagen für's Nichtstun, oft genauso viel Geld erhalten wie jemand, der regelmäßiger Arbeit nachgeht und das dies vom Staat damit begründet wird, dass es nicht zu verantworten wäre, dass solche Mitbürger ansonsten unter die Armutsgrenze fallen würden. Erfahrungsgemäß möchte ich behaupten, dass 2/3 aller Hartz IV-Empfänger sich nebenbei was (am Staat vorbei) verdienen und somit häufig auf gleichen Niveau leben wie Arbeitnehmer mit einer 40-Stunden-Woche und sich dabei genaugenommen zu fein sind, einen Job anzunehmen, der Ihnen weniger einbringt als durch oben beschriebene Aktivitäten oder bei dem sie mehr arbeiten müssten.
    Es wird endlich Zeit, dass sich jeder auf seine eigenen Kräfte beruft und dass der Sozialstaat insoweit abgebaut wird, dass er nur noch unter die Arme greift, wenn es wirklich erforderlich ist wie bei Kranken, Behinderten oder alten Menschen. Ansonsten züchtet sich Deutschland nur noch immer mehr wehleidige, vor Selbstmitleid triefende Bürger heran, die dem Staat auf der Tasche liegen und die wir arbeitenden Menschen mitfinanzieren dürfen.
    Wieso funktioniert es denn in anderen Ländern auf ganz einfache Art und Weise: Wer arbeitet und sich nicht zu fein ist mit anzupacken hat eben Geld und wer faul oder zu asozial ist geht eben leer aus uns muss die Verantwortung für sein Tun oder auch Nichttun tragen??
    Mit freundlichen Grüßen
    Manuela Warzecha

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Sie bitten in Ihrem Artikel um Aussagen und Wertungen zum Thema Gerechtigkeit in Deutschland. Ich bin 45 Jahre jung und habe immer gern in diesem Land gelebt, weil ich die Auffassung vertrat, dass in Deutschland ein jeder die Möglichkeit hat, an Wohlstand und Sicherheit Teil haben zu können, wenn er oder sie es möchte. Ich selbst hatte als Tochter eines Beamten im mittleren Dienst die Möglichkeit, zunächst eine christlich geprägte Privatschule zu besuchen und dann ab 1980 ein Studim beginnen zu können. Dies war bedingt durch Nebenjobs auch ohne die Zahlung von BAFöG möglich. Heute gehöre ich zu der Gesellschaftsschicht, die bedingt durch ein Jahreseinkommen über 50 TEUR durch das Höchstmaß an Steuern und Abgaben (ledig) zur Erhaltung der Sozialsysteme beiträgt. Ich habe diese Abgaben immer gern gezahlt, weil ich daran geglaubt habe, dass auf diese Weise ein starker Staat erhalten werden kann. Seit etwa 2003 beginne ich allerdings zunehmend zu zweifeln, ob meine Werte noch im Einklang stehen mit der Politik, die zunehmend zu anderen Rahmenbedingungen führt, als ich sie mir wünschen würde. Ich denke dabei insbesondere an die Agenda-Politik des Ex-Kanzlers Schröder und an die Gläubigkeit unserer Damen und Herren Abgeordnete an die Einflüsterungen von Arbeitgeberseite und Institutionen wie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Ich bitte immer um Erklärung, wie es möglich sein sollte, mit der Politik der Verunglimpfung und Demütigung von erwerbslosen Menschen, etwa 4,5 Mio. arbeitslose Menschen in ca. 300.000 offene Stellen zu bringen. In diesem Land werden mittlerweile Opfer zu Tätern gemacht und dies nicht zuletzt mit Hilfe einer wenig kritischen und fast gleichgeschalteten Medienlandschaft. Diese Land ist so reich wie nur sehr wenig andere Länder und mit Hilfe von klugen Konzepten und Reformen, die diesen Namen auch verdienen, sollte es möglich sein, mehr Menschen durch die Vermittlung sozialversicherungspflichtiger Arbeit wieder am gesellschaftlichen Wohlstand teilhaben zu lassen.
    Leider fließt der Reichtum nicht mehr in den Wohlstand aller, sondern in die Taschen einiger weniger Kapitalgesellschaften und dies ist nicht ausschließlich der immer wieder bemühten Globalisierung geschuldet sondern den politischen Rahmenbedingungen, die hier eindeutig falsch gesetzt werden. In diesem Land geht es nicht mehr um die Förderung und Stärkung des Mittelstandes und der kleineren Unternhemen, die immerhin zu etwa 80 % die Arbeitsplätze schaffen. Diese sind abhängig von einem starken Binnenmarkt und einer guten Investitions- und Kauffkraft. Die Poltik sondert zwar fast täglich Bekenntnisse zur Stärkung des Mittelstandes ab, die Lobbyarbeit der Großunternehmen scheint allerdings besser zu funktionieren.
    Nicht die Menschen im Lande reden dieses Land schlecht, jahrelang haben Politiker und Medien alles dazugetan, um an diesem Land und seinen Menschen kein gutes Haar zu lassen ( zu teuer, zu faul, zu ungebildet etc.) Mit Hartz IV, der Schaffung von Ein-Euro-Jobs und Minijobs haben die poltischen Rahmenbedingungen dazu geführt, dass die Verunsicherung immer weiter anwächst. Wenn man Menschen keine Perspektiven mehr aufzeigen kann, warum sich Leistung lohnen soll, darf man sich über die derzeit sichtbar werdenen gesellschaftlichen Verwerfungen wirklich nicht wundern. Mittlerweile leben wir alle hier nicht mehr solidarisch miteinander, sondern zunehmend werden Gruppen gegeneinader aufgestellt, z. Bsp. Alte gegen Junge, Arbeitslose gegen Menschen mit (Noch)-Arbeit, Kinderlose gegen Menschen mit Kindern, Raucher gegen Nichtraucher , Kranke gegen Gesunde usw.
    Was uns fehlt, ist eine gemeinsame "Vision" darüber, wohin unsere Gesellschaft sich entwickeln soll. Ich für meinen Teil möchte auch weiter in einer Gesellschaft leben, die sich der alten, kranken und schwächeren Menschen annimmt. Ich verstehe zum Beispiel nicht, warum der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung jetzt gesenkt wird. Wenn es nach mir ginge, sollte die Abgabe in gleicher Höhe bestehen bleiben, um damit wirksame Instrumente zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zu finanzieren.
    Seit fast 15 Jahren versuchen wir nun, mit Hilfe von neoliberalen Reformen Arbeitsplätze zu generieren und weil das nicht gelingt, rufen alle nach einer Erhöhung der "Dosis". Ich würde mir wünschen, dass die Damen und Herren in den zuständigen Stellen sich wieder dazu bereitfinden, auch neue Konzepte und Ideen aufzugreifen und zu durchleuchten. Hier wären auch die Medien gefordert, nicht jeden Unsinn, der von Professoren (fast gleichlautenden Namens) in Sendungen wie "Sabine Christiansen" herausposaunt wird, einfach nachzureden, sondern kritisch zu hinterfragen. Hier wäre meine Bitte insbesondere an den Stern, seiner früheren Rolle eines kritischen Mediums wieder gerecht zu werden. Insbesondere bitte ich darum, für den Erhalt eines starken Staates zu plädieren, denn nur Reiche können sich einen armen Staat leisten.
    Ich denke, wenn die Mehrzahl der Menschen in diesem Land in einer gemeinsamen "Idee" über die Zukunft dieses Landes mitgenommen werden kann, werden sich Kräfte bündeln lassen. Mit den dazugehörigen politischen Rahmenbedingungen zum Wohle des Volkes (dies kann auch kurzfristig eine Verschlechterung von Situationen bedeuten, wenn klar ist, dass es mittel- und langsfristig zu Verbesserungen führt), werden auch Ungerechtigkeiten abnehmen. Die Verunsicherung von Menschen durch die hebeigeredete Erosion z. B. des Rentenverfahrens (das Umlageverfahren ist das kostengünstigste und bisher am längsten bewährte) mag die Versicherungswirtschaft mit Freude erfüllen, die Beispiele aus anderen Ländern (Chile, Argentinien) zeigen jedoch deutlich die Gefahren privatwirtschaftlicher Vorsorge. Ebenso verhält es sich mit prekären Arbeitsverhältnissen und Mini- und Midijobs. Auch hier sollten die Medien ihre gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahrnehmen und nicht der Übertragung jeglicher Aufgaben in private Hände das Wort reden (Beispiel Strom, Wasserversorgung in England usw.), auch wenn es noch so modern daherkommen mag.
    Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.
    Mit freundlichen Grüßen
    Iris LucygaUngerecht finde ich, dass die Generation über 50 rausgedrängt wird aus der Arbeit und nur noch unter ihrem vorherigen Qualifizierungsnievau beschäftigt wird. Dadurch wird Arbeit verbilligt.
    Ingrid Geltl
    Weilheimer Arbeitslosenzentrum WALZ


    Gerne folge ich dem Aufruf, mich zu dem Thema äußern- doch wo fängt man an?
    Eigentlich tendiere ich dazu zu sagen, dass Egoismus die Quelle der Ungerechtigkeit ist. Der Mensch ist egoistisch veranlagt, um den Fortbestand der Spezies Mensch zu gewährleisten. Das soll nicht als Ausrede herhalten, doch ist es ein Versuch den Irrsinn zu erklären, wie es angehen kann, warum die Menschen sehenden Auges andere Mitmenschen verhungern lassen.
    Daher geht es in Deutschland genauso ungerecht zu, wie überall auf der Welt. "Erst kommt das Fressen und dann die Moral" dichtete schon Bertold Brecht. Heute geht es jedoch nicht mehr nur um das Fressen, sondern auch um das große Auto, das kleine Handy und die ausgefallene Freizeitbeschäftigung.Man will immer mehr und das ruhig auch auf Kosten anderer. Was von der Natur angelegt wurde, um den Menschen in seiner Entwicklung weiter zu treiben, wendet sich gegen uns. Moral und Verständnis schaffen es nicht, sich dagegen zu behaupten.Oder doch? Tendenzen gibt es - Ehrenamtliche Mitarbeiter in den unterschiedlichsten Projekten, Millionenspendende Prominente usw. Die größte Ungerechtigkeit, die in in Deutschland wohl empfunden wird, ist die wirtschaftliche Tendenz. Dass Menschen und ihre Arbeitskraft z.T. einfach nicht mehr gebraucht werden, treibt alle um. Denn was bedeutet das für die Zukunft? Und- kann man die Tendenz aufhalten? Hier herrscht, glaube ich, der größte Diskussionsbedarf.
    Mit freundlichem Gruß
    Susanne Baade

    Das finde ich ungerecht:
    • Das Kinder bezüglich ihrer Herkunft so unterschiedliche Entwicklungs- und Bildungs-chancen haben
    • Das so viele Menschen trotz ganztägiger Arbeit kaum von ihrem Gehalt leben können
    • Das so Wenige so viel und so Viele so wenig Vermögen besitzen
    • Das kleine und mittlere Einkommen einen so großen Anteil an der Steuer- und Abgabenlast tragen
    • Das ich Zeit meines Arbeitslebens so viel in die Rentenkasse einzahlen muss ohne die Chance zu haben, im Alter selbst eine angemessene Rente zu erhalten
    • Das Politiker sich selbst Diäten und Pensionsansprüche gewähren können
    • Das es in der BRD keinen Volksentscheid gibt
    • Das Alte und Pflegebedürftige unwürdig und ungenügend versorgt werden
    • Das Menschen die lange Zeit gearbeitet haben nach einem Jahr genauso behandelt werden wie Menschen, die nie gearbeitet haben
    • Das es leistungsstarken und innovativen Menschen so schwer gemacht wird, selbständige Unternehmen aufzubauen
    • Das für Täter von Straftaten mehr unternommen wird als für die Opfer dieser Taten
    • Das wir uns noch immer ein Schul- und Prüfungssystem leisten, dass in seiner Bewertung die Prüfungsleistungen stärker bewertet, als die eigentliche Leistungsfähigkeit
    • Das kleinkriminelle Schwarzfahrer zu Haftstrafen verurteilt werden und Menschen wie Kohl, Koch und andere, die den Staat um Millionen geprellt haben, ungeschoren davon kommen.
    • Das Ein-Euro-Jobber für Tätigkeiten eingesetzt werden, die eigentlich durch klein- und mittelständische Firmen erledigt werden müssten und letzteren damit wichtige Aufträge entziehen
    Michael Rothe

    Meiner Meinung nach sollten die Leute in Deutschland nicht vergessen, dass es nirgendwo in der Welt so sozial zugeht wie hier. Die Einkommenunterschiede sind vergleichsweise dank umverteilungspolitik so niedrig wie in keinem anderen Land.
    Die leute sollten aufhören zu jammern und ihr Schicksal selbst in die hand nehmen. Und ich gehöre nicht zu den Gutverdienern...
    Mit freundlichen Grüßen
    P. Stumpf
    Braunschweig


    Vor dem Hintergrund des "Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes" (AGG) – Antidiskriminierungsgesetz - , dessen Ziel es ist, … ungerechtfertigte Benachteiligungen aus Gründen … des Alters … zu verhindern oder zu beseitigen, finde ich die nunmehr fast 17 Jahre nach der Wiedervereinigung noch immer nicht erfolgte Angleichung des aktuellen Rentenwertes Ost an den aktuellen Rentenwert West nicht nur ungerecht, sondern ausgesprochen demütigend.
    Es handelt sich - aus meiner Sicht - um einer Fall staatlich gelenkter Diskriminierung einer Gruppe von Menschen, die sich kaum dagegen wehren können und wohl auch nicht sollen. Eine Demokratie, deren Vorhandensein in Deutschland sehr gern medial und in politischen Statements gepriesen wird, sieht aus meinen bescheidenen Kenntnissen doch ein wenig anders aus.
    Die einzige mögliche Reaktion dieser allmählich zur "Unterschicht" konvergierenden Bevölkerungsgruppe ist ihr Wahlverhalten. Ich glaube, dass sie das begriffen hat.
    Reinmar Teubert
    Oschatz


    Ungerechtigkeiten begegnen meiner Familie und mir in folgenden Bereichen:
    1. Wahlen: Warum gibt es keine Alterbeschränkung bei Wahlen? Warum düfen 80jährige Greise mit ihrer Stimme über das Leben von Teenangern, die kurz vor dem Berufsleben stehen, bestimmen? Die Politik ist für Alte bestimmt, obwohl die Jugend den Staat trägt.
    2. Rente:Wieso bekommen die Alten das Geld hinterhergeworfen, aber wir jungen Leute müssen immer mehr dafür aufkommen und uns darüber hinaus noch mehrgleisig um eine eigene Altersversorgung kümmern. Unser Renteneintrittsalter liegt dazu noch jenseits von Gut und Böse.
    3. Beruf: In meiner Branche ist es wenig hilfreich, die Generation über 50 mit staatlicher Unterstützung in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Diese Generation (bis auf ein paar Ausnahmen) kommt mit der Technik nicht mit, sollen aber als Entscheider fungieren. Das geht schief. In Zukunftsbranchen müssen Menschen, die noch ne Zukunft haben, gefördert werden, nicht die, die kurzfristig in Rente gehen.
    4. Studiengebühren: Herr Koch und seine Kollegen können ja mal aus Solidarität ihre entsprechenden Studiengebühren nachzahlen. Die heutige Jugend so zu schröpfen und selbst nichts geleistet zu haben, ist widerwärtig und fast schon kriminell.
    5. KiTas:KiTas müssen 1. ganztags verfügbar und 2. finanziell erschwinglich bleiben, wenn nicht sogar vom Staat übernommen werden. Junge Familien haben sowieso schon höhere Ausgaben (siehe oben), da muss geholfen werden!!!
    6. Strafmaß: Das deutsche Strafmaß für Gewaltverbrechen muss verschärft werden. Serienvergewaltiger und Mörder dürfen keinen Freigang erhalten und auch nicht vorzeitig aus der Haft entlassen werden. Den Gefängnisinsassen geht es außerdem noch zu gut. Ein klein wenig türkische Verhältnisse im Knast wären sehr angemessen, wenn man das Leid der Opfer und Hinterbliebenen bedenkt. Entschädigungszahlungen für Opfer und Hinterbliebene müssen angehoben werden, aber nicht auf amerikanisches Niveau.
    7. Politik: Politiker, die nach einer Wahl klar und deutlich mit ihren Versprechen brechen, müssen ihrer Ämter enthoben werden. Beispiel MwSt-Erhöhung.
    Es gäbe noch mehr Beispiele...
    MfG
    Matthias Olschack

    Übernommen aus ... Stern Stern
    Ausgabe 47/2006

 
 
MEHR ZUM THEMA
powered by wefind WeFind
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe