Ich finde es ungerecht, dass Familien mit sehr hohem Einkommen, Kindergeld beziehen und diese "Sozialleistung" auch noch annehmen. (Evtl. Frau von der Leyen auch ?)
Monika Augst
OldenburgSehr geehrte Damen und Herren,Was ist ungerecht in Deutschland:- daß Bürger wie ich, die 40 und mehr Stunden in der Woche arbeiten, fast die Hälfte Ihres Bruttogehaltes abgeben müssen.
- daß Bürger wie ich, die freiwillig gesetzlich versichert sind (inzwischen 550 EUR Beitrag zahlen) fast alles selbst zahlen müssen, z.B. beim Zahnersatz (Brücke kostet ca. 2.700 EUR, ersetzt bekomme ich 376 EUR). Hätte ich das Geld, das ich bis jetzt in die Krankenkasse eingezahlt habe (bis jetzt 45 Jahre, in Anspruch genommenen Leistungen: 2 Geburten und eine Bilddarmoperation), nur auf ein Sparbuch gelegt, könnte ich mich jederzeit 1. Klasse behandeln lassen.
- daß Familien mit 2 Kindern und mehr, die Hartz IV bekommen gestellt sind als z.B. Arbeiter und Angestellte, die die ganze Woche arbeiten.
- daß Jugendliche, wie im Fernsehen gezeigt, gar nicht arbeiten wollen und trotzdem Unterstützung bekommen.
- daß der Sparerfreibetrag schon wieder gekürzt wird. Man ist wirklich der Dumme, wenn man in diesem Land versucht, für sich selbst zu sorgen.
- daß wir immer noch für die ehemalige DDR zahlen.
- daß das Ostmark zum größten Teil 1 zu 1 umgetauscht wurde. (Wir waren 5 Jahre nach der Wende in Mexiko, nachdem wir Jahre gespart hatten. Wir waren 7 Personen in der Gruppe 3 aus dem Westen und 4 aus dem Osten. Im Laufe der Reise stellte sich heraus, daß die Herrschaften in den 5 Jahren die ganze Welt bereist hatten, während das für uns die 1. größere Reise war)
- daß die Rente der Ostdeutschen aus den Rentenbeiträgen und nicht aus Steuern bezahlt wird
- das gleiche gilt für die Krankenkasse, die Pflegeversicherung usw.
- daß wir Unmengen an die EU zahlen (mindestens 10 Milliarden EUR netto)
- daß unsere Regierung die Interessen Deutschland in der EU überhaupt nicht vertreten werden
- daß Frau Merkel die Einladung an Mr. Bush zum Grillen nicht selbst bezahlen mußte
Ich könnte die Liste unbegrenzt fortsetzen.
Wir leben fast in einem kommunistischen Land. Bei der Gesundheit wird es immer schlimmer, aber kein Wunder, wenn die Gesundheitsministerin eine 150% Kommunistin ist, die nur in der SPD ist, weil bei uns die kommunistischen Parteien verboten sind.
Der sogenannte Mittelstand (dazu zähle ich mich auch) wird in unserem Land schamlos ausgepreßt. Wenn ich etwas jünger wäre, würde ich es so wie die 150.000 Auswanderer machen, nämlich dieses Land verlassen.
Mit freundlichen Grüßen
A. Friedl
Ungerecht finde ich, dass langjährig Berschäftigte, die unter Umständen 30 bis 40 Jahre Sozialleistungen gezahlt haben, nach 12 bzw. 18 Monaten HARTZ IV Empfänger weden.Der Personenkreis der langfristig Beschäftigten, die das Pech haben durch den Strukturwandel ihre Arbeit zu verlieren und über fünfzig Jahre alt sind, sind auf dem aktuellen Arbeitsmarkt selten erwünscht.
Warum wird nicht wie in Spanien, Dänemark oder den Niederlanden Arbeitslosenhilfe, wenn auch auf niedirgen Niveau älteren Menschen bis zum Renteneintritt gewährt.
Fragen nach Schonvermögen, Bedarfsgemeinschaft, Leistungsmißbrauch, Sanktionen und der damit gewaltige verwaltungsmäßige Aufwand würde reduziert und man könnte wirklich diejenigen unterstützen, die eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben.Von unseren europäischen Nachbarn Mitmenschlichkeit lernen wäre angesagt und eine ganz neue arbeitsmarktpolitische Diskussion unter Berücksichtigung der Realitäten des Arbeitsmarktes.
Karsten VethSehr geehrter Herr Osterkorn,Ihrer Aufforderung, meinem Ärger über Ungerechtigkeiten in Deutschland Luft zu machen, komme ich gern nach.
- Ich finde es ebenso wie Ihr Kollege Petzold auch ungerecht, dass ältere Arbeitnehmer, die 30 Jahre oder länger Monat für Monat in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben, genauso lange Arbeitslosengeld bekommen wie jüngere Arbeitnehmer, wobei ich neben anderen das Argument von Herrn Petzold "Die Jüngeren haben weitaus größere Chancen, einen neuen Arbeitspatz zu finden" (Stern Nr. 46, 2006, S. 5) ganz besonders überzeugend finde.
- Sehr ungerecht finde ich in diesem Lande, welche Überversorgung die Politiker sich zugeschasst haben, wenn Sie nur nach wenigen Jahren aus den Parlamenten ausscheiden. Gerade in Zeiten, wo Rentnern/innen, Pensionäre, Arbeitslose u. a. erhebliche Leistungskürzungen in Kauf nehmen müssen, finde ich diese Überversorgung dreist, unverschämt und Diebstahl am Volkseinkommen, wobei erschwerend dazu kommt, dass sie keinen Cent für ihre Altersversorgung eingezahlt haben und dass viele von ihnen nicht mal mehr Mittelmaß erreichen. Man kriegt die Wut, wenn man mal darüber nachdenkt. Dabei fehlt Geld in so vielen Bereichen; als Beispiel nenne ich Schule und Bildung. Kein Wunder, dass so viele Leute nicht mehr wählen gehen und inzwischen kritisch zur Demokratie in Deutschland stehen.
- Da Bildung in unserem Land wichtiger denn je ist, sollte die Ausbildung unserer Kinder vom Kindergarten bis nach dem 1. Studium kostenlos sein. Das Geld dafür sollte man bei der Überversorgung der Politiker (siehe Punkt 2) einsparen.
- Die Verteilung der Geld- und Sachwerte in unserem Lande finde ich sehr ungerecht: Dei einen werden immer reicher, andere werden immer ärmer. Allein die Kinderarmut bei uns ist ein Skandal.
- Als Lehrer finde ich es äußerst ungerecht, dass ich ab 2007 die Kosten für mein dringend benötigtes Arbeitszimmer nicht mehr steuerlich absetzen kann. Jeder Arbeitnehmer erhält seinen Arbeitsplatz kostenfrei; niemand braucht den Arbeitsplatz selbst einrichten, Strom- und Heizungskosten dafür bezahlen oder andere Aufwendungen aufbringen. Da mir als Lehrer ein adäquater Arbeitsplatz in der Schule nicht zur Verfügung gestellt werden kann, muss ich in meinem Haus einen Arbeitsplatz einrichten. Diesen Arbeitsplatz stelle ich ab 2007 meinem Arbeitgeber, dem Land NRW, kostenlos zur Verfügung, was wieder eine von den vielen Einkommensminderungen der letzten Jahre bedeutet. Hier möchte ich am Rande vermerken, dass ich vor einigen Wochen Herrn Ministerpräsident Rüttgers, der ja jetzt die soziale Karte zu spielen versucht, zu diesem Thema eine eMail geschrieben habe, allerdings bis heute keine Antwort erhalten habe. Wer soll denn diesen Menschen noch irgendetwas glauben?
Ich finde diese Initiative des Stern gut, bezweifle aber, dass sie bei den jetzigen Mehrheiten in der Großen Koalition, etwas bewirken kann.
Mit freundlichen Grüßen
Rudolf SökelandDeutschland eine Bananenrepublik?Im Bereich der Altersvorsorge und der Krankenversicherung haben wir in Deutschland ein Zwei-Klassensystem, das in Europa einmalig ist. Dass die gesamte gesetzliche Sozialversicherung auf Lug und Betrug aufgebaut ist, lässt sich am einfachsten an folgendem Sachverhalt aufzeigen. Der Sachverständigenrat (vulgo: Die fünf Weisen) hat im November 2005 bei der Vorstellung seines Jahresberichts darauf hingewiesen, dass zur vollständigen Finanzierung der sogenannten versicherungsfremden Leistungen in der Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung zusätzlich insgesamt 65 Mrd. Euro an Bundeszuschüssen aus Steuermitteln notwendig seien. Das entspricht für Arbeitnehmer und Rentner im Durchschnitt einem Zuschlag zur Lohnsteuer von mehr als fünfzig Prozent, der auf dem Umweg über die Sozialversicherungsbeiträge eingezogen wird. Da alle, die in Deutschland öffentlich zu Wort kommen oder Entscheidungen treffen von diesem Sachverhalt profitieren, zu Lasten von Arbeitnehmern und Rentnern, kann dieser bisher erfolgreich totgeschwiegen werden. Und auch die Sozialgerichte weisen entsprechende Klagen mit Hinweis auf allerhöchste Rechtsprechung ab.
Mit freundlichen Grüßen
Otto W. Teufel
Kirchheim b. MünchenVorher war ich Arbeitnehmer. Jetzt bin ich selbständig.
Vorher konnte ich nicht einmal das alles von der Steuer absetzen, was ich zur Erwirtschaftung meines Lebensunterhaltes an Kosten hatte.
Heute kann ich sogar Kosten aus meinem Privatleben absetzen.
Einer meiner Geschäftfreunde hat sich eine Villa gebaut, für die er keinen Euro Mehrwertsteuer bezahlen mußte. Dabei hat lediglich sein Unternehmen als Bauherr fungiert, so daß die Mehrwertsteuer wieder zurückfliessen konnte. Und sein Unternehmen "vermietet" seine Villa an ihn.
Wenn das keine Ungerechtigkeit zwischen Arbeitnehmern und Selbständigen ist...
W. Kappeller
KitzingenMir entfuhr ein Aufschrei als ich das las.Was Alles ungerecht ist? Schlagen Sie doch die Zeitung auf! Unternehmen die trotz Milliardengewinne die Leute rausschmeißen Politiker die 15 Nebenjobs haben, in den Aufsichtsräten sitzen und dies zulassen Vorstände die bei Euroumstellung ihre Gehälter auf 1:1 umstellten Ausverkauf in Deutschland. Manager spielen verrückt ...Konzerne mit Traditionen, die zerschlagen werden damit Manager absahnen Korruption in Deutschland, gerade in der Politik mit der Wirtschaft Preise die sich verdoppeln, Lebenshaltungskosten die steigen, Löhne die sinken die Liste würde endlos lang werden...
Norbert LöfflerHallo Stern-Team,Zum Thema Ungerechtigkeit in Deutschland moechte ich folgendes sagen:
Ich habe dank der Hilfe meiner Eltern mein Studium sowohl in Deutschland als auch in den Vereinigten Staaten absolviert und somit einen guten Start in mein Berufsleben gehabt. Jedoch haette alle Unterstuetzung meiner Eltern nichts gebracht, waere in mir nicht der Wille gewesen, mein ‘Glueck’ in die eigenen Haende zu nehmen. Das Leben ist voller Entscheidungen, und leider sind viele Deutsche nicht willens, diese Entscheidungen zu treffen, sondern lehnen sich zurueck, lassen andere entscheiden und beschweren sich im nachhinein. Oder, auch sehr beliebt, jeder Versuch, eine neue Wendung einzuleiten wird sofort totdiskutiert. Positives Denken, sowie zukunftsweisende Ideen akzeptieren, ist in Deutschland leider schwierig.
Ich lebe seit einiger Zeit in England, habe vorher in den USA gewohnt und konnte mir von daher eine distanzierte Meinung zu Deutschland aufbauen – es ist interessant, sich die Lage Deutschlands mal von aussen anzuschauen. Ich finde es schade, wie missguenstig die Mehrheit der Deutschen ist. Man darf sich ueber Erfolg nicht freuen, da man sonst leicht zur Zielscheibe von Anfeindungen wird.
In meinen Augen hat Deutschland oder eher die Deutschen das Problem, dass sie mehr verlangen als sie willens sind einzubringen, und der Neid viel Energie auffrisst. Ehemalige Kommilitonen bruesteten sich mit Spruechen wie: unter 60.000 fang ich gar nicht erst an zu arbeiten – das ohne jemals Erfahrung in der wahren Arbeitswelt gesammelt zu haben. Viele davon sind noch immer arbeitslos, halten sich mit Aushilfsjobs ueber Wasser und beschweren sich ueber die Ungerechtigkeit in Deutschland. Wenn jemand erfolgreich ist, und dann im Laufe der Karriere mal stolpert, wird diese Tatsache ausgeschlachtet und man freut sich hoehnisch ueber den Fall. Arbeitnehmer erwarten von ihrem Arbeitgeber Gehaltserhoehungen, jegliche Annehmlichkeiten die denkbar sind, und das alles bei einer 35-h Woche. Wie soll das funktionieren?
Auch wenn es ein alter Hut ist – die Medien spielen in meinen Augen in diesem Ungerechtigkeits-Neid-Cluster eine nicht unwesentliche Rolle: in den Medien sieht man die Schoenen und Reichen, die taeglich Champagner schluerfen, Schoenheits-OP’s anpreisen, die grossen Autos fahren und grosse Gehalter kassieren. Firmenbosse werden angeprangert, weil sie viel Geld verdienen, und gleichzeitig Mitarbeiter entlassen. Leider sind zu wenig Menschen in Deutschland bereit, mal hinter die Kulisse zu schauen – oftmals steckt hinter dem Reichtum harte Arbeit, hinter der Schoenheit lange Jahre Training.
Leider versteht man in Deutschland nicht, dass nur weil es jemand anderem gut geht, beeinflusst das nicht im geringsten mein Leben im negativen Sinne. Es fuehrt einem vielleicht lediglich vor Augen, das man im Leben mehr erreichen kann, wenn man sich ein wenig anstrengt.
Ich wuensche Deutschland, dass es aufhoert sich von Neid zerfressen zu lassen und die Energie, die es in Misgunst steckt lieber positiv verwendet.
Mit freundlichen Gruessen
Ariane P. DoepfnerIst "ungerecht" was "unrecht" ist? Gibt es eine absolute Ungerechtigkeit oder empfinden wir nur als ungerecht, was uns selbst schadet?
Wenn etwas in diesem Staat, dieser sogenannten Demokratie ungerecht ist, dann die Tatsache, dass die, die sich Recht anmaßen, dieses immer zuerst zu ihrem eigenen Vorteil verwenden. Egal, ob in Politik, Verwaltung oder Wirtschaft. Noch schlimmer aber ist, dass man uns dieses Unrecht auch noch als "Wohltat für das Volk" verkaufen will. Für wie dumm werden wir eigentlich gehalten?
Zahnärztin Regina Rüger
BetzdorfHallo lieber Stern,auch wenn ich sicher bin, dass diese Mail aber auch rein gar nichts bewirkt, hier meine Meinung:
Vor 10 Jahren verdiente ich brutto 2.800 DM. Heute verdiene ich brutto 2.800 €. Habe heute eine Familie zu versorgen und erhalte dadurch steuerliche Vergünstigungen. Meine Frau kommt (halbtags) auf netto 600,- €. Wir kommen aber hinten und vorne nicht rum!
Ich habe eine anständige Ausbildung und bin Industriefachwirt.
Wer mir erzählt, dass der Euro kein Teuro ist, gehört mal für einen Monat zu einer normalen Familie in Deutschland gesteckt.
Ich arbeite Ø 9 Stunden am Tag als verantwortlicher im Vertrieb. Habe zweistellige Zuwachsraten pro Saison erarbeitet. Jetzt ist eine Unternehmensberatung im Haus und ich muss Angst um meinen Job haben, weil ich erst ein Jahr dabei bin.
Nebenher habe ich ein Gewerbe angemeldet, mit Zustimmung meines Arbeitgebers. Das heißt ich arbeite im Schnitt 13 Stunden am Tag. Weiß noch nicht wie es ausgeht, weil es erst seit einem Monat läuft.
Es darf nichts passieren. Kein Defekt der Waschmaschine. Ich schiebe den Winterreifenwechsel vor mir her, weil nach Abzug von Kosten wie Strom, Kredittilgung der Wohnung, Telefon, Beträge für meine Altersversorgung nur noch 150,- € übrig bleiben. Den Rest bestreitet meine Frau mit ihrem mickrigen Lohn.
Es wird verlangt immer mehr zu arbeiten aber für welches Gehalt? Der Strom wird immer teuerer, aber Utz Claasen von der ENBW ist ja auf dem richtigen Weg. Herr Ackermann erwirtschaftet mit Entlassungen Spitzenrenditen und große Unternehmen werfen die Arbeitnehmer trotz toller Ergebnisse raus.
Es ist nicht die Frage, was wir denken. Es stellt sich mehr die Frage:
Wie soll das weitergehen?
Ich habe unlängst einen Leserbrief an Sie geschickt. Immer mehr Menschen wenden sich während der Wahlen von der Demokratie ab. Ich sehe nicht schwarz; sondern braun und befürchte Schlimmstes. In 3 Landtagen sind sie schon!
Aber ich sage Ihnen eines und beziehe mich auf meinen Briefeingang. Es wird sich nichts ändern. Wir müssen nur noch mehr buckeln.
Michael RauschDarüber könnte man eine ganze Bücherreihe schreiben...Es fängt damit an, dass unsere Rentner, die die Republik einst gross gemacht haben, Heute die Armutskinder der Nation sind! Und durch die einseitige Geldgier der Regierung auch in den nächsten Jahren immer weiter ins Aus gestellt werden. Das gleiche gilt für die Arbeitslosen und Hartz IV - Empfänger. Die Regierung greift schamlos immer tiefer in die Geldbeutel der sowieso schon Armen. Warum? Weil die sich nicht wehren können, sie haben keine Lobby.....
Unsere eh schon zu geringe Anzahl an Arbeitsplätzen wird noch weiter verringert durch hemmungslose Zusagen der Regierung and das Ausland, vermehrt Arbeitsplätze für Ausländer zur Verfügung zu stellen. Sind wir Deutschen der Regierung nichts mehr wert? Sicher nicht! Firmen, die ihre Werke ins Ausland verlagern, werden sogar noch staatlich unterstützt. Sowohl finanziell, als auch aussenpolitisch. Warum auch nicht, denn nach Regierungsmeinung wollen die deutschen Arbeitslosen ja doch nicht mehr arbeiten......
Unser Staat hat kein Geld sagt die Regierung. Ok, dann muss sie, wie in jeder Familie auch, sparen. Das ist soweit in Ordnung, nur.... während in der Familie an unnötigen Ausgaben gespart wird, spart unsere Regierung an den menschen in Deutschland, um das Geld hemmungslos im Ausland zu verteilen. Siehe die erste "grosse" Tat einer ünfähigen "Shopping" Kanzlerin, die nichts besseres zu tun hatte, als trotz Geldnot sofort die Leistungen Deutschlands in die EU um 20% zu erhöhen. Deutsche Soldaten riskieren ihr Leben in der halben Welt, ist das nötig? Nein, es sei denn um den unermesslichen Geltungsdrang deutscher Politiker im Ausland zu unterstützen.
Demokratie? In Deutschland herrscht eine diktatorische Nehmokratie!!!!! Ein typisches Beispiel dafür sind die letzten Wahlen und Steuererhöhungen. CDU und SPD hacken seit vielen Jahren aufeinander herum, aber wie es darum ging, das Regierungs-Ruder zu behalten, war man (oder vielmehr Frau) sich ganz schnell einig, zusammen zu gehen. Tatsache ist, dass 67% der deutschen Wähler KEINE CDU wollten, und fast genauso viele KEINE SPD wollten (ungeachtet der Menschen, die aus Protest gar nicht mehr wählen gehen!) Kein Wunder, dass sich jetzt die Menschen entscheiden, mal ganz anders zu wählen....Obwohl mir persönlich das Partei-Programm der NPD bei weitem zu rigoros erscheint, erscheint es mir ganz und gar undemokratisch eine missliebige Partei einfach verbieten zu wollen. Zumindest solange nicht, bis dieser Partei direkte Verbrechen nachgewiesen werden können. Das Ganze erinnert stark an die schwärzesten Zeiten des Nationalsozialismus. Die haben auch alles verboten und verteufelt, was nicht in die Regierungsmeinung passte.
Vielleicht wird ja auch bald das Wort "rechts" verboten.... Naja, das Wort "links" wie Linkspartei passt den Damen und Herren ja genauso wenig!
Pressefreiheit? Ein Witz der Weltgeschichte! Lesen Sie einmal die Zeitungen in Italien, England oder auch Russland in der Landessprache. Dann erfahren Sie eine Menge über Deutschland, dass hier einfach nicht publik gemacht wird. Oder wie ist es sonst zu erklären, dass z.B. keinerlei Information über einen ungemein lukrativen Energiepakt veröffenlicht wurde, den Russlands Staatschef uns, der Bundesrepublik angeboten hat? Selbstverständlich hat unsere Kanzlerin, im Hinblick auf die Interessen ihres Freundes Bush, diesen (unter Hinweis auf die europäische Energie-Charta) sofort abgelehnt.
Pressefreiheit in Deutschland heisst, die Redakteure haben die Freiheit, alles zu verschweigen, was nicht in ihre Meinung, oder nicht das Regierungskonzept passt. Zur Tarnung ist allerdings ein bisschen Kritik erlaubt..... Starke Worte aber sind verpönt!
Fazit: Unsere Regierung regiert.... für sich und das eigene Image im Ausland, aber nicht für das Volk
Lothar Urbaniak
EchzellUm gleich auf die Fragestellung einzugehen, ich bin zwar noch Schüler einer gymnasialen Oberstufe und mag mich daher evtl. nicht so recht mit "der ungerechten Welt" da draussen auskennen, jedoch finde ich man muss alles im Verhältnis sehen. Im Gegensatz zu anderen Ländern, auch innerhalb der EU, finde ich ,dass gerade Deutschland ein sehr ausgewogenes System hat.Von Ungerechtigkeit finde ich relativ wenig, denn gerade hier hat jeder die selbe Chancen auf Erfolg, egal ob man in einer ärmeren oder reicheren Familie aufwächst, im Gegenteil dazu stehen ganz vorne die USA und England, in diesen Ländern hat man sogut wie keine Chancen auf eine gute oder Elite-Universität zu kommen wenn man nicht das nötige Kleingeld hat.Deshalb finde ich sollten die Bürger erstmal in ihrem Umfeld schauen wo genau die Ungerechtigkeit liegt.
Fabian Richter
RodgauIch finde es geht in Deutschland mehr als gerecht zu, jeder hat die Möglichkeit, eine Karriere oder Lebensentwicklung entsprechend seiner Möglichkeiten und Fähigkeiten zu machen dafür gibt es genügend Beispiele. Wichtigste Voraussetzung ist natürlich der Wille, Selbstbewußtsein und eine gewisse Begabung Dinge zu tun, die Andere eben nicht tun. Das dies nun nicht jeder kann, versteht sich von selbst. Ich glaube, daß sind Dinge, die man auch an der besten Schule nicht lernen kann. Da kann im geringen Umfang nur das Elternhaus mitwirken. Nur darf man dann nicht von Ungerechtigkeit sprechen. Ich finde in der Schule sollten die Kinder viel besser auf das Leben vorbereitet werden.
Ein Fach Verbraucherschutz oder Recht im Alltag statt Religion oder Ethik wäre zur Abwehr von Ungerechtigkeiten im späteren Leben sicher sehr von Vorteil.
Es wird aber auch immer Menschen geben, die für die eigenen Unzulänglichkeiten andere verantwortlich machen und dies als Ungerecht empfinden oder die ein mangelndes Demokratieverständnis haben und manche Mehrheitsentscheidung für ungerecht halten, weil sie eben anderer Meinung waren.
Rolf Haushälter
StühlingenUngerechtigkeit in DeutschlandEs stellt sich eher die Frage, wie demokratisch eine Gesellschaft ist, die sich dieses Attribut in dicken Lettern auf die Fahnen schreibt. Damit ist es in Deutschland nicht mehr weit her. Ich denke das beurteilen zu können, da ich eine Hälfte meines Lebens vor dem Mauerfall in Ostdeutschland gelebt habe.Die Parteien aller Farben sind sich so ähnlich geworden in ihren Programmen und Zielen, dass von Wahl keine Rede mehr sein kann. Alle regieren auf Abbau fester Arbeitsplätze und Privatisierung hin. Alle sind zufrieden damit, dass „Opposition“ zur Volksberuhigung nur solange „stattfindet“, bis sie eine Koalition eingeht. Alle haben kein ernsthaftes Problem damit, dass in Deutschland wieder rechte Parteien mitregieren, und sind sich einig darin, dass es mittels Hartz IV wieder Zwangsarbeit gibt. Vor Hartz IV gab es lange Zeit eine Zumutbarkeitsregelung in Deutschland, was die Annahme von Arbeit bei Arbeitslosigkeit betrifft, das hatte doch sicherlich einen berechtigten Grund.Keine der Parteien prangert ernst- und glaubhaft die Wirtschaft an, die sich zu Recht wieder in goldenen Kapitalismuszeiten wähnt, wo der Arbeiter ein Tagelöhner sein soll, der sich in lebenslanger, prekärer Lebenssituation befindet und gefälligst auch noch seine Rente, Pflege und Krankheit absichern soll. Auf dieses Modell der modernen, globalisierten Gesellschaft regieren alle zugelassenen Parteien straff und einig hin. Moral und Ethik sind Begriffe, die höchstens in intelektuellen Gesprächsrunden bemüht und belächelt werden.
Beim Mauerfall hat sich die Regierung der DDR komplett verabschiedet weil sie überflüssig geworden war. Vielleicht erlebe ich es noch, das sich unsere Parteien selbst eliminieren, weil sie nichts mehr zu regieren haben, wenn der Staat komplett verkauft worden ist und das Solidarprinzip für soziale Hilfeleistung aufgelöst wurde.
Abgesehen von der Tatsache, dass wir von EINER Partei regiert werden, gibt es noch manches, was mich an die DDR erinnert. Die Rolle des BND im Ausland z.B., die zunehmende totale Überwachung im öffentlichen Raum, die Zugriffsmöglichkeiten öffentlicher Ämter auf persönliche Daten, Konten u.s.w., oder die Art und Weise, wie heute Ausländer, welche abgeschoben werden sollen, in Nacht- und Nebelaktionen aus ihren Wohnungen getrieben werden. So wurden in der DDR Leute von der Stasi abgeholt.
Möglicherweise funktionieren Gesellschaften ob "demokratisch" oder "sozialistisch" immer gleich ungerecht, weil der Mensch zu humanistischerem Handeln nicht wirklich befähigt ist. Menschen, die sich für Menschen interessieren und nicht für Gewinne, werden immer in der Minderheit sein, also bekommen die Menschen die Gesellschaften, welche sie nach dem Mehrheitsprinzip verdienen.
Ein Unterschied zur DDR fällt mir noch ein, den der Meinungsfreiheit. Aber stellen sie sich vor, alle haben eine Meinung und niemand hört zu.
Nina Sandmann
Berlin
Übernommen aus ...
Stern
Ausgabe 47/2006