Sehr geehrter Herr Osterkorn,
wo soll ich anfangen und wo aufhoeren, was bei uns in der Gesellschaft, Politik und Wirtschaft alles ungerecht ist.
Aus meiner Sicht ist der Verfall der Gesellschaft und ihrer Werte der erste wichtige Punkt.
Eltern uebernehmen keine Verantwortung fuer ihre Kinder und wir lassen es zu und subventionieren das auch noch.
Menschen setzen verantwortungslos Kinder (trotz Pille und anderer Verhuetungsmoeglichkeiten) in die Welt, wenn wir Glueck haben, dann kuemmern sie sich nicht darum, lassen diese Kinder hungern und verwahrlosen. Wenn es schlimmer kommt, werden die eigenen Kinder misshandelt, erschlagen, eingefroren oder eingetopft.
Die Leistungstraeger unserer Gesellschaft – inzwischen eine schuetzenswerte Minderheit – ca. 29 Mio. Buerger von 82 Mio. Einwohnern zahlen für 46 Mio. Transferleistungsempfaenger – ist das gerecht?
Der Erfinder von Hartz IV besticht, korrumpiert und „bescheisst“ auf Teufel komm raus. Ist das sozial gerecht und vertretbar?
Buerger, die jahrelang in die Sozialkassen eingezahlt haben, werden Buergern gleichgestellt, die gerade erst mit der Arbeit angefangen haben. Ist das sozial vertretbar?
Ein sexueller Schwerbrecher spielt stundenlang auf einem Gefaengnisdach Katz und Maus mit der Polizei und wir lassen das zu. Er erhaelt auch noch heissen Tee und eine Decke. Hatte der Taeter Mitleid mit dem jungen Maedchen?
Claudia Roth, der rote Pumuckel der Gruenen mit der Hexenwarze im Gesicht, geht auf die Strasse wenn es um die Todesstrafe in den USA geht, aber Todesstrafen in China, Pakistan, Saudi Arabien usw. interessiert sie nicht!
Ungerecht ist auch, dass immer noch nichts entscheidendes in Deutschland passiert, obwohl inzwischen die meisten wissen, was und wie es angegangen werden muss. Man laesst die Karre einfach an die Wand fahren und die Dummen sind die, die in den letzten Jahrzehnten anstaendig und ehrlich ihrer Erwebstaetigkeit nachgegangen sind, ohne ihre jaehrlichen Krankheitstage in Anspruch genommen zu haben.
M. BucakBesonders ungerecht finde ich das deutsche Schulsystem. Wie kann es sein, dass jedes Bundesland sein eigenes Schulsystem hat? Wieso gibt es kein einheitliches deutsches Schulsystem? Ich komme aus Erfurt und wie allgemein bekannt ist, hat Thüringen mit das schlechteste Schulsystem überhaupt. Ich verstehe nicht, warum sich die Politik nicht darum kümmert und mehr in Bildung investiert. Der Nachwuchs und dessen Ausbildung ist das wichtigste einer Gesellschaft. Wie kann man das also so vernachlässigen??? Es ist kein Wunder, dass wir bei der Pisa-Studie so schlecht abschneiden. Es interessiert weder die Politiker noch die Schulen, sogar die meisten Eltern interessieren sich nicht dafür.
Da ich von Deutschland nicht gerade begeistert bin, bin ich dieses Jahr nach Spanien ausgewandert. Ich bin von dem spanischen Bildungssystem sehr begeistert. Zum einen ist es in ganz Spanien einheitlich. Besonders gut finde ich, dass die Schüler nach der Grundschule nicht auf Gymnasium, Real- oder Hauptschule aufgeteilt werden. Zum zweiten gibt es eine Vorschulpflicht. Diese gilt für Kinder von 3 bis 6 Jahren. Dort lernen sie lesen, schreiben sowie die Grundrechenarten und fangen an Englisch zu lernen. So ein ähnliches System sollte es auch in Deutschland geben, denn ich finde die Kinder werden besser auf die Schule vorbereitet und werden mehr gefördert. Aber Deutschen ist dies ja eh egal...
Mandy Rademacher
Málaga, SpanienIn der Berufswelt gibt es Hierarchien. Das ist normal und für die Entscheidungsfähigkeit eines Unternehmens wichtig.
Allerdings verbindet eine überwiegende Zahl von Menschen, die auf Arbeitsplätzen in hohen Ebenen der Hierarchien sitzen, Ihren beruflich hohen Status mit einer allgemein höheren Wertigkeit gegenüber ihren Mitmenschen. Daraus resultieren dann Arroganz, höhere Einkommensforderungen, und letztendlich auch Raffgier. Da solche Vorgesetzte sozialen Anforderungen an Vorbildfunktionen nicht gerecht werden, resultieren daraus letztendlich alle ungerechten Verhaltensweisen der unterstellten Menschen (die Mehrheit).
Peter UhligIch halte die Entwicklung der sogenannten sozialen Schichten für zunehmend ungerecht. Es gibt bedauerlicherweise schon längst eine 2-Klassengesellschaft. Zu spüren ist das In der gesundheitlichen Versorgung, sowie in fast allen anderen Bereichen auch. In unserem "Rechtsstaat" kommt jemand aus der Oberschicht juristisch eher zu seinem Recht, notfalls wird das Recht auch mal zu dessen Gunsten verbogen. Die Chancengleichheit für junge Leute in Schule, Studium und Beruf ist heute längst nicht mehr gegeben. Alles wird nach dem sozialen Status bestimmt. Ursache für die Ungerechtigkeit sind die politischen Entscheidungen, die durch Lobbyisten bestimmt und gesteuert werden. Es ja schon bezeichnend, wenn Bundesminister Seehofer öffentlich sagte, "Wir können keine Politik gegen die Pharmaindustrie machen..." Da muß sich doch zwangsläufig jeder die Frage stellen: "Warum nicht?"
Es ist ungerecht und erschreckend, mit welcher zunehmenden Schnelligkeit die Reichen reicher und Armut größer wird in Deutschland. Die Frage ist, wie lange wird die "Unterschicht" bereit sein, diese Entwicklung hinzunehmen?
Bernd Hallbauer
WolfsburgFolgende Titel benenne ich zu dem Thema: - Gesundheitsreform mangelhaft zumal sie mit steigenden Kosten startet
- Steuergerechtigkeit und Vereinfachung
- Verschleppung des Solidarzuschlages; Mittel müssten wenigstens auch in westliche Infrastruktur fliessen
Mit freundlichem Gruss
Hans Matthes
LübeckIm Allgemeinen finde ich es als Unrecht:Wie wir uns schon lange auf den Lohrbeeren der Nachkriegsgenerationen ausruhen. Viel zu viel Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Unmengen von Urlaub, usw. Kein Wunder, das wir bei Wachstum und Bildung weit hinter allen entwickelten Laendern hinterher hinken. In keinem anderem Land kann man Zentral Asiatische Sprachen auf Steuerzahler Kosten bis man 32 Jahre alt ist studieren, sich dann wundern warum man wohl Arbeitslos ist, und der Steuerzahler zahlt dann brav das Arbeitslosengeld. Hier in den USA habe ich mit 21 fertig studiert und trage seit dem mit meinen Abgaben zur Staatskasse bei, mit zwei Wochen Urlaub im Jahr.
David Hilkes
Chicago, USAfür das was hier in deutschland abgeht gibt es keine worte ich muss dazu sagen das ich halb deutscher und halb mexikaner bin. Nehmen wir die mehrwertsteuererhöhung mal als beispiel...da sagt die eine partei (CDU) wir brauchen diese 2 % erhöhung.... die andere (SPD) aber nö wir wollen keine steuerhöhung es würde nur schaden...okay also gehn die braven bürger das wählen was sie für richtig halten....so dann kam es zur grossen koalition und die entscheiden sich gegen aller menschenmöglichen logik anstatt für 1 % was die mitte wär oda was auch immer, für 3 %!!! gehts noch??? als ich das gehört hab wär ich vor wut fast geplatzt.....und was machen die anständigen braven deutschen bürger...? nichts, rein garnichts...unvorstellbar...
Günter Jr. Macher
RödermarkIch finde es nicht richtig das Managergehälter wahllos gezahlt werden auf Kosten von Personalabbau, was ja durch die Allgemeinheit getragen werden muss wie das Arbeitslosengeld. Ein Managergehalt dürfte sich nur daran messen, was ein Arbeiter im Betrieb verdient und davon höchstens das 10 fache und nicht das Tausendfache wie die Deutsche Bank Herrn Ackermann und Konsorten und die Firma Siemens Herrn Kleinfeld und Konsorten. ( nur 2 von vielen )
Karin Schirrmacher
Fulda
Ungerecht ist, dass
1. es keine angemessenen Erbschafts- und Vermögenssteuern gibt.
2. es keinen dritten höheren Mehrwertsteuersatz für Luxusgüter gibt.
3. unanständig hohe Managergehälter nicht mit 90 % Einkommensteuer belegt werden.
4. es in den gesetzlichen Versicherungen eine Beitrags-bemessungsgrenze gibt.
5. in den gesetzlichen Versicherungen zu wenig Anreize gibt, Geld einzusparen.
6. Politiker nicht bereit sind zuzugeben, keine Vollbeschäftigung erreichen zu können. Das hätte nämlich zur Folge darüber nachzudenken, wie diese Menschen angemessen zu behandeln sind. Angemessene Einkünfte können aber nur erreicht werden, wenn alle mehr Steuern zahlen oder wenn die vorhandene Arbeit gerechter verteilt wird. Beides läuft auf Minderung aller Einkünfte hinaus. Eine gerechtere Verteilung der Arbeit halte ich für weniger ungerecht.
7. so genannte Wirtschaftsweise ungehindert ihren Stuss verbreiten können. (Hans-Werner Sinn usw.)
Herbert Becker
RemscheidWenn wegen Geld- und Zukunftsmangel dieses deutsche Volk kleiner wird, so ist es nur zu verständlich. Kleines Einkommen, kaum Kindergarten - weil nicht bezahlbar - ungenügende Schulbildung und somit schlechte Chancen für Berufsleben, dazu noch Verschwendungssucht im öffentlichen Bereich machen die große Kluft zwischen arm und reich sichtbar.
Es gäbe viel zu tun, aber lassen wir es lieber liegen, Kollege kommt gleich... bald...wann ?
Klaus-Dieter Trenkner
GeesthachtUngerecht für mich als niedergelassener Hausarzt ist, dass fast alle Betroffenen, zahlreiche Fachleute und nicht zuletzt der Großteil der Bevölkerung die geplante Gesundheitsreform ablehnt, diese aber dennoch von den "Volksvertretern" durchgeboxt wird und zuguterletzt von den Betroffenen in allen Bereichen (Patienten, Therapeuten, Ärzten) wieder ausgebadet werden muß. Nur die Politiker werden von den Nachteilen Ihrer Reformen (Z.b. die Privat-Patientin Ulla Schmidt) nichts zu spüren bekommen.
Dr. med. Klaus Spitzmüller
Freiburg/Brsg.Ungerecht
- ist das Steuersystem: Die Vorschläge des "Professors aus Heidelberg" waren nicht neo-liberal sondern gerecht.
- ist das Wahlrecht: Partei-Ideologie-Funktionär-Lobby-gesteuert; keine Volksabstimmung möglich,
- ist der Föderalismus in der heutigen Form: 16 mal der gleiche Mist !!!! In einem Europa der 25 leisten wir uns 16 Kleinstaaten mit einem Aufwand der himmelschreiend und Resultaten (Kultusministerkonferenz/Rechtschreibreform), die deprimierend sind.
- ist, dass wir uns noch immer und überall Norbert "die Rente ist sicher" Blüm ansehen undanhören müßen.
Peter Bielenberg
GlindeWäre ich Arbeitslos, würde ich micht über die meisten Sachen gar nicht aufregen. Ich würde wahrscheinlich sehr viel schwarz arbeiteten, Privat für die Rente vorsorgen, keinen Kindergartenbeitrag zahlen, keine Bahn mehr fahren, Miete + Nebenkosten würde der Staat übernehmen....
Ja , Deutschland ist sehr schön.... aber arbeiten in Deutschland lohnt sich absolut nicht mehr. Das ist das größte Problem!
Arbeiten muß sich endlich wieder lohnen !!!
Holger Bergmann
Windeck-HerchenUngerecht ist, wenn eine Frau sich für Kinder entscheidet, hauptsächlich bei den Kindern bleibt, keine versicherungspflichtige Arbeit findet (trotzdem rund um die Uhr arbeitet), um damit für die eigene Rente vorzusorgen und dann als Witwe mit 60%/50% von der mageren Rente ihres Mannes leben muss und die eigene Rente zu gering ist. Es bleibt nicht mal soviel übrig, dass bald nicht mal mehr die Gas- und Strompreise bezahlt werden können. Wer will es den jungen Frauen mit dieser Aussicht verdenken, dass sie besser auf Kinder zu verzichten, vor allem derjenigen mit guter Ausbildung. Männer haben dieses Problem nicht, das ist ungerecht. Wäre da die Witwenverbrennung gerechter? Weil man dann nur noch lästige Bürgerin ist?
Antje Poelmann
MoormerlandUngerecht, aber vor allem verantwortungslos ist für mich das gegen das Gesamtsystem "Deutschland" gerichtete Handeln von Schlüsselkonzernen zum Vorteil Ihrer Aktionäre. Darunter verstehe ich besonders die Energiewirtschaft und die Pharmaindustrie, die unter Ausnutzung ihrer monopolähnlichen Macht unter Hinweis auf die freie Marktwirtschaft in den letzten Jahren die Preise weit über die allgemeine Teuerungsrate hinaus erhöhten und die Gewinne unanständig steigerten. Die vier Energieriesen verweisen auf höhere Einkaufspreise und verschweigen dabei, dass sie sich die Energie als Erzeuger selber verkaufen. Die Pharmaindustrie nimmt wirkungsvolle, billige Medikamente gezielt vom Markt, verändert leicht den Namen und die Rezeptur und verkauft das im Grunde gleiche Medikament erheblich teurer.
Gerd Seier
HusumIch finde es ungerecht, daß der Staat den Steuer- und Abgabenzahler immer mehr belastet, aber gleichzeitig vor geringeren Leistungen (z.B. bei Rente und Gesundheit) warnt und private Vorsorge fordert. Wie soll private Vorsorge funktionieren, wenn das Nettoeinkommen sinkt (auch Dank der Kürzung der Pendlerpauschale, Weihnachtsgeld etc.) die Mehrwertsteuer erhöht wird und Kinder zu versorgen sind ? Ich bin es leid immer mehr zur Kasse gebeten zu werden, gleichzeitig erhebliche Einschnitte bei meinen eigenen Ansprüchen hinnehmen zu müssen und dann auch noch von der Politik eine 'Vollkaskomentalität' attestiert zu bekommen !
Thomas GrünebaumDie Borniertheit mit der Politiker/innen Entscheidungen treffen und umsetzen können ohne selbst von den Konsequenzen betroffen zu sein finde ich ungerecht.
Holger Quernheim
IserlohnWarum nicht eine hohe Steuer auf Luxusartikel, 25% auf den Porsche oder die Rollex, eine niedrigere Steuer auf Artikel des allgemeinen Bedarfs, 10% aufs Bügeleisen, 5% auf Lebensmittel? Dem Porschefahrer tut es nicht weh, es sei denn, er ist ein Großkotz, der mehr scheinen will als er ist. Als langjähriges SPD-Mitglied war ich zu Anfang noch beeindruckt von der Merkel-Power. Leider wurde sie vom Winde verweht. Diese Regierung ist ein Jammerspiel sondergleichen, die Leute sollten ihren Job besser beherrschen, in einer am Erfolg orientierten Firma wären sie schon innerhalb der Probezeit "geflogen".
Ja, ich fände es richtig, dass langjährig Berufstätige im Falle der Arbeitslosigkeit mehr Geld bekommen, schließlich haben sie auch lange Jahre eingezahlt.Genauso ist es mit der Rente. Hätte ich dieses Geld privat anlegen können, würde ich das Dreifache der jetzigen Summe bekommen. Wenn ich von der Arbeit so kaputt bin, dass ich nicht bis 65 Jahre arbeiten kann, bekomme ich € 700, als kleines Rädchen habe ich nicht mehr zu erwarten. Aber es sind die kleinen Rädchen, die die große Maschine antreiben, die satten Gewinne gehen an die, die eh schon genug haben. Aber die bekommen ja, wie sattsam bekannt, den Hals nicht voll.
Gertrud SchornFür mich ist es ungerecht, wenn Menschen etwas wollen oder gar fordern, aber nicht dafür kämpfen oder wenigstens eine minimale Anstrengung dafür auf sich nehmen, frei nach dem Motto unserer Geiz-ist-geil-Gesellschaft, in der jeder alles will für am liebsten Null Gegenleistung!
Aber so läuft es nicht und dieses Umdenken muss bei den Menschen in Deutschland endlich stattfinden.
Markus K. Cholewik
HildenUngerecht ist unser Steuersystem, das jeden einzelnen viel zu sehr belastet und einigen wenigen mit Hilfe von Subventionen bevorzugt. Von der desolaten, sozial vollkommen ungerechten Mehrwertsteuererhöhung will ich hier gar nicht schreiben. Unser monatliches Einkommen wird unter anderem durch eine Lohnsteuer gekürzt, die eine große Belastung bedeutet, während einige wenige, die entweder bei der Steuererklärung findig genug sind oder irgendwelche hochgradig komplizierten Bedingungen erfüllen, auf Kosten der Allgemeinheit Subventionen erhalten. Auch ein Ehegattensplitting, das in erster Linie den Bestverdienern dieses Landes nutzt, ist ungerecht und hat nichts mit dem Schutz der Familie zu tun. Das Geld wäre besser in mehr Kinderbetreuungsmöglichkeiten angelegt.Gerecht wäre ein Steuersystem, das niedrigere Steuern für alle bringt und damit, dass jedem Bürger mehr Geld bleibt, die Binnennachfrage ankurbelt.
Stephanie Werner
HattersheimUngerecht ist meiner meinung, dass junge leute beim einstieg in den arbeitsalltag nicht mehr die möglichkeit bekommen richtig fuß zu fassen indem sie sich was von ihrem verdienst beiseite legen können.man opfert seine freizeit dafür,dass einem am anfang jeden monats fast die hälfte des erarbeiteten vom staat abgezogen wird und man kaum noch, wenn überhaupt, etwas für sich selbst übrig hat, wenn man für seinen eigenen lebensunterhalt aufkommen muss.man sollte als jugendlicher (oder bis etwa 25) von steuern und diesen unnötigen unkosten befreit sein, um sich unabhängig machen zu können.schließlich arbeitet man noch lange genug und ist ohne standbein oft in ein leben hineingezwungen, welches man nie richtig ausgelebt hat.man braucht sich nur anzusehen was aus der jugend wird..man hängt nur rum und weiß, für jemanden der kein "berufsohn" ist, wird es wohl nie etwas anderes geben...
Martina Quaschny
MünchenUngerecht in Deutschland (aber auch woanders in der Welt) ist die Tatsache, dass die Dummheit und Geilheit regiert und zwar quer durch alle Schichten. Da es dabei vollkommen egal ist, ob sich ein Herr Fiffi von Lotterleben oder Hartz4-Kalle davon leiten läßt, ist es ungerecht, daß die einen etabliert und die anderen geächtet sind; sie disqualifizieren sich nämlich beide. Diejenigen wenigen, die sich von anderen Motiven, etwa Ehrlichkeit, Mitmenschlichkeit, Nachhaltigkeit und Respekt oder ähnliche in unserer Gesellschaft verkümmerten Werten führen lassen, werden ebenfalls ungerechterweise als Träumer oder Spinner, und natürlich aufgrund ihres Nichtbesitzstandes, als Versager abgestempelt. Dabei sollten diese doch eigentlich die Richtung einer (aufgeklärten) Gesellschaft vorgeben oder nicht? Aber die Aufklärung war ja auch nur ein gesponnener Gedanke ohne wirkliche Umsetzung. Also können wir ja immer so weitermachen bis wir vor lauter Dummheit und Geilheit in absoluter Dekadenz und Ignoranz kollabieren. Wir wären nicht die ersten in der Geschichte, denen dies aus den gleichen Gründen widerfährt.
Ungerecht ist auch, dass ihr wahrscheinlich nur reißerische Stories zur Sozialdebatte in unserem Lande sucht, um dieser der sabbernden Meute zum Frass vorzuwerfen. Womit wir wieder bei der Geilheit wären.
P. Wessa
BerlinIch wünsche mir für jedes Kind in unserem Land eine liebevolle Vorschulbetreuung, die von gut ausgebildetem und engagiertem Fachpersonal erbracht wird und wo die kindliche Förderung in kleinen Gruppen stattfindet, sodass auf jedes Kind ausreichend eingegangen werden kann. Dadurch können meiner Meinung nach auch häusliche Defizite teilweise ausgeglichen werden. Die finanziellen Beiträge sollten für alle Familien erschwinglich, eine gesunde Essensversorgung möglichst kostenlos sein. Das dabei in den Konzepten neueste wissenschaftliche Erkenntnisse (z.B. Förderung von mehr Bewegung) umgesetzt werden, ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Gleiches muss sich in der Schulzeit fortsetzen. Schließlich darf nicht der soziale Status der Herkunftsfamilie darüber entscheiden, ob und welchen Platz ein heranwachsendes Kind in der Gesellschaft findet. Eine solche Benachteiligung, gegen die man sich als Kind kaum wehren kann, wird langfristig unsere Demokratie und ein friedliches Zusammenleben gefährden.
Anke SittigMüssen Millionäre in unserem Land Kindergeld beziehen? Ich meine nein, denn das ist mehr als ungerecht. Ab 10.000,00 € Monatseinkommen sollte es kein Kindergeld mehr geben.
Harold Bornträger
SiegenUngerecht finde ich- daß ich mit 54 Jahren im Falle einer unverschuldeten Arbeitslosigkeit (was z.Zt. nicht ausgeschlossen ist) und 38 1/2 Jahren Einzahlung i.d. Arbeitslosen-VERSICHERUNG ohne Pause nur 1 Jahr Arbeitslosengeld bekomme. Genausoviel wie jemand, der vielleicht 3 Jahre gearbeitet hat. Und danach bekomme ich gar nichts mehr, weil mein Mann verdient! Nach 38 1/2 Jahren Unabhängigkeit und Selbstständigkeit werde ich in die Abhängigkeit meines Mannes übergeben. Na - vielen Dank - eine Riesenungerechtigkeit!!
- daß mit Aufnahme einer Arbeit s o f o r t jede Zahlung von Hartz IV gestoppt wird. Egal, ob man erst nach 6 Wochen (nämlich zum 15. des darauf folgenden Monats) das erste richtige Geld vom neuen Arbeitgeber erhält. Wer zahlt aber am 1. die Miete - in dem ersten Monat, wo man noch nichts verdient bzw. nur für ein paar Tage Geld erhält? (Ich kenne viele Hartz IV-Empfänger, die keinerlei Rücklagen, die man diesen Leuten immer unterstellt, haben. Die wirklich von der Hand im Mund leben). Hier müsste es einen Monat Überbrückung geben. Ich bin sicher, es würden viel mehr Arbeitslose arbeiten gehen, wenn die Angst nicht da wäre, wochenlang ohne Geld dazustehen!!!!! Und was ist, wenn die Arbeit nichts Dauerhaftes ist oder man kann die Erwartungen nicht erfüllt?
Dann geht der ganze aufwändige Papierkrieg wieder los. Und die Zeit vergeht, ehe man wieder Geld erhält. Da schrecken ganz viele vor zurück und dann wundert man sich, warum viele so schwerfällig sind! Der Apparat "Bundesagentur für Arbeit" machts möglich. - dass die Politiker sich selbst eine horrende Altersversorgung zugestehen, die ein Normalsterblicher niemals erreichen wird.
- dass man trotz 45 Jahren Arbeit Abzüge bei der Rente hat!
- dass die SPD einer MWST.-Erhöhung zugestimmt hat, obwohl es hieß "mit uns nicht".
- dass die Politiker heute etwas versprechen, was sie morgen nicht halten. Und sie schämen sich nicht einmal für ihre Wortbrüchigkeit. Wo bleibt der Anstand und die Zuverlässigkeit? Sie sind nur noch am Machterhalt interessiert. Ich ertappe mich dabei, dass ich schon hohnlache, wenn irgendwelche Versprechungen gemacht werden und ICH weiß, dass es nicht eingehalten wird. Und so ist es in den meisten Fällen auch. Nur, warum weiß ICH das schon, warum nicht die Leute, die uns das versprechen oder ankündigen???? Sie schämen sich nicht einmal für ihr Verhalten!! Ich finde das skrupellos, verlogen und verantwortungslos.
- dass die Politiker es zulassen, dass die Energiekonzerne die Preise derartig nach oben treiben.
- dass die Benzinkosten ins Astronomische abdriften. (Die Verantwortlichen zahlen keine Benzinkosten, sie werden in Nobelkarossen auf Kosten der Steuerzahler herumkutschiert).
- dass die abgehalfterten Politiker, die abtreten müssen aufgrund von Fehlverhalten auch noch immense Überbrückungsgelder und weiterhin Geld bekommen und für ihr Fehlverhalten so noch belohnt werden.
- dass die Beamten keine Arbeitslosenversicherung und keine Rentenversicherung zahlen müssen. Bekommen dafür aber eine üppige Pension und werden niemals arbeitslos.
Wir "Normalen" tragen die Kosten und das ganze Risiko allein!!!! (Es stimmt heute nicht mehr, dass die Beamten ein kleines Gehalt erhalten, wir bekommen auch nicht mehr und haben noch die Sozialabgaben zu zahlen!!!) - dass die Beamten-Pensionäre und Beamten-Witwen eine 13. Pension erhalten.
- dass wir "Normalen" jetzt auch die Rente versteuern müssen.
- dass auf Firmenrenten und Abfindungen etc. Sozialabgaben zu zahlen sind.
- dass die Ostdeutschen - obwohl sie nicht eingezahlt haben - mehr Rente erhalten als wir, die wir jahrelang eingezahlt haben.
- dass die Sozialkassen von den Politikern geplündert wurden für alles mögliche und wir heute die Zeche dafür zahlen müssen - nämlich höhere Beiträge!
- dass kriminelle Ausländer/Asylanten etc. nicht sofort ausgewiesen werden, sondern noch aufwändige Gerichtsverfahren einleiten können (auf Kosten der Steuerzahler!!! Ich als Deutscher muss meinen Rechtsanwalt selbst bezahlen!!!!!)
- dass dafür integrierte nicht straffällig gewordene Ausländer/Asylanten etc. ausreisen müssen, wenn die "Rechtslage" das erfordert.
- dass wir hohe Krankenkassenbeiträge zahlen müssen und zusätzlich alles noch selbst zahlen müssen.
Margot Frank-Schirmer
Nordstemmen
Übernommen aus ...
Stern
Ausgabe 47/2006