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3. November 2009, 17:52 Uhr
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"Einen besseren Partner gibt es nicht"

Große Ehre für Angela Merkel: Als erster deutscher Politiker nach Konrad Adenauer durfte die Kanzlerin eine Rede vor beiden Kammern des US-Kongresses halten. Sie dankte den USA, mahnte aber auch.

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Erntete für ihre Rede vor dem US-Kongress zum Teil stehenden Applaus: Bundeskanzlerin Angela Merkel© Tim Sloan/AFP

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in einer historischen und teilweise sehr persönlichen Rede vor beiden Häusern des US-Kongresses dem amerikanischen Volk für die Hilfe bei der Wiedervereinigung gedankt. Niemals würden die Deutschen und sie persönlich dies den Amerikanern vergessen, sagte Merkel am Dienstag in Washington. Sie beendete Ihre Rede in Englisch und versicherte den USA, dass Deutschland und Europa auch in Zukunft starke Partner sein würden. "Einen besseren Partner als Amerika gibt es für Europa nicht, und einen besseren Partner als Europa gibt es für Amerika nicht."

Merkel ermunterte die USA vor dem voll besetzten Kongress zu Anstrengungen beim Klimaschutz. "Wir brauchen eine Einigung bei der Weltklimakonferenz in Kopenhagen", sagte sie. Die Welt schaue hier auf Europa, aber auch auf die USA. In ihrer Rede streifte die Kanzlerin auch die internationalen Konflikte im Nahen Osten, dem Iran sowie in Afghanistan.

Standing Ovations für die Kanzlerin

Die in einen schwarzen Hosenanzug gekleidete Kanzlerin erinnerte in ihren mehrfach von Beifall unterbrochenen Ausführungen unter anderem an die Berliner Luftbrücke und an den Einsatz der Präsidenten John F. Kennedy und Ronald Reagan für Deutschland. Sie dankte auch US-Präsident George Bush sen., der Deutschland bereits im Mai 1989 Partnerschaft und Führung angeboten habe.

Die Kanzlerin wurde mit lautem Applaus im US-Kongress begrüßt. Sie ist die erste Kanzlerin, die die Ehre erhalten hat, bei einer gemeinsamen Sitzung von Senat und Repräsentantenhaus zu sprechen. Deutschlands erster Kanzler, Konrad Adenauer (CDU), hatte 1957 nacheinander vor den beiden Kammern und nicht in einer gemeinsamen Sitzung zu den Abgeordneten gesprochen.

"Wer Israel bedroht, bedroht auch uns"

Merkel erinnert in bewegenden Worten an den Mauerfall vor 20 Jahren. Der 9. November sei aber auch der Jahrestag der Pogromnacht 1938 und der Beginn der systematischen Tötung von Juden. Sie erinnerte an ihre Jugend in der DDR hinter Mauern. Sie habe sich nie vorstellen können, in die USA zu reisen oder gar vor dem amerikanischen Kongress zu stehen. Sie habe sich damals für Jeans "einer bestimmten Marke" und für die Weite der amerikanischen Landschaft begeistert.

An die Adresse des Iran gewandt warnte Merkel die Regierung in Teheran. Einen Bedrohung Israels durch Iran müsse verhindert werden. "Atombomben in den Händen des iranischen Präsidenten, der den Holocaust leugnet und Israel bedroht, darf es nicht geben." Die Sicherheit Israels sei nicht verhandelbar. "Wer Israel bedroht, bedroht auch uns."

Klimawandel eine Bewährungsprobe des 21. Jahrhunderts

Merkel sprach beim Klimawandel von einer weiteren Bewährungsprobe des 21. Jahrhunderts. Worin die Gefahr bestehe, sei schon jetzt zu sehen, am Anstieg der Meere, am Schmelzen der Gletscher. "Wir haben keine Zeit zu verlieren, wir brauchen eine Einigung bei der Klimakonferenz in Kopenhagen."

Die Welt brauche die Bereitschaft aller Staaten, sich auf ein Ziel zu verständigen, sagte die Kanzlerin. Dabei dürften die Erkenntnisse der Wissenschaft nicht ignoriert werden. Zu Afghanistan erklärte sie, der Einsatz der Staatengemeinschaft sei hart. Erfolgreich werde die Gemeinschaft dabei aber sein, wenn sie jeden weiteren Schritt gemeinsam gehe. Deutschland stelle sich dieser Verantwortung.

DPA
KOMMENTARE (10 von 24)
 
Administrator (05.11.2009, 12:10 Uhr)
@utospatz

Ihr Kommentar wurde gelöscht. Verunglimpfungen von Namen sind regelwidrig und werden entfernt.

Herzliche Grüße,

Ihre stern.de-Admins

raptor-xl (04.11.2009, 15:24 Uhr)
sie hat viel geredet...
...und nichts gesagt!!!

wie werden wir obama stützen? mehr soldaten? aufnahme der gefangenen aus den internierungslagern? wirtschafts- und zollabkommen? nix da.
wir stehen israel zur seite (wie wurde ja nicht gefragt, wenns brenzlig wird, dann eher nur moralisch), müssen die welt und das klima retten... und fertig.

also eigentlich wie zu hause. nur hier nie so euphorisch... aber ich denke, es passiert das gleiche wie hier: nämlich NIX.

Oluja (04.11.2009, 14:55 Uhr)
"An die Adresse des Iran gewandt warnte Merkel die Regierung in Teheran. Einen Bedrohung Israels durch Iran müsse verhindert werden."

ach so?, ok, aber warum aber dar israel seit jahren ungeniert den iran mit krieg bedrohen, sogar mit atomwaffeneinsatz (liebermann u.a.)???

"Atombomben in den Händen des iranischen Präsidenten, der den Holocaust leugnet und Israel bedroht, darf es nicht geben."

welches recht hat israel, pakistan, indien, usa, gb, frankreich, russland, chiona und nordkorea welche zu haben aber es anderen zu verbieten?.
abgesehen davon, atomwaffen in händne des iran wären sicherer und fruiedfertiger als die bestehenden israelischen und vor allem amerikanischen, hiroshima&nagazaki lassen grüßen.

"Die Sicherheit Israels sei nicht verhandelbar. "Wer Israel bedroht, bedroht auch uns."

israel ist es welcher seine nachbarn bedroht und attackiert, nicht umgekehrt und diese meinung merkels teilen sicher mehr als 3/4 der deutschen NICHT!
Gisella (04.11.2009, 12:25 Uhr)
@stiller beobachter"
auch ich habe das mit dem interview der kanzlerin mit der washington post geschrieben-habe es selber am fernseher miterleben dürfen-und war schockiert.......leider wurde es in einem anderen forum gelöscht-danke, dass sie mich indirekt unterstützt haben. die Amerikaner nennen dieses Verhalte-brownnosing-weil die Nase braun wird, wenn sie irgendwo steckt, wo die sonne nicht mehr scheint.
utospatz (04.11.2009, 11:43 Uhr)
Sie kommt mir vor, so wie ein
bayrischer Holzschraubenkopf, nur mit christlichem Linksgewinde!
Als Jeane D'arc der Atom-Lobby ist sie sicher in der Lage den atomaren Restmüll
in Glaskokillen gegossen sich zu Hause unter die Couch zu legen! Alle anfallende Probleme löst sie mit Schwesterschwelle, und zahlt alles aus der christlichen Portokasse! "Gelle"?
Inlinen (03.11.2009, 21:11 Uhr)
Stolz
Wie kann man auf jemanden Anderen stolz sein, ohne etwas dazu getan zu haben so wie er ist.?
Stolz ist das Gefühl einer besonderen Zufriedenheit mit sich selbst, oder mit etwas was man zusammen mit anderen geleistet hat.
So sieht also der Merkel Wähler aus. Da kann man ja froh sein das wie keinen Kaiser mehr haben.
CeeTo (03.11.2009, 20:51 Uhr)
-.-
Ich bin sehr stolz auf unsere Kanzlerin. Ich stimmte mit allem was sie sagte überein. Deswegen habe ich sie auch gewählt. Bravon Frau Merkel!
Inlinen (03.11.2009, 20:50 Uhr)
Wendehals
Sie ist eine der typischen Wendehälse, die erst aus der Deckung kamen, als alles gelaufen war. Von wegen, " wir haben die Freiheit erkämpft......."
Jahrelang hat sie sich dem Regime arrangiert und eifrig mitgemacht. Nun hält sie in Amerika eine Rede, indem sie wie schon mal bei Bush den Anderen in den Ar... kriecht.
Sowas wurde bisher immer teuer für Deutschland.
Wer hat die nur gewählt?
traldors (03.11.2009, 20:30 Uhr)
Für mich (...)
hat diese Kanzlerin nicht gesprochen. Dieser einseitige "Kadavergehorsam" ist mir zutiefst zuwider. Weder haben die USA aus reiner Freundlichkeit Berlin damals gerettet noch ist Israel ein freundlicher Staat. Werner von Braun war SS Scherge und hätte niemals eingebürgert werden dürfen, ist aber geschehen. Moralisch sind die USA so tief gesunken wie noch nie. Danke, Frau Merkel das sie uns daran erinnern, wenn sie nach der Ernennung als erstes aufsuchen müssen. Es wird Zeit das wir uns eine Verfassung geben (...)
Benkku (03.11.2009, 20:19 Uhr)
In wessen Namen diese Behauptung?
Wer auch immer wen bedroht, der bedroht eher wohl diese gewisse Frau aus der Uckermark, aber nie und nimmer Deutschland, damit das ein für alle Mal klar ist. Alles andere ist eine pure Behauptung, Anmaßung ohnehin, so etwas zu behaupten. Das deutsche Volk ist nicht dazu da, diese Frau für Folgen ihrer vorlauten Äußerungen zu schützen.
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