14 Punkte Rückstand - Bayern lacht über Dortmund

8. Dezember 2012, 17:05 Uhr

Der FC Bayern thront über allen: Nach dem Pflichtsieg gegen Augsburg haben die Münchner ihren Vorsprung auf Dortmund ausgebaut. Der Rivale kassierte eine unglückliche Niederlage gegen Wolfsburg.

Fußball-Bundesliga, Bayern München, Borussia Dortmund, Schalke 04, Hamburger SV

Fröhliches Kollektiv: In der Liga gibt es im Moment keinen Gegner, der mit dem FC Bayern mithält - der FC Augsburg schon gar nicht.©

Der BVB kassierte am Samstag mit dem überraschenden 2:3 gegen den VfL Wolfsburg die zweite Niederlage in dieser Saison vor heimischem Publikum. Da auch der FC Schalke 04 beim VfB Stuttgart mit 1:3 den Kürzeren zog, dürfte Bayer Leverkusen als erster Bayern-Verfolger in die Winterpause gehen. Mit einem Erfolg am Sonntag bei Hannover 96 kann die Werkself ihren Acht-Punkte-Rückstand auf die Münchner behaupten.

Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth verlor mit 0:1 beim SC Freiburg und blieb auch im 14. Spiel nacheinander sieglos. Dagegen verschaffte sich der fränkische Lokalrivale 1. FC Nürnberg mit dem 2:0 gegen Fortuna Düsseldorf erst einmal Luft am Tabellenende.

Ohne sich voll zu verausgaben fuhren die Bayern die erwarteten drei Punkte beim abstiegsgefährdeten Nachbarn in Augsburg ein. Thomas Müller, der einen Handelfmeter zu seinem neunten Saisontreffer verwandelte (40.), brachte den Favoriten in Führung. Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung sorgte Nationalstürmer Mario Gomez (62.) für klare Verhältnisse.

Unglückliche Niederlage für Dortmund

Dortmund verlor durch die unglückliche Niederlage gegen Wolfsburg den Anschluss. Für Diskussionsstoff sorgte dabei vor allem Schiedsrichter Wolfgang Stark, der Marcel Schmelzer in der 35. Minute die Rote Karte zeigte, obwohl der BVB-Abwehrspieler den Ball auf der Torlinie mit dem Knie abgewehrt hatte. Den unberechtigten Handelfmeter verwandelte Diego zum 1:1 und leitete damit die Wende ein.

Noch vor der Pause ging der VfL durch Naldo (41.) in Führung. Marco Reus hatte die Borussen in der 5. Minute per Freistoß in Führung gebracht, Jakub Blaszczykowski gelang per Foulelfmeter (61.) noch einmal der Ausgleich für das Team von Jürgen Klopp, ehe Bas Dost (73.) den Niedersachsen einen unverhofften Dreier bescherte.

Stark gab nach der hitzigen Partie einen Fehler zu. Dies teilte der Deutsche Fußball-Bund am Samstagabend mit. "Anhand der Fernsehbilder hat man natürlich gesehen, dass kein Handspiel vorlag - somit ein Wahrnehmungsfehler. Ein klarer Fehler von mir. Das tut mir natürlich leid", sagte der Unparteiische bei LIGA total! "Der Kontrollausschuss wird deshalb am Montag die Einstellung des Verfahrens gegen Marcel Schmelzer beantragen", bestätigte DFB-Sprecher Ralf Köttker laut einer Verbandsmitteilung.

Schalke ist völlig aus dem Tritt

Die anhaltende Auswärtsschwäche wirft Schalke im Titelrennen weiter zurück. Mit dem 1:3 in Stuttgart verloren die Königsblauen bereits zum vierten Mal nacheinander in fremden Stadien. Mit einem Dreierpack zu seinen Saisontoren acht bis zehn brachte Vedad Ibisevic (2./38.-Foulelfmeter/61.) die Schwaben auf die Siegerstraße. Ciprian Marica (12.) war für Schalke zum zwischenzeitlichen 1:1 erfolgreich. Nach Roten Karten gegen Stuttgarts Gotoku Sakai (67.) und den Schalker Jermaine Jones (73.) jeweils wegen groben Foulspiels beendeten beide Mannschaften die Partie zu zehnt.

Neuling Eintracht Frankfurt ist zurück auf Erfolgskurs. Die zuletzt dreimal sieglosen Hessen gewannen am Abend mit 4:1 (0:0) gegen Werder Bremen und schlossen in der Tabelle mit 27 Punkten zum Dritten Borussia Dortmund auf. 51 500 Zuschauer bekamen aber erst in der zweiten Halbzeit ein unterhaltsames Spiel zu sehen. Alexander Meier (47. mit seinem zehnten Saisontor, Pirmin Schwegler (62.), Stefan Aigner (63.) und Takashi Inui (90.) erzielten die Treffer für die Frankfurter, Nils Petersen (54.) war für Bremen erfolgreich.

Greuther Fürth konnte sein Talfahrt auch in Freiburg nicht stoppen. Eine Woche vor dem Kellerduell gegen Augsburg kassierte die SpVgg die zehnte Niederlage im Oberhaus. Daniel Caligiuri (15.) traf für den Sportclub, der seine Position im Mittelfeld der Tabelle festigte. Im Duell der Tabellennachbarn gegen Düsseldorf machte der 1. FC Nürnberg einen weiteren Schritt vom Tabellenende weg. Sebastian Polter (27.) und Markus Feulner (90.+1) brachten den dritten Heimsieg für den "Club" unter Dach und Fach.

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