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Blick in die Unfallstatistik: Rasende Rentner: Sind Senioren wie Prinz Philip eine Gefahr hinterm Lenkrad?

Während Großbritannien noch seinen Crash diskutiert, setzt sich Prinz Philip mit 97 einfach wieder hinters Steuer. Aber ist es tatsächlich so, dass ältere Autofahrer häufiger Unfälle bauen? Eine Statistik gibt zumindest für Deutschland Antworten.

Sandringham Prinz Philip in heftigen Autounfall verwickelt

Nach seinem Verkehrsunfall hat Prinz Philip der Polizei erklärt, von der Sonne geblendet worden zu sein, berichtete die britische Zeitung "The Sun". Immerhin hat sich der Geländewagen des Gemahls der Queen mehrmals seitlich überschlagen. Prinz Philip soll unverletzt, aber sichtlich geschockt aus dem Wagen gestiegen sein. Allzu lange hat der Schock anscheinend nicht angehalten. Obwohl die Frage, ob sich ein 97-Jähriger noch hinters Steuer setzen sollte, in Großbritannien heiß diskutiert wird, hat Prinz Philip es einfach wieder getan - und es sieht sogar so aus, als sei er dabei nicht einmal angeschnallt gewesen.

Prinz Philip, hier bei der Ankunft auf einem Event, fährt gerne selbst

Prinz Philip, hier bei der Ankunft auf einem Event, fährt gerne selbst

Auch in Deutschland taucht das Thema regelmäßig auf. Ein Rentner, der Gas und Bremse verwechselt und dadurch auf einem Parkplatz oder einer Tankstelle für Verwüstung sorgt: solche Geschichten finden sich gefühlt wöchentlich in den Medien. Und auch sonst: Im Alter lassen Sinne und Konzentration nach - bis zu welchem Alter ist es also vernünftig und verantwortungsbewusst, Auto zu fahren?

Das Statistische Bundesamt hat im September 2017 zuletzt die Studie "Verkehrsunfälle: Unfälle von Senioren im Straßenverkehr" herausgebracht. Demnach ist der Anteil der Menschen ab 65 Jahren an der Gesamtbevölkerung in den letzten 20 Jahren von rund 16 auf 21 Prozent gestiegen. Die rund 17 Millionen älteren Menschen seien zudem heute mobiler als früher: "Immer mehr Menschen der Generation 65+ besitzen einen Führerschein, nutzen ihr Auto bis ins hohe Alter und sind als Fahrradfahrer unterwegs."

Weniger unterwegs, weniger Unfälle

Diese rund 21 Prozent waren 2016 - neuere Zahlen liegen noch nicht vor - an knapp 13 Prozent der Unfälle beteiligt. Senioren sind in der Statistik also deutlich unterrepräsentiert. Das dürfte aber auch daran liegen, dass sie nicht mehr täglich zur Arbeit fahren und somit weniger auf den Straßen unterwegs sind als Jüngere.

Sind ältere Menschen in Unfälle verwickelt, verletzen sich sich schwerer und kommen häufiger ums Leben als jüngere Bevölkerungsgruppen: Das liegt laut Statistischem Bundesamt einerseits an der mit zunehmendem Alter nachlassenden physischen Widerstandskraft, andererseits daran, dass Senioren öfter als Fußgänger unterwegs sind. Trotzdem ist die Zahl der älteren Verkehrstoten je 100.000 Einwohner seit 1980 gesunken.

Typische Fehler von Senioren

Lässt sich statistisch belegen, dass Senioren im Straßenverkehr falsch reagieren und es dadurch zu Unfällen kommt? Pkw-Fahrern im Seniorenalter wurde häufiger als den unter 65-Jährigen vorgeworfen, die Vorfahrt beziehungsweise den Vorrang anderer Fahrzeuge missachtet zu haben.

Der zweithäufigste Vorwurf lautete 'Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren'. Dagegen wurde Senioren deutlich seltener zur Last gelegt, den Abstand nicht eingehalten zu haben, zu schnell gefahren zu sein sowie unter Alkoholeinfluss am Steuer gesessen zu haben. "Insgesamt wurden den 48.367 an Unfällen mit Personenschaden beteiligten Pkw-Fahrern, die mindestens 65 Jahre alt waren, 38.215 Fehlverhalten zur Last gelegt", schreiben die Statistiker. Ob sich die Vorwürfe aber auch erhärten ließen, geht aus der Statistik nicht hervor. Eine eindeutige Antwort auf die Verkehrssicherheit deutscher Senioren gibt die  Studie "Verkehrsunfälle: Unfälle von Senioren im Straßenverkehr" also nicht.

Prinz Philip erweckt jedenfalls nicht den Eindruck, als würde seinen Führerschein freiwillig abgeben. Und in Großbritannien ist er damit keine Ausnahme. Mehr als 110.000 Briten, die mindestes 90 Jahre alt waren, hatten nach Angaben des britischen Senders BBC noch im vergangenen November ihren Führerschein. 314 waren sogar mindestens 100 Jahre alt. Die ältesten vier Senioren, die laut Statistik noch im Vereinigten Königreich fahren durften, brachten es sogar auf 107 Jahre.

Sandringham Prinz Philip in heftigen Autounfall verwickelt

Quellen: Statistische BundesamtStudie "Verkehrsunfälle: Unfälle von Senioren im Straßenverkehr", "The Sun".

mit DPA

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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