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Fahrbericht: Audi R8 5.2 FSI: Rennwagen

Wer einmal hinter dem Lenkrad des Audi R8 mit 10 Zylindern gesessen hat, wird kaum noch Interesse an dem auch schon nicht schlechten Achtzylinder haben. So hart kann manchmal ein Sportwagenleben sein.

"In den vergangenen zwei Jahren haben wir vom R8 mehr als 10.000 Fahrzeuge verkaufen können", sagt Audi-Chef Rupert Stadler: "Das ist deutlich mehr als wir erwartet hatten." Zwei Jahre hatte der 420 PS starke Audi R8 4.2 FSI die Gegner aus dem In- und Ausland das Fürchten gelehrt - einen derart stimmigen Supersportwagen hätten Audi nur die wenigsten zugetraut.

Die Konkurrenz wird künftig noch etwas mehr Stress bekommen - denn der neue Zehnzylinder ist im Audi R8 die Bestbesetzung. Wer denkt, dass ein R8 mit dem 420 PS starken V8-Triebwerk im Heck schon keine Wünsche offen lassen würde, der hat noch nicht hinter dem Lenkrad des V10 gesessen. Der bietet mehr als nur seine 386 kW/525 PS, zehn Brennkammern, 19-Zoll-Felgen und 530 Nm Drehmoment.

"Wir hatten vom Start weg einige Interessenten, die uns bereits auf einen V10 angesprochen haben", sagt Stadler: "Schließlich hatten wir dieses Triebwerke bereits im Konzern." Doch zunächst hieß es abwarten. Über die Leistungsausbrüche von Zehn-Endern konnten sich im Konzern bislang nur Piloten von S6, S8 und Lamborghini Gallardo freuen. Doch das ist mit dem Audi R8 5.2 FSI nun vorbei.

Zwei Jahre hat die Entwicklungszeit gedauert, ehe der Zehnzylinder den Weg in den Serien-Audi R8 fand. "Wir haben in erster Linie Wert auf die Feinabstimmung zwischen Getriebe und dem gerade mal 258 Kilogramm schweren Motor gelegt", sagt Motoren-Entwickler Jürgen Königstedt. "Bei Höchstdrehzahl legen die Kolben im Zylinder bis zu 27 Meter pro Sekunde zurück. Damit liegen wir auf Formel-1-Niveau." Im Durchschnitt soll sich der Zehnzylinder mit 13,7 Litern Super auf 100 Kilometern zufrieden geben.

Leistung ohne Ende

Der Unterschied zu dem Lamborghini Gallardo LP 560-4 mit dem V10 ist enorm. Bietet der Lambo neben seinem extravaganten Äußeren das gewohnt spitze Fahrverhalten mit brüllendem Klang und kompromissloser Performance, so ist der R8 deutlich besser erzogen - ohne dabei fahrdynamisch hinterher zu fahren.

Wenn der R8 5.2 FSI eine große Stärke hat, dann ist es der Alltagsbetrieb. Wer einen bockelharten Sportwagen mit nervigen Zugkraftunterbrechungen und wildem Gebrüll erwartet, der sieht sich schnell getäuscht. Stattdessen grummelt der Zehnzylinder im Heck munter vor sich hin - nie aufdringlich, nie störend, aber immer bereit zum Sprung.

Schon der "kleine" R8 verfügt über Rennsport-Qualitäten, einen exzellent abgestimmten Allradantrieb und einen beeindruckenden Alltagsnutzen. Doch der V10 kann eben alles was der V8 auch kann – nur eben eine ganze Klasse besser. Das zeigt sich nicht nur auf der Flanierrunde in der Innenstadt sondern auch auf kurviger Landstraße oder gar der Rennstrecke. Denn auch dort gibt sich der bis an die 9.000-Touren-Marke drehende Mittelmotor keinerlei Blöße. Die Gewichtsverteilung liegt bei 44:56 zugunsten der Hinterachse.

Das exzellent abgestimmte Rennsport-Getriebe, die ebenfalls vom Gallardo entliehene R-Tronic, kostet nicht nur 8.000 Euro Aufpreis sondern ist insbesondere auf der Rennstrecke eine Wonne. Im Sport-Modus verzichtet sie auf das sonst oft störende automatische Hochschalten. Der Gangwechsel nur dann eingeleitet, wenn der Fahrer es auch will. Das garantiert Bestzeiten auf dem Rundkurs.

Gleißendes LED-Licht

Maximal 35 Prozent der Motorleistung kommen an die Vorderachse. Damit die Verzögerung auch im Renntrimm stimmt, gibt es optionale Bremsscheiben aus Kohlefaserkeramik. 0 auf 100 km/h unter vier Sekunden, 0 auf 200 km/h in gerade einmal zwölf, 316 km/h Spitze - solche Werte gibt es selten in derart perfekter Symbiose. Dabei wirkt der Motor nie angestrengt oder gar genervt. Er gibt sich im Gegenteil dem Willen des Piloten fast schon anschmiegsam hin.

Außer beim Motor zeigt sich der Audi R8 5.2 FSI nahezu unverändert. Design- und Hightech-Merkmal sind die erstmals serienmäßig verbauten Voll-LED-Scheinwerfer, die aus kleinem Bauraum ein gleißend helles und charakterstarkes Licht zaubern. Manko: Trotz LED-Technik verfügen die Frontscheinwerfer weder über Kurven-, noch über Abbiege- oder Nebellicht. "Ist aber in Arbeit", verlautet es aus Audis Lichtabteilung: "Auf dem Gebiet sind wir Vorreiter und mussten uns schließlich auch erst einmal an die gesetzlichen Vorgaben halten."

Der Basispreis für den Audi R8 5.2 FSI liegt bei 142.400 Euro, mit R-Tronic sind es 149.800 Euro. Im zweiten Quartal soll der schnelle Renner auf den Markt kommen - und nicht alleine. Mit dem stärkeren Triebwerk bietet Audi erstmals auch eine Rennversion R8 V10 MLS (Le Mans Series) für ambitionierte Kunden und Rennställe an. Der nahezu identisch motorisierte Rennwagen speckte kräftig ab, bekam Schweller, Flügel und den Renntrimm. Beim 24-h-Rennen am Nürburgring sollen einige der Boliden ihren ersten großen Auftritt haben.

Stefan Grundhoff / pressinform / PRESSINFORM

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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