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Hyundai Sonata: Nachgeschärft

Gegen Dickschiffe wie Passat, Insignia oder Mondeo anzutreten, ist gerade in Deutschland nicht einfach. Bei Hyundai weiß man davon ein Lied zu singen. Also hat man den Sonata behutsam aufgehübscht.

VW legt beim Passat ein schmuckes Coupé nach, Opel löst den Vectra mit dem sportlichen Insignia ab und ein Ford Mondeo braucht selbst den Vergleich mit Mercedes C-Klasse oder 3er BMW nicht zu scheuen. Schwere Zeiten für die Modelle in der zweiten und dritten Reihe. Citroen C5, Peugeot 407 oder Mazda6 - alle haben sich hübsch gemacht und geizen nicht mit technischen und optischen Reizen. Da will auch Hyundai zurückstehen und hat seinen unscheinbaren Vertreter Sonata leicht nachgeschärft.

Das Aussehen der koreanischen Mittelklasselimousine hat sich dabei kaum verändert. Leichte Modifikationen an Front- und Heckpartie fallen kaum ins Gewicht und so behielt der 4,80 Meter lange Fronttriebler seine etwas farblose Front, die jetzt aber etwas mehr an das Flaggschiff Grandeur erinnert.

Ab August ist der mindestens 23.990 Euro teure Hyundai Sonata in den Ausstattungsvarianten Classic, Comfort und Premium verfügbar. Wer es mittelklassetypisch komfortabel mag, muss sich zumindest für die zweite Ausstattungsstufe entscheiden. Die bietet unter anderem Alufelgen, Klimaautomatik, Sitzheizung, Bordcomputer und Nebelscheinwerfer. Luxuriöser geht es nur im Premium zu, der unter anderem mit 17-Zoll-Alufelgen, elektrischen Ledersitzen und einem Audiosystem verwöhnt.

Leider bleiben im Sonata auch beim Modelljahr 2009 ansonsten etablierte Annehmlichkeiten wie Xenon- und Kurvenlicht oder Bildschirmnavigation außen vor. Die Sicherheitsausstattung bietet ESP, Airbags rundum, Bremsassistent und ABS. Überarbeitet wurden auch die Fahrwerksabstimmung und die Lenkung.

Mehr Kraft, weniger Durst

Angeboten wird der rund 1,6 Tonnen schwere Hyundai Sonata mit zwei Benzin- und einer Dieselvariante. Der bisherige Basisvierzylinder mit 2,4 Litern Hubraum wurde von einem neuen, zwei Liter großen Triebwerk mit 121 kW/165 PS abgelöst. Sein Durchschnittsverbrauch soll bei 7,7 Litern auf 100 Kilometern liegen - zehn Prozent weniger als zuvor. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 207 km/h. Unzeitgemäß ist der neue Motor mit einem manuellen Fünfganggetriebe oder einer betagten Viergangautomatik gekoppelt.

Etwas mehr Leistung gibt es für den Commonrail-Diesel. Der 110 kW/150 PS starke Selbstzünder mit variabler Turbinengeometrie soll jedoch 7,8 Liter Diesel auf 100 Kilometern verbrauchen. Andere Konkurrenten begnügen sich mit ein bis zwei Litern weniger. Serienmäßig gibt es ein manuelles Sechsganggetriebe oder eine Viergang-Automatik. Das maximale Drehmoment von 305 Nm steht ab 1.800 U/min zur Verfügung und garantiert eine Spitzengeschwindigkeit von 203 km/h. Der 3,3 Liter große Topbenziner mit sechs Zylindern leistet 250 PS.

Mehr als beim Außendesign hat sich im Innenraum des neuen Sonata getan. Das Armaturenbrett wurde komplett überarbeitet. Mehr Ablagen und wertigere Oberflächen sollen Hyundais Mittelklassemodell auf aktuellen Klassenstandard bringen. Das gute Platzangebot bleibt Dank des Radstandes von 2,73 Metern unverändert. Das Kofferraumvolumen liegt bei großzügigen 523 Litern.

Stefan Grundhoff / pressinform / PRESSINFORM

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.