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Land Rover Discovery 3.0 Si V6: Luxus-Skischuh für die Großfamilie

Vans sind out - und SUV mehr als alles andere in. Wenn man beides miteinander kombiniert und den SUV dann gleich noch zu einem echten Geländewagen aufsteigen lässt, dann sitzt man in einem Land Rover Discovery.

Land Rover Discovery 3.0 Si V6 - unterwegs in den seichten Wüsten rund um Palm Springs

Land Rover Discovery 3.0 Si V6 - unterwegs in den seichten Wüsten rund um Palm Springs

Wie man darauf kommen kann, den mächtigen Briten ernsthaft mit einem Vierzylinder anzubieten, ist nur schwer nachzuvollziehen. Den gibt es gleich in zweifacher Ausführung - als 180 PS starken Commonrail-Diesel und als 300 PS starken Benziner. Nicht nur echte Land Rover Fans können darüber nur schmunzeln, denn auch wenn der Discovery im Gegensatz zu seinem Vorgänger mächtig abgespeckt hat: auch der noch junge Disco ist mächtiger denn je, imposante 4,97 Meter lang, bietet bis zu sieben Personen Platz und wiegt ohne diese Maximalbesetzung bereits 2,2 Tonnen. Angesichts dieser Fahrzeugmasse kommt man um einen Sechszylinder bei der Fahrzeugauswahl nicht herum und weil große Teile der Welt auf einmal der irrigen Ansicht ist, dass es keine ebenso drehmomentstarken wie sparsamen Diesel mehr sein dürfen, wird der Proband in diesem Praxistest von der in den USA einzig passenden Motorisierung angetrieben. Jeder europäische Landy-Fan dürfte sich für den 258 PS starken Dreiliter-Diesel mit 600 Nm entscheiden, der mittlerweile auch in den USA angeboten wird. Wer es amerikanischer mag, steigt ohne das empfehlenswerte V8-Angebot aber nach wie vor in den V6-Benziner. Den von einem Kompressor aufgeladenen V6-Motor kennt man bestens aus anderen JLR-Modellen wie zum Beispiel dem sportlichen Jaguar F-Type. Doch während der 340 PS starke Dreiliter in seiner schwächsten Ausbaustufe in Coupé und Roadster hier beinahe aufdringlich tönt, ist im Luxusgeländegänger aus England kaum etwas zu vernehmen.

Luxus-Skischuh für die Großfamilie
Land Rover Discovery 3.0 Si V6 - unterwegs in den seichten Wüsten rund um Palm Springs

Land Rover Discovery 3.0 Si V6 - unterwegs in den seichten Wüsten rund um Palm Springs

Die V6-Rahmenleistungswerte sind jedoch die gleichen: drei Liter Hubraum, 250 kW / 340 PS und ein maximales Drehmoment von 450 Nm machen den bei voller Beladung bis zu 3,1 Tonnen schweren Koloss immerhin 215 km/h schnell. Ein Wert, den man dem bestenfalls luftgefederten Allradler abnimmt; die reale Prüfung hapert selbst in der menschenleeren Grenzwüste Kaliforniens / Nevadas an dem Mut des Piloten, sich den Gefahren eines unfreiwilligen Aufenthaltes in einem US-Gefängnis auszusetzen. Doch der überaus luxuriös ausstaffierte Discovery ist ohnehin einer, der seine Stärken nicht im ambitionierten Galopp hat. Er ist ideal für lange Strecken, läuft ruhig, wenn nicht etwas zu sehr dezent im Hintergrund und lässt einen überaus kommod jede Menge Kilometer fressen. Trotz der optionalen Luftfederung könnte der Federungskomfort überraschenderweise besser sein. Die großen, aber angesichts der Karosserieflächen nicht überdimensional wirkenden 20-Zoll-Räder klauen dem knapp fünf Meter langem Briten einiges seines ihm zustehenden Luxusanspruchs. Selbst auf amerikanischen Highways präsentiert sich der Brite durstig. Statt der in Aussicht gestellten 10,9 Litern Super gluggerten rund 14 Liter durch die Einspritzdüsen. Wer weniger will, steigt in den Diesel.

Das Geräuschniveau kann abgesehen von spürbaren Windgeräuschen bei höheren Tempi im Gegensatz dazu ebenso überzeugen wie die vielfach verstellbaren Ledersitze inklusiv entsprechender Klimatisierung. Mehr denn je denkt Jaguar Land Rover bei seinem Familientransporter mit Van-Ambitionen dabei nicht nur an die Personen vorne. Auch die Sitze in den Reihen zwei und drei lassen sich elektrisch verstellen und ebenso einklappen und beheizen. Daran sollten sich andere Hersteller einmal ein Beispiel nehmen. Die beiden Sitze in Reihe drei sind wie bei der Konkurrenz jedoch allein für kleinere Kinder zu nutzen oder mit der Freundschaft der ebendort transportierten Personen ist es ebenso schnell vorbei wie die Fahrt selbst.

So komfortabel man im Disco unterwegs ist; es wird schnell deutlich, dass es nicht weniger als der 340 PS starke Dreiliter-V6 sein dürfte. Im Gegenteil, denn auch ein kraftvoller V8 wie im großen Bruder Range Rover würde nur allzu gut in den geländegängigen Familientransporter passen, der eben auch dann nicht schlappmacht, wenn die Asphaltierung einmal ein jähes Ende findet. Luftfederung mit einstellbarer Bodenfreiheit (22 bis 28,4 cm), Geländeuntersetzung und Offroadprogramme - der Land Rover ist viel mehr als einer Boulevard-Blender, die die weltweiten Straßen im Überfluss bevölkern und immer mehr Anklang finden. Wenn es einmal nasser als hier in der Wüste werden sollte: die maximale Wattiefe des Discovery liegt bei mächtigen 90 cm.

Noch variabler ist nur das Ladevolumen. Entweder man bevölkert den Land Rover auf oder abseits der Straße mit bis zu sieben Personen oder klappt die einzeln ansteuerbaren fünf Rücksitze elektrisch ganz nach Gusto um und nutzt so zwischen 1.231 und 2.500 Liter mit einer maximalen Länge von 1,96 Metern. Der Innenraum ist aufgeräumt; wirkt mit seinen Analoginstrumenten und den Bedienmodulen an der breiten Mittelkonsole jedoch deutlich betagter als der moderne Velar und der aktuell aufgefrischte Range Rover. Nach wie vor nicht überzeugen können Bedienung und Arbeitsgeschwindigkeit des Navigationssystems, das deutlich schlechter als bei der internationalen Premiumkonkurrenz werkelt und einen schnell zum eigenen Smartphone greifen lässt. Daran ändern auch das zehn Zoll große Bildschirmmodul und das optionale Head-Up-Display nichts. Immerhin arbeiten die Fahrerassistenzsysteme im Alltagsbetrieb ohne Probleme und insbesondere der adaptive Verkehrszeichenassistent entlastet auf längeren Strecken.

Das Basismodell des allzu blass motorisierten Land Rover Discovery Td4 mit 180 Diesle-PS startet in der schmalen Basisausstattung S bei 52.000 Euro. Die beste und stimmigste Wahl ohne Dieselgefühle ist der Discovery 3.0 Si HSE Luxury, der in Komplettausstattung dann jedoch mindestens 76.000 Euro kostet. Dafür gibt es vollelektrische Ledersitze, Panoramadach, LED-Scheinwerfer, 20-Zöller, Drei-Zonen-Klimaautomatik, schlüsselloser Zugang, elektrische Heckklappe und das enttäuschende Navigationssystem. Wer keinen Van will, kann sich in den Land Rover Discovery verlieben - ganz ohne Schiebetüren mit echten Luxuscharme und Geländeambitionen.

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Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.