HOME

Vision Mercedes Maybach Ultimate Luxury: Traumwagen

Überraschend, dass gerade der Mercedes-Luxusableger Maybach den SUV-Trend derart verschlafen hat. Auf der Auto China in Peking zeigen die Schwaben diesmal eine Idee, wie man ein SUV auch aussehen könnte. Viel wichtiger: Maybach müsste eine seiner zahlreichen Studien endlich einmal Realität werden lassen.

Vision Mercedes Maybach Ultimate Luxury - 5,24 Meter lang

Vision Mercedes Maybach Ultimate Luxury - 5,24 Meter lang

Man kann es bei den Luxusgeländewagen wie Bentley Bentayga, BMW X7, Range Rover oder Rolls-Royce Cullinan sehen: selbst ein edler Hochsitz mit Nobelinterieur hat nicht die Eleganz einer gestreckten Luxuslimousine. Ein Geländewagen, sei er noch so chic, edel oder luxuriös sieht eben doch immer etwas aus, wie eine Kuh auf Rollschuhen. Mit ihrer Kreation des Vision Maybach Ultimate Luxury wollte das Mercedes-Designteam einen anderen Ansatz für die Idee eines prestigeträchtigen Crossovers schaffen und kreierte die Symbiose aus einem Geländewagen und einer Luxuslimousine. Doch Maybach ist den vergangenen Jahren zum Ankündigungsweltmeister geworden. Von den vorgestellten Studien wurde bisher nichts Realität und auch für das Gedankengebilde eines luxuriösen SUV wie dem Ultimate Luxury sieht es nicht gut aus. Kaum zu glauben, dass dieser in absehbarer Zeit Realität wird. Stattdessen soll es vom neuen Mercedes GLS, der 2019 auf den Markt kommt, eine Maybach-Variante geben - mehr nicht. "Der Vision Mercedes-Maybach Ultimate Luxury ist ein komplett neuer Archetyp, wie man ihn noch nie zuvor gesehen hat", sagt Chefdesigner Gorden Wagener, "unser Konzept vereint die DNA eines SUV mit der einer Limousine zu einem ultramodernen SUV im Drei-Box-Design."

Traumwagen
Vision Mercedes Maybach Ultimate Luxury - 5,24 Meter lang

Vision Mercedes Maybach Ultimate Luxury - 5,24 Meter lang

So wirkt die Studie des 5,26 Meter langen Mercedes-Maybach mächtig, imposant und nicht allein durch den 24-Zoll-Radsatz eine Spur provokant. Durchaus mit Limousineneleganz und dem typischen Dreibox-Design mit klar erkennbarem Kofferabteil. Doch wer die China-Studie sieht, dem kommen ein paar Klassen tiefer Erinnerungen an optische Verfehlungen wie den Volvo S 60 Cross-Country in den Sinn, der wenig erfolgreiche hochbeinig über Feldwege hoppelt. Ganz so einfach hat sich das Team unter Chefkreateur Gordon Wagener die Arbeit jedoch nicht gemacht. Eine gewisse Eleganz lässt sich dem mächtigen Schlachtschiff trotz seiner ausladenden Proportionen nicht absprechen und würde man es produzieren: Märkte wie China, USA und die Emirate würden wohl in automobile Glücksgefühle verfallen und nie wieder einen Fuß in einen Bentley Bentayga setzen und dem Rolls-Rolls Cullinan den Rücken kehren, noch bevor dieser auf den Markt gerollt ist.

Der Vision Maybach Ultimate Luxury ist als Elektroauto mit vier E-Modulen konzipiert, wobei die Leistung mit 550 kW / 750 PS in dieser Klasse wohl längst Serienbezug hätte. Ob die Akkukapazität von rund 80 kWh jedoch bei diesen Abmessungen und dem entsprechenden Gewicht von deutlich über zwei Tonen fähig wäre, eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern zu ermöglichen, darf getrost bezweifelt werden. Auch wenn man die abgeregelte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h nicht ausschöpft, muss man in der Realität wohl deutlich schneller nachtanken. Durch die Gleichstrom-Schnellladung mit bis zu 350 Kilowatt soll der elektrisierte Koloss in fünf Minuten für weitere 100 Kilometer erstarken. Auch hier sieht die Realität absehbar noch deutlich anders aus.

Eine echte Schau ist der Maybach im Innenraum. Keine Spur von einem jägertauglichen Sportsitz mit ein paar chicen Applikationen, sondern edelstes Ledergestühl für vier Personen, die jeden Kilometer in der Luxuskarosse genießen wollen. Dass dabei gerade im Fond die ein oder andere Applikation asiatisch angehaucht scheint, ist angesichts des Präsentationsortes in Peking ebenso eine Überraschung wie in Bezug auf die imaginäre Kundschaft, für die helle Farben und rosegold stimmiger erscheinen dürfte wie in Europa oder den USA. So bleibt abzuwarten, was in der Realität von dem Vision Maybach Ultimate Luxury übrigbleibt. Hoffentlich schaffen es ein paar Designelemente in den Maybach GLS. Und auf das Fahrzeugkonzept sollte man ein Auge haben, denn mit einem normalen SUV kann man heute nicht mehr auffallen. Die Kreuzung aus Limousine und SUV wäre durchaus etwas neues, was auch günstiger und ein paar Klassen niedriger zum Thema für die nahe Zukunft werden könnte.

pressinform

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.