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Auf den Straßen von Hong Kong: Noble House

Die Straßen der Sieben-Millionen-Metropole Hong Kong sind voll; prall gestopft mit gesichtslosen asiatischen Mittelklasselimousinen und europäischen Nobelkarossen - und den allgegenwärtigen roten Taxis.

Auf den Straßen von Hong Kong

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Hong Kong hatte schon immer seinen ganz eigenen Charakter. Das hat sich nach der Rückgabe an Großbritannien im Jahre 1997 nicht geändert. Hong Kong, 150 Jahre in britischer Hand, ist anders als Millionenmetropolen wie Peking der Shanghai - nicht derart überlaufen, nicht derart verstopft wie die beiden anderen Aushängeschilder der automobilen Volksrepublik China. Pro Jahr werden in Hong Kong 40.000 Fahrzeuge neu zugelassen; rund die Hälfte davon sind Fahrzeuge der zumeist europäischen Premiumklasse. Während in dem Stadtstaat Singapur der Automarkt bei 600.000 Fahrzeugen gedeckelt ist, wird der Automarkt in Hong Kong weitgehend über eine Zulassungssteuer reguliert, die den Kaufpreis mitunter verdoppeln kann. Insgesamt kommen nicht zuletzt deshalb gerade einmal 500.000 Autos auf die sieben Millionen Einwohner.

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Im Jahrestakt wachsen überdimensionale Wolkenkratzer in den Himmel der pulsierenden Sonderhandelszone, die aus einer Halbinsel an der Mündung des Perlflusses und über 260 kleinen Inseln besteht. Mit 8.000 Wolkenkratzern hat Hong Kong mehr als doppelt so viele wie die Weltstadt auf Platz zwei: New York. Durch diese Lage am Victoria Harbour kommen Fähren neben den öffentlichen Verkehrsmitteln auf der Straße eine zentrale Bedeutung zu. Zu einen gibt es die Schnellboote zu einzelnen größeren Inseln und Destinationen wie Lan Tau, Macao oder an die südliche Küste von Hong Kong Island. Der Perlfluss teilt Hong Kong mit seinen zentralen Stadtbezirken Kowloon und Central / Financial District in zwei Teile. Neben den grünen Fähren, die hoch betagt wochentags im Fünf-Minuten-Takt zum Fahrpreis von kaum mehr als 20 Cent verkehren, gibt es drei moderne Tunnel, die Nord und Süd miteinander verbinden.

U-Bahn, Schnellbahn, doppelstöckige Busse und Sammeltaxis sind von zentraler Bedeutung und selbst die betagten doppelstöckigen Straßenbahnen im Süden der Stadt befördern jeden Tag mehr als 250.000 Personen. Einst sollten sie abgeschafft werden; doch ein Volksentscheid ließ sie Mitte der 80er Jahre weiterleben. Während die rot-weißen Taxis bei Touristen und Geschäftsleuten besonders beliebt sind, setzen die Einheimischen auf Kleinbusse, die als Sammlertaxis auf festen Routen verkehren. Angehalten wird auf Handzeichen. Eine Fahrt im Zentrum der asiatischen Metropole kostet zwischen 15 und 50 Hong-Kong-Dollar, umgerechnet zwischen zwei und fünf Euro.

Bei einer Fahrt über die verstopften Straßen von Hong Kong fallen einem nicht nur die zahlreichen Luxuslimousinen, sowie bunte Sport- und Supersportwagen ins Auge, sondern auch die zunehmend große Anzahl an SUV. Einige haben ebenso wie die dunklen Limousinen als Kennzeichen hintergründige Eigenkreationen, andere sogar zwei Kennzeichen. Denn mit dem reinen China-Kennzeichen darf man über die Northern Terratories nicht nach Hong Kong fahren. Das ist nur in Gegenrichtung möglich, wenn das eigene Auto über eben zwei Nummernschilder beider Regionen verfügt. Seit Jahren ist der Automarkt in Hong Kong fest in der Hand von europäischen und japanischen Herstellern.

Während Audi in Hong Kong beispielsweise besonders erfolgreich seinen A3 anbietet, ist das meistverkaufte Modell von BMW der 3er mit rund 1.000 Autos, knapp gefolgt vom größeren 5er. Bei Mercedes liegt die noch junge C-Klasse vor dem Luxusmodell S-Klasse. Bei Porsche hat sich der Mittelklasse-SUV Macan nach seiner Markteinführung zum Bestseller entwickelt. Allein im ersten Halbjahr 2015 wurden fast 400 Macan verkauft. Auf Platz zwei liegt mit deutlichem Abstand der größere Cayenne. Noch mehr als in China gilt in Hong Kong, dass gekauft wird, was neu ist auf dem Markt. Das gestern interessiert wenig - auch beim fahrbaren Untersatz. Kein Wunder, dass die deutschen Premiumhersteller in Hong Kong mit zahlreichen schmucken Verkaufsräumen vertreten sind. Warten auf sein Auto will hier niemand. Ähnlich wie bei Mode, Uhren und Schmuck zeigt man allzu gerne, was man hat. Und am Sonntagmorgen geht es mit dem eigenen Sportmodell allzu gerne raus aus der Stadt nach Norden, um hier am Rande der Legalität automobilen Spaß mit Freunden und Gleichgesinnten zu haben.

Ähnlich desolat wie die Wohnsituation geht es beim Parkraum zu. Nur wenige wohlhabende Einwohner Hong Kongs haben daher mehr als ein Auto. Es fehlt schlicht an Möglichkeiten zu Parken oder diese auszufahren. Daran ändert auch das Autobahnnetz nicht viel, das den ehemaligen britischen Wirtschaftsraum durchzieht. Chinesische Autos sind in Hong Kong nahezu tabu. Marktführer ist Toyota, die besonders in den unteren Segmenten den Großteil der Kundennachfrage abgreifen. Auch amerikanische Fahrzeuge sind in Hong Kong verpönt. Wer etwas auf sich hält, fährt eben ein europäisches Produkt. Die Autos sind asientypisch komplett ausgestattet. Auf Stoff sitzt hier niemand, Navigationssysteme, klimatisierte Sitze oder jegliche Komfortausstattungen gehören hier zum Standard. Old- oder Youngtimer sucht man dagegen vergeblich. Einzig ein paar Autofanatiker fahren ältere Porsche- oder Mercedes-Modelle und suchen diese nicht auf dem freien Markt, sondern bei exklusiven Spezialhändlern wie Carcity oder Golden World Motors.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.