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Chrysler Pacifica: Zurück in die Zukunft

Chrysler besinnt sich seiner alten Stärken und stellt mit dem Pacifica einen geräumigen und zugleich praktischen Van vor, den es auch als Plug-in-Hybrid gibt.

Das Cockpit ist modern

Das Cockpit ist modern

Vor 20 Jahren war die Welt noch in Ordnung. Wer einen lässigen Van sei eigen nannte, war in einem angesagten Vehikel unterwegs. Wenn es dann noch ein Chrysler Voyager war, war der Fahrer ganz weit vorne dabei. Vom Nutzen für die Familie ganz zu schweigen. Doch irgendwann war es mit der Reise-Herrlichkeit vorbei und aus dem Voyager wurde der weich gespülte Crossover des Fiat Freemont. Immer noch nützlich, aber bei weitem nicht so lässig, wie der Voyager.

Zurück in die Zukunft
Das Cockpit ist modern

Das Cockpit ist modern

Auf der der "North American International Auto Show" (NAIAS) in Detroit besinnt sich Chrysler wieder auf seine Wurzeln und präsentiert mit dem Pacifica einen neuen Van, der nicht einen großen Innenraum hat, sondern auch praktisch ist. "Der Pacifica ist keine Evolution sondern ein großer Schritt vorwärts", sagt Timothy Kuniskis, Chef der Chrysler-Pkw-Sparte in Nordamerika. Die Namensgebung ist mutig, schließlich gab es schon einmal einen Pacifica, der aber 2007/2008 wegen zu geringer Nachfrage vom Markt genommen wurde.

Bei einer Länge von mehr als fünf Metern bietet das Familienschiff auch in der dritten Reihe Erwachsenen genug Platz. Der Einstieg in die letzte Reihe, ist dank der nach vorne schnellenden Sitze sowie den Schiebetüren auf beiden Seiten kein Problem. Selbst wenn alle Stühle hochgeklappt sind, ist im Kofferraum noch genug Platz für mehr als Handgepäck der bis zu acht Passagiere. Dazu hat der Pacifica noch eine Vielzahl an Ablagen, in denen man den restlichen Krimskrams unterbringen kann. Liegen alle Sitze flach, schluckt der Ami-Van sogar einen sperrigen Gegenstand von 2,43 Metern Länge.

Der Pacifica steht auf einer komplett neuen Plattform mit einer besonders verwindungssteifen Karosserie. Das soll sich vor allem beim Fahrkomfort und beim Innenraumgeräusch positiv auswirken. Wer es konventionell mag, greift zum 287-PS-V6-Motor mit einem maximalen Drehmoment von 355 Newtonmetern und der Neungang-Automatik. Als Alternative gibt es noch eine Plug-in-Hybrid-Version, bei dem ein Elektromotor dem V6-Triebwerk unter die Arme greift. Der Saft kommt von einer 16-kwh-Batterie. Die rein elektrische Reichweite soll rund 48 Kilometer betragen und im Stadtbetrieb rechnen die Chrysler-Verantwortlichen bei der elektrifizierten Version mit einem Durchschnittsverbrauch von 2,94 Liter pro 100 Kilometer. Wenn die Akkus an einem 240-Volt-System hängen, sollen sie in zwei Stunden wieder vollständig aufgeladen sein.

Bei der Technik haben die Amerikaner ebenfalls nachgelegt. Die Passagiere auf den Rückbänken freuen sich über ein Home-Entertainment-System mit zehn Zoll-Bildschirmen und der Fahrer über eine Surround-View-Kamera, einen adaptiven Tempomaten und einen Parkassistenten. Nur schade, dass dieser Familiengleiter zunächst nicht nach Europa kommt, aber das kann sich ja noch ändern. Fiat könnte mal wieder ein Volltreffer-Auto brauchen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.