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Techno Classica 2013: Edles Klassentreffen

Bereits zum 25. Mal blickt die ganze Oldtimer-Welt auf und in die Messehallen in Essen. Die Techno Classica gilt als größte Oldtimermesse der Welt.

Was 1989 noch mit 30.000 Besuchern an zwei Tagen begann, hat sich innerhalb von 25 Jahren zur weltgrößten Klassiker-Messe gemausert: die Techno Classica in Essen. In diesem Jubiläumsjahr zeigen 1.200 Aussteller aus aller Welt in 20 Hallen ihre automobilen Schätze. Hinzu kommt, dass rund 2.500 Sammler-Automobile aus allen Epochen zum Verkauf bereit stehen. Dass bei einem solch großen Klassentreffen die Hersteller nicht fehlen dürfen ist klar. Das bekannteste Geburtstagskind in diesem Jahr kommt aus Zuffenhausen. Der Porsche 911 wird 50 Jahre alt. Der Neunelfer gilt seit seiner Geburt als Richtwert in der Sportwagenwelt. Auf dem Porschestand sind insgesamt vier Neunelfer und ein 356 B T5 1600 GS Carrera GT aus dem Jahr 1960 zu sehen. Die eigentliche Sonderausstellung zum goldenen Jubiläum findet ab dem 4. Juni im Porsche-Museum in Zuffenhausen statt.

Aus dem von dort nur wenige Kilometer entfernten Stuttgart bringt Michael Bock, Leiter der Mercedes-Benz Classic-Abteilung, gleich eine Klasse mit ins Ruhrgebiet - die komplette S-Klasse. "Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr die S-Klasse, die in diesem Sommer in ihre nächste Generation fährt. Wir zeigen hier in Essen alle bisherigen zwölf Generationen. Noch nie waren alle zwölf gleichzeitig zu sehen", schwärmt Michael Bock. Ebenfalls Grund zur Freude hat Thomas Frank, Leiter Audi Tradition: "Wir präsentieren in Halle sieben, auf 700 Quadratmetern sieben Fahrzeuge. Im Vordergrund steht das 80-jährige Jubiläum des V8-Motors und besonders das 25-jährige Jubiläum des V8-Motors bei Audi." Die Kölner Marke Ford feiert in Essen den 150. Geburtstag von Henry Ford und den 45. Geburtstag des Escort.

Die Autostadt fährt ein sehr gelungenes und anschaulich dargestelltes Kontrastprogramm auf der Techno Classica auf. Sechs gegensätzliche Paare demonstrieren die Vielfalt aus 125 Jahren Automobilhistorie. Hier stehen sich zum Beispiel ein 16 Kilometer pro Stunde langsamer Benz Patent-Motorwagen und ein Lamborghini Diablo GT, der es auf Tempo 338 schafft, ebenso gegenüber wie ein 1-Zylinder-Hanomag Kommissbrot und ein Cadillac V 16 Series 452 mit 16 Zylindern. Nur wenige Meter entfernt präsentiert Seat unter anderem einen Seat 600, von dem das letzte Exemplar vor 40 Jahren vom Band gelaufen ist. Skoda zeigt mit einem 420 Rapid Typ 421, dass der aktuelle Rapid auf eine fast 80-jährige Geschichte zurückblickt.

Eberhard Kittler, Beauftragter VW Classic, kommt selbst aus dem Staunen kaum heraus: "Wir sind stolz darauf, alle Marken hier zu haben. Volkswagen widmet sich in diesem Jahre der Geschichte des GTI, der 1976 auf den Markt kam. Zu feiern gibt es natürlich auch etwas: Die Deutschlandpremiere des neuen GTI. Zudem ist ein Passat GTI zu sehen, der jedoch ein Einzelstück geblieben ist." Die VW-Nutzfahrzeugabteilung feiert sich und das Thema 25 Jahre California sowie 55 Jahre Doppelkabine. In der gleichen Halle präsentieren die VW-Konzern-Mitglieder Bugatti, Bentley und Lamborghini historische und aktuelle Modelle. Der 50. Geburtstag von Lamborghini wird von einem Miura P 400 SV und einem 350 GT dargestellt. BMW, Rolls-Royce und Mini belegen als Konzernmarken die komplette Halle zwölf. Hier stehen in diesem Jahr die Themen 90 Jahre BMW Motorrad und 50 Jahre Mini Cooper S im Fokus. Bei Rolls Royce ist ein rarer Silver Cloud I H. J. Mulliner Drophead Coupe von 1957 zu sehen.

Dem Saisonstart der Cabriofahrer angemessen haben sich Citroen und Opel genau diesem Thema angenommen. Bei Citroen sind Cabrio-Studien und -Serienmodelle, darunter ein DS 19 Cabriolet und die Deutschland-Premiere des aktuellen DS3 Cabrios zu bewundern. Bei den Rüsselsheimern werden die Standbesucher auf eine Zeitreise durch die Cabriolet-Historie des Unternehmens entführt, die mit der neuesten Version, dem Cascada, endet. Die historischen Höhepunkte der Techno Classica sind in Mitte der Halle sechs ausgestellt. Zu ihnen zählen ein Peugeot 402 Eclipse, ein Delage D6-70 von 1936, karossiert von Figoni, ein Talbot Lago T 150 C Teardrop Coupe mit einer Karosserie von Figoni et Falaschi aus dem Jahre 1938 und ein Bugatti 57 C mit Gangloff-Karosserie von 1939. Ebenfalls zu den automobilen Master Pieces aus den 30er und 40er Jahren zählen der Delahaye 135 MS Coupe mit Pourtout-Karosserie sowie ein Talbot Lago T26 Grand Sport mit Saoutchik-Karosserie.

Was bei einer Klassik-Ausstellung nicht fehlen darf ist der Ersatzteil- und Sammlerbereich. Einzelteile, Bücher, Zeitschriften und Kunstdrucke finden sich wie in jedem Jahr auf der Techno Classica in unüberschaubaren Mengen. Auf die Frage "Was ist das für ein Ersatzteil?" folgt daher bei all der Vielfalt nicht selten die Antwort "Keine Ahnung. Aber der, der es sucht, weiß schon was es ist."

Press-Inform / pressinform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.