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Leipziger Automesse: Letzter Tanz auf der Titanic

Die 20. Leipziger Automesse gerät zum reinen Heimspiel: Deutsche Autobauer feiern Premieren, die anderen bestreiten ein Notprogramm oder bleiben ganz weg. In Feierlaune ist niemand.

Die Party ist vorbei, jetzt fängt der Ernst des Lebens an. Das Jahr nach der Abwrackprämie wird hart für Autobauer und Autohändler. Im Ausland sehen die deutschen Hersteller bereits wieder Land, seit Jahresbeginn stiegen die Exporte laut VDA-Statistik um 47 Prozent. Doch in Deutschland fallen die Hersteller in das erwartete Loch nach der Abwrackprämie, es folgt der Kater nach dem Rausch. Diese Stimmung spürt man auch bei der AMI in Leipzig. Die Messe findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt, echte Feierlaune will aber nicht aufkommen.

Es wäre auch kein großer Partykeller nötig, denn in diesem Jahr fehlen in Leipzig zahlreiche Hersteller. Der Fiat-Konzern ist nicht da, obwohl die Besucher sicher gern ein Blick auf den neuen Alfa Romeo Giulietta geworden hätten. Auch auf Chrysler, Volvo, Saab, Nissan, Daihatsu, Suzuki, Seat oder Mitsubishi wartet man vergeblich. Nicht einmal Lada ist in diesem Jahr trotz der Nähe zu Osteuropa in Leipzig vertreten - die Russen haben für 2010 gleich alle europäischen Messen abgesagt. So gibt es zwischen den Ständen immerhin viel Platz zum Laufen, auch wenn der Blick in Halle 5 fast schon gespenstisch wirkt. Abgesehen von ein paar Tunern herrscht dort gähnende Leere.

Die deutschen Hersteller zeigen Flagge. BMW präsentiert als Weltpremiere den 5er Touring, der bei der ersten Sitzprobe durch das großzügige Raumangebot im Fond und den edel gemachten Kofferraum auffällt. Er fasst 560 Liter, bei umgelegten Rücksitzen werden es maximal 1670 Liter. Unter dem Gepäckraumboden befinden sich weitere Staufächer, und der Boden schwenkt dank eines Dämpfungszylinders sanft nach oben. Bei VW wurde die Pressekonferenz kurz und knapp abgefeiert, doch immerhin konnte Vertriebsleiter Werner Eichhorn den besten Marktanteil des Autobauers seit 30 Jahren vermelden – 23 Prozent. Ironischerweise ist das der gleiche Wert, um den der gesamte deutsche Automarkt im ersten Quartal 2010 im Vergleich zu 2009 geschrumpft ist.

VW-Sprecher Jochen Grüten freut sich, dass man zum 20-jährigen AMI-Jubiläum "jede Menge Geschenke" mitgebracht hat. Neben dem neuen Sharan, dem Touareg, dem Pick-Up Amarok und den Cross-Versionen von Golf und Polo rollte der runderneuerte Touran als Weltpremiere auf den Stand. Der Familienvan trägt das neue VW-Gesicht und ist ab 21.750 Euro zu haben. Der Touran dürfte in den nächsten Tagen ebenso von Messebesuchern umlagert werden wie Opels Meriva. Ford macht das deutsche Van-Trio mit dem C-Max komplett und zeigt außerdem den Focus RS500 mit 350 PS. Die neue Generation des Focus, die in Detroit Premiere feierte, gibt es allerdings nicht zu sehen.

Mercedes stellt die stark geliftete Version der R-Klasse vor, die aus der Nähe betrachtet gefälliger und weniger plump wirkt als bisher. Audi zeigt die überarbeiteten Versionen des TT, Q7 und A3 sowie erstmals in Deutschland den Mini-Gegner A1. Auch der Elektro-Sportler E-Tron steht im Rampenlicht, doch neben den Neuheiten bleibt Audi auf dem Boden der Tatsachen: Die AMI ist eine Publikumsmesse, und so wirkt eine ganze Flotte von älteren Audis für das Gebrauchtwagenangebot der Marke. Auch bei Mazda hängt man offenbar an alten Dingen. Zwar gibt es das Facelift des Mazda 6 zu sehen, doch statt der neuen Generation des Familienvans Mazda 5, der im Spätherbst anrollt und bereits in Genf gezeigt wurde, parkt das Auslaufmodell in einer Sonderedition am Stand. "Leipzig ist keine wichtige Messe für uns", gibt man bei einem japanischen Hersteller hinter vorgehaltener Hand zu. Immerhin gibt es zwei interessante Hybride zu sehen, wenn auch nicht als Premieren: Den Toyota Prius Plug-In und das Hybrid-Coupé Honda CR-Z.

Das Thema alternative Antriebe ist in Leipzig zwar präsent, doch es nimmt längst keine so große Rolle ein wie etwa auf dem Genfer Salon. Peugeot und Citroën zeigen ihre kleinen Stromer Ion und C-Zero, bei Opel steht der Messe-Veteran Ampera parat. Der Energieriese RWE versucht den Besuchern das Elektro-Zeitalter schmackhaft zu machen – mit einer großen Stromtankstelle, bei der die Autos wie von der normalen "Tanke" gewohnt nebeneinander an Säulen parken.

Bis zum 18. April hat die AMI ihre Pforten geöffnet – danach übrigens erst wieder 2012, denn in Zukunft wird die Messe im Zweijahres-Turnus im Wechsel mit der IAA stattfinden. Ob der neue Rhythmus der schwindsüchtigen Veranstaltung die nötige Wiederbelebung bringen wird, ist allerdings offen. Sollte die Messe in Leipzig noch stärker zum deutschen Heimspiel werden, sollte man das "I" im Namen für "International" lieber streichen.

Zum Rahmenprogramm gehört neben Spritspar-Trainings, Unfallsimulatoren oder Autoscootern für die Kleinen die Möglichkeit, 50 aktuelle Modelle bei Probefahrten kennen zu lernen. Und wer sich über die Flaute auf dem deutschen Automarkt mit glorreichen Vehikeln vergangener Tage hinweg trösten will, kann auch das: Für eine Sonderausstellung haben deutsche Automuseen ihre Schätzchen nach Leipzig entsandt. Vom Wanderer Roadster über den BMW Z8 von Film-Agent James Bond bis hin Wartburg-Prototypen mit schicker Fastback-Karosserie reicht die Palette.

Sebastian Viehmann/Press-Inform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(