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Steuererhöhungen: Kein Herz für Geländewagen

Käufer lieben SUV's und Geländewagen, aber Politiker nicht. Mit Steuererhöhungen und Fahrverboten wollen sie in mehreren europäischen Ländern den Trend zu sportlichen Geländewagen bremsen.

Die französische Regierung will die Steuern auf einige der als SUV (Sport Utility Vehicle) bekannten Geländewagen und auf andere Fahrzeuge mit hohem Benzinverbrauch nach oben schrauben. Sie ist damit aber auf Kritik von Bundeskanzler Gerhard Schröder gestoßen, der darin Protektionismus zu Gunsten der französischen Autobauer sieht, seinerseits aber die Steuererleichterungen für Geländewagen in Deutschland aufheben will. In London sollen die Fahrer der SUVs die doppelte City-Maut zahlen, der Bürgermeister von Paris erwägt sogar, sie ganz von den Straßen der Hauptstadt zu verbannen.

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Kaum überschwere SUVs in Europa

"Die größten, benzindurstigsten großen Vans, SUVs und die in den USA populären Pickups werden in Europa kaum verkauft, so dass der Umwelteffekt durch ein Fahrverbot in Paris sehr gering wäre", wendet Stephen Cheetham, Automobilanalyst von Sanford C. Bernstein, dagegen ein. Er zweifelt auch am Lenkungseffekt von Strafsteuern oder -gebühren: "Wer das Geld hat, um einen SUV zu kaufen, den schreckt das nicht", sagt Cheetham. Dagegen warnt der deutsche Automobil-Herstellerverband VDA vor zusätzlichen Belastungen, die der ohnehin schwachen Konjunktur in der Branche schaden könnten: "Eine neue Steuer ist immer eine Bürde, und wir sehen jeden Monat aufs Neue, wie hart der Markt ist", sagt VDA- Sprecher Eckehart Rotter.

Wagen, die Sicherheit suggerieren

Sportliche Geländewagen wie BMW X5, die M-Klasse von Mercedes-Benz oder Porsche Cayenne sind in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden, obwohl ihre Fahrer Felder, Wälder und Steilhänge, für die die SUVs ausgelegt sind, meist nie zu Gesicht bekommen. Sie schätzen die Übersicht in den hochbeinigen Gefährten und das Gefühl der Sicherheit, das das viele Blech verleiht.

Japaner an der Spitze

Fünf Prozent des westeuropäischen Automarktes gehören schon den Geländewagen, allein 2003 stieg ihr Absatz um 100.000 Stück, und in diesem Jahr dürfte sich dieses Trend nach einer Studie des US-Marktforschungsinstituts J. D. Power fortsetzen. Ganz vorne liegen in der Absatzstatistik in Europa die Japaner mit dem im vergangenen Jahr fast 100.000 Mal verkauften Toyota RAV4 als Spitzenreiter vor dem Nissan X-Trail.

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"Idioten mit mehr Geld als Verstand"

Von Leuten wie dem Londoner Bürgermeister Ken Livingstone, der die SUV-Fahrer als "Idioten mit mehr Geld als Verstand" bezeichnet hat, lassen sich die Käufer nicht stören. Auch vom Chef der Internationalen Energieagentur, Claude Mandil, nicht: Er hatte China ermahnt, sich nicht zu sehr auf Geländewagen zu versteifen: "Bitte machen sie nicht die gleichen Fehler wie die westlichen Staaten", bat er. Land-Rover-Sprecher Don Hume fühlt sich dagegen bemüßigt, die Angriffsziele von Umweltschützern zu verteidigen: "Da kursieren viele irreführende und unrichtige Informationen.". So sei etwa der Land Rover "Freelander" nicht länger als eine durchschnittliche Familienkutsche und stoße weniger Kohlendioxid aus als das klassische Londoner Taxi.

Versteckter Protektionismus

Das Bundesfinanzministerium hofft auf 37 Millionen Euro mehr im Jahr, wenn Steuererleichterungen für Geländewagen wegfallen, die noch aus der Zeit stammen, als deren Besitzer sie zur Jagd oder zur Bewirtschaftung von Almen brauchten. Die französische Strafsteuer von bis zu 3000 Euro für umweltschädliche Autos hält der deutsche "Autokanzler" dagegen für eine reine Subvention der Kleinwagen der dortigen Hersteller. Doch warnen Renault und PSA Peugeot Citroen selbst vor hastigen Schritten. Eine zu langfristige Ankündigung der Maßnahmen könnte zu einem Vorzieheffekt führen, der den Geländewagenabsatz eher ankurbeln würde, erklären sie.

Von Michael Shields

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Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?