HOME

Verbot von Killerspielen: Rückendeckung für Beckstein

Der bayerische Innenminister Günther Beckstein hat für seine Forderung nach einem Verbot von Killerspielen Rückendeckung erhalten. Niedersachsen und Brandenburg unterstützen den Vorschlag. Kritik kommt von den Grünen.

Der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann hat die Initiative zum Verbot Gewalt verherrlichender Computerspiele begrüßt. Angesichts der Brutalität mancher Videospiele sei es notwendig, Zeichen zu setzen, sagte der CDU-Politiker der "Berliner Zeitung". Dazu gehöre, die rechtliche Grundlage dafür zu schaffen, dass diese Spiele in Deutschland nicht mehr verbreitet werden dürften. Niedersachsen werde eine solche Bundesratsinitiative unterstützen. Allerdings könne dies nur ein Baustein sein, betonte Schünemann. Gleichzeitig müsse die Medienkompetenz von Eltern und Schülern gestärkt werden, um die Resonanz solcher Spiele zu mindern.

Auch der brandenburgische Innenminister Jörg Schönbohm begrüßte die bayerische Initiative grundsätzlich. Killerspiele leisteten einen verhängnisvollen Beitrag zur wachsenden Gewaltbereitschaft und förderten aggressives Verhalten, sagte der CDU-Politiker. Deshalb müsse man konsequent gegen sie vorgehen.

Grüne lehnen Vorschlag ab

Dagegen kritisierte die Unterhaltungs-Software Selbstkontrolle (USK) die bayerische Initiative. "Deutschland hat weltweit das strengste Jugendmedien-Schutzsystem", sagte USK-Chefin Christine Schulz der "Netzeitung". Sie verwies dabei auf das bereits im Strafgesetzbuch verankerte Verbot von Gewalt verherrlichenden Computerspielen. "Wenn Menschen ohne genaue Recherche über die Unzulänglichkeiten des gesetzlichen Jugendschutzes befinden, ist das problematisch".

Auch die Grünen lehnten den bayerischen Vorschlag ab. Auch nach einem Verbot ließen sich entsprechende Spiele problemlos aus dem Internet herunterladen, sagte der Geschäftsführer der Grünen-Fraktion im Bundestag, Volker Beck, der "Netzeitung". Außerdem befürchte er, "dass Jugendliche von Verbotenem eher angelockt als abgeschreckt werden".

Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) plant, den Gewaltverherrlichungsparagraphen im Strafgesetzbuch so auszuweiten, dass die Herstellung und Verbreitung "menschenverachtender, virtueller Computerspiele" mit bis zu einem Jahr Haft geahndet werden kann.

AP/Reuters/AP/Reuters

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.