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Start der Photokina-Messe: 3D für jedermann

Als Zuschauer kennen wir 3D bereits. Mit neuen Digitalkameras und Camcordern, die auf der Photokina gezeigt werden, soll jedermann die dritte Dimension fotografieren und filmen können.

Von Ralf Sander

Der 3D-Trend in der Unterhaltungselektronik erreicht immer neue Dimensionen: Nach dem Kino, dem Fernseher und den PC- und Konsolenspielen werden nun auch digitale Fotoapparate und Camcorder für die Tiefenwahrnehmung fit gemacht. Damit jeder seinen Urlaub noch plastischer ins Bild setzen und zu Hause seinen eigenen kleinen "Avatar" drehen kann. Auf der diesjährigen Photokina, der alle zwei Jahre in Köln stattfindenen weltgrößten Messe zu Fotografie und Bildverarbeitung, gehört 3D zu den wichtigsten Themen.

Seit dem Kinoerfolg von James Camerons Blockbuster "Avatar" im vergangenen Jahr - mit 2,8 Milliarden Dollar Einspielergebnis bereits der erfolgreichste Film weltweit - hat sich 3D als "next big thing" der Entertainmentindustrie etabliert: Fernseher mit Tiefeneffekt waren der Renner auf der Ifa, Videospiele in 3D wurden auf der Gamescom gezeigt, und dass jetzt auf der Photokina bezahlbare Ausrüstung für Hobbyfotografen und Selberfilmer vorgestellt wird, ist eine logische Folge:

  • Inhalte für 3D-Fernseher sind noch rar gesät. Um den Kunden die Anschaffung eines mehrere tausend Euro teuren Fernsehers schmackhaft zu machen, muss er selbst die Möglichkeit haben, Filme und Fotos machen zu können, die die Technik nutzen.
  • Große Konzerne wie Sony und Panasonic sind an jedem Glied der 3D-Verwertungskette beteiligt, teilweise produzieren sie auch Inhalte. Neben den nötigen Fernsehern und Blu-ray-Playern bauen sie Equipment für die Aufzeichnung von Filmen und TV-Sendungen in drei Dimensionen. Das Know-how für den Bau einer 20.000 Euro teuren Profi-3D-Kamera fließt später auch in die kleinen Brüder für Amateure mit ein.
  • Digitalkameras sind inzwischen weit verbreitet. Laut dem Photoindustrie-Verband besitzen 88 Prozent der deutschen Haushalte eine oder mehrere Kameras. Neue Features wie 3D sollen neue Kaufanreize bieten, auch bei Kunden, die eigentlich bereits versorgt sind.

Das räumliche Sehen auf Bildern zu simulieren, ist nicht neu. Bereits 1849 stellte der Schotte David Brewster die erste Zweiobjektiv-Kamera vor, mit der man stereoskopische Fotos machen konnte. An diesem Grundprinzip hat sich nichts geändert: Unser Gehirn setzt aus den beiden Bildern, die unsere Augen wahrnehmen und die sich durch einen leicht abweichenden Blickwinkel unterscheiden, das dreidimensionale Bild zusammen. Für Fotos mit Tiefenwirkung sind folglich eine Kamera mit zwei Objektiven oder zwei nebeneinander montierte Kameras die offensichtliche Lösung. Bisher war die 3D-Fotografie einer Gemeinschaft von Bastlern und Experten vorbehalten, die mit selbstgebauten Stativkonstruktionen und aufwendiger Nachbearbeitung Fotos und Videos mit Tiefenwirkung schafft. Doch nun soll Stereoskopie für jedermann machbar sein, wie verschiedene Hersteller auf der Photokina zeigen.

Es geht auch ohne Brille

Vorreiter bei der Demokratisierung der dritten Dimension ist Fujifilm. Die Japaner hatten im Herbst 2009 mit der Finepix Real 3D W1 die erste Kompaktkamera auf den Markt gebracht, die mit ihren zwei Objektiven auch dreidimensionale Fotos schießen kann. Im September kommt das Nachfolgemodell Real 3D W3 (Preisempfehlung: 449 Euro) auf den Markt, das nicht mehr nur Fotos, sondern auch hochauflösende Videos in 3D aufnehmen kann. Das Ergebnis seiner Arbeit kann man sich sofort auf dem Bildschirm der Kamera in 3D ansehen - ohne Brille auf der Nase! Möglich macht es ein sogenanntes Prismenraster auf dem Display. Das setzt Nintendo übrigens auch bei seiner tragbaren Spielkonsole 3DS ein. Mit ähnlicher Technik funktionieren außerdem digitale 3D-Bilderrahmen, die Fujifilm selbst und andere Hersteller wie Jobo auf der Photokina zeigen. Sogar 3D-Ausdrucke auf Spezialpapier werden von Fujifilm angeboten. Der Tiefeneffekt bei diesem Rastersystem ist durchaus verblüffend, allerdings nur, wenn man direkt von vorne auf das Motiv guckt und ganz still hält. Und auf großen Bilddiagonalen geht zurzeit doch nichts über Fernseher oder Beamer im Zusammenspiel mit einer 3D-Brille.

Alternative 3D-Konzepte

Ein völlig anderes Konzept, um 3D-Bilder ohne Brille darzustellen verfolgt Minox mit seiner Konzeptstudie PX3D, die erstmals auf der Photokina gezeigt wird. Die Kamera verfügt über vier Objektive, die übereinander angeordnet sind. Aus den vier Einzelfotos erzeugt die Kamera ein Bild, dessen Tiefeneffekt durch eine ständige Auf-und-Ab-Bewegung entsteht: Weil sich die Objekte im Vordergrund des Bildes mehr verschieben als diejenigen im Hintergrund, entsteht eine Illusion von Tiefe, die allerdings mit herkömmlichem 3D wenig gemeinsam hat. Wie das aussieht, zeigt die Minox-Website. Ob sich dieses Wackelprinzip durchsetzen wird, ist fraglich. Die Minox PX3D ist frühestens im Sommer 2011 serienreif.

Sony wiederum hat bisher keine Kamera mit zwei Objektiven im Programm, sondern behilft sich bei seiner neuen NEX-Reihe und einigen hochwertigen Kompakten mit einem Softwaretrick: Eine neuartige "Sweep Panorama"-Funktion destilliert aus Serienbildern, die bei einem Schwenk entstanden sind, automatisch ein 3D-Motiv.

Auf die Vorsätze kommt es an

Nicht nur digitale Fotoapparate werden 3D-fähig: Panasonic hat einen ersten stereoskopischen 3D-Camcorder im Gepäck. Der HDC-SDT750 sorgt mit einer Aufsatzlinse, die aus einem Objektiv zwei macht, für echtes 3D-Material zu einem bezahlbaren Preis: 1400 Euro. Auf die Idee, durch spezielle Vorsätze herkömmliche Kameras für die dritte Dimension fit zu machen, sind inzwischen auch Hersteller von Objektiven und Zubehör, zum Beispiel Loreo mit der "3D Lens in a Cap", gekommen.

Alle diese neuen Geräte, die Amateurfotografen und Hobbyfilmer in die dritte Dimension locken wollen, haben übrigens ein Feature, das häufig übersehen wird: Man kann mit ihnen auch ganz normale Bilder machen. Flach, in 2D.

Lesen Sie dazu auch bei unserem Partner in der Schweiz, 20 Minuten Online: "Alle Trends der Photokina in Köln"

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.