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Fingerabdruck-ID: Wie die NSA die Vernetzung der Welt beendet

Unverdrossen preist die Digitalindustrie Dienste an, wie Apple die Fingerabdruck-Identifikation. Als gäbe es keine NSA, die einem mit ihrer Schnüffelei jede Freude über die schöne, neue Welt vergällt.

Ein Kommentar von Niels Kruse

Neulich war ich auf der Suche nach einer Fechttasche. Selbst in einer Großstadt wie Hamburg kein leichtes Unterfangen, wie ich erstaunt feststellen musste. Für diesen Fall hätte ich mir die Funktion der seit vielen Jahren angekündigten hyperlokalen Suche gewünscht: Ich gebe in eine Suchmaschine "Fechttasche" ein, und unterwegs meldet mir mein Telefon über die GPS-Anbindung Geschäfte in der Nähe, die mein Wunschbehältnis führen. Wäre ich jetzt noch im Besitz des neuen iPhone 5S mit Fingerabdruckfunktion#, hätte ich nicht mal mehr Geld dabei haben müssen. Denn durch die biometrische Identifikation soll es möglich sein, bargeld- wie scheckkartenlos zu bezahlen. Neue, praktische Welt. Nur schön ist sie leider nicht.

Seitdem Edward Snowden begonnen hat, das Ausmaß der weltweiten Schnüffeleien von NSA, GCHQ und Konsorten offenzulegen, ist mir der Appetit auf die schöne, neue Vernetzungswelt gründlich vergangen. Dazu braucht es längst nicht mehr die scheibchenweisen Enthüllungen, die Woche für Woche offenbaren, welche Dienste und Plattformen jetzt schon wieder von den Geheimdiensten nach Gutdünken durchstöbert werden. Jeder weiß oder ahnt es zumindest: Das noch so privateste Byte ist einseh-, nachvollzieh- und analysierbar. Auch dank der Hilfe sämtlicher großer Unternehmen, ob sie nun Google, Facebook, Microsoft oder Apple heißen.

Wie reagiert die Industrie auf die Datenbedenkenträger?

Der schlechte Witz dabei ist, dass genau diese Firmen mit ihren Produkten und Diensten unverdrossen so tun, als würden sie nur das Leben ihrer Kunden erleichtern wollen. So komfortabel die Versprechen der Netzindustrie auch klingen mögen - wer überlässt denn noch ruhigen Gewissens intimste Fotos, geheime Bankdaten oder sämtliche Passwörter irgendwelchen Servern, die dort stehen, wo sonst der Pfeffer wächst? Apples Fingerabdruck-Identifikation ist nur der neueste Streich. Natürlich beteuert der Handybauer, dass die Daten zugriffssicher im Telefon versteckt seien. Was sollen sie auch sonst sagen? Und vielleicht stimmt das Sicherheitsversprechen sogar. Nur wer sagt denn, dass nicht irgendwann beschlapphütete Männer in Cupertino an die Tür klopfen und auf Herausgabe dieser Daten insistieren?

Das Schlimme ist: All diese Vernetzungsspielerein – ob Cloud-Dienste, Musikerkennung, RFID-Chips für kassenloses Einkaufen, Internetfernsehen, Skype, biometrische ID-Kennungen, GPS-Ortungen und was da auch in Zukunft immer noch kommen mag – sind alles fantastische Ideen, über die man glücklich sein könnte. Wenn einem die Freude nicht durch die absolute und unfreiwillige Transparenz völlig vergällt werden würde. Man muss nicht einmal einer dieser Datenschutzhysteriker sein, um zu erahnen, dass irgendwann auch die Hersteller der schönen, neuen Technikwelt auf mögliche Bedenken reagieren müssen. Vielleicht werden bis dahin die staatlichen Schnüffelbehörden an die Kandare genommen. Vielleicht denken sich die Firmen auch echte Hochsicherheitslösungen aus. Vielleicht hören sie aber auch einfach auf, innovativ zu sein. Und dann lesen wir in ein paar Jahren Überschriften wie: "Wie die NSA einst die Vernetzung der Welt beendete."

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.