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Neue Strategie: So wurde Microsoft wieder wertvoller als Apple

Microsoft hat Apple als wertvollsten Konzern der Welt abgehängt. Für den Erfolg des Windows-Hersteller gibt es mehrere Gründe. Abschreiben sollte man Apple aber noch nicht.

Microsoft-Chef Satya Nadella hat derzeit allen Grund zur Freude

Microsoft-Chef Satya Nadella hat derzeit allen Grund zur Freude

DPA

Der Kampf um den Thron ist eröffnet: Anfang der Woche hat Microsoft erstmals seit acht Jahren Apple als wertvollstes Unternehmen der Welt abgelöst - zumindest für ein paar Sekunden. Der iPhone-Hersteller holte sich kurz darauf den Titel zurück, doch seitdem blickt die Technikwelt gespannt an die Spitze der Börsenwelt. Kommt es zu einer dauerhaften Wachablösung?

Microsoft ist derzeit 852 Milliarden US-Dollar wert, Apple liegt bei 858 Milliarden. Das Kopf-an-Kopf-Rennen hat zwei Ursachen: Microsoft gelang in den letzten Jahren ein bemerkenswertes Comeback, zugleich profitiert der Windows-Hersteller von einer aktuellen Schwächephase bei Apple.

Darum sinkt der Kurs von Apple

Anfang August war Apple noch auf dem Zenit: Als erstes US-Unternehmen überhaupt knackte der Konzern die Marke von einer Billion Dollar. Seitdem ging der Börsenkurs jedoch nach unten, unter anderem wegen Berichten aus Zulieferkreisen, dass sich die aktuellen iPhone-Modelle angeblich nicht so gut verkaufen wie erhofft. Zwar gab das Unternehmen mittlerweile bekannt, das iPhone XR sei der momentane Bestseller. Konkrete Zahlen wurden jedoch nicht genannt. Wie die Situation wirklich ist, lässt sich erst im Frühjahr erahnen, wenn der Konzern die nächsten Quartalszahlen verkündet.

Zugleich sorgten sich Anleger über die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, dass Apple unter möglichen US-Strafzöllen auf iPhone-Importe aus China leiden könnte. Der Gewinn könnte allein dadurch um bis zu vier Milliarden US-Dollar sinken.

Darum legt Microsoft immer weiter zu

Doch Microsofts Erfolg ist nicht nur mit der schwächelnden Konkurrenz zu erklären. Seit Satya Nadella im Februar 2014 das Ruder übernahm, fährt das Unternehmen einen neuen Kurs. Der Wechsel an der Spitze konnte kaum kontrastreicher sein: War der vorherige Chef Steve Ballmer für seine lauten, zuweilen krawalligen Auftritte bekannt, ist Nadella eher ein Mann der leisen und überlegten Töne, der auch viel von der Technik hinter dem Business versteht. Er ist ein Bastler, kein klassischer Manager wie Ballmer. Mit Erfolg: Die Umsätze kletterten in den letzten Quartalszahlen um 19 Prozent auf 29,1 Milliarden US-Dollar, der Gewinn stieg im Jahresvergleich um ein Drittel auf 8,8 Milliarden.

Nadella fokussiert sich jedoch auf neue Sparten. Zwar wird der Großteil des Umsatzes nach wie vor mit der klassischen PC-Sparte mit dem Windows-Geschäft erwirtschaftet. Hier stieg der Umsatz zuletzt um 15 Prozent auf 10,7 Milliarden US-Dollar. Damit macht das einstige Kerngeschäft aber nur noch etwas mehr als ein Drittel der Einnahmen aus. Denn andere Unternehmensbereiche legen deutlich schneller zu: Die Surface-Sparte verzeichnete dank des neuen Surface Go ein Plus von 14 Prozent auf 1,2 Milliarden. Das Ende 2016 übernommene Online-Karriereportal LinkedIn steigerte die Erlöse um 33 Prozent.

Der größte Wachstumsmotor ist jedoch das lukrative Cloud-Geschäft. Die Azure-Plattform, mit der Unternehmen ihre Websites, Apps und Daten verwalten und Zugriff auf eine fortschrittliche Künstliche Intelligenz erhalten, verzeichnet bereits seit Jahren hohe Umsatzsprünge. Zuletzt ging es um 76 Prozent nach oben. Mit Azure konkurriert Microsoft vor allem mit Amazons Marktführer AWS  (Amazon Web Services) und den Cloud-Diensten von Google. Insgesamt legte die Intelligent-Cloud-Sparte um 24 Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar zu. Sollte das Wachstum ähnlich rasant bleiben, dürfte Microsoft in den nächsten Jahren mehr mit seinen Cloud-Diensten als mit der klassischen PC-Sparte verdienen. Auch die Büro-Software "Office 365" verkauft sich prächtig: Sie legte im abgelaufenen Quartal um 36 Prozent zu.

Apple vs. Microsoft - wer macht das Rennen?

Beide Unternehmen verfolgen verschiedene Strategien. Apple verdient den Löwenanteil des Umsatzes mit Hardware, genauer: dem iPhone. Das Telefon spült mehr als die Hälfte der Gewinne in die Kassen. Außerdem gibt es noch den Mac, das iPad, die Apple Watch sowie weitere Geräte wie die AirPods und den Apple TV. Mit dem Verkauf von Hardware sind hohe Margen möglich, allerdings garantieren sie keinen regelmäßigen Geldstrom.

Microsoft fährt einen ganz anderen Ansatz: Die Redmonder setzen auf Software und Cloud. Nadella will die Infrastruktur für andere Unternehmen bieten, die Bürosoftware Office wird deshalb auch für Apple-Geräte angeboten. Das sorgt für niedrigere, aber regelmäßige Gewinne. Mit der Spielekonsole Xbox, der Cloud-Sparte, dem populärsten PC-Betriebssystem und diversen Büro-Diensten ist Microsoft auch sehr breit aufgestellt.

Die Zukunft ist Software

Analysten zufolge ist der Smartphone-Markt allmählich gesättigt, das dingliche Telefon verliert an Bedeutung. Die Software selbst rückt in den Mittelpunkt, was Unternehmen wie Google und Microsoft zugutekommt, die ihre Dienste plattformübergreifend bereitstellen. Das weiß auch Tim Cook. Der Apple-Chef baut seit einigen Jahren die Services-Sparte aus, will also mehr Geld mit Abonnements für Apple Music oder der iCloud verdienen. Im kommenden Jahr soll ein eigenes Angebot von Filmen und Serien starten. Bislang hat das Services-Geschäft aber nicht in Ansätzen die Bedeutung der Hardware-Verkäufe

Für einen Abgesang auf Apple, wie er mancherorts zu lesen ist, ist es dennoch zu früh. Der Konzern hat Bargeldreserven von mehr als 250 Milliarden US-Dollar, ist also ohne Probleme in der Lage, sich fremde Unternehmen einzuverleiben. Zudem ist die aktuelle Börsenentwicklung nur eine Momentaufnahme, die im Wesentlichen von den kurzfristigen Erwartungen der Anleger abhängt. Apple hat in seiner mehr als 40-jährigen Geschichte jedoch schon mehrfach bewiesen, dass der Konzern sich transformieren kann. So wie es auch Microsoft vor einigen Jahren gelang. Der Kampf um die Spitze dürfte auch in den nächsten Jahren noch spannend bleiben.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.