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Neue Akku-Technologie Firma verspricht: Schon nächstes Jahr laden wir Smartphones in 5 Minuten

1. Zu früh aufladen Wer schon bei 50 Prozent oder gar 70 Prozent Ladestand das Handy an die Steckdose stöpselt, schadet dem Akku. Am besten ist es, wenn der Akku-Status weniger als die Hälfte beträgt.    2. Zu spät aufladen Der größte Mythos: Ein Akku soll erst aufgeladen werden, wenn er fast leer ist. Richtig ist aber: Ein Handy sollte immer rechtzeitig – bei 20 oder 30 Prozent – angeschlossen werden. Der Grund: Lithium-Ionen-Akkus sind in den meisten Smartphones vorhanden. Wenn sie nicht ausreichend mit Energie versorgt werden, sind sie sehr schwankungsanfällig.   3. Unregelmäßig aufladen Der Akku funktioniert am besten bei 30 bis 70 Prozent. Deshalb ist es besser für Smartphones, den Akku mehrmals täglich aufzuladen.   4. Handy im Bett aufladen Das sollten Sie sofort vergessen. Es ist nicht nur schädlich für Ihr Handy, sondern auch lebensgefährlich. Beim Aufladen des Smartphones entsteht Wärme, die durch Kopfkissen oder Bettdecke nicht ausgeglichen werden kann. Das Überhitzen des Akkus kann zu einem technischen Defekt und im schlimmsten Fall sogar zu einem Brand führen.    5. Extreme Temperaturen Der Akku im Handy ebenso wie im Lautsprecher kann bei extremen Temperaturen nicht funktionieren. Das gilt für extreme Kälte und Wärme. In solchen Fällen muss der Akku mehr Leistung abliefern und der chemische Prozess wird dabei gestört.
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Mehr Akkuleistung - das ist das meistgewünschte Feature bei vielen Smartphone-Nutzern. Eine neue Technologie könnte nun das Mobiltelefon revolutionieren. Geräte sollen dann in nur 15 Minuten aufgeladen sein.

Jeden Tag muss das Smartphone an die Steckdose, wenn es gut läuft nur jeden zweiten. Daran hat man sich zwar gewöhnt, doch es bleibt ärgerlich. Und zumindest in naher Zukunft wird sich das nicht ändern. Zwar forschen weltweit Dutzende Forscher an Wunder-Akkus, die Laufzeiten bis zu einer Woche ermöglichen. Doch bis dahin heißt es: Kein Wochenendtrip ohne Ladekabel.

Doch wenn man schon laden muss, dann wenigstens schnell. Das verspricht das israelische Start-up StoreDot. Im Januar 2015 demonstrierte es seine FlashBattery auf der Hightech-Messe CES in Las Vegas. Gegenüber der BBC erklärte Unternehmenschef Don Myersdorf nun, dass er im ersten Quartal 2018 mit der Produktion loslegen kann.

"Wir werden ein Smartphone in fünf Minuten laden"

Seine Batterien seien in der Lage, besonders schnell Ionen von der Anode zur Kathode zu transferieren und damit den Akku aufzuladen. Dafür nutzte er Nanomaterialien, die besonders kleine Strukturen und eine organische Zusammensetzung hätten. Genaue Details sind bislang nicht bekannt. Derzeit seien die Prototypen noch dicker als herkömmliche Smartphone-Batterien, das Problem lässt sich Myersdorf zufolge aber lösen. "Wir werden ein Smartphone in fünf Minuten laden", erklärt er der BBC.

Ben Wood, Technologie-Analyst bei CCS Insight, zweifelt noch an der Marktreife der Technik. "Meine Erfahrung zeigt mir, dass ich immer skeptisch bleiben muss." Vor allem Hitze sei häufig ein Problem bei Akkus. Die Folgen können verheerend sein, wie etwa Samsungs Skandal mit dem Galaxy Note 7 zeigte. Zahlreiche Galaxy-Smartphones explodierten, in der Folge durfte das Telefon in Flugzeugen nicht mehr eingeschaltet werden, am Ende wurde es zurückgerufen.

Wer löst das Batterie-Problem?

Sollte die Batterie aber so gut sein wie das israelische Start-up verspricht, wäre es ein echter Game-Changer. Wer das "Batterie-Problem" löse, könne die Unterhaltungselektronik entscheidend beeinflussen, erklärt Tech-Analyst Ben Wood.

Auch andere Unternehmen arbeiten an Schnellladetechnologien. Samsung stellte etwa im November sein Quick-Charge-4-System vor, das fünf Stunden Akkulaufzeit nach nur fünf Minuten Ladezeit ermöglicht.

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cf

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