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Militärparade in Peking: Hyperschallwaffe DF-ZF: China zeigt seinen tödlichsten "Flugzeugträger-Killer"

70 Jahre Volksrepublik, da demonstriert Peking militärische Stärke. Vor allem der Hyperschallgleiter DF-ZF ist eine ernsthafte Gefahr für die Flugzeugträger der USA.

DH-ZF auf LKW

Bei Militärparaden demonstriert die chinesische Führung gern ihre Stärke. Einerseits durch die schiere Menge des aufgebotenen Personals und Materials, aber vor allem, weil dort hochmoderne Waffensysteme gezeigt werden. In der Masse ist die Volksarmee immer noch nicht modern ausgerüstet. Mit der fortgeschrittenen Technik kann Peking zeigen, wie das Land den bisherigen Vorsprung der USA wettmacht, beziehungsweise die führende Militärmacht des Westens bereits überholt hat.

"Keine Macht der Welt kann uns aufhalten", heißt es dann auch auf der Parade zum 70-jährigen Bestehen der Volksrepublik.

Protz mit Waffen

So wurde in Peking der Stealth-Jet J-20 gezeigt. Dieser Fighter, der nicht vom Radar geortet werden kann, ist das erste einsatzfähige Tarn-Flieger, der außerhalb der USA gebaut wurde. Hier zieht China langsam nach. Ähnliches gilt für die größte Rakete der Parade: Die Dong Feng 41 (Ostwind) ist 21 Meter lang. Die Interkontinentalrakete kann die USA erreichen und mit bis zu zehn Atomsprengköpfen bestückt werden. Es ist ein moderneres System als die vergleichbaren Waffen der USA. Die Dong Feng 41 benötigt nicht unbedingt ein Start-Silo, sie kann von mobilen Startrampen aus eingesetzt werden. Dadurch wäre sie im Ernstfall sehr viel schwerer aufzuspüren als stationäre Systeme.

DH-ZF auf LKW

Chinas "Carrier Killer" wurden durch Peking gefahren.

AFP

Bedrohung Hyperschall

Doch eine ganz andere Waffe bedroht die Übermacht der USA weit stärker: der DL-ZF. Auf der Parade wirken die Gleiter geradezu unscheinbar. Sie sehen aus, als hätte man eine Drohne auf einen Lkw gepackt. Doch die DL-ZFs gehört zu einer ganz neuen Generation von Waffen, die Hyperschallgeschwindigkeit - also mehr als die fünffache Schallgeschwindigkeit - erreichen. Derzeit besitzen nur Russland und China einsatzfähige Waffen dieser Art. Der ZF-Gleiter wird von einer konventionellen Rakete vom Typ DF-17 gestartet und auf Tempo gebracht. Sein eigenes Staustrahltriebwerk benötigt eine gewisse Geschwindigkeit, um eigenständig arbeiten zu können. Derartige Waffen brauchen einen Starter oder sie werden wie die russische Kh-47M2 Kinzhal von einem Flugzeug aus abgefeuert.

Prototypen des China-Gleiters sollen zehnfache Schallgeschwindigkeit - also mehr als 12.000 Stundenkilometer - erreicht haben. Diese Waffen wurden von China und Russland entwickelt, um den amerikanischen Raketenschutzschild zu überwinden. Sie sind viel zu schnell, um von einer Abfangrakete eingeholt zu werden. 

Als Flugzeugträger-Killer entwickelt

Der DL-ZF-Gleiter kann atomar und konventionell bestückt werden. In den USA wird er als "Carrier-Killer" bezeichnet, weil er den Verteidigungsschirm einer Trägergruppe mühelos durchbrechen kann. Wegen seiner hohen Geschwindigkeit könnte er nur von einem Laser abgefangen werden. Der Gleiter soll auch bei hoher Geschwindigkeit voll manövrierfähig bleiben. Der DL-ZF-Gleiter ist dabei auch ein Vorteil im Krieg der Rüstungsdollar. Viele Militärprogramme, die den globalen Anspruch der USA infrage stellen, haben eine gemeinsame Idee: Relativ günstige Systeme neutralisieren sehr teure Waffen der USA.

Beim Design des Gleiters sind offenbar noch Verbesserungen möglich. US-Experten glauben, dass die Form noch nicht endgültig ausgereift sei. Sie nehmen an, dass die Rechenkapazität der chinesischen Supercomputer derzeit noch nicht für eine optimal Formgebung ausreiche.

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