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Nachfolger der SR-71 Blackbird: Boeing will das schnellste Kampfflugzeug der Welt bauen

Wer schneller zuschlägt, wird siegen. Daher arbeiten alle Supermächte fieberhaft an Hyperschall-Waffen, gegen die es derzeit keine Gegenwehr gibt. Nun hat Boeing das Modell eines super-schnellen Jets vorgestellt, der auch Angriffsschläge durchführen kann.

Computergrafik des Boeing-Modells.

Computergrafik des Boeing-Modells.

Hyperschall-Waffen sollen die Welt des Militärs revolutionär verändern. Alle Supermächte arbeiten an Raketen, Gleitern und Jets, die fünffache Schallgeschwindigkeit und mehr erreichen sollen. Das sind immerhin mehr als 6000 Kilometer pro Stunde. Bei den Raketen scheinen Russland und China in diesem Rennen derzeit vorn zu liegen. Russland will die Angriffsrakete Zirkon schon 2018 in Dienst stellen – sie ist als Flugzeugträger-Killer konzipiert. 

Das Konkurenzmodell von Lockheed Martin.

Das Konkurenzmodell von Lockheed Martin.

Doch noch stammt das schnellste Flugzeug der Welt aus den USA – niemand hat bisher mit einem bemannten Jet die Geschwindigkeitsrekorde der SR-71 Blackbird brechen können. Allerdings wurde die SR-71 bereits 1998 in den Ruhestand geschickt. Weitgehend unbemerkt soll seitdem in den USA an einem Jet geforscht worden sein, der noch viel schneller als die Blackbird ist.

Boeing hat nun die ersten Konstruktionsdetails eines Demonstrationsflugzeugs gezeigt, das schneller als Mach 5 fliegen würde. Boeing setzt dabei auf eine neuartige Triebwerkskonstruktion, die Elemente einer Turbine und die eines Scramjet-Triebwerks vereint. Gezeigt wurde das Modell im American Institute of Aeronautics and Astronautics SciTech Forum in Orlando, Florida, wie das Fachblatt "Aviation Week Aerospace Daily" berichtete.

SR-71 Blackbird: Der schnellste Jet der Welt – jetzt im Ruhestand
Eisüberkrustete Nase einer SR-71.

Eisüberkrustete Nase einer SR-71.


Wettlauf zweier Firmen

Das Grunddesign von Boeing ähnelt dem bereits gezeigten Modell von Lockheed Martin. Beide Firmen konkurieren darum, einen Nachfolger für die SR-71 Blackbird zu bauen. Vermutlich soll es sich nicht allein um einen Aufklärer wie die Blackbird handeln, der neue Jet sollte auch als Angriffsflugzeug taugen. "Hyperschall-Flugzeuge, die mit Hyperschall-Raketen ausgerüstet werden, können in jeden Luftraum eindringen, der sonst von der Luftverteidigung gesperrt wird, um in weniger als einer Stunde an fast jedem Ort auf der Welt zuschlagen", sagt Brad Leland, Forschungsleiter bei Lockheed Martin. "Ich glaube, dass die USA an der Schwelle einer Hyperschall-Revolution stehen."


Dabei ist der Weg nicht einfach. Anders als frühere Versuchsflugzeuge wie die X-51 soll der Blackbird-Nachfolger aus eigener Kraft starten können. Versuchsflugzeuge haben die Probleme des Stautriebwerks bei niedrigen Geschwindigkeiten bisher mit einem Raketenbooster gelöst.

Auch Raketenwaffen können einfach eine Anschubrakete nutzen, um Tempo aufzubauen. Sowohl Boeing wie auch Lockheed Martin tüfteln nun an einem omnipotenten Triebwerk, das zuerst wie bei einem herkömmlichen Kampfjet mit einem Turbinenverdichter arbeitet und sich erst ab dreifacher Schallgeschwindigkeit in ein Stautriebwerk verwandelt. Lockheed Martin kann allerdings auf die Erfahrungen mit der SR-71 zurückgreifen.

Dominanz im Luftraum

Das Vorhaben ist auf jeden Fall anspruchsvoll, doch es würde die Luftherrschaft der USA auf Jahrzehnte zementieren. China und Russland sind gerade dabei, die ersten Stealth-Jets in Dienst zu stellen. Dabei ist es überaus fraglich, ob diese Flugzeuge auch nur die Leistungen der Lockheed Martin F-22 Raptor erreichen. Die F-22 wurde 2005 an die Truppe übergeben. Sollten die USA die Hyperschalltechnik mit einem Jet schnell meistern, hätten sie die Konkurrenten weit hinter sich gelassen. Dann wäre auch zu erwarten, dass China und Russland bei den Hyperschallraketen keinen echten Vorsprung besitzen, da das Flugzeugtriebwerk technisch noch weit anspruchsvoller ist. 

Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.