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Aufrüstung: Tu-22M3M – mit diesem alten Bomber will Putin die US-Träger zerstören

Die Tu-22M ist über vierzig Jahre alt und dennoch sollen sie den Kampf mit der Luftwaffe und der Marine der USA aufnehmen. Möglich macht das eine umfassende Modernisierung und ihr tödliches neues Waffenarsenal.

Neuer Langstreckenbomber Tu-160 M2: Russlands Luftwaffe setzt auf den modernisierten "Weißen Schwan"

Für nagelneue Bomber fehlt dem Kreml das Geld, also werden die alten modernisiert. Dazu zählen auch die Überschallbomber vom Typ T-22M. Die ersten Modelle wurden 1972 gebaut. Und dennoch soll dieser Dinosaurier den Kampf mit der mächtigen US-Airforce aufnehmen.

Der erste auf den neuesten Standard Tu-22M3M gebrachte Jet wurde nun aus der Werkshalle in Kazan gerollt. Während des Upgrades werden die Maschinen komplett zerlegt und dabei die gesamte Elektronik ausgetauscht. Angriffsgenauigkeit und Manövrierfähigkeit des Bombers sollen drastisch verbessert worden sein. Nun verfügt das Flugzeug über neue Navigations-, Kommunikations- und Zielgeräte, neue Systeme zur Kontrolle des Motor- und Kraftstoffverbrauchs sowie über radioelektronische Kampfmittel. Erstmals arbeitet auch eine künstliche Intelligenz an Bord des Jets, sie soll die Piloten selbstständig unterstützen.

Rollout der ersten  Tu-22M3M.

Rollout der ersten  Tu-22M3M.

Hersteller

"Die Fähigkeiten dieses Flugzeugs sind beeindruckend und allen ähnlichen ausländischen Einheiten weit überlegen", so Sergey Kobylash, Kommandant der strategischen Luftkräfte.

Insgesamt besitzt Russland noch 100 Tu-22M3 von ehemals 497. Bis 2020 sollen 30 Modelle modernisiert werden.

Alter Bomber mit modernsten Waffen

Danach wird der Bomber die neuesten Flotten-Zerstörer Russlands an Bord haben, darunter auch den Anti-Schiff-Marschflugkörper Kh-34. Die Besonderheit dieser Waffe: Wird die Kh-34 abgefeuert, nähert sie sich nicht direkt dem Ziel. Sie steigt in die Stratosphäre auf 40 Kilometer Höhe. Über dem Ziel stürzt sie im steilen Winkel zu Boden. In der Höhe von 40.000 Metern ist die Waffe unerreichbar für die amerikanischen Abwehrraketen. Im Sturz zum Boden erreicht sie Hyperschallgeschwindigkeit - auch dann ist sie derzeit nicht abzufangen. Die Reichweite soll 1000 Kilometer betragen.

Hyperschallrakete "Kinzhal" : Hier fliegt Putins neue Superwaffe durch die Luft

Schon zuvor wurde bekannt, dass die Tu-22M3M Bomber Kinzhal-Hyperschall-Raketen (Kh-47M2) tragen. Diese neue Kreml-Waffe wurde der Öffentlichkeit bereits vorgestellt. Damals hat ein Langstreckenkampflugzeug eine einzige Kinzhal getragen, der Bomber wird mehrere Systeme transportieren. Bei der Kh-47M2 handelt es sich um eine ballistische Rakete, die in der Luft gestartet wird. Die Reichweite soll mehr als 2000 Kilometer betragen. Die Kinzhal stößt dabei in den Geschwindigkeitsbereich jenseits der 10-fachen Schallgeschwindigkeit vor. Mit heutigen Abwehrwaffen lässt auch sie sich nicht stoppen.

Der Gegner sind die USA

Russland macht keinen Hehl daraus, dass die Modernisierung der strategischen Bomber auf die USA und nicht auf Bombeneinsätze wie in Syrien zielt. Die Hyperschallwaffen sind vorrangig als Flugzeugträger-Killer entwickelt worden. Dies bestätigte auch Alexander Konyukhov, Chef von Tupolev: "Die Hauptaufgabe der Tu-22M3M wird es sein, Luftkräfte zu bekämpfen, die von See aus operieren. Sie wird in der Lage sein, moderne Waffen und neue Anti-Schiffs-Raketen zu tragen. Dieses verbessert radikal und qualitativ die Möglichkeiten dieses Flugzeugs, abgesehen von den üblichen Aufgaben, die mit dem Einsatz eines Bombers verbunden sind."

Stealth-Eigenschaften besitzen die modernisierten Russen-Bomber allerdings nicht, hier sind die strategischen Bomber der USA weit voraus. Die Entwicklung von Stealth-Flugzeuge ist dem Kreml zu kostspielig. Dabei wird von russischer Seite immer wieder betont, Stealth sei auch nicht nötig. Sowohl Russland wie auch China behaupten, dass ihre Radaranlage die angeblich unsichtbaren Flugzeuge der USA inzwischen exakt aufspüren können.

Kampf der Rüstungsdollar

Hinzu kommt, dass die Machtpolitik der USA nach dem Zweiten Weltkrieg darauf beruhte, dass die extrem mächtigen und teuren Trägergruppen nicht erfolgreich angegriffen werden können. Ob das jemals so war, ist umstritten. Aber eine Situation, in der die Träger wie wehrlose Enten von Hyperschallwaffen versenkt werden könnten, kann das Pentagon nicht zulassen.

Tatsächlich ist die Modernisierung der Bomber auch ein Zug im Kampf der Rüstungsdollar. Hier will der Kreml mit einem begrenzten Kostenaufwand die USA zu massiven und teuren Gegenmaßnahmen zwingen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.