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Pannenbericht zur F-35: F-35 kaum einsatzbereit - 1000 Mängel plagen den teuersten Jet der Welt

Insgesamt wird das F-35 Programm 1600 Milliarden US-Dollar verschlingen. Doch zahlreiche Mängel halten den Vogel am Boden, sie listet ein neuer Bericht des Pentagons auf.

Die Lockheed Martin F-35 ist das neue Standardflugzeug der USA – ein Flugzeug soll mit angepassten Varianten möglichst viele Einsatzgebiete abdecken. So wollte man die Kosten dämpfen, tatsächlich wurde die F-35 aber das teuerste Flugzeug der Welt. Donald Trump versucht, die Stückkosten über den Export des Jets zu drücken. Während die USA zuvor sehr zurückhaltend beim Verkauf moderner Stealth-Jets waren, kennt "Dealmaker" Trump solche Hemmungen nicht. 

Bau und Erprobung laufen paralell

Der neueste Bericht des Pentagon wird die Exportaussichten nicht fördern. Er bestätigt den Ruf der F-35 als teuren Pannenjet. Tobert Behler, Chef der Test- und Überprüfungsabteilung des Pentagons, kann wenig Gutes berichten. Die Versuche des Herstellers, die Probleme der F-35 in den Griff zu bekommen, würden "stagnieren", lautet seine Zusammenfassung.

Da der Jet in der Erprobung bereits an die Truppe ausgeliefert wurde, ist seine Einsatzbereitschaft der entscheidende Wert. Und im Ernstfall könnte nur die Hälfte der F-35 abheben. Die Einsatzbereitschaft liegt "etwa bei einer 50-Prozent-Quote, bei der es keine bedeutende Verbesserung seit Oktober 2014 gegeben hat, trotz der zunehmenden Anzahl der Flugzeuge", so der Bericht.


Produkt reift beim Kunden

Wegen der enormen Verzögerungen in der 16-jährigen Entwicklungszeit des Jets wurde die problematische "Produkt reift beim Kunden"-Variante gewählt. Die letzten Prüfungen zur Ermittlung der tatsächlichen Kampfleistung werden voraussichtlich erst im Dezember 2019 abgeschlossen sein, sagte das Prüfungsamt. Mit diesen Tests soll ermittelt werden, ob die F-35 überhaupt die Anforderungen erfüllt. Dann sollen aber bereits mehr als 600 der geplanten 2.456 US-Jets gebaut worden sein. 265 wurden bisher ausgeliefert.

Stealth-Jet : Teuer, genial und voller Pannen - das umstrittene F-35 Projekt
F-35

Eine F-35 bei einem Testflug: In der Variante F-35A ist der moderne US-Tarnkappenjet nun einsatzbereit.


Es ist offenkundig, dass die F-35 nicht scheitern darf, allzu viel Geld wurde bereits ausgegeben. Insgesamt soll die Anschaffung des Jets 406,5 Milliarden Dollar kosten. Der Betrieb bis 2070 wird weitere 1,2 Billionen Dollar verschlingen.

So ist es auch zu erklären, dass der Bericht unzählige Mängel auflistet, die Airforce den Jet aber schon im August 2017 für "combat ready" erklärte. Damals sagte die Sprecherin der Luftwaffe, Heather Wilson: "Wir haben gerade 100.000 Flugstunden mit der F-35 hinter uns gebracht, und es läuft sehr gut. Auch wenn es Probleme gibt, sind wir bereit mit der F-35 in den Kampf zu ziehen."

1000 Fehlerquellen im Report

Hauptproblem ist die komplexe Software, die immer voller Fehler ist und trotz "massiver verbleibender Mängel" eingesetzt werden muss. Im kriegerischen Einsatz würde sie die F-35 massiv behindern. Die finale Version soll keine Bugs aufweisen, aber Mängel haben. Sie wird weiterhin "Defizite in den Fähigkeiten aufweisen, die die F-35 im Kampf gegen aktuelle Bedrohungen benötigt".

Hinzu kommen weiter Probleme von der Luftbetankung, über das Helm-Display des Piloten und den Einsatz der Bordwaffen. Die Reparatur der bereits gebauten Flugzeuge wird zudem durch ein fehlerhaftes Diagnosesystem verschärft, das "Ausfälle" von korrekt arbeitenden Baugruppen meldet. Die würden dann irrtümlich ausgebaut und zurück an den Hersteller geschickt.

Auch andere haben Probleme

Ohne Frage hat das komplexe Rüstungsprojekt mit massiven Schwierigkeiten zu kämpfen. Man sollte aber erwähnen, dass der russische Stealth-Jet Suchoi Su-57 – vorher als T-50 bekannt - auch unter langen Verzögerungen leidet. Im Staat Putins wird nur nicht jede Panne publik gemacht. Der Kreml geht allerdings deutlich sparsamer mit dem Geld um. Die Probleme der unausgereiften F-35 plagen eine ganze Flotte von Flugzeugen mit entsprechenden Kosten, während sich Moskau nur mit zehn Prototypen herumärgern muss. 

Wie unsichtbar ist Stealth noch?

Die eigentliche Gefahr für das F-35-Projekt liegt ohnehin nicht in einer fehlerhaften Software. Dieses Problem wird gelöst werden – irgendwann und zu hohen Kosten. Das wirkliche Dilemma liegt darin, dass die US-Streitkräfte vollkommen auf die Überlegenheit des Stealth-Konzepts setzen und für diese Tarnkappe sehr viele Einschränkungen in Kauf nehmen. Doch in den letzten Jahren haben China und Russland mehrfach betont, dass sie Stealth-Jets sehr wohl aufspüren können. Die Jets sind – und waren – nicht komplett unsichtbar. Die Frage ist nur, wie exakt spezielle Radaranlagen die Stealth-Jets anmessen können. Ein unbemerkter Überraschungsangriff ist gegen einen modern ausgerüsteten Gegner nicht möglich. Die USA hoffen, dass der Gegner die Jets nur sehr ungenau in einer Region verorten kann und kein Radarsignal erhält, dass eine Lenkwaffe ins Ziel leitet. Russen und Chinesen stellen die Lage genau anders da.  

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.