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Google Nexus 6P im Test: iPhone aufgepasst: Hier kommt das beste Android-Phone des Jahres

Mit dem Nexus 6P greifen Huawei und Google nach dem Android-Thron. Müssen sich Apple, Samsung und Co. warm anziehen? Wir haben es ausprobiert.

Nexus 6p

Das Nexus 6P hat ein sehr schickes, eigenständiges Design

Eigentlich hat Googles aktuelles Spitzenmodell Nexus 6P einen schweren Stand: 2015 war ein extrem gutes Smartphone-Jahr. Mit dem Samsung Galaxy S6 und dem LG G4 sowie natürlich dem iPhone 6s kamen hervorragende neue Premium-Geräte auf den Markt, die sowohl beim Design als auch bei der Performance punkten konnten. Die aktuelle Kamera-Technik der drei Spitzenmodelle sorgte ebenfalls für Aufsehen. Sie katapultierte die Smartphone-Fotografie in vorher ungeahnte Qualitäts-Sphären. Kann Google da überhaupt noch mithalten? Der stern hat es ausprobiert.

Die Nexus-Smartphones  dienen vor allem als Referenz für Googles Mobilsystem Android. In der Vergangenheit waren sie deshalb vor allem Preis-Leistungs-Hits, dieses Jahr hat sich Google aber mächtig ins Zeug gelegt und dafür einen neuen Partner ins Boot geholt. Erstmals lässt Google ein Nexus-Gerät vom chinesischen Riesen Huawei fertigen. Eine gute Entscheidung, wie sich jetzt zeigt. Dass es sich beim Nexus 6P um ein Premium-Smartphone handelt, bemerkt man, sobald man es das erste Mal in der Hand hält. Von der edlen Metall-Rückseite, über die Spitzen-Verarbeitung bis zum angenehmen Gewicht: Das Nexus 6P fühlt sich von vorne bis hinten extrem wertig an.

Nexus 6p

Auf der Rückseite ist der schnelle Fingerabdrucksensor

Schlichtes Design mit Kniff

Beim Design mischt Huawei Bekanntes mit eigenen Ideen. Die abgerundeten Ecken, die Metallrückseite und die schlichte Front hat man dieses Jahr schon bei einigen Smartphoes gesehen. Huawei setzt sie allerdings sehr schön um. Als Hingucker erweist sich der abgesetzte Kamera-Bereich. Während bei vielen Smartphones nur die Kamera selbst aus dem Gehäuse herausragt, besitzt das Nexus 6P im oberen Bereich eine abgesetzte Glasfläche, in der Kamera und Blitz untergekommen sind. Optisch erinnert das ganz leicht an ein Periskop. Doch während mir das Design auf den ersten Bildern überhaupt nicht gefiel, ist das im Alltag völlig anders. Zum einen ist die herausragende Fläche deutlich dezenter, als man zunächst glaubt, zum anderen verleiht sie dem Nexus 6P einen ganz eigenen Charakter und sieht - zumindest beim Anthrazit-farbenen Gerät - wirklich sehr schick aus.

Auch die Verarbeitung ist spitze. Während mir beim Test von Huaweis P8 im Frühjahr noch der schiefe USB-Anschluss den Eindruck verdarb, hat der Hersteller beim Nexus 6P alles richtig gemacht. Alles sitzt perfekt, Spaltmaße, Lichthöfe oder ähnliches gibt es keine. So kann Huawei wirklich ganz oben mitspielen.

Zur Stabilität muss man erwähnen, dass im Internet Videos kursieren, in denen das Nexus 6P mit wenig Aufwand in der Mitte durchgebrochen wird. Im Alltag war davon nichts zu spüren, das Smartphone wirkte immer robust und stabil genug. Nie hatte ich das Gefühl, dass es knacken könnte. Wer das Gerät also nicht vorsätzlich in der Mitte verbiegt, dürfte sich keine Sorgen machen müssen.

Tolle Technik

Technisch kann sich das Nexus 6P ebenfalls sehen lassen. Das 5,7 Zoll große Display ist sehr hell und mit seiner QuadHD-Auflösung von 12560 x 1440 Bildpunkten knackscharf. Die verwendete AMOLED-Technologie sorgt für starke Farben und tolle Kontraste und kann sich so auch mit den besten Displays der Konkurrenten messen. Unter der Haube sieht es ähnlich aus. Ob beim Spielen, Filmen oder Surfen: Der Achtkern-Prozessor Snapdragon 810 sorgte im Alltag stets für eine sehr flotte Bedienung. Die bekannten Überhitzungsprobleme wie etwa beim OnePlus 2 blieben aus. So cool wie das iPhone 6s ist das 6P unter Belastung zwar nicht, die Erwärmung bleibt aber völlig im normalen Rahmen.

Fast eine Nachtsichtkamera

Wirklich punkten kann das Nexus 6P bei seiner Kamera. Die löst mit 12,3 Megapixeln auf. Da die Pixel besonders groß ausfallen (Ultrapixel) und das 6P zudem  eine f2.0-Blende mitbringt, kann es besonders viel Licht einfangen. Und das merkt man. Denn während die Kamera tagsüber zwar tolle Bilder knipst, sind ihre echte Stärke Bilder im Halbdunkel. Das Nexus 6P kann immer noch jede Menge Details und Farbnuancen einfangen, wenn die Konkurrenten längst aufgeben müssen - und alles, ohne dafür auf den Blitz zu setzen. Einziger Schwachpunkt: Die Farben dürften vielen Fotografie-Fans einen Tick zu poppig ausfallen, das iPhone 6s oder das LG G4 schaffen es etwa, die Natürlichkeit besser zu bewahren. Letztlich ist das aber Geschmackssache.

Nexus 6P: Beispielfotos
Nexus 6p

Tagsüber macht das Nexus 6P detailreiche Bilder

Der dicke Akku enttäuscht

Der Akku fällt mit 3450 Milliamperestunden verhältnismäßig groß aus. Die meisten Premium-Smartphones bewegen sich immer noch um 3000 Milliamperestunden. Wer sich nun extrem lange Laufzeiten erhofft hat, wird aber enttäuscht: Wie bei anderen Smartphones dieser Größe ist spätestens am Abend des zweiten Tages Schluss, meist sogar vorher. Auf den zweiten Tag verlassen, sollte man sich also nicht. Für einen Tag dürfte es aber sogar bei Heavy-Usern reichen.

Android in Reinform

Wie oben bereits erwähnt, sind die Nexus-Smartphones Googles Referenz-Geräte für Android. Im Klartext heißt das: Auf ihnen läuft immer die aktuelle Version, aktuell ist das Android 6.0 mit dem Codenamen Marshmallow. Anders als Samsung und Co. verzichtet Google natürlich darauf, noch eine eigene Oberfläche darüberzustülpen. Es gibt also das pure Android. Das spart nicht nur Ressourcen, sondern sieht in der aktuellen Version auch noch wirklich schick aus. Und garantiert anders als bei den meisten anderen Android-Smartphones auch noch schnelle Updates.

Nexus 6p

Das Nexus 6P kommt mit dem aktuellen Android 6.0 Marshmallow

Mit der aktuellen Version kommt zudem noch ein angeblich besonders effizienter Energiesparmodus sowie die Möglichkeit, endlich händisch die Berechtigungen der Apps einzuschränken. Das mächtigste Tool gibt es aber nur, wenn man die Systemsprache auf Englisch umstellt: Mit "Now on Tap" wird Googles Schaltzentrale Google Now zum intelligenten Assistenten. Hält man dann etwa in einem Chat, einem Mail-Verlauf oder einer Internetseite den Homebutton gedrückt, analysiert Google Now den Inhalt - und bietet passende Aktionen und Informationen an. Sei es das Angebot, eine Erinnerung an die von der Frau geschickte Einkaufsliste anzulegen, oder Karten für den im Chat erwähnten Film zu kaufen. Wann "Now on Tap" auch auf Deutsch funktioniert, ist noch nicht bekannt.

Hoher Europreis

Noch gibt es das Nexus 6P in Deutschland nicht offiziell zu erwerben, der Konzern nimmt im eigenen Shop lediglich Vorbestellungen an. Der Preis liegt bei 649 Euro für 32 GB Speicher, 699 Euro für die Variante mit 64 GB, das Spitzenmodell mit 128 GB Speicher kostet 799 Euro. Der Speicher ist nicht erweiterbar, man muss sich also schon beim Kauf entscheiden.

Für ein Smartphone mit dieser Ausstattung geht der Preis in Deutschland zwar in Ordnung, wirklich günstig ist das Nexus 6P aber nicht - zumindest hierzulande. In den USA sieht das ganz anders aus: Dort haut Google sein neues Topgerät zu einem Kampfpreis von gerade einmal 499 US-Dollar (Etwa 460 Euro) raus. Kein Wunder also, dass sich die dortigen Android-Fans die Hände reiben. In Deutschland ist die Konkurrenz wie das LG G4 oder Samsungs Galaxy S6 dagegen schon zwischen 450 Euro und 500 Euro zu bekommen - und dadurch deutlich attraktiver.

Fazit: Das beste Android-Smartphone des Jahres

Mit dem Nexus 6P ist Huawei und Google eine echte Überraschung gelungen. Es stimmt tatsächlich fast alles: Das Smartphone wirkt sehr edel, ist toll gestaltet und verarbeitet und technisch voll auf dem Stand der Zeit. Die Kamera ist unter den besten am Markt, vor allem bei schlechtem Licht lässt sie die Konkurrenz wirklich alt aussehen. Mit dem puren Android 6.0 sind die neuesten Features an Bord, die oftmals Ressourcen-hungrige Hersteller-Oberfläche fällt weg.

Negatives gibt es wenig. Das Mehr an Akku war etwa nicht ausreichend bemerkbar. Klar, der Akku hält den ganzen Tag. Das große Fassungsvermögen und der Energiesparmodus hatten aber auch noch auf einen vollen zweiten Tag hoffen lassen. Auch, dass man den Speicher nicht erweitern kann, ist ärgerlich - vor allem, weil mit der neuen Android-Version auch eine bessere Integration von Speicherkarten Einzug gehalten hat.

Man muss aber klar sagen: Das ist Jammern auf hohem Niveau. Denn trotz der kleinen Macken ist das Nexus 6P gegenüber den Konkurrenten das mit Abstand stimmigste Android-Gesamtpaket und damit eine klare Kaufempfehlung. Trotz des höheren Europreises.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.