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diplomand: Diplomand des Monats: Sonja Wernicke

geb. geb.1972

Fachhochschule Düsseldorf

Betriebswirtschaftslehre

sonja_wernicke@yahoo.de

Zur Person:

Ich wurde am 24.07.1972 in Bangkok, Thailand geboren. Nach sechs Jahren asiatischer Luft begab ich mich wieder in den deutsch-

sprachigen Raum. Nach meiner Schulzeit arbeitete ich eine Zeit lang als Reitlehrerin in Österreich.

Mein BWL- und VWL-Studium absolvierte ich in acht Semestern in Konstanz, Montréal (Kanada) und Düsseldorf. Schwerpunkte meines Betriebswirtschaftsstudium waren Kommunikation und IT.

Während meiner Studienzeit absolvierte ich viele Praktika und Werkstudententätigkeiten, so zum Beispiel bei den Vereinten Nationen in Genf, am Ifo-Institut in München, bei der Firma HANIEL in Duisburg, der Firma LÓREAL in Düsseldorf, der PR und Werbe-Agentur Ogilvy Healthcare.

Meine Diplomarbeit schrieb ich bei PricewaterhouseCoopers und war als freie Mitarbeiterin für das Klaus Laib Consulting Team tätig. Mittlerweile arbeite ich als Beraterin bei einer der weltgrößten Consulting Firmen. Für meine Zukunft wünsche ich mir Zufriedenheit im Beruf und Zeit für meine Hobbys.

Auswirkungen der Liberalisierung des Energiemarktes auf die Angebotsformen großer Energieversorgungsunternehmen, insbesondere die Schaffung von elektronischen Marktplätzen, unter besonderer Berücksichtigung der IT-Unterstützung

Die Energiemärkte Europas und der USA befinden sich in einem nie da gewesenen Umbruch. Das unternehmerische Umfeld großer Energieversorger hat sich in kürzester Zeit grundlegend geändert:

Auf den bisherigen Märkten gab es in den meisten Staaten kaum Wettbewerb. Es herrschte eine regionale oder nationale Monopolstellung, die es den Abnehmern nicht gestattete, zwischen mehreren Stromlieferanten zu wählen. Die Befürworter des Status Quo behaupteten, dass der Elektrizitätssektor wegen seiner Besonderheiten nicht dem Wettbewerb ausgesetzt werden sollte. Die Versorgungssicherheit wäre gefährdet. Letztendlich konnten sich die Verfechter des freien Wettbewerbs mit Preisargumenten zu Gunsten des Verbrauchers durchsetzen.

Ausschlaggebend für die Liberalisierung des Energiemarktes in der EU war die Richtlinie Elektrizität von 1996 und die Richtlinie Gas von 1998, die den freien Wettbewerb ermöglichen sollten. Das Grundprinzip der sozialen Marktwirtschaft, der Wettbewerb, wird nun auch bestimmende Handlungsmaxime für die Energiewirtschaft.

Dieser hat in Deutschland zu einem deutlichen Einbruch der Betriebsergebnisse der Stromversorger geführt. So verzeichnete die E.ON AG Einbußen im Betriebsergebnis im ersten Halbjahr 2000 von einem Drittel auf 1,12 Mrd. Euro. Seit der Marktöffnung sind bei der RWE AG im Strommarkt die Preise im Geschäft mit Industriekunden um mehr als 50% und mit Weiterverteilern um mehr als 30% gefallen. Im Privatkundensektor waren Preisnachlässe von bis zu 15% zu beobachten. »Der deutsche Strommarkt ist mit einem Schlag zu einem der Wettbewerbsintensivsten der Welt geworden.«

Auch in anderen Regionen der Welt wird für die Elektrizitätswirtschaft ein neuer Ordnungsrahmen geschaffen. In den USA wurde der Wettbewerb durch das Bundesgesetz (Energy Policy Act, EPACT) 1992 auf der Großhandelsebene hergestellt.

Globalisierung und E-Business führen zusätzlich zu einem revolutionären Wandel der internationalen Märkte allgemein und damit auch der Energiemärkte. Neue strategische Ansätze der Energieunternehmen und neue Angebotsformen sind zwingend gefragt, denn sie sichern dauerhaft ein positives Betriebsergebnis und letztlich den Bestand der Unternehmen.

Im ersten Kapitel werden die verschiedenen Energiearten und die besonderen Eigenschaften von Strom vorgestellt.

Ebenso wird eine Definition der einzelnen Themenelemente vorgenommen, die einzelnen Richtlinien vorgestellt und die historische Entwicklung der Stromversorgung erläutert.

Im zweiten Kapitel werden die Länder Großbritannien, Schweden, Finnland, Norwegen, USA und Niederlande vorgestellt. Im Folgenden wird die Situation in Deutschland dargestellt. Reformen und Auswirkungen des Energiewirtschaftsgesetzes und die Verbändevereinbarung werden genauer beleuchtet.

Im dritten Kapitel wird näher auf die alten Angebotsformen großer Energieversorgungsunternehmen eingegangen.

Besondere Bedeutung kommt dabei den Fusionen der bisher acht größten Anbieter zu. Bisher war jedem Unternehmen ein Versorgungsgebiet zugeordnet. Nun hebt sich die Monopolstellung auf. Durch die vollständige Wahlfreiheit des Konsumenten und technische Innovationen ergeben sich neue Angebots- und Vertriebsformen. Durch Fusionen entstehen fünf neue Großunternehmen.

Im vierten Kapitel wird genauer den theoretischen Hintergrund neuer Marktformen eingegangen. Nach einer Definition und der Abgrenzung zu E-Commerce und E-Business werden verschiedene Theorien zur Rechtfertigung eines E-Marketplaces herangezogen, so z.B. das Coase-Theorem, der Baligh-Richartz-Effekt und die Kosten -Nutzen-Analyse.

Im fünften Kapitel wird praktisch auf die neuen Formen des Marktausgleichs eingegangen. Wobei hier besonderen Wert auf den Online-Auftritt der großen Stromanbieter, die Strombörsen in Frankfurt, Leipzig und international und den elektronischen Marktplatz gelegt wird. Die Stellung des E-Marketplaces in der Energiebranche und die Bewertung nach verschiedenen Kriterien in der E-Market-Evolution-Matrix wird vorgenommen.

Im sechsten Kapitel wird ein Projekt zur Erstellung eines E-Marketplaces der »enyco-AG« vorgestellt, wobei nach Beschreibung des Projektablaufs auf die Anforderungen an Programmierung und Schnittstellen zu bestehender Technologie eingegangen wird und die theoretische Kosten-Nutzen-Analyse praktisch angewandt wird.

Im Anhang finden sich Interviews mit RWE in Essen, der DGM in Düsseldorf, der enyco AG in Frankfurt, den Stadtwerken Düsseldorf, dem VDEW in Frankfurt und der WATT AG in Frankfurt wieder. Genaue Gesetzestexte zu Strom und Gasrichtlinien und Ausschnitte der Oracle-Programmierung des enyco-Marktplatzes schließen sich an.

I. Einleitung II. Hauptteil 1. Energie: Strom und Gas

1.1 Reichweite des Energiebegriffs

1.2 Das Produkt Strom

1.3 Das Produkt Gas

1.4 Ergebnis

2. Liberalisierung des Strommarktes

2.1 Gründe für die Liberalisierung

2.2 Ländervergleich

2.2.1 USA

2.2.1.1 Überblick über die USA

2.2.1.2 Kalifornien

2.2.2 Europa

2.2.2.1 England/Wales

2.2.2.2 Niederlande

2.2.2.3 Skandinavien

2.2.2.3.1 Norwegen

2.2.2.3.2 Schweden

2.2.2.3.3 Finnland

2.2.2.4 Deutschland

2.2.2.5 Übrige EU-Länder

2.3 Ergebnis Ländervergleich

3. Ausgelöste Veränderungsprozesse in Deutschland

3.1 Veränderungen bei den Unternehmen

3.2 Veränderungen bei den Produkten

3.3 Veränderungen bei den Vertriebswegen

3.4 Ergebnis

4. Theoretische Grundlagen von e-marketplaces

4.1 Allgemeine Definitionen, Abgrenzungen und Formen von e-marketplaces

4.1.1 Definition e-business und e-commerce

4.1.2 Definition e-marketplace

4.1.3 Horizontale und vertikale Marktplätze

4.1.4 Marktplatzformen

4.2 Ökonomische Gründe für den E-Marketplace

4.2.1 Das Coase-Theorem

4.2.2 Der Baligh/Richartz-Effekt

4.2.3 Die Kosten-Nutzen-Analyse

4.3 Ergebnis

5. E-Marketplaces- Neue Marktformen in der Praxis

5.1 Der Internetauftritt: Online-Marketing und E-Commerce

5.1.1 Analyse vorhandener Konzepte

5.1.2 Vertriebskanal Internet

5.1.3 Inhaltliche Gestaltung des Internet-Auftritts

5.1.4 Pricing von Internetangeboten

5.1.5 Online - Werbung

5.1.6 Vermarktungsstrategien

5.1.7 Web-Controlling

5.2 Elektronischer Marktplatz

5.2.1 E-Marketplaces in der Energiebranche

5.2.1.1 E-Marketplace-Vergleichs-Kriterien

5.2.1.2 Die E-Market-Evolution-Matrix

5.2.2 Deutsche Strombörsen im internationalen Vergleich

5.2.3 Die Strombörsen in Deutschland

5.2.3.1 Definition Börse

5.2.3.2 Rolle und Funktion der European Energy Exchange-Börse

5.2.3.3 Funktionen des börslichen Termin- und Spotmarkt

5.2.3.4 Unternehmenskonzept der European Energy Exchange Börse

5.2.3.5 Clearing an der European Energy Exchange Börse

5.2.3.6 Vorteile der European Energy Exchange Börse für die Marktteilnehmer

5.3 Ergebnis

6. »Enyco« ein typisches Projekt zur Erstellung eines E-Marketplaces in der Energiewirtschaft

6.1 Projektablauf

6.2 Anforderungen an Programmierung und Schnittstellen zu bestehender enyco Technologie

6.3 Anwendung des Kosten-Nutzen-Analyse-Modells auf das reale Projektergebnis

6.4 E-marketplaces für große Energieversorgungsunternehmen

6.5 Ergebnis

III. Schlussbetrachtung Literaturverzeichnis

I. Selbständige Bücher und Schriften

II. Beiträge in Sammelwerken

III. Aufsätze in Zeitschriften, Zeitungen und Berichten

IV. Gesetze und Kommentare

VI. Sonstige Quellen

VII. Internet

Abkürzungsverzeichnis Anhang Interviews Gesetzestexte Unternehmensauflistung Programmierung

Diplomarbeit: Auswirkungen der Liberalisierung des Energiemarktes auf die Angebotsformen großer Energieversorgungsunternehmen, insbesondere die Schaffung von elektronischen Marktplätzen, unter besonderer Berücksichtigung der IT-Unterstützung

Hochschule: Fachhochschule Düsseldorf

Institut: Wirtschaft

Fachbereich: Betriebswirtschaftslehre

Art der Arbeit: Diplom

Abgabe: September 2000

Bearbeitungsdauer: 3 Monate

Seitenzahl: 171

Note: 2,0

Preis: 423,72 ?

Preis für Studierende: 211,86 ?

Bestellnr.: 91202905

Inhaltsangabe

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