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Lebensmittelindustrie: Neues Fleischlabel der deutschen Supermärkte - warum das überfällig, aber nicht genug ist

Seit gut einer Woche erfahren die Verbraucher beim Schnitzel in der Kühltheke in den großen Supermärkten, wie die Tiere gelebt haben. Der Handel hat ein Fleischlabel eingeführt und kam der Politik damit zuvor. Aber ist das wirklich genug?

Fleischlabel

So sieht das Fleischlabel, das der Handel eingeführt hat, mit den vier Abstufungen zukünftig aus

Getty Images

Die großen Supermarktketten wie Edeka, Rewe, Aldi und Lidl führen eine einheitliche Kennzeichnung auf Verpackungen für Rind- und Schweinefleisch sowie Geflügel ein. Das neue Logo mit der Aufschrift "Haltungsform" soll Kunden auf einen Blick informieren, wie die Schlachttiere gelebt haben - mit vier Stufen, die mit dem gesetzlichen Mindeststandard beginnen.

Die Initiative geht vom Handel aus und kommt damit dem von
Bundesagrarministerin Julia Klöckner geplanten staatlichen Label zuvor, das erst ab 2020 bessere Tierwohl-Bedingungen anzeigen soll. "Ein Armutszeugnis für die Politik", sagt Food-Aktivist Hendrik Haase im Gespräch mit dem stern. "Die Politiker kommen in der Sache seit Jahren kaum vom Fleck. Die Ernährungspolitik hängt hierzulande, was die Auszeichnung von Tierwohl und artgerechter Tierhaltung angeht, leider Jahre hinter Verbrauchererwartungen zurück."

Edeka stellte seit Mitte März bereits seine Eigenmarkenartikel für Fleisch und Wurst schrittweise auf die neue Haltungskennzeichnung um. Auch Rewe, Aldi und Lidl verwirklichen bereits die Umstellung auf das neue einheitliche Layout. Das einheitliche System sieht nun vier Stufen vor: Die erste Stufe "Stallhaltung" entspricht lediglich den gesetzlichen Anforderungen. Fleisch, das mit der Stufe 2 - "Stallhaltung plus" - gekennzeichnet ist, sichert Tieren unter anderem mindestens zehn Prozent mehr Platz und zusätzliches Beschäftigungsmaterial. Stufe 3 namens "Außenklima" garantiert Tieren noch mehr Platz und Frischluft-Kontakt. Bei Stufe 4 ("Premium") haben sie außerdem Auslaufmöglichkeiten im Freien. Auch Biofleisch soll in diese Stufe eingeordnet werden.

Die Kunden haben das Recht zu wissen, wie die Tiere gelebt haben

Kritker ließen nicht lange auf sich warten: Die Verbraucherorganisation Foodwatch kritisierte die Kennzeichnung als "Mogelpackung". Sie gaukele Verbrauchern vor, sie könnten mit ihrem Einkauf die Zustände in den Ställen maßgeblich verbessern, sagte Foodwatch-Experte Matthias Wolfschmidt der Deutschen Presse-Agentur. Es gehe aber nur um formale Haltungsbedingungen. "Das garantiert nicht, dass es den Tieren gut geht."

Grünen-Ernährungsexpertin Renate Künast sagte: "Die Kunden haben bei jedem Stück Fleisch das Recht zu wissen, wie die Tiere gehalten wurden." Das Bundesministerium arbeite aber schon seit vier Jahren an einer freiwilligen Kennzeichnung. "Warten auf Godot, das macht der Handel nun nicht länger mit." Es sei gut, dass die Branche jetzt vorangehe und selbst eine Haltungskennzeichnung einführe.

Hendrik Haase äußert sich dem stern gegenüber kritisch: "Wer glaubt, das tiefgreifende Misstrauen der Verbraucher gegenüber der Fleischindustrie durch ein oder zwei neue Aufkleber auf anonymen Plastikpackungen zu verbessern, der denkt aus meiner Sicht zu kurz. Die Bemühungen greifen zu kurz, sind weder mutig noch zeitgemäß. Wo sind die wirklich innovativen Lösungen, die es mir als Kunde ermöglichen sofort herauszubekommen woher und aus welcher Haltung das Fleisch wirklich stammt?"

Man darf nicht nur kritisieren

Verbraucherschützerin Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg freue sich grundsätzlich über die Bereitschaft des Handels Fleisch nach Haltungsbedingungen zu labeln. "Es ist schön, dass es voran geht. Natürlich ist es immer leicht zu kritisieren, aber so kommt man auch nicht weiter", sagt Schwartau im Gespräch mit dem stern. "Der Handel hat den Aufschlag gemacht und ein einheitliches Label geschaffen, aber den Durchbruch für das Tierwohl, vermuten wir, wird es erst durch die staatliche Kennzeichnung geben, die auch staatlich kontrolliert werden wird." 

Für Food-Aktivist Haase, der auch eine Metzgerei betreibt, ist die Lösung für besseres Tierwohl und die Wertschätzung für gutes Fleisch nicht "Aufkleber auf einer anonymen Plastikverpackung". "Was wir brauchen, ist tatsächliche Transparenz von Acker bis Teller mit allen digitalen Möglichkeiten. Kunden müssen wieder lernen, was Qualität heißt. Die Politik und der Handel müssen noch mutiger werden."

Mit den neuen Fleischlabels des Handels und den staatlichen Bemühungen der Politik im kommenden Jahr ist zumindest ein Anfang getan. Dabei sollte es aber nicht bleiben. 

BBQ Brisket: Fleisch, das auf der Zunge zergeht
dsw mit DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(