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Integration geht durch den Magen: Warum diese Kochschule Vorurteile gegen Ausländer abbauen könnte

Eigentlich gibt es keinen besseren Weg sich einer fremden Kultur zu nähern als über das Essen. Das dachte sich auch eine junge New Yorkerin und gründete eine Kochschule. Die Kurse leiten Einwanderer bei sich zu Hause.

Damira Inatullaeva kocht usbekische Barak. Das sind kleine Klöße, gefüllt mit Hackfleisch und Zwiebeln. Inatullaeva ist Muslimin, sie lebt seit zwei Jahren in New York und arbeitet seit einigen Monaten für die "League of Kitchens", einer von der Lokalpresse als  "Vereinte Nationen des Kochens" gefeierten Kochschule. Das Konzept: Einwanderer bringen einer kleinen Gruppe bei sich in der Wohnung Küche und Kultur ihres Heimatlandes nahe.

Damira Inatullaeva kocht usbekische Barak. Das sind kleine Klöße, gefüllt mit Hackfleisch und Zwiebeln. Inatullaeva ist Muslimin, sie lebt seit zwei Jahren in New York und arbeitet seit einigen Monaten für die "League of Kitchens", einer von der Lokalpresse als  "Vereinte Nationen des Kochens" gefeierten Kochschule. Das Konzept: Einwanderer bringen einer kleinen Gruppe bei sich in der Wohnung Küche und Kultur ihres Heimatlandes nahe.

Im bunten Seidenkleid und mit Turban auf dem Kopf öffnet Damira Inatullaeva die Tür zu ihrer Wohnung. Die liegt im zweiten Stock eines Backstein-Appartementhauses in Borough Park im Süden New Yorks, einem von orthodoxen Juden geprägten Stadtviertel. Inatullaeva ist Muslimin, sie lebt seit zwei Jahren hier. Ihre Zwei-Zimmer-Wohnung ist spärlich eingerichtet, nur der Esstisch ist über und über vollgestellt mit Speisen auf grün-lila-geblümtem Geschirr. "Bei uns in Usbekistan ist es üblich, dass wir dem Besucher erstmal etwas zu Essen anbieten", sagt die 58-Jährige. "Und grünen Tee, die Tasse reichen wir mit einer Hand auf dem Herzen und nur halb gefüllt - sonst bedeutet es, dass man die Gäste schnell wieder verschwinden sehen will."

"League of Kitchens" – Kochkurse von Einwanderern

Auf einem Sofa am Tisch sitzen Dan und Jessica und nippen an ihren henkellosen Teetassen. Inatullaeva reicht ihnen einen runden Brotlaib. "Für uns Usbeken ist Brot sehr wichtig und dieses hier symbolisiert die Sonne. Brecht euch ein Stück ab - das in der Mitte bringt Glück." Fachmännisch inspizieren Dan und Jessica den Laib. Die beiden sind nach Borough Park gekommen, um von Inatullaeva usbekisch kochen zu lernen. Für den knapp sechs Stunden langen Kurs haben sie 165 Dollar (etwa 150 Euro) bezahlt. Inatullaeva arbeitet seit einigen Monaten für die "League of Kitchens", einer von der Lokalpresse als "Vereinte Nationen des Kochens" gefeierten Kochschule. Das Konzept: Einwanderer bringen einer kleinen Gruppe bei sich in der Wohnung Küche und Kultur ihres Heimatlandes nahe. 

Gegründet wurde das Unternehmen von Lisa Gross, Tochter einer koreanischen Einwandererin. Als sie ein Kind war, habe ihre koreanische Großmutter bei ihnen gelebt und immer köstliches koreanisches Essen für gekocht. "Aber immer wenn ich mitkochen wollte, wies sie mich an, für die Schule zu lernen", sagt Gross. Als sie später anfing, für sich selbst zu kochen, wollte sie koreanische Gerichte zubereiten, aber da war die Großmutter schon gestorben. "Also dachte ich: Wenn ich schon nicht mit meiner koreanischen Großmutter kochen lernen kann, vielleicht kann ich eine andere finden?"

Die heute 33-Jährige gründet die "League of Kitchens" und stellt als erstes eine koreanische Einwandererin ein. Inzwischen arbeiten insgesamt neun Frauen für Gross, unter anderem aus Japan, Argentinien, Trinidad, Griechenland und dem Libanon. Yamini aus Indien kochte sogar bereits mit Late-Night-Moderator Stephen Colbert, das Video wurde im Internet zehntausendfach angesehen. Schon haben sich ähnliche Firmen gegründet wie beispielsweise "Eat Offbeat", einen Lieferservice, der Flüchtlinge anstellt und sie Essen aus ihren Heimatländern kochen lässt.

 

Highlight in New York

Inatullaeva hat Jessica und Dan unterdessen in die Küche ihrer Wohnung in Borough Park gebeten. "Beeilt euch! Küchenmeister Damira kocht", steht auf ihrer roten Schürze. Sie habe schon alle anderen Kurse aus dem "League of Kitchens"-Angebot belegt, erzählt Jessica, während sie Zwiebeln schneidet. "Jedes mal war es das beste Essen aus der jeweiligen Region, dass ich je gegessen habe. Die Kurse sind ein Highlight meines Lebens in New York." Er koche zu Hause jeden Abend für sich und seine Freundin, sagt Dan. "Früher bin ich immer mit einem Freund usbekisch essen gegangen und wollte schon immer mal wissen, wie man das zubereitet."

Auf Inatullaevas Speiseplan stehen für diesen Tag unter anderem ein Rindergulasch namens Dimlama und Achik Chuchuk, ein Salat aus Zwiebeln und Tomaten. "Bei uns in Usbekistan sagt man, wenn man alleine isst, isst man mit dem Teufel, man muss teilen. Die Türen stehen immer auf und wir haben immer mehr Essen im Haus, zur Sicherheit, falls überraschend Gäste kommen." 

Inatullaeva ist eigentlich Ärztin, ihr Mann Geschichtsprofessor. Als der vor zwei Jahren eine Green Card gewinnt, entscheiden sie sich, in die USA zu ziehen, wo schon zwei ihrer Kinder leben. "Dann habe ich nachgedacht, was ich hier machen will. Medizin? Nein. Ich wollte das machen, was ich genieße - kochen, Gäste haben und mit ihnen essen. So bringt man Kulturen zusammen."

Damira Inatullaeva kocht usbekischen Boemjon-Salat, eine Art gekochter Salat aus Auberginen, Zwiebeln, Möhren, Tomaten, Dill und Koriander.

Damira Inatullaeva kocht usbekischen Boemjon-Salat, eine Art gekochter Salat aus Auberginen, Zwiebeln, Möhren, Tomaten, Dill und Koriander.

Es gibt kein amerikanisches Essen

Ursprünglich habe sie nach der Ankunft in den USA amerikanisches Essen kochen wollen, erzählt Inatullaeva. "Aber meine Freunde hier haben mich ausgelacht und gesagt: "Was meinst Du damit? Chinesisch? Italienisch? Es gibt kein amerikanisches Essen, höchstens Burger."" Dann sei sie in den Supermarkt gegangen, um amerikanisches Essen zu kaufen - "aber alles, was es dort gab, mochte ich nicht."

Inatullaeva rührt in einem Topf mit Boemjon, einer Art gekochtem Auberginensalat, holt dann eine Flasche Ketchup aus dem Kühlschrank und muss lachen. "Das hier ist ein Rezept von meiner Oma, aber ich habe es verfeinert - mit Ketchup. Vielleicht bin ich doch schon amerikanisiert."

Christina Horsten / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(