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Omikron-Welle Tim Mälzer drückt den Pausenknopf: Darum ist seine Bullerei erstmal dicht

Tim Mälzer
"Man stellt sich die Frage, wie ist die Gefährdung im Verhältnis zur Wirtschaftlichkeit", so Tim Mälzer.
© TVNOW / Severin Schweiger
Steigende Infektionszahlen und 2G plus: Der Hamburger TV-Koch Tim Mälzer zieht die Reißleine und legt eine Schaffenspause ein. Sein Restaurant bleibt erstmal zu.  

Tim Mälzer macht Schluss. Erstmal. Der Hamburger Koch drückt auf den Pausenknopf. Sein Restaurant im Hamburger Schanzenviertel, die Bullerei, wird vorerst keine Gäste mehr bewirten. In Anbetracht der wachsenden Infektionszahlen und der bevorstehenden 2G plus Regel, habe man sich entschieden, in einen Betriebsurlaub zu gehen, heißt es in einer Ankündigung, die der Koch auf Instagram teilte.

Das Team seines Restaurants sei nicht nur für "kulinarische Wohlgenüsse verantwortlich", sondern trage auch eine Fürsorgepflicht den Mitarbeitern und Gästen gegenüber, ist in dem Post zu lesen. Der Abschied auf Zeit soll rund drei Wochen dauern, Anfang Februar soll es bereits weitergehen.

Mälzer: "Größere Herausforderungen in der Gastronomie"

Dem "Hamburger Abendblatt" erklärte er, es handle sich um eine Entscheidung, die bereits vor dem Beschluss des Senats, die 2G plus-Regel auf die Gastronomie auszuweiten, gefallen sei. "Wir haben uns gesagt, wir wollen nicht mehr reagieren, sondern wir agieren." 

"Wir sehen in den kommenden Wochen größere Herausforderungen in der Gastronomie – auch angesichts der vorgesehenen Restriktionen, die wir sehr unterstützen", sagte er dem Blatt. Obwohl sich der Koch pro 2G plus aussprach, bemängelte er gleichzeitig, dass es derzeit noch zu wenige Schnelltestkapazitäten gebe. Zudem hätten Erfahrungen aus anderen Bundesländern gezeigt, dass die Testpflicht mit erheblichen Einbußen einhergehe.

"Man stellt sich die Frage, wie ist die Gefährdung im Verhältnis zur Wirtschaftlichkeit", so Mälzer. Auch unter seinen Mitarbeitern habe es bereits Infektionen gegeben. "Da haben wir uns jetzt entschieden, dass wir eine Ruhepause herstellen." Nach der "kurzen Schaffenspause", die am Sonntag startet, soll es in der Bullerei "mit vollem Elan, neuen Ideen und neuer Speisekarte" weitergehen. Und zwar mit einem "für alle auch wirklich erträglichen Hygiene-2-G-Plus Konzept".

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