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Nach Festnahme der Terrorverdächtigen: Mutmaßliche Al Kaida-Anhänger planten Blutbad

Neue Einzelheiten im Falle der verhafteten Terrorismusverdächtigen: Vor fünf Monaten begannen die drei Männer nach Angaben der Ermittler, die Tat zu planen. Wo der Anschlag hätte stattfinden sollen, stand noch nicht fest. Als die Männer begannen Sprengstoff herzustellen, wurden sie festgenommen.

Die drei mutmaßlichen Al-Kaida-Mitglieder aus Nordrhein-Westfalen hatten Busse oder Bushaltestellen als Anschlagsziel im Visier. Die drei hätten davon gesprochen, ohne sich jedoch auf ein konkretes Ziel festzulegen, sagte der Chef des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, am Samstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Mit einer mit Metallteilen gefüllten Bombe hätten die Beschuldigten, die Wurzeln in Marokko und dem Iran haben, möglichst viele Menschen töten wollen, erklärte der stellvertretende Generalbundesanwalt Rainer Griesbaum. Die Polizei habe zugeschlagen, als die drei mit der Gewinnung von Sprengstoff für einen Zünder begannen. Entwarnung gab Ziercke nicht, da die Gruppe im Auftrag der Al-Kaida in Afghanistan gehandelt habe, die Anschläge in Deutschland begehen wolle.

Gegen den mutmaßlichen Rädelsführer, den 29-jährigen Marokkaner Abdeladim El-K., wurde Haftbefehl erlassen. Er soll Anfang 2010 in einem Terror-Camp im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan eine Ausbildung im Umgang mit Waffen und Sprengstoff erhalten haben. Die beiden weiteren Beschuldigten, der 31-jährige Deutsch-Marokkaner Jamil S. sowie der 19-jährige Deutsch-Iraner Amid C., wurden am Nachmittag noch vom Ermittlungsrichter verhört, der über den Erlass von Haftbefehlen entscheidet. Ob bei den Durchsuchungen in Düsseldorf, Bochum und Essen Sprengstoff gefunden wurde, war noch nicht bekannt. Die drei Männer waren am Freitag in Bochum und Düsseldorf von Elitepolizisten der GSG 9 und Beamten des Bundeskriminalamtes festgenommen worden.

Abdeladim El-K. hat ein Elektrotechnikstudium abgebrochen und zählt nach Erkenntnissen der Ermittler zu einer Gruppe von Islamisten, die Al-Kaida spätestens seit Anfang 2010 für Anschläge in Europa ausbildete. Er habe weder Arbeit noch Hobbys oder private Kontakte gehabt. Nach der Ausbildung im Terror-Camp soll er im Frühjahr 2010 von einem hochrangigen Al-Kaida-Mitglied den Auftrag erhalten haben, in Deutschland einen Bombenanschlag zu verüben.

Im Mai 2010 sei Abdeladim El-K. nach Deutschland zurückgekehrt, um das Attentat vorzubereiten. Dort habe er die beiden anderen Beschuldigten eingebunden: Jamil S. sollte für Geld und falsche Papiere sorgen, während Amid C. sich um verschlüsselte Kommunikation kümmerte. Jamil S. sei für Zeitarbeitsfirmen als Elektriker tätig gewesen, Amid C. habe kurz vor dem Abitur gestanden.

Anschlagsvorbereitungen begannen im Dezember

Im Dezember 2010 hätten die drei mit den Vorbereitungen für den Anschlag begonnen, sagte Griesbaum. Sie hätten sich im Internet Anleitungen zur Herstellung von Sprengstoff und Zündern sowie Informationen über verschlüsselte Kommunikationswege besorgt. Außerdem hätten sie die Sicherheitsvorkehrungen an öffentlichen Gebäuden, Flughäfen und Bahnhöfen ausgespäht und nach Wegen gesucht, Chemikalien zur Sprengstoffherstellung wie Wasserstoffperoxid oder Aceton zu besorgen.

Zuletzt hätten El-K. und Jamil S. in einer Wohnung in Düsseldorf erfolglos versucht, einen Zünder für eine Bombe herzustellen. Auch wegen des Attentats in Marrakesch, das die Beschuldigten freudig begrüßt hätten, hätten die Ermittler sich dann zur Festnahme entschlossen. "Wir waren zu diesem Zeitpunkt einvernehmlich der Meinung, wir sollten jetzt zugreifen, bevor da etwas aus dem Ruder laufen könnte", sagte Ziercke.

Es hätten jedoch nicht alle Mitglieder der Gruppe festgenommen werden können. Eine viertes mutmaßliches Mitglied sei noch nicht identifiziert, sagte Ziercke. Er schätzt die Größe der Zelle auf mindestens acht Personen. Insgesamt seien sechs Objekte durchsucht worden, dazu gehörten auch die Wohnungen von drei Kontaktpersonen.

Für die Sicherheitslage in Deutschland gab Ziercke keine Entwarnung. Der mutmaßliche Auftraggeber El-K.'s plane seit spätestens Anfang 2010 mehrere Attentate in Deutschland, sagte er. Zu diesem Zweck soll er mehrere Islamisten rekrutiert, in einem Ausbildungslager in Waziristan ausgebildet und mit der Begehung von zwei Anschlägen in Deutschland beauftragt haben. Einige dieser mutmaßlichen Attentäter sollen sich wieder in Deutschland aufhalten. Eine Entwarnung für die Sicherheitslage in Deutschland könne er daher nicht geben, sagte Ziercke.

Reuters / Reuters
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.