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Ehemaliger Zoo des Drogenbarons 24 Flusspferde auf einstigem Anwesen von Pablo Escobar sterilisiert

In einem Gehege stehen mehrere Flusspferde, 24 von ihnen wurden nun sterilisiert
Escobar brachte einst zwei Flusspferde mit nach Kolumbien. Mittlerweile ist es vermutlich die größte Herde dieser Art außerhalb Afrikas – und die bringt Probleme mit sich.
© CORNARE / AFP
Pablo Escobar hatte einst den Grundstein für die vermutlich größte Flusspferd-Population außerhalb Afrikas gelegt. Doch die Tiere passen nicht in das dortige Ökosystem. Nun wurden erneut einige Tiere zeugungsunfähig gemacht.

Zu seiner Lebenszeit hatten sie Kult-Status, doch sie sind zu einem echten Problem geworden: In Kolumbien sind 24 weitere Flusspferde auf dem einstigen Anwesen des verstorbenen Drogenbarons Pablo Escobar sterilisiert worden.

Die Hippos hätten sich unkontrolliert vermehrt, erklärte die Umweltschutzorganisation Cornare am Freitag. Escobar hatte zwei Flusspferde sowie weitere exotische Tiere wie Giraffen, Zebras und Kängurus gehalten. Nach seinem Tod wurden alle Tiere verkauft - bis auf die Hippos. Diese pflanzten sich zu einer Herde von 80 Tieren fort.

24 Flusspferden sei anhand von Pfeilen ein Medikament namens Gonacon verabreicht worden, teilte Cornare weiter mit. Dabei handle es sich um ein Verhütungsmittel, das sowohl bei Männchen als auch bei Weibchen wirksam sei. Früher waren bereits elf andere Hippos mit herkömmlicheren Methoden sterilisiert worden.

Flusspferde sind großes Problem für das Ökosystem

Die vermutlich größte Flusspferd-Herde außerhalb Afrikas hatte zunehmend für Probleme gesorgt. "Die Anwesenheit dieser Tiere in einem Ökosystem, das nicht ihr eigenes ist, hat Folgen wie die Verdrängung der örtlichen Fauna", erklärte der Cornare-Mitarbeiter David Echeverri. Die Tiere hätten auch mehrfach Fischer angegriffen.

Escobar war 1993 von der kolumbianischen Polizei erschossen worden. Danach gab es Streit um sein 400 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Bogotá gelegenes Anwesen. Schließlich wurde dort der private Tierpark "Hacienda Nápoles" als Attraktion für Touristen geöffnet. 

pgo AFP

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