VG-Wort Pixel

Mysteriöse Krankheit Präsident bestätigt Fälle von Havanna-Syndrom unter US-Diplomaten in Kolumbien

Ivan Duque
Kolumbiens Präsident Ivan Duque bestätigte Krankheitsfälle mit dem Havanna-Syndrom im Umfeld von US-amerikanischen Diplomaten in Bogota
© Timothy A. Clary / AFP
Nach mehreren Krankheitsfällen in US-amerikanischen Botschaften auf der ganzen Welt sind nun auch in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá Fälle des sogenannten Havanna-Syndroms aufgetreten. Die USA verdächtigen Russland als Ursprung der merkwürdigen Krankheit.

Auch in der US-Botschaft in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá sind Fälle des sogenannten Havanna-Syndroms aufgetreten. Kolumbiens Präsident Ivan Duque bestätigte am Dienstag, dass auch in der US-Botschaft in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá Fälle des sogenannten Havanna-Syndroms aufgetreten sind. Zuvor hatte das "Wall Street Journal" einen entsprechenden Bericht veröffentlicht. "Natürlich haben wir Kenntnis von dieser Situation, aber ich möchte sie den US-Behörden überlassen, die ihre eigenen Ermittlungen durchführen, weil es um ihr eigenes Personal geht", sagte Duque bei einem Besuch in New York.

Havanna-Syndrom tauchte erstmal 2016 in Kuba auf

Dem "Wall Street Journal" zufolge sind in mindestens fünf Familien, die mit der Botschaft in Kolumbien in Verbindung stehen, Symptome der mysteriösen Krankheit aufgetreten. Die US-Vertretung in Bogotá ist eine der größten der Welt. Neben Berufsdiplomaten und Personal sind auch zahlreiche Geheimdienstagenten und Beamten der Drogenbekämpfungsbehörde dort stationiert.

Die ersten Fälle des "Havanna-Syndroms" waren 2016 bei Diplomaten in der kubanischen Hauptstadt aufgetaucht. Dutzende kanadische und US-Diplomaten sowie deren Angehörige in Kuba litten unter Gesundheitsproblemen wie Benommenheit, Müdigkeit und Kopfschmerzen sowie Hör- und Sehproblemen. Die Angelegenheit kam erst ein Jahr später ans Licht, als der damalige US-Präsident Donald Trump als Reaktion auf die Vorfälle die meisten seiner Diplomaten aus Havanna abberief.

Später kamen Fälle in China, Russland und den USA hinzu. Im Juli vergangenen Jahres schrieb das Magazin "The New Yorker" über mehr als zwanzig Fälle in Wien. Zuletzt berichtete das "Wall Street Journal" von Fällen unter US-Diplomaten in Deutschland.

Experten: Funkwellen mögliche Ursache für Symptome

Einem Bericht der Nationalen Akademie der Wissenschaften der USA zufolge ist "gezielte Energie von Funkwellen" die wahrscheinlichste Ursache für die Symptome. Dahinter könnte den USA zufolge Russland stecken.

US-Präsident Joe Biden hatte am Freitag ein Gesetz zur finanziellen Unterstützung von Opfern der mysteriösen Krankheit unterzeichnet. Das Havanna-Gesetz sieht finanzielle Entschädigung für Mitarbeiter des Außenministeriums und der CIA vor, die Hirnverletzungen erlitten haben.

Paketbote will keine Biden-Anhänger mehr beliefern – und wird gekündigt.

Sehen Sie im Video: Ein ehemaliger FedEx-Fahrer sorgte mit einem TikTok-Video für Aufregung. Darin gestand er, dass er Wähler von Joe Biden bei seinen Zustellungen ausgespart habe. Daraufhin wurde er gekündigt.

jus AFP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker