Am Timmendorfer Strand liegt weiter ein gestrandeter Buckelwal in der Ostsee, sein Schicksal ist ungewiss. Rettungsaktionen blieben ohne Erfolg. Alle Entwicklungen im stern-Newsblog.
An der schleswig-holsteinischen Ostseeküste kämpfen Dutzende Helferinnen und Helfer um das Leben eines Buckelwals. Das Tier ist auf einer Sandbank gestrandet und kann sich aus eigener Kraft nicht befreien.
Verfolgen Sie die Rettungsaktion im stern-Newsblog:
Wichtige Updates
Daniel Wüstenberg
„Wir werden alles versuchen, um das Tier zu retten“Sven Partheil-Böhnke, Bürgermeister Timmendorfer Strand
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Der Norddeutsche Rundfunk berichtet über weitere Details zur geplanten Rettungsaktion: Demnach soll ein Saugbagger unter dem Wal eine Schneise saugen, durch die das Tier dann in die Ostsee schwimmen könnte. Der Zeitplan sei ungewiss, heißt es weiter. Zudem sei das Wetter nicht ideal. Auch müsse der Wal erneut so gedreht werden, dass sein Kopf in Richtung des tiefen Wassers zeigt. Das war der Feuerwehr am Montag bereits einmal gelungen.
Der Saugbagger ist bereits vor Ort. Felix Koenig / Agentur 54 Grad / Imago Images
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Möglicherweise hat sich der Wal auch bewusst an die Stelle begeben, um sich auszuruhen. Es könne sein, dass das Tier dort seine letzte Ruhe finden will, weil es gemerkt habe, dass es ihm nicht gut geht, zitiert der Norddeutsche Rundfunk einen Sprecher von Sea Shepherd.
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Welche Walarten leben in der Ostsee? Warum kommen größere Walarten in die Ostsee? Wie groß und schwer werden Buckelwale? Diese und andere Fragen beantworten die Kollegen von Geo hier:
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Ein Symbol für die Vermüllung der Meere: Netze und Leinen, die von dem an der Ostsee gestrandeten Wal entfernt wurden.
Felix Koenig / Agentur 54 Grad / Imago Images
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Der in der Ostsee vor Timmendorfer Strand gestrandete Wal wird derzeit mit Hilfe einer Drohne von Forschern vermessen. Im Anschluss wollen sich die Experten dazu äußern.
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Neuer Rettungsversuch geplant
Es soll ein weiterer Versuch unternommen werden: Es werde geprüft, ob der Untergrund vertieft werden könne, damit der Wal sich freischwimmen könne, sagt die Direktorin des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW), Ursula Siebert, der Nachrichtenagentur AFP. Dafür würden die technischen Möglichkeiten geprüft.
ITAW-Direktorin Siebert schätzt die Situation verhalten positiv ein. Immerhin sei der Wal noch so agil, dass noch ein weiterer Rettungsversuch geplant werde, sagt sie. Wie die Aktion konkret aussehen solle, sei noch unklar, sagte Siebert. Denkbar sei etwa, Sand und Sedimente mit einem Baggerschiff abzutragen.
Der Wal liegt auch am Dienstagmittag noch vor dem Timmendorfer Strand. Felix Koenig / Agentur 54 Grad / Imago Images
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Tötung keine Option
Eine Tötung des in der Ostsee vor Timmendorfer Strand gestrandeten Wals, um ihn von möglichem Leiden zu erlösen, ist nach Angaben einer Expertin keine Option. Es gebe internationale Absprachen, was gemacht werden könne und wie, sagt Ursula Siebert, Leiterin des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) der Tierärztlichen Hochschule Hannover, der Nachrichtenagentur DPA.
Nach Angaben von Sea Shepherd handelt es sich bei dem rund zehn Meter langen Tier um einen Buckelwal, vermutlich ein junges Männchen. „Je größer der Wal ist, desto schwieriger wird das Ganze“, erklärt Siebert. Man sei damit immer wieder konfrontiert. „Nicht so häufig in der Ostsee, Gott sei Dank.“ Aber beispielsweise bei Pottwal-Strandungen im Wattenmeer oder Strandungen anderer Walarten in der Nordsee. „Und es ist einfach sehr, sehr schwierig, unter den Begebenheiten, die wir hier haben, einen Wal zu euthanasieren.“
Ein Problem seien der Waffeneinsatz und die nötigen Kaliber mit potenzieller Gefährdung für die Umgebung. Mit Blick auf die internationalen Absprachen sehe man da wenig Möglichkeiten in Deutschland, ebenso wie in Nachbarländern. Man sorge dann lieber dafür, dass die Tiere würdig und stressfrei sterben können, sagt Siebert.
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Die Karte zeigt die ungefähre Position des gestrandeten Wals weniger Meter vom Ufer entfernt:
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Die Rettungsmaßnahmen für den in der Ostsee vor Timmendorfer Strand gestrandeten Wal sind nach Angaben des Bürgermeisters Sven Partheil-Böhnke vereinzelt behindert worden. Er fordert Schaulustige auf, die Maßnahmen rund um das gestrandete Tier nicht zu stören.
Ein gestrandeter Wal gehöre normalerweise nicht zum Kerngeschäft der Gemeinde, sagte der Bürgermeister weiter. „Wir lernen noch dazu. Aber das Tier zu retten, hat die höchste Priorität.“ An Ostern sei in der Touristenregion fast alles ausgebucht – der Abtransport eines möglichen Kadavers könnte den „Wal-Tourismus“ noch mehr befeuern und die Arbeiten behindern. „Das wollen wir vermeiden“, betont der Bürgermeister.
Ein gestrandeter Wal gehöre normalerweise nicht zum Kerngeschäft der Gemeinde, sagte der Bürgermeister weiter. „Wir lernen noch dazu. Aber das Tier zu retten, hat die höchste Priorität.“ An Ostern sei in der Touristenregion fast alles ausgebucht – der Abtransport eines möglichen Kadavers könnte den „Wal-Tourismus“ noch mehr befeuern und die Arbeiten behindern. „Das wollen wir vermeiden“, betont der Bürgermeister.
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„Der Gesundheitszustand ist (...) nicht besonders gut. Von daher ist die Frage, was noch gemacht werden kann und was noch gemacht werden sollte“Carsten Mannheimer von der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd
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Daniel Wüstenberg
Die Polizei sorgt einem Sprecher zufolge in Kooperation mit der Kommune dafür, dass der Wal nicht von Schaulustigen gestört wird. Am Strand wurden dafür Bauzäune aufgestellt, auf dem Wasser patrouillieren Boote. Es sollen weitere Beratungen über Rettungsmöglichkeiten für das Tier stattfinden.
Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne) macht sich vor Ort ein Bild von der Lage. Felix Koenig / Agentur 54 Grad / Imago Images
„Erst einmal ist das ein sehr berührender Moment und ein sehr ernsthafter Moment (...) Und ich wünsche mir sehr, dass die Leute, die hier Urlaub machen, das auch anerkennen und Abstand halten von diesem Tier“Scheswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne)
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Daniel Wüstenberg
Helfer versuchen, einen gestrandeten Buckelwal von einer Sandbank in der Lübecker Bucht zu befreien. Die Hoffnung schwindet, da das Tier bereits sehr geschwächt ist. Eindrücke von den Rettungsaktionen im Video:
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Daniel Wüstenberg
Zustand verschlechtert sich
Der Zustand eines an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste gestrandeten Buckelwals hat sich verschlechtert. Auf dem Tier sei deutlicher Bewuchs als Folge einer Hautkrankheit zu sehen, sagt Carsten Manheimer von der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd der Nachrichtenagentur AFP. Die Krankheit sei vermutlich eine Folge des zu niedrigen Salzgehalts der Ostsee.
Mehr dazu lesen Sie hier:
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Daniel Wüstenberg
Vom Ufer aus sind seine Atemzüge zu hören, feine Wasserfontänen steigen aus seinem Blasloch auf. Auch an diesem Morgen liegt der am Vortag in der Ostsee vor Timmendorfer Strand gestrandete Wal weiterhin im flachen Wasser. Er bewegt sich kaum. Sein Schicksal berührt auch die Spaziergänger, die an diesem Morgen unterwegs sind.
„Der arme Kerl. Ich hoffe, er kann noch gerettet werden“Strandbesucher Stefan Stauch aus Scharbeutz
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DPA
wue