Chronik Katastrophen in der Zivilluftfahrt


Ein türkisches Passagierflugzeug mit mehr als 300 Menschen an Bord ist in Budapest notgelandet. Chronik der schwersten Unfälle mit Passagierjets in den letzten Jahren.

Bei Unglücken im Luftverkehr kommen weltweit jedes Jahr Hunderte von Menschen ums Leben. Nur selten enden Unfälle wie die schwere Bruchlandung eines Airbus der Air France Anfang August in Kanada glimpflich: In Toronto überlebten alle 309 Insassen. Wenige Tage später starben mindestens 16 Menschen, nachdem ihr Flugzeug auf dem Weg nach Tunesien vor Sizilien auf dem Wasser notlanden musste. Viele der 34 Passagiere wurden zwar verletzt, aber überlebten. Einige der schwersten Unfälle mit Passagierflugzeugen mit mehr als 100 Toten seit dem Jahr 2000:

16. August 2005 in Venezuela:

In Venezuela stürzt ein Flugzeug mit 160 Menschen an Bord abgestürzt. Der Funkkontakt zur Maschine war abgerissen, nachdem der Pilot Triebwerksprobleme meldete. Die meisten Passagiere an Bord der McDonnell Douglas - einem als zuverlässig geltenden Flugzeugtyp - waren Touristen.

14. August 2005 in Griechenland:

Eine führerlose Passagiermaschine aus Zypern kreist über eine Stunde am Himmel - und stürzt dann in Grammatiko bei Athen ab. Bei der Suche nach den Ursachen vermuten Experten die Verkettung von zwei gravierenden Defekten - einem Ausfall der Klimaanlage und der Sauerstoffnotversorgung.

3. Februar 2005 in Afghanistan:

Eine Boeing 737 der privaten Fluglinie Kam Air zerschellt auf dem Weg von Herat nach Kabul bei schwerem Schneesturm in den Bergen. Alle 104 Insassen sterben.

3. Januar 2004 in Ägypten:

Über dem Roten Meer stürzt ein ägyptisches Charterflugzeug mit 148 Menschen an Bord ab. Die Boeing 737 sollte überwiegend französische Touristen vom Badeort Scharm el Scheich über Kairo nach Paris bringen. Keiner überlebt.

25. Dezember 2003 in Benin:

Nach dem Start in Cotonou stürzt eine Boeing 727 der guineisch-libanesischen UTA in den Atlantik und reißt 138 Menschen in den Tod.

8. Mai 2003 in Kongo:

Über der Demokratischen Republik Kongo öffnet sich aus ungeklärten Gründen die Ladeklappe einer Frachtmaschine, bis zu 130 Passagiere werden aus 2200 Meter Höhe in die Tiefe gesogen.

6. März 2003 in Algerien:

Eine algerische Boeing 737 zerschellt im Süden des Landes mit brennenden Triebwerken: 102 Tote. Ein Triebwerk einer 25 Jahre alten Boeing 737 der Fluggesellschaft Air Algérie fängt beim Start in der südalgerischen Oasenstadt Tamanrasset Feuer und stürzt wenige Sekunden später ab. Bei dem schlimmsten Flugzeugunglück in der Geschichte der zivilen Luftfahrt Algeriens kommen 103 Menschen ums Leben - eine Stewardess überlebt schwer verletzt.

25. Mai 2002 in Taiwan:

Über der Straße von Formosa zerbricht eine Boeing 747-200 der taiwanesischen China Airlines (CAL) und stürzt ins Meer). 225 Menschen verlieren ihr Leben.

4. Mai 2002 in Nigeria:

Nach dem Start stürzt eine BAC-111 auf einen dicht besiedelten Vorort von Kano, bis zu 149 Todesopfer werden gezählt.

12. November 2001 in USA:

Kurz nach dem Start stürzt ein Airbus A300-600 der American Airlines in ein New Yorker Wohngebiet. 265 Menschen werden getötet.

8. Oktober 2001 in Italien:

Der Zusammenstoß einer skandinavischen MD-87 und einer deutschen Cessna auf dem nebligen Mailänder Flughafen Linate kostet 118 Menschen das Leben.

25. Juli 2000 in Paris:

Beim ersten Absturz eines Überschallflugzeuges vom Typ Concorde verlieren 113 Menschen ihr Leben. Die Maschine war kurz nach dem Start vom Flugplatz Charles de Gaulle brennend nahe einem Hotel aufgeschlagen.

30. Januar 2000 vor der Elfenbeinküste:

Ein Airbus A310 der Kenya Airlines zerschellt im Südost-Atlantik, 169 Menschen sterben.


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