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Nachrichten aus Deutschland SEK-Einsatz in Essen: Mann randaliert und wirft mit Messern um sich

Nachrichten aus Deutschland – SEK-Einsatz in Essen
In Essen hat ein Mann einen SEK-Einsatz ausgelöst, weil er mit Waffen warf und drohte, seinen Nachbarn zu verletzen (Archivbild)
© Jochen Tack / Picture Alliance
Bielefeld: Auto überschlägt sich und landet auf Stadtbahn-Gleisen +++ Ediger-Eller: 80-jähriger Wanderer überlebt Sturz aus sechs Metern Höhe +++ Drensteinfurt: Geburtstagsparty endet für 17-jährige Gastgeberin im Krankenhaus +++ Panorama-Nachrichten aus Deutschland.

Essen: Mann randaliert und wirft mit Waffen

Ein randalierender und bewaffneter Mann hat in einem Wohnhaus in Essen das Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei auf den Plan gerufen. SEK-Beamte nahmen den 37 Jahre alten Mann, der sich in seiner Wohnung verbarrikadiert hatte, am Sonntag fest, wie die Polizei mitteilte. Anwohner des betroffenen und des benachbarten Hauses wurden bei dem Einsatz in Sicherheit gebracht und in einem Linienbus betreut. Ersten Ermittlungen zufolge hatte ein Anwohner am Sonntagmorgen den Notruf gewählt, weil er von seinem Nachbarn mit einem Messer bedroht worden sei. Als die Polizei ankam, habe der 37-Jährige im oberen Teil des Hauses randaliert, herumgeschrien und gedroht, jemandem etwas anzutun. "Kurze Zeit später warf er mehrere Hieb- und Stichwaffen in den Flur und verbarrikadierte sich in seiner Wohnung", teilte die Polizei weiter mit. Zur Sicherheit wurde die Gasleitung des Hauses abgestellt. SEK-Beamte verschafften sich Zugriff zu der Wohnung des Mannes und nahmen ihn fest.

Quelle: DPA

Ediger-Eller: 80-jähriger Wanderer überlebt Sturz aus sechs Metern Höhe

Am gestrigen Samstag hatte ein Wanderer Glück im Unglück. Der 80-Jährige war auf dem Calmont-Klettersteig zwischen Bremm und Ediger-Eller unterwegs, als er einem entgegenkommenden Wanderer ausweichen wollte. Weil der Weg sehr schmal war, verlor er das Gleichgewicht und stürzte sechs Meter entlang des steilen Abhangs in die Tiefe. Allerdings: Ein Busch bremste den Aufprall erheblich, sodass der Mann lediglich leicht verletzt wurde. Wie die Polizei berichtete, musste die Feuerwehr den Gestürzten mittels Gurten und Seilen aus seiner misslichen Lage befreien. Sie brachten ihn anschließend in ein Krankenhaus.  

QuellePolizeidirektion Mayen

Bielefeld: Auto überschlägt sich und landet auf Stadtbahn-Gleisen

In den frühen Morgenstunden am Samstag ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall im nordrhein-westfälischen Bielefeld. Ein 19-Jähriger verlor die Kontrolle über seinen VW Golf und kam von der Fahrbahn ab. Wie die Bielefelder Polizei berichtet, überschlug sich der Pkw dabei und landete mit den Reifen nach Oben im Gleisbett der Stadtbahn. Mit dem Fahrer saßen vier weitere Insassen zwischen 15 und 24 Jahren im VW, alle fünf konnten sich ohne fremde Hilfe aus dem verunfallten Wagen befreien. Die eintreffenden Rettungskräfte leisteten Erstversorgung und brachten die Verletzten anschließend in umliegende Krankenhäuser. Der Stadtbahnverkehr war zur Unfallzeit glücklicherweise außer Betrieb. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ermittelt nun die Polizei.

Nachrichten aus Deutschland – Verkehrsunfall in Bielefeld
Der VW Polo überschlug sich und endete kopfüber auf den Gleisen der Stadtbahn.
© Polizeipräsidium Bielefeld

QuellePolizeipräsidium Bielefeld

Drensteinfurt: Geburtstagsparty endet für 17-jährige Gastgeberin im Krankenhaus

Eine Geburtstagsparty auf einem Gehöft im Münsterland hat für die 17 Jahre alte Gastgeberin nach einem Streit im Krankenhaus geendet. Das Geburtstagskind wurde in der Nacht zu Samstag von einer 20-Jährigen verletzt, als es einen Streit auf seiner eigenen Feier in Drensteinfurt schlichten wollte, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die 20-Jährige habe die Jugendliche angegriffen, sie an den Haaren gezogen und ihren Kopf mehrfach zu Boden geschlagen. Auch vier männliche Gäste im Alter von 18 bis 20 Jahren verletzten sich demnach bei der Party im Kreis Warendorf schwer, als es zu einem Streit mit einer anderen Gruppe kam. Die Ursache und der Verlauf der Auseinandersetzungen waren am Sonntag nicht bekannt. Laut Angaben eines Polizeisprechers war eine rund 15-köpfige Gruppe aufgetaucht, die nicht eingeladen war.

Quelle: DPA

Hasbergen: Massenschlägerei auf Hochzeit

Rund 50 Menschen haben sich auf einer Privatparty bei Osnabrück geprügelt und damit einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Zahlreiche Gäste der großen Familienfeier in Hasbergen waren am Sonntagmorgen aus bislang ungeklärter Ursache in Streit geraten und dann aufeinander losgegangen, teilte die Polizei mit. Die Situation eskalierte und es entwickelte sich eine wüste Schlägerei. Passanten riefen die Polizei, die mit knapp 50 Streifenwagen anrückte und die Schlägerei beendete.

Bei dem Einsatz wurden zwei Polizeibeamte leicht und einer schwer verletzt. Wie viele der Feierenden Verletzungen erlitten, stand zunächst noch nicht fest. Drei Männer und eine Frau im Alter zwischen 23 und 52 Jahren wurden als mutmaßliche Haupttäter in Gewahrsam genommen. Gegen sie wird nun wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte sowie Bedrohung und gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Zudem wurde ein Verfahren wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch eingeleitet.

Quelle: DPA

Berlin: Zahlreiche Geldstrafen für Shitstorm nach Jagdfoto 

Eine Flut von Hasskommentaren nach dem Post einer jungen Jägerin hat in mehr als 50 Fällen zu juristischen Konsequenzen geführt. Dazu gehörten nach Angaben des Deutschen Jagdverbands (DJV) vom Samstag Strafbefehle, Urteile, Schmerzensgeld oder Unterlassungserklärungen.

Unter dem Pseudonym "Waidfräulein" hatte die Frau aus Norddeutschland im Frühjahr 2018 ein Foto von sich mit einem zuvor von ihr erlegten Fuchs auf Facebook gepostet. Der Beitrag wurde bis heute mehr als 5000 mal kommentiert, den Angaben zufolge gab es allein innerhalb von 48 Stunden mehr als 2000 Hasskommentare. In Kooperation mit dem Jagdverband habe ein Experte für Internetkriminalität mehr als 50 Fälle erfolgreich abgeschlossen, hieß es. Weitere Verfahren laufen demnach noch. "Neben Unterlassungserklärungen gab es über ein Dutzend straf- und zivilrechtliche Verurteilungen", schreibt der Verband. Hasskommentatoren müssten insgesamt mehrere 10.000 Euro Strafen und Verfahrenskosten bezahlen.

Für die Beleidigung der Frau mit einer abfälligen Bezeichnung für das weibliche Geschlechtsorgan waren demnach 3800 Euro für Gericht, Anwalt und Schmerzensgeld fällig. "Miststück" und "Abschaum" kosteten 3300 Euro. Attacken wie "Schlampe", "besuchen, fesseln, knebeln" und "Ladung Schrot ins Hinterteil" führten zu Folgekosten von 2000 Euro. Auf "Ich sag nur Karma, Du Dreckstück" folgten 1600 Euro und auf "Hässliche Frau, pass auf Deine Gesundheit auf. Wir finden Dich" 1400 Euro an Kosten.

Quelle: DPA

Dittersdorf: 14 Pferde auf der A9 in Thüringen - Mehrere Unfälle 

Chaos auf der A9 in Thüringen wegen 14 frei laufender Pferde: Mehrere Autofahrer konnten den Tieren auf der Strecke zwischen Dittersdorf und Bad Lobenstein in der Nacht zu Sonntag nicht mehr ausweichen, es kam zu drei Unfällen. Menschen wurden nicht verletzt, drei Pferde kamen ums Leben, wie die Polizei mitteilte. Zwei Unfälle ereigneten sich Richtung München, einer, weil einige Pferde über die Leitplanke in den Gegenverkehr Richtung Berlin sprangen. Mithilfe des in der Nähe wohnenden Pferdehalters und freiwilligen Helfern konnte die Polizei die erschöpften restlichen Pferde schließlich wieder einfangen. 

Die Autobahn (Kreis Saale-Orla-Kreis) wurde am frühen Sonntagmorgen nach mehrstündiger Sperrung wieder freigegeben. Warum die Pferde ausbrechen konnten, war noch unklar.

Quelle: DPA

Markhausen: Mitten auf der Fahrbahn unterwegs: Fußgänger von Auto überfahren 

Ein 39 Jahre alter Mann ist im niedersächsischen Markhausen von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden. Der Mann sei am späten Samstagabend mittig auf der Straße entgegen der Fahrtrichtung gelaufen, teilte die Polizei mit. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit dem Wagen eines 24 Jahre alten Autofahrers. Der 39-Jährige erlitt durch die Wucht des Aufpralls tödliche Verletzungen, der 24-Jährige erlitt einen Schock.

Nur wenige Fahrminuten entfernt war es im Kreis Cloppenburg am Freitagabend bei Saterland zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen, bei dem eine Mutter und ihr elfjähriger Sohn tödlich verletzt wurden. Ihre 32-jährige Beifahrerin und fünf weitere Kinder wurden ebenfalls schwer verletzt.

Quelle: DPA


Nachrichten von Samstag, 26. September 2020:

Bremerhaven: Anhänger überholt Zugfahrzeug

Von einem kuriosen Unfall berichtete die Polizei in Bremerhaven am Donnerstag: Demnach war ein 36-jähriger Autofahrer am Vortag nach einem Baumarktbesuch mit einem beladenen Anhänger unterwegs. Als er an einer Kreuzung auf die Rechtsabbiegespur wechselte, wurde er von links von ebenjenem Anhänger überholt. "Kurz darauf kam der Anhänger von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Lichtmast", heißt es. Als Ursache gab die Polizei an, die abnehmbare Anhängerkupplung sei offensichtlich fehlerhaft befestigt worden. Daher konnte auch das übergeworfene Sicherungsseil die Bremse des Anhängers nicht auslösen. Dieser erlitt einen Totalschaden. Menschen wurden nicht verletzt.

Quelle: Polizei

Saterland: Elfjähriger nach Unfall gestorben – Zwei Kinder in Lebensgefahr

Nachrichten aus Deutschland – Schwerer Autounfall in Saterland, Niedersachsen
Eine 37-jährige Mutter fuhr aus bislang ungeklärten Gründen mit ihrem Auto auf gerade Strecke gegen einen Baum. Mehrere Hubschrauber und Rettungswagen waren im Einsatz.
© DPA

Nach dem schweren Autounfall bei Saterland in Niedersachsen ist ein elfjähriger Junge gestorben. Das Kind sei am Morgen in einer Klinik in den Niederlanden den schweren Verletzungen erlegen, sagte Polizeisprecher Hendrik Ebmeyer am Samstag. Der Junge war nach dem Unfall vom Freitagabend rund 40 Kilometer östlich der deutsch-niederländischen Grenze mit einem Rettungshubschrauber ins Nachbarland geflogen worden. Die 37-jährige Mutter war am Abend noch am Unfallort gestorben. Sie war mit dem Auto aus noch ungeklärter Ursache auf gerader Strecke gegen einen Baum gefahren. Bei dem Unfall wurden die 32-jährige Beifahrerin und fünf weitere Kinder schwer verletzt. Zwei von ihnen schweben Polizeisprecher Ebmeyer zufolge noch in Lebensgefahr. Wie die Polizei am Samstag berichtete, war das Fahrzeug für bis zu sieben Personen zugelassen, jedoch mit acht Insassen besetzt. Daher bestehe der Verdacht, dass eine oder mehrere Personen nicht ordnungsgemäß gesichert waren. An der Unfallstelle im Landkreis Cloppenburg waren am Abend mehrere Hubschrauber und Rettungswagen im Einsatz.

Quelle: DPA

Wolgast: Elch schwimmt im Peenestrom

Ein ungewöhnlicher Anblick zeigte sich Beamten der Wasserschutzpolizei Wolgast am Freitag bei einer Streifenfahrt. Auf dem Peenestrom, der die Insel Usedom vom Festland trennt, schwamm ein Elch im Wasser. Zur Sicherheit entschlossen sich die Einsatzkräfte, das Tier zu verfolgen, bis es sicher ein Ufer erreicht. Nach etwa zehn Minuten war es dann auch schon soweit und der Elch erreichte Festland auf Höhe der Gemeinde Kröslin in Mecklenburg-Vorpommern – allem Anschein nach unbeschadet und nicht allzu ermüdet. Das Tier lief schnurstracks ins Landesinnere davon. 

QuelleWasserschutzpolizeiinspektion Wolgast

Berlin: Scharfe Handgranate in Mehrfamilienhaus gefunden

In einem Mehrfamilienhaus in Berlin ist am Freitag eine scharfe Splitterhandgranate entdeckt worden. Alle Bewohner wurden aus dem Gebäude im Stadtteil Wedding gebracht. Dann sicherten Kriminaltechniker des Landeskriminalamts die Granate und transportierten sie auf einen Sprengplatz, wie ein Polizeisprecher am Nachmittag sagte. Die Bewohner konnten anschließend in ihre Wohnungen zurück. Wo die Splittergranate herkam und wo in dem Haus sie gefunden wurde, war am Freitagnachmittag noch nicht bekannt.

Quelle: DPA

Leipzig: Polizist unter Rechtsextremismus-Verdacht 

Die Leipziger Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Rechtsextremismus gegen einen Beamten in ihren eigenen Reihen. Der Polizist stehe im "dringenden Verdacht", als Teilnehmer eines Chats "rechtsextremistische und rassistische Äußerungen vorgenommen zu haben", teilte die Polizeidirektion Leipzig am Freitag mit. Der Polizist sei mit sofortiger Wirkung von den Dienstgeschäften ausgeschlossen worden. Über den Chatverlauf, an dem der beschuldigte Beamte beteiligt war, sei die Polizeidirektion vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg informiert worden, hieß es in der Mitteilung. Der tatverdächtige Polizist müsse nun aufgrund seiner Äußerungen sowohl mit straf- als auch mit disziplinarrechtlichen Konsequenzen rechnen. Leipzigs Polizeipräsident Torsten Schultze äußerte sich "sehr enttäuscht" über das mutmaßliche Verhalten des Beamten. "Das Handeln eines Einzelnen wirkt sich einmal mehr unmittelbar auf das Ansehen aller Kolleginnen und Kollegen der Polizei aus." Aufgabe der Polizei sei "der Schutz der freiheitlichen demokratischen Grundordnung", betonte Schultze. "Rechtsextremistisches Gedankengut hat in unserer Polizei nichts zu suchen."

Quelle: AFP

Wietmarschen: Polizei entdeckt illegales Lager für Feuerwerkskörper

Ein illegales Lager mit mehr als 50 Tonnen Feuerwerkskörpern hat die Polizei in der Nähe der niederländischen Grenze ausgehoben. Drei Männern und einer Frau werden Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz zur Last gelegt, wie die Beamten am Freitag mitteilten. Die Ware und in der Lagerhalle gefundenes Bargeld in Höhe von mehreren Tausend Euro wurden beschlagnahmt. Die am Donnerstag zunächst festgenommenen Verdächtigen wurden nach ihrer Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt. Sie waren bei einer Verkehrskontrolle aufgefallen - auf ihrem Transporter waren 24 Kartons mit Pyrotechnik. Weitere Ermittlungen führten zu der Lagerhalle in der Gemeinde Wietmarschen in Niedersachsen. Die Feuerwerkskörper lagerten dort laut Polizei auf 153 Europaletten.

Quelle: DPA


Nachrichten aus Deutschland von Freitag, den 24. September

Fürth: 89-Jähriger verirrt sich bei Parkplatzsuche

Auf der Suche nach einem Parkplatz in Fürth hat sich ein Mann am Donnerstagabend rund 50 Kilometer verfahren. Zuvor hatte der 89-Jährige seine Frau vor einem Restaurant abgesetzt, teilte die Polizei am Freitag mit. Danach suchte er im Stadtgebiet nach einem Parkplatz, landete aber aus bisher ungeklärter Ursache im knapp 50 Kilometer entfernten Obernzenn bei Bad Windsheim (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim). Aufmerksame Anwohner beobachteten ein "verdächtiges" Fahrzeug, berichtete die Polizei. Da das Auto in einen Wald steuerte, rief ein Nachbar die Beamten und verfolgte das Auto. Auch die Frau meldete ihren Ehemann in der Zwischenzeit als vermisst. 

Gegen Mitternacht fanden die Beamten den Mann orientierungs- und hilflos, denn das Auto hatte sich festgefahren. Die Polizei organisierte eine Rückfahrt für den in Fürth lebenden Senior. Mit seiner Frau wollte er am Abend eigentlich seinen 89. Geburtstag feiern.

Quelle: DPA

Rösrath: Mann überrascht Einbrecher mit Topf Erbsensuppe 

Mit einem Topf Erbsensuppe hat ein Mann im Bergischen Kreis in der Nacht auf Freitag einen Einbrecher überrascht und aus seinem Haus verjagt. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, war kurz nach Mitternacht ein Unbekannter in das Einfamilienhaus in Rösrath eingestiegen. Nachdem die Hunde des Einbruchsopfers bellend Alarm geschlagen und den Mann geweckt hatten, drohte dieser dem Täter damit, die Polizei zu alarmieren. Kurzerhand warf er auch noch einen Topf Erbsensuppe nach dem flüchtenden Einbrecher. Der Unbekannte soll etwa 190 Zentimeter groß und schlank sein. Zur Tatzeit trug er ein helles Basecap und eine Hose in Tarnfarben.

Quelle:Polizei Rheinisch-Bergischer Kreis

Plau am See: Hund zieht Frau mit Rollstuhl ins Wasser

Bei einem kuriosen und tragischen Zwischenfall ist am Donnerstag in Plau am See (Mecklenburg-Vorpommern) der Therapiehund einer Rollstuhlfahrerin gestorben. Die Frau war laut Polizei auf einem Hafensteg unterwegs, als der Vierbeiner ausrutschte und ins Hafenbecken fiel. Der große Hund zog die Frau samt Rollstuhl hinterher, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Freitag sagte. Ein Urlauber warf der 48-jährigen Einheimischen einen Rettungsring zu, an dem diese sich festhalten konnte. Eine Wasserschutzpolizistin und der Hafenmeister konnten die Frau mit einem Schlauchboot mühsam herausholen. Sie kam mit Unterkühlungen in eine Klinik, wo es ihr jetzt wieder besser geht, wie der Sprecher sagte.

Der Rollstuhl sank aber und zog den Hund unter das Wasser. Der Begleiter des Urlaubers sprang ins Wasser und schnitt das Seil durch, so dass auch der Hund geborgen werden konnte. Das Tier überlebte die Strapazen aber nicht. Der Vierbeiner habe zwar wiederbelebt werden können, sei aber in einem Tierheim den Verletzungen erlegen.

Quelle: DPA

Rotenburg: Mann rutscht filmreif an Laterne herunter

Mit einer filmreifen Aktion hat in Niedersachsen ein Mann versucht, der Polizei zu entkommen. Der wegen Drogendelikten polizeibekannte 30-Jährige fiel den Beamten während eines Einsatzes am Donnerstag in Bremervörde auf, wie die Polizei in Rotenburg am Freitag mitteilte. Er hielt sich demnach in der Wohnung eines Bekannten auf und wurde von den Polizisten aufgefordert, herauszukommen. Stattdessen sprang er aus dem zweiten Stock an eine Straßenlaterne und rutschte daran herunter. Die Beamten suchten umgehend die Umgebung des Wohnhauses ab – sie entdeckten den 30-Jährigen schließlich "ein paar Häuser weiter in einem Treppenhaus hinter Kartons versteckt", wie es im Polizeibericht hieß. Gegen den Mann bestand demnach ein aktueller Haftbefehl über eine Freiheitsstrafe von über einem Jahr. Er wurde umgehend in ein Gefängnis gebracht. 

Quelle: AFP

Neumünster: Pferd verteidigt junge Reiterin gegen übergriffigen Mann

Mit einem offenbar kräftigen Biss hat ein Pferd eine junge Reiterin gegen einen aufdringlichen Mann verteidigt. Wie die Polizei mitteilte ritt die 16-Jährige nahe des Ehndorfer Moors bei Neumünster in Schleswig-Holstein einen im Wald gelegenen Trampelpfad entlang, als sie im Schritttempo einen Mann passierte. Als beide auf gleicher Höhe waren, packte er das Mädchen demnach am Oberschenkel. Trotz mehrfacher Aufforderung habe er die 16-Jährige nicht losgelassen. Erst als das Pferd dem Mann in den Arm biss, ließ der Mann mit einem Schrei von der Reiterin ab, so dass sie davonreiten konnte.

Trotz einer relativ detaillierten Personenbeschreibung konnte der Mann zunächst nicht gefunden werden, wie ein Polizeisprecher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Man habe den Mann dort gesucht, ihn aber nicht finden können. Die Polizei bittet deshalb um Hinweise. Der Vorfall ereignete sich bereits am Dienstagabend.

Quelle: DPA

Büdelsdorf: Gefährlicher Fahrerwechsel fliegt auf

Um einer drohenden Polizeikontrolle zu entgehen, hat ein 18-Jähriger in Schleswig-Holstein noch während der Fahrt mit seiner Beifahrerin die Plätze getauscht. Der "Trick" fiel den Beamten bei Büdelsdorf dennoch auf: Denn sie hatten nicht nur gesehen, dass noch wenige Minuten vorher ein Mann am Steuer saß. Die 22-Jährige war auch noch deutlich kleiner als der junge Mann und kam deshalb mit ihren Füßen nicht richtig an Gas- und Bremspedal. Zudem hatte sie keine Schuhe an. 

Die beiden hätten die Plätze getauscht, weil der 18-Jährige keinen Führerschein hat. Allerdings hat auch die junge Frau keinen. Auf dem Rücksitz habe außerdem eine 45 Jahre alte Frau gesessen, die Halterin des Autos – ebenfalls ohne Führerschein. Die drei und das Auto wurden schließlich von einem Familienmitglied mit Fahrerlaubnis abgeholt.

Quelle: DPA

Göhren: Rügen-Tourist von eigenem Wohnmobil überrollt

Ein Urlauber aus Sachsen-Anhalt ist bei einem Unfall auf der Ostseeinsel Rügen von seinem eigenen Wohnmobil überrollt und tödlich verletzt worden. Der 57 Jahre alte Magdeburger hatte das Fahrzeug am Donnerstagabend an der Einfahrtschranke zu einem Campingplatz bei Göhren gestoppt und war ausgestiegen. Er hatte aber wohl vergessen, die Handbremse anzuziehen, wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte. Das Wohnmobil blieb nicht stehen, sondern rollte rückwärts, da das das Gelände abschüssig war. Der Fahrer lief zurück, wollte die Handbremse noch bedienen, aber rutschte aus und wurde vom eigenen Fahrzeug überrollt. Der Verunglückte kam per Rettungshubschrauber mit lebensbedrohlichen Verletzungen in eine Klinik nach Greifswald, wo er wenig später starb. Der Mann war mit seiner Frau unterwegs gewesen, die unverletzt blieb. Die Ermittlungen dauerten noch an. Göhren liegt im Südosten der Insel Rügen auf der Halbinsel Mönchgut.

Quelle: DPA


Nachrichten aus Deutschland von Donnerstag, den 23. September

Bonn: Falsche Polizisten rufen echte Polizistin an

Eindeutig das falsche Opfer haben sich falsche Polizisten in Bonn ausgesucht: Die dreisten Telefonbetrüger riefen eine echte Polizistin an und scheiterten prompt mit ihrer kriminellen Masche, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Am Privatanschluss der Beamtin meldete sich demnach eine "Frau Schwarz von der Bonner Polizei" und später ein "Einsatzleiter des Landeskriminalamts", um die echte Polizistin zum Abheben von 30.000 Euro zu bewegen. Die Beamtin informierte ihre Kollegen, die nur Stunden später unweit der Wohnung des vermeintlichen Opfers zwei Verdächtige vorläufig festnahmen. Die mutmaßlichen Geldabholer wurden ins Polizeigewahrsam gebracht.

Quelle: AFP

Solingen: Fünf getötete Kinder beigesetzt 

Die fünf Kinder, die in Solingen mutmaßlich von ihrer Mutter umgebracht wurden, sind beigesetzt worden. Das teilte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag in Düsseldorf mit. In der zuständigen Mordkommission arbeiteten noch neun Ermittler, um den Fall lückenlos aufzuklären. Das Sorgerecht für den einzigen überlebenden Sohn sei seinen Eltern inzwischen entzogen. Er werde von einem Opferanwalt vertreten.

Gegen die 27 Jahre alte Mutter, die sich nach der Tat Anfang September im Düsseldorfer Hauptbahnhof vor einen Zug geworfen haben soll und dabei schwere Verletzungen erlitt, war Haftbefehl wegen fünffachen Mordes erlassen worden. Polizisten hatten in ihrer Wohnung im Solinger Stadtviertel Hasseldelle die fünf toten Kinder entdeckt. 

Quelle: DPA

Nürnberg: Jugendlicher nach Sturz in Pegnitz verstorben

Mehr als eine Woche nach einem Sturz in den Fluss Pegnitz ist ein 16-Jähriger aus dem bayerischen Nürnberg gestorben. Nach Angaben der örtlichen Polizei vom Donnerstag erlag der Jugendliche den Folgen des Unfalls. Er war am Dienstag vergangener Woche aus noch ungeklärter Ursache in den Fluss gefallen. Die Ermittler gehen von einem Unglück aus. Hinweise auf ein Verbrechen gibt es nicht. Zeugen hatten den 16-Jährigen in der Nürnberger Innenstadt in der Pegnitz entdeckt und den Notruf gewählt. Eine Polizistin zog ihn an Land, Rettungskräfte belebten ihn wieder. Er kam in ein Krankenhaus, wo er starb.

Quelle: AFP

Gotha: Lkw-Fahrer von eigenem Sattelzug zerquetscht

Im thüringischen Gotha ist am Donnerstag der Fahrer eines Sattelschleppers bei einem Arbeitsunfall ums Leben gekommen. Der Mann, so berichtet es die Polizei, arbeitete gegen 3.30 Uhr hinter dem Auflieger seines Lkw, als sich dieser ohne Fremdeinwirkung in Bewegung setzte. Der 58-Jährige wurde demnach zwischen dem Lkw und der Laderampe eingeklemmt. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. 

Quelle:Thüringer Polizei

Hanau: Lebenslange Haft für mutmaßliche Sekten-Chefin wegen Kindsmord

Eine mutmaßliche Sekten-Chefin ist vom Hanauer Landgericht mehr als 30 Jahre nach dem Tod eines Vierjährigen wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht sah in seinem Urteil am Donnerstag den Mordvorwurf als erwiesen an. "Es gruselt einen, was um Sie und Ihre Gemeinschaft passiert ist", sagte der Vorsitzende Richter Peter Graßmück. "So etwas haben wir noch nicht erlebt."

Das Gericht folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Anklage warf der 73-Jährigen vor dem Hanauer Landgericht Mord durch Unterlassen an dem damals Vierjährigem vor und forderte eine lebenslange Haftstrafe. Die Verteidigung plädierte in dem Verfahren auf Freispruch. Sie sieht eine "Hetzkampagne angeblicher Sekten-Aussteiger". Die Angeklagte soll im August 1988 den Jungen in einen Leinensack eingeschnürt und in ein Badezimmer gelegt haben. Das Kind soll ohnmächtig geworden und an seinem Erbrochenem erstickt sein. Ermittler hielten den Tod des Jungen lange Jahre für einen Unfall. Erst 2015 wurde der Fall nach Hinweisen von Aussteigern wieder aufgerollt. Als Motiv sieht die Staatsanwaltschaft, dass die 73-Jährige durch den Tod des Jungen ihre Machtposition stärken wollte. Sie habe das Kind als "vom Bösen besessen" bezeichnet. 

Quelle: DPA

München: Nach Drogenskandal fünf Polizisten suspendiert

Nach dem Drogenskandal bei der Münchner Polizei sind fünf Beamte vom Dienst suspendiert worden. Weitere in den Skandal verwickelte Beamte würden ab sofort im Innendienst oder auf anderen Dienststellen eingesetzt, teilte die Polizei am Mittwochabend mit. Neun Beschuldigte stünden "besonders im Fokus". Am Mittwoch hatte es eine Razzia gegen die Verdächtigen gegeben, bei der 19 Staatsanwälte und mehr als 170 Polizisten im Einsatz waren.

Nach Angaben des bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) und der Staatsanwaltschaft werden insgesamt 21 Polizisten verschiedene Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Antidopinggesetz sowie andere Straftaten wie die Verfolgung Unschuldiger und Strafvereitelung im Amt vorgeworfen. Drogenermittlungen innerhalb der Münchner Polizei waren seit Februar bekannt, das ganze Ausmaß wurde aber am Mittwoch deutlich. Ausgangspunkt waren Ermittlungen gegen einen in einer Münchner Nobeldiskothek aktiven Drogendealer, der zwei Polizisten beschuldigt hatte. Der Dealer soll im großen Stil Kokain in München verbreitet und dabei auch Polizisten versorgt haben. 

Quelle: AFP

Blaubeuren: Bus und Lastwagen stoßen zusammen – zehn Verletzte

In Baden-Württemberg sind beim Zusammenstoß von einem Bus mit einem Lastwagen mehrere Menschen verletzt worden. Die Busfahrerin war eingeklemmt und musste schwer verletzt befreit werden, wie ein Sprecher der Polizei Ulm am Mittwoch sagte. Sechs Menschen seien leicht verletzt worden, drei hätten mittelschwere Verletzungen erlitten. Der Unfall ereignete sich auf einer Bundesstraße bei Blaubeuren westlich von Ulm. Zur Ursache lagen zunächst keine Angaben vor. Die Staatsanwaltschaft gab ein Gutachten in Auftrag.

Quelle: DPA

Kassel: Behindertes Kind fordert nach Alkoholmissbrauch der Mutter Entschädigung

Das Bundessozialgericht in Kassel verhandelt am Donnerstag über die Frage, ob wegen Alkoholmissbrauchs der Mutter behinderte Kinder einen Anspruch auf Opferentschädigung haben. Im vorliegenden Fall lehnten die Versorgungsbehörden in Sachsen-Anhalt dies ab. Die Begründung lautete, ein hierfür erforderlicher "vorsätzlicher, rechtswidriger tätlicher Angriff" liege nicht vor. Alkoholmissbrauch sei nicht strafbar. Zudem sei ein ungeborener Embryo noch keine "rechtsfähige" Person. Die Klage hatte in den Vorinstanzen keinen Erfolg.

Quelle: AFP


Nachrichten aus Deutschland von Mittwoch, den 23. September

Bonn: Enkel soll 86-Jährige getötet haben

Nach dem gewaltsamen Tod einer 86-jährigen Frau in Bonn hat die Polizei außer dem Enkel noch zwei weitere Tatverdächtige festgenommen. Die 33-jährige Frau und der 20-jährige Mann stehen in dringendem Verdacht, in den Plan des Enkels eingeweiht und an der Tat beteiligt gewesen zu sein, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der 35-Jährige soll seine Großmutter in der vergangenen Woche in deren Garten getötet haben. Er war noch am Tatort festgenommen worden und sitzt in Untersuchungshaft. Die Ermittler gehen inzwischen von heimtückischem Mord aus Habgier und zur Verdeckung einer Straftat aus. In der Wohnung der 33-Jährigen seien Gegenstände gefunden worden, die dem Opfer gehörten. Gegen die Frau wurde Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen Mordes, gegen den 20-Jährigen wegen Beihilfe zum Mord erlassen.

Quelle: DPA

München: Drogen-Skandal weitet sich aus – Ermittlungen gegen 21 Polizisten

Die Münchner Polizei wird von einem Drogenskandal erschüttert. Insgesamt 21 Polizisten werden verschiedene Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Antidopinggesetz sowie andere Straftaten wie die Verfolgung Unschuldiger und Strafvereitelung im Amt vorgeworfen, wie das bayerische Landeskriminalamt (LKA) und die Staatsanwaltschaft München I am Mittwoch mitteilten. Insgesamt 18 Staatsanwälte und mehr als 90 LKA-Ermittler gingen seit dem Vormittag mit einer Razzia gegen die Verdächtigen vor. Laut Innenminister Herrmann sollen sechs der verdächtigen Beamten bereits vom Dienst suspendiert worden sein. 

Auslöser der Razzia waren den Ermittlern zufolge im Februar bekannt gewordene Ermittlungen gegen zwei Polizisten wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Diese Ermittlungen führten zu dem Verdacht gegen weitere Polizisten. Bei der Razzia wurden 24 Wohnungen und Dienststellen in München und den Landkreisen München, Dachau, Wolfratshausen, Ebersberg und Fürstenfeldbruck durchsucht. 20 der unter Verdacht stehenden Polizisten gehören zum Polizeipräsidium München. Ein weiterer Verdächtiger war dort früher im Einsatz und ist inzwischen bei der bayerischen Bereitschaftspolizei im Dienst.

Quelle: AFP

Isernhagen: Rentner steckt 16 Stunden im Schlamm

Rund 16 Stunden hat ein 79-Jähriger im Schlamm festgesteckt und erst die Feuerwehr konnte den bis zum Oberkörper eingesunkenen und lebensgefährlich unterkühlten Mann befreien. Zuvor hatte die Polizei nach eigenen Angaben vom Mittwoch mit einem Hubschrauber nach dem Vermissten gesucht, der in einem Bach unter einer Autobahnunterführung bei Isernhagen in der Region Hannover gefangen war. Der Hinweis eines Freundes führte die Polizei dann am nächsten Morgen zu dem Vermissten. 

Weil die Beamten den Rentner nicht aus dem Schlamm bekamen, wurde die Feuerwehr gerufen, die den 79-Jährigen am Dienstag ein Stück ausbuddelte und mit einer Trage herauszog. Laut Polizei bestand am Mittwoch keine Lebensgefahr mehr. Wie genau der Mann im Schlamm gelandet war, blieb zunächst unklar. Zuvor hatte die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" berichtet.

Quelle: DPA

Magdeburg: Notruf ignoriert Schüsse auf Opfer während Halle-Attentat

Am Tag des Terroranschlags in Halle hat die Polizei laut einem Paar zunächst nicht geglaubt, dass es angeschossen worden war. Sie habe beim Notruf gesagt, dass ihr Mann verblute, sagte eine 51 Jahre alte Frau am Mittwoch als Zeugin vor dem Oberlandesgericht in Magdeburg aus. "Das hat der gar nicht richtig wahrgenommen, er hat gesagt, ich sollte rausgehen und Ausschau halten, wo der Schütze ist." Erst als ihr Nachbar gekommen sei und das Gespräch übernommen habe, sei ein Beamter gekommen.

Der Attentäter hatte auf seiner Flucht versucht, an ein neues Auto zu kommen, weil er an seinem Wagen zwei Reifen zerschossen hatte. Dabei hielt er an einem Hof im Landsberger Ortsteil Wiedersdorf im Saalekreis, auf dem der 52-Jährige im Garten arbeitete. Es habe am Hoftor geklopft und er habe in eine Pistole geblickt, sagte der Mann am Mittwoch mit stockender Stimme. Der Täter habe den Schlüssel für das Auto gefordert. Der 52-Jährige berichtete, dass der Attentäter auf ihn geschossen habe, als er weggelaufen sei. Die Kugel traf den Zeugen im Nacken und blieb hinter dem rechten Ohr stecken. Kurz darauf habe der Täter auch von hinten auf die 51 Jahre alte Frau geschossen, die auf den Hof geeilt sei. Beide Zeugen sind seit den Schüssen arbeitsunfähig und leiden an Spätfolgen.

Quelle: DPA

Oberstdorf: Alpen-Touristin überlebt 60 Meter tiefen Sturz

Beim Bergwandern oberhalb des Oytals im Oberallgäu hat eine lettische Touristin einen Sturz 60 Meter in die Tiefe überlebt. Am Dienstagnachmittag habe die 42-Jährige zusammen mit ihrer Hündin vom Seealpsee ins Oytal absteigen wollen und sei dabei vom Weg abgekommen und abgestürzt, teilte die Polizei mit. Demnach fiel sie in eine Tanne und konnte sich im steilen Gelände festhalten. Almhirten verständigten Polizei und Bergwacht, nachdem sie ihre Hilferufe gehört hatten. Mit einem Rettungshubschrauber konnte die Frau gerettet werden. Sie zog sich nur leichte Verletzungen zu und konnte die Klinik noch am Abend verlassen. Ihre Hündin wurde nicht gefunden. Die rot-braune Ridgeback-Hündin befinde sich wahrscheinlich noch in der Gegend. Die Polizei bittet um Hinweise.

Quelle: DPA

Stuttgart: Polizei entdeckt zahlreiche Taxis mit Tachoblockern

Bei mehreren Durchsuchungen in Taxiunternehmen und Werkstätten haben Stuttgarter Ermittler seit Ende 2019 insgesamt 21 Taxis mit eingebauten Tachoblockern entdeckt. Gefunden wurden auch 150 weitere solcher Geräte, die noch nicht verbaut waren, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilten. Die Geräte dienen dazu, den Tachostand niedrig zu halten. Taxiunternehmen könnten so die Unternehmenssteuern drücken, außerdem könnten die Fahrzeuge mit höherem Wert weiterverkauft werden. Ob die Unternehmen in Verbindung miteinander stehen, untersuchen Polizei und Staatsanwaltschaft noch. Der Missbrauch von Wegstreckenzählern ist nach Paragraf 22b des Straßenverkehrsgesetzes strafbar. Laut Stuttgarter Staatsanwaltschaft drohen eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr.

Quelle: AFP


Nachrichten aus Deutschland von Dienstag, den 22. September

Karlsruhe: Mann stößt 60-Jährige vor anfahrendes Auto

Ein 52-jähriger Mann ohne festen Wohnsitz steht unter dringendem Tatverdacht, eine 60-Jährige am Samstag vor ein anfahrendes Auto gestoßen zu haben. Die Frau war laut Polizei gegen Mittag mit ihrer 25-jährigen Tochter in Karlsruhe unterwegs. Dort gingen sie an dem tatverdächtigen Mann vorbei. Dieser fühlte sich offenbar durch zuvor getätigte Aussagen der beiden Frauen über ihn provoziert und näherte sich an einer Ampel der 60-Jährigen.

Dort stieß er die Frau vor ein anfahrendes Auto. Der 23-jährige Fahrer konnte einen Zusammenstoß durch eine Vollbremsung noch verhindern, die Frau erlitt durch den Sturz Schürfwunden und Prellungen. Der Tatverdächtige hatte sich vom Ort des Geschehens entfernt, die Polizei konnte ihn jedoch durch eine Fahndung ausfindig machen. Der Mann ist bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten.

Quelle: Polizeipräsidium Karlsruhe

Pulheim: Autofahrer reagiert geistesgegenwärtig und bremst Frau in Notlage aus

Auf der Bundesstraße 59 in Richtung Pulheim verhinderte ein 56-Jähriger Schlimmeres, als er das Auto einer Frau ausbremste. Die 35-Jährige hatte aufgrund eines internistischen Notfalls die Kontrolle über ihr Auto verloren, stieß mehrfach gegen die Schutzplanke und fuhr zeitweise sogar in den Gegenverkehr. Der Mann reagierte geistesgegenwärtig und überholte die Frau, um sie schließlich bis zum Stillstand auszubremsen. Anschließend rief er den Notdienst. Die 35-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht, der 56-Jährige blieb unverletzt. Lediglich sein Auto ist leicht beschädigt worden.

Quelle: Polizei Rhein-Erft-Kreis

Hagen: Betrunkener 26-Jähriger sprüht Hakenkreuz auf Fahrzeug der Bundespolizei

Ein angetrunkener 26-Jähriger hat im nordrhein-westfälischen Hagen offenbar ein Hakenkreuz auf ein Einsatzfahrzeug der Bundespolizei gesprüht. Nach Zeugenhinweisen trafen Beamte den Verdächtigen am Montagabend noch in Tatortnähe auf dem Vorplatz des Hagener Hauptbahnhofs an, wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte. Der Mann sagte demnach den Bundespolizisten, dass er vor einer Wiederholung der Tat nicht zurückschrecken werde.    

Er wurde deshalb in Gewahrsam genommen. Ein Alkoholtest bei dem polizeibekannten Mann ergab 1,4 Promille. Die Bundespolizisten leiteten gegen den 26-Jährigen ein Strafverfahren wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Sachbeschädigung ein.

Quelle: DPA

Münster: Polizei entdeckt bei Razzia Drogen in Beinprothese

In der Beinprothese eines 39-Jährigen hat die Polizei in Münster verschiedene Drogen entdeckt. Die Beamten nahmen den Mann am Montag bei einer Kotrolle im Bahnhofsumfeld fest, wie sie am Dienstag mitteilten. Bei der späteren Durchsuchung entdeckten sie 35 Gramm Kokain, fünf Gramm Heroin und mehrere Pillen Ecstasy im künstlichen Bein des Manns.    

Der 39-Jährige war der Polizei bereits als Dealer bekannt. Neben ihm wurde auch ein 25-Jähriger festgenommen, bei dem mehrere Päckchen Kokain gefunden wurden. Beide Männer wurden am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt. Bei der Kontrolle überprüfte die Polizei insgesamt 67 mutmaßliche Kriminelle.

Quelle: AFP

Berlin: Verdächtiges Paket in Poststelle des Bundestags entdeckt

In der Poststelle des Bundestags ist am Dienstagvormittag ein verdächtiges Paket entdeckt worden. Bombenentschärfer der Berliner Polizei seien im Einsatz und schauten sich das Paket an, sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten wurden demnach von der Polizei des Bundestags hinzugerufen. Zunächst hatte die "Bild"-Zeitung über den Fund berichtet.

Quelle: DPA

Merseburg: Unterschlagener Bronzeschatz - Raubgräber zu Geldstrafe verurteilt

Das Amtsgericht Merseburg hat einen Raubgräber zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Gericht befand den 39 Jahre alten Mann am Dienstag der Unterschlagung eines 3100 Jahre alten Bronzeschatzes für schuldig. Dafür verhängte es eine Geldstrafe von 80 Tagessätzen je 40 Euro. Weil diese mit einer vorhergehenden Strafe zusammengefasst wurde, kam für den Angeklagten eine Geldstrafe von 150 Tagessätzen je 40 Euro heraus. Der Angeklagte und die Staatsanwaltschaft haben angekündigt, auf Rechtsmittel zu verzichten.

Anders als zuvor bei der Polizei gab der Angeklagte am Amtsgericht zu, die Bronzetasse, in der sich drei bronzene Anhänger sowie 94 kleine Beschläge und Gürtelschnallen befanden, in Sachsen-Anhalt gefunden zu haben. Zuvor hatte der Mann beteuert, der Fundort des Schatzes sei Bayern gewesen. Damit wäre er straffrei davon gekommen, denn in dem Bundesland ist der Handel mit Artefakten legal. Der 39-Jährige stellte seinen Fund in die Internet-Plattform Ebay ein. Ein ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger wurde darauf aufmerksam und benachrichtigte das Landesmuseum in Halle.

Quelle: DPA

Wiesbaden: Nach Großkontrollaktion 36 Verdachtsfälle von Menschenhandel oder Ausbeutung

Bei Kontrolltagen zur Bekämpfung von Menschenhandel und Ausbeutung der Arbeitskraft haben Ermittler in Deutschland 36 Verdachtsfälle festgestellt. In diesen Fällen gebe es Anhaltspunkte für Menschenhandel oder Ausbeutung, es werde die Einleitung von Ermittlungsverfahren geprüft, teilte das Bundeskriminalamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Kontrolliert worden seien bei den vom 14. bis zum 20. September erfolgten Überprüfungen insgesamt 3288 Menschen an mehr als 342 Örtlichkeiten.     Zu den Orten zählten Nagelstudios, Kosmetiksalons, Gastronomie, Personenschifffahrt, Autobahnen, Tank- und Rastanlagen, das Transportgewerbe sowie Baustellen. In Deutschland waren Beamte von Polizei und Zoll aus über hundert Dienststellen in zwölf Bundesländern beteiligt. Die Kontrolltage fanden europaweit in 19 Staaten statt.

Quelle: DPA

Oldenburg: Bestattungsfahrrad verursacht Aufsehen

Der Oldenburger Künstler Michael Olsen möchte Verstorbenen mit dem Fahrrad das letzte Geleit geben. Der 60-Jährige hat aus ausrangierten Zustellrädern der Post ein Bestattungsfahrrad gebaut. Auf der Ladefläche des 3,80 Meter langen Lastenrades liegt ein leerer Kiefernsarg, wenn er damit durch Oldenburg radelt. "Ich will das stark verdrängte Thema Sterben in den Alltag zurückbringen.

Und wo haben wir mehr Alltag als im Straßenverkehr?", sagt er. Die Reaktionen von Passanten seien kontrovers, die meisten aber positiv. In der Oldenburger Bestatterin Ellen Matzdorf hat er eine Unterstützerin gefunden, die den Fahrrad-Service künftig ihren Kunden mitanbieten möchte.

Quelle: DPA

Berlin: 300 Polizisten bei Razzia in Berlin und Brandenburg im Einsatz

In Berlin und Brandenburg hat am Dienstagmorgen eine großangelegte Razzia begonnen. Es geht nach Angaben einer Polizeisprecherin um organisierte Kriminalität und Vermögensdelikte. Gegen wen sich der Einsatz konkret richtet, sagte die Sprecherin nicht. 300 Einsatzkräfte seien dabei, an 18 Orten Durchsuchungsbeschlüsse durchzusetzen. Auch die Steuerfahndung sei beteiligt, es gehe um mehrere Ermittlungsverfahren und mehrere Personen. Zuvor hatten die "Bild" und die "B.Z." berichtet. 

Hintergrund der Durchsuchungen sind Vorwürfe der Steuerhinterziehung, der Geldwäsche und des Verstoßes gegen das Abgabegesetz. Durchsucht wurden sowohl Wohn- als auch Geschäftsadressen. Zwischenfälle gab es nach Angaben eines Polizeisprechers nicht: "Das verlief bislang alles unproblematisch."

Quelle: DPA

Apolda: 38-Jähriger lagert Sprengstoff im Backofen

Ein 38-Jähriger hat auf einem Backblech im Backofen seiner Wohnung Sprengstoff gelagert. Das Mehrfamilienhaus im thüringischen Apolda wurde evakuiert, nachdem Spezialkräfte und ein Spürhund das hochexplosive Material am Montag gefunden hatten. Wie eine Polizeisprecherin am Dienstag mitteilte, wurde der Sprengstoff im Freien kontrolliert vernichtet. 

Die Beamten waren zuvor darüber informiert worden, dass in der Wohnung des 38-Jährigen der gefährliche Sprengstoff sein soll. Der Mann war zur Zeit des Einsatzes in einer psychiatrischen Einrichtung.  Nach ersten Erkenntnissen soll der 38-Jährige den Sprengstoff selbst hergestellt haben. Zuvor hatte der MDR über den Vorfall berichtet.

Quelle: DPA

Welzheim: Vater und Sohn fallen im Streit vom Balkon - schwer verletzt 

Zwei Männer sind im Streit in Welzheim in Baden-Württemberg vom Balkon gestürzt und schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, berichtete ein Zeuge von einer körperlichen Auseinandersetzung, wobei die Männer vom Balkon im zweiten Obergeschoss fielen. Wie sich später herausstellte, handelte es sich um Vater und Sohn. Der 60-Jährige sowie sein 30 Jahre alter Sohn kamen am Freitagnachmittag mit schweren Verletzungen in eine Klinik.

Quelle: DPA

Finnentrop: 17-jährige Motorradfahrerin stirbt bei Verkehrsunfall

In  Finnentrop im Kreis Olpe in NRW ist am Montag eine jugendliche Motorradfahrerin bei einem Unfall ums Leben gekommen. Wie die Polizei berichtet, war die 17-Jährige am frühen Morgen gemeinsam mit einer gleichaltrigen Beifahrerin auf einer Bundesstraße unterwegs. Ein 30-jähriger Pkw-Fahrer, der in der Gegenrichtung fuhr, kam aus bislang unklarer Ursache auf die Fahrbahnder beiden und kollidierte mit dem Zweirad. "Die Fahrerin verstarb noch an der Unfallstelle, die Mitfahrerin wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen", heißt es im Bericht. Der Autofahrer erlitt einen Schock, Ermittlungen zur Unfallursache laufen. 

Quelle:Kreispolizeibehörde Olpe


Nachrichten aus Deutschland von Montag, 21. September

Mönchengladbach: Ladendieb stiehlt Pistazien im Wert von 780 Euro

Ein notorischer Pistaziendieb macht einem Mönchengladbacher Supermarkt zu schaffen. Bei seinem jüngsten und vermutlich größten Coup erbeutete der Langfinger am Donnerstag Pistazien im Wert von 780 Euro, wie die Polizei am Montag mitteilte. Demnach räumte der Dieb "den kompletten Regalinhalt an Pistazienpackungen" in seinen Rucksack und eine mitgebrachte Einkaufstasche. Danach ergriff er die Flucht. Es war nicht das erste Mal, dass der Ladendieb sich am Nussregal des Supermarkts im Stadtteil Rheydt bediente. Der Filialleiter hatte deswegen schon vorher ein Hausverbot gegen den Mann ausgesprochen. Die Polizei sammelt Hinweise zu dem flüchtigen Ladendieb.     

Quelle: AFP

Münster: Angetrunkener Fahrer flüchtet durch Rettungsgasse auf der A 1 vor der Polizei     

Auf der Flucht vor der Polizei hat ein angetrunkener 33-Jähriger auf der Autobahn 1 mit seinem Wagen mehrere Autos beschädigt, einen Streifenwagen gerammt und dabei zwei Polizisten verletzt. Trotz Stoppzeichen der Polizei gab der Mann am Sonntagmittag auf der Autobahn bei Greven in Nordrhein-Westfalen Gas und raste mit zeitweise 200 Stundenkilometern in Richtung Bremen, wie die Polizei in Münster am Montag mitteilte.

Unweit der Anschlussstelle Osnabrück-Hafen fuhr der Mann aus Schleswig-Holstein mitten auf der Fahrbahn durch einen Stau, beschädigte zwei Autos und wich anschließend auf den Standstreifen aus. Bei Osnabrück-Nord fuhr der 33-Jährige wenig später durch eine Rettungsgasse, rammte dabei den Streifenwagen der Osnabrücker Polizei und kollidierte etwa 400 Meter weiter mit einem weiteren Auto. Als der Mann daraufhin zu Fuß flüchten wollte, nahmen die Beamten ihn vorläufig fest und brachten ihn zur Polizeiwache. Dort wurden ihm Blutproben entnommen. Einen Führerschein hatte der 33-Jährige nicht. Die beiden Polizisten aus dem beschädigten Streifenwagen mussten in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei hatte den 33-Jährigen bei Greven stoppen wollen, weil sich eine Zeugin zuvor bei den Ordnungshütern gemeldet und angegeben hatte, der Mann sei angetrunken mit ihrem Auto und ihrem Handy davongefahren. Über die Ortungsfunktion ihres Handys konnte die Frau den Beamten dann den aktuellen Standort des Wagens mitteilen. Der 33-Jährige muss sich nun mit einem umfangreichen Strafverfahren auseinandersetzen.

Quelle: DPA

Frankfurt/Main: Polizisten in Frankfurt mit Flaschen und Steinen beworfen 

Mit Steinen, Glasflaschen und Gläsern sollen Dutzende Menschen Polizisten im Frankfurter Kneipenviertel Alt-Sachsenhausen beworfen haben. Ein 37 Jahre alter Polizist wurde im Gesicht getroffen und verletzt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Er habe im Krankenhaus behandelt werden müssen. Auch eine 24-jährige Beamtin wurde demnach von einer Flasche getroffen, blieb aber unverletzt. Die Polizei nahm drei Männer vorläufig fest.

Die Polizisten waren am frühen Sonntagmorgen wegen eines Streits zwischen einem Wirt und mehreren Gästen auf ein Lokal aufmerksam geworden. Den Angaben zufolge sollen sich knapp 50 Menschen vor dem Lokal zusammengerottet und lautstark gegen die Polizei skandiert haben. Sie sollen den Beamten nach dem Einsatz gefolgt sein und sie mit Gegenständen beworfen haben. Dabei hatte die Polizei nach eigenen Angaben versucht, die Angreifer mit Pfefferspray zurückzudrängen. Daraufhin seien weitere Flaschen geflogen, hieß es. Die Polizei habe den Vorfall teilweise gefilmt, es gebe außerdem Zeugen.

Ein 33-Jähriger, der sich laut Polizei als "Aufwiegler" besonders hervorgetan haben soll, wurde vorläufig festgenommen. Er sollte am Montag dem Haftrichter vorgeführt werden. Zwei 18 Jahre alte Männer seien wegen fehlender Haftgründe wieder freigelassen worden, hieß es.

Quelle: DPA

Frankenthal: 17-Jähriger wegen Mordes und Vergewaltigung vor Gericht

Im rheinland-pfälzischen Frankenthal hat am Montag ein Prozess wegen Mordes und Vergewaltigung gegen einen 17-Jährigen begonnen. Dem Angeklagten aus Ludwigshafen wird vorgeworfen, Mitte März eine Gleichaltrige vergewaltigt und erwürgt zu haben. Das nicht öffentliche Verfahren am Landgericht Frankenthal habe wie geplant begonnen, sagte ein Gerichtssprecher. Da nach Jugendstrafrecht verhandelt wird, können keine Angaben zum Stand der Beweisaufnahme gemacht werden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, sein 17-jähriges Opfer zur sexuellen Befriedigung getötet zu haben. Tatort war der Willersinnweiher in Ludwigshafen. Im vergangenen Jahr soll der Ludwigshafener außerdem drei weitere minderjährige Mädchen vergewaltigt und zum Teil gewürgt haben. Der Angeklagte befindet sich deswegen in Untersuchungshaft.    

Weiterhin wird dem Ludwigshafener zur Last gelegt, im Februar 2019 einen Mann mit einem Messer bedroht zu haben. Eine Frau, die dazwischengehen wollte, habe er mit dem Messergriff laut Landgericht "heftig gegen die Brust gestoßen". Zu den Tatvorwürfen habe sich der 17-Jährige vor Prozessbeginn nicht geäußert. Das Verfahren gegen den bislang nicht vorbestraften Jugendlichen wird am 1. Oktober fortgesetzt. Bis Ende Januar sind zwölf weitere Verhandlungstage angesetzt.

Quelle: AFP

Much: Polizei beschlagnahmt illegale Waffen und Munition bei 61-Jährigen

Nachrichten aus Deutschland
Die Polizei hat illegale Waffen bei einer Durchsuchung in Much beschlagnahmt
© Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis

Im nordrhein-westfälischen Much hat die Polizei vergangene Woche mehrere scharfe Waffen und große Mengen Munition bei einem 61-Jährigen gefunden und beschlagnahmt. Nach einem anonymen Hinweis, dass der Tatverdächtige eine scharfe Maschinenpistole verkaufen wolle, hatte die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Neben einer Schrotflinte, einer alten Polizeipistole und zwei Kleinkalibergewehren fanden die Ermittler auch die mutmaßlich zum Kauf angebotene Waffe: eine tschechische Maschinenpistole aus dem Zweiten Weltkrieg. "Damit verstößt der 61-Jährige nicht nur gegen das Waffengesetz – er besaß nämlich für keine der Waffen eine Berechtigung, – sondern auch gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz", so die Polizei. In beiden Fällen wurde ein Strafverfahren eingeleitet. 

Quelle: Polizei Rhein-Sieg-Kreis

Video aus Oberhavel: Autofahrer stirbt nach Kollision mit Brückenpfeiler auf A10

Quelle: DPA

Südhessen: 24-Jähriger fährt gegen Hauswand – 1,93 Promille

Am Samstagabend ist in Südhessen ein 24-Jähriger mit seinem Auto frontal gegen eine Hauswand gefahren. Ein Alkoholtest ergab 1,93 Promille. Der junge Mann kam nach derzeitigen Erkenntnissen rechts von der Fahrbahn ab, überfuhr eine Leitplanke und fuhr schließlich gegen die Hauswand. Durch den Aufprall wurde zudem noch ein weiteres, geparktes Fahrzeug durch umherfliegende Trümmerteile in Mitleidenschaft gezogen. "Insgesamt dürfte der Schaden bei über 15.000 Euro liegen", so die Polizei. 

Quelle: Polizei Südhessen

Trier: DNA-Reihentest zu Mordfall Beatrix Hemmerle noch ohne Treffer 

Ein DNA-Reihentest zur Aufklärung eines Mordfalls vor mehr als 30 Jahren in Trier hat bislang noch keinen Treffer gebracht. Der Kriminaldirektion Trier lägen schon rund 100 Proben vor, von denen etwa ein Fünftel ausgewertet sei, sagte ein Sprecher der Polizei. Es fehlten noch etwa 30 Speichelproben vor allem von Personen, die nicht mehr im Raum Trier wohnten. Die Männer waren im Zuge der Ermittlungen zum Mord an Beatrix Hemmerle personalisiert worden: Ein Unbekannter hatte die 32-Jährige im August 1989 in ihrer Wohnung erstochen.

Anlass für die DNA-Untersuchung ist, dass die Polizei den Fall seit 2017 neu aufgerollt hat und dank neuer Technik an einem Beweisstück auf genetische Spuren stieß, die vom Täter stammen sollen. Aufgrund des gesicherten DNA-Profils sei die Polizei "sehr zuversichtlich, dass der Fall aufgeklärt wird", sagte der Sprecher.

Die gut 100 Angeschriebenen sind laut Polizei der erste Teil von insgesamt 450 Männern. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Täter aus dem persönlichen oder räumlichen Umfeld des Opfers stammt. Er war über eine offen stehende Balkontür in die Wohnung eingedrungen. Hemmerles damals zwölfjähriger Sohn, der durch Schreie und Kampfgeräusche wach wurde, fand die Mutter im Sterben.

Quelle: DPA

Bonn: Polizisten schmusen mit Husky-Hündin

Flauschiger Einsatz bei der Polizei Bonn: Auf Twitter verbreiteten die Beamten ein Foto, das sie beim Knuddeln mit einem Husky zeigt. Am Samstag war der Polizei ein verängstigter Hund im Stadtteil Dransdorf gemeldet worden. "Doch beim Eintreffen unserer Kolleginnen gab es Entwarnung. Der verschmusten Hündin ging es wunderbar und nach ausgiebigen Streicheleinheiten wurde sie an die Tierrettung der Feuerwehr Bonn übergeben." Ob sie dort mittlerweile abgeholt wurde, konnte eine Polizeisprecherin am Montag noch nicht sagen.

Quelle: DPA

Berlin: Mann soll Frauen in Berlin in Auto gezogen und vergewaltigt haben

In Berlin muss sich ab Montag ein 33-Jähriger vor dem Landgericht verantworten, weil er Frauen in sein Auto gezogen und vergewaltigt haben soll. Wisam B. B. soll insgesamt vier Vergewaltigungen begangen haben. In zwei Fällen soll er im Januar und Februar 2020 mit Mittätern je eine Frau auf offener Straße in Berlin in sein Fahrzeug gezogen und vergewaltigt haben.     

In den beiden Fällen ist er nicht nur wegen Vergewaltigung, sondern wegen besonders schwerer Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. In dem Fall vom Januar soll sein 25-jähriger Bruder Karrar B. B. beteiligt gewesen sein, der ebenfalls angeklagt ist. Für den Prozess sind rund 20 Verhandlungstermine bis Ende Januar geplant.

Quelle: AFP

Nachrichten aus der Woche vom 14. bis 20. September 2020 lesen Sie hier.

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