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News des Tages: "König der Taschendiebe" nach Marokko abgeschoben

Geert Wilders wegen Hassrede verurteilt +++ FDP-Politikerin Hamm-Brücher ist tot +++ Flüchtlinge stürmen spanische Exklave +++ CSU pocht auf Doppelpass-Aus +++ Die Nachrichten des Tages im Überblick.

Taschendieb

Gegen den 33-jährigen Taschendieb lagen zeitweilig rund 20 Anzeigen vor (Symbolbild)

Die Nachrichten des Tages im Überblick:

+++ 21.03 Uhr: Obama ordnet Untersuchung mutmaßlicher russischer Hackerangriffe an +++

Der scheidende US-Präsident Barack Obama hat eine umfassende Untersuchung der Hackerangriffe während des Präsidentschaftswahlkampfs angeordnet, hinter denen Russland vermutet wird. Obama wolle, dass ihm der Untersuchungsbericht noch vor Ende seiner Amtszeit am 20. Januar vorgelegt werde, sagte am Freitag die Heimatschutzberaterin des Präsidenten, Lisa Monaco. Der Wahlkampf der gegen Donald Trump unterlegenen Demokratin Hillary Clinton war durch die Cyberangriffe torpediert worden. Durch die Attacken kamen vertrauliche E-Mails aus der Parteizentrale der Demokraten sowie aus dem Mailkonto von Clintons Wahlkampfmanager John Podesta ans Licht. 

+++ 19.09 Uhr: Zwei Jahre Haft für Veröffentlichung von IS-Video auf Facebook +++

Ein Gericht in London hat einen 31-Jährigen wegen Veröffentlichung eines Gewaltvideos zur Verherrlichung der Terrormiliz Islamischer Staat zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt. Das Urteil wurde am Freitag verkündet. Der Mann hatte das Video, auf dem Angriffe gegen US-Soldaten gezeigt werden, auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht. Er habe dieses Video für "informativ" gehalten, gab er noch während seiner Vernehmung bei der Polizei an.

+++ 18.51 Uhr: UN-Vollversammlung votiert für sofortige Waffenruhe in Syrien +++

Die UN-Vollversammlung hat in einer mit breiter Mehrheit verabschiedeten Resolution eine sofortige Waffenruhe in Syrien gefordert. Für den von Kanada eingebrachten Resolutionsentwurf, der auch lebensnotwendige Hilfslieferungen fordert, haben 122 Nationen gestimmt. Dagegen votierten 13 Nationen, 36 Länder enthielten sich. Russlands Außenminister Sergei Lawrow hatte am Rande der OSZE-Ministerkonferez in Hamburg am Donnerstag eine Waffenpause im umkämpften Aleppo verkündet, so dass Tausende Zivilisten in Sicherheit gebracht werden könnten. Unklar war zuletzt, ob der Waffenstillstand eingehalten werde. Lawrow relativierte zudem seine Aussage vom Donnerstag auf der OSZE-Pressekonferenz am Freitag.

+++ 18.25 Uhr: Deutscher Tourist muss für Sex am Freiheitsdenkmal in Riga zahlen +++

Wegen eines Liebesakts am Freiheitsdenkmal in Riga sind ein deutscher Tourist und seine spanische Begleitung mit einer Geldbuße von je 250 Euro bestraft worden. Der 23-Jährige und die 21-Jährige vergnügten sich in der Nacht zum Freitag am Fuße des mehr als 40 Meter hohen Monuments, wie ein von der Polizei veröffentlichtes Überwachungsvideo zeigt. Die anrückenden Beamten erwischten das Liebespaar kurz nach Beendigung ihres amourösen Abenteuers. Der Polizei zufolge gaben die beiden an, dass sie Sex an einem ungewöhnlichen Ort haben wollten und sich der Bedeutung des Denkmals nicht bewusst gewesen seien.

+++ 18.20 Uhr: Selbstmordattentäterinnen reißen in Nigeria 30 Menschen mit in den Tod +++

Zwei Selbstmordattentäterinnen haben in Nigeria mindestens 30 Menschen in den Tod gerissen. Die beiden Frauen sprengten sich nach Armeeangaben auf einem gut besuchten Markt in Madagali im Nordosten des Landes in die Luft. Zahlreiche weitere Menschen wurden verletzt. Das Militär machte die Islamistengruppe Boko Haram für den Doppelanschlag verantwortlich. Der Gemeindevorsteher Yusuf Muhammad sagte, die beiden Frauen hätten sich als Kundinnen ausgegeben. Ihre Sprengstoffgürtel hätten sie an unterschiedlichen Stellen zur Explosion gebracht: die eine im Lebensmittelbereich, die andere in der Abteilung für gebrauchte Kleidung.

+++ 17.47 Uhr: Umfrage: 2016 war für die meisten Deutschen ein gutes Jahr +++

2016 war für drei von vier Menschen in Deutschland persönlich ein gutes Jahr - zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage für das ZDF-"Politbarometer". 77 Prozent der 1234 Teilnehmer bezeichneten das Jahr trotz Terroranschlägen und hitziger gesellschaftlicher Debatten auf sich bezogen als "eher gut". Dieser Wert liegt laut ZDF in etwa auf dem Vorjahresniveau. Auch mit Blick auf 2017 sind die meisten optimistisch: Knapp zwei Drittel erwarten, dass sich für sie im neuen Jahr nicht viel ändern wird. Mit einer Verschlechterung rechnen dagegen lediglich fünf Prozent.

+++ 17.39 Uhr: 21st Century Fox will Sky für 21,8 Milliarden Euro übernehmen +++

Der europäische Bezahlsender Sky hat nach eigenen Angaben ein informelles Übernahmeangebot des US-Unterhaltungskonzerns 21st Century Fox erhalten. Dieses habe einen Wert von 18,5 Milliarden Pfund (21,8 Milliarden Euro), teilte der an der Londoner Börse gelistete TV-Sender Sky am Freitag mit. 21st Century Fox hält bereits jetzt einen Anteil von 39 Prozent an Sky.

+++ 17.22 Uhr: Herztod in der Narkose: Panda Long Hui in Wien gestorben +++

Der vielfache Panda-Vater Long Hui ist tot. Das Panda-Männchen aus dem Tierpark Schönbrunn in Wien starb während einer Krebs-Untersuchung. "Wir können es noch gar nicht glauben", sagt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter am Freitag. Während der Narkose habe das Herz des 16 Jahre alten, schon schwer krebskranken Pandas aufgehört zu schlagen. Er war seit Wochen unpässlich und stand unter medizinischer Kontrolle.

Long Hui hatte vier Mal für Nachwuchs gesorgt. Erst im August kamen die Pandabären Fu Feng und Fu Ban auf die Welt. Seine ersten drei Kinder Fu Long (2007), Fu Hu (2010) und Fu Bao (2013) leben mittlerweile in China. Mit seiner Partnerin Yang Yang war Long Hui als Leihgabe Chinas nach Österreich gekommen. Das Panda-Pärchen ist das einzige, das sich in einem Zoo in Europa auf natürlichem Weg fortgepflanzt hat. Künftig will der Berliner Zoo sein Glück mit der Panda-Zucht versuchen, die als extrem schwierig gilt.

+++ 17.04 Uhr: Terrorverdächtiger in Rotterdam festgenommen +++

Ein Spezialkommando der niederländischen Polizei hat in Rotterdam einen Terrorverdächtigen festgenommen. In dessen Wohnung sei auch ein Sturmgewehr des Typs Kalaschnikow mit zwei vollen Magazinen gefunden worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag in Rotterdam mit. Der 30-jährige Mann stehe unter dem Verdacht, eine Terrortat vorbereitet zu haben. In seiner Wohnung in Rotterdam wurde den Angaben zufolge auch ein großes Bild von einer IS-Flagge gefunden.

Der Mann habe die niederländische Nationalität, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Polizei nahm den Mann nach Hinweisen des niederländischen Geheimdienstes fest. 

+++ 17.01 Uhr: OSZE-Außenminister beenden Beratungen in Hamburg +++

Mit mehrstündiger Verspätung sind die Beratungen des OSZE-Ministerrats in Hamburg am Freitagnachmittag beendet worden. "Wir haben gezeigt, dass wir zu Kompromissen fähig sind", sagte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) in der Abschlusssitzung. Die Diskussionen der vergangenen beiden Tage hätten gezeigt: "Wir sind nicht bei allen Fragen einer Meinung, aber wir wissen, was wir an einer effektiven OSZE haben."

In der abschließenden Erklärung des deutschen OSZE-Vorsitzes wurden Differenzen eingeräumt, wie sie erneut besonders in Verbindung mit der Ukraine-Krise zutage traten. Zugleich wurde aber die Bedeutung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) als Dialogforum "gerade in schwierigen Zeiten" hervorgehoben.

+++ 16.42 Uhr: Britische Abgeordnete bricht Schweigen über sexuellen Missbrauch +++

Seit mehrere britische Ex-Profis öffentlich über Missbrauch im Jugendfußball gesprochen haben, lässt das Thema Großbritannien nicht mehr los. Jetzt hat auch eine Abgeordnete bei einer Debatte im britischen Parlament ihr Schweigen gebrochen. Michelle Thompson (51) von der Schottischen Nationalpartei SNP berichtete, sei im Alter von 14 Jahren auf dem Weg nach Hause vergewaltigt worden. "Wie so oft üblich von jemandem, den ich kannte", sagte Thompson bei in einer Debatte über Gewalt gegen Frauen in dieser Woche. Sie habe damals weder ihren Eltern noch Freunden von dem Vorfall erzählt.

Mit ihrer Leidensgeschichte an die Öffentlichkeit gegangen sei sie, weil sie anderen Menschen Mut machen wolle, erklärte Thompson in einem BBC-Interview am Freitag. Die Vergewaltigung habe ihr Leben nachhaltig beeinflusst, sagte Thompson. Trotzdem lege sie Wert drauf, nicht als Opfer betrachtet zu werden: "Ich bin eine Überlebende." 

+++ 16.06 Uhr: "König der Taschendiebe" aus Nordrhein-Westfalen nach Marokko abgeschoben +++

Ein als "König der Taschendiebe" bezeichneter Asylbewerber aus Marokko ist einem Zeitungsbericht zufolge in sein Heimatland abgeschoben worden. Taoufik M. sei am späten Donnerstagnachmittag unter massivem Widerstand abgeschoben worden, berichtete die "Rheinische Post" aus Düsseldorf unter Berufung auf das nordrhein-westfälische Innenministerium vorab aus ihrer Samstagsausgabe.

Der 33-Jährige, der zuletzt in Düsseldorf gelebt habe, sei in Begleitung von Bundespolizisten mit einer Maschine der Royal Air Maroc von Frankfurt am Main nach Casablanca ausgeflogen worden. Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) sagte der Zeitung: "Dieser Mann ist kein Flüchtling, sondern ein Krimineller." Gegen den vorbestraften M. lagen demnach zeitweilig rund 20 Anzeigen unter anderem wegen Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung und gewerbsmäßigen Diebstahls vor.

+++ 15.53 Uhr: Selbstmordattentäterinnen reißen in Nigeria mindestens 30 Menschen in den Tod +++

Bei zwei Selbstmordanschlägen sind in Nigeria nach Angaben der Armee mindestens 30 Menschen getötet worden. Zwei Frauen hätten sich auf einem gut besuchten Markt in Madagali in die Luft gesprengt, sagte ein Armeesprecher der Nachrichtenagentur AFP. Es gebe zahlreiche Verletzte.

+++ 15.06 Uhr: Fitnesstrainer tötet Nachbarin im Streit - Elf Jahre Haft +++

Ein Fitnesstrainer ist wegen der Tötung seiner Nachbarin zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Der 54-Jährige hatte nach monatelangem Schweigen am ersten Prozesstag vor dem Landgericht Wuppertal gestanden. Er hatte gesagt, die 23 Jahre alte Nachbarin habe ihn Anfang Dezember 2015 im Treppenflur des Mehrfamilienhauses beschimpft. "Ich hab dann rot gesehen und wie von Sinnen auf sie eingeschlagen", sagte der Angeklagte zu Prozessbeginn im Oktober.

Das Landgericht sprach am Freitag von "überbordender Gewalt" gegen das unterlegene Opfer und erkannte auf Totschlag. Der Angeklagte sei ein Verehrer der Frau gewesen und habe offenbar mehr gewollt als sie. Der Mann hatte sein Opfer in dem Mehrfamilienhaus über mehrere Treppen in deren Wohnung bugsiert. Dabei brach ein Bein der Frau, das sich beim Hochschleppen verfing. Die Frau war Tage später tot in der Badewanne ihrer Wohnung entdeckt worden. Der Haftbefehl gegen den 54-Jährigen blieb in Kraft.

+++ 14.45 Uhr: Kinder bekommen Finderlohn und Schokolade für Fund von 30.000 Euro +++

Gut zwei Wochen nach dem Fund von 30.000 Euro auf dem Schulweg in Gundelfingen bei Freiburg haben fünf Kinder 910 Euro Finderlohn bekommen. Ein 47 Jahre alter Mann hatte das Geld verloren. Die 12 und 13 Jahre alten Mädchen und Jungen können sich nach einem Bericht der "Badischen Zeitung" (Freitag) jetzt über je 182 Euro Finderlohn freuen. Außerdem habe der Mann, der das Geld nach eigenen Angaben beim Spazierengehen verloren hatte, als Dank noch Schokolade dazugegeben. Für ihr verspätetes Erscheinen in der Schule hätten die Kinder sogar ein Entschuldigungsschreiben der Polizei erhalten, berichtete die Zeitung. 

+++ 14.05 Uhr: Soldat überlebt nach Hubschrauber-Crash zwei Wochen im Dschungel +++

Zwei Wochen nach einem Militärhubschrauber-Absturz im Dschungel ist in Indonesien ein Insasse lebend gefunden worden. Der Soldat erreichte ein Dorf in der abgelegenen Region Malinau in der Provinz Nordkalimantan auf der Insel Borneo, wie das Militär am Freitag berichtete. Er sei an Armen und Beinen verletzt und sehr schwach gewesen, weil er seit Tagen nichts mehr gegessen habe. Der Hubschrauber war am 24. November auf dem Weg zu einem Stützpunkt abgestürzt. Der Pilot war drei Tage nach dem Unglück lebend gefunden worden. Drei Menschen kamen bei dem Absturz ums Leben.

+++ 13.26 Uhr: Lawrow sieht Chance für Einigung mit USA zu Aleppo +++

Im Syrien-Konflikt sieht der russische Außenminister Sergej Lawrow Chancen für eine Absprache mit den USA über die umkämpfte Großstadt Aleppo. "Wenn sich die US-Experten nicht wieder etwas ausdenken und auf den Tisch legen - wie zuletzt vor ein paar Tagen -, dann gibt es eine sehr gute Möglichkeit, sich zu einigen", sagte Lawrow am Freitag in Hamburg.

Zugleich betonte Lawrow, dass eine am Donnerstag einseitig ausgerufene Feuerpause in Aleppo nur vorübergehend sein solle, um den Menschen zu ermöglichen, die Stadt zu verlassen. Von einem "kompletten Waffenstillstand" habe er selbst nie gesprochen. Anschließend werde solange weitergekämpft, "bis die Banditen die Stadt verlassen" hätten. Die syrische Armee hatte zuletzt mit russischer Hilfe eine Offensive gegen den von Rebellen gehaltenen Osten Aleppos eingeleitet und seitdem mehrere Viertel eingenommen.

+++ 13.03 Uhr: Deutsche sorgen sich vor allem um Familie und Geld +++

"German Angst" ist in der englischen Sprache zum Begriff geworden. Der Grund: Deutsche machen sich grundsätzlich offenbar mehr Sorgen als viele andere Völker. Die größten Sorgen machen sich die Deutschen laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage für die Gothaer Versicherung um die Familie und das Geld. Große oder sehr große Angst haben sechs von zehn Befragten davor, einen nahen Verwandten zu verlieren. Mehr als die Hälfte befürchtet außerdem, dass die Rente oder die Rücklagen im Alter nicht zum Leben ausreichen. Konkrete Angst haben viele Deutsche auch vor einer schweren Krankheit, einem möglichen Unfall oder davor, Opfer eines Anschlags oder einer Gewalttat zu werden. Nur wenige machen sich der Umfrage zufolge dagegen Sorgen um einen Arbeitsplatzverlust oder die Anforderungen im Beruf nicht erfüllen zu können. Durchweg ist die Angst bei Frauen größer als bei Männern.

+++ 12.44 Uhr: Schlechte Phase für deutschen Außenhandel +++

Deutschlands Exporte sind im Oktober deutlich zurückgegangen. Sie schrumpften im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,1 Prozent auf 101,5 Milliarden Euro, teilt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Auch die Importe sanken, und zwar um 2,2 Prozent auf 82,2 Milliarden Euro. "Das ist ein mieser Start für den deutschen Außenhandel in das Schlussquartal", erklärt der Außenhandelsverband in Berlin. Die Außenhandelsbilanz, also die Differenz zwischen Ex- und Importen, schloss mit einem Überschuss von 19,3 Milliarden Euro. Das war etwas weniger als im Vorjahresmonat, als 21,7 Milliarden Euro unter dem Strich standen. Die internationale Unruhe nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch in der Politik hinterlasse ihre Spuren, erklärte der Außenhandelsverband.

+++ 12.21 Uhr: Mehr als 1000 russische Sportler Teil eines Staatsdoping-Systems +++

Mehr als 1000 russische Sportler sind nach Ermittlungen der Welt-Anti-Doping-Agentur zwischen 2011 und 2015 Teil einer großangelegten staatlichen Dopingpolitik gewesen. Dies hat Wada-Chefermittler Richard McLaren bei der Vorstellung seines zweiten Berichts in London mitgeteilt. Es habe sich um eine "institutionelle Verschwörung" über mehrere Jahre und sportliche Großereignisse hinweg gehandelt. Es seien auch Beweise gefunden worden, dass Dopingproben von insgesamt zwölf Medaillengewinnern der Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 manipuliert worden seien. Dabei handele es sich in vier Fällen um Gewinner von Goldmedaillen. Angesichts dieser neuerlichen umfassenden Vorwürfe des Staatsdopings droht Russland nun möglicherweise der komplette Ausschluss von den Olympischen Winterspielen 2018 im südkoreanischen Pyeongchang. Von den Sommerspielen von Rio waren bereits die russischen Leichtathleten ausgeschlossen worden.

+++ 11.42 Uhr: 400 Flüchtlinge stürmen spanische Exklave in Marokko +++

Fast 400 Flüchtlinge haben nach Angaben der Behörden die spanische Exklave Ceuta in Marokko gestürmt. Wie die örtliche Präfektur mitteilte, gelang es den Migranten am frühen Morgen, an zwei Punkten die sechs Meter hohe Barriere zu durchbrechen, die das Gebiet umgibt. Dabei wurden zwei Grenzschützer und drei Flüchtlinge leicht verletzt. Die Flüchtlinge stammen nach Angaben der Behörden vor allem aus dem subsaharischen Afrika. Immer wieder versuchen Schutzsuchende, mit dem Vordringen auf die spanischen Exklaven EU-Boden zu erreichen. Ein weiteres spanisches Gebiet in Marokko ist weiter östlich gelegene Melilla.

Geert Wilders faltet sitzend die Hände - Wegen einer Hassrede wurde er verurteilt, aber nicht bestraft

Wegen einer Hassrede gegen Marokkaner verurteilt, aber nicht bestraft: der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders


+++ 11.32 Uhr: Rechtspopulist Geert Wilders schuldig, keine Strafe +++

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders ist der Diskriminierung und Beleidigung von Marokkanern schuldig gesprochen worden; er geht aber straffrei aus. Ein Gericht in Amsterdam urteilte, dass Wilders mit einer Rede gegen Marokkaner 2014 die Grenzen der Meinungsfreiheit verletzt habe. Ein Schuldspruch reiche allerdings als Strafe aus. Das Urteil hat keine direkten Folgen für sein Mandat als Abgeordneter. Während der Rede vor zwei Jahren hatte Wilders seine Anhänger dazu angestachelt, in Bezug auf die Anzahl in den Niederlanden lebenden Marokkaner immer wieder die Parole "Minder! Minder! Minder!" ("Weniger! Weniger! Weniger!") zu skandieren.

+++ 10.58 Uhr: Absturzopfer nach zwei Wochen im Dschungel gerettet +++

Zwei Wochen nach dem Absturz seines Hubschraubers in einem Dschungel auf Borneo ist ein indonesischer Soldat lebend gefunden worden. "Dank sei Gott dem Allmächtigen, wir haben einen der Passagiere des abgestürzten Hubschraubers gefunden", erklärte Armeesprecher Sabrar Fadhilah. Dorfbewohner hätten den völlig erschöpften Yohanes Syahputra entdeckt. Der Soldat habe Wunden an seinen Händen, Beinen und am Bauch gehabt und "seit Tagen nichts gegessen". Örtliche Medien berichteten, ein Bauer habe den Soldaten entdeckt, als er sich in einer Hütte am Rande einer Plantage ausgeruht habe. Syahputra und vier weitere Soldaten waren am 24. November mit einem Hubschrauber in einem entlegenen Dschungel auf Borneo abgestürzt. Erst drei Tage später wurde das Wrack entdeckt, ein Pilot wurde gerettet. Drei Insassen konnten nur tot geborgen worden, Syahputra wurde vermisst.

+++ 10.44 Uhr: Mindestens sechs Tote bei Explosion in Kairo +++

Bei einer Explosion in der Nähe eines Polizeikontrollpunkts in Kairo sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Das berichteten Staatsmedien und Behördenvertreter in der ägyptischen Hauptstadt. Demnach ereignete sich die Explosion, deren Ursache zunächst unklar war, im Westen von Kairo unweit einer Moschee.


+++ 10.42 Uhr: FDP-Politikerin Hamm-Brücher ist tot +++

Die FDP-Politikerin Hildegard Hamm-Brücher ist im Alter von 95 Jahren gestorben, wie ihre Partei mitteilte. Ihr Sohn bestätigte laut der Deutschen Presse-Agentur den Tod. Hamm-Brücher war unter Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) Staatsministerin im Auswärtigen Amt und 1994 Kandidatin für das Bundespräsidentenamt.

+++ 10.34 Uhr: UN-Kommissar nennt 2016 katastrophales Jahr für Menschenrechte +++

UN-Kommissar Seid Rad al-Hussein hat eine weltweite Aushöhlung der Menschenrechte beklagt. 2016 sei ein katastrophales Jahr gewesen, bilanzierte er in Genf kurz vor dem Tag der Menschenrechte am 10. Dezember. Sollte es mit dieser Dynamik weitergehen, werde letztlich jeder darunter leiden.

Der Menschenrechts-Beauftragte der Vereinten Nationen verwies dabei auf aktuelle Konflikte wie den Bürgerkrieg in Syrien, die Gewalt von Extremisten und ein wirtschaftliches Ungleichgewicht. Das alles seien auch Treiber einer Krise der Menschenrechte.

Viele Menschen fühlten sich angesichts dessen unsicher, sagte Al-Hussein. Grund dafür sei das Versagen vieler politischer Führer im Umgang mit den Problemen. Das spiele Populisten in die Hände, die Angst säten und Zwiespalt verbreiteten.

+++ 10.30 Uhr: 1,8 Millionen Jahre altes Wal-Fossil in Mexiko entdeckt +++

In einem kleinen mexikanischen Fischerdorf ist das etwa 1,8 Millionen Jahre alte Fossil eines Wales gefunden worden. Der Fund sei in einem Fluss gemacht worden, der in Punta Maldonado, einem Küstendorf im südlichen Bundesstaat Guerrero, ins Meer fließt, teilte das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte (Inah) mit.

Das Fossil werde nun mithilfe von Laboranalysen genauer erforscht, erklärte Inah-Wissenschaftler Hermosillo Worley. Die Überreste des Wales, die die Paläontologen zutage förderten, sind fünf Meter lang. Der Meeressäuger war aber womöglich insgesamt zwölf Meter lang. Laut Worley hilft der Fund bei der Erforschung der Wale, insbesondere der Evolution ihrer Schädelhöhle.

+++ 10.20 Uhr: Zahl der neuen Asylanträge im November gesunken +++

Die Zahl der neu in Deutschland gestellten Asylanträge ist im November auf 26.438 gesunken. Gegenüber dem Oktober bedeutet dies einen Rückgang um rund 6000 Anträge oder 19 Prozent und gegenüber dem November des vergangenen Jahres um rund 31.400 Anträge oder 54,3 Prozent, wie das Bundesinnenministerium am Freitag in Berlin mitteilte. Demnach stiegen gegen den Trend aber die Anträge vom Westbalkan. Aus Albanien, Bosien-Herzegowina, dem Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien erhöhte sich die Zahl der Antragsteller auf zusammen 3079. Hauptherkunftsland war Syrien mit 4604 Erstanträgen, gefolgt von Afghanistan (2995), Irak und Eritrea. 

+++ 10.13 Uhr: "Postfaktisch" ist "Wort des Jahres" 2016 +++

Der Begriff "postfaktisch" ist zum "Wort des Jahres" 2016 gekürt worden. Das gab die Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden bekannt. In politischen und gesellschaftlichen Diskussionen gehe es zunehmend um Emotionen anstelle von Fakten, erklärte die GfdS. Insofern stehe das Wort für einen tiefgreifenden politischen Wandel. Immer größere Bevölkerungsschichten seien aus Widerwillen gegen "die da oben" bereit, Tatsachen zu ignorieren und sogar offensichtliche Lügen zu akzeptieren. Die Entscheidung der Jury sei einstimmig ausgefallen.

+++ 10.00 Uhr: Getötete Studentin in Freiburg - Polizei sucht zwei Zeugen +++

Im Fall der getöteten Studentin in Freiburg sucht die Polizei nach einer Radfahrerin und einer Frau aus der Straßenbahn. "Vielleicht haben die beiden etwas bemerkt und können Hinweise geben", sagte eine Polizeisprecherin. Ein anderer Radfahrer, der in der Tatnacht am 16. Oktober auf dem Heimweg war, hatte in Tatortnähe ein weißes Damenfahrrad am Fahrbahnrand liegen sehen. Der Zeuge gab zudem an, ungefähr auf selber Höhe von einer schnellen Radfahrerin - vielleicht auf einem Rennrad - überholt worden zu sein. "Diese Zeugin suchen wir nun, da sie möglicherweise Hinweise zum Tatgeschehen geben könnte", sagte die Polizeisprecherin.

Eine weitere Zeugin, die die Ermittler befragen wollen, fuhr in der Straßenbahn, in der auch der mutmaßliche Täter unterwegs war. Nach Angaben der Polizei war die Frau an der Haltestelle Bertoldsbrunnen in die Bahn eingestiegen und wenig später an der Haltestelle Alter Messplatz wieder ausgestiegen. Das konnte die Polizei mithilfe von Videomaterial aus der Straßenbahn rekonstruieren. Die Frau hat lange dunkle Haare und trug in der Nacht einen knielangen weiß gemusterten Rock, eine dunkle Jacke und hatte eine dunkle Handtasche bei sich.

+++ 9.32 Uhr: Festnahme nach Sprengstoffanschlägen in Dresden +++

Nach dem Sprengstoffanschlag auf eine Dresdner Moschee Ende September hat die Polizei jetzt einen Tatverdächtigen festgenommen. Details sollen am Vormittag mitgeteilt werden, hieß es im Operativen Aberwehrzentrum in Leipzig.

Eine Woche vor den zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden waren dort gleich zwei Anschläge mit Sprengstoff verübt worden, einer auf die Moschee und einer auf das Kongresszentrum der Stadt. Danach waren etliche Hinweise eingegangen, insbesondere zum Geschehen an der Moschee und zu einem Video, das den mutmaßlichen Täter zeigt. Eine heiße Spur gab es lange Zeit aber nicht.

+++ 8.31 Uhr: Trump-Anhänger spenden auch nach der Wahl noch 3,5 Millionen Dollar +++

Auch nach der Wahl Donald Trumps zum nächsten US-Präsidenten fließen die Spenden seiner Anhänger weiter. Seit dem Wahltag am 8. November überwiesen sie mindestens 3,5 Millionen Dollar (3,3 Millionen Euro) an Trump und die Republikaner, wie die "Washington Post" unter Berufung auf Zahlen der Wahlkommission berichtete. Kleinere Spenden oder direkte Zahlungen an Trumps Wahlkampfkomitee seien darin nicht enthalten.

Demnach überholte Trump im Zeitraum vom 20. Oktober bis zum 28. November erstmals seine Rivalin im Präsidentenwahlkampf Hillary Clinton mit Einnahmen von 111 Millionen Dollar. Clinton habe im selben Zeitraum nur 106 Millionen Dollar eingesammelt. Rund 66 Millionen Dollar für den Wahlkampf stammten dem Bericht zufolge aus Trumps eigener Tasche - immerhin noch deutlich weniger als die ursprünglich angekündigten 100 Millionen.

+++ 8.29 Uhr: 8500 Menschen sollen Aleppo verlassen haben +++

In der umkämpften syrischen Stadt Aleppo sollen russischen Angaben zufolge innerhalb von 24 Stunden rund 8500 Menschen die Konfliktzone verlassen haben. Zudem hätten einige Kämpfer die Waffen niedergelegt, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Eine unabhängige Bestätigung dafür gibt es bislang nicht. Russlands Außenminister Sergej Lawrow hatte gestern gesagt, die syrische Armee habe ihre Angriffe in Aleppo unterbrochen, um etwa 8000 Zivilisten aus der Stadt zu bringen. Doch gingen die Kämpfe nach Angaben von Aktivisten weiter. Lawrow kündigte zudem ein Treffen russischer und amerikanischer Experten für Samstag in Genf an. Sie sollten ein Abkommen mit einer Lösung für Ost-Aleppo erarbeiten. Russland ist Verbündeter der syrischen Führung und unterstützt die Regierungstruppen seit einem Jahr militärisch.

+++ 8.16 Uhr: Südkoreas Parlament beschließt Entmachtung von Präsidentin Park +++

Knapp ein Jahr vor der geplanten Präsidentenwahl in Südkorea hat das Parlament die politisch angeschlagene Staatschefin Park Geun Hye vorläufig entmachtet. Der Antrag der Opposition auf ein Amtsenthebungsverfahren gegen Park wurde mit der nötigen Zwei-Drittel-Mehrheit angenommen, wie südkoreanische TV-Sender berichteten.

Anlass für den Antrag ist ein Korruptionsskandal um eine Freundin der Präsidentin. Park wird vorgeworfen, ihrer Vertrauten Choi Soon Sil die Einmischung in Regierungsgeschäfte erlaubt zu haben. Auch soll Choi dank ihrer Beziehung zu Park Sponsorengelder für zwei Stiftungen eingetrieben und sich persönlich bereichert haben. Park wird der Mittäterschaft beschuldigt. 

+++ 6.05 Uhr: Ein Drittel der großen australischen Firmen hat keine Steuern gezahlt +++

Gut ein Drittel der größten Unternehmen in Australien hat im vergangenen Steuerjahr (30. Juni) nicht einen Cent abgeführt. 60 Prozent der fast 700 Firmen waren im Rohstoffsektor aktiv, wie die Steuerbehörde (ATO) berichtete. Dies bedeute nicht, dass die Unternehmen Steuern hinterziehen, fügte die Behörde hinzu. "Selbst Firmen mit sehr hohen Einkünften können Verluste machen", sagte Behördenchef Chris Jordan. Der Rohstoffsektor kämpft seit mehr als einem Jahr mit fallenden Preisen.

"Alle Unternehmen erfüllen ihre Steuerpflichten", teilte die Chefin des Unternehmerverbandes Business Council of Australia, Jennifer Westacott, mit. Die Unternehmen zahlten ihre Steuern nicht auf das Betriebseinkommen, sondern auf Gewinne, die nach Zahlung aller Betriebskosten, einschließlich der Löhne, übrig blieben. 

+++ 4.33 Uhr: Kanadischer Zoo untersucht Tod von sieben Pinguinen durch Ertrinken +++

Der mysteriöse Tod von sieben Pinguinen beschäftigt den Zoo im kanadischen Calgary: Alle sieben Vögel starben durch Ertrinken - obwohl Pinguine eigentlich hervorragende Schwimmer sind. Der Tod der sieben Humboldt-Pinguine sei eine "schreckliche Nachricht", sagte Tierpfleger-Chefin Jamie Dorgan. Der Zoo habe Ermittlungen aufgenommen um zu klären, wie es zu dem Unglück kommen konnte.

Die Tiere waren tot in ihrem Gehege gefunden worden. Eine Obduktion ergab Tod durch Ertrinken. Die übrigen 15 Mitglieder der Pinguin-Kolonie leben noch.

+++ 4.20 Uhr: CSU pocht trotz Absage Merkels auf Doppelpass-Aus +++

Die CSU will das Nein von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Abkehr vom Doppelpass nicht hinnehmen und pocht auf eine Umsetzung des CDU-Parteitagsbeschlusses. "Wir können nicht mit Verweis auf den Koalitionsvertrag achselzuckend sagen: Wir bleiben jetzt halt dabei", erklärte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer der "Welt". Die mit der SPD im Koalitionsvertrag vereinbarte Regelung, die Optionspflicht für in Deutschland geborene Zuwandererkinder abzuschaffen, hält er für nicht mehr zeitgemäß. "Da hatten wir noch keine massenhafte Zuwanderung von Menschen, von denen viele wohl auch Bleibeperspektive haben. Wir hatten auch noch keine türkische Innenpolitik auf deutschem Boden." Die Demonstrationen türkischstämmiger Bürger in Deutschland für den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hätten die ablehnende Haltung der CSU zum Doppelpass noch einmal bestätigt.

+++ 4.15 Uhr: Jedes vierte Kind weltweit lebt in Krisengebiet +++

Rund 535 Millionen Kinder weltweit leben Unicef zufolge in Krisen- und Katastrophengebieten. Das bedeute, dass jedes vierte Kind häufig keinen Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildung, Lebensmitteln oder Schutz habe, teilte die Kinderschutzorganisation am Freitag mit. Damit seien sie besonders anfällig für Krankheiten und Gewalt.

Mehr als 390 Millionen der betroffenen Kinder lebten in Afrika südlich der Sahara, fast 65 Millionen im Nahen Osten. Unicef-Geschäftsführer Anthony Lake sagte, für Kinder sei es nicht nur für ihre individuelle Entwicklung wesentlich, ob sie in einem friedlichen oder einem vom Krieg zerrissenen Land aufwüchsen, sondern auch für die Zukunft ihrer Gesellschaften.

Kinder in Syrien: Diese Bilder sind ein stummer Hilfeschrei
Weinendes Mädchen wartet in einem provisorischen Krankenhaus in Duma auf seine Behandlung

Weinend wartet dieses verletzte Mädchen in einem provisorischen Krankenhaus in Duma auf seine Behandlung. Zuvor soll die von Rebellen kontrollierte syrische Stadt aus der Luft bombardiert worden sein (23. August 2016).

+++ 2.26 Uhr: Clinton warnt vor Falschmeldungen im Internet +++

Die unterlegene US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat vor der Verbreitung von Falschmeldungen im Internet gewarnt. Diese könnten "Konsequenzen in der realen Welt" haben, sagte Clinton in Washington. Im Kampf gegen Falschmeldungen gehe es nicht um Politik oder Parteizugehörigkeit: "Menschenleben sind in Gefahr". Die Demokratin beklagte eine "Epidemie böswilliger Falschmeldungen und falscher Propaganda", die in den vergangenen Monaten das Internet geflutet habe. Dem Phänomen müsse rasch die Stirn geboten werden, um "unsere Demokratie und unschuldige Leben zu beschützen".

Clinton war im Wahlkampf von ihren Gegnern unter anderem als Chefin eines Pädophilenrings bezeichnet worden, der sich in einem beliebten Pizzarestaurant in Washington treffe. Am vergangenen Wochenende stürmte daraufhin ein 28-jähriger Bewaffneter das Restaurant und schoss um sich. Herbeigeeilten Polizisten sagte er, er sei eigens aus North Carolina gekommen, um selbst in dem Pizzagate-Fall zu "ermitteln".

+++ 1.43 Uhr: Trump bleibt Produzent von Reality-Fernsehshow +++

Donald Trump bleibt trotz seines Wechsels ins Weiße Haus Produzent der Castingshow "Celebrity Apprentice". Trump werde in der im kommenden Jahr startenden neuen Staffel weiter als Produzent der Fernsehserie genannt werden, bestätigte eine Sprecherin des Senders NBC. Die Sprecherin äußerte sich nicht dazu, wie der künftige Präsident und Milliardär entlohnt wird. Laut dem Branchenblatt "Variety" dürfte Trump pro Folge mindestens eine fünfstellige Summe erhalten.

"Celebrity Apprentice" ist ein Ableger der erfolgreichen Reality-Show "The Apprentice", in der Trump als Gastgeber Kandidaten um einen Ausbildungsplatz wetteifern ließ. Sein ritueller Satz "You're fired!" ("Du bist gefeuert") am Ende jeder Folge wurde zu einem seiner Markenzeichen. Im vergangenen Jahr hatte er die Rolle des Gastgebers abgegeben. Ab Januar wird Arnold Schwarzenegger - Schauspieler und Ex-Gouverneur von Kalifornien - Kopf der Jury sein. Die 15. Staffel beginnt am 2. Januar, also 18 Tage bevor Trump seinen Amtseid ablegen wird.

+++ 1.06 Uhr: Regierung verstärkt Kampf gegen Genitalverstümmelung +++

Die Bundesregierung will junge Frauen aus Zuwandererfamilien besser vor Genitalverstümmelung schützen. Dazu soll Begleitern, die mit ihnen für den Eingriff ins Ausland reisen wollen, der Reisepass entzogen werden. Das Bundeskabinett wolle heute eine entsprechende Änderung des Passgesetzes beschließen, berichtet die Funke-Mediengruppe.

Teilweise reisten Familien mit ihren Kindern in den Ferien etwa nach Afrika, Nahost oder Asien, um in ihren Heimatländern den Mädchen Teile der Schamlippen und der Klitoris entfernen zu lassen, hieß es weiter. Der drohende Passentzug sei ein "bedeutender Schritt", um junge Frauen besser zu schützen, sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) den Funke-Zeitungen. In Deutschland wird dem Bericht zufolge die Zahl der verstümmelten Mädchen und Frauen auf mindestens 30.000 geschätzt.

+++ 1.05 Uhr: Deutsche senden Weihnachtsgrüße am liebsten digital +++

Weihnachtspost ganz modern: Zwei Drittel der Deutschen verschicken ihre Weihnachtsgrüße laut einer Umfrage in diesem Jahr per WhatsApp oder Facebook. Nur 39 Prozent der Befragten setzen dagegen auf klassische Weihnachtsbriefe, wie eine YouGov-Umfrage im Auftrag des Energiekonzerns Eon ergab.

Bei Unternehmen ist der klassische Weihnachtsbrief allerdings noch beliebt: Der Umfrage zufolge schicken zwei Drittel der befragten Betriebe ihre Weihnachtsgrüße weiter per Post. Immerhin setzen demnach auch 40 Prozent der Unternehmen auf E-Mail und 33 Prozent auf WhatsApp oder Facebook. Mehrfachnennungen waren möglich.

+++ 1.04 Uhr: Bombardier streicht 2500 Stellen in Deutschland +++

Der angeschlagene kanadische Zug- und Flugzeugbauer Bombardier streicht laut einem Zeitungsbericht 2500 Stellen in Deutschland. Betroffen seien vor allem die Werke in Hennigsdorf, Görlitz und Bautzen, berichtete das "Handelsblatt". Dem Bericht zufolge verlässt zudem Bombardier-Deutschlandchef Germar Wacker nach einem halben Jahr das Unternehmen. Sein Nachfolger werde der bisherige Chef der Bahn-Sparte, Michael Fohrer.

Bombardier hatte bereits im Oktober den Abbau von weltweit rund 7500 Stellen angekündigt, dabei aber noch keine Angaben zu Deutschland gemacht. Der Konzern hat nach eigenen Angaben weltweit gut 70.000 Mitarbeiter, davon mehr als 8000 in Deutschland. 

+++ 0.13 Uhr: Bund und Länder einig über Gesetz zur Finanzreform +++

Bund und Länder haben sich nach heftigem Streit überraschend doch noch auf ein Gesetzespaket zur Neuordnung der Finanzbeziehungen verständigt. Bei einem Treffen der Regierungschefs der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) klärten beide Seiten eine Reihe strittiger Details. Es gebe eine Einigung "auf all die notwendigen Grundgesetzänderungen" für die Neuordnung der Finanzbeziehungen zwischen Bund und Ländern, sagte Merkel nach mehr als achtstündigen Verhandlungen.

+++ 0.06 Uhr: Staat erwirtschaftet offenbar auch 2016 kräftigen Überschuss +++

Deutschland wird nach einem Medienbericht auch in diesem Jahr mit einem deutlichen Plus in den Staatskassen abschließen - trotz zusätzlicher Ausgaben. Bund, Länder, Gemeinden sowie Sozialversicherungen werden einen sogenannten strukturellen Überschuss von 0,75 Prozent der Wirtschaftsleistung erzielen, wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf eine Beschlussvorlage für die Sitzung des Stabilitätsrates von Bund und Ländern am kommenden Montag berichtet. Beim strukturellen Saldo werden konjunkturelle Schwankungen und Einmalfaktoren herausgerechnet. 2015 hatte der Staat noch ein Plus von 0,9 Prozent erwirtschaftet.

mad/dho / DPA / AFP