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News des Tages: Hamburg: Mann erschießt 26-Jährigen vor Fitnessstudio

Mutmaßlicher Ex-Leibwächter von Bin Laden muss zurückgeholt werden +++19 Tote bei Explosion in Industriepark in China +++ Trump kritisiert Mays Brexit-Pläne +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Auf diesem Parkplatz in Hamburg-Steilshoop ist ein 26-Jähriger erschossen worden

Auf diesem Parkplatz in Hamburg-Steilshoop ist ein 26-Jähriger erschossen worden

DPA

Das Wichtigste im Kurz-Überblick:

  • Britische Polizei findet Nowitschok-Behälter in Amesbury (18.32 Uhr)

  • Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger im Alter von 81 Jahren gestorben (17.36 Uhr)

  • Mutmaßlicher Islamist Sami A. nach könnte nach zurückgeholt werden (16.29 Uhr)

  • Trump kritisiert : Pipeline ist "furchtbares Ding" (15.57 Uhr)

  • Kopilot raucht E-Zigarette im Cockpit - Flugzeug sackt in Tiefe (12.15 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im -Ticker:

+++ 22.37 Uhr: Peru: Fünf Richter wegen Korruptionsskandals entlassen +++

Wegen eines Korruptionsskandals im peruanischen Justizwesen sind fünf Richter und drei Justizbeamte ihrer Ämter enthoben worden, die Urteile zum Verkauf angeboten haben sollen. Wie das Büro zur Kontrolle der Richterschaft mitteilte, handelt es sich um eine einstweilige Verfügung. In der Zwischenzeit werde es Ermittlungen geben, die voraussichtlich sechs Monate dauern würden.

Ranghöchster abberufener Richter ist der Vorsitzende des Obersten Berufungsgerichts in der Hafenstadt Callao bei Lima, Walter Ríos. Der Anti-Korruptionsstaatsanwalt Amado Enco strebt nach eigener Aussage Ríos' vorsorgliche Verhaftung "wegen schwerer Verbrechen" an.

+++ 22.09 Uhr: Hamburg: 26-Jähriger auf Parkplatz von Fitnessstudio erschossen +++

Ein 26-jähriger Mann aus Afghanistan ist auf dem Parkplatz eines Fitnessstudios in Hamburg-Steilshoop erschossen worden. Tatverdächtig sei ein 23 Jahre alter Deutsch-Afghane, sagte ein Polizeisprecher am späten Abend. Der Mann sei auf der Flucht vorläufig festgenommen worden. Die Hintergründe der Tat seien noch unklar und Gegenstand weiterer Ermittlungen. Der Sprecher verwies darauf, dass die bei der Polizei für organisierte Kriminalität zuständige Abteilung die Ermittlungen übernommen habe.

Das 26-jährige Opfer befand sich den Angaben zufolge zur Tatzeit an seinem Auto, das auf einem Parkplatz hinter dem Fitnessstudio stand. Nach derzeitigen Erkenntnissen habe der Tatverdächtige, der sich ebenfalls auf dem Parkplatz befand, aus einer Schusswaffe mehrere Schüsse auf den Mann abgegeben. Anschließend sei er mit einem Auto geflohen. Der 26-Jährige erlag wenig später trotz notärztlicher Versorgung am Tatort seinen Verletzungen. 

An der Verfolgung des 23-Jährigen waren nach Polizeiangaben mehrere Polizeiwagen und ein Polizeihubschrauber beteiligt. Am späten Abend war die Polizei noch mit der Spurensuche beschäftigt.

+++ 21.37 Uhr: Mexiko: Kommilitonen verschleppter Studenten beenden Studium +++

Bei ihrer Abschlussfeier haben Studenten des Lehrerseminars Ayotzinapa in Mexiko ihrer 43 verschleppten Kommilitonen gedacht. "Heute schließen 74 junge Leute in Ayotzinapa ihr Studium ab, Genossen der 43 Verschwundenen", hieß es auf der Facebookseite der Universität. "Das ist ein schwieriger Moment für uns", sagte Cuitláhuac Mondragón, dessen Neffe bei dem Angriff auf die Studenten getötet worden war. "Lebend habt ihr sie uns genommen, lebend wollen wir sie zurück." 

Die Entführung der Studenten hatte auf der ganzen Welt einen Sturm der Empörung ausgelöst. Polizisten hatten die Lehramtsstudenten der Universität Ayotzinapa in der Nacht auf den 27. September 2014 im Bundesstaat Guerrero verschleppt und dem Verbrechersyndikat Guerreros Unidos übergeben. Den offiziellen Ermittlungen zufolge wurden die jungen Männer getötet und verbrannt. Unabhängige Untersuchungen zweifeln das allerdings an. Die Einzelheiten und Hintergründe der Tat sind noch immer unklar.

+++ 21.12 Uhr: Schiff mit 450 Migranten auf dem Mittelmeer unterwegs +++

Ein Schiff mit rund 450 Migranten treibt auf dem Mittelmeer. Das Boot sei in maltesischen Gewässern gewesen, deshalb müsse sich Malta darum kümmern, erklärte Italiens Innenminister Matteo Salvini am Abend auf Twitter. "Malta, die Schlepper und die Gutmenschen ganz Italiens und der ganzen Welt sollen wissen, dass dieses Schiff in einen italienischen Hafen nicht einfahren kann und darf." Aus Malta kam zunächst keine Reaktion.

 

Italienische Medien berichteten, dass das Schiff nun in Richtung Italien unterwegs sei, zur Insel Lampedusa. Unklar war, um was für ein Boot es sich genau handelt und wer es steuert. Laut Medien handelt es sich um ein zweistöckiges Holzschiff. Das wäre eine neue Entwicklung, denn seit langem legten vor allem schrottreife Schlauchboote in Libyen ab, mit denen es nicht möglich gewesen wäre, eigenständig in Italien anzukommen. 

+++ 20.39 Uhr: Pakistan: Mehr als 120 Tote bei Anschlag auf Wahlkundgebung +++

Ein blutiger Selbstmordanschlag hat den Endspurt im pakistanischen Parlamentswahlkampf erschüttert: Der Attentäter sprengte sich inmitten einer Wahlkampfkundgebung in der Stadt Mastung in die Luft und tötete dabei nach Behördenangaben mindestens 128 Menschen. Etwa 150 Menschen wurden verletzt. Es war der tödlichste Anschlag in Pakistan seit 2014. Einen zweiten Anschlag gab es in der Stadt Bannu, dabei wurden vier Menschen getötet.

Zu dem Anschlag in Mastung bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) über ihr Propaganda-Sprachrohr Amaq. Bei dem Anschlag wurde auch ein regionaler Kandidat der neu gegründeten Awami-Partei Belutschistans (BAP) tödlich verletzt, wie der Innenminister der Provinz Belutschistan, Agha Umar Bungalzai, mitteilte. Opfer des Attentats wurden mit blutverschmierten Kleidern in Krankenhäuser in Mastung und in der Provinzhauptstadt Quetta gebracht. Trauernde Angehörige versammelten sich dort, um die Toten zu beklagen. 

+++ 19.56 Uhr: Kreml: Russland hat sich nicht in US-Wahl eingemischt +++

Russland hat sich nach Angaben eines Kreml-Vertreters nicht in die US-Wahlen eingemischt und hat auch dies auch nicht vor. Gegner einer russisch-amerikanischen Annäherung missbrauchten dieses Thema, sagte der außenpolitische Berater von Präsident Wladimir Putin, Juri Uschakow, in Moskau. Das Gipfeltreffen Putins mit US-Präsident Donald Trump am kommenden Montag in Helsinki wird überschattet von einer neuen Anklage des US-Sondermittlers Robert Mueller wegen mutmaßlich russischer Hackerangriffe vor der Wahl 2016.

+++ 19.51 Uhr: Gericht: Ex-Leibwächter von Bin Laden soll zurück nach Deutschland +++

Die Abschiebung mutmaßlichen des Ex-Leibwächters von Al-Kaida-Anführer Osama bin Laden nach Tunesien soll nach einer Gerichtsentscheidung rückgängig gemacht werden. Sie stelle sich als "grob rechtswidrig" dar und "verletzt grundlegende rechtsstaatliche Prinzipien", entschied das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Deshalb sei Sami A. "unverzüglich auf Kosten der Ausländerbehörde in die Bundesrepublik Deutschland zurückzuholen". Das Flüchtlingsministerium Nordrhein-Westfalens kündigte daraufhin an, dass es zusammen mit der Ausländerbehörde der Stadt Bochum Beschwerde gegen den Verwaltungsgerichtsbeschluss einlegen werde. 

+++ 19.12 Uhr: USA heben Sanktionen gegen chinesisches Unternehmen ZTE auf +++

Die US-Regierung hat ihre Sanktionen gegen den chinesischen Telekommunikationsriesen  ZTE aufgehoben. Wie US-Handelsminister Wilbur Ross in Washington mitteilte, hatte das Unternehmen zuvor 400 Millionen Dollar (342 Millionen Euro) bei einer US-Bank hinterlegt, um damit mögliche künftige Strafen wegen Sanktionsverstößen zu bezahlen. Damit wurde die Bedingung erfüllt, um das Verbot der Lieferung elekronischer Komponenten aus den USA an ZTE aufzuheben.

+++ 18.32 Uhr: Britische Polizei findet Nowitschok-Behälter in Amesbury +++

Die britische Polizei hat den Behälter gefunden, durch den zwei Briten mit dem Nervengift Nowitschok in Kontakt kamen. Das teilte die Polizei mit.

+++ 18.28 Uhr: Zugunglück in Ägypten - Mindestens 55 Verletzte +++

Südlich der ägyptischen Hauptstadt Kairo sind Dutzende Menschen verletzt worden, als ein Zug entgleiste. Bei dem Unglück in der Provinz Gizeh wurden nach Angaben des ägyptischen Gesundheitsministers Hala Said mindestens 55 Menschen verletzt. Die Verletzten seien in Krankenhäuser in der Gegend gebracht worden.

+++ 18.27 Uhr: US-Anklagen gegen zwölf russische Geheimdienstmitarbeiter wegen Cyberattacken +++

Wegen der Hackerangriffe auf die US-Demokraten während des Wahlkampfs 2016 sind zwölf russische Geheimdienstmitarbeiter von der US-Justiz unter Anklage gestellt worden. Ihnen wird vorgeworfen, Dokumente von Computern gestohlen und deren Veröffentlichung organisiert zu haben, wie aus der Anklageschrift hervorgeht. Durch die Cyberangriffe war politisch heikler interner E-Mail-Verkehr der Demokraten ans Licht gekommen, was für deren Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton im Wahlkampf unangenehm war.

+++ 18.00 Uhr: Türkische Regierung will Ausnahmezustand nächste Woche beenden +++

Die türkische Regierung will den seit zwei Jahren andauernden Ausnahmezustand im Land kommende Woche beenden. In einer Pressekonferenz nach der ersten Sitzung des neuen Kabinetts nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen sagte Regierungssprecher Ibrahim Kalin, so wie es derzeit aussehe, könne der Ausnahmezustand am 18. Juli enden. Am 19. Juli wäre er ohne Verlängerung fristgemäß ausgelaufen. Kalin sagte allerdings auch, dass der Ausnahmezustand im Fall "sehr, sehr außergewöhnlicher Umstände" wieder eingeführt werden könnte. Erdogan hatte den international kritisierten Notstand nach dem Putschversuch im Sommer 2016 verhängt und seither sieben Mal verlängert.

+++ 17.57 Uhr: 26-Jähriger auf Parkplatz von Fitnessstudio erschossen +++

Ein 26-jähriger Mann aus Afghanistan ist auf dem Parkplatz eines Fitnessstudios in Hamburg-Steilshoop erschossen worden. Tatverdächtig sei ein 23-Jähriger, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur DPA. Der Mann sei auf der Flucht festgenommen worden. Nähere Angaben etwa zu Motiv oder Hintergründen der Tat machte der Sprecher zunächst nicht. Die Mordkommission habe die Ermittlungen übernommen.

+++ 17.36 Uhr: Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger gestorben +++

Die österreichische Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Dies bestätigte am
der Residenz-Verlag in Wien..

+++ 17.02 Uhr: Anklage fordert mehrjährige Haftstrafen im Missbrauchsfall Staufen +++

Im Hauptprozess um den jahrelangen Missbrauch eines Kindes in Staufen bei Freiburg hat die vierzehneinhalb Jahre Haft für die Mutter gefordert. Deren Lebensgefährte solle dreizehneinhalb Jahre ins Gefängnis, sagte Staatsanwältin Nikola Novak in ihrem Plädoyer vor dem Landgericht Freiburg. Zudem solle für den 39-Jährigen anschließende Sicherungsverwahrung verhängt werden. Für die Mutter forderte Novak dies nicht. Die Anwältin des Lebensgefährten, Martina Nägele, sprach sich für neun Jahre Haft mit Sicherungsverwahrung aus. Um die Sicherungsverwahrung habe ihr Mandant ausdrücklich gebeten, sagte sie. Das Urteil soll am 7. August verkündet werden. Bei Sicherungsverwahrung können die Täter theoretisch unbegrenzt eingesperrt bleiben.

+++ 16.45 Uhr: Junges Kätzchen als Schwarzfahrer im Auto +++

Das ist noch einmal gut gegangen: Ein acht Wochen altes Kätzchen hat im Motorraum eines Autos die Reise von Schmalkalden über den Thüringer Wald nach Waltershausen unverletzt überstanden. Eine Passantin hörte dort im Vorbeilaufen ein Maunzen aus dem Auto und verständigte die Polizei in Thüringen. Diese alarmierte die Feuerwehr, die vorsichtig die Motorhaube öffnete. Im Motorraum hockte laut Polizeiangaben ein etwa acht Wochen altes graues Kätzchen. Die Autofahrerin gab an, das Tier von zu Hause her zu kennen. Es gehöre in die Nachbarschaft. Die 48-Jährige nahm das Kätzchen mit zurück. Es durfte diesmal im Fahrgastraum mitfahren.

+++ 16.38 Uhr: Kameruns 85-jähriger Staatschef Biya strebt siebte Amtszeit an +++

Der langjährige kamerunische Staatschef Paul Biya hat seine Kandidatur für eine siebte Amtszeit bei der Präsidentschaftswahl am 7. Oktober angekündigt. Auf Twitter schrieb der 85-Jährige, für ein "noch einigeres, stabileres und blühenderes Kamerun" müssten  die "Herausforderungen gemeinsam" angegangen werden. Mit seiner neuerlichen Bewerbung für das Präsidentenamt reagiere er auf "unaufhörliche Appelle" von Landsleuten aus dem In- und Ausland. Die Ankündigung erfolgte einen Tag nach einem Angriff auf einen Konvoi von Biyas Verteidigungsminister Beti Assomo im unruhigen englischsprachigen Teil von Kamerun. Dabei wurden nach Angaben des staatlichen Rundfunks Angreifer getötet und vier Soldaten verletzt.

+++ 16.29 Uhr: Ex-Leibwächter von Bin Laden wehrt sich gegen Abschiebung +++

Der trotz eines Verbots nach Tunesien abgeschobene Ex-Leibwächter von al-Kaida-Anführer Osama bin Laden will seine Rückkehr nach Deutschland erreichen. Wie ein Sprecher des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen sagte, habe Sami A. einen Eilantrag eingereicht, der darauf abziele, nach Deutschland zurückgeholt zu werden. Die dafür zuständige Kammer wollte demnach noch im Laufe des Tages über den Antrag entscheiden. Der als islamistischer Gefährder eingestufte A. war am Freitagmorgen in Begleitung von Bundespolizisten mit einer Chartermaschine von Düsseldorf aus in sein Heimatland geflogen worden. Doch am Donnerstag hatte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen entschieden, dass er vorerst nicht abgeschoben werden dürfe.  Das Gericht informierte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge über seine Entscheidung, als Sami A. bereits im Flugzeug saß.

+++ 16.03 Uhr: Lebenslange Haft nach Aufruf zu Anschlag auf Prinz George +++

Ein Brite muss für mindestens 25 Jahre ins Gefängnis, weil er unter anderem zu einem Terroranschlag gegen den kleinen Prinzen George aufgerufen hat. Der Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte ein Foto des Vierjährigen und die Adresse seiner Schule in der Nachrichten-App Telegram geteilt. Ein Gericht in London verurteilte den 32-Jährigen wegen Vorbereitung einer terroristischen Straftat zu lebenslanger Haft, mindestens aber 25 Jahren Gefängnis. George ist nach Großvater Prinz Charles und seinem Vater William der Dritte in der Thronfolge. Der Verurteilte soll außerdem zu Attacken mit vergifteter Eiscreme und zu Anschlägen auf Fußballstadien aufgerufen haben. Darüber hinaus habe er nach Syrien reisen und sich dem IS anschließen wollen.

+++ 15.57 Uhr: Trump kritisiert Deutschland: Pipeline ist "furchtbares Ding" +++

Donald Trump hat Deutschland erneut wegen seiner Energiepolitik scharf kritisiert. Der von Deutschland geduldete Bau der Pipeline Nord Stream 2, über die russischen Gas nach Europa transportiert werden soll, sei "ein furchtbares Ding" Trump sprach bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Großbritanniens Premierministerin Theresa May auf dem Landsitz Chequers bei London in Bezug auf die Pipeline von einer "Tragödie". "Milliarden und Abermilliarden fließen vor allem aus Deutschland in die Taschen Russlands", bemängelte Trump. Er wiederholte seine Kritik, Deutschland bestreite seinen Energiebedarf zu bis zu 70 Prozent aus Russland. Die Bundesrepublik hatte zuvor bereits klargestellt, dass dies eine falsche Darstellung ist. Nach Angaben der deutschen Vertretung bei der Nato bestreitet Deutschland derzeit 23 Prozent seines Energiebedarfs aus russischen Ressourcen.

+++ 15.08 Uhr: May: London und Washington wollen "ambitioniertes" Handelsabkommen +++

Großbritannien und die USA haben sich nach Angaben von Premierministerin Theresa May darauf geeinigt, ein gemeinsames Freihandelsabkommen anzustreben. Beide Länder wollten unter anderem einen "Gold Standard" bei der Kooperation in Finanzdienstleistungen setzen, sagte May bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit US-Präsident Donald Trump auf dem Landsitz Chequers bei London. Die Wall Street in New York und die Londoner City bilden zwei der größten Finanzzentren der Welt. May sprach von einem ambitionierten Deal. 

+++ 14.52 Uhr: Mutmaßlicher Bin-Laden-Leibwächter nach Abschiebung in Tunesien festgenommen +++

Der mutmaßliche Islamist Sami A. ist nach seiner Abschiebung aus Deutschland in Tunesien festgenommen worden. Die deutschen Behörden hätten A. am Morgen in Tunis übergeben, wo er umgehend in Gewahrsam genommen worden sei, sagte der Sprecher der tunesischen Anti-Terror-Staatsanwaltschaft, Sofiène Sliti, am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

+++ 14.41 Uhr: NRW-Flüchtlingsministerium: Abschiebeverbot für Sami A. lag nicht vor +++

Das nordrhein-westfälische Flüchtlingsministerium hat nach eigenen Angaben keine Kenntnis vom Abschiebeverbot für den mutmaßlichen Ex-Leibwächter von Al-Kaida-Anführer Osama bin Laden gehabt. Die Rückführung von Sami A. nach Tunesien sei auf der Grundlage eines früheren Beschlusses des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen erfolgt, teilte das Ministerium mit.  

Sami A. war am frühen Freitagmorgen mit einer Chartermaschine von Düsseldorf aus in sein Heimatland geflogen worden. Am Donnerstag hatte die für das Asylrecht zuständige Kammer des Gerichts die Abschiebung untersagt. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) war vom Gericht aber erst am Freitagmorgen über die Entscheidung informiert worden.

Das NRW-Flüchtlingsministerium berief sich bei der Abschiebung auf eine Entscheidung einer anderen Kammer des Gerichts vom Mittwoch. Darin sei die Abschiebungsandrohung des Ausländeramts der Stadt Bochum für rechtmäßig erachtet worden. "Auf Grundlage dieses Beschlusses ist die Rückführung nach Tunesien durchgeführt worden. Ein anderslautender Beschluss lag dem Ministerium zu diesem Zeitpunkt nicht vor", heißt es in der Mitteilung des Ministeriums. Laut Verwaltungsgericht Gelsenkirchen dient die Abschiebungsandrohung "lediglich der rechtlichen Vorbereitung der tatsächlichen Abschiebung".

+++ 14.24 Uhr: Armee: Israel feuert erneut Abwehrrakete auf Drohne aus Syrien +++

Israel hat nach Angaben der Armee erneut eine Abwehrrakete auf eine Drohne aus Syrien abgefeuert. Das Flugobjekt habe sich von syrischem Gebiet genähert, teilte die Armee mit. Ob die Drohne getroffen wurde, ließ die Armee offen.

Israel hatte bereits am Mittwoch mit einer Abwehrrakete eine Drohne im Norden des Landes abgeschossen. Nach Armeeangaben handelte es sich um eine unbewaffnete syrische Drohne. Sie sei rund zehn Kilometer in israelisches Gebiet vorgedrungen, bevor sie abgefangen wurde. Als Reaktion darauf hatte die israelische Armee in der Nacht zum Donnerstag drei syrische Militärposten angegriffen. Nach Angaben des syrischen Militärs wurden Posten im Südwesten Syriens getroffen.

+++ 14.01 Uhr: 19 tote Zivilisten in afghanischen Offensiven gegen Taliban +++

Afghanische Streitkräfte haben in Offensiven gegen radikalislamische Taliban in zwei Provinzen mindestens 19 Zivilisten getötet. In der ostafghanischen Provinz Paktia seien am Donnerstagabend 13 Zivilisten ums Leben gekommen, sagte ein Stammesältester aus dem betreffenden Bezirk Surmat. Alle Opfer hätten einer Familie angehört. Die Taliban hätten sich zuvor im Haus der Familie verschanzt. In der ostafghanischen Provinz Nangarhar waren nach Angaben von Provinzsprecher Attaullah Chogiani ebenfalls am Vorabend sechs Zivilisten gestorben. Zu den Umständen sagte er nichts. 

+++ 13.49 Uhr: Ermittler: Eltern in Bremen erstachen sich gegenseitig +++

Die beiden Eltern, die in Bremen von ihren Kindern tot in der Wohnung gefunden wurden, sind vor ihrem Tod mit einem Messer aufeinander losgegangen. Das Paar habe sich vor Kurzem getrennt und sei in Streit geraten, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Wechselseitig hätten sich die Eltern mit dem Messer verletzt. Die Leichen lagen über Nacht in der Wohnung, ehe eine Tochter am nächsten Morgen den Notruf wählte.

Der genaue Ablauf lasse sich anhand der durchgeführten Obduktionen nicht im Detail aufklären: "Schlussendlich führten die erlittenen Verletzungen bei beiden Personen zum Tode". Für die Beteiligung eines Dritten fanden die Ermittler keine Anhaltspunkte. Es werde keine weiteren Ermittlungen in der Sache geben, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Der Mann und die Frau waren jeweils 30 Jahre alt. Die Kinder wurden von Einsatzkräften betreut und dem Kinder- und Jugendnotdienst übergeben. 

+++ 13.44 Uhr: Gericht: Abgeschobener Sami A. könnte zurückgeholt werden +++

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hält es für möglich, dass der trotz Verbots nach Tunesien abgeschobenen Gefährder Sami A. wieder nach Deutschland gebracht werden muss. "Es liegt jetzt daran, ob und wie sich der Betroffene gegen die Abschiebung wehrt", sagte Gerichtssprecher Wolfgang Thewes der "Neue Ruhr/Neue Rhein-Zeitung" (NRZ/Samstag).

Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums hatte zuvor in Berlin auf die Frage, ob der Gefährder womöglich nach Deutschland zurückgeholt werden müsse, gesagt: "Das ist tatsächlich Sache von NRW und im Ergebnis des Gerichts."

Das Verwaltungsgericht hatte die Abschiebung des mutmaßlichen Ex-Leibwächters von Al-Kaida-Anführer Osama bin Laden am Donnerstag untersagt, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) aber erst am Freitagmorgen über die Entscheidung informiert. Sami A. war zuvor am Freitagmorgen gegen 7.00 Uhr mit einer Chartermaschine von Düsseldorf aus in sein Heimatland Tunesien geflogen worden. 

Der Gerichtssprecher kritisierte das Bamf. "Es ist vom Bamf der Eindruck erweckt worden, als warte man ab, bis wir entschieden haben." Das Vorgehen der Behörde sei "wider alle Gepflogenheiten und informellen Absprachen". Das Bamf untersteht dem Bundesinnenministerium.

+++ 13.20 Uhr: Gericht verurteilt Ukrainer auf der Krim wegen angeblicher Sabotage +++

Auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim hat ein Gericht einen Ukrainer wegen angeblicher Sabotage zu acht Jahren strenger Lagerhaft verurteilt. Der Mann aus der Südukraine soll zusammen mit anderen Terroranschläge auf die Infrastruktur geplant haben, berichteten örtliche Medien. Anfang August 2016 hatte der russische Inlandsgeheimdienst FSB den 41-Jährigen auf der Schwarzmeerhalbinsel festgenommen. Nach offizieller Darstellung soll die Festnahme mit einer Schießerei auf der Krim zusammenhängen, die zu einer mehrtägigen Sperrung der Übergänge ins ukrainische Kernland geführt hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

+++ 12.53 Uhr: Chinas Überschuss im Handel mit den USA im Juni auf Rekordhoch +++

Inmitten des eskalierenden Handelsstreits zwischen den USA und China ist der von US-Präsident Donald Trump scharf kritisierte Exportüberschuss der Volksrepublik weiter angeschwollen. Im Juni stieg er auf umgerechnet knapp 25 Milliarden Euro - laut Finanzagentur Bloomberg der höchste monatliche Überschuss seit 1999. Vize-Außenminister Zhang Jun kündigte an, China wolle seine Zusammenarbeit mit Brasilien, Russland, Indien und Südafrika - seinen BRICS-Partnern - stärken. Sie seien wie China für Freihandel und multilaterale Absprachen.

+++ 12.45 Uhr: Toter Taucher aus Thai-Höhle soll Denkmal bekommen +++

Der thailändische Taucher Saman Kunan, der bei den Vorbereitungen zur Rettung der Jugendfußballmannschaft ums Leben kam, soll ein Denkmal bekommen. Die überlebensgroße Skulptur soll im Waldpark Tham Luang-Khun Nam Nang Non errichtet werden, in dem die Höhle liegt, aus der die jungen Fußballer gerettet wurden. Der renommierte thailändische Bildhauer Chalermchai Kositpipat kündigte am Freitag an, das Denkmal aus eigener Tasche zu bezahlen, wie das Online-Portal der Zeitung "Bangkok Post" berichtete. 

+++ 12.25 Uhr: Niederländischer Tourist auf Mallorca zu Tode geprügelt +++

Ein Tourist aus den Niederlanden ist auf Mallorca an den Folgen einer Schlägerei gestorben. Der 34 Jahre alter Mann erlag am frühen Freitagmorgen im Krankenhaus kurz nach seiner Einlieferung seinen Verletzungen, wie die Polizei der spanischen Urlaubsinsel mitteilte. Die Umstände der Prügelei blieben zunächst unklar. Die Täter seien unerkannt entkommen. Der Niederländer war laut Polizei gegen fünf Uhr morgens im Bezirk Son Ferriol in eine Schlägerei verwickelt. Man fahnde nach fünf Jugendlichen, hieß es auf Anfrage. Son Ferriol liegt zwischen der Inselhauptstadt Palma und dem Flughafen Mallorcas. Der Tatort an einer Tankstelle der Landstraße Camí de la Milana liegt unweit von Palmas Drogensiedlung Son Banya.

+++ 12.22 Uhr: Kran stürzt in Israel auf Tunnelbaustelle - ein Toter +++

Bei einem Kranunfall an einer Tunnelbaustelle im Norden Israels ist ein 19-jähriger Mann getötet worden. Vier weitere Menschen seien verletzt worden, teilte ein Sprecher des israelischen Rettungsdienstes mit. Fünf weitere seien zudem zeitweise in dem Tunnel gefangen gewesen, aber unverletzt geblieben. Nach Medienberichten war ein Kran auf die unterirdische Baustelle für ein Wasserkraftwerk nahe der Grenze zu Jordanien gestürzt. Ein Tunnel sei daraufhin eingebrochen, so dass den Arbeitern der Ausweg versperrt war.

+++ 12.15 Uhr: Kopilot raucht E-Zigarette im Cockpit - Flugzeug sackt in die Tiefe +++

Der Kopilot einer Air-China-Maschine hat im Cockpit eine E-Zigarette geraucht und ein Absacken über 7600 Meter in die Tiefe ausgelöst. Um den Rauch abziehen zu lassen, drückte er zwei falsche Knöpfe, so dass der Kabinendruck fiel und die Boeing 737 zwangsweise in den steilen Sinkflug ging. Diese Ermittlungsergebnisse zum Zwischenfall am Dienstag auf dem Flug von Hongkong in die nordostchinesische Hafenstadt Dalian teilte Chinas Luftverkehrsbehörde in Peking mit. 

+++ 12.10 Uhr: Gruppenvergewaltigungen: Erster Angeklagter legt Geständnis ab +++

Im Prozess um eine Serie von Gruppenvergewaltigungen im Ruhrgebiet hat einer der fünf Angeklagten ein Geständnis abgelegt. "Ich stehe zu meinen Taten und möchte mich in aller Form entschuldigen", ließ der 20-jährige Gelsenkirchener über seinen Verteidiger erklären. Darüber hinaus bot er allen betroffenen Schülerinnen ein angemessenes Schmerzensgeld an. Er schäme sich für seine Taten. Die Staatsanwaltschaft wirft den fünf 17 bis 24 Jahre alten Deutschen Übergriffe in wechselnder Beteiligung auf insgesamt sieben Schülerinnen vor. In fünf Fällen soll es zu Vergewaltigungen gekommen sein. Laut Anklage verabredeten sich die Täter stets mit einzelnen Mädchen und fuhren dann mit diesen in abgelegene Waldgebiete oder auf Feldwege. Unter dem Vorwand, mal kurz telefonieren zu müssen, sollen sie Handys abgenommen haben, ehe es zu sexuellen Übergriffen kam. Außerdem sollen sie mehrere Opfer zuvor geschlagen und bedroht haben.

+++ 12 Uhr: Innenministerium: Mutmaßlicher Islamist Sami A. nach Tunesien abgeschoben +++

Das Bundesinnenministerium hat die Abschiebung des mutmaßlichen Islamisten Sami A. nach Tunesien bestätigt. A. sei am Freitagmorgen nach Tunesien abgeschoben und den dortigen Behörden übergeben worden, sagte eine Sprecherin des Ministeriums in Berlin. Bei dem Mann soll es sich um einen früheren Leibwächter des 2011 getöteten Al-Kaida-Führers Osama bin Laden handeln.

+++ 11.43 Uhr: Gericht informierte Behörden Freitag über Abschiebeverbot von Sami A. +++

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) am Freitagmorgen über das Abschiebeverbot für den mutmaßlichen Ex-Leibwächter des getöteten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden informiert. Das Fax mit der Entscheidung vom Donnerstagabend sei um 8.27 Uhr an das BAMF gefaxt worden, sagte ein Gerichtssprecher.

Zu diesem Zeitpunkt saß Sami A. aber nach Informationen aus Sicherheitskreisen bereits im Flugzeug nach Tunesien. Die Maschine war gegen 7.00 Uhr auf dem Flughafen Düsseldorf gestartet, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

+++ 11.41 Uhr: Zwölf Verletzte bei schwerer Explosion in der Nähe von Kairoer Flughafen +++

In Kairo sind bei einer Explosion in der Nähe des internationalen Flughafens zwölf Menschen verletzt worden. Ein starker Temperaturanstieg habe am Donnerstag die Explosion auf dem vom ägyptischen Militär kontrollierten Gelände einer Chemiefirma verursacht, erklärte Armeesprecher Tamer el-Refai. Zwölf Menschen wurden zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Sicherheitskreisen erfuhr.

Zeugen berichteten AFP, sie hätten eine laute Detonation gehört. Bilder von Feuer auf dem Gelände verbreiteten sich in ägyptischen Medien und den sozialen Netzwerken. Das Staatsfernsehen berichtete, die Treibstofftanks eines Privatunternehmens seien explodiert. Der Explosionsort wurde von einem Großaufgebot der Polizei abgeriegelt, wie ein AFP-Korrespondent berichtete. Mehrere Krankenwagen und Fahrzeuge der Feuerwehr waren im Einsatz.

+++ 11.29 Uhr: Umfrage: Trump kein verlässlicher Partner für Europa +++

Nicht einmal jeder zehnte Deutsche hält die USA unter Präsident Donald Trump einer Umfrage zufolge für einen verlässlichen Partner für die Sicherheit Europas. Im aktuellen ZDF-"Politbarometer" sind nur 9 Prozent der Befragten dieser Ansicht, 89 Prozent sehen das nicht so. Die restlichen 2 Prozent antworteten mit "weiß nicht". Mit Blick auf die von Trump beim Nato-Gipfel in Brüssel geforderte Erhöhung der Verteidigungsausgaben sind die Befragten geteilter Meinung. 45 Prozent sprechen sich in der am Freitag veröffentlichen Umfrage dafür aus, dass Deutschland die Verteidigungsausgaben bis 2024 auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes erhöht - 49 Prozent sind dagegen. Streit unter den Nato-Partnern gibt es um das sogenannte Zwei-Prozent-Ziel vor allem deswegen, weil es von den Bündnispartnern unterschiedlich interpretiert wird.

+++ 11.22 Uhr: Interne Kämpfe treiben Hunderttausende in Äthopien in die Flucht +++

In Äthiopien sind nach dem Ausbruch von Kämpfen seit Juni mehr als 800.000 Menschen auf der Flucht. Viele hätten nichts als ihr nacktes Leben gerettet und müssten ohne Versorgung mit Nahrung und Wasser unter freiem Himmel übernachten, berichtete die Organisation von Migration (IOM) in Genf. Die Regenzeit habe begonnen und Regen und Kälte machten ihr Leben zur Hölle. 

Bei dem Konflikt geht es nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) um Landbesitz. "Diese Krise ist überhaupt nicht auf dem Radar der internationalen Gemeinschaft. Die Folgen dieser Vernachlässigung könnten furchtbar sein", sagte Shirin Hanafieh vom IKRK.

Nach Angaben der IOM waren schon vorher fast 300.000 Menschen vor Dürre und Überschwemmungen aus ihren Dörfern geflohen. Viele Menschen lebten in überfüllten Schulen, alten Fabrik- oder Regierungsgebäuden. Sie müssten dort über offenem Feuer kochen und es gebe nicht genügend Toiletten. Die Organisation hat Decken verteilt und baut Unterkünfte und Latrinen. Das IKRK will 100.000 Menschen medizinisch versorgen und sich um Wasserversorgung und Abwasserentsorgung kümmern.

+++ 11.04 Uhr: Legaler Elfenbeinhandel in Deutschland beträchtlich +++

Das Ausmaß des legalen Handels mit Elfenbein ist trotz vieler Verbote auch in Deutschland immer noch beträchtlich. Zwischen 2012 und 2018 wurden mehr als 1500 Schnitzereien aus Elfenbein aus der Bundesrepublik legal ins Ausland jenseits der EU exportiert, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Steffi Lemke. Zahlen innerhalb der EU werden nicht erhoben, weil keine Genehmigungen dafür nötig sind. Lemke fordert von der Bundesregierung ein umfassendes, dauerhaftes und EU-weites Export- und Handelsverbot von jeglichem Elfenbein.

+++ 10.15 Uhr: Sicherheitskreise: Mutmaßlicher Ex-Leibwächter von Bin Laden abgeschoben +++

Der mutmaßliche Ex-Leibwächter des getöteten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden ist laut Sicherheitskreisen aus Deutschland abgeschoben worden. Den Angaben zufolge wurde Sami A. am Freitag um 7.00 Uhr mit einer Chartermaschine von Düsseldorf aus in sein Heimatland Tunesien gebracht, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Erst am Donnerstag hatte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen entschieden, dass Sami A. vorerst nicht abgeschoben werden darf. Es liege keine diplomatisch verbindliche Zusicherung der tunesischen Regierung vor, dass dem Tunesier im Falle der Rückkehr keine Folter drohe, teilte das Verwaltungsgericht am Freitagmorgen mit.

Ein Gerichtssprecher vermutet gegenüber der "Welt", dass möglicherweise das entsprechende Fax nicht rechtzeitig bei den abschiebenden Behörden angekommen sei. "Vielleicht hätte man mit der Abschiebung aber auch einfach noch warten müssen", zitiert ihn die Zeitung. "Nach einer Entscheidung unseres Gerichts darf er aber nicht abgeschoben werden", heißt es weiter. "Im Idealfall" sitze der Gefährder schon bald wieder im gleichen Flieger "und kommt zurück", so der Gerichtssprecher zur "Welt".

+++ 9.43 Uhr: Gericht verbietet vorerst Abschiebung von Bin Ladens mutmaßlichem Ex-Leibwächter +++

Der mutmaßliche Ex-Leibwächter des getöteten Al-Kaida-Chefs Osama Bin Laden darf nach einer Gerichtsentscheidung vorläufig nicht in sein Heimatland Tunesien abgeschoben werden. Es liege keine diplomatisch verbindliche Zusicherung der tunesischen Regierung vor, dass Sami A. im Falle der Rückkehr keine Folter drohe, teilte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen zur Begründung mit.

Sami A. lebt seit Jahren mit Frau und Kindern in Bochum. Der Tunesier wird von den Behörden als sogenannter Gefährder eingestuft. Er war Ende Juni festgenommen und in ein Abschiebegefängnis gebracht worden, nachdem das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) ein Abschiebeverbot aufgehoben hatte. Dagegen wehrte sich Sami A. nun mit einem Eilantrag vor dem Verwaltungsgericht.

Das Abschiebeverbot bleibe bis zu einer abschließenden Entscheidung im Klageverfahren wirksam, heißt es in dem Beschluss vom Donnerstag.

+++ 9.32 Uhr: Einwandererzahl in Australien auf Zehn-Jahres-Tief +++

In Australien ist die Zahl der Einwanderer auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren gesunken. Im Finanzjahr 2017/18, das Ende Juni zu Ende ging, wurden nach Angaben der Regierung vom Freitag insgesamt 162.417 Einwanderer registriert. Im Vergleich zu den zwölf Monaten zuvor bedeutet dies einen Rückgang um zehn Prozent.

Grund dafür ist nach Einschätzung von Experten eine härtere Linie der konservativen Regierung in der Einwanderungspolitik. Premierminister Malcolm Turnbull wurde von der Zeitung "The Australian" mit den Worten zitiert, Australien solle "keine einzige Person mehr ins Land lassen als wir brauchen oder wollen".

Australien ist seit jeher eine Einwanderungsnation. Von den aktuell knapp 25 Millionen Einwohnern sind fast 30 Prozent im Ausland geboren. Aktuelles Ziel ist es, pro Jahr etwa 190.000 Einwanderer aufzunehmen. Arbeitgeber und Gewerkschaften appellierten an die Regierung, diese Zahl nicht zu unterschreiten.

+++ 8.54 Uhr: Aktivisten: Mindestens 28 Zivilisten bei Luftangriff in Syrien getötet +++

Bei einem Luftangriff auf eine der letzten Bastionen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 28 Zivilisten getötet worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, traf der Luftangriff am Donnerstagabend eine "Versammlung von Zivilisten" nahe der Ortschaft Sussa in der östlichen Provinz Deir Essor nahe der irakischen Grenze. Unklar sei noch, ob der Luftangriff von den irakischen Streitkräften oder von der internationalen Anti-IS-Koalition geflogen wurde, erklärte die oppositionsnahe Beobachtungsstelle. Die in Großbritannien ansässige Organisation bezieht ihre Angaben von Informanten in Syrien. Die Angaben können kaum unabhängig überprüft werden.

Auch die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete über den Luftangriff. Ihrem Bericht zufolge wurden dabei rund 30 Zivilisten getötet. Sana machte die Anti-IS-Koalition für den Angriff verantwortlich.

+++ 8.49 Uhr: Einkaufszentrum in Mexiko-Stadt eingestürzt +++

Rechtzeitige Rettung: In Mexiko-Stadt ist ein Einkaufszentrum zur Mittagszeit teilweise eingestürzt. Die Menschen im Inneren des Gebäudes konnten jedoch rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Es habe weder Tote noch Verletzte gegeben, teilte der Katastrophenschutz auf Twitter mit. Die Behörden untersuchen nun, warum Teile des Dachs und eine Wand samt Fenstern am Donnerstagmittag (Ortszeit) einstürzten. 

Videos im Netz zeigen den Moment des Einsturzes. Das Einkaufszentrum Artz Pedregal im Süden der Metropole sei evakuiert worden, nachdem Baufehler entdeckt worden waren, wie die Zeitung "Milenio" und andere Medien berichteten. Erst im März war die Mall fertiggestellt worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war sie aber noch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Bereits während der Bauphase war es Medienberichten zufolge zu einem Einsturz gekommen. Anwohner hatten gegen den Bau der Mall protestiert.

+++ 8.22 Uhr: Mahnwache in Hongkong am ersten Todestag von Menschenrechtler Liu Xiaobo +++

Mit einer Mahnwache in Hongkong haben Aktivisten an den vor einem Jahr verstorbenen chinesischen Menschenrechtler und Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo erinnert. An der Kundgebung vor dem Verbindungsbüro der chinesischen Regierung in der Sonderverwaltungszone beteiligten sich mehrere dutzend Aktivisten. Sie hielten Bilder des Menschenrechtlers hoch und befestigten schwarze Bänder am Zaun vor dem Gebäude. Am Abend war in Hongkong noch eine größere Gedenkveranstaltung geplant.

Liu Xiaobo war am 13. Juli 2017 an Leberkrebs gestorben. Er war Mitglied der Demokratiebewegung auf dem Pekinger Tiananmen-Platz 1989 und Mitverfasser der Charta 08 für demokratische Reformen. Er wurde 2008 inhaftiert und 2009 wegen "Subversion" zu elf Jahren Haft verurteilt. Bis zuletzt verweigerten ihm die chinesischen Behörden eine medizinische Behandlung im Ausland.

+++ 7.30 Uhr: Erneut mehrere Tote bei Protesten in Nicaragua +++

Bei neuen Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten in Nicaragua sind nach Angaben von Aktivisten am Donnerstag mindestens fünf Menschen getötet worden. Unter den Todesopfern in der Stadt Morrito im Südosten des zentralamerikanischen Landes seien auch vier Polizisten, erklärte die Menschenrechtsorganisation Cenidh. Nach Angaben von Aktivisten war der Protestzug an einer Polizeiwache vorbeigezogen und von regierungstreuen Paramilitärs attackiert worden. Daraufhin hätten einige der Demonstranten geschossen.

Landesweit gingen am Donnerstag wieder tausende Menschen mit der weiß-blauen Nationalflagge Nicaragus auf die Straße. Für Freitag war zudem ein Generalstreik geplant. Die Demonstranten fordern den Rücktritt von Präsident Daniel Ortega und vorgezogene Wahlen. Nach Angaben der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte wurden bei den seit fast drei Monaten andauernden Protesten bereits mehr als 260 Menschen getötet.

+++ 6.52 Uhr: Trotz Streitigkeiten: Handel zwischen China und USA steigt stark +++

Ungeachtet der Handelsspannungen zwischen den USA und China ist der Warenaustausch zwischen den beiden größten Volkswirtschaften im ersten Halbjahr um 13,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 301 Milliarden US-Dollar gestiegen. Wie der Zoll in Peking berichtete, stiegen die Ausfuhren aus China in die USA in Dollar berechnet um 13,6 Prozent, während die Einfuhren aus den USA um 11,8 Prozent zulegten. Chinas Außenhandel insgesamt legte allerdings stärker um 16 Prozent im Vorjahresvergleich zu. Chinas Einfuhren legten seit Jahresanfang im Vergleich zum Vorjahr besonders stark um 19,9 Prozent zu.

+++ 6.05 Uhr: Frauen in Chef-Etagen kommunaler Firmen unterrepräsentiert +++

Frauen sind in Top-Positionen kommunaler Unternehmen einer Studie zufolge unterrepräsentiert. Nach einer Untersuchung der Zeppelin Universität Friedrichshafen liegt der Anteil weiblicher Führungskräfte in größeren deutschen Städten im Schnitt bei 18 Prozent (Stand: Frühjahr 2018). Zwar seien Frauen in der Führung öffentlicher Unternehmen vielfach häufiger vertreten als in börsennotierten Firmen. Ihr Anteil liege aber oft noch deutlich unter den politisch formulierten Zielen, hieß es in der Studie. 

"Einige Städte liefern positive Beispiele und bekommen es hin, andere nicht. Das hängt auch stark vom politischen Willen und der Tatkraft der Stadtspitze ab", sagte Studienleiter Ulf Papenfuß der Deutschen Presse-Agentur. Ausgewertet wurden 1529 öffentliche Unternehmen wie Stadtwerke oder Krankenhäuser in 69 Städten. Verglichen wurden Stadtstaaten, Landeshauptstädte und die vier größten Kommunen je
Bundesland.

+++ 6.00 Uhr: Kauder will Arbeitslosenbeitrag doppelt so stark senken wie vereinbart +++

Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) will den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung doppelt so stark senken wie bisher mit dem Koalitionspartner SPD vereinbart. Anstelle der vereinbarten Reduzierung um 0,3 Prozentpunkte halte er eine Reduzierung um 0,6 Punkte für möglich, sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung"

"Dann wäre immer noch eine Rücklage in der Versicherungskasse von deutlich mehr als zwanzig Milliarden Euro vorhanden", sagte Kauder. Es könne nicht erwartet werden, dass die Wirtschaft "ewig so gut läuft". Die Gefahr einer "Konjunkturdelle" sei vorhanden, unter anderem wegen des Handelsstreits mit Amerika. "Wir sollten verantwortungsvoll dagegen steuern", sagte der Vorsitzende der Unionsfraktion. Die SPD beharrt bislang darauf, den Beitrag von derzeit 3,0 Prozent zum Jahreswechsel auf 2,7 Prozent abzusenken. In der Union gab es zuletzt Forderungen nach einer Absenkung um 0,5 Punkte.

+++ 4.50 Uhr: Bundesregierung erwägt bundesweite Anlaufstellen für antisemitische Taten +++

Die Bundesregierung will in allen großen Städten des Landes Anlaufstellen zur Meldung antisemitischer Vorfälle schaffen, auch wenn diese nicht strafbar sind. "Es darf in der Gesellschaft keine Gleichgültigkeit gegenüber antisemitischen Übergriffen herrschen. Deshalb müssen wir auch Vorfälle unterhalb der Strafbarkeitsgrenze thematisieren und dagegen vorgehen", sagte der
Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, der "Rheinischen Post". Als Vorbild nannte er die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus in Berlin.

"Mein Ziel ist es, dass wir einen Überblick bekommen, wie viele antisemitische Vorfälle es unterhalb der Strafbarkeitsgrenze gibt - wie beispielsweise Pöbeleien, Schmierereien oder Anfeindungen", sagte Klein der Zeitung. Die Anlaufstellen sollen demnach über einen Bundesverband als Träger organisiert und durch Mittel des Familienministeriums finanziert werden. "Zuvor müssen wir Kriterien festlegen, was als antisemitischer Vorfall gilt", betonte Klein. "Ich hoffe, dass das System bis Ende des Jahres anlaufen kann."

Für Aufsehen hatte im April ein Gürtel-Angriff auf einen Kippa tragenden Israeli in Berlin gesorgt. Ein damals 19-Jähriger war deshalb wegen Beleidigung und Körperverletzung schuldig gesprochen worden.

+++ 4.04 Uhr: Trainer Weinzierl: "Die kroatische Mannschaft ist hungrig" +++

Für den ehemaligen Bundesliga-Trainer Markus Weinzierl hat Kroatien bei der Fußball-WM schon früh zu den  Endspiel-Kandidaten gehört. "Vor dem Turnier hätte ich es ihnen auch nicht zugetraut, aber spätestens nach dem zweiten Spiel war es offensichtlich, dass sie funktionieren", sagte der ehemalige Coach des FC Schalke 04 und des FC Augsburg im Interview der "Augsburger Allgemeinen" (Freitag-Ausgabe): "Und sie haben auch wirklich Qualität im Team mit Top-Spielern wie Mandzukic und Modric. Die kroatische Mannschaft ist hungrig nach Erfolg, und das sieht man."

Zum Vorrunden-Aus der deutschen Mannschaft sagte der 43 Jahre alte Fußball-Lehrer: "Bei Deutschland greift das Sprichwort: Im Erfolg macht man die größten Fehler. Nach dem WM-Titel haben die letzten Prozente in allen Bereichen gefehlt. Wenn überall zehn Prozent fehlen, dann hast du keine Chance." Er forderte Bundestrainer Joachim Löw auf, "den Konkurrenzgedanken" wieder hervorzurufen.

Kroatischer Siegestreffer: WM-Fotograf gerät unter Spielertraube - hier sind seine spektakulären Bilder
WM 2018 CRO - ENG

Moskauer Luschniki-Stadion, WM-Halbfinale, Kroatien gegen England. Es läuft die 19. Minute der Verlängerung, als Kroatiens Mario Mandzukic (schwarzes Trikot) den Ball vorbei an Englands Torwart Jordan Pickford zum 2:1-Siegtreffer ins Netz befördert.

DPA

+++ 3.00 Uhr: 19 Tote bei Explosion in Industriepark in China +++

Bei einer Explosion in einem Industriepark im Südwesten Chinas sind 19 Menschen ums Leben gekommen, zwölf weitere wurden verletzt. Das Unglück ereignete sich am Donnerstagabend aus zunächst ungeklärten Gründen in einem Chemieunternehmen im Yangchun-Industriepark im Kreis Jiang'an östlich der Stadt Yibin, wie die Sicherheitsaufsicht der Provinz Sichuan nach Angaben örtlicher Medien berichtete. Das nach der Detonation ausgebrochene Feuer sei inzwischen gelöscht. Die Verletzten seien in einem stabilen Zustand, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua.

+++ 2.04 Uhr: Wirtschaftsforscher: Heils Rentenpläne beugen nicht gezielt Armut vor +++

Vor der Präsentation von Reformplänen zur Rente hat das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) das Vorhaben von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) kritisiert. "Das Gros der Maßnahmen ist nicht geeignet, um treffsichere Armutsprävention zu betreiben", sagte Jochen Pimpertz, Experte für soziale Sicherung bei dem arbeitgebernahen Institut, der Deutschen Presse-Agentur in
Berlin. "Alles, was jetzt draufgesattelt wird, müssen jüngere Beitrags- und Steuerzahler zusätzlich zahlen."

Heil will an diesem Freitag seine Pläne für ein erstes Rentenpaket vorlegen. Nach seinen bisherigen Ankündigungen sind damit Verbesserungen bei der Mütterrente geplant, für Erwerbsminderungsrentner, eine Entlastung von Geringverdienern bei den Sozialbeiträgen und eine Stabilisierung von Rentenniveau und Beitragssatz bis 2025. Eine Grundrente für langjährig Versicherte und weitere Weichenstellungen für die Zeit nach 2025 sollen später folgen.

+++ 1.26 Uhr: Gabriel: Trump will "Regimewechsel" in Deutschland +++

Nach dem Nato-Gipfel hat Ex-Außenminister Sigmar Gabriel dem US-Präsidenten Donald Trump vorgeworfen, auf einen "Regimewechsel" in Deutschland hinzuwirken. "Auf Amerika ist unter Trump kein Verlass. Er gibt dem nordkoreanischen Diktator eine Bestandsgarantie und will gleichzeitig in Deutschland einen Regimewechsel. Das können wir uns schwer bieten lassen", sagte der frühere SPD-Vorsitzende dem Magazin "Der Spiegel". Näher äußerte er sich in dem Interview nicht dazu.

Trump hatte die Verbündeten beim Nato-Gipfel in Brüssel diese Woche mit Druck und Drohungen massiv bedrängt, rasch mehr in Verteidigung zu investieren und das Nato-Ausgabenziel von zwei Prozent der Wirtschaftsleistung zu erfüllen. Deutschland stand besonders im Visier.

Gabriel mahnte ein stärkeres Auftreten gegenüber Trump an. "Wir dürfen uns keine Illusionen mehr machen. Donald Trump kennt nur Stärke. Dann müssen wir ihm zeigen, dass wir stark sind." Die Wahrheit sei: "Wir können nicht mit Trump und nicht ohne die USA. Wir brauchen deshalb eine Doppelstrategie: klare, harte und vor allem gemeinsame europäische Antworten an Trump. Jeder Versuch, ihm entgegen zu kommen, jede Anbiederung führt nur dazu, dass er noch einen Schritt weiter geht. Damit muss Schluss sein."

+++ 0.41 Uhr: Trump: Mays Brexit-Pläne würde Handelsabkommen "wahrscheinlich töten" +++

US-Präsident Donald Trump hat den Plan der britischen Premierministerin Theresa May für den Brexit kritisiert. Sollte dieser umgesetzt werden, würde das ein Abkommen zwischen den USA und Großbritannien "wahrscheinlich töten" sagte Trump in einem Interview mit der Zeitung "The Sun". Der US-Präsident  trifft May am Freitag im Rahmen seines viertägigen Besuchs in Großbritannien auf deren Landsitz bei London.

+++ 0.06 Uhr: Integrationsbeauftrage kritisiert Grindel und Bierhoff +++

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung hat DFB-Präsident Reinhard Grindel und Teammanager Oliver Bierhoff für ihren Umgang mit Nationalspieler Mesut Özil kritisiert. Annette Widmann-Mauz sagte der "Süddeutschen Zeitung": "In dieser aufgeheizten Debatte rate ich allen Beteiligten, miteinander zu sprechen statt übereinander. Aus der berechtigten Kritik am Verhalten der Spieler darf keine pauschale Ausgrenzung von Spielern mit Migrationshintergrund werden." 

In scharfen Worten verurteilte Gökay Sofuoglu, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland, die DFB-Spitze: Grindels und Bierhoffs Beiträge "erinnern an die Haltung der rechtspopulistischen AfD, Menschen mit ausländischen Wurzeln zu Sündenböcken für alles Mögliche zu machen. Özil soll offenbar zum Sündenbock für das frühe Ausscheiden der Nationalmannschaft bei der WM gemacht werden", sagte Sofuoglu. 

fs / DPA / AFP