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News des Tages Frauke Petry will mit Baby Wahlkampf machen

Frauke Petry im Landtag in Dresden. Die AfD-Chefin erwartet ihr fünftes Kind.
Frauke Petry im Landtag in Dresden. Die AfD-Chefin erwartet ihr fünftes Kind.
© Arno Burgi/dpa
Schulz: Deutschland ist kein gerechtes Land +++ Iran reagiert mit großangelegter Militärübung auf neue US-Sanktionen +++ AfD-Chefin Frauke Petry will mit Baby Bundestagswahlkampf machen +++ Die Nachrichten des Tages.

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker:

+++ 19.54 Uhr: Rumäniens Premier kündigt Aufhebung von Korruptionsdekret an +++

Nach heftigen Massenprotesten will die rumänische Regierung ihr umstrittenes Dekret zu einer Lockerung der Anti-Korruptionsregeln wieder zurücknehmen. Das Kabinett werde sich noch am Sonntag treffen, um das Dekret wieder aufzuheben, sagte Regierungschef Sorin Grindeanu vor der Presse in Bukarest. Wegen des Dekrets waren seit Tagen zehntausende Rumänen auf die Straße gegangen, sie werfen der Regierung vor, damit viele korrupte Politiker schützen zu wollen.

+++ 18.30 Uhr: 43-Jähriger tot aufgefunden - Ehefrau festgenommen +++

 In einer Wohnung in Ketsch (Rhein-Neckar-Kreis) ist am Samstagmittag ein 43 Jahre alter Mann tot aufgefunden worden. Die Polizei geht davon aus, dass er Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. Seine sieben Jahre ältere Ehefrau wurde unter dringendem Tatverdacht in der gemeinsamen Wohnung festgenommen. Zeugen hatten die Polizei alarmiert, weil sie den Mann seit einigen Tagen nicht mehr gesehen hatten. Sowohl das mögliche Motiv als auch der Tatablauf und der genaue Tatzeitpunkt seien noch unklar, teilte die Polizei weiter mit. Die Kripo Mannheim ermittelt.

+++ 16.45 Uhr: Menschen aus betroffenen sieben Ländern dürfen wieder in die USA einreisen +++

Nach einer richterlichen Anordnung hat das US-Außenministerium das von Präsident Donald Trump verhängte Einreiseverbot offiziell ausgesetzt. Wenn die Visa an sich gültig seien, dürften Muslime aus den sieben betroffenen Ländern wieder einreisen, teilte ein Sprecher des US-Außenamts am Samstag in Washington mit. Zuvor hatte Trump das Urteil des Bundesrichters aus Seattle noch "lächerlich" genannt.

+++ 15.08 Uhr: Autobombe tötet Militärchef der "Volksrepublik Luhansk" in der Ostukraine +++

Auf den Militärchef der selbstproklamierten Volksrepublik Luhansk in der Ostukraine ist am Samstag ein tödlicher Anschlag verübt worden. Wie Medien der prorussischen Rebellen berichteten, starben Oleg Anaschtschenko und eine weitere Person, als in der Hauptstadt Luhansk eine Autobombe explodierte. Die Medien beschuldigten ukrainische Truppen, das Attentat verübt zu haben. Die Zentralregierung in Kiew wies das zurück.

+++ 13.41 Uhr: Vater von mutmaßlichem Louvre-Attentäter hält Sohn für unschuldig +++

Der Vater des mutmaßlichen Louvre-Attentäters hält seinen Sohn für unschuldig. Es habe keinerlei Anzeichen für eine Radikalisierung gegeben, sagte der Ägypter Reda al-Hamahmy der Nachrichtenagentur AFP. Sein Sohn sei als Vertriebsleiter in den Vereinigten Arabischen Emiraten tätig gewesen und habe sich auf einer Geschäftsreise in Paris befunden. Anschließend habe er das Louvre-Museum besucht. Am Samstag habe er zurückreisen wollen.

Er sei in ständigem Kontakt mit seinem Sohn gewesen, sagte Al-Hamahmy, ein pensionierter Polizeibeamter, weiter. Seit Freitag, dem Tag des Angriffs vor dem Louvre, gebe es allerdings keinen Kontakt mehr. Sein Sohn sei verheiratet; seine schwangere Frau befinde sich in Saudi-Arabien mit ihrem sieben Monate alten Sohn. Al-Hamahmy bezeichnete seinen Sohn als "einfachen Kerl", der "von allen geliebt" worden sei. .

Bei dem Angreifer handelt es sich nach Einschätzung der französischen Behörden vermutlich um einen 29-jährigen Ägypter. Bei dem Angriff waren vier Soldaten in der Einkaufsgalerie Carrousel du Louvre, in der es auch einen Zugang zum Museum gibt, mit zwei Macheten attackiert worden. Dabei schrie der Täter "Allahu Akbar", wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. 

+++ 11.54 Uhr: AfD-Chefin Petry will mit Baby Bundestagswahlkampf machen +++

AfD-Chefin Frauke Petry will mit Baby Wahlkampf machen. "Es wird sicher anstrengend, aber ich freue mich darauf", sagte Petry der "Leipziger Volkszeitung". Ihr Kind, das sie mit ihrem neuen Ehemann und Parteikollegen Marcus Pretzell erwartet, soll im ersten Halbjahr auf die Welt kommen. Petry (41) und Pretzell (43) haben jeweils bereits vier Kinder aus erster Ehe. "Ich hatte bei allen vier Kindern das Glück, meine Arbeitszeit recht frei einteilen zu können und habe sie fast überall hin mitgenommen, um sie gerade in den ersten Monaten bei mir zu haben", sagte Petry.

Pretzell ist AfD-Vorsitzender in Nordrhein-Westfalen, lebt in Bochum und kandidiert bei der NRW-Landtagswahl im Mai. Petry sitzt im sächsischen Landtag, lebt in Leipzig und kandidiert für die Bundestagswahl im September.

+++ 11.11 Uhr: Ralf Stegner modelt für Kieler Friseursalon +++

SPD-Parteivize Ralf Stegner (57) versucht sich jetzt auch als Model. Mit seinem Konterfei wirbt er für einen Kieler Friseursalon, in dem er sich seit Jahren die Haare schneiden lässt. Dort bekomme wirklich jeder schöne Haare, heißt es in der Anzeige im Werbemagazin "InKiel", über die die "Kieler Nachrichten" am Samstag berichteten. Stegner selbst twitterte das Anzeigenfoto mit dem ironischen Satz: "Wir greifen jetzt in jeder Disziplin an."

Geld hat Stegner für seine Aktion nach Informationen der "Kieler Nachrichten" nicht bekommen. "Ich habe meiner Friseurin lediglich einen Gefallen getan, um den sie mich gebeten hat. Mehr nicht", sagte Stegner. Laut "Kieler Nachrichten" hat er auch allen Grund, seiner Friseurin dankbar zu sein. Ihr habe er den Wandel vom strengen Bürstenschnitt zur lässigeren Scheitelfrisur zu verdanken.

Weitere Werbeaktionen sind vorerst nicht geplant. Auf die Frage der Zeitung, ob er auch für andere Unternehmen werben würde, antwortete der Kieler SPD-Landeschef: "Um Gottes willen, nein. Höchstens für den HSV."

+++ 11 Uhr: Betrunkener Busfahrer ohne Hose am Steuer +++

Betrunken sowie ohne Hose und Schuhe hat der Fahrer eines Reisebusses in Kaiserslautern am Steuer gesessen. Wie die Polizei am Samstag berichtete, war der 53-Jährige am Freitagabend dem Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma aufgefallen, weil er ohne Erlaubnis eine amerikanische Kaserne anfahren wollte. Die hinzugerufene Polizeistreife führte bei dem Fahrer einen Alkoholtest durch, der einen Wert von mehr als zwei Promille ergab. Die fehlenden Kleidungsstücke entdeckte die Polizei im Bus, in dem sich keine Fahrgäste befanden. Der 53-Jährige musste die Beamten zu ihrer Dienststelle begleiten.

+++ 10.52 Uhr: Pariser Louvre nach Macheten-Attacke wieder geöffnet +++

Nach dem Macheten-Angriff auf Soldaten nahe dem Pariser Louvre ist das Museum wieder für Besucher geöffnet worden. Zahlreiche Touristen, unter ihnen chinesische Besuchergruppen, warteten am Samstagmorgen vor den Eingängen, wie ein AFP-Reporter berichtete. Bewaffnete Polizisten patrouillierten vor dem Museum. Der Louvre, das meistbesuchte Museum der Welt, war nach dem Angriff weiträumig abgesperrt worden und blieb am Freitag geschlossen.

Der Angreifer, bei dem es sich vermutlich um einen 29-jährigen Ägypter handelt, hatte die Soldaten in der Einkaufsgalerie Carrousel du Louvre, in der es auch einen Zugang zum Museum gibt, mit zwei Macheten attackiert. Dabei schrie er "Allahu Akbar", wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Ein Soldat wurde leicht verletzt. Ein anderer Soldat eröffnete das Feuer und verletzte den Angreifer lebensgefährlich. Die französische Regierung sprach von einer mutmaßlich terroristischen Attacke.

+++ 10.51 Uhr: Qatar Airways fliegt von Einreiseverbot betroffene Bürger wieder in die USA +++

Nach der einstweiligen Verfügung gegen den umstrittenen Einreisestopp von US-Präsident Donald Trump befördert die Fluggesellschaft Qatar Airways wieder Passagiere aus den betroffenen Ländern in die USA. Bürgern aus den sieben betroffenen Staaten sowie Flüchtlingen sei es wieder gestattet, in die Vereinigten Staaten einzureisen, sofern sie ein gültiges US-Visum oder eine Green Card vorweisen könnten, teilte die Airline am Samstag auf ihrer Internetseite mit.

Trump hatte Ende Januar per Dekret die Einreise von Bürgern der sieben mehrheitlich muslimischen Länder Irak, Iran, Libyen, Somalia, Syrien, Sudan und Jemen für 90 Tage gestoppt. Flüchtlingen aus aller Welt wurde zudem die Einreise für 120 Tage untersagt, syrischen Flüchtlingen sogar auf unbestimmte Zeit. Trump will nach eigenen Angaben striktere Überprüfungsmechanismen ausarbeiten lassen, um "radikale islamische Terroristen" fernzuhalten.

Ein US-Bundesrichter in Seattle stoppte das umstrittene Dekret am Freitag zunächst landesweit per einstweiliger Verfügung. Das Weiße Haus kündigte umgehend an, die Entscheidung juristisch anzufechten.

+++ 9.2 Uhr: 50 US-Abgeordnete protestieren gegen Bannons Berufung in Trumps Sicherheitsrat +++

50 demokratische US-Abgeordnete haben in einem Brief an US-Präsident Donald Trump gegen die Berufung seines ultrarechten Chefstrategen Stephen Bannons in den Nationalen Sicherheitsrat protestiert. "Die nationale Sicherheit sollte niemals der Parteipolitik zum Opfer fallen", erklärten die Kongressmitglieder in dem am Freitag veröffentlichten Schreiben.

Sie riefen Trump zugleich auf, die Rückstufung des US-Geheimdienstdirektors sowie des Chefs des Vereinten Generalstabs im Nationalen Sicherheitsrat rückgängig zu machen. Deren Einfluss hatte Trump parallel zur Ernennung Bannons zum ständigen Mitglied des Gremiums begrenzt. Beide sollen laut der Anordnung vom vergangenen Wochenende nur noch in bestimmten Fällen an den Sitzungen teilnehmen.

Bannon ist einer der engsten Vertrauten des neuen US-Präsidenten. Der frühere Leiter der wegen ihrer Nähe zum Ku-Klux-Klan, weißen Nationalisten und Antisemiten umstrittenen Website "Breitbart News" verfügt über keinerlei außenpolitische Erfahrung. Trump hatte zur Begründung seiner Anordnung erklärt, der Rat solle "weniger bürokratisch" sein und mehr darauf ausgerichtet, dem Präsidenten die Geheimdienstinformationen zukommen zu lassen, die er benötige.

+++ 9.08 Uhr: Gouverneur: Kleine Herzpatientin aus Iran darf doch in USA einreisen +++

Nach der Aufhebung des Einreisestopps für Menschen aus dem Iran darf ein kleines Baby nun doch für eine lebenswichtige Operation in die USA einreisen. Die vier Monate alte Fatemeh Reshad und ihre Familie hätten Reisedokumente erhalten, teilte der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, am Freitag (Ortszeit) mit. Renommierte Herzspezialisten des New Yorker Krankenhauses Mount Sinai würden das Mädchen kostenlos operieren, andere Sponsoren kämen für die Reise- und Übernachtungskosten auf. Zuvor war der iranischen Familie, die Verwandte im US-Bundesstaat Oregon hat, die Einreise verweigert worden.

+++ 8.53 Uhr: Schulz: Deutschland ist kein gerechtes Land +++

Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will Deutschland zu einem gerechteren Land machen. "Millionen von Menschen fühlen, dass es in diesem Staat nicht gerecht zugeht", sagte er dem "Spiegel". "Unternehmensgewinne und Bonuszahlungen haben ebenso zugenommen wie die Zahl prekärer Arbeitsverhältnisse." Er kündigte an, den Arbeitsmarkt im Falle einer Regierungsbeteiligung der SPD weiter zu reformieren, um Leih- und Zeitarbeit zu begrenzen.

Auch im Wohnungsbau sieht Schulz enormen Handlungsbedarf: "Wir haben über einen sehr, sehr langen Zeitraum den gesamten Immobilienbereich den Spekulanten überlassen. Das war falsch."

+++ 8.05 Uhr: Iran reagiert mit großangelegter Militärübung auf neue US-Sanktionen +++

Der Iran reagiert mit einer großangelegten Militärübung auf die jüngsten Sanktionen der USA. Bei dem Manöver am Samstag kämen auch verschiedene Raketentypen zum Einsatz, teilten die Revolutionsgarden auf ihrer Website Sepahnews mit. Mit der Übung solle die Bereitschaft des Iran verdeutlicht werden, auf die "Bedrohungen" und die "erniedrigenden Sanktionen" der USA zu reagieren, erklärte die Eliteeinheit.

Die US-Regierung hatte am Freitag neue Sanktionen gegen Teheran verhängt, wenige Tage nach einem iranischen Raketentest. Die Strafmaßnahmen betreffen 25 Firmen und Einzelpersonen im Iran und in China, die nach Einschätzung der USA das iranische Raketenprogramm und die Revolutionsgarden unterstützen. Der Iran reagierte erbost und kündigte seinerseits Vergeltungsmaßnahmen gegen US-Personen und Firmen an.

 Der Iran ist zudem eines der sieben Länder, die von dem US-Einreiseverbot betroffen sind, das Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche verhängt hatte. Am Samstag bezeichnete US-Verteidigungsminister James Mattis die Regierung in Teheran als den "größten staatlichen Sponsor von Terrorismus".

+++ 7.44 Uhr: Deutsches Kreuzfahrtschiff kommt Fischern im Südpazifik zur Hilfe +++

Rettung in höchster Not: Ein deutsches Kreuzfahrtschiff ist am Samstag im Südpazifik sechs Fischern zur Hilfe gekommen. Die "Albatros" habe nach einem Notsignal der Männer aus dem Pazifikstaat Tonga den Kurs geändert und ihr havariertes Boot schließlich nach mehr als neun Stunden erreicht, teilten die neuseeländischen Rettungskräfte mit, die die Suche koordinierten.

Die neuseeländische Luftwaffe hatte das Boot zuvor 400 Kilometer vor der Küste Tongas lokalisiert und eine Notfallausrüstung abgeworfen. "Sie waren in einer wahrlich lebensbedrohlichen Lage", sagte Einsatzleiter Ramon Davis. Die Fischer seien bereits seit drei Tagen ohne Trinkwasser gewesen und ihr Boot wäre wohl in den kommenden Stunden untergegangen.

+++ 6.04 Uhr: Vorboten der Pollensaison: Hasel und Erle blühen in Westdeutschland +++

Hasel und Erle sind auch in diesem Jahr die Vorboten der Pollensaison. Vom Rheinland über Westfalen bis ins Saarland sowie in Teilen Hessens und Baden-Württembergs fliegen diese Pollen nach einer Übersicht des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bereits seit Tagen - und das im Winter. "Was die Klimaerwärmung betrifft, hat sich die Blühzeit der Frühblüher nach vorne verschoben - vor allem bei der Hasel", sagte Christina Endler, Meteorologin und Expertin für Pollenflug vom DWD.

Der erste Monat des Jahres sei ein "unterdurchschnittlich kalter Januar" gewesen, also nicht so kalt wie der Januar üblicherweise. Genaue Schlüsse, wie die Pollensaison 2017 verlaufen werde, könne sie daraus jedoch nicht ziehen.

+++ 4.18 Uhr: Schulz macht Gabriel wenig Hoffnung auf Verbleib im Auswärtigen Amt +++

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz bezweifelt, dass sein Parteifreund Sigmar Gabriel nach der Bundestagswahl Außenminister bleiben kann. "Ich glaube, dass ich Sigmar in diesem Punkt enttäuschen muss", sagte der designierte SPD-Chef dem "Spiegel". Er selbst strebe das Amt des Bundeskanzlers an, "und weil ich nicht davon ausgehe, dass wir die absolute Mehrheit gewinnen, wird möglicherweise ein Koalitionspartner den Posten des Außenministers beanspruchen." Die realistischste Chance für Schulz, ins Kanzleramt einzuziehen, wäre aktuellen Umfragen zufolge eine Koalition mit Grünen und Linken. Dafür fehlt derzeit aber eine Mehrheit. 

anb DPA AFP

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