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+++ Ticker +++

News des Tages: Altkanzler greift in Wahlkampf ein: Unbekannte stellen Willy-Brandt-Plakat auf

Festgenommener Deutsche in Türkei wieder frei +++ Von der Leyen rechnet mit 100.000 Soldaten bei russischem Manöver +++ Deutsche fürchten sich am meisten vor Terror +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Willy Brandt

Ein Wahlplakat mit Willy Brandt aus dem Jahr 1972. Damals holte die SPD das beste Ergebnis ihrer gesamten Geschichte: Sie lag mit 45,8 Prozent knapp vor der CDU/CSU, die auf 44,9 Prozent kam.

Die News des Tages im Überblick:

+++ 21.34 Uhr: SpaceX bringt Drohne der US-Armee ins All +++

Erstmals hat das private Raumfahrtunternehmen SpaceX für die US-Armee eine Drohne ins All geschickt. Die Trägerrakete des Typs Falcon 9 hob mit dem unbemannten Flugkörper von Cape Canaveral im Bundesstaat Florida ab, wie von der Firma veröffentlichte Live-Aufnahmen zeigten. Wenige Minuten später kehrte die sogenannte erste Stufe der Rakete wieder zu dem Weltraumbahnhof zurück.

+++ 19.34 Uhr: AfD-Spitzenkandidatin Weidel kommt nicht zum ZDF - dafür Poggenburg +++

AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel hat nach ihrem abrupten Abgang aus der ZDF-Wahlsendung "Wie geht's, Deutschland?"
einen weiteren TV-Auftritt in dem Sender abgesagt. Wie das ZDF mitteilte, zog Weidel am Vormittag ohne Angabe von Gründen ihre Teilnahme an der Sendung "illner intensiv" am Abend zurück. Erst am Vortag habe sie ihren Ende Juni vereinbarten Auftritt noch einmal über ihren Pressesprecher bestätigt.

Statt Weidel werde nun André Poggenburg, Landesvorsitzender der AfD in Sachsen-Anhalt und Mitglied im Bundesvorstand, teilnehmen, betonte das ZDF. Zuvor hatte der andere Spitzenkandidat der AfD, Alexander Gauland, eine Einladung mit dem Verweis auf Termingründe nicht angenommen.

+++ 19.31 Uhr: Trumps ältester Sohn wegen Russlandaffäre befragt +++

Der älteste Sohn von US-Präsident Donald Trump ist wegen der Russland-Affäre von einem Senatsausschuss befragt worden. In einer vorbereiteten Stellungnahme für die Sitzung, die der "New York Times" vorlag, ging Donald Trump Jr. ausführlich auf ein umstrittenes Treffen mit einer russischen Anwältin ein. Er habe diesem zugestimmt, weil er interessiert gewesen sei, welche Informationen die Anwältin über Hillary Clinton habe, der Konkurrentin seines Vaters.

In der Stellungnahme erklärte Trump Jr., er habe sich anhören wollen, welche Informationen die Anwältin über die "Eignung, den Charakter oder die Qualifikation" der demokratischen Präsidentschaftsbewerberin habe. Der Präsidentensohn betonte laut "New York Times" erneut, dass das Treffen letztendlich ergebnislos verlaufen sei. Er wies zudem die Darstellung zurück, er habe mit der russischen Regierung konspiriert, um die Wahl zu beeinflussen.

+++ 19.28 Uhr: Zahl der G20-Einsatzkräfte übersteig 31.000 +++

Die Zahl der im Rahmen des G20-Gipfels in Hamburg eingesetzten Sicherheitskräfte hat deutlich über der bislang bekannten Zahl gelegen. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervorgeht, waren mehr als 31.000 Sicherheitskräfte Anfang Juli im Einsatz. Darunter waren demnach unter anderem knapp 23.200 Polizisten aus allen Bundesländern, mehr als 5500 Bundespolizisten und über 2500 Kräfte des Bundeskriminalamtes. Die Zahl der Sicherheitskräfte war bislang mit mehr als 20.000 angegeben worden. Die Antwort der Bundesregierung lag der Deutschen Presse-Agentur vor. Zuerst hatte das ZDF darüber berichtet.

+++ 18.44 Uhr: Massenproteste in Togo - Regierung blockiert mobiles Internet +++

Wegen Massenprotesten unzufriedener Bürger hat die Regierung in Togo Medienberichten zufolge das mobile Internet abschalten lassen. Damit soll offenbar die Organisation weiterer Demonstrationen und die Berichterstattung darüber erschwert werden. Der französische Auslandsradiosender rfi berichtete, dass sich trotz der Internetsperre wieder zahlreiche Demonstranten im Lomé eingefunden hätten. Ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur in Lomé bestätigte, dass Internetverbindungen gekappt waren.

Medienberichten zufolge hatten am Mittwoch Zehntausende gegen die Regierung des westafrikanischen Landes protestiert. "Die Position des Präsidenten ist sehr schwach", sagte Analyst François Conradie der südafrikanischen Beratung NKC African Economics. Weder die westafrikanische Staatengemeinschaft Ecowas noch Gnassingbés Freunde in Europa wollten ihm zur Hilfe eilen, sagte er.

+++ 18.32 Uhr: Gabriel will Sanktionen gegen Helfer-Staaten Nordkoreas +++

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat sich für Sanktionen gegen Staaten ausgesprochen, die durch die Lieferung von Technik Nordkoreas Atomwaffenprogramm unterstützen. Im Zweifelsfall müsse man auch diese Länder "wirtschaftlich unter Druck setzen", sagte der SPD-Politiker am Rande eines EU-Außenministertreffens in der estnischen Hauptstadt Tallinn.

Einig sei man sich bereits darüber, die entsprechenden Lieferwege zu kontrollieren. Die "technischen Mittel" zum Bau von Atomwaffen und Raketen müssten von außen kommen, sagte Gabriel. "Nach unserer Auffassung darf Europa es nicht mehr zulassen, dass koreanische Schiffe oder Schiffe in Eigentümerschaft Koreas Häfen bei uns anlaufen, dass wir Arbeitsplätze bieten", erklärte Gabriel. "Das Geld, das dort verdient wird, dient nur dazu, es ins Atomprogramm zu stecken." 

+++ 18.07 Uhr: Keine Todesliste bei Anti-Terror-Einsatz in Mecklenburg-Vorpommern gefunden +++

Bei der Anti-Terror-Razzia am Montag vergangener Woche in Mecklenburg-Vorpommern ist nach bisherigen Erkenntnissen keine "Todesliste" gefunden worden. Das Bundeskriminalamt (BKA) habe dem Landeskriminalamt Unterlagen aus sichergestellten Ordnern übersandt, sagte ein Sprecherin des Innenministeriums in Schwerin am Donnerstag. "Die übersandten Ordner stellen keine Liste gefährdeter Personen dar und nach Feststellung des BKA besteht gegenwärtig auch keine unmittelbare Gefährdung." Zwei Männern aus Mecklenburg-Vorpommern war vorgeworfen worden, eine Liste mit Personen angelegt zu haben, die im Krisenfall getötet werden sollten.

+++ 17.49 Uhr: Mehr US-Bürger wollen Deutsche werden +++

Nach der Wahl von US-Präsident Donald Trump wollen deutlich mehr US-Bürger die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben. Nach Angaben des Auswärtigen Amts sind in diesem Jahr einschließlich August bereits 1190 Anträge auf Einbürgerung nach Artikel 166 des Grundgesetzes eingegangen. Im gesamten Jahr 2016 waren es nur 792 Anträge.

Der Artikel 166 regelt im Absatz 2, dass frühere deutsche Staatsangehörige und ihre Nachkommen, denen zwischen 1933 und 1945 die Staatsangehörigkeit aus politischen, rassischen oder religiösen Gründen entzogen worden ist, auf Antrag wieder einzubürgern sind. Wie viele US-Bürger insgesamt Deutsche werden wollen, geht aus den Zahlen nicht hervor.

+++ 17.16 Uhr: Unbekannte stellen Willy-Brandt-Plakat auf +++

Ein Vierteljahrhundert nach seinem Tod greift Willy Brandt noch einmal in den SPD-Wahlkampf ein. In Leverkusen haben Unbekannte ein Wahlplakat mit dem Konterfei des 1992 gestorbenen Ex-Bundeskanzlers aufgestellt. Darauf ist zu lesen: "Willy Brandt muss Kanzler bleiben. Deshalb: SPD". Der historische Aufruf zur Bundestagswahl 1972 steht passenderweise am Willy-Brandt-Ring. Bei der örtlichen SPD weiß man bislang nicht, wer dahinter steckt. "Das ist nicht von uns veranlasst", sagte die Vorsitzende Aylin Dogan. "Aber danke an alle, die uns da im Wahlkampf unterstützen wollen." Zuvor hatte der "Kölner Stadt-Anzeiger" über das Plakat berichtet.

+++ 17.09 Uhr: Zahl der Flüchtlinge aus Türkei steigt stark an +++

Die Zahl der neuen Flüchtlinge aus der Türkei ist im August deutlich gestiegen: Die Asylgesuch-Statistik registrierte 962 Zugänge aus dem Land, wie das Bundesinnenministerium in Berlin mitteilte. Das war eine Steigerung von einem guten Drittel gegenüber Juli, wo die Zahl bei 620 gelegen hatte. 

+++ 16.45 Uhr: Coca-Cola lobt eine Million Dollar Preisgeld für Zuckerersatz aus +++

 Coca-Cola kämpft mit sinkender Nachfrage nach zuckerlastigen Getränken - nun startet der Konzern einen hoch dotierten Wettbewerb für Entwickler alternativer Süßstoffe. Der Brausegigant ruft eine Million US-Dollar (830 Mio Euro) als Preisgeld für Lebensmittelforscher aus, die kalorienarmen oder -freien Ersatz für Zucker liefern. Das teilte Coca-Cola am Donnerstag in Berlin mit. Der US-Konzern hat sich als Ziel gesetzt, den Zucker in seinem Getränkesortiment bis 2020 um zehn Prozent zu senken.

+++ 16.29 Uhr: 40 Prozent der Berufsschulen ohne Wlan +++

Deutschlands Berufsschulen fehlt die technische Ausstattung, um ihre Schüler auf die digitalisierte Arbeitswelt vorzubereiten. "So ist zum Beispiel in 40 Prozent der Berufsschulen kein Wlan vorhanden", zitiert das Redaktionsnetzwerk Deutschland aus einem internen Bericht des Wirtschaftsministeriums. Danach haben nur 23 Prozent der Einrichtungen eine Strategie zur Digitalisierung entwickelt. In jeder zweiten Berufsschule fehle es an einer externen Betreuung der IT-Technik.

+++ 16.11 Uhr: In der Türkei festgenommener Deutscher wieder frei +++

Nach der Freilassung seiner Frau ist nun auch der im südtürkischen Antalya festgenommene Deutsche aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden. Er dürfe das Land jedoch vorerst nicht verlassen, meldete die türkische Nachrichtenagentur DHA.

Das deutsche Ehepaar mit türkischen Wurzeln war vergangene Woche am Flughafen von Antalya festgenommen worden. Die Frau war vier Tage später ohne Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden, wie ihr Anwalt dem Auswärtigen Amt mitteilte. Den beiden werden Verbindungen zur islamischen Gülen-Bewegung vorgeworfen, die von der türkischen Regierung für den Putschversuch am 15. Juli 2016 verantwortlich gemacht wird.

+++ 15.59 Uhr: Pro Asyl kritisiert geplante Abschiebung nach Afghanistan scharf +++

Die Hilfsorganisation Pro Asyl hat eine angeblich geplante neue Sammelabschiebung nach Afghanistan heftig kritisiert.
"Hier soll wohl auf den letzten Metern vor der Wahl noch Abschiebehärte demonstriert werden, um am rechten Rand nach Wählerstimmen zu fischen" sagte Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt. Unbestätigten Berichten zufolge soll am kommenden Dienstag von Düsseldorf aus ein Abschiebeflug nach Kabul starten.

+++ 15.52 Uhr: Hunderttausende fordern Aberkennung von Suu Kyis Friedensnobelpreis +++

Die faktische Regierungschefin Myanmars, Aung San Suu Kyi, steht wegen der Unterdrückung der muslimischen Rohingya-Minderheit zunehmend in der Kritik: Mehr als 365.000 Menschen unterzeichneten eine Online-Petition mit der Forderung, Suu Kyi den Friedensnobelpreis wieder abzuerkennen. Die langjährige Oppositionelle habe in ihrer Rolle als faktische Regierungschefin "nahezu nichts unternommen, um dieses Verbrechen gegen die Menschlichkeit in ihrem Land zu stoppen", heißt es in der Petition. 

+++ 15.47 Uhr: Dreijährige will allein im Bus zum Einkaufen fahren +++

Kleines Mädchen auf großer Einkaufstour: Um Fisch zu besorgen, ist eine Dreijährige im niedersächsischen Vechelde in einen Bus ins etwa zehn Kilometer entfernte Braunschweig gestiegen. Sie hatte mit einer Freundin vor ihrem Haus gespielt, als sie die Abenteuerlust packte. Dem Busfahrer erzählte die Kleine, sie wohne in Braunschweig.

+++ 15.44 Uhr: Offenbar Abschiebeflug nach Afghanistan in der kommenden Woche +++

Erstmals seit dem Anschlag nahe der deutschen Botschaft in Kabul soll in der kommenden Woche nach Angaben von Flüchtlingshelfern ein Abschiebeflug nach Afghanistan starten. Der Bayerische Flüchtlingsrat teilte mit, dass die nächste Sammelabschiebung von abgelehnten afghanischen Asylbewerbern für Dienstag vom Flughafen Düsseldorf angesetzt sei. Für die Abschiebung seien 15 Afghanen gemeldet worden.

+++ 15.15 Uhr: Katzenberger mag keine weißen Hochzeitsanzüge +++

Reality-TV-Sternchen Daniela Katzenberger (30) findet Männer in weißen Hochzeitsanzügen ganz schrecklich. "Weiße Anzüge erinnern mich immer an Roberto Blanco! Der sieht darin super aus, aber auf Hochzeiten passen sie meiner Meinung nach nicht", sagte sie am Donnerstag in Köln. Meistens passe der Weißton des Brautkleides und der des Anzuges nicht zueinander. Und der Mann sehe nicht nur aus wie der Schlagersänger Blanco, sondern auch wie ein "Klavierspieler auf dem Kreuzfahrtschiff". Hätte ihr Mann Lucas einst einen weißen Anzug getragen, hätte sie ihn wohl zum Umziehen zurückgeschickt.

+++ 15.13 Uhr: Russischer Soldat stirbt bei Übung +++

Bei einer Übung des russischen Militärs ist ein Soldat ums Leben gekommen. Fünf weitere seien verletzt worden, teilte die Armeeführung am Donnerstag im Gebiet Leningrad mit. Bei dem planmäßigen Manöver in der Nähe der Millionenmetropole St. Petersburg sei ein Panzergeschoss auf eine falsche Flugbahn geraten und in der Nähe eines Unterstands eingeschlagen, in dem sechs Soldaten gesessen hätten, meldeten russische Agenturen. Das Militär leitete eine Untersuchung des Falls ein.

+++ 14.54 Uhr: Filmstar Jean-Louis Trintignant an Krebs erkrankt +++

 Der französische Filmstar Jean-Louis Trintignant ist an Krebs erkrankt. "Früher hatte ich Angst vor Krebs. Jetzt nicht mehr, ich habe einen!", sagte der 86-jährige Schauspieler dem Magazin "Première". "Wenn ich Autogramme gebe (...) schreibe ich 'Jean-Louis Trintignant' und darunter 'am Ende seines Lebens'", fügte der Darsteller scherzend hinzu. Nähere Angaben zu seiner Erkrankung macht er nicht.


+++ 14.48 Uhr: Syriens Stürmerstar dankt Assad - Empörung im Netz +++

Ein Dank des syrischen Stürmerstars Omar al-Soma an Syriens Präsidenten Baschar al-Assad hat in den sozialen Netzwerken Empörung ausgelöst. Kritik kam vor allem aus Saudi-Arabien, wo Al-Soma für den Club Al-Ahli aus Dschidda spielt. "Al-Soma hat für den Hund Baschar nicht nur das (saudische) Königreich, sondern auch Syrien und seine Märtyrer verraten", schrieb ein Nutzer mit dem Namen Abdullah in einer Twitter-Kurznachricht, die mehr als 450 Mal retweetet wurde.

Der 28-Jährige hatte am Dienstag in der WM-Qualifikation gegen den Iran kurz vor Schluss den Ausgleich zum 2:2 geschossen. Syrien wahrte damit seine Chance, 2018 erstmals an einer WM-Endrunde teilzunehmen.

+++ 14.42 Uhr: Forscher sehen deutsche Wirtschaft weiter auf Wachstumskurs +++

Die deutsche Wirtschaft bleibt nach Einschätzung von Wirtschaftsforschern weiter auf Wachstumskurs: Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hob seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr am Donnerstag auf 1,9 Prozent an. Auch das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) erwartet für 2017 eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 1,9 Prozent. Für das 2018 sei ein Zuwachs von zwei Prozent zu erwarten. Das DIW hob seine Prognose aufgrund "des unerwartet kräftigen ersten Halbjahres" an. Für das kommende Jahr sei mit einem ähnlichen Anstieg zu rechnen.

+++ 14.18 Uhr: EU verschärft Ton gegenüber Großbritannien +++

EU-Brexit-Unterhändler Michel Barnier verschärft den Ton gegenüber Großbritannien. Der Franzose wischte die Vorschläge aus London zum künftigen Verhältnis zwischen Irland und Nordirland vom Tisch und warf der britischen Regierung vor, damit schon Pflöcke für die künftigen Beziehungen zur EU insgesamt einrammen zu wollen.

+++ 14.06 Uhr: Japan ruft Russland zu Friedensverträgen auf +++

Im Jahrzehnte alten Streit um die Kurileninseln hat der japanische Regierungschef Shinzo Abe den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem Friedensvertrag aufgerufen. "Wir müssen einen Strich unter die unnormale Situation ziehen, dass wir noch immer keinen Friedensvertrag haben. Wladimir, diese Pflicht müssen wir zu zweit erfüllen", erklärte Abe beim Wirtschaftsforum in Wladiwostok. Nach dem Gespräch mit Putin sagte Abe der Agentur Interfax zufolge, die beiden seien zu dem Schluss gekommen, dass sie mit ihren eigenen Händen einen Friedensvertrag unterzeichnen wollten. Putin hielt sich zunächst bedeckt. Er bestätigte, dass er mit Abe über die Kurilen und eine mögliche Zusammenarbeit gesprochen habe. Zudem kündigte er an, dass in Kürze Russlands Generalstabschef sowie der Chef des Landstreitkräfte nach Japan reisen sollten.

+++ 14.02 Uhr: EZB lässt Leitzins auf Rekordtief von null Prozent +++

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält den Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von null Prozent. Das beschloss der Rat der Notenbank in Frankfurt, wie die EZB mitteilte.

+++ 13.36 Uhr: Mutmaßlicher Spion kooperierte mit Anti-Terror-Polizei in Türkei +++

Ein mutmaßlicher türkischer Spion in Deutschland hat bei einem Prozess die Zusammenarbeit mit Anti-Terror-Beamten der Polizei in Ankara eingeräumt. Er habe ihnen erzählt, dass er einen Kurdenpolitiker in Bremen kenne, sagte der Angeklagte zum Auftakt am Freitag in Hamburg. Als Journalist für einen türkischen Fernsehsender habe er ihn zuvor schon mal interviewt.

Die Bundesanwaltschaft wirft dem 32-Jährigen eine geheimdienstliche Tätigkeit gegen die Bundesrepublik vor. Von Herbst 2015 an soll er im Auftrag des türkischen Geheimdienstes MIT die kurdische Szene in Deutschland ausgeforscht haben. Dabei sei es vor allem um einen Kurdenpolitiker in Bremen gegangen. Von seinen Auftraggebern habe der Angeklagte rund 30.000 Euro erhalten. 

+++ 13.26 Uhr: Zeitung: Real-Star Ronaldo muss Namen seiner Steuerberater offenlegen +++

Auch zu Beginn der neuen Saison hat Real-Madrid-Star Cristiano Ronaldo keine Ruhe vor der Justiz. In der Steueraffäre des viermaligen Weltfußballers hat die zuständige Richterin Mónica Gómez-Ferrer nach Informationen der Zeitung "AS" dem Stürmer ein Ultimatum gestellt. Demnach hatte Ronaldo ab dem 1. September "fünf Tage Zeit", um die Namen all seiner Steuerberater zu nennen.

Zudem sollte der Portugiese im gleichen Zeitraum die genauen Einnahmen und Ausgaben der Jahre 2011 bis 2014 von "Tollin Associates Ltd." offenlegen, einer Briefkastenfirma mit Sitz auf den britischen Jungferninseln, an die der Stürmer seine Bildrechte abgetreten hatte.Ob Ronaldo der Aufforderung nachgekommen ist, wurde zunächst nicht bekannt.

+++ 12.47 Uhr: Rund 164.000 Menschen aus Myanmar nach Bangladesch geflohen +++

Die Zahl der Menschen, die vor den Kämpfen im Westen Myanmars fliehen, steigt mit jedem Tag. Die UNO veröffentlichte am Donnerstag neue Zahlen, wonach in den vergangenen zwei Wochen rund 164.000 Menschen, größtenteils Angehörige der muslimischen Rohingya-Minderheit, ins Nachbarland Bangladesch flohen.
Am 25. August hatten im westlichen Bundesstaat Rahhine die seit Jahren heftigsten Kämpfe zwischen der Armee und Rohingya-Rebellen eingesetzt. Vorausgegangen waren einige tödliche Attacken der Rebellen, die für die Rechte der seit Jahrzehnten unterdrückten Rohingya-Minderheit in dem südostasiatischen Land kämpfen.

+++ 12.40 Uhr: Ukraine verstärkt vor russischem Manöver Kontrollen an Grenzen +++

Die Ukraine sieht dem russisch-weißrussischen Großmanöver "Sapad" (Westen) mit Sorge entgegen. Kiew habe die Kontrollen an allen Abschnitten der Grenze zu Weißrussland verstärkt, sagte Präsident Petro Poroschenko. "7000 Waggons mit Soldaten und Technik nähern sich unseren Grenzen und es gibt keine Garantien, dass alles nach dem Manöver [...] nach Russland zurückkehrt." Poroschenko warf Russland vor, sich auf einen großen Angriffskrieg vorzubereiten.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat die Vermutung geäußert, dass mehr als 100.000 Soldaten an dem Manöver teilnehmen werden. Russland spricht von 12.700 Soldaten. Bei mehr als 13.000 Soldaten müsste Russland als Mitglied der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) eine Beobachtung ermöglichen.

+++ 12.15 Uhr: Spaniens Ligapräsident warnt vor Destabilisierung des Fußballs +++

Spaniens Ligapräsident Javier Tebas hat angesichts der Finanzpolitik der aus Katar finanzierten Topclubs Paris Saint-Germain und Manchester City eindringlich vor einer Destabilisierung des europäischen Fußballs gewarnt. "Beide Vereine zahlen keine Marktpreise, sondern weit darüber hinaus. Das führt zu einer Inflation auf dem Transfermarkt und einer Destrukturierung der nationalen Ligen", sagte Tebas auf dem 3.
Fußballkongress der "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

+++ 11.40 Uhr: Dutzende Migranten vor Kreta gerettet +++

Die griechische Küstenwache hat erneut Dutzende Migranten gerettet. Es seien 70 Menschen - darunter auch 19 Minderjährige - rund 20 Seemeilen nördlich von Kreta entdeckt worden, berichtete das griechische Staatsradio ERT unter Berufung auf die Sicherheitsbehörden. Zuvor hatten die Migranten ein Seenotsignal gesendet. Das Boot auf dem sie sich befanden, trieb wegen eines Motorschadens herrenlos vor sich hin, wie es hieß.

+++ 11.35 Uhr: Chaos Computer Club warnt vor Sicherheitsproblemen bei Sotfware zur Bundestagswahl +++

Das Computerprogramm für die Bundestagswahl ist nach Einschätzung des Chaos Computer Club (CCC) extrem anfällig für Manipulationen. Die Software zur Erfassung und Auswertung der Ergebnisse könne leicht angegriffen werden, teilte der CCC mit. Das Ergebnis der vom CCC vorgenommenen Sicherheitsanalyse sei "ein Totalschaden für das Software-Produkt".

+++ 11.25 Uhr: Polens Außenminister kritisiert Urteil des Europäischen Gerichtshofes +++

 Polens Außenminister Witold Waszczykowski hat das Urteil des Europäischen Gerichtshofes zur Verteilung von Flüchtlingen kritisiert: "Nicht nur für Polen, sondern für ganz Europa resultiert aus diesem Urteil nichts Gutes", sagte er. Denn die Entscheidung der EU, Flüchtlinge unter den Mitgliedsstaaten umzuverteilen, sei "nicht rechtmäßig und nicht der Sicherheitslage entsprechend" gefällt worden. 

+++ 11.19 Uhr: Airbus warnt Kunden nach tödlichem Tiger-Absturz +++

Nach dem tödlichen Tiger-Unglück bei der Bundeswehr in Mali hat der Hersteller Airbus die Abnehmer des Kampfhubschraubers vor dem Flug im Autopiloten bei Turbulenzen gewarnt. Die Besatzung müsse sich demnach bei möglichen Turbulenzen auf eine schnelle Umstellung vom automatischen auf den manuellen Flugbetrieb einstellen, heißt es in dem sogenannten Alert Service Bulletin, über den das verteidigungspolitische Blog "Augen geradeaus!" bereits am Mittwoch berichtete. Der unerwartete Wechsel könnte zum Unfall in dem westafrikanischen Land beigetragen haben. 

+++ 11.07 Uhr: Prozess gegen türkischen Spion in Hamburg begonnen +++

Vor dem Oberlandesgericht Hamburg hat am Donnerstag der Prozess gegen einen mutmaßlichen türkischen Spion begonnen. Zum Auftakt äußerte sich der 32-jährige Mehmet Fatih S. nach der Anklageverlesung zu den Vorwürfen, wie ein Gerichtssprecher sagte. S. soll demnach in Deutschland Kurden ausspioniert haben. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm deshalb geheimdienstliche Agententätigkeit vor.


+++ 11.07 Uhr: Kleiner Prinz George drückt jetzt die Schulbank +++

Ohne seine schwangere Mutter ist der vierjährige Prinz George am Donnerstag eingeschult worden. Prinz William (35) begleitete seinen etwas nervös wirkenden Sohn am ersten Tag zur Schule Thomas's Battersea im Süden Londons.

Mutter Kate (35), die Herzogin von Cambridge, litt am Morgen wieder unter Übelkeit und blieb zu Hause, wie der Kensington-Palast mitteilte. Sie erwartet ihr drittes Kind und hatte schon zuvor Termine absagen müssen. Georges Schwester Charlotte hat noch etwas Zeit, bis sie in die Schule kommt. Sie ist erst zwei Jahre alt. 

+++ 11.06 Uhr: Von der Leyen sieht in russischem Manöver "Machtdemonstration" Moskaus +++

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sieht in einem bevorstehenden Großmanöver Russlands an den Nato-Grenzen eine "Machtdemonstration" Moskaus. Wer daran zweifle, müsse sich nur die hohe Zahl eingesetzter Soldaten bei der Übung "Sapad 2017" ansehen, die "über hunderttausend" liege, sagte von der Leyen am Donnerstag beim Treffen mit ihren EU-Kollegen in Estland. Die französische Verteidigungsministerin Florence Parly warf Russland eine "Einschüchterungsstrategie" vor.

Die Übung "Sapad 2017" in Russland und Weißrussland beginnt am 14. September und dauert eine Woche. Moskau gibt die Zahl der teilnehmenden Soldaten mit 12.700 an. Damit bliebe die Übung unter der Schwelle von 13.000 Soldaten, ab der nach internationalen Vereinbarungen ein umfassender Zugang von Beobachtern gewährt werden muss. Die Nato geht von höheren Zahlen aus und fordert deshalb vollen Zugang ihrer Beobachter und die Möglichkeit zu Überflügen des Manövergebiets.

+++ 11.05 Uhr: Deutsche fürchten sich am meisten vor Terrorismus +++

Nach Anschlägen in Berlin und anderen europäischen Städten haben viele Menschen in Deutschland Angst vor Terror. Die Sorge vor derartigen Attacken liege unverändert auf Platz eins der Langzeit-Umfrage "Die Ängste der Deutschen", teilte die R+V Versicherung. 71 Prozent der rund 2400 Befragten fühlten sich demnach von Terrorismus bedroht, zwei Prozentpunkte weniger als beim Rekordhoch 2016. Die Herausgeber sprechen aber noch immer von einem der höchsten je erfassten Werte. 

+++ 10.59 Uhr: Lindner will Kriegsflüchtlinge in ihre Heimat zurückschicken +++

FDP-Chef Christian Lindner will Kriegsflüchtlinge in ihre Heimat zurückschicken, "sobald die Lage es dort zulässt". Aus dem Flüchtlingsstatus könne "nicht automatisch ein dauerhafter Aufenthaltsstatus werden", sagte Lindner der "Bild"-Zeitung. "Das ist das humanitäre Völkerrecht" und gelte auch für hier geborene Kinder von Flüchtlingen.
Wenn es in Syrien wieder sicher sei, müsse der Flüchtlingsschutz in Deutschland "erlöschen", forderte der FDP-Chef und verwies auf Erfahrungen mit bosnischen Kriegsflüchtlingen Mitte der 90er Jahre.

+++ 10.46 Uhr: Nach 36 Jahren untersucht Gericht wieder Fall Ursula Herrmann +++

36 Jahre nach dem gewaltsamen Tod der zehnjährigen Ursula Herrmann am Ammersee hat ein Soko-Ermittler in einem neuen Verfahren noch einmal über Auffälligkeiten des spektakulären Falls berichtet. Der Bruder von Ursula, Michael Herrmann, verklagt vor dem Augsburger Landgericht den verurteilten Täter auf Schmerzensgeld.

Der inzwischen pensionierte Kripo-Mann wurde deshalb am Donnerstag von der Zivilkammer zu der Vernehmung eines anderen Verdächtigen befragt. Michael Herrmann hatte immer wieder angezweifelt, dass ein Einzeltäter im Herbst 1981 seine Schwester entführt und in einer Kiste im Wald vergraben hat. Die Schülerin erstickte darin.

+++ 10.39 Uhr: Israelischer Luftangriff galt offenbar Chemiefabrik in Syrien +++

Ein nächtlicher Luftangriff in Syrien hat nach Einschätzung des früheren israelischen Militärgeheimdienstchefs auf eine Chemiewaffenfabrik abgezielt. Der Israel zugeschriebene Angriff nahe dem Ort Masjaf in der zentralsyrischen Provinz Hama habe einer Fabrik gegolten, "die Chemiewaffen und Fassbomben herstellte, die Tausende syrischer Zivilisten getötet haben", schrieb Amos Jadlin auf Twitter. Jadlin ist heute Leiter des angesehenen Instituts für Nationale Sicherheitsstudien (INSS) in Tel Aviv. Bei dem Angriff waren zwei syrische Soldaten getötet worden. 

+++ 10.32 Uhr: Paris sieht nach Entdeckung eines Sprengstofflabors Verbindungen nach Syrien +++

Nach der Entdeckung eines geheimen Sprengstofflabors nahe Paris sieht die französische Regierung Verbindungen nach Syrien und zum Terrorismus. Innenminister Gérard Collomb sprach im Sender France Info unter anderem von Telefonkontakten in das Bürgerkriegsland. Über die Festgenommenen sagte der Minister: "Diese Leute hatten Verbindungen zum Terrorismus." Ermittlerkreise hatten sich zuvor vorsichtig darüber geäußert, was mögliche Verbindungen nach Syrien angeht.

+++ 10.21 Uhr: Brexit-Papiere der EU werden Großbritannien unter Druck setzen +++

Die Europäische Kommission wird nach einem Medienbericht in den kommenden Tagen fünf kämpferische Positionspapiere zum EU-Austritt Großbritanniens vorlegen. Die Dokumente könnten die Spannungen zwischen Brüssel und London verstärken, berichtete die Zeitung "The Guardian".

In einem der Dokumente soll es um die neue EU-Außengrenze zwischen der Republik Irland und dem britischen Nordirland gehen. London wird darin aufgefordert, Lösungen für die Grenze auszuarbeiten, um den Frieden auf der Insel zu wahren. Die bisherigen Brexit-Verhandlungen sind sehr zäh und ohne greifbares Ergebnis verlaufen. 

+++ 10.18 Uhr: Python verschlingt in Thailand eine Katze - und würgt sie wieder aus +++

Eine Python hat in Thailand eine komplette Hauskatze verschlungen - und dann notgedrungen wieder ausgewürgt. Die fünf Meter lange Schlange wurde von der Besitzerin der Katze, Saowarak Charoen (59), mit einer recht merkwürdigen Verformung in der Küche entdeckt. Die Polizei sorgte dann mithilfe von Schlangenexperten dafür, dass die Python ihre Beute wieder herausgeben musste.
Tatsächlich handelte es sich dabei um die vermisste Katze namens Bobo. Saowarak begrub das tote Haustier später im Garten. Die Python wurde wieder in Freiheit entlassen.

+++ 10.12 Uhr: Laut Studie vertrauen Deutsche eher klassischen Medien als digitalen +++

Die meisten Deutschen setzen auch im digitalen Zeitalter eher auf die klassischen Medien als Nachrichtenquelle. 71 Prozent nutzen die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender, um sich über aktuelle politische Ereignisse wie beispielsweise Wahlen zu informieren, wie eine in Düsseldorf veröffentlichte Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 1000 Bundesbürgern zeigt. Auf Platz zwei landen mit 53 Prozent Tages- und Wochenzeitungen.
Dagegen kommen Newsseiten im Internet nur auf 37 Prozent, Social-Media-Kanäle wie Facebook, Twitter oder Youtube sogar lediglich auf 23 Prozent, wenn es um Informationen geht.


+++ 10.08 Uhr: Hunderte Fake-Konten auf Facebook mit Russland-Verbindungen +++

Über hunderte gefälschte Facebook-Konten mit Verbindungen nach Russland sind nach Angaben des sozialen Netzwerks rund um den US-Wahlkampf politische Spannungen geschürt worden. Eine interne Untersuchung habe gezeigt, dass die Konten Teil einer gezielten Kampagne gewesen sein könnten, eine politische Spaltung in den USA zu befördern, teilte Facebook mit.

Zwischen Juni 2015 und Mai 2017 seien über rund 470 Konten etwa 100.000 Dollar für Werbeanzeigen ausgegeben worden, die sogenannte Fake News oder irreführende Informationen beinhalteten oder die Nutzer zu Websites mit derartigen Inhalten weiterleiteten. Damit sei gegen die Richtlinien des sozialen Netzwerks verstoßen worden, erklärte Facebook-Sicherheitschef Alex Stamos. Die jeweiligen Konten seien inzwischen geschlossen worden.

+++ 10.05 Uhr: Zahl der Todesopfer durch Hurrikan "Irma" steigt auf mindestens zehn +++

Die Zahl der Todesopfer durch den Hurrikan "Irma" in der Karibik ist auf mindestens zehn gestiegen. Allein auf der Insel Saint-Martin kamen nach Behördenangaben mindestens acht Menschen ums Leben, ein weiteres Todesopfer gab es auf Barbuda. Mindestens 21 Menschen wurden auf Saint-Martin verletzt, wie der Katastrophenschutz am Donnerstag mitteilte. Auf Barbados starb ein Jugendlicher, der während des Wirbelsturms surfte.

Der Wirbelsturm war am Mittwoch über die Region hinweggefegt. Der Verwaltungschef des französischen Teils von Saint-Martin erklärte, die Insel sei "zu 95 Prozent zerstört". Auch auf Barbuda waren die Schäden nach Angaben der Regierung gewaltig. Auf Barbados kam ein 16-jähriger Profi-Surfer um, der während des Hurrikans im aufgewühlten Meer surfte. Nach Angaben der Welt-Surfliga wurde er auf ein Riff geschleudert.

+++ 9.59 Uhr: Asselborn nennt Äußerungen Ungarns extrem schockierend +++

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat Äußerungen der ungarischen Regierung über ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) als "extrem schockierend" zurückgewiesen. "Man hört: Der Kampf fängt erst an. Ich frage mich, welcher Kampf?", sagte Asselborn im "ARD-Morgenmagazin". "Wenn das der Tonfall ist in Zukunft aus verschiedenen europäischen Ländern, dann müssen wir nach dem Rechten sehen." 

+++ 9.55 Uhr: Keine Lust auf Schwimmen - Elfjähriger büxt aus und löst Großeinsatz aus +++

Weil er keine Lust zum Schwimmen mit der Familie hatte, ist im Siegerland ein Elfjähriger ausgerissen und hat dadurch einen Großeinsatz der Polizei inklusive Suche mit einem Hubschrauber ausgelöst. Insgesamt sechs Stunden hielt der Junge seine Familie, die Polizei und von der Mutter über Facebook alarmierte Bürger auf Trab, bis er gefunden wurde, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag in Siegen sagte.

Demnach lief das Kind am Mittwochnachmittag direkt vor dem Schwimmbad einfach weg. Zunächst habe die Familie zwei Stunden lang allein nach dem Jungen gesucht. Weil dies erfolglos blieb, schaltete sie dann die Polizei ein, die mit mehreren Streifenwagen und einem Hubschrauber die Suche aufnahm.

+++ 8.54 Uhr: Nahender Herbst treibt Mücken in Häuser +++

Auch Steckmücken spüren, dass es Herbst wird. In großer Zahl fliegen die Plagegeister derzeit durch offene Fenster und Türen in Häuser - manche aber, ohne zu stechen. "Die suchen keine Blutmahlzeit mehr", erläuterte die Biologin vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) im brandenburgischen Müncheberg. Für begattete Hausmückenweibchen gehe es nun vielmehr um die Suche nach Orten zum Überwintern.

Im August und Anfang September sei bei Hausmücken traditionell die maximale Population erreicht, so Walther. Und nach diesem regenreichen Sommer gibt es besonders viele Exemplare: "Es ist die Hölle", sagte die Mückenexpertin - noch nie habe sie im eigenen Haus so viele Mücken gehabt. Nicht nur die Berliner und Brandenburger stöhnten: "Letztendlich tobt derzeit überall die Mücke", sagte Walther. 

+++ 8.23 Uhr: Nordkoreaner feiern jüngsten Atomtest +++

Zehntausende Nordkoreaner haben in der Hauptstadt den jüngsten Atomtest des Landes gefeiert. Einwohner säumten die Straßen und bejubelten einen Bus-Konvoi, der Wissenschaftler ins Stadtzentrum brachte. Als die Spezialisten bei den Feierlichkeiten Mittwochabend den zentralen Kim-Il-Sung-Platz betraten, wurden sie mit Konfetti beworfen. "Wir erweisen dem Genossen Kim Jong Un die größte Ehre, dem Obersten Führer, der uns die größte Errungenschaft in der Geschichte des Koreanischen Volkes gebracht hat", stand auf einem Banner. "Niemand kann uns auf unserem Weg in die Zukunft stoppen", hieß es auf einem anderen. Die Armee des Landes werde "dem Schicksal der verbrecherischen US-Imperialisten durch die gnadenlosesten und stärksten Präventivschläge ein Ende bereiten, wenn sie und ihre Horden an Verrätern letztlich einen Krieg beginnen", sagten Sprecher bei der Kundgebung laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA.

Nordkorea hatte am Sonntag seinen sechsten und bisher gewaltigsten Atomwaffentest vorgenommen. Nach eigenen Angaben testete das Land eine Wasserstoffbombe.

+++ 7.35 Uhr: Berichte über Luftangriffe Israels auf Chemiewaffenfabrik in Syrien +++

Israelische Kampfflugzeuge sollen nach syrischen Berichten in der Nacht eine Stätte in angegriffen haben. Unbestätigten Medienberichten zufolge soll es sich um eine Chemiewaffenfabrik in der zentralsyrischen Provinz Hama gehandelt haben. Die israelische Nachrichtenseite "ynet" berichtete, es sei auch ein Konvoi mit Waffentransporten für die libanesische Hisbollah-Miliz angegriffen worden. Eine israelische Militärsprecherin in Tel Aviv wollte sich nicht zu den Berichten äußern. Augenzeugen berichteten, Krankenwagen seien zu dem Angriffsort gerast. Mehrere Menschen seien verletzt worden.

+++ 6.05 Uhr: Nachlass von Monet wird versteigert +++

Zahlreiche Kunstwerke und Gegenstände aus dem Nachlass des berühmten französischen Impressionisten kommen unter den Hammer. Bei der Versteigerung stehen neben frühen Zeichnungen und Pastellbildern Monets (1840-1926) auch Werke befreundeter Künstler wie Édouard Manet und Auguste Rodin zum Verkauf, wie das Auktionshaus Christie's ankündigte. Die angebotenen Objekte sind von heute bis Sonntag bei einer öffentlichen Auktionsvorschau in Paris zu sehen und werden am 26. November in Hongkong versteigert.

"Diese Kollektion verschafft einen intimen Einblick ins Leben des Künstlers Monet und des Sammlers Monet", erklärte Adrien Meyer von Christie's. Insgesamt 58 Lose stehen zum Verkauf, die Schätzpreise reichen von 500 (rund 420 Euro) bis 3 Millionen US-Dollar.

+++ 5.29 Uhr: Teile Miamis sollen wegen "Irma" evakuiert werden +++

Wegen Hurrikan "Irma" haben die Behörden für Teile der Millionenstadt Miami im Süden der USA Zwangsevakuierungen angeordnet. Der extrem starke Wirbelsturm bewegt sich durch die Karibik auf den US-Bundesstaat Florida zu und könnte dort in der Nacht auf Sonntag (Ortszeit) auf Land treffen. Der Bürgermeister des Bezirks Miami-Dade, in dem auch Miami liegt, ordnete an, dass Bewohner von Mobilheimen sowie Anwohner der gefährdeten sogenannten Überschwemmungszone A ihre Häuser verlassen müssen. Darunter sind auch die Bewohner des bei Touristen sehr beliebten Stadtteils Miami Beach. Die Anordnung tritt heute in Kraft. Bewohner außerhalb der Evakuierungsgebiete wurden aufgefordert, ihre Häuser zu schützen und sichere Unterkünfte aufzusuchen.

+++ 5.19 Uhr: Mehr als 1,3 Tonnen Elfenbein in Vietnam beschlagnahmt +++

In sind mehr als 1,3 Tonnen Elfenbein aus Afrika beschlagnahmt worden. Das Elfefantenhorn wurde vom Zoll im Hafen von Ho-Chi-Minh-Stadt an Bord eines Frachters entdeckt, der aus dem westafrikanischen Staat Benin kam, wie die Behörden mitteilten. Vermutet wird, dass es zum Weitertransport nach China bestimmt war. Vietnam ist einer der wichtigsten Umschlagplätze für Elfenbein, das dann illegal in die Volksrepublik weiterverkauft wird. Pro Kilogramm werden in dem südostasiatischen Land Preise bis zu 1200 US-Dollar (umgerechnet etwa 1000 Euro) gezahlt. 

+++ 4.51 Uhr: Neue Single von George Michael heute im Radio +++

Ein bislang unbekannter Song des 2016 verstorbenen Popstars George Michael soll heute erstmals im Radio erklingen. Die Single von Sony Music wird um 10 Uhr (MESZ) bei BBC Radio 2 gespielt, wie Michaels Presseagentin Connie Filippello bekanntgab, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Die Familie Michaels erklärte, sie wolle die gesamte Musik, die der Popstar komponierte, veröffentlichen. In einer im Internet veröffentlichten Erklärung hieß es dazu: George Michael hätte es gewollt, dass sein "wertvolles Vermächtnis" den Menschen weiter "Freude" bringen soll.

Die Pop-Ikone war an Weihnachten vergangenen Jahres plötzlich an einer Herzerkrankung verstorben. Michael, der mit bürgerlichem Namen Georgios Kyriacos Panagiotou hieß, hatte 1981 mit seinem Schulfreund Ridgeley die Band Wham! gegründet, die internationale Erfolge mit "Last Christmas", "Wake Me Up Before You Go-Go" und "Careless Whisper" feierte. 1987 startete Michael eine Solokarriere. Insgesamt verkaufte der Popstar im Laufe seiner Karriere mehr als hundert Millionen Platten.

+++ 4.47 Uhr: Verletzte bei Protesten gegen US-Abwehrraketen in Südkorea +++

Bei Protesten gegen die Aufstellung weiterer Teile eines umstrittenen US-Raketenabwehrsystems in sind zahlreiche Menschen verletzt worden. Hunderte von Demonstranten hätten versucht, die Zufahrt zum Stützpunkt des Systems in der östlichen Provinz Nord-Gyeongsangzu zu blockieren, berichteten südkoreanische Sender. Rund 8000 Polizisten waren demnach im Einsatz, um die Straße zu räumen.

Die "vorläufige" Aufstellung der Abwehrraketen sei Teil der Maßnahmen, die Südkoreaner besser gegen die "Bedrohungen durch Nordkoreas Raketen" zu schützen, hieß es aus dem Verteidigungsministerium. Die Stationierung des Systems geht auf eine Einigung Seouls und Washingtons vom vergangenen Jahr zurück. Die US-Streitkräfte hatten Ende April dieses Jahres mit dem Aufbau von THAAD in Südkorea begonnen, obwohl Peking und Moskau ihre Sicherheitsinteressen dadurch bedroht sehen. Widerstand kam auch von Anwohnern und Bürgergruppen in Südkorea. 

+++ 4.04 Uhr: Anti-Doping-Agentur unterstützt "sportliches Führungszeugniss" +++

Die Nationale Anti-Doping-Agentur steht in der Diskussion um neue Wege im Anti-Doping-Kampf dem Vorschlag positiv gegenüber, von Athleten künftig vor einem Wettkampf den Nachweis zu verlangen, dopingfrei zu sein. "Der Ansatz der Umkehr vom Dopingnachweis hin zu einer Art 'sportlichem Führungszeugnis' ist gut und könnte dazu beitragen, dass saubere Sportler gestärkt werden", sagte Nada-Vorstand Lars Mortsiefer der "Rheinischen Post". Allerdings räumte der Nada-Chefjustiziar ein, dass die zusätzliche Administration immens wäre. "Denn Dopingkontrollen zum Nachweis der Dopingfreiheit wird es ja trotzdem weiter geben", sagte er.

Die Teilnahme an offiziellen Wettbewerben müsse von einem Negativ-Attest der Welt-Anti-Doping-Agentur abhängig sein, sagte unterdessen Marius Breucker, Richter am Deutschen Sportschiedsgericht und Verfechter der Idee des Entlastungsnachweises. "Sie könnte mit Hilfe von Experten Kriterien definieren, die jeder Sportverband und jeder Athlet nachzuweisen haben. Zum Beispiel könnte der Athlet verpflichtet werden, regelmäßig Blutwerte zu testen und deren Ergebnisse beweissicher zu dokumentieren", sagte Breucker.

+++ 2.03 Uhr: "Irma" verwüstet Karibikinsel Barbuda +++

Der Hurrikan "Irma" hat auf der Karibikinsel Barbuda schwere Schäden angerichtet. "Mindestens 95 Prozent der Gebäude wurden beschädigt. Teilweise wurden Dächer abgedeckt, teilweise wurden die Gebäude total zerstört", sagte Premierminister Gaston Browne in einem Interview des Radiosenders ABS. Zuvor hatte sich der Regierungschef aus der Luft einen Überblick über die Lage verschafft.

"Es ist herzzerreißend. Die ganze Insel steht unter Wasser. Im Moment ist Barbuda kaum bewohnbar", sagte Browne. Auf Barbuda leben knapp 2000 Menschen. Die Insel war von dem Hurrikan der höchsten Kategorie fünf direkt getroffen worden. Die benachbarte Schwesterinsel Antigua kam recht glimpflich davon. Dort wurden nur leichte Schäden registriert.

+++ 0.55 Uhr: Melania und Donald Trump spenden eine Million Dollar nach Wirbelsturm "Harvey" +++

US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania haben eine Million Dollar (840.000 Euro) an Organisationen gespendet, die mit Hilfen und dem Wiederaufbau nach dem Wirbelsturm "Harvey" beschäftigt sind. Das Rote Kreuz und die Heilsarmee erhielten jeweils 300.000 Dollar, wie die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Huckabee Sanders, mitteilte. Insgesamt wurden zwölf Hilfsorganisationen bedacht.

Während seiner Kampagne für die Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr war Trump heftig kritisiert worden, weil er mehrfach Spenden angekündigt hatte, das Geld aber in Wirklichkeit nie überwies. Der Sturm "Harvey" hatte Ende August besonders in Texas und in Louisiana gewütet. Die Schäden wurden vor allem durch Überschwemmungen verursacht, die Schäden gehen in die Milliarden.

+++ 0.05 Uhr: Von der Leyen wirft Weidel inszenierten Abgang vor +++

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sieht in dem Verlassen der TV-Sendung ZDF-Sendung "Wie geht's, Deutschland? durch die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel Kalkül. "Der Abgang war inszeniert", sagte die CDU-Politikerin, die ebenfalls Gast in der Sendung war, der "Bild"-Zeitung. Weidel habe gemerkt, "dass der Faktencheck der Redaktion aus ihren aufgeblasenen Zahlenspielen und der dumpfen Stimmungsmache die Luft rausgelassen hat". Von der Leyen sagte weiter: "Beim nächsten Thema, wie Menschen in unserem Land gut arbeiten und fürs Alter vorsorgen könnten, habe die AFD weder Interesse noch Antworten." Da habe Weidel wohl die Flucht aus dem Studio vorgezogen. "Schade, demokratische Debattenkultur geht anders."

"Ich glaube, Frau Weidel ist eine sehr kühl kalkulierende Frau", sagte auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz am Mittwochabend bei einer Wahlkampfveranstaltung in Münster zu dem Vorfall. "Und ich bin fest davon überzeugt, dass sie das genauso wollte." Der zweite AfD-Spitzenkandidat, Alexander Gauland, nannte den Vorwurf einer Inszenierung Unsinn.

+++ 0.02 Uhr: Papst zu fünftägigem Besuch in Kolumbien eingetroffen +++

Papst Franziskus ist zu einem fünftägigen Besuch in Kolumbien eingetroffen. Die Maschine mit dem Papst an Bord landete auf dem Militärflughafen Catam von Bogotá. Wegen des Durchzugs von Hurrikan "Irma" durch die Karibik musste der Flug umgeleitet werden. Wie der Vatikan zuvor mitgeteilt hatte, nahm der päpstliche Airbus A380 eine südlichere Route von Rom nach Bogotá als geplant. Von Bogotá aus wird Franziskus mit dem Flugzeug in die Städte Villavicencio, Medellín und Cartagena reisen. In der Hauptstadt Bogotá sind Treffen mit Präsident Juan Manuel Santos sowie mit führenden Vertretern der katholischen Kirche Venezuelas zur Krise in ihrem Land vorgesehen. In allen vier Städten wird der Papst außerdem eine Messe feiern. Die Veranstalter erwarten Millionen Gläubige.

Bei dem Besuch soll der Prozess der Aussöhnung zwischen Regierung und Rebellen im Mittelpunkt stehen. Im November 2016 hatte Bogotá nach einem halben Jahrhundert ein historisches Friedensabkommen mit den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (Farc), der größten Guerillagruppe des Landes, geschlossen. Vor Kurzem einigte sich die letzte aktive Rebellengruppe, ELN, mit der Regierung auf eine Waffenruhe.

mad/fs/wue/DPA/AFP

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