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Ex-Abgeordneter Anthony Weiner muss wegen Sextingfall ins Gefängnis

Bali: Fast 50.000 Menschen flüchten vor Vulkan +++ Vorgezogene Neuwahlen in Japan angekündigt +++ US-Regierung legt Neufassung von Einreisebeschränkungen vor +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Will es noch einmal wissen: Anthony Weiner will in die Fußstapfen von Michael Bloomberg treten und Bürgermeister von New York City werden

Will es noch einmal wissen: Anthony Weiner will in die Fußstapfen von Michael Bloomberg treten und Bürgermeister von New York City werden

Die Nachrichten des Tages im -Ticker.

+++ 22.58 Uhr: Schweres Erdbeben erschüttert Papua-Neuguinea +++

Ein schweres Erdbeben hat Papua-Neuguinea erschüttert. Der Erdstoß der Stärke 6,0 ereignete sich etwa 230 Kilometer von der Insel New Britain entfernt in 5,7 Kilometer Tiefe, teilte die US-Erdbebenwarte mit. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgelöst. Bisher liegen keine Berichte über Schäden oder Verletzte vor.

+++ 22.12 Uhr: Türkisches Gericht lässt "Cumhuriyet"-Journalisten Gürsel frei +++

Im Prozess gegen Mitarbeiter der türkischen Zeitung "Cumhuriyet" hat ein türkisches Gericht die Freilassung des Journalisten Kadri Gürsel angeordnet. Der Richter habe erklärt, dass Gürsel nach elf Monaten Haft auf freien Fuß komme, der Vorwurf der Verbindungen zu terroristischen Gruppen aber bestehen bleibe, berichtete ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP. Vier andere Journalisten müssten in Haft bleiben. Gürsel zählt zu den anerkanntesten Journalisten der Türkei. Den insgesamt 17 angeklagten Journalisten und Mitarbeitern von "Cumhuriyet" wird die Unterstützung der Gülen-Bewegung sowie der ebenfalls verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) vorgeworfen.

+++ 20.22 Uhr: USA: Keine Kriegserklärung gegen Nordkorea +++

Das Weiße Haus hat bestritten, dass US-Präsident Donald Trump mit seinen martialischen Drohungen an Nordkorea dem Land den Krieg erklärt habe. Diese Darstellung sei "absurd", sagte am Montag in Washington die Präsidentensprecherin Sarah Huckabee Sanders. Sie reagierte damit auf Äußerungen des nordkoreanischen Außenministers Ri Yong Ho, der gesagt hatte, Trump habe "unserem Land den Krieg erklärt", und mit dem Abschuss von US-Kampfflugzeugen gedroht hatte.


+++ 19.55 Uhr: Supreme Court streicht Verhandlungstermin zu US-Einreisesperren +++

Nach einer Neufassung der Einreisebestimmungen in die USA wird sich das Oberste Gericht der Vereinigten Staaten zunächst nicht mit Donald Trumps früheren Versionen eines Einreisestopps befassen. Das teilte der Supreme Court mit. Das Gericht wollte sich am 10. Oktober unter anderem damit befassen, ob die ersten Anläufe von US-Präsident Trump der Verfassung entsprachen. Dieser Termin wurde abgesagt. Eine spätere Befassung mit dem Thema Einreise bleibt grundsätzlich noch möglich. Am Sonntag war die 90-tägige Geltungsfrist der Einreisesperren ausgelaufen. Sie galten für den Iran, Sudan, Jemen, Syrien, Libyen und Somalia.

Nach der neuen Verfügung vom Sonntag gibt es Visasperren für Einwanderungen und Besucher aus dem Tschad, Libyen, Syrien, Nordkorea und dem Jemen. Das gleiche gilt für den Iran - allerdings mit Ausnahme gültiger Visa von Studenten und Austauschschülern, die intensiv überprüft worden sind. Im Fall von Venezuela ist die Einreise für bestimmte Regierungsmitglieder und deren unmittelbare Familienangehörige untersagt. Bei Somalia bezieht sich die Sperre auf Immigranten-Visa.

+++ 17.34 Uhr: UN-Chef besorgt über mögliche negative Folgen des Kurden-Referendums +++

UN-Generalsekretär António Guterres hat sich besorgt über die "möglicherweise destabilisierenden Folgen" des Unabhängigkeitsreferendums der Kurden im Nordirak gezeigt. Er respektiere die Souveränität, territoriale Integrität und Einheit des Irak, ließ Guterres über seinen Sprecher mitteilen. Alle Konflikte zwischen der irakischen Zentralregierung und der kurdischen Regionalregierung sollten durch "strukturierten Dialog und konstruktiven Kompromiss" gelöst werden, forderte er. Die Kurden im Nordirak hielten am Montag trotz scharfer internationaler Kritik ein historisches Referendum über ihre Unabhängigkeit ab. Es wird mit einer großen Mehrheit für die Abspaltung vom Irak gerechnet. Die Abstimmung ist jedoch rechtlich nicht bindend. Gegen das Referendum gab es unter anderem vom Irak und der Türkei starken Widerstand.

+++ 19.07 Uhr: Air-Berlin-Manager informieren Belegschaft über Verhandlungsstand +++

Das Management von Air Berlin hat die Beschäftigten am Montagabend über den Stand der Verkaufsgespräche für die insolvente Fluggesellschaft informiert. Zu einer Mitarbeiterversammlung kamen rund 400 Angestellte. Einzelheiten der Veranstaltung hinter verschlossenen Türen wurden nicht bekannt. Vorstandschef Thomas Winkelmann und der Sachwalter der Gläubiger, Lucas Flöther, hätten wie zuvor in einer Pressekonferenz dargestellt, dass es gute Chancen gebe, für rund 80 Prozent der Kollegen neue Arbeitsplätze bei den Bietern erreichen zu können, sagte ein Unternehmenssprecher. Eine weitere Versammlung ist für morgen in Düsseldorf geplant. Air Berlin hatte zuvor ihren Kunden einen sicheren Flugbetrieb mindestens bis Ende Oktober versprochen. "Wir sind sicher, dass wir den Flugbetrieb in den nächsten Wochen aufrechterhalten können", sagte Winkelmann mit Blick auf die Zeit bis zum Beginn des Winterflugplans am 28. Oktober. Bis zum 12. Oktober soll der Verkauf großer Teile der Airline perfekt sein. Air Berlin verhandelt exklusiv mit dem Marktführer Lufthansa und der britischen Fluggesellschaft Easyjet über den Verkauf von Teilen der Gesellschaft.

+++ 18.44 Uhr: Attacken auf Wohnung und Auto von AfD-Politikern in Bremen +++

Nach dem Wahlerfolg der AfD sind in Bremen Auto und Wohnung von zwei Politikern der Partei attackiert worden. Verletzte gab es nicht, wie ein Polizeisprecher mitteilte. In der Nacht zuvor hatten demnach Unbekannte Steine durch die Küchen- und Badezimmerfenster einer 55-jährigen geworfen und etwa 1000 Euro Sachschaden verursacht. Einem 27-jährigen Parteikollegen wurden Autofenster eingeschlagen, Reifen zerstochen und das Fahrzeug mit Lack besprüht. Der Schaden wird auf rund 5000 Euro geschätzt.


+++ 18.35 Uhr: Warten auf Spenderherz - Portugal bangt um ESC-Sieger Salvador Sobral +++

Portugal bangt um den ESC-Gewinner Salvador Sobral. Der Sieger des Eurovision Song Contest 2017 liegt gut vier Monate nach seinem Triumph laut übereinstimmenden Medienberichten seit einigen Tagen in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon auf der Intensivstation des Hospitals Santa Cruz. Der herzkranke 27-Jährige sei auf eine Transplantation angewiesen und warte auf ein Spenderherz, hieß es. Ein Sprecher des Krankenhauses erklärte, man gebe auf Wunsch des Patienten und der Familie keine Kommentare ab. Die Zeitung "Correio da Manha" schrieb unter Berufung auf Kreise der Familie, es sei ein "Wettlauf gegen die Zeit". Es sei nicht leicht, ein passendes Herz zu finden. Der Zustand des Sängers und Klavierspielers sei "stabil, aber kritisch". Sobral hatte am 13. Mai in Kiew mit der zarten Jazz-Ballade "Amar Pelos Dois" (Liebe für zwei) den ESC-Contest gewonnen.

+++ 18.18 Uhr: Ägypten nimmt Konzertbesucher wegen Regenbogenflagge fest +++

Ägyptische Behörden haben nach Informationen aus Sicherheitskreisen sieben Menschen festgenommen, die auf einem Konzert Regenbogenfahnen geschwenkt haben. Dank Aufnahmen von Überwachungskameras habe man die Besucher eines Konzerts der international bekannten Rockband Mashrou Leila identifiziert, hieß es. Nach dem Konzert der libanesischen Gruppe, bei der einige Zuschauer die Flaggen als Symbol für Toleranz unter anderem gegenüber Homosexuellen in die Höhe hielten, starteten in den sozialen Medien des konservativen Landes hitzige Debatten. Der Band droht ein Auftrittsverbot in Ägypten.

+++ 18.07 Uhr: Selfies mit Leichenteilen: Fing russische Polizei Kannibalen? +++

Nach einem Frauenmord in Russland gehen die Behörden dem Verdacht auf Kannibalismus nach. Als Verdächtige seien ein Mann und seine Frau in der Stadt Krasnodar festgenommen worden, teilte das Staatliche Ermittlungskomitee der Region mit. Diesen Angaben nach hatte das Paar Anfang September eine Frau kennengelernt, die der Mann dann ermordet und zerstückelt haben soll. Dann habe er sich mit den Leichenteilen fotografiert. Die Polizei kam den mutmaßlichen Tätern auf die Schliche, weil der Mann das Mobiltelefon mit den gruseligen Bildern verlor. Das Paar lebte in der Wohnbaracke einer Offiziersakademie. Dort fanden die Fahnder Leichenteile der Ermordeten, dazu menschliche Körperteile in Salzlake in einem Weckglas und eingefrorene Fleischstücke unbekannter Herkunft. In der Mitteilung hieß es knapp, die Behörden prüften, ob das Paar für weiteren Verbrechen verantwortlich sein könnte. Örtliche Medien in Krasnodar berichteten von einer ganzen Serie kannibalistischer Morde. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es aber nicht.

+++ 17.47 Uhr: Dortmund: Stadt bringt 300 Menschen aus geräumtem Hochhaus anderswo unter  +++

Seit der Räumung eines Hochhauskomplexes in Dortmund hat die Stadt nach eigenen Angaben mehr als 300 Menschen in Wohnungen und anderen Übergangsunterkünften untergebracht. Eine Sporthalle, in der zunächst 120 Menschen untergekommen waren, werde seit Samstag dafür nicht mehr benötigt, teilte die Stadt mit. Rund 760 Menschen hatten vergangene Woche ihre Wohnungen in Dortmunds größtem Wohnhaus wegen eklatanter Brandschutzmängel verlassen müssen. Viele von ihnen waren vorerst bei Freunden oder Verwandten untergekommen. Viele Bewohner wollten dauerhaft ausziehen, hieß es weiter. Die Stadt will deshalb ein Umzugskonzept entwickeln.

+++ 17.44 Uhr: Menschenrechtler: 36 tote Zivilisten bei russischem Angriff in Syrien +++

Russische Luftangriffe haben Menschenrechtlern zufolge 36 Zivilisten im Nordwesten Syriens getötet. Es seien auch Kinder unter den Getöteten bei dem Bombardement in der Provinz Idlib, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag. Idlib wird vollständig von Rebellen kontrolliert. Dabei dominiert das radikale Bündnis Haiat Tahrir al-Scham (HTS), das vom syrischen Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida angeführt wird. Erst vor wenigen Tagen hatte Russland die Stellungen in der Region mit Marschflugkörpern angegriffen.

+++ 17.39 Uhr: Ex-Abgeordneter Anthony Weiner muss wegen Sextingfall ins Gefängnis +++

Der frühere US-Kongressabgeordnete Anthony Weiner, der in der E-Mail-Affäre um Hillary Clinton eine zentrale Rolle inne hatte, muss wegen anzüglicher Nachrichten an eine Minderjährige ins Gefängnis. Ein Gericht in New York verurteilte den 53-Jährigen zu 21 Monaten Haft, weil er obszöne Mitteilungen an eine 15-Jährige verschickt hatte. Weiner hatte sich im Mai schuldig bekannt. Er hatte das Mädchen im vergangenen Jahr dazu gebracht, sich in Videochats auszuziehen.


+++ 17.20 Uhr: Griechische Polizei nimmt Migranten mit gefälschten Pässen fest +++

In den vergangenen Tagen haben erneut dutzende Migranten versucht, mit gefälschten Pässen von Griechenland nach Westeuropa zu reisen. Allein auf dem Flughafen Heraklion auf der Mittelmeerinsel Kreta seien zwischen dem 18. und dem 25.
September insgesamt 36 Menschen aus Syrien, dem Irak, Eritrea, Afghanistan, dem Iran und dem Kongo festgenommen worden, teilte die griechische Polizei am Montag mit. "Fast jeden Tag haben wir in der Sommersaison solche Fälle in den Flughäfen und Häfen des Landes", sagte ein Offizier der Küstenwache der Deutschen Presse-Agentur. Die Migranten hoffen, dass wegen des Tourismus-Großbetriebs ihre gefälschten Pässe nicht auffallen. Die gefälschten Dokumente kosten auf dem Schwarzmarkt dem Vernehmen nach zwischen 1500 und 3000 Euro. Schleuser machten damit nach der Schließung der Balkanroute gute Geschäfte, heißt es aus Polizeikreisen.

+++ 17.04 Uhr: Nordkorea droht mit dem Abschuss von US-Kampfjets +++

Nordkorea hat mit dem Abschuss von US-Kampfflugzeugen gedroht. Der nordkoreanische Außenminister Ri Yong Ho sprach diese Warnung in New York aus. Die USA hätten seinem Land den Krieg erklärt, sagte der Minister.

+++ 16.56 Uhr: Zeugen schildern tödlichen Falschfahrer-Unfall anders +++

Der Falschfahrer-Unfall auf einer Autobahn bei Rüsselsheim mit drei Toten hat sich anders zugetragen als zunächst vermutet. Das ergaben Zeugenaussagen, wie Polizeisprecher Sebastian Trapmann in Darmstadt sagte. Man gehe nun davon aus, dass der Verursacher des Unfalls am Samstag mit seinem Kleinlastwagen auf einem Zubringer zur A67 angehalten und sich hinter ihm ein Stau gebildet habe. Ein Verkehrsteilnehmer sei ausgestiegen und zu ihm gelaufen. Kurz darauf sei der 34-Jährige weitergefahren und in verkehrter Richtung auf die Autobahn gebogen.

Dort krachte der Kleinlastwagen in zwei Autos. In dem einen kamen drei Menschen aus den Niederlanden ums Leben, in dem anderen erlitten vier Frauen leichte Verletzungen. Zunächst hatte die Polizei berichtet, der 34-Jährige habe wegen eines Staus vor ihm auf der Autobahn gewendet.

+++ 16.45 Uhr: Erdogan bezeichnet Vorgehen gegen Rohingya in Myanmar als "Genozid" +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat das Vorgehen gegen die muslimische Minderheit der Rohingya in Myanmar erneut als Völkermord bezeichnet. "Hier findet ganz offensichtlich ein Genozid statt", sagte Erdogan in Istanbul.

Er kritisierte zudem, dass der Westen keine Sanktionen verhänge und sagte: "Und reden die, die der Welt etwas über islamischen Terror erzählen etwa über christlichen Terror? Reden sie vom jüdischen Terror? Sagen sie buddhistischer Terror? Das tun sie nicht. Sie zeigen die Buddhisten stets als Boten der Gutwilligkeit." Im Moment finde in Myanmar ein "buddhistischer Terror" statt. Mit Blick auf den Westen sagte er weiter: "Mit Yoga oder dergleichen könnt Ihr das nicht abtun. Die Sache ist ernst."

+++ 16.31 Uhr: "Mein Kampf" während der Arbeitszeit gelesen - Kündigung rechtens +++

Ein Mitarbeiter des Berliner Bezirksamtes Reinickendorf hat während seiner Arbeitszeit im Pausenraum eines Dienstgebäudes die Originalausgabe von Adolf Hitlers "Mein Kampf" gelesen. Auf dem Buchdeckel war ein Hakenkreuz eingeprägt. Die daraufhin erfolgte Kündigung sei rechtswirksam, teilte das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg mit. Der Mitarbeiter hatte das Land Berlin verklagt, weil es ihn gleich gekündigt und nicht erst abgemahnt hatte.

Das Land müsse diese schwerwiegende Verfehlung nicht erst abmahnen, sondern könne dafür gleich eine ordentliche Kündigung aussprechen, urteilten die Richter. "Der Mitarbeiter trete in Uniform als Repräsentant des Landes Berlin auf und sei in besonderer Weise verpflichtet, jederzeit für die freiheitlich-demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes einzutreten." Er habe mit dem öffentlichen Zeigen des Hakenkreuzes, einem verfassungswidrigen Symbol, in besonderer Weise gegen diese Verpflichtung verstoßen. (Aktenzeichen 10 Sa 899/17) Das Landesarbeitsgericht ließ eine Revision an das Bundesarbeitsgericht nicht zu.

+++ 16.07 Uhr: Air Berlin braucht ab November frisches Geld +++

Der Flugbetrieb der insolventen Air Berlin ist nach Unternehmensgaben noch bis Anfang November finanziert. "Wir sind sicher, dass wir den Flugbetrieb in den nächsten Wochen aufrecht erhalten können", sagte Vorstandschef Thomas Winkelmann in Berlin. Eine entscheidende Frage in den Verkaufsverhandlungen sei deshalb, wie man die Zeit ab dem Beginn des Winterflugplans Ende Oktober finanziere.

Air Berlin verhandelt mit der Lufthansa und Easyjet über einen Verkauf großer Teile des Unternehmens. Ziel ist es, die Gespräche bis zum 12. Oktober abzuschließen. Sobald die Verträge unterschrieben seien, könne man auch mittel- und langfristige Buchungen wieder empfehlen. Zurzeit hält ein Kredit des Bundes die Airline in der Luft.

+++ 16.05 Uhr: Mafia-Skandal bei Juve: Club-Präsident Agnelli ein Jahr gesperrt +++

Im Prozess um Kontakte zwischen Fangruppen von Juventus Turin und der kalabrischen Mafia hat das italienische Sportgericht Club-Präsident Andrea Agnelli für ein Jahr gesperrt. Außerdem müsse Italiens Fußball-Rekordmeister ein Bußgeld von 300.000 Euro zahlen, teilte der italienische Verband (FIGC) mit. Agnelli muss 20.000 Euro Strafe zahlen. Die Staatsanwaltschaft hatte mit zweieinhalb Jahren Sperre eine deutlich höhere Strafe gefordert.

Agnelli musste sich mit drei weiteren Clubmanagern vor dem Gericht verantworten. Der Führung des Serie-A-Clubs wurde vorgeworfen, Hooligans mit Kontakten zur 'Ndrangheta Eintrittskarten verschafft zu haben, beziehungsweise dies nicht verhindert zu haben. Agnelli, der im September auch zum Vorsitzenden der europäischen Clubvereinigung ECA gewählt worden war, hatte dies stets zurückgewiesen. 

+++ 16.02 Uhr: Kley übernimmt Vorsitz im Lufthansa-Aufsichtsrat - Mayrhuber geht +++

Bei der Lufthansa hat der Aufsichtsratschef gewechselt. Der frühere Lufthansa-Finanzvorstand und Ex-Merck-Chef Karl-Ludwig Kley folgt auf Wolfgang Mayrhuber, der sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt hat. Mit dem Wechsel ein halbes Jahr vor Ende seiner Amtszeit wolle er eine kontinuierliche Entwicklung stützen, sagte Mayrhuber einer Mitteilung zufolge. "Ich habe meine Aufgaben zudem mit dem guten Gefühl abgegeben, dass das Unternehmen einen positiven Ergebnistrend und eine insgesamt erfreuliche Entwicklung zeigt." 

+++ 15.15 Uhr: Waschbär taumelt im Rausch - Polizei als Tierfreund und Helfer +++

Ein betrunkener Waschbär hat in Bayern einen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein besorgter Passant hatte das schwankende Tier auf einem Radweg im unterfränkischen Bergrheinfeld gesehen und die Einsatzzentrale über das vermeintlich sterbende Tier informiert, wie die Polizei mitteilte. Streifenbeamte erkannten allerdings mit geschultem Auge, dass die Sorge um den Schlangenlinien laufenden Waschbär unnötig war. Vielmehr hatte sich der Vierbeiner wohl in den nahen Weinbergen mit vergorenen Trauben einen Rausch angefressen. Die Beamten trieben das Tier deshalb am Freitag weg von der Straße, damit es in Ruhe seinen Rausch ausschlafen konnte.

+++ 15.04 Uhr: Gute Jobchancen für 80 Prozent der Air-Berlin-Beschäftigten +++

Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin sieht im laufenden Verkaufsprozess gute Jobperspektiven für 80 Prozent der Beschäftigten. "Es wird uns nicht möglich sein, alle Arbeitsplätze zu erhalten", teilte Sachwalter Lucas Flöther mit. Mehrere Tausend Beschäftigte können demnach aber bei der Lufthansa unterkommen. Mit dem deutschen Marktführer laufen Verhandlungen über Teile der Air Berlin sowie deren Töchter Luftverkehrsgesellschaft Walter und Niki. Zudem wolle die Easyjet einen Teil der Flotte übernehmen, was weitere Arbeitsplatz-Perspektiven bringe.

"Wir sind noch nicht am Ziel unserer Verhandlungen", sagte der Generalbevollmächtigte Frank Kebekus. "Ein stabiler Flugbetrieb in den kommenden Tagen und Wochen ist Grundvoraussetzung für den Erfolg." Das Unternehmen verhandelt bis 12. Oktober über einen Verkauf, die Zustimmung der EU-Kommission wird für das Jahresende erwartet. Air Berlin hatte Ende März 8600 Mitarbeiter, darunter auch Teilzeitkräfte. In Vollzeitstellen gerechnet ergibt sich nach Unternehmensangaben vom Montag die Zahl 6500.

+++ 15.02 Uhr: Mann wegen Todesdrohungen gegen Kinder zu Gefängnisstrafe verurteilt +++

Das Landgericht Aachen hat einen 50 Jahre alten Mann zu zwei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt, der Eltern mit Todesdrohungen gegen ihre Kinder erpresst hat. Der Mann sei der versuchten räuberischen Erpressung in 13 Fällen schuldig gesprochen worden, sagte ein Gerichtssprecher.

Der Angeklagte hatte Drohbriefe an Empfänger im Raum Aachen verschickt und darin jeweils 20.000 Euro gefordert. Ansonsten sei das Leben des Kindes verwirkt. Niemand zahlte, den Kindern passierte nichts. Im Prozess gestand der Mann die Taten. Er versicherte allerdings, er habe niemals einem Kind etwas antun wollen. 

+++ 15.00 Uhr: Zollbeamte entdecken 73 Kilogramm Kokain in Avocadolieferung +++

Zollbeamte haben auf dem Düsseldorfer Flughafen in einer Luftfrachtsendung Avocados 73 Kilogramm Kokain entdeckt. Die Avocadofrüchte befanden sich als Fracht auf einem Flug aus Puerto Plata in der Dominikanischen Republik nach Düsseldorf, wie das Zollfahndungsamt Essen mitteilte. Den Straßenverkaufspreis des Kokains bezifferten die Ermittler auf rund 5,3 Millionen Euro

Die Zollbeamten machten den Drogenfund bereits vor einer knappen Woche. Beim Ausladen der Avocadofrüchte von insgesamt vier Paletten auf einen Lastwagen rieselte den Angaben zufolge weißes Pulver aus den Kartons. Die Avocadolieferung sollte laut Unterlagen per Lastwagen vom Flughafen Düsseldorf in die Niederlande weitertransportiert werden.

+++ 14.53 Uhr: Putin betont Bedeutung von Atomabkommen mit dem Iran +++

Nach scharfer Kritik von US-Präsident Donald Trump am Atomabkommen mit dem Iran hat Russland die Bedeutung der Vereinbarung unterstrichen. Nach Angaben des Kremls telefonierten der russische Präsident Wladimir Putin und sein iranischer Kollege Hassan Ruhani miteinander. Sie betonten, dass die vollständige Umsetzung des Atomabkommens unverzichtbar für regionale Stabilität und Sicherheit sei. Die Mitteilung in Moskau ging nicht auf den Test einer Mittelstreckenrakete ein, mit dem der Iran am Wochenende auf die scharfen Worte Trumps vor der UN-Vollversammlung reagiert hatte.

+++ 14.49 Uhr: Kurz vor Fristende: Gut 29.000 Flüchtlinge in Europa umverteilt +++

Die EU hat binnen zwei Jahren gut 29.000 Flüchtlinge aus den Mittelmeerländern Italien und Griechenland auf andere Mitgliedsstaaten verteilt - weit weniger als ursprünglich gedacht. Das teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. Etwa 10.000 weitere Menschen sollten noch umverteilt werden. Die Mitgliedstaaten müssten ihre Verpflichtungen weiter erfüllen, mahnte eine Kommissionssprecherin.

Die EU-Länder hatten sich in mehreren Beschlüssen auf die Verteilung von insgesamt 160.000 Flüchtlingen auf ganz Europa verständigt. Am (morgigen) Dienstag läuft die Frist für ein Programm aus, das rechtlich bindende Vorgaben für die Aufnahme von bis zu 98.000 Flüchtlingen aus Italien und Griechenland vorsah. Es gilt für Asylbewerber, die bis Dienstag europäischen Boden erreichen und die Kriterien erfüllen. Die Umverteilung laufe nach dem Stichtag weiter, sagte die Sprecherin.

+++ 14.43 Uhr: Babymilch-Bande fliegt bei Razzia auf - Polizei sichert Beute +++

Eine Babymilch-Bande ist der Polizei im Ruhrgebiet ins Netz gegangen. Rund 50 Bandenmitglieder sollen im großen Stil Babymilchpulver und Kosmetikprodukte aus Drogeriemärkten für den Absatz in China gestohlen haben. Fahnder nahmen 27 von ihnen fest, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Gegen acht von ihnen lagen Haftbefehle vor. Drei weitere Haftbefehle wurden erlassen. Dem Zugriff waren Razzien in Oberhausen, Marl, Essen, Oberhausen, Duisburg und Gelsenkirchen vorausgegangen. Zuvor hatte die Polizei monatelang verdeckt ermittelt. 

+++ 14.33 Uhr: Air Berlins Aufsichtsrat für Verkauf an Lufthansa und Easyjet +++

Die insolvente Fluglinie Air Berlin bleibt im Verkaufsprozess bei der in der vorigen Woche eingeschlagenen Linie. Der Aufsichtsrat des Unternehmens stimmte dem Plan zu, über den Verkauf des Fluggeschäfts weiter mit der Lufthansa und dem Billigflieger Easyjet zu verhandeln, wie Air Berlin mitteilte. Die Verhandlungen sollen bis zum 12. Oktober dauern. Dabei sollen auch Teilverkäufe möglich sein. Damit stellte sich der Aufsichtsrat hinter die Entscheidung der vorläufigen Gläubigerausschüsse vom Donnerstag. Für die weiteren Teilbereiche wie die Air Berlin Technik sollen die Verhandlungen fortgesetzt werden.

+++ 14.26 Uhr: Zoll zieht massenweise illegale Arzneimittelsendungen aus dem Verkehr +++

Den deutschen Zoll- und Polizeibehörden ist ein Schlag gegen den illegalen Arzneimittelhandel im Internet gelungen. Wie das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden mitteilte, wurden bei einer Kontrollwoche in den Paketzentren in Frankfurt, Niederaula und Leipzig mehr als 960 Briefe und Pakete mit verbotenen Medikamenten sichergestellt. Dabei zogen die Ermittler insgesamt fast 68.000 Tabletten und Ampullen aus dem Verkehr.

Rund 45 Prozent der Substanzen waren Potenzmittel, der Rest waren Schlankmacher, Beruhigungs- und Schmerzmittel. Die Sendungen stammten zumeist aus Indien, China, Polen, Russland und Thailand.  

+++ 14.17 Uhr: Nach Kuh-Attacke im Glottertal noch drei Verletzte im Krankenhaus +++

Nach der Attacke einer Kuh bei einem Fest zum Almabtrieb im Glottertal liegen noch drei von insgesamt zwölf verletzten Menschen im Krankenhaus. Einem 79-jährigen Mann und einer 66-jährige Frau fügte die durchgegangene Kuh Knochenbrüche und weitere Verletzungen zu, wie die Polizei mitteilte. Auch ein zweijähriges Mädchen wurde demnach noch stationär in einer Klinik behandelt.

Das Tier hatte am Sonntagmittag Umstehende angegriffen, als es aus einem Festzelt mit rund 1000 Gästen in der Schwarzwaldgemeinde herausgeführt wurde. Womöglich hatte der Festlärm die Kuh irritiert. Die Polizei sucht nun Zeugen des Zwischenfalls - insbesondere Festgäste, die Fotos oder Videos von dem Geschehen gemacht haben.

+++ 13.44 Uhr: Polizist bei G20 mit Flaschen beworfen - 18 Monate auf Bewährung +++

Wegen zweier Flaschenwürfe auf Polizisten beim G20-Gipfel hat das Amtsgericht Hamburg einen 31-Jährigen zu anderthalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. "Ich bin davon überzeugt, dass es sich um keine Spontantat gehandelt hat", sagte die Richterin am Montag in ihrer Urteilsbegründung. Der spanische Verwaltungsangestellte sei Anfang Juli zur Demonstration "Welcome to Hell" nach Hamburg gereist und habe nach Ende der Kundgebung gezielt zweimal eine Flasche auf Beamte geworfen. Mit seiner Tat habe er Angst und Schrecken verbreitet. "Das ist nach meiner Überzeugung Terror", sagte die Richterin. Zugunsten des Angeklagten wertete sie dessen volles Geständnis. Außerdem habe er Reue bekundet.

Mit dem Urteil entsprach das Gericht weitgehend der Forderung der Staatsanwältin, die auch noch eine Geldbuße gefordert hatte. Der Verteidiger hatte sich für eine Haftstrafe von unter einem Jahr auf Bewährung ausgesprochen.

+++ 13.40 Uhr: Spaziergängerin findet Totenschädel am Wegesrand +++

Einen menschlichen Schädel und Knochen hat eine Spaziergängerin in einem Wald bei Rottenburg an der Laaber in Bayern gefunden. Wie ein Polizeisprecher am Montag sagte, lagen die sterblichen Überreste direkt neben einem Waldweg. In den noch vorhandenen Kleidungsstücken fanden die Beamten am Sonntag einen Ausweis, ausgestellt auf einen 40-Jährigen. Ob es das Skelett dieses Mannes ist und ob er aufgrund eines Unfalls starb oder es sich um Suizid handelte, müsse nun von Rechtsmedizinern geklärt werden. Hinweise auf ein Gewaltverbrechen gebe es bisher nicht.

+++ 13.28 Uhr: Polizeipräsident: Gab Fehler direkt nach Terroranschlag von Amri +++

Die Berliner Polizei hat erneut Fehler direkt nach dem islamistischen Terroranschlag auf dem Weihnachtsmarkt im Dezember eingeräumt. Polizeipräsident Klaus Kandt sagte am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses, am Abend des 19. Dezember 2016 sei vieles gut gelaufen, es habe aber auch Schwächen gegeben. "Haben Sie wirklich erwartet, dass die Polizei keine Fehler macht? Ist das eine realistische Vorstellung?." Es habe eine extreme Informationsdichte gegeben, die Lage nach dem Anschlag sei eine große Herausforderung gewesen, "die so einfach nicht zu bewältigen ist".

Kandt bestätigte damit auch einen polizeiinternen Bericht zum Ablauf des Abends nach dem Anschlag mit zwölf Toten. Diese Analyse einer "Nachbereitungskommission" war kürzlich bekannt geworden. Demnach hatte die Polizei direkt nach dem Anschlag zu spät reagiert.

+++ 13.25 Uhr: Zehntausende harren trotz Gefahr an Vulkan auf Bali aus +++

Trotz unmittelbarer Gefahr harren auf der Ferieninsel Bali rund um den Vulkan Mount Agung immer noch mehrere zehntausend Menschen aus. Mehr als 62.000 Anwohner weigern sich nach Angaben der indonesischen Behörden vom Montag, das Gebiet zu verlassen. Viele fürchten offenbar, dass dann ihr Vieh oder sonstiger Besitz gestohlen wird. Annähernd 50.000 Menschen haben aber bereits Zuflucht in Notquartieren gefunden.

Der Mount Agung (in der Landessprache: Ganung Agung) ist mit über 3000 Metern der höchste Berg der Insel. Die Behörden fürchten schon seit Tagen, dass er jederzeit ausbrechen kann. Wann genau das passieren könnte, lässt sich nicht vorhersagen. Seit Freitag gilt jedoch die höchste Warnstufe vier. Die Lava brodelt heftig. Pro Tag werden an dem Berg mehr als hundert Erdstöße registriert. 

+++ 13.23 Uhr: Erdogan kündigt Schließung von Grenze zu Kurdenregion an +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat wegen des umstrittenen Unabhängigkeitsreferendums der irakischen Kurden die Schließung der Grenze zur Kurdenregion angekündigt. Der Grenzübergang Habur werde in beide Richtungen geschlossen, sagte Erdogan am Montag in einer Rede in Istanbul. Zudem drohte er der kurdischen Autonomieregion im Nordirak mit dem Stopp ihrer lebenswichtigen Ölexporte.

"Anschließend werden wir sehen, an wen sie (ihr Öl) verkaufen. Der Hahn ist bei uns. Sie sind erledigt, sobald wir ihn zudrehen", sagte Erdogan, der den Volksentscheid erneut als "illegitim" verurteilte. Die Türkei ist der wichtigste Handelspartner der irakischen Kurden, die zum Export ihres Erdöls auf die Pipeline ins türkische Ceylan angewiesen sind. Bisher unterhielten sie freundschaftliche Beziehungen zu Ankara. Die türkische Regierung fürchtet aber ebenso wie der Iran, dass sich ihre eigene kurdische Minderheit durch das Referendum im Nordirak in ihrem Streben nach Unabhängigkeit ermutigt fühlt. Der Iran schloss am Montag bereits seine Grenze zur Kurdenregion. Er folgte damit einer Bitte der Zentralregierung in Bagdad, die die Nachbarn aufgefordert hat, sämtliche Ölexporte und den Handel mit den Kurden zu stoppen. 

+++ 13.06 Uhr: Betrunkener will wählen - und landet im Gefängnis +++

Beim Versuch zu wählen ist ein per Haftbefehl gesuchter Betrunkener im Gefängnis gelandet. Der 46-Jährige sei bei der Bundestagswahl am Sonntag kurz vor der Schließung in einem Wahllokal in Guben (Brandenburg) erschienen und habe seine Stimme abgeben wollen, wobei er die erforderlichen Dokumente nicht dabei gehabt habe, berichtete Landeswahlleiter Bruno Küpper aus einem Polizeibericht.

Nachdem die Wahlhelfer den betrunkenen Störer des Saales verwiesen hatten, beschwerte er sich bei der Polizei. Die Beamten stellten schnell fest, dass der Mann mit Haftbefehl gesucht wurde, weil er noch eine Gefängnisstrafe von sieben Monaten absitzen muss. Er wurde festgenommen. 

+++ 12.59 Uhr: Flugpassagier in Sri Lanka mit knapp einem Kilo Gold im Hintern gefasst +++

Beim Versuch, knapp ein Kilo Gold in seinem Hintern ins Ausland zu schmuggeln, ist ein Mann den Grenzbeamten in Sri Lanka ins Netz gegangen. Der Mann fiel den Zöllnern am Flughafen von Colombo durch seinen seltsamen Laufstil auf, wie Zollsprecher Sunil Jayaratne berichtete: "Er konnte kaum gehen und schien Schmerzen zu haben."

Der 45-Jährige wurde einer eingehenden Leibesvisitation unterzogen, in seinem Hinterteil wurden sechs in Plastikfolie eingewickelte Halsketten und sieben kleine Goldbarren mit einem Gesamtgewicht von 904 Gramm gefunden. Der Mann habe offenbar als Kurier für einen Schmugglerring gearbeitet, sagte der Zollsprecher.

+++ 12.50 Uhr: "Söldner"-Beleidigung von Cottbus: BAK-Stadionsprecher verliert Job +++

Die Beleidigung der Spieler von Gegner Energie Cottbus als "Söldner" hat den Stadionsprecher des Fußball-Regionalligisten Berliner AK den Job gekostet. "Das geht natürlich gar nicht, das ist nicht im Interesse unseres Vereins. Wir haben ein gutes Verhältnis zu Cottbus", sagte BAK-Sportdirektor Mehmet Öztürk der Deutschen Presse-Agentur und bestätigte einen Bericht der "Bild" und "BZ".

Vor Anpfiff der Partie am Samstag hatte der Sprecher die Gäste demnach mit den Worten angekündigt, dass Cottbus mit "elf Söldnern" beginne. Zu Beginn dieser Saison hatte der BAK einen Stadionsprecher gesucht. Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz kritisierte die Aussagen danach scharf. "Das ist respektlos, das gehört nicht auf den Fußballplatz.
Kein Spieler in der Liga ist ein Söldner", sagte er.

+++ 12.35 Uhr: Wert von Bananenkisten-Kokain etwa zehn Millionen Euro +++

Das in zehn bayerischen Supermärkten gefundene Kokain hat einen Schwarzmarktwert von rund zehn Millionen Euro. Insgesamt wurden mehr als 180 Kilogramm der Droge in Bananenkisten entdeckt, wie das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) in München mitteilte. Wer für den Drogenschmuggel verantwortlich ist, soll nun die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift Südbayern von LKA und Zollfahndung herausfinden.

Zunächst hatte am Freitagmorgen ein Beschäftigter eines Marktes im bei Rosenheim braune Päckchen in einer Bananenkiste gefunden und die Polizei informiert. Bis zum Abend wurden dann in neun weiteren Märkten quer durch den Freistaat Kokainpäckchen entdeckt. Alle Geschäfte gehören zu einer Handelskette. Deswegen ist es möglich, dass das Kokain über ein Hauptlager in die Filialen gelangte. 

+++ 12.30 Uhr: Yildirim: 54.400 Menschen seit Putschversuch in Untersuchungshaft +++

Im Zusammenhang mit dem Putschversuch vom vergangenen Jahr in der Türkei sitzen nach Angaben des Ministerpräsidenten etwa 54.400 Menschen in Untersuchungshaft. Fast 5000 Prozesse seien eröffnet worden, sagte Binali Yildirim in einem Interview mit dem Sender CNN Türk und anderen Fernsehsendern. Etwa 101.000 Menschen hätten bei der zuständigen Regierungskommission Beschwerde gegen ihre Entlassung oder Suspendierung eingelegt.

Derzeit befinden sich auch noch elf Deutsche wegen des Verdachts politischer Straftaten in türkischer Haft. Darunter sind der "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel, der Menschenrechtler Peter Steudtner und die Übersetzerin und Journalistin Mesale Tolu.

+++ 12.27 Uhr: EU-Defizitverfahren gegen Griechenland offiziell beendet +++

Acht Jahre nach dem Beginn der dramatischen Finanzkrise in Griechenland hat die Europäische Union ihr Defizitverfahren gegen Athen eingestellt. Den Beschluss fasste der EU-Ministerrat. "Nach vielen Jahren ernster Schwierigkeiten sind Griechenlands Finanzen jetzt in viel besserem Zustand", erklärte der estnische Minister Toomas Tõniste als derzeitiger Ratsvorsitzender. Die EU-Kommission begrüßte den Schritt.

Die Länder der Eurozone dürfen im Staatshaushalt nicht mehr als drei Prozent Neuverschuldung ausweisen, gemessen an der gesamten Wirtschaftskraft. Weil Griechenland drastisch darüber lag, wurde 2009 das Strafverfahren eingeleitet, das letztlich zu Bußgeldern hätte führen können.

+++ 12.23 Uhr: Auffahrunfall mit zwei Lastwagen und Linienbus - Lkw-Fahrer tot +++

Bei einem Auffahrunfall in Solingen sind zwei Lastwagen und ein Linienbus ineinander gefahren. Ein 70-jähriger Lastwagenfahrer starb. Drei Kinder in dem Linienbus seien leicht verletzt worden, teilte die Polizei mit. Sie ging davon aus, dass der 70-Jährige nicht durch den Aufprall, sondern kurz zuvor nach einem medizinischen Problem starb und der Unfall dadurch ausgelöst wurde. Das Lastwagen fuhr auf einen weiteren Lastzug auf, der wiederum auf den Linienbus geschoben wurde.

+++ 12.21 Uhr: Londoner U-Bahn-Anschlag: Weiterer Verdächtiger festgenommen +++

Im Fall des Londoner U-Bahn-Anschlags mit 30 Verletzten ist ein weiterer Verdächtiger festgenommen worden. Das teilte Scotland Yard mit. Ein 20-jähriger Mann sei am Morgen in der walisischen Hauptstadt Cardiff wegen Terrorverdachts festgenommen worden, hieß es in der Mitteilung der Polizei. 

Bei dem Anschlag Mitte September war eine selbstgebaute Bombe in einer voll besetzten Londoner U-Bahn nahe der oberirdischen Haltestelle Parsons Green explodiert. Durch den Feuerball und im anschließenden Gedränge wurden viele Menschen verletzt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte den Anschlag für sich. Insgesamt gab es bislang sieben Festnahmen im Zusammenhang mit dem Anschlag. Drei Männer wurden inzwischen wieder frei gelassen. Ein 18-Jähriger ist wegen versuchten Mordes angeklagt.

+++ 12.00 Uhr: Einstmals schwerste Frau der Welt stirbt an Blutvergiftung +++

Die einst angeblich schwerste Frau der Welt ist in einem Krankenhaus in Abu Dhabi gestorben. Die 36-jährige Ägypterin Iman Ahmed sei einer Blutvergiftung erlegen, die sie sich während einer Behandlung zugezogen habe, sagte ein Sprecher der Klinik der Deutschen Presse-Agentur.

Ahmed soll 500 Kilogramm gewogen haben, bevor sie Anfang des Jahres aus Kairo zunächst nach Mumbai in Indien in eine Spezialklinik gebracht wurde. Dort verlor sie den Ärzten zufolge angeblich fast die Hälfte ihres Körpergewichts. Ihre Familie beschuldigte die Klinik aber, Ahmed für die Erlangung von Aufmerksamkeit zu missbrauchen und beim abgespeckten Gewicht zu übertreiben.  

+++ 11.57 Uhr: Iran schließt Grenze zur irakischen Kurdenregion wegen Referendums +++

Wegen des umstrittenen Unabhängigkeitsreferendums der Kurden im Nordirak hat der Iran seine Luft- und Landgrenzen zu der Kurdenregion geschlossen. Die Grenzschließung sei auf Bitte der irakischen Zentralregierung in Bagdad erfolgt, sagte der iranische Außenamtssprecher Bahram Ghasemi. Das Referendum sei "illegal und illegitim". Der Iran hatte bereits am Sonntag verkündet, alle Flüge in die Kurdenregion zu stoppen.

Das Unabhängigkeitsreferendum der Kurden stößt in Bagdad ebenso wie bei den Nachbarn Iran und Türkei auf scharfe Ablehnung. Kurdenpräsident Massud Barsani ließ sich jedoch davon nicht beeindrucken und hielt an dem Volksentscheid fest.

+++ 11.56 Uhr: NSU-Prozess verzögert sich erneut +++

Im NSU-Prozess kommt es erneut zu einer Verzögerung. Weil noch Befangenheitsanträge offen sind, setzte das Oberlandesgericht (OLG) München die Verhandlungstermine in dieser Woche ab. Damit können die Plädoyers der Nebenklage frühestens nächste Woche Mittwoch beginnen.

Eigentlich hätte an diesem Dienstag weiterverhandelt werden sollen. Über die Anträge der Angeklagten Ralf Wohlleben und André E. hat das OLG nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aber noch nicht entschieden. Wohlleben und E. haben erneut Richter des Staatsschutzsenats abgelehnt. In beiden Ablehnungsanträgen soll es um die Umstände des Haftbefehls für E. gehen. Für beide Angeklagte hatte die Bundesanwaltschaft in ihrem Plädoyer zwölf Jahre Haft gefordert. Das Gericht befürchtete daraufhin Fluchtgefahr und nahm E. in Untersuchungshaft.

+++ 11.39 Uhr: Australische Behörden graben Walkadaver aus Furcht vor Haien aus +++

Aus Furcht, sein Tran könne Haie anlocken, lassen die Behörden einen an einem beliebten australischen Strand angeschwemmten und verscharrten Buckelwalkadaver wieder ausgraben. Das 18 Tonnen schwere tote Tier war in der vergangenen Woche am Strand Nobbys Beach in Port Macquarie im Osten des Landes angeschwemmt worden. Am Montag wurden Bagger per Kran an den Strand gehievt. Sie sollen den Kadaver ausgraben und zerteilen, die Überreste sollen auf eine Mülldeponie gebracht werden. 

+++ 11.24 Uhr: Vorgezogene Neuwahlen in Japan angekündigt +++

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hat Neuwahlen angekündigt. Der rechtskonservative Regierungschef sagte, er wolle am Donnerstag das Unterhaus auflösen und damit den Weg für Neuwahlen freimachen. Voraussichtlich am 22. Oktober sollen die Japaner dann ein neues Parament wählen. Der 62-Jährige will die Gunst der Stunde nutzen, nachdem sich seine im Zuge von Skandalen gesunkenen Umfragewerte dank der Nordkorea-Krise wieder erholt haben.

 Die Krise ermöglichte es Abe, sich dem Volk als starke Führungsfigur zu präsentieren. Zudem profitiert er von schlechten Umfragewerten der oppositionellen Demokratischen Partei. Allerdings bekommen er und seine Liberaldemokratische Partei (LDP) nun Konkurrenz durch eine neue Partei der beliebten Gouverneurin von Tokio, Yuriko Koike.

+++ 11.21 Uhr: Deutsche Bahn kündigt Bauarbeiten auf Strecke Berlin-Hamburg Ende Oktober an +++

Bahnfahrer müssen Ende Oktober auf zahlreichen Strecken mit längeren Fahrtzeiten sowie veränderten Abfahrts- oder Ankunftszeiten rechnen. Grund sind Bauarbeiten auf der Strecke zwischen Berlin und Hamburg, teilte die Deutsche Bahn mit. Die Reisezeit kann sich demnach um bis zu 90 Minuten verlängern. Betroffen sind laut Bahn die Strecken von Berlin über Frankfurt nach München, von Stralsund über Hamburg nach Karlsruhe, von Hamburg über Berlin nach Prag sowie nach München, von Hamburg über Köln nach Stuttgart und von Hamburg nach Zürich. Vom 26. bis 31. Oktober werden die Gleise zwischen den Orten Brahlsdorf und Hagenow Land erneuert. Züge können daher nur auf einem Gleis fahren.

+++ 11.14 Uhr: Imam in Großbritannien niedergestochen +++

Ein Imam ist vor einer Moschee im Großraum Manchester beschimpft und von hinten niedergestochen worden. Die Polizei geht von Fremdenfeindlichkeit als Motiv aus; es handele sich nicht um eine Terrorattacke. Sie nahm zwei Männer im Alter von 32 und 54 Jahren fest. Das Opfer erlitt keine lebensgefährlichen Verletzungen, wie britische Medien berichteten. Die Tat ereignete sich in Altrincham am Sonntagabend.

+++ 11.12 Uhr: Frankreichs Regierung verspricht Milliarden-Investitionen +++

Der von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron versprochene Investitionsplan soll in den kommenden fünf Jahren 56,3 Milliarden Euro umfassen. Das wäre etwas mehr als im Wahlkampf in Aussicht gestellt, wie Regierungssprecher Christophe Castaner in einem Interview des Senders BFMTV ankündigte. Die Regierung will damit die französische Wirtschaft ankurbeln. Unter anderem soll laut Castaner Geld in die energetische Sanierung von Häusern und in die Modernisierung der Landwirtschaft fließen. 

+++ 11.08 Uhr: Falschfahrer-Unfall in Hessen: Drei Todesopfer waren Verwandte +++

Bei den drei niederländischen Todesopfern des Falschfahrer-Unfalls bei Rüsselsheim handelt es sich um Verwandte. Das sagte ein Polizeisprecher in Darmstadt. In welchem Verwandtschaftsverhältnis der 53-Jährige sowie die zwei Frauen im Altern von 51 und 20 Jahren aus der Stadt Sittard genau standen, konnte er zunächst nicht sagen.

Die Ermittlungen laufen derweil auf Hochtouren. Der 34 Jahre alte Fahrer des Kleinlasters, der den schlimmen Unfall am Samstagabend auf der Autobahn 67 verursacht hatte, war nach Polizeiangaben am Montagvormittag noch nicht vernehmungsfähig. Er hatte wegen eines Staus auf der Autobahn gewendet und war mit dem Auto der Niederländer sowie einem zweiten Wagen kollidiert. Warum er wendete, sei noch völlig unklar, sagte der Polizeisprecher. In dem zweiten Auto wurden vier Frauen leicht verletzt. Sie sind laut Polizei alle aus dem Kreis Groß-Gerau.

+++ 10.39 Uhr: Schauspieler Jan Triska stirbt nach Sturz von Karlsbrücke +++

Zwei Tage nach einem tragischen Sturz von der Karlsbrücke in Prag ist der tschechisch-amerikanische Schauspieler Jan Triska seinen Verletzungen erlegen. Dies berichtete die Agentur CTK. Triska wurde 80 Jahre alt. Er hatte nach seiner Emigration in die USA im Jahr 1977 in zahlreichen Hollywood-Filmen mitgespielt, unter anderem als Killer in "Larry Flynt - Die nackte Wahrheit" des Regisseurs Milos Forman.

Zwei Touristen eines Ausflugschiffs hatten den populären Darsteller am Samstag bewusstlos aus der Moldau geborgen und zunächst noch wiederbelebt. "Er ging vor jedem neuen Dreh auf die Karlsbrücke, um Kraft zu tanken, die Statuen zu berühren und um Glück zu bitten", sagte der Regisseur Jiri Madl im tschechischen Fernsehen CT. Möglicherwesie verlor Triska dabei den Halt. Die Polizei hat Ermittlungen zur genauen Unglücksursache aufgenommen.

+++ 10.37 Uhr: Türkei ruft Staatsbürger zur Ausreise aus Kurdenregion auf +++

Angesichts des Unabhängigkeitsreferendums in den nordirakischen Kurden-Gebieten hat die türkische Regierung ihre Staatsbürger in der Region zur Ausreise aufgerufen. Wer keinen zwingenden Grund zur Anwesenheit habe, dem werde dringend empfohlen, die Region so bald wie möglich zu verlassen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf das Außenministerium. Die bislang nur für andere Landesteile geltende Reisewarnung für türkische Staatsbürger sei auf die Kurdenregion im Norden des Landes ausgeweitet worden.

In einer separaten Pressemitteilung des Außenministeriums in Ankara hieß es, das Referendum sei "null und nichtig" und ohne jede rechtliche Grundlage. Die Türkei werde das Ergebnis nicht anerkennen. Das Außenministerium schien indirekt auch mit einer möglichen militärischen Intervention zu drohen. Die Türkei werde "jede Maßnahme" ergreifen, die das internationale Recht und das türkische Parlament erlaube, hieß es in der Mitteilung.  

+++ 10.22 Uhr: Eurofighter stürzt bei Flugshow in Italien ins Meer - Pilot stirbt +++

Ein Pilot der italienischen Luftwaffe ist beim Absturz eines Eurofighters während einer Flugshow ums Leben gekommen.
Das Flugzeug stürzte am Sonntag bei Terracina etwas mehr als 100 Kilometer südlich von Rom ins Meer, kurz danach wurde die Leiche des 36-Jährigen gefunden, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. "Es ist ein schmerzhafter Verlust", twitterte Verteidigungsminister Roberta Pinotti. Italienischen Medienberichten zufolge wurden Tausende Menschen, die sich an der Strandpromenade für die Flugshow versammelt hatten, Zeugen des Unglücks. Wie es dazu kommen konnte, war zunächst unklar.

+++ 10.15 Uhr: Menschenrechtler: 84 Tote bei US-geführten Angriffen im März im syrischen Raka +++

Bei zwei Luftangriffen der US-geführten Militärkoalition in Syrien sind im März nahe Raka nach Angaben von Human Rights Watch mindestens 84 Zivilisten getötet worden. Getroffen worden sei damals unter anderem eine Schule, in der Flüchtlingsfamilien untergebracht gewesen seien, teilte die Menschenrechtsorganisation mit.

Demnach starben am 20. März in der von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) kontrollierten Stadt Al-Mansura in der Provinz Raka bei dem Angriff auf das Schulgebäude mindestens 40 Zivilisten, darunter 16 Kinder. Bei dem zweiten Angriff zwei Tage später auf einen Markt und eine Bäckerei in der Stadt Tabka starben demnach mindestens 44 Menschen, darunter 14 Kinder.

+++ 9.25 Uhr: WHO warnt vor Cholera-Ausbruch in Flüchtlingslagern in Bangladesch +++

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor einem Cholera-Ausbruch in den überfüllten Flüchtlingslagern in Bangladesch. Hunderttausende Flüchtlinge aus Myanmar hätten keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen, erklärte die WHO. Das Risiko für einen Cholera-Ausbruch sei "sehr hoch". Auch Lebensmittel und Medikamente seien in den knapp 70 Lagern im Grenzgebiet knapp. Seit vier Wochen sind nach UN-Angaben insgesamt 436.000 Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya nach Bangladesch geflohen. Dort lebten in Flüchtlingslagern im Grenzgebiet bereits mindestens 300.000 Menschen, die schon zuvor vor der Gewalt in Myanmar geflohen waren.

+++ 9.15 Uhr: Japan tauft Panda-Baby Shan Shan +++

Japans Panda-Baby hat endlich einen Namen: Aus mehr als 320.000 Vorschlägen aus der Bevölkerung wurde der Name Shan Shan ausgewählt, wie japanische Medien berichteten. Das Baby war am 12. Juni im Ueno Zoo zur Welt gekommen, es war die erste Panda-Geburt in Japans ältestem Zoo seit rund fünf Jahren. Wann die Öffentlichkeit das Bärchen zu sehen bekommt, stehe noch nicht fest, meldete der TV-Sender NHK. 

+++ 8.56 Uhr: Fast 50.000 Menschen flüchten vor Vulkan auf Bali +++

Aus Furcht vor einem Ausbruch des Vulkans Mount Agung haben sich auf der indonesischen Ferieninsel inzwischen annähernd 50.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Die Sorge vor einer unmittelbar bevorstehenden Eruption führt in der Region zu immer mehr Gerüchten: In den sozialen Netzwerken kursierten zahlreiche Bilder, die vermeintlich schon den Ausbruch zeigen - nach Angaben der Behörden handelt es sich dabei jedoch um Fälschungen.

Insgesamt 49.300 Menschen haben mittlerweile ihre Unterkünfte verlassen. Sie verbringen die Nächte nun in Notquartieren. Allerdings gibt es auch Anwohner, die trotz aller Warnungen unbedingt bleiben wollen. Mit 3030 Metern ist der Mount Agung (in der Landessprache: Ganung Agung) der höchste Berg der Insel. Der Vulkan brach zuletzt 1963 aus. Die Eruption dauerte damals länger als ein Jahr.

+++ 8.35 Uhr: Jennifer Lopez gibt eine Million Dollar für Hurrikan-Opfer in Puerto Rico +++

Die US-Sängerin und Schauspielerin spendet eine Million Dollar (knapp 840.000 Euro) für die Opfer des Hurrikans "Maria" in Puerto Rico. "Dies war der stärkste Hurrikan seit fast 20 Jahren, der Puerto Rico getroffen hat, und die Schäden sind schrecklich", sagte Lopez während einer Pressekonferenz mit dem New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo.

Lopez beteiligt sich an einer Initiative des Bundesstaats New York, mit der das US-Außengebiet unterstützt wird. Lopez wurde als Kind puertoricanischer Eltern in New York geboren. "Maria" war vergangene Woche mit Windgeschwindigkeiten von zeitweise bis zu 260 Stundenkilometern über die Karibik hinweggefegt. Mindestens 33 Menschen kamen dabei in Puerto Rico und Dominica ums Leben.

+++ 7.05 Uhr: Forscher finden Belege für Ur-Meer vor 400 Millionen Jahren +++

Wissenschaftler haben in der kanadischen Arktis Belege für die Existenz eines Ozeans vor 400 Millionen Jahren entdeckt. Das Team unter Leitung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) fand bei der Arktis-Expedition "Case 19" entsprechende Hinweise im Gestein, wie die Bundesanstalt mitteilte. Vermutet wurde die Existenz des Meeres demnach schon vorher. Es habe sich wahrscheinlich zwischen Spitzbergen im Norden und dem nordamerikanischen Kontinent im Süden erstreckt.  

+++ 6.19 Uhr: Australier mit 26 neuen iPhones vom Zoll erwischt +++

Auf dem Flughafen von Thailands Hauptstadt Bangkok ist ein Australier mit nicht weniger als 26 fabrikneuen Smartphones vom Typ iPhone 8 erwischt worden. Der 38-Jährige hatte nach einem Bericht der Zeitung "Bangkok Post" versucht, ohne Stopp durch den Zoll zu kommen, wurde aber von Beamten aufgehalten. Bei der Durchleuchtung seiner Koffer wurden die Geräte dann entdeckt. Angeblich waren die neuen Smartphones im Wert von mehr als 20.000 Euro für Freunde bestimmt. Der Australier soll sich nun in Thailand vor Gericht verantworten müssen.


+++ 5.06 Uhr: Berliner stimmen für Weiterbetrieb von Flughafen Tegel +++

Die Berliner haben für Weiterbetrieb des Flughafens Tegel gestimmt. Nach der Auszählung aller Wahlbezirke kamen die Befürworter des Weiterbetriebs amtlichen Angaben zufolge auf 56,1 Prozent der Stimmen. Die Gegner stimmten mit 41,7 Prozent gegen eine Offenhaltung des Airports.

In Berlin waren rund zweieinhalb Millionen Wahlberechtigte parallel zur Bundestagswahl auch zur Abstimmung über die Zukunft des Flughafens Tegel aufgerufen. Ein von der FDP initiierter Volksentscheid fordert, den innerstädtischen Flughafen im Nordwesten nach Eröffnung des Hauptstadtairports BER weiterhin zu nutzen. Allerdings ist der Text nicht rechtsverbindlich - er fordert den rot-rot-grünen Senat des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) zum Handeln auf. 

+++ 3.29 Uhr: Australien bekommt eigene Raumfahrtbehörde +++

soll eine eigene nationale Raumfahrtbehörde bekommen. Das kündigte die amtierende Wissenschaftsministerin Michaelia Cash an. "Die globale Raumfahrtindustrie wächst schnell, und es ist sehr wichtig, dass Australien Teil dieses Wachstums ist", sagte die Ministerin in einer Stellungnahme. Eine eigene nationale Raumfahrtbehörde solle auf lange Sicht die Entwicklung von Raumfahrttechnologie sicherstellen. Ein Gründungsvertrag soll im März 2018 vorgelegt werden. Der australische Raumfahrtsektor konzentriert sich bisher unter anderem auf die Herstellung von Satellitentechnik.

+++ 3.18 Uhr: Bremer entscheiden sich für vierjährige Wahlperiode des Landesparlaments +++

Die Bürger Bremens haben sich mit knapper Mehrheit dafür ausgesprochen, die Wahlperiode des Landesparlaments nicht auf fünf Jahre zu verlängern. Für die fünfjährige Wahlperiode stimmten 48,42 Prozent der Wahlberechtigten. Für ein Festhalten an vier Jahren entschieden sich 51,58 Prozent. Bremen ist das einzige der 16 Bundesländer, dessen Landesparlament wie auch der Bundestag für vier Jahre gewählt wird. Alle übrigen Länder haben sich nach und nach für eine fünfjährige Legislaturperiode ihrer Landtage entschieden. Das Bremer Landesparlament hatte im Mai beschlossen, den Bürgern die Entscheidung zu überlassen. Das Ergebnis wird auch auf die Kommunalparlamente der Städte Bremen und Bremerhaven übertragen.

+++ 3.08 Uhr: Chaos nach Stromausfall am Flughafen von Sydney +++

Ein Stromausfall hat am Flughafen von Sydney für Chaos gesorgt. Am Morgen fielen nach Angaben des Airports zahlreiche Flüge aus, hunderte von Passagieren waren betroffen. Es handle sich um "ein technisches Problem" mit der Flugsicherung, das behoben werde müsse, sagte Air Services Australia.

In der Zwischenzeit musste der Flugverkehr von Hand geregelt werden, wie örtliche Medien berichteten. Dadurch könnten nur etwa 15 Flugzeuge pro Stunden starten und landen, wo es sonst 50 gebe. Dadurch käme es ausgerechnet am ersten Tag der Schulferien zu erheblichen Verspätungen am größten Flughafen Australiens. 

+++ 2.47 Uhr: Bericht: Nordkorea verurteilt Trump in offenem Brief +++

Im Streit zwischen Pjöngjang und Washington über das nordkoreanische Atomprogramm hat Nordkorea einen offenen Brief an ausländische Parlamente versandt, in dem es US-Präsident Donald Trump verurteilt. Zudem plädiere der palamentarische Ausschuss für diplomatische Angelegenheiten in dem Schreiben für ein gemeinsames Vorgehen gegen die USA, berichteten die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA und die südkoreanische Agentur Yonhap.

Der Brief bezeichnete Trumps Drohung einer Zerstörung Nordkoreas demnach als "unerträgliche Beleidigung". Die Berichte sagen nicht, an welche Länder das am Sonntag versandte Schreiben adressiert gewesen sei. Das Zentralkomitee der Arbeiterpartei appelliert demnach an ausländische Parteien, die Politik der USA zu vereiteln und die Welt so vor einem nuklearen Desaster zu bewahren.  

+++ 2.09 Uhr: US-Regierung legt Neufassung von Einreisebeschränkungen vor +++

Die USA haben drei weitere Staaten auf ihre neue Liste der mit Einreiserestriktionen belegten Länder gesetzt. Dabei handelt es sich um Nordkorea, Venezuela und den Tschad, wie das Weiße Haus mitteilte. Die bisherigen Einreiseverbote betrafen Bürger aus dem Iran, Syrien, dem Jemen, Libyen, Somalia und dem Sudan. Der Sudan wurde demnach von der aktualisierten Liste gestrichen.

An diesem Sonntag (Ortszeit) läuft der hochumstrittene 90-tägige Einreisestopp für Bürger von sechs muslimischen Ländern aus, den US-Präsident Donald Trump angeordnet hatte. Die derzeitige Verordnung ist seit Ende Juni in Kraft, nachdem das Oberste Gericht sie damals vorläufig gebilligt und damit Entscheidungen unterer Instanzen gekippt hatte. Neben dem Einreisebann gilt seither auch ein 120-tägiges Einreiseverbot für sämtliche Flüchtlinge. Der vorläufige Bann gegen Flüchtlinge gilt also noch bis Ende Oktober.

+++ 1.51 Uhr: Bericht: Trump-Schwiegersohn nutzte Privat-Email für Regierungssachen +++

Der US-Präsidentenschwiegersohn und Berater des Weißen Hauses, Jared Kushner, hat ein privates Email-Konto für die Kommunikation mit Regierungsmitarbeitern genutzt. Das berichtete "Politico" unter Berufung auf Emails, die dem Magazin vorlagen. Demnach hatte Kushner die Email-Adresse im vergangenen Dezember in der Übergangsphase nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten eingerichtet. Kushner habe das private Konto neben seiner offiziellen Email-Adresse genutzt.

Der Trump-Berater habe die Adresse des Weißen Hauses für Regierungssachen genutzt, sagte sein Anwalt Abbe Lowell laut "Politico" in einer Stellungnahme. Weniger als 100 Emails zwischen Kushner und Regierungsmitarbeitern seien zwischen Januar und August über den privaten Account gelaufen. 

+++ 1.34 Uhr: Mann feuert auf Kirchgänger - eine Tote und Verletzte in den USA +++

Ein 25-Jähriger im US-Bundesstaat Tennessee hat das Feuer auf Kirchgänger eröffnet und eine Frau getötet.
Sieben weitere Gläubige wurden verletzt. Über das Tatmotiv herrschte am Abend (Ortszeit) noch Unklarheit. 

Auch der Schütze selbst wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht, nachdem ihn eine eigene Kugel getroffen hatte. Der Vorfall ereignete sich kurz nach Ende einer Andacht in der Burnette Chapel Church of Christ in Antioch nahe Nashville. Der Polizei zufolge schoss der Mann zunächst auf dem Parkplatz der Kirche auf eine Frau, die zu ihrem Auto ging. Dann ging er nach Schilderungen eines Polizeisprechers in die Kirche und schoss anscheinend wahllos auf weitere Gläubige.

+++ 1.29 Uhr: Trump verteidigt Attacken gegen NFL: "Hat nichts mit Rassen zu tun" +++

US-Präsident Donald Trump hat seine Angriffe gegen die National Football League (NFL) und Topspieler verteidigt, die sich weigern, während des Anstimmens der Nationalhymne zu stehen. Das zu tun, sei "sehr sehr respektlos gegenüber unserer Flagge und unserem Land", sagte Trump vor Journalisten. "Ganz gewiss glaube ich, dass die Teambesitzer etwas dagegen tun sollten".

Trump wies zugleich Vorwürfe zurück, dass er mit seiner Kritik "Rassenspannungen" angeheizt habe. "Das hier hat nichts mit Rassen oder irgendetwas anderem zu tun", sagte der Republikaner. "Das hat etwas mit Respekt für unser Land zu tun und mit Respekt für unsere Fahne." Zuvor hatte Trump Teambesitzer in einer Rede und dann in einer Serie von Tweets aufgefordert, Spieler, die während der Nationalhymne nicht stehen, zu feuern. Das hatte über die NFL hinaus Empörung unter prominenten Profisportlern, Trainern und Teambesitzern ausgelöst.  

+++ 0.47 Uhr: Mexiko-Erdbeben: Todeszahl steigt auf rund 320 +++

Nach dem schweren Erdbeben in Mexiko der Stärke 7,1 am vergangenen Dienstag ist die Todeszahl auf 318 gestiegen. Wie die Behörden mitteilten, starben allein in der Millionenmetropole Mexiko-Stadt mindestens 180 Menschen, zudem 73 im Bundesstaat Morelos und 45 im Bundesstaat Puebla. Insgesamt 69 Menschen konnten bisher in der Hauptstadt aus den Trümmern eingestürzter Häuser befreit werden.  

+++ 0.09 Uhr: Zwischenfall mit Taxi nach AfD-Party +++

Am Rande einer AfD-Party zum Einzug in den Bundestag ist es in Berlin-Mitte zu einem Zwischenfall mit einem Taxi gekommen.
Polizisten seien vor Ort, um die Situation zu klären, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei. Es soll ein Auto beschädigt worden sein. Es gebe die Aussage, dass Demonstranten ein Taxi bei der Wegfahrt behindert hätten. Von einem Fotograf hieß es bei Twitter, das Taxi sei auf die Demonstranten zugefahren. Es sei eine Person leicht verletzt. Dies war der Polizei zunächst nicht bekannt.

Rund tausend Demonstranten hatten am Abend in Berlin lautstark gegen die rechtspopulistische AfD protestiert. Die überwiegend jungen Menschen versammelten sich vor einem Hochhaus nahe dem Alexanderplatz, wo die AfD feierte. Vereinzelt warfen Demonstranten Flaschen, insgesamt blieb es aber friedlich. Die Polizei war mit einem größeren Aufgebot vertreten, um die Demonstranten auf Abstand zu dem Haus mit der Wahlparty zu halten.

fs/DPA/AFP

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