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News des Tages: Eskalation im Nordirak: Bundeswehr unterbricht Peschmerga-Training

Bundeswehr unterbricht Ausbildungsmission im Nordirak +++ Preise für Butter, Sahne, Käse und Quark stark gestiegen +++ Die News des Tages im Ticker.

Irak: Ein Soldat der Bundeswehr weist einen Angehörigen der Peschmerga ein

Irak: Ein Soldat der Bundeswehr weist einen Angehörigen der Peschmerga ein (Archivbild)

Die Nachrichten des Tages für Sie im Überblick. 

+++ 20.27 Uhr: Bundeswehr unterbricht Ausbildungsmission im Nordirak +++

Angesichts der militärischen Eskalation im Nordirak hat die Bundeswehr ihre Ausbildungsmission dort unterbrochen. Die Ausbildung sei aus Schutzgründen für die deutschen Soldaten aufgrund der unklaren Lage bereits am Freitagabend vorläufig ausgesetzt worden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur.

Wie die irakische Armee zuvor mitteilte, nahmen irakische Truppen im Konflikt um das kurdische Unabhängigkeitsreferendum mehrere bisher von Kurden kontrollierte Gebiete ein. Sie rückten westlich der Großstadt Kirkuk auf eine Militärbasis vor und nahmen zudem das nahe gelegene Ölfeld Baba Gurgur ein.

Die Bundeswehr bildet seit 2014 kurdische Peschmerga-Kämpfer für den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aus. Die Bundesregierung hatte Ende September angekündigt zu prüfen, ob die derzeit knapp 140 deutschen Soldaten im Nordirak trotz des Unabhängigkeitsreferendums in der Kurdenregion auch im nächsten Jahr dort bleiben können.

+++ 19.44 Uhr: Sturm "Ophelia" wütet in Irland - drei Tote +++

Durch die Auswirkungen des früheren Hurrikans "Ophelia" sind in Irland drei Menschen ums Leben gekommen.
Im ganzen Land verbreitete der Sturm Chaos und legte das öffentliche Leben weitgehend lahm.
Am Nachmittag starb ein Mann im Osten des Landes, als ein Baum auf sein Auto stürzte. Zuvor war eine etwa 50-jährige Autofahrerin im Süden des Landes ebenfalls von einem umstürzenden Baum getötet worden. Ein Mann Anfang 30 kam im Süden Irlands bei einem Unfall mit einer Motorsäge um. Er hatte versucht, einen umgestürzten Baum zu beseitigen, wie die Polizei mitteilte.

Der Sturm erreichte die irische Atlantikküste am Morgen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 km/h und zog im Lauf des Tages über die Insel hinweg in Richtung Großbritannien und Nordirland. Dem Energieunternehmen ESB Networks zufolge waren etwa 360 000 Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten.

+++ 19.36 Uhr: Ex-Taliban-Gefangener Bergdahl gesteht Fahnenflucht +++ 

Der US-Soldat Bowe Bergdahl, der durch einen umstrittenen Gefangenenaustausch aus den Händen der Taliban-Miliz befreit wurde, hat Fahnenflucht gestanden. Ihm sei damals bewusst gewesen, gegen das Gesetz zu verstoßen, als er im Jahr 2009 seinen Beobachtungsposten in Afghanistan verlassen habe, zitierte der Fernsehsender CNN aus einer Erklärung des 31-Jährigen vor einem US-Militärgericht.

Kurz nach dieser Flucht war Bergdahl von dem mit den radikalislamischen Taliban verbündeten Hakkani-Netzwerk gefangengenommen worden. Die Rebellen hielten den jungen Soldaten fast fünf Jahre lang fest, bevor er im Mai 2014 im Tausch gegen fünf Gefangene aus dem US-Lager Guantanamo freikam.

Vor dem Militärgericht in Fort Bragg im Bundesstaat North Carolina bekannte sich Bergdahl nun auch des Fehlverhaltens im Angesicht des Feindes schuldig. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe.

Der Gefangenenaustausch mit den Taliban hatte seinerzeit in den USA für viel Kritik gesorgt: Die Republikaner warfen dem damaligen Präsidenten Barack Obama vor, mit "Terroristen" verhandelt und einen gefährlichen Präzedenzfall geschaffen zu haben.

+++ 19.24 Uhr: Sicherheitslücken bei WLAN-Hotspots +++

Sicherheitsforscher der Katholischen Universität Löwen haben gravierende Sicherheitslücken in dem Verschlüsselungsprotokoll WPA2 entdeckt, mit dem WLAN-Hotspots abgesichert werden. Mit der "KRACK" getauften Attacke können demnach Angreifer die WPA2-Verschlüsselung aufbrechen, belauschen und manipulieren, berichtete der belgische Sicherheitsforscher Mathy Vanhoef. Das Computer Emergency Response Team (CERT) der USA warnte einem Bericht von "ArsTechnica" zufolge bereits vor den Folgen der entdeckten Lücken.

Über die Konsequenzen aus der "KRACK"-Attacke waren sich Experten am Montag nicht einig: Fachleute der Wifi Alliance verwiesen darauf, dass zusätzliche Verschlüsselungs-Schichten wie HTTPS (beispielsweise beim Online-Banking) oder virtuelle private Netzwerke (VPN) durch die KRACK-Attacke nicht ausgehebelt werden. Daher seien auch Online-Banking oder die Kommunikation mit WhatsApp über WLAN weiterhin sicher.

+++ 18.51 Uhr: Bloggerin in Malta durch Autobombe getötet +++

In Malta ist eine Bloggerin getötet worden, die der Regierung des Inselstaats Korruption vorgeworfen hatte. Nach Polizeiangaben starb Daphne Caruana Galizia, als eine unter ihrem fahrenden Auto angebrachte Bombe explodierte. Der maltesische Regierungschef Joseph Muscat sprach von einer "barbarischen" Tat und einem "schwarzen Tag für unsere Demokratie und unsere Meinungsfreiheit". Der Mitte-Links-Politiker wies die Sicherheitskräfte an, die Täter zu finden und vor Gericht zu bringen. Die 53-jährige Internet-Bloggerin, die als Journalistin auch für andere Medien tätig war, hatte mit ihren Berichten erreicht, dass Muscat wegen der Vorwürfe im Zusammenhang mit den "Panama Papers" vorgezogene Neuwahlen ansetzte.

+++ 18.49 Uhr: Katalanischer Polizeichef unter Auflagen wieder frei +++ 

Der katalanische Polizeichef Josep Lluís Trapero ist nach einer richterlichen Anhörung unter Auflagen wieder frei. Das verlautete aus Justizkreisen, nachdem die Staatsanwaltschaft in Madrid zuvor im Zusammenhang mit dem Unabhängigkeitsreferendum vom 1. Oktober für Trapero wegen "aufrührerischen Verhaltens" Untersuchungshaft beantragt hatte. Die Auflagen schreiben vor, dass Trapero das Land nicht verlassen darf und sich alle zwei Wochen bei Gericht melden muss.

+++ 18.20 Uhr: Daimler ruft mehr als eine Million Autos wegen Kabelproblemen zurück +++

Wegen defekter Kabel an der Lenksäule will Daimler weltweit mehr als eine Million Autos in die Werkstätten zurückrufen.
Darunter seien 400 000 Fahrzeuge verschiedener Baureihen in Großbritannien und mehrere Hunderttausend in Deutschland, sagte ein Daimler-Sprecher am Montag in Stuttgart. Bei einigen Dutzend Autos war der Airbag scheinbar grundlos ausgelöst worden. Dies lag an einer Fehlerkette, die mit defekten Kabeln zusammenhing: Eine statische Aufladung durch Lenkbewegungen konnte im Fall eines Kabelbruchs nicht richtig abgeleitet werden. Als Ergebnis wurde fälschlicherweise der Airbag ausgelöst. Das Problem werde behoben durch eine "ausreichende Erdung der Lenksäule", die Spannung werde sich also wieder richtig entladen können, sagte der Sprecher. Man habe die Behörden verschiedener Staaten in der vergangenen Woche informiert. Der Rückruf werde in den nächsten Wochen beginnen, wenn die entsprechenden Ersatzteile vorliegen.

+++ 17.43 Uhr: Nach Sex-Skandal: Investor könnte Weinstein Company schlucken +++

Das Filmstudio The Weinstein Company (TWC) wird nach dem Sex-Skandal um Gründer Harvey Weinstein nun möglicherweise von einem Investor geschluckt. Die Firma gab eine vorläufige Einigung mit der Beteiligungsgesellschaft Colony Capital bekannt, die eine sofortige Finanzspritze und Gespräche über eine Übernahme aller oder wesentlicher Teile des Geschäfts vorsieht. Zu den finanziellen Bedingungen gab es zunächst keine Angaben.

"Wir werden dem Unternehmen helfen, zu seiner rechtmäßigen Stellung als Ikone der unabhängigen Film- und Fernsehindustrie zurückzukehren", erklärte Colony-Capital-Chef Thomas Barrack. Die neuen Investitionen würden helfen, die "laufenden Geschäfte zu stabilisieren", sagte Tarak Ben Ammar, Mitglied des auf vier Mitglieder geschrumpften TWC-Vorstands.

 

+++ 17.40 Uhr: Maltesische Bloggerin bei Explosion ihres Autos getötet +++

Eine auf Malta populäre Bloggerin ist offenbar Opfer eines gezielten Anschlags geworden. Regierungschef Joseph Muscat bestätigte, dass Daphne Caruana Galizia getötet wurde. "Das ist eine tückische Attacke auf einen Bürger und auf die Meinungsfreiheit", schrieb er auf Twitter.

Maltesischen Medienberichten zufolge explodierte das Auto, kurz nachdem die 53-Jährige es gestartet hatte. Die Polizei sagte der "Times of Malta", bei der verbrannten Leiche auf dem Fahrersitz handele es sich um die Bloggerin. Dem staatlichen TV-Sender TVM zufolge hatte sich Caruana Galizia vor zwei Wochen an die Polizei gewandt, weil sie Morddrohungen erhalten habe. Caruana Galizia hatte mit einem Artikel über die Grenzen Maltas hinaus für Aufsehen gesorgt, indem sie schrieb, dass eine in den sogenannten Panama Papers erwähnte Firma der Frau des Regierungschefs gehöre. Muscat hatte diese Darstellung als Lüge bezeichnet.  

+++ 17.37 Uhr: Tote Flüchtlinge in Schiffswrack vor Tunesien gefunden +++

Die Zahl der Todesopfer nach dem Zusammenstoß eines Flüchtlingsschiffes mit einem Boot der tunesischen Küstenwache ist auf 19 gestiegen. Taucher hätten im Wrack des gesunkenen Flüchtlingsbootes die Leichen von zehn Personen gefunden, teilte das tunesische Verteidigungsministerium mit. Zudem habe ein Fischerboot einen weiteren Leichnam entdeckt, der wahrscheinlich ebenfalls von dem Unglück in der vergangenen Woche stammte. Nach dem Zusammenstoß hieß es zunächst, dass acht Flüchtlinge, die von Tunesien aus nach Italien fliehen wollten, ertrunken seien. Etwa 20 Migranten wurden zunächst vermisst.  

+++ 17.23 Uhr: Ed Sheeran muss nach Fahrradunfall möglicherweise Konzerte absagen +++

Der Popstar Ed Sheeran hat angekündigt, nach einem Fahrradunfall möglicherweise Konzerte absagen zu müssen. Der britische Sänger veröffentlichte auf der Foto-Plattform Instagram ein Bild von seinem eingegipsten Arm in einer Schlinge. Er habe einen "ziemlichen Fahrradunfall" gehabt und warte auf ärztlichen Rat, teilte der 26-Jährige seinen Fans mit. Dies könne Einfluss auf einige seiner bevorstehenden Auftritte haben, erklärte der Popstar.

Nach Angaben des britischen Boulevardblatts "Daily Mail" hatte sich der Fahrradunfall am Sonntag in London ereignet. Sheeran sollte am kommenden Sonntag zum Auftakt einer großen Asientour ein Konzert in Taipeh geben. Auch in Japan, Südkorea und den Philippinen wurden Auftritte erwartet. Ein weiteres Konzert war in den Vereinigten Arabischen Emiraten geplant.

+++ 17.09 Uhr: EU-Außenminister beschließen neue Sanktionen gegen Nordkorea +++

Die EU verschärft mit neuen Wirtschaftssanktionen den Druck auf Nordkorea. Wegen der atomaren Aufrüstung des Landes dürfen europäische Unternehmen überhaupt nicht mehr in dem Land investieren. Mit sofortiger Wirkung sind auch die Exporte von Öl- und Ölprodukten verboten. Darüber hinaus werden Arbeitsgenehmigungen für nordkoreanische Gastarbeiter künftig nicht mehr verlängert. So soll die Devisenbeschaffung für die Regierung des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un weiter erschwert werden.

Mit den neuen Sanktionen geht die EU über die bislang erlassenen UN-Sanktionen hinaus. Sie wurden bei einem Außenministertreffen in Luxemburg beschlossen. Eine grundsätzliche Entscheidung zu ihrer Einführung hatte es bereits im September gegeben.

+++ 16.38 Uhr: Lebenslang im Lüneburger Doppelmord-Prozess +++

In zweiten Anlauf des Prozesses wegen des gewaltsamen Todes von zwei Frauen in Lüneburg hat das Landgericht den angeklagten Jesiden wegen Doppelmordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht stellte am Montag auch in der Neuauflage des Verfahrens eine besondere Schwere der Schuld fest. Eine Freilassung schon nach 15 Jahren ist damit nur im Ausnahmefall möglich. Nach Überzeugung der Kammer mordete der aus dem Irak stammende Mann Anfang 2015, weil ihn seine Ehefrau verlassen und Christin werden wollte. Die Freundin soll er für den Schritt seiner Frau mitverantwortlich gemacht haben. Der Verteidiger hatte auf eine Tat im Affekt plädiert, er will eine Revision prüfen.

+++ 16.12 Uhr: Staatsanwaltschaft beantragt Haft für katalanischen Polizeichef +++

Die spanische Staatsanwaltschaft hat für den katalanischen Polizeichef Josep Lluís Trapero Untersuchungshaft beantragt. Dem Polizeichef wird nach Angaben aus Justizkreisen im Zusammenhang mit dem Unabhängigkeitsreferendum Kataloniens vom 1. Oktober "aufrührerisches Verhalten" zur Last gelegt. Über den Antrag der Staatsanwaltschaft solle noch im Laufe des Tages entschieden werden, hieß es weiter, der Polizeichef muss mit bis zu 15 Jahren Gefängnis rechnen.

+++ 16.04 Uhr: Forscher: Bahnbrechende erste Beobachtung der Fusion von Neutronensternen +++

Bahnbrechende neue Beobachtung im Weltraum: Forscher in Europa und den USA haben erstmals Gravitations- und Lichtwellen bei der Verschmelzung zweier sogenannter Neutronensterne gemessen. Dies teilten die Wissenschaftler in Washington mit. Die Messungen ermöglichen zahlreiche neue Erkenntnisse, wie etwa über die Geschwindigkeit der Ausbreitung des Universums oder der Herkunft von schweren Elementen wie Gold, Platin und Blei.

+++ 15.15 Uhr: Russischer Aktionskünstler zündet Bankfiliale in Paris an +++

Der nach Frankreich geflohene russische Künstler Pjotr Pawlenski hat in seinem Gastland mit einer umstrittenen Aktion für Aufsehen gesorgt: Er zündete eine Bankfiliale in Paris an und wurde wegen Sachbeschädigung verhaftet, wie die Polizei mitteilte. Bilder in sozialen Netzwerken zeigen den schwarz gekleideten Pawlenski vor der Bank, hinter zwei vergitterten Fenstern schlagen Flammen empor. Das Feuer habe sich in der Filiale in der Nähe des Bastille-Platzes ausgebreitet, sie bleibe deshalb vorerst geschlossen, erklärte die Nationalbank Banque de France. Sie will den Künstler und seine ebenfalls verhaftete Lebensgefährtin Oksana Schaligina vor Gericht bringen.

+++ 14.57 Uhr: Mutmaßliche Morde im Seniorenheim: Angeklagter gesteht Tötung +++

 Im Prozess um mutmaßliche Morde in einem Seniorenheim im pfälzischen Lambrecht hat ein Angeklagter über seinen Anwalt die Tötung einer Bewohnerin gestanden. "Ich habe Schuld auf mich geladen", hieß es in einer vor dem Landgericht Frankenthal von dem Verteidiger des 24-Jährigen verlesenen Erklärung. Der Pflegehelfer erklärte darin weiter, die Arbeit in dem Heim habe ihn sehr belastet, weil er den Bewohnern nicht mehr habe helfen können. Als er während einer Nachtschicht Ende Dezember 2015 den Eindruck gehabt habe, dass eine 85-Jährige im Sterben liege, habe er sie mit einem Kissen erstickt. Angeklagt sind in dem Verfahren insgesamt drei ehemalige Mitarbeiter des Heims - neben dem 24-Jährigen eine 27-Jährige und ein 48-Jähriger. Die Staatsanwaltschaft spricht von insgesamt zwei Morden und einem Mordversuch - die Angeklagten sollen die Taten mal zu zweit und mal zu dritt verübt haben. Sie sollen außerdem Heimbewohner misshandelt und bestohlen haben.

+++ 13.52 Uhr: Bahn erhöht Preise - Fernzugtickets knapp ein Prozent teurer +++

Die Deutsche Bahn erhöht die Fahrpreise zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember im Durchschnitt um 0,9 Prozent. Fahrscheine zum vollen Preis (Flexpreis) werden in der zweiten Klasse durchschnittlich 1,9 Prozent teurer, in der ersten Klasse sind es 2,9 Prozent. Je nach Strecke steigt der Flexpreis in der zweiten Klasse nach Bahn-Angaben um bis zu 3,5 Prozent, es kann aber auch weniger sein. Eine Ausnahme: Für die neue ICE-Strecke von München nach Berlin sind künftig 150 Euro Flexpreis zu zahlen, da sind 18 Euro oder 13,6 Prozent mehr als bisher. Die Fahrzeit verkürzt sich dafür von bisher sechs auf viereinhalb Stunden, mit dem "Sprinter" sind es nur noch knapp vier Stunden.

Vor einem Jahr betrug die Preiserhöhung 1,3 Prozent. Die Jahresteuerungsrate in Deutschland beträgt derzeit 1,8 Prozent.

+++ 13.27 Uhr: Sechs mutmaßliche Salafisten in Hamburg vor Gericht +++

Vor dem Hamburger Landgericht hat der Prozess gegen sechs mutmaßliche Salafisten aus Norddeutschland begonnen. Den aus Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein stammenden Männern im Alter zwischen 17 und 26 Jahren wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen. Sie sollen sich im April 2017 auf dem Weg nach Syrien gemacht haben, um sich dort der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen. Der Anklage zufolge wollten sie sich dort auch ausbilden lassen, um außerhalb Syriens Gewalttaten zu begehen. Nach Verlesung der Anklage wurde die Öffentlichkeit bis zum Ende der Beweisaufnahme vom Prozess ausgeschlossen, weil auch Minderjährige unter den Angeklagten seien, wie ein Gerichtssprecher sagte.

+++ 13.13 Uhr: Menschenfressender Tiger in Indien mittels Elektrozaun getötet  +++

In Indien tötete ein Tigerweibchen vier Menschen, ein Gericht hatte den Abschuss der Raubkatze angeordnet - nun wurde das Tier tot in einem Elektrozaun entdeckt. Das sagte ein Sprecher der Naturschutzbehörde im Bundesstaat Maharashtra. Ein Bauer hatte demnach den Zaun aufgestellt, um wilde Tiere fernzuhalten. Die Tigerin hatte mehrere Dörfer in der Region in den vergangenen Wochen terrorisiert, so der Sprecher. "Wir haben das tote Tier am Sonntag gefunden und die Jagd abgebrochen." Nun werde gegen den Bauern ermittelt, da nur die Behörden das Recht hätten, Wildtiere zu töten, fügte er hinzu. 

 Zudem gibt es Streit darüber, ob solche Zäune rechtens sind. Die Raubkatze war im Juli mit einem Sender versehen worden, nachdem sie zwei Menschen getötet hatte. Das Tier wurde dann im Tiger-Naturschutzgebiet Bor ausgesetzt, tötete und verletzte aber weitere Menschen. Tierschützer kritisierten den Tod der Raubkatze. Tiger sind of Ziel von Wilderern. Ihre Felle gelten als begehrte Trophäe, andere Körperteile sind vor allem in der traditionellen chinesischen Medizin gefragt.

+++ 13 Uhr: 25-Jähriger überfährt Bekannten im Streit absichtlich mit Auto +++

Im Streit hat ein 25-Jähriger Mann in Baden-Württemberg einen 40 Jahre alten Bekannten mit voller Absicht mit dem Auto überrollt. Wie die Polizei mitteilte, gerieten die beiden Männer in Hohentengen zunächst in einem Haus aneinander und gingen schließlich nach draußen. Dort überfuhr der 25-Jährige mit seinem Auto seinen mit einem Schwert bewaffneten Kontrahenten, durchbrach zwei Hecken und verschwand. Der 40-Jährige wurde schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Die Verletzungen waren demnach aber nicht lebensgefährlich. Der 25-Jährige konnte später festgenommen werden, sein Auto wurde beschlagnahmt. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

+++ 12.57 Uhr: Feuer an ICE - Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen kurz gesperrt +++

Ein Feuer an einem ICE hat einen größeren Einsatz am Fernbahnhof des Frankfurter Flughafens ausgelöst. An dem Zug, der auf dem Weg von Essen nach München gewesen sei, habe ein Wagen im mittleren Bereich von außen gebrannt, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Vermutlich sei ein überhitzter Motor der Auslöser gewesen. Bahnmitarbeiter und Bundespolizisten hätten die Flammen zwar schnell gelöscht, es sei aber zu starker Rauchentwicklung gekommen. Deswegen sei der gesamte Fernbahnhof gesperrt worden. Nach etwa einer Dreiviertelstunde sei diese Sperrung dann wieder aufgehoben worden. Ein Bahn-Mitarbeiter klagte den Angaben zufolge nach dem Einsatz über Übelkeit und kam in ein Krankenhaus. Die Passagiere des ICE mussten mit anderen Zügen vom Regionalbahnhof des Flughafens zunächst zum Frankfurter Hauptbahnhof fahren, von dort konnten sie in einen anderen ICE Richtung München steigen. Der betroffene ICE wurde der Bundespolizei zufolge von einer Diesellok in das Bahn-Betriebswerk nach Frankfurt-Griesheim gebracht.

+++ 12.54 Uhr: Lotto-"Dreier" macht Mannheimer unverhofft zum Millionär +++

Er rechnete mit knapp zehn Euro, doch sein Kontostand wächst demnächst um eine satte Million: Dank einer Sonderauslosung ist ein Lottospieler aus Mannheim mit einem simplen "Dreier" zum Millionär geworden. Wie Baden-Württembergs Lottozentrale mitteilte, profitierte der Glückspilz von einer Sonderauslosung, an der alle Spielscheine mit drei Richtigen von den Ziehungen am vergangenen Mittwoch und Samstag teilnahmen - insgesamt 175.363. Den Angaben zufolge wurden damit in diesem Jahr im Südwesten bislang 14 Millionengewinne ausgeschüttet. Bei Sonderverlosungen werden immer wieder nicht abgeholte Gewinne ausgespielt.

+++ 12.49 Uhr: Initiative entwickelt App gegen Lebensmittel-Verschwendung +++

Mit einer App die Verschwendung von Lebensmitteln verhindern: Das ist das Ziel einer Initiative, die die Handysoftware vorgestellt hat. Mit "The Food Life" wollen die Macher Supermärkte und Tafeln zusammenbringen. Hilfsorganisationen für Bedürftige sollen mit ein paar Klicks sehen können, welches Geschäft Lebensmittel abgeben will und wann sie abgeholt werden können. In der App sind mehr als 7000 Supermärkte in ganz Frankreich verzeichnet. Die Geschäfte können darin Produkte anbieten, deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist oder die nicht mehr gut genug aussehen. In Frankreich ist es dem Großhandel seit Februar 2016 gesetzlich verboten, Nahrungsmittel wegzuwerfen oder für den Konsum untauglich zu machen. Ansonsten drohen Geldstrafen.

+++ 12.48 Uhr: Verbände schlagen Alarm: Frauen stärker armutsgefährdet als Männer +++

Angesichts eines hohen Armutsrisikos für Frauen fordern Sozialverbände und Gewerkschaften die Politik zum Gegensteuern auf. Sowohl in jungen Jahren als auch im Alter seien Frauen deutlich stärker armutsgefährdet als Männer, mahnte die Nationale Armutskonferenz. "Die Gründe dafür sind vielfältig", so deren Sprecherin Barbara Eschen. "Sie kümmern sich um die Kinder, sie pflegen altgewordene Angehörige, sie wirken ehrenamtlich mit in der Kita oder Schule, im Sport oder in sozialen Initiativen." So brächten Frauen über die Hälfte mehr Zeit ohne Bezahlung in die Sorgearbeit ein als Männer. "Als Dank ernten sie schlechte Rückkehrchancen in den Beruf, prekäre Arbeitsverhältnisse und deutlich geringere Renten."

+++ 12.15 Uhr: Richter will Vorwurfsliste gegen Ex-Drogeriechef Schlecker kürzen +++

Ex-Drogeriemarktkönig Anton Schlecker sieht sich vor Gericht mit deutlich weniger Vorwürfen konfrontiert. Der Vorsitzende Richter am Stuttgarter Landgericht legte in dem Bankrottprozess gegen den 72-Jährigen eine Liste mit Klagepunkten vor, die fallengelassen werden sollen - dadurch würde sich das mögliche Strafmaß wesentlich reduzieren. Die Staatsanwaltschaft wirft Schlecker unter anderem vorsätzlichen Bankrott vor - er soll von 2010 bis 2012 mehr als 25 Millionen Euro aus der Firma gezogen und an seine Familie verlagert haben, obwohl er dies wegen drohender Zahlungsunfähigkeit nicht hätte tun dürfen. Knackpunkt in dem Verfahren ist die Frage, ab wann genau die Zahlungsunfähigkeit drohte. Die Ankläger gingen bisher vom 31. Dezember 2009 aus, änderten kürzlich aber ihren Standpunkt und sprechen jetzt nur noch von Ende 2010. Der Vorsitzende Richter Roderich Martis nannte Januar 2011 als Zeipunkt. Je später der Termin, desto mehr schrumpft die mögliche Schadenssumme. 

+++ 11.55 Uhr: Zivilschutz: Mindestens 20 Tote bei Waldbränden in Portugal +++

Bei Waldbränden in Portugal sind nach jüngsten Angaben mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte der portugiesische Zivilschutz heute mit. In Portugal wüten immer wieder Waldbrände, Mitte Juni starben 64 Menschen bei schweren Bränden im Zentrum des Landes.

+++ 11.28 Uhr: Heftige Gefechte in einstiger IS-Bastion Rakka in Syrien +++

Nach der Evakuierung fast aller Zivilisten sind die Kämpfe zur vollständigen Rückeroberung der einstigen IS-Bastion Rakka im Norden Syriens voll entbrannt. Die kurdisch-arabische Allianz, die gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Rakka kämpft, berichtete von den bisher "heftigsten Gefechten" seit Beginn ihrer Offensive auf die Stadt vor rund vier Monaten. Dort halten sich nach ihren Angaben noch etwa 300 überwiegend ausländische IS-Kämpfer auf. 

Nach einer Vereinbarung zwischen der neuen Zivilverwaltung in Raka, den Führern örtlicher Stämme und einheimischen Dschihadisten zum Schutz der Bewohner Rakkas konnten 3000 Zivilisten am Wochenende Rakka verlassen. Ihnen schlossen sich 275 syrische IS-Kämpfer und deren Familien an.

+++ 11 Uhr: Drei Menschen bei Hochhausbrand in Delmenhorst verletzt +++

Bei einem Hochhausbrand im niedersächsischen Delmenhorst sind drei Bewohner verletzt worden. Sie erlitten Rauchgasvergiftungen, wie die Polizei mitteilte. Mehr als hundert Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Das Feuer brach am Sonntagabend aus zunächst unbekannter Ursache im Dachstuhl des Hochhauses aus. Bewohner alarmierten Polizei und Feuerwehr.

Alle Bewohner des Hauses sowie zweier benachbarter Hochhäuser mussten ihre Wohnungen verlassen. Sie kamen zunächst in einer Grundschule unter. Ob und wann sie wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können, war unklar. Insgesamt waren 130 Feuerwehrleute bei der Bekämpfung des Brands im Einsatz. Die Ermittlungen zur Brandursache dauerten an.

+++ 10.12 Uhr: Preis für Butter binnen eines Jahres um 70 Prozent gestiegen +++

Die Preise für Butter, Sahne, Käse und Quark sind binnen eines Jahres steil gestiegen. Für Butter mussten Verbraucher im September 70 Prozent mehr bezahlen als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden zum Welternährungstag mitteilte. Sahne, Milch und Quark kosteten jeweils etwa 30 Prozent mehr. Bei Schnitt- und Hartkäse stiegen die Preise um mehr als elf Prozent, für Joghurt mussten die Verbraucher fünf Prozent mehr zahlen. Der Butterpreis ist im Supermarkt auf ein historisches Hoch gestiegen: Ein 250-Gramm-Päckchen kostet seit Anfang September 1,99 Euro.

Gründe für den hohen Butterpreis sind laut Bauernverband eine höhere Nachfrage nach fetthaltigen Produkten im In- und Ausland, ein verbessertes Verbraucherimage von Butter sowie die höhere Käseproduktion, für die der Rahm der Milch gebraucht wird.

+++ 8.48 Uhr: Puigdemont schlägt Rajoy zweimonatigen Aufschub für Verhandlungen vor +++

Im Konflikt um die Unabhängigkeitsbestrebungen der Region Katalonien setzt der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont auf Zeit: In einem Brief an die spanische Regierung schlägt er vor, das "Mandat" der Katalanen für eine Unabhängigkeit für zwei Monate auszusetzen, um mit der Zentralregierung zu verhandeln. Madrid hatte Puigdemonat bis Montag ein Ultimatum gesetzt, um die Frage zu beantworten, ob er die Unabhängigkeit Kataloniens erklärt hat oder nicht.

+++ 8.30 Uhr: Niedersächsische FDP schließt Ampel-Koalition mit SPD und Grünen weiter aus +++

Die niedersächsische FDP hat ihr Nein zu einer Ampel-Koalition mit SPD und Grünen bekräftigt. "Wir lehnen eine Ampel zu 100 Prozent ab", sagte Generalsekretär Gero Hocker im Südwestrundfunk (SWR). Die Liberalen hätten sich vor der Landtagswahl klar festgelegt, dass sie nicht als "Steigbügelhalter für die Fortsetzung der rot-grünen Politik" zur Verfügung stünden. Diese Aussage habe weiterhin Bestand. 

+++ 7.28 Uhr: Passagierflugzeug stößt in Kanada mit Drohne zusammen +++

In Kanada ist ein Passagierflugzeug mit einer Drohne zusammengeprallt. Die Linienmaschine der Fluggesellschaft Skyjet stieß beim Anflug auf den Flughafen von Québec mit dem unbemannten Fluggerät zusammen, konnte aber ohne Probleme landen, wie Verkehrsminister Marc Garneau mitteilte.
"Das war die erste Kollision zwischen einer Drohne und einem Passagierflugzeug in Kanada", sagte der Minister über den Vorfall vom vergangenen Donnerstag. "Ich bin sehr erleichtert, dass das Flugzeug nur leicht beschädigt wurde und sicher gelandet ist." Der Zusammenprall hätte aber "katastrophale Folgen" haben können, wenn die Drohne beispielsweise die Cockpit-Scheibe oder einen Motor getroffen hätte.

An Bord des Inlandsflugs befanden sich sechs Fluggäste und zwei Besatzungsmitglieder. Die Maschine prallte in einer Höhe von 450 Metern, rund drei Kilometer vom Flughafen entfernt mit der Drohne zusammen. In Kanada dürfen Drohnen nicht höher als 90 Meter und weniger als 5,5 Kilometer von einem Flughafen entfernt fliegen.

+++ 7.20 Uhr: 276 Tote und 300 Verletzte bei Anschlag in Mogadischu +++

Bei dem verheerenden Bombenanschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind am Samstag Regierungsangaben zufolge insgesamt 276 Menschen getötet worden. 300 Verletzte seien in die Krankenhäuser der Hauptstadt gebracht worden, erklärte das somalische Informationsministerium in der Nacht zum Montag. Zu dem Anschlag mit einem mit Sprengstoff beladenen Lastwagen bekannt sich zunächst niemand, doch macht die Regierung die radikalislamische Shebab-Miliz dafür verantwortlich.

+++ 6.19 Uhr: Der Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alexander +++

Der Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, , wünscht sich in Österreich ein Regierungsbündnis der konservativen ÖVP mit der rechtspopulistischen FPÖ. Es sei nicht an ihm, sich in österreichische Belange einzumischen, sagte Gauland. Er hoffe aber, "dass eine Regierung zustande kommt zwischen ÖVP-Chef Sebastian Kurz und Hans-Christian Strache von der FPÖ". Die AfD habe zwar "eine gewisse Verbindung" zur FPÖ. Doch auch Kurz habe als Außenminister durch Entscheidungen in der Migrationsfrage deutlich gemacht, dass Österreich "ein Bollwerk gegen eine Masseninvasion fremder Menschen ist". Die ÖVP war bei der Parlamentswahl vom Sonntag nach einem stark auf Spitzenkandidat Kurz zugeschnittenen Wahlkampf stärkste Kraft geworden. Wie die ÖVP konnte auch die FPÖ starke Zugewinne verbuchen.

+++ 5.42 Uhr: USA und Südkorea beginnen mehrtägiges Seemanöver +++

Inmitten des verschärften Konflikts um Nordkoreas Atomprogramm haben die Streitkräfte der und Südkoreas ein großes Seemanöver vor der Küste der koreanischen Halbinsel begonnen. An dem fünftägigen Manöver werden sich etwa 40 Marineschiffe einschließlich des Flugzeugträgers USS Ronald Reagan sowie zweier US-Zerstörer beteiligen, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mitteilte. Nach Angaben der 7. Flotte der US-Kriegsmarine soll die Übung "einen sichtbaren und koordinierten Einsatz der Allianz" demonstrieren. 

Die Übungen sollen sowohl im Japanischen Meer als auch im Gelben Meer vor der Westküste stattfinden. Beide Verbündeten halten regelmäßig gemeinsame Übungen zu Wasser, Land und in der Luft ab. Nordkorea wirft den USA vor, durch ihre Manöver mit einen Angriff vorzubereiten, was beide Länder bestreiten. 

+++ 5.02 Uhr: Buschbrände in Nordkalifornien weiter eingedämmt +++

Der massive Einsatz von mehr als 11.000 Feuerwehrleuten in Kalifornien zeigt Erfolg. Bei abflauenden Winden und etwas kühleren Temperaturen meldeten die Behörden "gute Fortschritte" bei der Eindämmung von fünfzehn größeren Buschbränden in dem Westküstenstaat.

Eine Woche nach Ausbruch einer verheerenden Feuerwalze nördlich von San Francisco ist die Zahl der Toten auf 40 gestiegen. Die Suche nach möglichen Opfer in den verkohlten Überresten von Wohnvierteln und in den ländlichen Regionen der bekannten Weintäler um Sonoma und Napa dauerte an. Nach Schätzungen wurden rund 5700 Gebäude vernichtet.

ivi/fs/DPA/AFP

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