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News des Tages: Harry-Potter-Erstausgabe für knapp 68.000 Euro versteigert

Schweres Erdbeben erschüttert Mexiko +++ Zug kollidiert mit Laster in Bayern +++ Porsche-Testwagen rammt Kleinwagen - Frau schwer verletzt +++ Kein Protest von Köln gegen BVB-Spiel +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Ein Auktionshammer (Symbolbild)

Unterm Hammer: Die Sonderedition von "Harry Potter und der Stein der Weisen" wurde für 67.800 Euro versteigert

Die Nachrichten des Tages im  -Ticker:

+++ 23.51 Uhr: Flucht aus Wildpark endet für Elefantenherde mit Tod durch Stromschlag +++

Die Flucht aus einem Wildpark hat für eine Elefantenherde in Botsuana ein tödliches Ende genommen. Die entlaufenen Tiere konnten ihre Freiheit nicht lange auskosten, wie die Behörden mitteilten: Einer der Elefanten überrannte auf der Flucht einen Strommasten, woraufhin eine Hochspannungsleitung auf die Herde niederging und neun Tiere durch Stromschlag tötete. Der Vorfall ereignete sich nahe dem Dorf Duwki, wie der Ortsvorsteher und das Umweltministerium in der Hauptstadt Gaborone mitteilten. Die Elefantenherde war zuvor offenbar aus dem Schutzgebiet Makgadikgadi Pans ausgebrochen.

Das im Süden Afrikas gelegene Botuana beherbergt den größten Elefantenbestand des Kontinents. Rund 135.000 der Tiere lebten laut einer Zählung von 2015 dort. Der Gesamtbestand auf dem afrikanischen Kontinent wird auf nur noch 415.000 Elefanten geschätzt, Wilderer töten jedes Jahr schätzungsweise 30.000 der geschützten Tiere wegen ihrer Stoßzähne.

+++ 23.28 Uhr: Mehr als 10.000 Beamte in Sachsen bekommen Nachzahlungen +++

Nach einem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom Mai muss das Land Sachsen bestimmten Beamten Nachzahlungen in Höhe von insgesamt etwa 85 Millionen Euro zahlen. Das teilte das Finanzministerium im Freistaat am Abend mit. Mehr als 10.000 Beamten, Richtern und Versorgungsempfängern der Besoldungsgruppen A 10 und aufwärts stünden Nachzahlungen zu, sagte ein Ministeriumssprecher. Bei ihnen hatte sich die Ost-West-Angleichung damals verzögert.

Das Bundesverfassungsgericht hatte im Mai Sonderregelungen für die Jahre 2008 und 2009 für unvereinbar mit dem Grundgesetz erklärt. Nach Angaben des Sprechers verständigte sich Finanzminister Georg Unland (CDU) am Dienstag mit Gewerkschaften und Richterverein.

+++ 22.30 Uhr: Londons Polizei meldet dritte Festnahme nach Anschlag in U-Bahn +++

Bei ihren Ermittlungen zu dem Anschlag auf die Londoner U-Bahn hat die britische Polizei einen dritten Verdächtigen festgenommen. Eine Anti-Terror-Einheit habe den 25-Jährigen im walisischen Newport festgenommen, teilte die Londoner Polizei mit. Seine Unterkunft werde durchsucht. Im Zusammenhang mit dem Attentat, bei dem 30 Menschen verletzt worden waren, sind bereits ein 18-Jähriger und ein 21-Jähriger in Polizeigewahrsam.

In einem U-Bahn-Waggon an der Station Parsons Green im Westen Londons war am Freitag im morgendlichen Berufsverkehr ein selbstgebauter Sprengsatz detoniert. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte den Anschlag für sich. Es handelte sich um den fünften Anschlag in Großbritannien seit März. Insgesamt wurden bei diesen Anschlägen 35 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. 

+++ 22.29 Uhr: Tote und schwere Schäden nach Beben in Mexiko +++

Bei dem neuerlichen Erdbeben in Mexiko gibt es wieder Tote zu beklagen: Mindestens zwei Menschen seien im Bundesstaat Pueblo, wo das Epizentrum des Bebens lag, ums Leben gekommen, teilten die dortigen Behörden mit. Die Erdstöße waren auch in der Hauptstadt Mexiko-Stadt deutlich zu spüren. Mexikos Innenminister Miguel Osorio Chong berichtete von erheblichen Schäden. "Es gibt Berichte über Schäden an diversen Gebäuden, vor allem in Mexiko-Stadt", teilte er via Twitter mit. "Bitte bleiben sie von gefährdeten Zonen weg", rief er die Menschen auf. TV-Bilder zeigten eingestürzte Gebäude, auf Fotos waren viele Gebäude mit teils schweren Schäden zu sehen. Im Großraum Mexiko-Stadt leben rund 20 Millionen Menschen, das Zentrum des Bebens lag etwa 160 Kilometer südöstlich.

+++ 21.34 Uhr: Mexiko-Stadt löst nach Beben Katastrophenalarm aus +++

Nach dem schweren Erdbeben ist in der Millionenmetropole Mexiko-Stadt ein Katastrophenalarm für den gesamten Großraum ausgelöst worden. Der Leiter des Zivilschutzes warnte die Menschen davor, Aufzüge zu benutzen und forderte, keine Gerüchte zu verbreiten. Augenzeugen berichteten von schweren Schäden und eingestürzten Gebäuden. Fernsehberichten zufolge wurden vermutlich Menschen unter Trümmern verschüttet. Außerdem zeigten Medien im Internet, wie Menschen mit bloßen Händen schwere Trümmer von Straßen und Gehwegen räumten und nach Verletzten suchten.

Der Internationale Flughafen cancelte vorerst alle Flüge. Die Universität von Mexiko-Stadt teilte via Twitter mit, dass alle Kurse und Veranstaltungen bis auf Weiteres ausfallen, um die Gebäude auf Schäden zu untersuchen. Auch in Schulen soll der Unterricht vorerst ausfallen.

+++ 21.24 Uhr: Harry-Potter-Erstausgabe für knapp 68.000 Euro versteigert +++

Eine seltene Erstausgabe des ersten Harry-Potter-Bandes hat bei einer Versteigerung in den USA nach Angaben des Auktionators einen Rekorderlös in Höhe von 81.250 US-Dollar (rund 67.800 Euro) erzielt. Das sei ein neuer Weltrekord für den Preis eines unsignierten, fiktionalen Werks, das in den vergangenen 50 Jahren erschienen sei, teilte das Auktionshaus Heritage Auctions in Dallas mit. Die Sonderedition des Bandes "Harry Potter und der Stein der Weisen" war 1997 mit nur 500 Exemplaren aufgelegt worden. 300 davon waren für Bibliotheken in Großbritannien bestimmt. Mehrere Bieter hatten den Preis des Buchs in die Höhe getrieben, bis er mehr als das Vierfache des zuvor veranschlagten Marktwertes erreicht hatte. "Harry Potter und der Stein der Weisen" ist der erste Band der siebenteiligen Romanreihe von Autorin Joanne K. Rowling.

+++ 21.15 Uhr: Iran verurteilt Trumps "Hassrede" +++

Der Iran hat die erste Rede von US-Präsident Donald Trump bei den Vereinten Nationen verurteilt. "Solche Hassreden gehören ins Mittelalter und nicht ins 21. Jahrhundert", twitterte Außenminister Mohamed Dschawad Sarif. Daher sei es für Teheran auch unwürdig, auf diese Rede überhaupt einzugehen. Trump hatte den Iran bei der UN-Generaldebatte in New York zuvor als wirtschaftlich ausgelaugten Schurkenstaat bezeichnet, der vor allem Gewalt exportiere. Obendrein sei das Abkommen über das iranische Atomprogramm eine Erniedrigung für die USA.

+++ 21.11 Uhr: Nach Beben in Mexiko: Bevölkerung soll Häuser verlassen +++

Nach dem schweren Erdbeben in Mexiko hat die Regierung die Menschen aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen. Innenminister Miguel Osorio Chong forderte die Bevölkerung auf, den Anweisungen des Zivilschutzes Folge zu leisten. Präsident Enrique Peña Nieto berief eine Sitzung des nationalen Notfallrats ein, "um die Situation zu bewerten und um Maßnahmen zu ergreifen", wie er bei Twitter mitteilte.

Zuvor hatte ein Erdbeben das Land erschüttert. In der Millionenmetropole Mexiko-Stadt wankten Medienberichte zufolge Häuser, über der Stadt waren stellenweise Rauch- oder Staubwolken zu sehen. Über Opfer ist noch nichts bekannt.

+++ 20.40 Uhr: Schweres Erdbeben erschüttert Mexiko +++

 Genau am Jahrestag des schweren Erdbebens von 1985 ist Mexiko erneut von einem heftigen Beben erschüttert worden. Die Stärke wurde zunächst mit 7,1 angegeben, wie das nationale seismologische Institut mitteilte. Das Zentrum lag in der Nähe der Stadt Chiautla de Tapia im Bundesstaat Puebla, nur rund 190 Kilometer von der Millionenmetropole Mexiko-Stadt entfernt. Ein DPA-Reporter berichtete von stark schwankenden Gebäuden in der Hauptstadt und Gasgeruch. Tausende verängstigte Menschen seien auf die Straßen und Plätze geflüchtet. Erst am 7. September waren bei einem Beben der Stärke 8,2 rund 100 Menschen in Mexiko umgekommen, dabei lag das Zentrum im Pazifik.

Bei einem der schwersten Beben in der Geschichte Mexikos waren vor genau 32 Jahren fast 10.000 Menschen ums Leben gekommen, damals wurde Mexiko-Stadt stark getroffen.

+++ 20.26 Uhr: Madagaskars Gesundheitsminister trennt höchstpersönlich siamesische Zwillinge +++

Erstmals sind siamesische Zwillinge in Madagaskar erfolgreich getrennt worden - und das vom Gesundheitsminister höchstpersönlich. Mamy Lalatiana Andriamanarivo leitete vergangene Woche das Ärzteteam in einem Krankenhaus der Hauptstadt Antananarivo, wie ein Arzt der Klinik heute sagte. Dabei wurden die fünf Monate alten Zwillingsschwestern Mitia und Fitia an Bauch und unterem Brustkorb getrennt. Bei der Operation seien Leber, Rippen und Zwerchfell der Mädchen auseinandergeschnitten worden, sagte der Arzt. Der Eingriff sei problemlos verlaufen, den beiden Babys gehe es gut.

Ein madagassisches Ärzteteam hatte bereits 2009 siamesische Zwillinge getrennt, damals fand die Operation mangels geeigneter Instrumente aber in Paris statt. Das Gesundheitsministerium in dem Inselstaat begrüßte daher den jüngsten OP-Erfolg, weil damit erhebliche Kosten eingespart worden seien. Demnach kostet ein solcher Eingriff im Ausland rund 100.000 Euro.

+++ 19.20 Uhr: Urteil gegen Russland wegen Geiseldramas in Beslan rechtskräftig  +++

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte gegen Russland wegen des blutigen Geiseldramas von Beslan ist rechtskräftig. Das Land wollte seine Verurteilung von der Großen Kammer des Gerichtshofs überprüfen lassen. Dies lehnten die Straßburger Richter nun aber ab. Sie hatten Moskau im April schweres Versagen beim Krisenmanagement vorgeworfen und 409 Opfern insgesamt knapp drei Millionen Euro Schmerzensgeld zugesprochen.

Bei dem Terrorangriff auf eine Schule starben 2004 mehr als 330 Menschen, unter ihnen viele Kinder. Schwer bewaffnete Islamisten aus dem Konfliktgebiet Nordkaukasus nahmen damals mehr als 1100 Geiseln. Moskau hielt die Verurteilung für "nicht überzeugend". 

+++ 19.11 Uhr: Bluttat von Villingendorf - Tatwaffe bei Festnahme sichergestellt +++

Der mutmaßliche Dreifachtäter von Villingendorf hat bei seiner Festnahme die Tatwaffe bei sich gehabt.
Diese wurde nach dpa-Informationen sichergestellt. Der Mann, der seinen Sohn, den neuen Partner seiner Ex-Frau und dessen Cousine erschossen haben soll, sei in Rottweil - knapp 15 Kilometer vom Tatort entfernt - widerstandslos festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Entscheidend war demnach ein Hinweis aus der Bevölkerung. Streifenpolizisten des Reviers Rottweil fassten den 40-Jährigen wenige Minuten nach dem Hinweis.

+++ 18.28 Uhr: Mindestens 20 Verletzte bei Kollision von Zug mit Lastwagen in Bayern +++

Bei einer Kollision eines Zugs mit dem Anhänger eines Lastwagens sind im bayerischen Schongau mindestens 20 Menschen überwiegend leicht verletzt worden. Ein mit etwa 80 Menschen besetzter Zug fuhr auf den Anhänger auf, der auf dem Bahnübergang stand, wie ein Sprecher der Polizei in Rosenheim sagte. 18 Menschen wurden leicht verletzt, zwei "mittelschwer". Der Fahrer des Lastwagens blieb unverletzt.

Die Ursache des Unfalls war zunächst unklar. Der Zugführer leitete laut Polizei zwar eine Gefahrenbremsung ein, konnte den Zug aber nicht mehr rechtzeitig stoppen, so dass er den Lastwagenanhänger erfasste.

+++ 17.57 Uhr: Mutmaßlicher Todesschütze von Villingendorf gefasst +++

Nach dem Verbrechen von Villingendorf in Baden-Württemberg hat die Polizei den mutmaßlichen Todesschützen gefasst. Der Mann, der seinen Sohn, den neuen Partner seiner Ex-Frau und dessen Cousine erschossen haben soll, sei in Rottweil nach einem Hinweis aus der Bevölkerung festgenommen worden, teilte die Polizei mit.

+++ 17.32 Uhr: Berliner Landgericht hält Mietpreisbremse für verfassungswidrig +++

Das Berliner Landgericht hat die Mietpreisbremse als verfassungswidrig eingestuft. Die Vorschrift im Bürgerlichen Gesetzbuch führe zu einer "ungleichen Behandlung von Vermietern", was Artikel 3 des Grundgesetzes widerspreche, nach dem "wesentlich Gleiches gleich zu behandeln" sei, erklärte das Gericht. Die seit Mitte 2015 geltende Mietpreisbremse soll in Gebieten mit "angespanntem Wohnungsmarkt" die Kosten bei Wiedervermietungen auf das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete plus zehn Prozent deckeln.

+++ 16.36 Uhr: Lastwagen bringt historischen Torbogen in Porta Westfalica zum Einsturz +++

Mit seinem Lastwagen hat ein 61-jähriger Mann in Porta Westfalica einen denkmalgeschützten Torbogen zum Einsturz gebracht. Der Mann habe offenbar die Größe des historischen steinernen Bauwerks auf einem Grundstück falsch eingeschätzt und den Bogen gerammt, teilte die Polizei im nordrhein-westfälischen Minden mit. Bei der Kollision brachen demnach die Sandsteine über dem Lastwagen ein.

"Einige schwere Brocken drückten dabei auf das Führerhaus, der Fahrer wurde jedoch nicht eingeklemmt", erklärte die Polizei. Er sei jedoch mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden.

+++ 16.20 Uhr: Porsche-Testwagen rammt Kleinwagen - Frau schwer verletzt +++

Ein Porsche-Testwagen ist auf der A81 in einen Kleinwagen gerast. Eine Frau wurde bei dem Unfall schwer verletzt, ein Mann leicht verletzt. Nach Angaben der Polizei war der 31 Jahre alte Fahrer des Sportwagens am Montagabend bei Rottenburg-Seebronn in der Nähe von Tübingen auf der rechten Fahrspur unterwegs, als er mit dem Wagen aus bislang ungeklärter Ursache ungebremst auf das vor ihm fahrende Auto prallte.

Der Kleinwagen sei dadurch nach links abgedrängt worden, wo er mit einem weiteren Fahrzeug kollidierte, das gegen die Mittelplanke stieß. Die 51 Jahre alte Frau am Steuer des Kleinwagens musste ins Krankenhaus, der 21 Jahre alte Fahrer des anderen Wagens wurde ambulant behandelt. Der Porsche-Fahrer blieb laut Polizei unverletzt.

Der Testfahrer arbeite für ein "externes Dienstleistungsunternehmen", das mit einem Dauerlauftest des Fahrzeugs beauftragt worden war, sagte Porsche-Sprecher Christian Weiss. Es habe sich aber nicht um einen Hochgeschwindigkeitstest gehandelt. "Sowas machen wir nur auf abgesperrten Strecken."

Das in den Unfall verwickelte Fahrzeug sei selbstverständlich für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen gewesen. Um was für ein Modell es sich handelte, sagte Weiss nicht. Der Gesamtschaden des Unfalls wurde nach Polizeiangaben auf 175.000 Euro geschätzt.

+++ 15.41 Uhr: 89 Messerstiche auf Mitbewohner - sieben Jahre Haft wegen Totschlags +++

Im Prozess um tödliche Messerstiche auf einen Mitbewohner ist ein 56-Jähriger vor dem Hamburger Landgericht wegen Totschlags zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte habe "mit direktem Tötungsvorsatz" gehandelt, begründete der Vorsitzende Richter sein Urteil. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte am 2. Dezember 2016 nach einem Streit 89 Mal mit einem Küchenmesser auf das 57-jährige Opfer eingestochen hatte. Dabei seien ein Stich in den Hals und zwei Stiche in die Lunge tödlich gewesen.

Erst nachdem ein Bekannter den Mann rund zwei Wochen nach der Tat als vermisst gemeldet hatte, fand die Polizei die Leiche in der Wohnung. Das Gericht folgt mit dem Urteil weitestgehend der Forderung der Staatsanwaltschaft, die auf eine Freiheitsstrafe von acht Jahren und sechs Monaten plädiert hatte. Die Verteidigung hingegen hatte einen Freispruch gefordert. Ihrer Meinung nach hatte ihr Mandant in Notwehr gehandelt. Sie behielt sich vor, in Revision zu gehen.

+++ 14.48 Uhr: AfD empört über Altmaiers Kommentar zu Nicht-Wählern +++

Die AfD hat Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) anti-demokratisches Verhalten vorgeworfen. "Das sind schöne Demokraten! Jetzt ruft ein Mitglied der Bundesregierung zum Wahlboykott auf", entrüstete sich AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland. Auf die Frage, ob ein Nicht-Wähler besser sei als ein AfD-Wähler, hatte Altmaier in einem Video-Interview der "Bild"-Zeitung geantwortet: "Aber selbstverständlich". Die AfD nutze Sorgen und Ängste aus, deshalb sei eine Stimme für diese Partei aus seiner Sicht "nicht zu rechtfertigen". AfD-Bundesvorstandsmitglied André Poggenburg konterte: "Wie kann ein Regierungsmitglied so einen Spruch loslassen - das ist ein absoluter Tiefpunkt."

+++ 14.42 Uhr: Sechsjährige wählt Polizeinotruf wegen schreienden kleinen Bruders +++

Eine Sechsjährige hat in Thüringen den Polizeinotruf gewählt, weil sich ihr schreiender kleiner Bruder nicht beruhigen ließ. Das Mädchen aus dem Landkreis Gotha rief am Montagabend in der Landeseinsatzzentrale in Erfurt an und meldete, dass sie mit dem Zweijährigen allein zu Hause sei, wie die Polizei in Erfurt mitteilte. Dieser vermisste die Eltern so sehr, dass er lauthals weinte und schrie. Während eine Streifenbesatzung zu der Adresse fuhr, versuchten Beamte, das Mädchen am Telefon zu beruhigen. Als die Beamten bei den Kindern eintrafen, waren die Eltern bereits wieder zurückgekehrt. Sie waren nach eigener Aussage nur kurz bei den Nachbarn. Die Kinder waren wohlauf. 

+++ 14.39 Uhr: Schülerin findet 14.000 Euro in Berliner U-Bahn +++

Eine Schülerin hat in einer Berliner U-Bahn eine Handtasche mit 14.000 Euro gefunden. Das Fundstück gab sie in einer Polizeiwache im Bezirk Tempelhof-Schöneberg ab, wie die Polizei auf Twitter schrieb. Die Besitzerin der Handtasche habe sich sehr gefreut. Zu den Umständen des Fundes gab die Polizei zunächst keine Details bekannt, sie kündigte aber weitere Informationen an.  

+++ 14.30 Uhr: Betrunkener wird von Zug überrollt - nur leicht verletzt +++

Ein Betrunkener ist bei einem Nickerchen auf Gleisen von einem Zug überrollt und nur leicht verletzt worden. Der 39-Jährige habe längs im Gleisbett gelegen, teilte die Polizei mit. Als die Beamten den Mann nach dem Unfall ansprachen, hob dieser nur kurz den Kopf und zog sich die Kapuze ins Gesicht. Der Zug war trotz einer Vollbremsung in der Nähe von Gütersloh nicht rechtzeitig zum Stehen gekommen. Gegen den Betrunkenen wird nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt.

+++ 14.10 Uhr: Durchsuchungen und 35 Festnahmen wegen illegaler Beschäftigung in Thüringen +++

Bei einer Polizeiaktion gegen illegale Beschäftigung sind in Thüringen 35 illegal eingereiste Ausländer vorläufig festgenommen worden. Sie sollen als Paketkuriere bei einem Subunternehmer für einen großen Logistikdienstleister gearbeitet haben, wie die Bundespolizei in Pirna mitteilte. Den Migranten sollen gefälschte rumänische Personalausweise verkauft worden sein, damit sie in Deutschland arbeiten können.

Gegen die 35 vorläufig festgenommenen Ausländer wird wegen unerlaubter Einreise und Aufenthalts sowie teilweise wegen Urkundenfälschung ermittelt. Weitere Ermittlungsverfahren richten sich gegen die unerlaubte Beschäftigung von Ausländern ohne Aufenthaltstitel.

+++ 14.06 Uhr: Gorbatschow fordert baldigen Gipfel zwischen Trump und Putin +++

Der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow fordert aus Furcht vor einem neuen Wettrüsten ein baldiges russisch-amerikanisches Gipfeltreffen. US-Präsident Donald Trump sei schon ein Dreivierteljahr im Amt, doch es habe noch kein vollgültiges Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin gegeben. "Das ist einfach nicht normal", sagte der 86-jährige Gorbatschow bei einem seiner selten gewordenen Auftritte in Moskau.

"Das Wettrüsten in der Welt wird wieder schneller", warnte der Friedensnobelpreisträger von 1990. Sogar der Einsatz von Atomwaffen werde wieder erwogen. "Das ist fürchterlich." Gorbatschow erinnerte an seine Treffen mit US-Präsident Ronald Reagan, die in den 1980er Jahren den Weg zur nuklearen Abrüstung freigemacht hätten. "Heute gibt es wieder die Sorge, dass wir den Frieden bewahren müssen."  

+++ 13.55 Uhr: 62-Jähriger trinkt offenbar Schwefelsäure aus Weinflasche und stirbt +++

Ein 62-jähriger Mann hat auf einem Weingut in Baden-Württemberg offenbar aus einer Weinflasche Schwefelsäure getrunken und ist an den Folgen gestorben. Wie die Polizei in Freiburg mitteilte, ereignete sich das Unglück bereits am Samstag in Eichstetten. Demnach befand sich die Säure "vermutlich in einer Weinflasche, die nicht zur Lagerung des Stoffs vorgesehen war". Trotz sofortiger Maßnahmen des Rettungsdiensts konnte der Mann den Angaben zufolge nicht gerettet werden. Die Kriminalpolizei leitete Ermittlungen zu den genauen Todesumstände ein.

+++ 13.21 Uhr: Der Berg bewegt sich noch - Bondo befürchtet weitere Felsstürze +++

Einen Monat nach dem gewaltigen Felssturz in der Schweiz ist der 3369 Meter hohe Piz Cengalo immer noch nicht zur Ruhe gekommen. Dessen Gesteinsformationen bewegten sich rund fünf Zentimeter pro Tag, sagte der Sprecher des Führungsstabs der Gemeinde Bondo, Christian Gartmann. "Wir gehen davon aus, dass noch viel Material in der Größenordnung von 500.000 bis eine Million Kubikmeter abstürzen wird." Ob das unmittelbar bevorstehe oder erst in einem Jahr passiere, könne niemand sagen. Wie schon vor dem Unglück am 23. August, bei dem acht Wanderer wahrscheinlich ums Leben gekommen sind, signalisierten große Warntafeln die Gefahr.

+++ 13.15 Uhr: Israels Armee schießt Drohne über Golanhöhen ab +++

Israels Armee hat am Dienstag nach eigenen Angaben eine Drohne über den Golanhöhen abgeschossen. Das unbemannte Flugobjekt sei in israelischen Luftraum vorgedrungen, teilte das Militär mit. Israelische Medien berichteten, eine Rakete des Abwehrsystems Patriot habe die aus Syrien eingedrungene Drohne getroffen. Israel hält den größten Teil der Golanhöhen seit dem Sechs-Tage-Krieg 1967 besetzt. Wegen der Kämpfe in Syrien kommt es im Grenzgebiet immer wieder zu Zwischenfällen.

+++ 12.55 Uhr: Menschenrechtsgericht verurteilt Russland wegen Folter bei Verhör +++

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat Russland wegen der brutalen Misshandlung eines Festgenommenen verurteilt. Die Straßburger Richter stellten am Dienstag einen Verstoß gegen das Folterverbot fest. Dem 51 Jahre alten Kläger, der in der nordrussischen Stadt Charp eine langjährige Haftstraße verbüßt, sprach der Gerichtshof Schmerzensgeld in Höhe von 45.000 Euro zu.

Der Mann war im Juli 2003 in St. Petersburg festgenommen worden. Ihm wurden eine Reihe von Delikten vorgeworfen. Nach seinen Angaben prügelten ihn bei dem Verhör in einem Kommissariat zwei Polizisten mit Schlagstöcken, um ein Geständnis zu erzwingen. Einige Tage später wurde er in Untersuchungshaft genommen. Im Gefängnis von St. Petersburg wurde er abermals von zwei Männern in Uniform so schwer geprügelt, dass er in einem Krankenhaus behandelt werden musste. Im Juni 2005 sollte der Russe vor einem Gericht in St. Petersburg verhört werden. Er weigerte sich jedoch, weil ihm ein Anwalt seiner Wahl verweigert wurde. Daraufhin wurde er dem Urteil zufolge von einem Polizisten geprügelt und mit dem Kopf gegen eine Wand gestoßen.

+++ 12.49 Uhr: 18-Jähriger ersticht seine 14-jährige Schwester +++

Der Bruder einer getöteten 14-Jährigen in Wien hat angegeben, seine Schwester im Streit erstochen zu haben. Er habe sie am Montag zufällig an einer U-Bahn-Station getroffen und sie überreden wollen, nach Hause zurückzukehren, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Der Vorwurf des 18-Jährigen an das Mädchen lautete, sie bereite den Eltern Kummer. Die Jugendliche aus Afghanistan war wenige Tage zuvor in ein Krisenzentrum des Jugendamts gezogen, weil sie sich zu Hause eingeengt gefühlt hatte. Der Verdächtige dürfte laut Polizei ohne Wissen der Familie gehandelt haben. Die 14-Jährige war nach rund einem Dutzend Messerstichen in einem Hinterhof verblutet.

+++ 12.18 Uhr: Soldat stirbt bei Explosion in tschechischer Kaserne +++

Bei einer Explosion in einer Militärunterkunft in Tschechien ist ein Soldat getötet worden. Mindestens ein weiterer sei verletzt worden, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Prag mit. Hinweise auf einen Anschlag gebe es keine.

Der Unglücksort in der Stadt Vyskov (Wischau) bei Brünn (Brno) sei abgesperrt, berichtete die Zeitung "Vyskovsky denik". Nach Angaben eines Augenzeugen seien mehrere Handgranaten explodiert. Von offizieller Seite gab es dazu keine Stellungnahme. Die Militärpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

+++ 11.54 Uhr: 85 Prozent mehr Alzheimer-Patienten im Krankenhaus als vor 15 Jahren +++

Fast doppelt so viele Patienten wie vor 15 Jahren werden wegen Alzheimer im Krankenhaus behandelt. Das hat das Statistische Bundesamt anlässlich des Welt-Alzheimer-Tages am 21. September ausgerechnet. Im Jahr 2015 wurden insgesamt 19.049 Patienten mit der Diagnose Alzheimer in Kliniken behandelt. "Damit ist die Zahl der stationär behandelten Fälle in den letzten 15 Jahren insgesamt um 85 Prozent angestiegen", berichtete Destatis-Mitarbeiter Torsten Schelhase. Dabei gab es deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Bei Männern betrug der Anstieg seit dem Jahr 2000 sogar 125 Prozent, wie die Wiesbadener Behörde berichtete. Bei den Frauen waren es im gleichen Zeitraum nur 65 Prozent mehr.

+++ 11.50 Uhr: Familiendrama im Schwarzwald - Belohnung für Hinweise auf Täter +++

Nach der Bluttat in der Schwarzwaldgemeinde Villingendorf hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von bis zu 5000 Euro ausgesetzt für Hinweise, die zur Festnahme des Täters führen. Dies gelte ausschließlich für Privatpersonen, sagte ein Polizeisprecher. Der Gesuchte soll am Donnerstagabend seinen sechs Jahre alten Sohn, den neuen Lebensgefährten seiner Ex-Frau (34) und dessen Cousine (29) erschossen haben. Am Dienstag suchte die Polizei mit rund 100 Beamten im Walde rund um Villingendorf weiter nach Spuren. Nach der Tat sollen dort nach Angaben aus der Bevölkerung Schüsse gefallen seien.

+++ 11.30 Uhr: Deutsches U-Boot aus dem Ersten Weltkrieg bei Ostende entdeckt +++

Vor der belgischen Küste ist ein deutsches U-Boot aus dem Ersten Weltkrieg entdeckt worden. Dies teilte der zuständige Gouverneur von Westflandern, Carl Decaluwé, laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Belga mit. Im Wrack seien 23 Besatzungsmitglieder gefunden worden. Das Boot lag demnach in der Nähe von Ostende.

+++ 11.21 Uhr: 33-Jähriger gesteht tödlichen Kopfschuss auf Ex-Geliebte +++

Tödliches Ende einer Romanze: Ein 33-Jähriger hat am Landgericht Darmstadt gestanden, seine Ex-Geliebte erschossen zu haben. "Es lief ab wie in einem bösen Traum", ließ er zu Beginn des Mordprozesses über seinen Verteidiger mitteilen. "Ich war von Verzweiflung und Zorn wie in einem Rausch."
Der Mann gab zu, insgesamt drei Mal auf die zweifache Mutter geschossen zu haben: einmal auf den Kopf, zweimal auf die Beine. Die Frau war im Februar dieses Jahres vor einem Haus in Offenbach getötet worden. Der Mann erklärte, türkischer Staatsangehöriger zu sein. Die Geliebte sei aus Rumänien nach Deutschland gekommen. Zwischen beiden habe eine Beziehung bestanden. Seine Frau habe davon erfahren, er sei deswegen unter Druck gesetzt worden. Laut Anklage hatte die Geliebte die Beziehung zu dem Mann beendet.

+++ 11.15 Uhr: Allianz Deutschland-Chef Knof will Unternehmen verlassen +++

Beim Versicherungskonzern Allianz steht ein unerwarteter Rückzug aus der Chefetage an: Deutschland-Chef Manfred Knof will das Unternehmen verlassen, wie ein Sprecher in Ismaning sagte. Darüber habe Knof den Aufsichtsrat informiert und gesundheitliche Gründe angegeben. Der Aufsichtsrat soll sich noch am Dienstag mit der Personalie befassen. Zuerst hatte die "Süddeutsche Zeitung" (Dienstag) darüber berichtet. 

+++ 11.13 Uhr: Météo France: Hurrikan "Maria" bewegt sich von Guadeloupe weg +++

Der Tropensturm "Maria" bewegt sich nach Einschätzung des Wetterdienstes Météo France langsam vom französischen Überseegebiet Guadeloupe weg. Das Zentrum von "Maria"
sei etwa 20 Kilometer von der Inselgruppe Saintes entfernt gewesen, die südlich der Hauptinsel Guadeloupe liegt, teilte Météo France mit. "Maria hat beim Zug über Dominica leicht an Intensität eingebüßt und ist nun erneut auf Stufe 4", erklärte der Wetterdienst.

Météo France berichtete von heftigen Regenfällen und starken Winden, die in Böen bis zu 180 Stundenkilometer erreichen könnten. Laut Präfektur sollen die Menschen vor Ort ihre Häuser oder Unterkünfte nicht verlassen.

+++ 11.07 Uhr: Zweithöchste Warnstufe für Vulkan auf Bali +++

Auf der indonesischen Urlaubsinsel Bali sorgt ein rumpelnder Vulkan für Alarmstimmung. Der 3030 Meter hohe Mount Agung habe seine Aktivität erhöht, sagte ein Sprecher der zuständigen Katastrophenschutzbehörde. Für ihn gelte nun die zweithöchste Warnstufe. Menschen sollten sich von einem 7,5-Kilometer-Umkreis um den Vulkankrater fernhalten und wachsam bleiben. Der Chef des Bezirks Karangasem, in dem der Mount Agung liegt, verhängte eine 14-tägige Alarmbereitschaft.

+++ 11.05 Uhr: Ermittlungen nach mutmaßlichem Angriff auf Merkel in Torgau +++

Nach einem Wahlkampfauftritt von Angela Merkel in Torgau (Nordsachsen) ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen eine 63-Jährige. Die Frau soll versucht haben, die Bundeskanzlerin mit einem Regenschirm anzugreifen, wie ein Polizeisprecher in Leipzig sagte. Demnach habe die 63-Jährige ihren Schirm auf die CDU-Politikerin zubewegt, als diese den Marktplatz betrat. Das nahm ein Personenschützer der Kanzlerin als versuchten Angriff wahr. 

Gegen die 63-Jährige wird nun wegen versuchter Körperverletzung ermittelt. Die Beschuldigte streitet den Vorwurf laut Polizei ab. Ihrer Aussage nach habe sie nur eine Fahne auf den Schirm stecken wollen. Zudem habe sie mehrere Meter von Merkel entfernt gestanden. 

+++ 10.54 Uhr: Lkw-Explosion in Raucherpause +++

Während der Raucherpause eines Lkw-Fahrers ist auf einer Raststätte in Hessen eine Gasflasche im Führerhaus seines Fahrzeugs explodiert. Danach habe der Fahrer den Ort des Geschehens zunächst verlassen, teilte die Polizei mit. Die Polizei suchte mehrere Stunden lang mit einem Hubschrauber und Spürhunden nach dem Mann. Zeugen entdeckten den 32-Jährigen dann in der Nähe. Verletzt und unterkühlt wurde er mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.

Die Polizei geht davon aus, dass der Fahrer bei der Explosion in der Nacht an der A5 in Alsbach-Hähnlein neben dem Fahrzeug stand. Ob er geflohen war oder im Schock die Raststätte verlassen hatte, war zunächst unklar. Warum die Gasflasche sich im Führerhaus befand, war zunächst noch unklar; ebenso der Grund für die Explosion. Den Schaden schätzt die Polizei auf rund 40.000 Euro. 

+++ 10.47 Uhr: Köln legt keinen Protest gegen Spiel in Dortmund ein +++

Der Fußball-Bundesligist 1. FC Köln verzichtet nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf einen Protest gegen die Wertung der 0:5-Niederlage bei Borussia Dortmund am Sonntag. Zuerst hatte die Funke Mediengruppe darüber berichtet.

+++ 10.38 Uhr: Flüchtlingslager in Nordfrankreich wird geräumt +++

Französische Sicherheitskräfte räumen laut einem Medienbericht das Flüchtlingslager Grand-Synthe bei Dünkirchen in Nordfrankreich. Dort hielten sich mehrere Hundert Menschen auf, berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Polizeikreise. Die Präfektur in Lille bestätigte auf dpa-Anfrage, es würden Menschen in Sicherheit gebracht, äußerte sich aber zunächst nicht zu Details und Zahlen.

In der Region an der Ärmelkanalküste sammeln sich seit Jahren immer wieder Migranten, die illegal nach Großbritannien gelangen wollen. Nach einem Brand waren in Grande-Synthe im Frühjahr rund 1200 Bewohner vorübergehend in Turnhallen untergebracht worden.  

+++ 10.35 Uhr: Einbrecher im Polizeipräsidium - Gitter herausgesägt +++

Einbrecher haben sich in Berlin ausgerechnet das Polizeipräsidium als Tatort ausgesucht. Sie stahlen Abzeichen aus der Polizeihistorischen Sammlung, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Zuvor hatte die "Welt" berichtet. Dem Bericht zufolge sollen die Täter über den Hof in das Polizeigebäude eingedrungen sein. Dort sei zuvor ein Gitter herausgesägt worden. Die Diebe seien zwischen Freitag nach Dienstschluss und Montagmorgen eingebrochen, sagte der Sprecher am Dienstag auf Nachfrage.

+++ 10.32 Uhr: NSU-Prozess verzögert sich wegen neuer Befangenheitsanträge +++

Zwei neue Befangenheitsanträge verzögern den NSU-Prozess. Das Oberlandesgericht (OLG) München hat daher die Verhandlungstermine an diesem Mittwoch und Donnerstag gestrichen. Der Prozess werde erst am 26. September fortgesetzt, teilte das OLG mit.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur haben die beiden mutmaßlichen Terrorhelfer Ralf Wohlleben und André E. erneut Richter des OLG-Staatsschutzsenats abgelehnt. In beiden Ablehnungsanträgen soll es um die Umstände des Haftbefehls für André E. gehen. Für beide Angeklagte hatte die Bundesanwaltschaft in ihrem Plädoyer zwölf Jahre Haft gefordert. Das Gericht befürchtete daraufhin Fluchtgefahr und nahm E. vergangene Woche in Untersuchungshaft. Wegen der Turbulenzen um den neuen Haftbefehl für E. waren bereits vergangene Woche zwei Termine und die Sitzung am Dienstag abgesagt worden.

+++ 10.30 Uhr: Neun tote Zivilisten bei Anschlägen und Gefechten in Afghanistan +++

In Afghanistan sind durch eine Landmine und Gefechte insgesamt neun Zivilisten ums Leben gekommen. Wie die afghanischen Behörden mitteilten, ereigneten sich beide Vorfälle in der südlichen Provinz Kandahar. Drei Zivilisten starben am Montagabend bei Zusammenstößen zwischen der radikalislamischen Taliban und afghanischen Sicherheitskräften. Zudem seien 14 Terroristen der Taliban ums Leben gekommen. Sechs weitere Zivilisten starben, als ein Lastwagen auf eine Landmine fuhr. Nach Angaben der afghanischen Polizei setzte die Taliban die Landmine, um Sicherheitskräfte zu treffen.

+++ 10.16 Uhr: Serbien untersucht Verseuchung durch NATO-Bomben +++

Serbien will die gesundheitlichen Schäden durch Bomben untersuchen, die von NATO-Flugzeugen 1999 auf das Balkanland abgeworfen wurden. Der Staat werde dafür eine eigene Behörde gründen, berichtete die Regierungszeitung "Novosti" in Belgrad.
Über 100 Wissenschaftler des Landes hätten sich dafür stark gemacht, der alles beherrschende Staatspräsident Aleksandar Vucic habe bereits grünes Licht gegeben.

Der Militärallianz wird seit langem vorgeworfen, durch Munition mit abgereichertem Uran und die Bombardierung von Industriebetrieben dauerhafte ökologische und gesundheitliche Schäden verursacht zu haben. So sei beispielsweise die hohe Krebsrate in Serbien auch darauf zurückzuführen. Die NATO hatte von März bis Juni 1999 das Land bombardiert, um es zu zwingen, seine Soldaten aus dem fast nur noch von Albanern bewohnten Kosovo zurückzuziehen.

+++ 9.52 Uhr: Satirepartei Die Partei will gegen Fünf-Prozent-Hürde vorgehen +++

Die Satirepartei Die Partei will nach der Bundestagswahl juristisch gegen die Fünf-Prozent-Hürde vorgehen. "Die Sperrklausel ist nicht mehr zeitgemäß und demokratietheoretisch überholt", sagte der Bundesvorsitzende und Europaparlamentarier Martin Sonneborn der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Wir klagen im Oktober dagegen." Sonneborn rechnet bei der Wahl am Sonntag mit einem bundesweiten Ergebnis von einem Prozent. "2013 standen wir nur auf einem Drittel der Wahlzettel, aber jetzt treten wir erstmals bundesweit an."

Im Februar 2014 hatte das Bundesverfassungsgericht die Hürde von drei Prozent für das Europaparlament gekippt. Karlsruhe entschied mit einer knappen Mehrheit von fünf zu drei Stimmen, dass eine Sperrklausel nicht nötig sei, "um die Funktionsfähigkeit des Europäischen Parlaments zu erhalten". An dem Verfahren war auch Sonneborns Partei beteiligt. Er selbst wurde im Mai 2014 ins EU-Parlament gewählt.

+++ 9.47 Uhr: Kapitän bei Schiffsunfall an Schleuse tödlich verletzt +++

Bei einem Unfall an einer Schleuse in Niedersachsen ist ein Kapitän ums Leben gekommen. Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr der 56-Jährige sein Kapitänshaus vor der Einfahrt in die Schleuse auf dem Elbe-Seitenkanal nicht ausreichend herunter, wie ein Polizeisprecher am Dienstag sagte. Deshalb stieß er mit einem Stahlseil zusammen. Der Kapitän wurde aus dem Ruderhaus geschleudert und tödlich verletzt. Zwei weitere Besatzungsmitglieder blieben unverletzt. Das Ruderhaus des Schiffes wurde bei dem Unfall komplett zerstört. Die Polizei schätzt den Sachschaden insgesamt auf rund 50.000 Euro.

+++ 9.44 Uhr: Ein Jahr nach Anschlag auf Dresdner Moschee Anklage erhoben +++

Rund ein Jahr nach dem Sprengstoffanschlag auf eine Dresdner Moschee hat die Generalstaatsanwaltschaft Anklage gegen den mutmaßlichen Täter erhoben. Der Beschuldigte sei am Landgericht Dresden angeklagt worden, sagte ein Behördensprecher in Dresden. Weitere Details nannte er nicht, weil die Anklage erst zugestellt werde. Nach Informationen der "Sächsischen Zeitung" werden dem 30-Jährigen unter anderem versuchter Mord und das Herbeiführen von Sprengstoffexplosionen vorgeworfen

Der Dresdner war im vergangenen Dezember, rund zweieinhalb Monate nach Sprengstoffanschlägen auf die Moschee sowie auf ein Kongresszentrum in der sächsischen Landeshauptstadt, festgenommen worden. Er soll am 26. September 2016 zunächst einen selbstgebauten Sprengsatz vor der Fatih-Moschee gezündet haben.

+++ 9.18 Uhr: China und Russland fordern Ende des "Teufelskreises" im Nordkorea-Konflikt +++

China und Russland haben erneut zu einer friedlichen Lösung des Atomkonflikts mit Nordkorea aufgerufen. Die Außenminister beider Länder forderten bei einer Zusammenkunft anlässlich der UN-Vollversammlung in New York ein friedliches Ende des "Teufelskreises" auf der Koreanischen Halbinsel, wie das chinesische Außenministerium mitteilte.

"Das Atomproblem auf der Koreanischen Halbinsel muss mit friedlichen Mitteln gelöst werden", sagte Chinas Außenminister Wang Yi demnach. Der sich "vertiefende Teufelskreis" müsse durchbrochen werden. Überdies sei eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche ein notwendiger Schritt, um die Resolution des UN-Sicherheitsrates umzusetzen. Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagte demnach, die russische Position sei mit der chinesischen "komplett identisch".

+++ 9.08 Uhr: Japan steuert auf Neuwahlen zu +++

Japans rechtskonservativer Ministerpräsident Shinzo Abe will seine Macht durch vorgezogene Wahlen sichern. Er habe seine Liberaldemokratische Partei (LDP) aufgefordert, sich auf baldige Wahlen zum Unterhaus des Parlaments vorzubereiten, berichteten japanische Medien. Als wahrscheinlicher Termin gilt der 22. Oktober.

Abe, der zur Zeit bei der UN-Vollversammlung in New York weilt, wolle sich nach seiner Rückkehr festlegen, hieß es. Der 62-Jährige will scheinbar die Gunst der Stunde nutzen, nachdem sich seine im Zuge von Skandalen gesunkenen Umfragewerte dank der Nordkorea-Krise zuletzt wieder erholt haben. Die Krise ermöglichte es Abe, sich dem verunsicherten Volk als starke Führungspersönlichkeit zu präsentieren. Regulär stehen Neuwahlen eigentlich erst in einem Jahr an.  

+++ 8.50 Uhr: Zwei Menschen in Indonesien nach Krokodilangriff gestorben +++

Bei Angriffen von Krokodilen sind in Indonesien zwei Menschen gestorben. Bei den Opfern handele es sich um einen 16-Jährigen und einen Schamanen, teilte die Polizei der östlichen Provinz Kalimantan mit. Der Junge galt nach einem Krokodilangriff als vermisst. Bei der Suche nach dem 16-Jährigen vollzog der Schamane am Flussufer ein Ritual - dabei wurde er selbst von Krokodilen in den Fluss gezerrt. Die Körper der beiden Getöteten wurden am Sonntag weitgehend unversehrt gefunden, laut Polizei war Ertrinken die Todesursache. Krokodile ziehen ihre Opfer typischerweise zunächst unter Wasser und ertränken sie, um später zu fressen.

+++ 8.40 Uhr: Ryanair veröffentlicht Liste mit Flugstreichungen +++

Die irische Billig-Fluggesellschaft Ryanair hat nach heftiger Kritik von Kunden und aus Brüssel eine vollständige Liste mit rund 2000 Flugstreichungen bis Ende Oktober veröffentlicht. Betroffene Kunden würden zudem per E-Mail benachrichtigt, teilte das Unternehmen mit. Die Liste der Flugstreichungen lässt sich über die Website von Ryanair einsehen.

"Dieses Chaos ist auf unser eigenes Handeln zurückzuführen", teilte Ryanair-Chef Michael O'Leary mit und bat die Kunden um Entschuldigung. Hintergrund der Annullierungen sind seinen Angaben zufolge "Schwierigkeiten mit der Planung des Jahresurlaubs unserer Piloten für September und Oktober".

+++ 8.37 Uhr: Regierungschef von Dominica: Wurden brutal von "Maria" getroffen +++

Hurrikan "Maria" hat auf der Karibikinsel Dominica Verwüstungen angerichtet. "Ich weiß nicht, wie viele Menschen starben, wir wurden brutal von Hurrikan 'Maria' getroffen", sagte Regierungschef Roosevelt Skerrit laut einem Bericht des TV-Senders TeleSur. Laut ersten Informationen gebe es weit verbreitete Zerstörungen auf der Insel, schrieb Skerrit auf Facebook.

Der Hurrikan war am Abend vorübergehend in die höchste Kategorie fünf eingestuft worden, zuletzt galt er als Hurrikan der Stufe vier. Erst vor zwei Wochen hatte Hurrikan "Irma" mehrere Karibikinseln und Teile des US-Staats Florida verwüstet. Nach der jüngsten Prognose dürfte "Maria" einen ähnlichen Kurs wie "Irma" einschlagen. 

+++ 8.04 Uhr: Aus für Frank Elstners "Große Show der Naturwunder" +++

Frank Elstners "Große Show der Naturwunder" wird eingestellt. "Der SWR hat beschlossen, die Show nicht mehr zu produzieren", sagte eine Sprecherin des SWR der "Bild"-Zeitung. "Wir danken Frank Elstner für seinen großen, persönlichen Einsatz." Der Sender will demnach "die Schärfung des Primetime-Sendeplatzprofils am Donnerstag im Ersten unterstützen". Dort sollten künftig mehr fiktionale Inhalte "wie starke Fernsehfilme, Krimireihen und Serien gezeigt werden". 

Elstner bedauerte die Entscheidung. "Man hätte die Sendung noch eine Weile fortführen können", sagte der 75-Jährige der "Bild". "Ich bin deshalb nicht böse auf die ARD, obwohl ich der Meinung bin, dass es ein schönes Format für den Sender war." Der SWR produzierte die Wissenschaftsshow seit 2006, zwei bis vier Folgen waren jährlich im Ersten zu sehen. Elstner und Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar ("Quarks und Co.") gingen darin gemeinsam mit prominenten Gästen naturwissenschaftlichen Phänomenen auf die Spur.

+++ 7.41 Uhr: Hohe Schulden, starke Online-Konkurrenz: Toys R Us insolvent +++

Der US-Spielwarenhändler Toys R Us droht unter seiner Schuldenlast und der immer stärker werdenden Konkurrenz von Online-Anbietern zusammenzubrechen. Das Unternehmen stellte bei einem Gericht Antrag auf Gläubigerschutz. Toys R Us hat 875 Filialen in den Vereinigten Staaten und über 1600 weltweit.

Die 2005 von Investoren um Bain und KKR übernommene Firma ist damit ein weiterer herkömmlicher US-Einzelhändler, der dem Druck von Amazon & Co. nicht standhalten kann. Allein in diesem Jahr haben bereits mehr als ein Dutzend amerikanische Ketten wie Payless, Gymboree oder Perfumania Gläubigerschutz beantragt.

+++ 6.59 Uhr: Unruhen an US-Hochschule nach Mahnwache für erschossene Studentin +++

Nach tödlichen Schüssen auf eine US-Studentin sind an einer Technischen Hochschule in Atlanta ausgebrochen. Über Twitter warnte die Hochschule, dass wegen gewalttätiger Proteste alle Bewohner des Campus ihre Türen und Fenster geschlossen lassen sollen. Wie Medien berichteten, sind drei Studenten festgenommen worden. Videos auf den sozialen Plattformen Instagram und Twitter zeigen brennende Polizeiwagen sowie Polizisten, die Demonstranten zu Boden drücken. Bei dem jetzt eskalierten Protest handelte es sich um eine Mahnwache von rund 50 Menschen zum Gedenken an eine 21-Jährige, die am Samstag durch Schüsse der Polizei starb.

+++ 6.04 Uhr: Suu Kyi verurteilt "Menschenrechtsverletzungen" in Rakhine +++

Myanmars De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi hat in einer mit Spannung erwarteten Fernsehansprache erstmals die Gewalt gegen die muslimische Minderheit der Rohingya öffentlich verurteilt. Suu Kyi wandte sich gegen Menschenrechtsverletzungen" im Bundesstaat Rakhine und versicherte, dass sie mit "allen Menschen" mitfühle, die von dem Konflikt betroffen seien. Außerdem erklärte sie sich bereit, ausländische Beobachter ins Land zu lassen.

+++ 5.15 Uhr: Taifun hinterlässt zwei Tote in Japan +++

Der starke Taifun "Talim" hat auf seinem Weg über Japan hinweg mindestens zwei Tote und Dutzende Verletzte hinter sich gelassen. Wie japanische Medien meldeten, galten drei Menschen noch als vermisst. Wegen des inzwischen über dem Meer zu einem Zyklon abgeklungenen Wirbelsturms war der Bahnverkehr auf der nördlichsten Hauptinsel Hokkaido auch am frühen Dienstag noch vereinzelt beeinträchtigt. Die lokalen Behörden warnten die Bewohner weiter vor der Gefahr durch Erdrutsche und angeschwollenen Flüssen.

Talim, der 18. Tafun der Saison, hatte weite Teile des Landes mit heftigem und Stürmen überzogen. Auf der Insel Shikoku starb eine 86-Jährige in ihrem von einem Erdrutsch getroffenen Haus. Ein 60-jähriger Autofahrer kam in den Fluten eines Flusses ums Leben. 

+++ 5.08 Uhr: Altmaier: Keine Leihstimmen von der Union für die FDP +++

Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) hat CDU-Anhänger davor gewarnt, bei der Bundestagswahl die FDP mit ihrer Zweitstimme zu unterstützen. "Die CDU hat keine Stimmen zu verschenken", sagte er der "Rhein-Neckar-Zeitung". Es sei ganz sicher, dass die FDP im Bundestag vertreten sein werde. "Deshalb gibt es keinerlei Notwendigkeit für CDU-Wähler, der FDP eine Stimme zu leihen." Die CDU kämpfe dafür, bei der Wahl am kommenden Sonntag mit großem Abstand stärkste Partei zu werden. "Wir leben in einer schwierigen internationalen Lage. Da brauchen wir eine handlungsfähige Regierung mit Autorität nach außen. Ein überzeugender Wahlsieg Angela Merkels wird die Position Deutschlands gegenüber der Türkei, gegenüber Russland, gegenüber den USA wesentlich stärken", sagte Altmaier.

+++ 4.01 Uhr: "Maria" auf Karibik-Insel Dominica auf Land getroffen +++

Hurrikan "Maria" ist auf der Karibik-Insel Dominica auf Land getroffen. Der Wirbelsturm habe die Insel in der Nacht mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 257 Stundenkilometern erreicht, teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA (NHC) in Miami mit. Zuvor war "Maria" zu einem Hurrikan der höchsten Kategorie fünf heraufgestuft worden. Damit gilt er als "potentiell katastrophal".

+++ 2.55 Uhr: US-Senat stimmt Militärausgaben in Höhe von 700 Milliarden Dollar zu +++

Der US-Senat hat mit überwältigender Mehrheit ein Gesetz verabschiedet, das Militärausgaben in Höhe von 700 Milliarden US-Dollar (rund 586 Milliarden Euro) billigen würde. 89 Senatoren stimmten dafür, 8 votierten dagegen. Das Paket sieht etwa 640 Milliarden US-Dollar (rund 535 Milliarden Euro) für den Basishaushalt des Pentagons vor sowie 60 Milliarden Dollar (50 Milliarden Euro) für Kriegseinsätze wie etwa in .

Bei dem sogenannten National Defense Authorization Act handelt es sich um ein Genehmigungsgesetz, das die Höhe der Militärausgaben für das kommende Haushaltsjahr festsetzt. 

+++ 2.30 Uhr: Vater jagt Tochter mit Clownsmaske - Nachbar schießt +++

Ein Vater hat seine Tochter mit einer Clownsmaske auf dem Kopf durch eine Nachbarschaft im US-Bundesstaat Ohio gejagt und damit einen Polizeieinsatz provoziert. Als sich das Kind am Samstag in die Wohnung eines Nachbarn flüchtete, griff dieser zur Waffe und feuerte einen Schuss ab, wie die Polizei mitteilte.

Zuvor hatte der 25-jährige Vater das Kind durch die Straßen in Boardman Township verfolgt. Es sprang in das Auto einer Frau. Diese wählte daraufhin den Notruf. Der Mann verfolgte das Mädchen jedoch weiter. Es rannte in das Apartment einer fremden Nachbarsfamilie. Laut Polizeibericht löschte die Familie das Licht. Der Verfolger positionierte sich daraufhin vor dem Wohngebäude - ohne die Clownsmaske abzunehmen. Daraufhin feuerte der Nachbar aus dem Fenster der Wohnung einen Schuss auf den Boden ab.

+++ 2.28 Uhr: Zwei Tote und mehrere Verletzte bei Brand in Mehrfamilienhaus +++

Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Baden-Württemberg sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Vier weitere Personen erlitten bei dem Unglück in Neubulach im Landkreis Calw eine Rauchgasvergiftung, wie die Polizei mitteilte.

Das Feuer war kurz vor Mitternacht in der Wohnung ausgebrochen, in der die Feuerwehr auch die beiden Toten fand. Die genaue Brandursache war zunächst nicht bekannt. Die Feuerwehr suchte zwei Stunden nach der Alarmierung noch nach Personen, die sich möglicherweise in dem Gebäude aufgehalten haben könnten. Nach Angaben der Polizei sind 25 Menschen in dem Mehrfamilienhaus im Zentrum des Orts gemeldet. Die Löscharbeiten dauerten am frühen Dienstagmorgen noch an. 

+++ 2.05 Uhr: Wirbelsturm "Maria" gewinnt an Kraft - Kategorie 5 erreicht +++

Der Tropensturm "Maria" hat auf seinem Weg in die Karibik weiter an Stärke gewonnen. Das US-Hurrikanzentrum stufte den Sturm am zu einem Hurrikan der höchsten Kategorie 5 herauf. Es wurden demnach Windstärken von bis zu 260 Kilometern pro Stunde gemessen. "Maria" war erst wenige Stunden zuvor auf 4 hochgestuft worden.

Der Sturm steuert auf mehrere Karibikinseln zu. Es drohen starker Wind, heftiger Regen und hohe Wellen. Nach der derzeitigen Prognose dürfte "Maria" einen ähnlichen Kurs wie "Irma" einschlagen. Der Rekord-Hurrikan hatte vor rund zwei Wochen in der Karibik und im US-Bundesstaat Florida erhebliche Verwüstungen angerichtet. Mehrere Menschen kamen ums Leben.

+++ 1.58 Uhr: US-Regierung friert Waffenverkäufe an Erdogans Leibwächter ein +++

Nach gewaltsamen Übergriffen auf friedliche Demonstranten während eines Washington-Besuchs sollen die Leibwächter des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan vorerst keine Waffenlieferungen mehr aus den USA erhalten. Die US-Regierung habe die Waffenverkäufe an Erdogans Beschützer eingefroren, teilten die Senatoren Patrick Leahy und Chris Van Hollen in Washington mit. Eine Bestellung der türkischen Leibwächter beim Waffenhersteller Sig Sauer im Umfang von 1,2 Millionen Dollar (eine Million Euro) kommt damit vorerst nicht zustande. 19 Leibwächtern von Erdogan wird vorgeworfen, während eines Besuchs des türkischen Präsidenten in Washington im Mai gewaltsam gegen friedliche kurdische Demonstranten vorgegangen zu sein. 

+++ 1.08 Uhr: Zwei deutsche Angler tot in Frankreich geborgen +++

Die Leichen zweier deutscher Angler sind im Nordosten Frankreichs aus einem Teich geborgen worden. Die beiden 32 und 27 Jahre alten Männer wurden in dem Gewässer im Département Moselle gefunden, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Polizei berichtete.

Ihre Familien hatten die beiden 32 und 27 Jahre alten Männer demnach bereits am vergangenen Mittwoch vermisst gemeldet. Am Samstag fanden die Ermittler dann ein verlassenes Zelt sowie einen Hund in der Nähe des Teiches. Am Montag entdeckten sie die Leichen der Männer. 

+++ 1.04 Uhr: Asyl für 196 Türken mit Diplomatenpass - Mehr Schutzsuchende von dort +++

Seit dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei vor mehr als einem Jahr haben fast 200 Personen mit türkischem Diplomatenpass in Deutschland Asyl erhalten. Von 249 Asyl-Antragstellern aus dieser Gruppe bekamen bis Mitte September bislang 196 einen positiven Bescheid - also ein Anteil von fast 80 Prozent. Dies geht aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Frage der Linksfraktion hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Zahl umfasst auch Familienangehörige - also Ehepartner und Kinder. Wie viele Militärs darunter sind, wird laut Innenressort nicht gesondert erfasst. Es habe aber auch unter Angehörigen der türkischen Streitkräfte einige positive Asyl-Bescheide gegeben. Insgesamt nahm die Zahl der Asylsuchenden aus der Türkei zuletzt deutlich zu. Im August lag sie laut Innenressort bei 962. Im Juli waren es 620 gewesen, einen Monat zuvor noch 433. 

+++ 0.49 Uhr: Drei Tote nach Busunglück in New York +++

Nach einem Unfall mit zwei Bussen in New York ist die Zahl der Toten auf drei gestiegen. 16 weitere Menschen wurden bei dem Unglück verletzt, wie US-Medien berichteten. Fünf von ihnen schwebten noch in Lebensgefahr, sagte demnach der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio bei einer Pressekonferenz.

Am frühen Montagmorgen (Ortszeit) waren ein Nahverkehrsbus und ein Reisebus an einer Kreuzung im Stadtteil Queens zusammengestoßen. Der Reisebus rammte ein Gebäude. Dabei wurde ein Fußgänger auf dem Gehweg getötet.
Der Fahrer sowie ein Insasse des Reisebusses starben später im Krankenhaus an ihren Verletzungen. Mehr als 100 Rettungskräfte waren im Einsatz, um die in den Bussen gefangenen Passagiere zu befreien und die Verletzten zu versorgen.
Wie genau es zu dem Unfall kam, war zunächst unklar.

+++ 0.41 Uhr: Familienvater zerstört vor Wut die Küche - Nachbarin ruft Polizei +++

Trümmerfeld und Splitter statt Schnitzel und Kartoffelsalat: Aus Wut und Verzweiflung hat ein 25-Jähriger im rheinland-pfälzischen Ludwigshafen seine neue Küche zerstört - und damit einen Polizeieinsatz ausgelöst. Denn eine Nachbarin hatte wegen des Gepolters und Geschreis die Polizei gerufen, wie diese mitteilte. Die Beamten gingen zunächst von einem Fall häuslicher Gewalt aus.

In der Wohnung trafen sie aber auf eine Familie, die sich eigentlich die Renovierung der Unterkunft vorgenommen hatte. Mit dem Aufbau der neuen Einbauküche sei der 25 Jahre alte Familienvater - nach eigenen Angaben nicht mit den "optimalen Kenntnissen" für einen Küchenaufbau ausgestattet - aber bereits mehrere Tage nicht weiter gekommen. Deshalb sei er am Montagabend ausgerastet und habe die Küche vor Wut kurz und klein geschlagen. 

+++ 0.15 Uhr: USA schicken mehr als 3000 zusätzliche Soldaten nach Afghanistan +++

Die USA schicken mehr als 3000 weitere Soldaten nach Afghanistan. Das sagte Verteidigungsminister James Mattis im Pentagon, wie ein Sprecher bestätigte. Einige der zusätzlichen Kräfte sind demnach bereits auf dem Weg in das Land am Hindukusch. Die Truppenaufstockung ist Teil der Afghanistan-Strategie von US-Präsident Donald Trump.

Das US-Militär hat derzeit rund 11.000 Soldaten in Afghanistan. Der Einsatz ist mit fast 16 Jahren der längste Krieg der USA. Die USA haben in Afghanistan zum einen Ausbilder im Rahmen der Nato-Mission "Resolute Support" im Einsatz. Zum anderen fliegen sie unabhängig davon auch Luftangriffe und sind mit Spezialkräften vor Ort. 

+++ 0.04 Uhr: Wirbelsturm "Maria" gewinnt an Kraft - Kategorie 4 erreicht +++

Der Tropensturm "Maria" hat auf seinem Weg in die Karibik weiter an Stärke gewonnen. Das US-Hurrikanzentrum stufte den Sturm zu einem Hurrikan der Kategorie 4 herauf. Es wurden demnach Windstärken von bis zu 215 Kilometern pro Stunde gemessen. Der Sturm steuert auf mehrere Karibikinseln zu. Es drohen starker Wind, heftiger Regen und hohe Wellen. Nach der derzeitigen Prognose dürfte "Maria" einen ähnlichen Kurs wie "Irma" einschlagen. 

fs/DPA/AFP