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+++ News des Tages +++: Run auf den Kleinen Waffenschein in Deutschland

Dutzende Verletzte nach neuem schweren Erdbeben in Italien +++ IS reklamiert Messerattacke in Hamburg für sich +++ Nachfrage nach Kleinem Waffenschein steigt +++Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker

Ein Schreckschuss-Revolver. Die meisten Kleinen Waffenscheine sind in Nordrhein-Westfahlen und in Bayern registriert.

Ein Schreckschuss-Revolver. Die meisten Kleinen Waffenscheine sind in Nordrhein-Westfahlen und in Bayern registriert.

Die wichtigsten News des Tages im Überblick.

+++ 19.57 Uhr: Israelische Grenzpolizei erschießt Palästinenser nach Angriff auf Beamte +++

Israelische Grenzpolizisten haben nach Polizeiangaben am Sonntag einen Palästinenser erschossen, der drei ihrer Kollegen mit seinem Geländewagen leicht verletzt hatte. Den Angaben der israelischen Polizei zufolge fuhr der Mann auf die Polizisten zu und traf sie mit seinem Fahrzeug. Andere Grenzpolizisten hätten daraufhin das Feuer eröffnet. Der Vorfall ereignete sich nahe der Ortschaft Beit Ummar bei Hebron im Süden des seit fast einem halben Jahrhundert besetzten Westjordanland.

+++ 17.36 Uhr: Islands Regierungschef tritt nach Parlamentswahl zurück +++

Nach den deutlichen Einbußen bei den vorgezogenen Parlamentswahlen ist der isländische Regierungschef Sigurdur Ingi Johannsson am Sonntag zurückgetreten. Er habe seinen Rücktritt bei Präsident Gudni Johannesson eingereicht, der ihn gebeten habe, bis zur Bildung einer neuen Regierung im Amt zu bleiben, sagte Johannsson nach dem Gespräch mit dem Präsidenten. Die Parlamentswahl hatte zwar wie erwartet starke Einbußen für die bisherige regierende Mitte-Rechts-Koalition gebracht, aber keine klaren Mehrheitsverhältnisse.

+++ 17.23 Uhr: Helfer retten Kinder aus brennendem Haus +++

Aus einem brennenden Wohnhaus in Oldenburg haben Helfer aus der Nachbarschaft zwei zehnjährige Jungen gerettet. Ein Hund starb in einem brennenden Wohnwagen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Kinder seien über eine offene Terrassentür aus der Wohnung geholt worden. Verletzt wurde bei dem Brand des Wohnhauses samt Carport und Wohnwagen in der Nacht zu Sonntag niemand. Die Brandursache war zunächst unklar. Allerdings entstand ein Schaden von mindestens 150.000 Euro.

Beim Eintreffen der Polizei hätten Carport und Wohnwagen lichterloh gebrannt, das Feuer habe dann auf das Wohnhaus und einen geparkten Wagen übergegriffen. Feuer und Löscharbeiten hätten das Haus vermutlich dauerhaft unbewohnbar gemacht, Carport und Wohnwagen wurden völlig zerstört, der Personenwagen schwer beschädigt.

+++ 16.21 Uhr: Steigende Nachfrage nach dem Kleinen Waffenschein in Deutschland +++

Die Nachfrage nach dem sogenannten Kleinen Waffenschein in Deutschland ist deutlich gestiegen. Ende September waren rund 440.000 waffenrechtliche Erlaubnisse zum Führen von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen registriert, bestätigte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Ende 2015 waren demnach im Nationalen Waffenregister rund 286.000 Kleine Waffenscheine gespeichert, Ende 2014 waren es 262.500.

Die Zahl der Waffenscheine, die das Führen von Schusswaffen erlauben, ging dagegen zurück. Hier betrug die Zahl der Speicherungen im Nationalen Waffenregister Ende September rund 12.000; Ende 2015 waren es rund 12.800, Ende 2014 rund 14.500.

 "Spiegel Online" berichtete zudem, die meisten Kleinen Waffenscheine seien im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen registriert - Ende September betrug deren Zahl an Rhein und Ruhr 114.214. Es folgen dem Bericht zufolge Bayern (Ende August: 75.250), Baden-Württemberg (Ende September: 60.683), Niedersachsen (Ende September: 42.058) und Hessen (Ende September: 36.140). Damit kämen in Deutschland insgesamt auf 1000 Einwohner rechnerisch 5,4 Kleine Waffenscheine.

+++ 14.10 Uhr: EU und Kanada schließen Handelspakt Ceta ab +++

Das bis zuletzt umstrittene Freihandelsabkommen Ceta zwischen der EU und Kanada ist unterzeichnet. Spitzenvertreter beider Seiten besiegelten am Sonntag in Brüssel mit ihren Unterschriften den Abschluss von rund siebenjährigen Verhandlungen.

Das Abkommen zum Abbau von Zöllen und anderen Handelshemmnissen soll nun so schnell wie möglich in Kraft treten. Lediglich einige Teile, bei denen nationale Parlamente wie der Bundestag ein Mitspracherecht haben, können erst nach deren Zustimmung angewendet werden.

Am Rande des EU-Kanada-Gipfels in Brüssel demonstrierten rund 250 Ceta-Gegner. Nach Angaben der Polizei wurden 16 von ihnen vorläufig festgenommen, weil sie die Sicherheitsabsperrungen überwunden hatten. Einige warfen Farbbeutel gegen die Glasfassade des EU-Ratsgebäudes, in dem der Gipfel stattfand.

+++ 12.50 Uhr: Mann stirbt bei Probefahrt mit Pferdekutsche +++

Ein 49 Jahre alter Mann ist bei einer Probefahrt mit einer Pferdekutsche im Harz ums Leben gekommen. Insgesamt seien bei der Fahrt am Samstag in der niedersächsischen Stadt Osterode vier Menschen dabeigewesen, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die anderen drei seien aber abgestiegen, bevor der Unfall passierte.

Aus ungeklärten Gründen hatte der 49-Jährige die Kontrolle über die beiden angespannten Pferde verloren, wie die Polizei mitteilte. Er wurde von der Kutsche geschleudert und unter dem umkippenden Gefährt begraben. Zeugen, die den Unfall beobachtet hatten, alarmierten die Rettungskräfte. Die Verletzungen des Mannes waren allerdings so schwer, dass er noch an der Unfallstelle starb. 

Er hatte den Angaben zufolge eines der Pferde kaufen wollen und war in den Vormittagsstunden zu einer Probefahrt aufgebrochen. Ob der Mann ein erfahrener Kutscher war und warum er die Kontrolle über die Pferde verlor, konnte die Polizei zunächst nicht sagen.

+++ 12.13 Uhr: Bundesanwaltschaft prüft IS-Mitteilung zum Messerangriff in Hamburg +++

Die Bundesanwaltschaft prüft die Übernahme von Ermittlungen im Fall des tödlichen Messerangriffs von Hamburg. Wie ein Sprecher der Karlsruher Behörde der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag sagte, gehen Ermittler einer Nachricht des IS-Verlautbarungsorgans Amak nach, einen Messerangriff auf zwei Menschen in Hamburg verübt zu haben. "Wir nehmen die Mitteilung zur Kenntnis und müssen den Inhalt genau auf seine Verlässlichkeit hin prüfen", sagte der Sprecher. Üblicherweise reklamiert der Islamische Staat aber über die Kanäle von Amak Anschläge für sich.

+++ 11.33 Uhr: Flughafen von Dubai wegen Drohne anderthalb Stunden lang geschlossen +++

Wegen des Überflugs einer Drohne ist der internationale Flughafen von Dubai am Samstagabend anderthalb Stunden lang geschlossen worden. Mehrere Flüge mussten umgeleitet werden, wie der Flughafenbetreiber Dubai Airports mitteilte. Nach Angaben der Luftfahrtbehörde der Vereinigten Arabischen Emiraten wurde auch der Flughafen des Nachbar-Emirats Schardscha für eine kurze Zeit geschlossen.

Der Flughafen von Dubai ist einer der Airports mit dem höchsten Flugaufkommen weltweit. Der Drohnen-Überflug war bereits der dritte Zwischenfall dieser Art binnen fünf Monaten. Bereits am 28. September und am 12. Juni wurde der Flughafen wegen einer Drohne kurzzeitig geschlossen, mehrere Flüge waren verspätet oder wurden umgeleitet.

+++ 11.02 Uhr: Mindestens 60 Tote bei Luftangriff auf Gefängnis im Jemen +++

Bei einem Luftangriff auf ein Gefängnis im Jemen sind einem örtlichen Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden zufolge mindestens 60 Menschen getötet worden. Mindestens 30 weitere Menschen seien bei dem Bombardement auf einen von Huthi-Rebellen kontrollierten Sicherheitskomplex in der Hafenstadt Hodeida verletzt worden, sagte Abdel-Rahman Dscharalla, Direktor der örtlichen Gesundheitsbehörde, der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. Der Angriff sei am Samstagabend erfolgt.

Im jemenitischen Bürgerkrieg sind seit dem Beginn der Angriffe einer saudisch geführten Militärkoalition im März 2015 mehr als 4000 Zivilisten getötet worden. Zuletzt starben beim Bombardement einer Trauerfeier in Sanaa nach UN-Angaben mindestens 140 Menschen.

+++ 10.28 Uhr: Verfassungsgericht prüft Eilanträge gegen Ceta +++

Kurz vor der Unterzeichnung des Handelsabkommens Ceta durch die EU und Kanada beschäftigen Eilanträge von Ceta-Kritikern erneut das Bundesverfassungsgericht. Eine Sprecherin des höchsten deutschen Gerichts in Karlsruhe hat den Eingang eines Eilantrags der drei Organisationen Campact, Foodwatch und Mehr Demokratie bestätigt. Am Freitag hatte bereits die Linke einen Eilantrag gegen die vorläufige Anwendung des Freihandelsabkommen eingereicht. Die Anträge würden "mit der gebotenen Eilbedürftigkeit geprüft", sagte die Sprecherin.

+++ 7.56 Uhr: Erneut schweres Erdbeben in Mittelitalien - große Schäden +++

Mittelitalien ist nur drei Tage nach den schweren Erdstößen vom Mittwoch erneut von einem heftigen Erdbeben erschüttert worden. Das Epizentrum lag unweit der Stadt Perugia in rund zehn Metern Tiefe, die Stärke wird mit 6,6 angegeben. Das Beben traf etliche, durch die vorgangegangenen Erschütterungen bereits stark zerstörten Dörfer und richtete dort erneut schwere Schäden an. Laut Zivilschutz wurden etliche Personen verletzt. (Mehr dazu)

+++ 2.37 Uhr: Holiday Park sperrt Horrorclowns aus +++

Nach zahlreichen Schock-Auftritten von Horror-Clowns in Deutschland hat der Holiday Park im pfälzischen Haßloch die Kostümierung verboten. Der Horror-Clown-Trend habe inzwischen auch den Freizeitpark erreicht, teilte der Holiday Park, der derzeit eine "Halloween-Saison" für Groß und Klein anbietet, mit. Nun müssen die hässlichen Fratzen draußenbleiben. "Als Horrorclowns verkleidete Besucher dürfen den Park ab sofort nicht mehr betreten", hieß es in der Mitteilung. Auch Masken, die das Gesicht verdecken, sind nicht mehr erlaubt. "Wir bitten alle Halloween- und Gruselfans um Verständnis." Bundesweit wurden zuletzt Hunderte Vorfälle registriert, bei denen Spannweite vom bloßen Erschrecken bis hin zu tätlichen Angriffen mit und ohne Waffen reicht.


+++ 1.25 Uhr: IS will für Messerattacke in Hamburg verantwortlich sein +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat nach Angaben ihres Sprachrohrs Amak einen Messerangriff auf zwei Menschen in Hamburg verübt. Ein "Soldat" des IS habe den Angriff am 16. Oktober ausgeführt, teilte Amak mit. An diesem Tag war ein 16-Jähriger an der Hamburger Alster von einem Unbekannten mit mehreren Messerstichen getötet worden. Die 15-jährige Begleiterin des Opfers wurde vom Angreifer ins Wasser gestoßen, blieb aber unverletzt. Die Polizei konnte auf Anfrage zunächst keine Auskunft dazu geben, ob sich die IS-Mitteilung auf diese Tat beziehen könnte. (Mehr dazu)

+++ 0.28 Uhr: Island - Linksbündnis unter Führung der Piraten gewinnt Parlamentswahl +++

Bei der Parlamentswahl in Island hat ein Bündnis unter Führung der Piraten laut einer ersten Hochrechnung die Mehrheit im Parlament erobert. Die Piraten wurden bei der Wahl am Samstag mit zwölf Mandaten zweitstärkste Kraft, wie der öffentlich-rechtliche Fernsehsender RUV meldete. Die Allianz aus Piraten, Linksgrüner Bewegung, Sozialdemokraten und der Partei Glänzende Zukunft kam demnach auf insgesamt 32 Sitze, sieben mehr als die regierende Unabhängigkeitspartei.

+++ 0:00 Uhr: Messerstecherei in der Frankfurter Innenstadt: Vier Verletzte +++

Bei einer Messerstecherei in Frankfurt sind mindestens vier Menschen verletzt worden, drei davon schwer. Die Auseinandersetzung habe in der C-Ebene der S-Bahnstation Hauptwache mitten im Zentrum der Main-Metropole begonnen und sich bis zur darübergelegenen B-Ebene fortgesetzt, berichtet die Polizei. Die Verletzten, bei denen es sich um männliche Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren handelt, kamen ins Krankenhaus. Ein 18-Jähriger war leicht verletzt, die anderen hatten schwere Verletzungen.

amt/dho/anb / DPA / AFP