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+++ Nachrichten im Überblick +++: Lukas Podolski hat schon einen neuen Job

Lukas Podolski wird Synchronsprecher +++ Vater ersticht Sohn im Streit über Aufnahmeprüfung für Privatschule +++ ICE-Lokführer vergisst Halt in Freiburg +++ Ärger für Hillary Clinton +++ Diese und weitere Nachrichten des Tages im Überblick.

Lukas Podolski

Lukas Podolski hat einen neuen Job als Stachelschwein. Oder so.

Die News des Tages im Überblick.

+++ 22.12 Uhr: Europol sprengt Tauschnetzwerk für Kinderpornografie +++

Bei Polizeieinsätzen in 28 europäischen Ländern sind 75 Verdächtige festgenommen worden, die über das Internet kinderpornografische Bilder geteilt haben sollen. Die Operation "Daylight" sei durch Informationen der Schweizer Polizei über ein riesiges Netzwerk zur Verbreitung von Kinderpornografie ins Rollen gekommen, sagte die Sprecherin der europäischen Polizeibehörde Europol, Claire Georges. Es werde in insgesamt 207 Fällen ermittelt.

Die Ermittlungen hätten über ein Jahr gedauert, führte die Sprecherin aus. Als Ergebnis seien Angaben zu Verdächtigen oder ihre IP-Adressen an die Behörden in 26 EU-Ländern sowie in Norwegen und in der Schweiz weitergegeben. Die Verdächtigen nutzten den Angaben zufolge oftmals das sogenannte Darknet und Verschlüsselungstechniken. Die Ermittlungen sollen weiter fortgesetzt werden, es wurde mit weiteren Festnahmen gerechnet.

+++ 20.26 Uhr: VW strebt Vergleich mit US-Bundesstaaten im Abgas-Skandal an +++

In der Affäre um manipulierte Emissionswerte will Volkswagen eine zweite Klagewelle von US-Bundesstaaten mit einem Vergleich beilegen. Die Parteien wollen nach Angaben der VW-Anwälte spätestens am 1. November Verhandlungen starten, wie aus Gerichtsdokumenten vom Dienstag hervorgeht. Die US-Staaten Maryland, Massachusetts, New York und Pennsylvania hatten den Konzern kürzlich wegen Verstößen gegen Umweltgesetze verklagt. Zudem war eine Millionenstrafe vom Bundesstaat Washington verhängt worden.


+++ 20.07 Uhr: Kanadische Bundespolizei erlaubt Beamtinnen Tragen des islamischen Schleiers +++

In Kanada ist es Beamtinnen der Bundespolizei offiziell erlaubt, einen muslimischen Schleier als Teil ihrer Uniform zu tragen. Der Chef der Königlichen Gendarmerie Kanadas, Bob Paulson, habe diesen "Zusatz zur Uniform" erlaubt, sagte der Sprecher des Ministeriums für öffentliche Sicherheit, Scott Bardsley. Die Entscheidung ziele darauf ab, dass auch praktizierende Musliminnen eine Karriere bei der Bundespolizei in Betracht zögen. Laut einem Bericht der Zeitung "La Presse" trat die Regelung bereits im Januar in Kraft. Zuvor waren drei verschiedene Schleier als Teil der offiziellen Polizeiuniform getestet worden. Die Behörde entschied sich für ein Modell, das sich schnell ausziehen lässt und die Beamtinnen nicht behindert.

+++ 19.34 Uhr: Türkei: Russland kann Nato-Stützpunkt Incirlik nicht benutzen +++

Der türkische Vizeministerpräsident Numan Kurtulmus ist Spekulationen entgegengetreten, dass Russland einen Fuß in die südtürkische Luftwaffenbasis Incirlik setzen könnte. "Incirlik ist ein Nato-Stützpunkt, deshalb kann keine Rede davon sein, Incirlik für eine Nutzung durch Russland zu öffnen", sagte Kurtulmus am Dienstag dem türkischen Nachrichtensender NTV. Er könne sich keinen Reim darauf machen, wie dieses Gerücht in die Welt gekommen sei. "Russland ist kein Nato-Mitglied, daher ist es auch nicht möglich, dass es den Ort hier benutzt." Kurtulmus ist zugleich türkischer Regierungssprecher. In jüngster Zeit hatte es immer wieder Berichte gegeben, dass Russland auch Incirlik für seine Lufteinsätze im Syrienkrieg nutzen möchte.

+++ 18.09 Uhr: Lukas Podolski wird Synchronsprecher +++

Kurz nach seinem Rücktritt aus der Fußball-Nationalmannschaft schlägt Lukas Podolski einen ganz neuen Karriereweg ein: Er wird Synchronsprecher. In der Serie "Die Garde der Löwen" leiht er einem frechen Stachelschwein seine Stimme, wie der Disney Channel unter der doppeldeutigen Überschrift "Lukas Podolski geht zu den Löwen" in München mitteilte. Die Serie beruht auf dem Trickfilmklassiker "Der König der Löwen" und startet am 23. September. "'Der König der Löwen' ist mir von früher und jetzt als Familienvater natürlich bekannt", sagte Podolski nach Senderangaben. "Ich freue mich, dass ich "Die Garde der Löwen" dank meiner ersten Synchronrolle auch mal von der anderen Seite kennengelernt habe."

+++ 17.03 Uhr: Katze soll Explosion in Wohnhaus ausgelöst haben +++

Eine Katze soll eine Explosion in einem Wohnhaus in Wittenberge in der Prignitz ausgelöst haben. Den Elektroherd, dessen Kochfeld per Berührung gesteuert wird, schaltete laut Polizeierkenntnissen offensichtlich das Tier an. Dadurch sei vermutlich eine Plastikschüssel auf dem Herd in Brand geraten und habe eine nebenstehende Spraydose erhitzt, die dann explodiert sei, teilte die Polizei mit. Die Explosion ereignete sich am Sonntagmorgen, verletzt wurde niemand. Herabfallende Ziegel und Glasscheiben beschädigten geparkte Autos.

+++ 15.40 Uhr: Mann stirbt nach Attacke von aggressivem Wespenschwarm +++

Nach Wespenstichen ist ein 78 Jahre alter Mann gestorben. Bei Gartenarbeiten hatte er in Bremen ein Erdwespennest gefunden, wie die Polizei mitteilte. "Der Insektenschwarm wurde sofort aggressiv. Die Wespen griffen seine Ehefrau und ihn an und stachen mehrmals zu", hieß es. Die Ermittler gehen davon aus, dass eine oder mehrere Wespen den Mann in den Mund-Rachenraum stachen. Durch die Anschwellung der Zunge sei der Mann erstickt. Er starb im Rettungswagen auf dem Weg zum Krankenhaus. Nach dem Vorfall vom Freitag warnt die Polizei davor, Wespennester selbst zu beseitigen. Betroffene sollten sich an Fachleute wenden.

+++ 14.31 Uhr: Bericht: Nordkorea verlegt neue Landminen an Grenze zu Südkorea +++

Nordkorea hat nach südkoreanischen Medienberichten in der militärischen Pufferzone zwischen beiden Ländern neue Landminen verlegt. Nordkoreanische Soldaten seien in der vergangenen Wochen dabei beobachtet worden, wie sie Minen auf der nördlichen Seite einer Brücke im Grenzort Panmunjom vergraben hätten, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag unter Berufung auf Regierungsbeamte in Seoul. 

Nordkorea könnte eventuell Minen verlegen, um eigene Soldaten davon abzuhalten, über die Grenze zu fliehen, wurde ein Beamter zitiert.
Südkoreas Militär hatte Yonhap zufolge zuletzt über seine Propagandasendungen, die per Lautsprecher über die Grenze ausgestrahlt werden, auch über die Flucht eines nordkoreanischen Diplomaten nach Südkorea und andere Fluchtfälle berichtet. Seoul hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, der stellvertretende Botschafter Nordkoreas in London habe sich nach Südkorea abgesetzt.

+++ 13.37 Uhr: Schwerverletzte bei Unfall mit Kleinbus +++

Ein mit sieben Kindern besetzter Schulbus ist bei einem Überholmanöver auf der Autobahn 29 nahe Oldenburg umgekippt. Drei Schüler sowie der 65 Jahre alte Busfahrer wurden schwer verletzt. Der mit insgesamt sieben Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen neun und 16 Jahren besetzte Kleinbus war am Morgen bei einem Überholmanöver umgekippt, wie die Polizei mitteilte. 

Der Fahrer war nach ersten Erkenntnissen beim Überholen mit dem Kleinbus auf einen Sattelschlepper aufgefahren. Der Transporter geriet daraufhin ins Schleudern und rammte die Mittelleitplanke. Der Bus kippte auf die Seite. Zeugen hatten ursprünglich gesagt, dass der Schulbus sich überschlagen habe.

Ein 15-jähriger Junge wurde bei dem Unfall eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Er und zwei weitere Schüler blieben mit schwereren Verletzungen im Krankenhaus. Lebensgefahr bestand nicht. Die vier weiteren Kinder konnten das Hospital im Laufe des Tages wieder verlassen. Sie hatten nur leichte Verletzungen erlitten. Der Fahrer des Lastwagens blieb unverletzt. 

+++ 12.35 Uhr: Mysteriöses Autowrack in den Bergen - 31-Jähriger vor Gericht +++

Ein vermutlich psychisch kranker Mann, der hoch oben in den Allgäuer Alpen sein Auto angezündet haben soll, steht vor Gericht. Dem 31-Jährigen werden mehrere Straftaten vorgeworfen - unter anderem Diebstahl und Sachbeschädigung in zahlreichen Fällen sowie vorsätzliche Brandstiftung. Zu Beginn der Verhandlung vor dem Landgericht Memmingen räumte der Beschuldigte die Vorwürfe ein. Nach jahrelangem Drogenkonsum habe er zur Tatzeit Wahnvorstellungen gehabt und "Strahlungen von oben empfangen", wie er sagte.

Der ungewöhnliche Fall hatte im November bundesweit Aufsehen erregt. Ein Wanderer hatte das Autowrack bei Oberstdorf auf etwa 1400 Metern Höhe in einem trockenen Bachbett gefunden. Von dem Besitzer fehlte zunächst jede Spur. Wie der Mann mit seinem Kleinwagen durch das unwegsame Gelände dorthin kam, ist noch unklar.

Das Gericht muss in dem Prozess klären, ob der Mann wegen seiner Krankheit schuldunfähig ist und dauerhaft in einer Psychiatrie leben muss. Am nächsten Dienstag (30. August) ist noch ein Verhandlungstag angesetzt.


+++ 12.02 Uhr: Elf Touristen nach Starkregen aus Höhle in Rumänien gerettet +++

Einsatzkräfte haben elf Touristen - vier Franzosen und sieben Rumänen - aus einer nach starkem Regen blockierten Tropfsteinhöhle in Rumänien gerettet. Die beiden Erwachsenen und neun Jugendlichen waren sieben Stunden eingeschlossen und wurden schließlich unverletzt geborgen, berichtete die Nachrichtenagentur Mediafax unter Berufung auf Offizielle. 

Starkregen hatte am Montag dazu geführt, dass Wasser- und Schlammfluten die Zugänge zur Höhle Huda lui Papara nahe dem Ort Salciua blockierten. Die Touristen waren von den Überschwemmungen überrascht worden.

Huda lui Papara im westrumänischen Trascau-Gebirge gehört zu einem der ausgedehntesten Höhlensysteme in Europa. Es soll außerdem die größte Fledermaus-Population des Kontinents beherbergen.

+++ 11.08 Uhr: Vater tötet Sohn im Streit über Aufnahmeprüfung für Privatschule +++

Ein Vater hat in Japan seinen Sohn wegen eines Streits über eine Schulprüfung getötet. Der 48-Jährige habe den zwölf Jahre alten Jungen mit einem Küchenmesser erstochen, erklärte die Polizei am Dienstag. Der Jugendliche sei nach dem Angriff am Sonntag schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden. Er habe so viel Blut verloren, dass er dort gestorben sei.

Nach Angaben des TV-Senders NHK hatte der Vater seinem Sohn vorgeworfen, sich nicht ausreichend für den Aufnahmetest einer Schule vorbereitet zu haben. Der Junge wollte sich demnach um einen Platz in einer der angesehensten Privatschulen in der Präfektur Aichi bewerben. Sein Vater habe ihm aber immer wieder einen mangelnden Lerneifer vorgeworfen.

Die Mutter des Jungen war einem Zeitungsbericht zufolge arbeiten, als sich der Angriff ereignete. Der Vater wurde festgenommen. Bei seinem Verhör soll er ausgesagt haben, er habe seinen Sohn "aus Versehen" erstochen. Die Plätze in Japans besten Schulen sind hart umkämpft. Der Besuch einer angesehenen Schule gilt als wegweisend für den weiteren Werdegang der Jugendlichen. 

+++ 11 Uhr: Volkswagen legt Streit mit Zulieferern bei +++

Der Streit zwischen Volkswagen und zwei Zulieferern ist beigelegt. Über Inhalte der Einigung sei Stillschweigen vereinbart worden, teilte der Autobauer am Dienstag in Wolfsburg mit. Die Belieferung von Volkswagen werde "kurzfristig" wieder aufgenommen; die von dem Streit betroffenen VW-Standorte bereiteten "schrittweise" die Wiederaufnahme der Produktion vor.

Die beiden in Sachsen ansässigen Zulieferfirmen ES Guss und Car Trim hatten sich tagelang geweigert, Getriebeteile beziehungsweise Sitzbezüge an den VW-Konzern zu liefern, da dieser Schadenersatzzahlungen bei einem gestrichenen Auftrag verweigere. Beide Firmen gehören zur Unternehmensgruppe Prevent. Der Lieferstopp betraf laut knapp 28.000 Beschäftigte; in einigen Werken führte der Hersteller teilweise Kurzarbeit ein. 

+++ 10.19 Uhr: Ex-Umweltminister Trittin fordert 20 Cent Abgabe auf Plastikflaschen +++

Die Väter von Verpackungsverordnung und Einwegpfand sind alarmiert, weil Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) die Mehrwegquote streichen will. "Weil die Handelskonzerne und großen Abfüller sich nicht an das Gesetz halten, wird einfach das Gesetz geändert", empörte sich der frühere Bundesumweltminister (Grüne).

Clemens Stroetmann, der einst als Staatssekretär mit Umweltminister Klaus Töpfer (CDU) die Pfandpflicht für Einweg-Getränkeverpackungen auf den Weg gebracht hatte, forderte ein Festhalten an der Quote und Konsequenzen für die Branche, wenn die Quote nicht erfüllt wird.
Bislang ist in der Verordnung eine Quote von 80 Prozent als Ziel festgeschrieben. Wird dieser Anteil nicht erreicht, drohen aber keine Sanktionen. Dabei liegt der Mehrweganteil bei den Getränkeverpackungen aktuell nur bei rund 40 Prozent.

Trittin, Stroetmann und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) schlugen konkret vor: eine verbindliche Mehrwegquote von 80 Prozent, eine klare Kennzeichnung von Mehrweg und Einweg auf dem Produkt und eine Abgabe in Höhe von 20 Cent für Plastikflaschen, sollte die Mehrwegquote unterschritten werden.

Der neue Gesetzentwurf schreibt eine Kennzeichnung von Mehrweg und Einweg auf dem Regal vor. In den Erläuterungen zum Entwurf heißt es, die bisher bestehende "Zielquote für Mehrweg und ökologisch vorteilhafte Einweggetränkeverpackungen" habe sich "nicht als wirksames Instrument" erwiesen.

+++ 10.13 Uhr: Luftangriff soll Boko-Haram-Anführer Shekau schwer verletzt haben +++

Bei einem Luftangriff auf ein Versteck der islamistischen Terrororganisation Boko Haram sollen dem nigerianischen zufolge mehrere Anführer der Gruppe getötet worden sein. Der Chef der Terrormiliz, Abubakar Shekau, sei bei dem Luftangriff im Nordosten Nigerias schwer verletzt worden, teilten die Streitkräfte am Dienstag mit. Der Angriff erfolgte demnach am vergangenen Freitag in der Sambisa-Waldregion im Bundesstaat Borno. 

Die Pressemitteilung des Militärs war nicht eindeutig, ob Shekau schwer oder tödlich verletzt wurde. Das Militär hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach seinen Tod vermeldet, dieser meldete sich jedoch mit Video- oder Audiobotschaften. 

+++ 9.55 Uhr: Neues Institut für Kinderernährung soll Ursachen von Fehlentwicklungen erforschen +++

Ein neues Institut für Kinderernährung mit Sitz in Karlsruhe soll vor allem die Ursachen für Fehlentwicklungen erforschen. "Wir verstehen viel zu wenig, warum sich Kinder wie ernähren", sagte Gerhard Rechkemmer, der scheidende Präsident des Bundesforschungsinstituts für Ernährung und Lebensmittel, der "Heilbronner Stimme" vom Dienstag. Es bestehe "erheblicher Forschungsbedarf".

Ernährungsverhalten oder Umgang mit Lebensmitteln könnten am besten bei Kindern vermittelt und bestimmte Ernährungsgewohnheiten vorgeprägt werden, sagte Rechkemmer der Zeitung weiter. Es gebe zwar bereits ein Forschungsinstitut für Kinderernährung, das sich aber vor allem um die Folgen von Ernährungsproblemen kümmere. "Wir wollen fragen: Wie kann man verhindern, dass es zu den Fehlentwicklungen kommt?"

Es gebe die Zusage, dass das neue Institut etabliert werden soll, sagte Rechkemmer. Die Zustimmung des Bundestags im Herbst stehe aber noch aus. "Wir haben zusätzliche Mitarbeiter beantragt und wollen weitere Stellen dorthin verlagern."

+++ 9.16 Uhr: Schulbus überschlägt sich auf der Autobahn +++

Ein mit acht Kindern besetzter Schulbus hat sich bei einem Überholmanöver auf der A 29 in Niedersachsen überschlagen. Die Schüler blieben bei dem Unfall nahe Oldenburg unverletzt, so ein Sprecher der Polizei Delmenhorst. Fahrer und Beifahrer des Kleinbusses seien möglicherweise schwer verletzt. Alle Insassen seien in ein Krankenhaus gebracht worden, hieß es. Der Bus habe versucht, ein anderes Fahrzeug zu überholen. Was genau zu dem Unfall führte, ist noch unklar.

+++ 8.27 Uhr: ICE-Lokführer vergisst Halt in Freiburg und lässt Reisende stehen  +++

Auf Weg von Basel nach Köln hat ein ICE-Lokführer den ersten Halt am Freiburger Hauptbahnhof ausgelassen und zahlreiche Reisende am Bahnsteig stehen gelassen. Wie es dazu kommen konnte, werde intern ermittelt, teilte ein Sprecher der Bahn am Dienstagmorgen mit. Nach Angaben der Deutschen Bahn saßen rund 200 Reisende am Sonntagmittag in dem ICE. Passagiere mit dem Reiseziel Freiburg konnten erst in Offenburg umsteigen. Die "Badische Zeitung" hatte darüber berichtet. Demnach ist es in den vergangenen Jahren mehrfach zu ähnlichen Haltausfällen in Freiburg gekommen.

+++ 7.16 Uhr: Türkei zieht Botschafter aus Österreich ab +++

Wegen der angespannten Beziehungen nach dem Putschversuch hat die ihren Botschafter in der österreichischen Hauptstadt Wien abgezogen. Man habe den Botschafter zu "Beratungen" nach Ankara gerufen, sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Montagabend in Ankara. Zugleich warf er dem Land vor, die verbotene kurdische Arbeitertürkei PKK zu unterstützen.

Die Beziehungen zwischen Österreich und der Türkei sind seit Wochen angespannt. Nach dem Putschversuch und dem Vorgehen der Türkei gegen mutmaßliche Unterstützer hatte Österreich unter anderem einen Abbruch der EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei gefordert. Ankara wirft dem Westen wiederum mangelnde Solidarität vor. 

+++ 6.37 Uhr: Sommer 2016 "hätte besser sein können" +++

Noch ist der Sommer nicht ganz vorbei, aber die bisherige Bilanz des Jahres 2016 fällt eher durchwachsen aus. "Es hätte besser sein können", sagt Gerhard Lux, Pressesprecher des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach in einer bisherigen Sommerbilanz. "Das war nicht gerade ein Super-Sommer."

Zwar war es mit durchschnittlich 17,3 Grad ein Grad wärmer als im langjährigen Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre. Doch geprägt war der Sommer von regelrechten April-Launen und unbeständigem Wetter. Es gab mehrere sonnig-heiße Tage, die aber schnell wieder von neuen Regentagen abgelöst wurden - auch wenn bislang erst 94 Prozent des Niederschlags-Solls erfüllt wurden. Immerhin soll es in den kommenden Tagen verbreitet heiß und sonnig werden.


+++ 5.52 Uhr: Neuer Ärger für Hillary Clinton +++

Die E-Mail-Affäre belastet weiter den Wahlkampf von US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Ein Richter ordnete die Veröffentlichung von rund 15.000 E-Mails an, die Clinton in ihrer Zeit als Außenministerin über ihren privaten Server verschickt hatte. Der Richter gab damit der Klage der Clinton-kritischen konservativen Gruppe Judicial Watch statt, die auf Freigabe der Nachrichten gedrungen hatte. Clintons Gegner Donald Trump forderte die Einsetzung eines Sonderermittlers.

Die Gruppe Judicial Watch veröffentlichte einige der freigegebenen E-Mails, die ihrer Lesart nach die Verquickung von Interessen des von Hillary Clinton geführten Außenministeriums mit der Stiftung ihres Mannes, der Clinton Foundation, belegen. So hätten reiche Spender der Stiftung versucht, über das Außenministerium Kontakte zu Regierungsvertretern einfädeln zu lassen. Das US-Außenministerium wies dies zurück. "Nichts, was wir gesehen haben, lässt auf ungebührliches Verhalten schließen", sagte Außenamtssprecher Mark Toner in Washington.

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Trump forderte die sofortige Einsetzung eines Sonderermittlers, um die Vorwürfe zu prüfen. Die Clinton-Stiftung sei ein "korruptes Unternehmen", sagte er bei einem Wahlkampfauftritt in Ohio. "Sie muss sofort geschlossen werden."

+++ 4.04 Uhr: CSU will neues Doppelpassgesetz wieder abschaffen +++

Die CSU will die von der großen Koalition eingeführte Liberalisierung des Einwanderungsrechts wieder einkassieren. "Der Doppelpass wird immer mehr zum Regelfall, das wollen wir nicht, daher müssen wir zum alten Staatsbürgerschaftsrecht zurück", sagte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Nur Einwanderer, die lange in Deutschland lebten, sich gut integriert hätten und sich eindeutig zu den Werten und Prinzipien bekennen würden, könnten die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten.

"Der deutsche Pass ist kein Ramschartikel, den man als Zweitpass mal noch so mitnimmt", sagte der CSU-Politiker. Forderungen der Grünen, jedem in Deutschland geborenen Kind automatisch den deutschen Pass zu geben, seien "völlig daneben", so Scheuer.

+++ 0.40 Uhr: Türkei greift IS und Kurdenmiliz im Grenzgebiet zu Syrien an +++

Die türkische Armee hat Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat und des syrischen Ablegers der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK in Grenzgebiet zu Syrien beschossen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf das Militär.

"Unsere Grenze muss vollständig von Daesh (IS) gesäubert werden", sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Montag vor Journalisten in Ankara, zwei Tage nach dem Attentat im südosttürkischen Gaziantep.

Die von den USA unterstützten kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) in der nordsyrischen Region Manbidsch wurden am Montag nach eigenen Angaben vom türkischem Militär bombardiert. Die Türkei habe Stellungen rund 20 Kilometer von der Grenze entfernt beschossen, sagte ein Sprecher der Kurden in der Region, Scherwan Darwish

tim/kis / DPA / AFP