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News des Tages: Nach Berichten über Sexpartys: Oxfam-Vizechefin tritt zurück

Mutmaßlicher Wilderer von Löwen zerfleischt +++ Frau ertrinkt bei Rettungsversuch ihres Hundes +++ Unbekannter Fahrer demoliert drei Autos und 24 Leitplanken +++ Die News des Tages.

Die britische Oxfam-Vizechefin Penny Lawrence tritt zurück

Die britische Oxfam-Vizechefin Penny Lawrence tritt zurück

Die wichtigsten Meldungen im Überblick

  • Nach Berichten über Sexpartys: Oxfam-Vizechefin tritt zurück (18.16 Uhr)
  • London City Airport nach Fund einer Weltkriegsbombe gesperrt (16.04 Uhr)
  • Zugunglück in Österreich: Tote und Verletzte (14.45 Uhr)
  • Kambodscha weist Touristen wegen "Porno-Tänzen" aus (14.20 Uhr)
  • Löwen fressen mutmaßlichen Wilderer auf (11.45 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Nachrichtenticker:

+++ 22.39 Uhr: Erholung an den US-Börden setzt sich mit Tempo fort +++

Nach dem jüngsten Kursrutsch an den US-Börsen scheinen die Anleger wieder zunehmend Mut zu fassen: Heute ging es an der Wall Street erneut kräftig aufwärts, nachdem bereits am Freitag gegen Handelsschluss eine kräftige Erholungsbewegung eingesetzt hatte. Trotz aller Skepsis herrsche wieder mehr Zuversicht, auch wenn es mit den ruhigen Tage an den Aktienmärkten vorbei sei, sagten Marktanalysten. Der Dow Jones Industrial legte letztlich um 1,70 Prozent zu. Allerdings war es für den US-Leitindex seit seinem Rekordhoch Ende Januar in der Spitze um etwas mehr als 12 Prozent abwärts gegangen. Der breit gefasste S&P 500 beendete den Tag mit einem Plus von 1,39 Prozent. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 1,73 Prozent.

Die vergangene Börsenwoche war die schlimmste für die Wall Street seit zwei Jahren gewesen. Die aus der langen Phase an Rekorden erwachsene Sorglosigkeit am US-Aktienmarkt war der Angst vor dem Ende des billigen Geldes und wieder steigenden Zinsen gewichen.

+++ 20.36 Uhr: Ägypten verbietet Comedy-Sendung wegen "sexueller Ausdrücke" +++

Im Rahmen seines Kampfs gegen angebliche moralische Verfehlungen in Medien und Kultur hat Ägypten die arabische Version der US-Comedy-Sendung "Saturday Night Live" verboten. In der Show seien ständig "sexuelle Ausdrücke, Sätze und Gesten" vorgekommen, die den Zuschauern nicht zugemutet werden könnten und die "ethische und professionelle Standards" verletzt hätten, erklärte die Medien-Aufsichtsbehörde des Landes. Die Sendung werde ab sofort abgesetzt. "Saturday Night Live bil Arabi" war vor zwei Jahren zum ersten Mal ausgestrahlt worden. Im Unterschied zum Vorbild aus den USA enthielt sich die Sendung in Ägypten harscher politischer Satire. Stattdessen nahm sie andere Aspekte des Alltags ins Visier.

Unter Präsident Abdel Fattah al-Sisi reagieren die Behörden besonders hart auf angebliche Verstöße gegen das Moralgesetz. Im Dezember war die Popsängerin Shyma wegen "Anstiftung zur Unzucht" zu zwei Jahren Haft verurteilt worden, weil sie sich in Unterwäsche lasziv in einem Musikvideo gezeigt hatte. Zuvor war die TV-Moderatorin Doaa Salah wegen "Verstoßes gegen öffentliche Sitten" zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil sie in ihrer Sendung über außereheliche Schwangerschaften gesprochen hatte. Kurz zuvor hatten Polizisten mehrere Besucher eines Konzerts der bekannten libanesischen Popgruppe "Mashrou' Leila" in Kairo verhaftet, nachdem sie dort die Regenbogenflagge geschwenkt hatten. Der Komiker Bassem Jussef, bekannt für seine politische Satire, war mit seiner Show kurz nach dem Amtsantritt von al-Sisi im Juni 2014 aus dem Fernsehen verschwunden. Auch mehrere Filme konnten in Ägypten seither nicht gezeigt werden.

+++ 19.52 Uhr: Trump und Putin sprechen über Palästina-Konflikt +++

Der russische Staatschef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump haben telefonisch über den israelisch-palästinensischen Konflikt gesprochen. Das berichtete Putin zu Beginn eines Treffens mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. "Ich möchte Ihnen seine (Trumps) allerbeste Wünsche weitergeben", sagte Putin der Agentur Tass zufolge an die Adresse des Palästinenserpräsidenten gerichtet. Abbas entgegnete, die Palästinenser akzeptierten die USA nicht mehr als wichtigen Vermittler im Nahost-Konflikt, weil diese ihre Botschaft nach Jerusalem verlegen wollten. Es müsse ein Mechanismus gefunden werden, in dem Washington nur noch ein Teilnehmer unter vielen sei. Russland sollte eine wichtigere Rolle bei der Konfliktlösung spielen.

Derzeit bemüht sich das sogenannte Nahost-Quartett aus den USA, Russland, den Vereinten Nationen und der EU um Frieden zwischen Israel und den Palästinensern. Dabei erhebt Israel Anspruch auf ganz Jerusalem, während die Palästinenser den Osten der Stadt als Hauptstadt ihres künftigen Staates sehen.

+++ 18.27 Uhr: Umfrage: SPD stürzt weiter ab +++

Auch der Verzicht von Noch-Parteichef Martin Schulz auf das Amt des Außenministers hilft der SPD nicht aus dem Umfrage-Tief heraus. Im aktuellen Insa-Meinungstrend für die "Bild"-Zeitung fällt die Partei sogar um einen halben Punkt und liegt nur noch bei 16,5 Prozent. Damit liegt die SPD der Umfrage nach nur noch 1,5 Prozentpunkte vor der AfD, die mit 15 Prozent drittstärkste Partei ist. Auch CDU/CSU verlieren einen Punkt und liegen demnach bei 29,5 Prozent. Gemeinsam kommen CDU/CSU und SPD damit nur noch auf 46 Prozent, eine große Koalition hätte, wie im Insa-Meinungstrend eine Woche zuvor, weiterhin keine Mehrheit mehr. Ein Jamaika-Bündnis aus CDU/CSU, FDP und Grünen hingegen käme wie in der Woche zuvor auf 53 Prozent.

+++ 18.16 Nach Berichten über Sexpartys: Oxfam-Vizechefin tritt zurück +++

Nach Berichten über Sexpartys mit Prostituierten in Haiti und im Tschad ist die britische Vizechefin der Hilfsorganisation Oxfam, Penny Lawrence, zurückgetreten. Sie übernehme die "volle Verantwortung" für das Verhalten von Mitarbeitern in diesen Ländern, auf das nicht angemessen reagiert worden sei. Sie schäme sich, teilte Lawrence mit.

Als Lawrence 2006 zu der Organisation in Großbritannien stieß, war sie als Programmdirektorin für Teams in Dutzenden Ländern zuständig. Oxfam ist ein internationaler Verbund von Hilfs- und Entwicklungsorganisationen mit Sitz in Oxford. Ob Spendengelder für die Partys genutzt wurden, war zunächst nicht bekannt.

Am Freitag hatte die britische Zeitung "The Times" berichtet, Oxfam-Mitarbeiter hätten während ihres Einsatzes nach dem Erdbeben in Haiti im Jahr 2010 Sexorgien mit Prostituierten veranstaltet. Dem Artikel zufolge, der sich auf einen Oxfam-Untersuchungsbericht von 2011 berief, sollen die Partys in einer von der Organisation gemieteten Villa stattgefunden haben. Am Sonntag schrieb das britische Wochenblatt "The Observer", im Tschad seien 2006 wiederholt mutmaßliche Prostituierte in das Haus des Oxfam-Teams eingeladen worden.

+++ 17.03 Uhr: Arbeiter wird verschüttet und stirbt +++

Bei Baggerarbeiten ist im baden-württembergischen Obererdingen ein Arbeiter in einer Baugrube verschüttet worden und seinen Verletzungen erlegen. Wie die Polizei in Karlsruhe mitteilte, hielt sich der 55-Jährige in der dreieinhalb Meter tiefen Grube auf, als das Erdreich einstürzte und ihn unter sich begrub. Trotz sofortiger Bergung und Wiederbelebungsmaßnahmen starb der Mann am Unglücksort. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an. Die Ermittlungen zur genauen Unglücksursache übernahm die Kriminalpolizei.

+++ 17.01 Uhr: Ukraine schiebt Georgiens Ex-Präsident Saakaschwili ab +++

 Die Ukraine hat den ehemaligen georgischen Staatschef Michail Saakaschwili nach Polen abgeschoben. Saakaschwili sei illegal aus Polen in die Ukraine eingereist und deshalb dorthin zurückgebracht worden, teilte der ukrainische Grenzschutz mit. Die Ukraine wirft dem staatenlosen Ex-Präsidenten einen Putschversuch vor.

+++ 16.26 Uhr: Schwerer Unfall auf der A5: Mehrere Tote +++

Bei einem schweren Unfall sind auf der Autobahn 5 bei St. Leon-Rot in Baden-Württemberg am Montag mehrere Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei in Mannheim mitteilte, schob ein Lastwagen zwei Autos unter einen anderen Laster, der auf der rechten Spur halten musste. Die genaue Zahl der Opfer war nach Angaben der Beamten zunächst unklar. "In den beiden Fahrzeugen verstarben mehrere Personen, die genaue Anzahl steht noch nicht fest", teilte die Polizei mit. Eine Frau habe schwer verletzt geborgen werden können.

Der Unfall ereignete sich demnach zwischen Kronau und dem Autobahnkreuz Walldorf südlich von Heidelberg. Feuerwehr und Rettungsdienste starteten einen Großeinsatz, die Autobahn war wegen der Rettungsarbeiten einseitig gesperrt. Nach ersten Erkenntnissen der Beamten hatte der Fahrer eines Lastwagens aufgrund der Verkehrssituation halten müssen. Hinter ihm stoppten zwei Autos. Diese wurden von einem nachfolgenden Lastwagen erfasst, der nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte. Er schob die Autos unter den ersten Laster. Bei weiteren Unfällen auf der Gegenfahrbahn, die durch Schaulustige verursacht wurden, zählte die Polizei weitere drei Verletzte. Demnach stießen dort sieben Fahrzeuge bei drei Auffahrunfällen zusammen. Zwei von drei Fahrstreifen waren blockiert, es gab lange Rückstaus.


+++ 16.04 Uhr: London: City-Flughafen nach Blindgänger-Fund gesperrt +++

Wegen einer 500 Kilogramm schweren Weltkriegsbombe ist der Londoner City Airport geschlossen worden. Die nicht detonierte Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war bei Bauarbeiten im Schlamm der Themse im Osten der entdeckt worden. Nach Angaben von Scotland Yard kann sie wegen der Gezeiten höchstwahrscheinlich erst am Dienstagmorgen geborgen werden.

"Alle Flüge am Montag in die und aus der Stadt sind gecancelt", sagte Flughafenchef Robert Sinclair. Die etwa 16.000 betroffenen Fluggäste sollten Kontakt mit ihren Airlines aufnehmen. Darunter waren viele Tottenham-Fußballfans, die das Champignons-League-Spiel gegen Juventus Turin am Dienstag in Italien sehen wollten. Die errichtete eine Sperrzone rund um den Fundort und evakuierte Gebäude. Etliche Bewohner weigerten sich allerdings zunächst, ihre Wohnungen in den Docklands zu verlassen. Der Bahnverkehr wurde teilweise unterbrochen.

Der City Airport ist im Vergleich zu den anderen Londoner Flughäfen wie Heathrow und Stansted zwar klein, aber wegen seiner zentralen Lage vor allem bei Geschäftsreisenden sehr beliebt. Im vergangenen Jahr hatte er Statistiken zufolge etwa 4,5 Millionen Passagiere. 

+++ 15.55 Uhr: Frau von fallendem Rinderschädel verletzt +++

Bei einer Faschingsfeier in der Oberpfalz ist eine Frau von einem von der Wand fallenden Rinderschädel schwer am Kopf verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, hielt sich die 28-Jährige am Vortag mit einer Faschingsgruppe in einem Gasthaus in Kemnath auf. Während der Feier löste sich ohne ersichtlichen Grund der rund drei Kilo schwere Rinderschädel von der Wand und fiel der Frau auf den Kopf. Eigentlich sollte er dort gar nicht hängen, hieß es. Ein Unbekannter habe ihn zuvor im Gastraum angebracht.

+++ 15.45 Uhr: Niedersachsen: SEK überwältigt Axt-Angreifer +++

Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei (SEK) hat im niedersächsischen Radbruch einen Mann überwältigt, der einen Autofahrer mit einer Axt angriff. Der 58-Jährige habe vor seinem Haus mit der Waffe in der Hand ein Auto gestoppt und den Insassen attackiert, erklärten die Beamten in Lüneburg. Danach verschanzte er sich im Haus. Dort griff das SEK zu. Die Polizei ging nach eigenen Angaben von einer psychischen Erkrankung aus, es gab keine Hinweise auf politische oder religiöse Motive. Der Mann hatte demnach mit der Axt auf die Windschutzscheibe des zufällig vorbeifahrendes eingeschlagen und damit zudem eine Seitenscheibe zerstört. Dabei prellte sich der 65-jährige Fahrer leicht die Hüfte.

Der 58-Jährige schrie anschließend wild herum, bevor er sich wieder in sein Haus in der kleinen Gemeinde südöstlich von Hamburg begab. Auch bei einem ersten Kontakt mit zur Hilfe gerufenen Polizisten reagierte er weiter aggressiv. Die Beamten forderten daraufhin Verstärkung durch ein SEK und psychologisch geschulte Beamte einer Vermittlungsgruppe an. Das SEK griff zu und überwältigte den Mann mit einem Elektroschocker. Er blieb unverletzt.

+++ 15.24 Uhr: Angriff auf Neonazi-Demo in Dresden: Zwei Verletzte im Krankenhaus +++

Vermutlich Linksextreme haben am Samstag in Dresden sechs überfallen und verprügelt. Zwei Männer im Alter von 27 und 35 Jahren wurden so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten, wie die Polizei mitteilte. Demnach waren die beiden zusammen mit vier weiteren Besuchern einer Neonazi-Kundgebung auf dem Rückweg zu ihren Autos, als sie von etwa 15 Vermummten angegriffen wurden. Erst als sich ein Auto genähert habe, seien die Angreifer geflohen. Das Dezernat Staatsschutz ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Zeugen des Vorfalls wurden gebeten, sich zu melden.

An dem Aufmarsch der Rechten im Vorfeld des 13. Februar hatten sich nach Polizeiangaben etwa 500 Menschen beteiligt. Seit Jahren missbrauchen Rechtsextreme das Gedenken an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg für ihre Propaganda.

+++ 15.23 Uhr: Belgien: Zwei Tote bei Flugzeugabsturz +++

Beim Absturz eines Sportflugzeugs in der ostbelgischen Provinz Limburg sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Maschine sei am Mittag in der Provinz-Hauptstadt Hasselt abgestürzt, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die örtliche Polizei. Beide Insassen des Flugzeugs seien gestorben. Zur Identität der Toten oder den Ursachen des Absturzes gab es zunächst keine Angaben.

+++ 15.06 Uhr: SPD-Chef Martin Schulz sagt politischen Aschermittwoch ab +++

Noch-SPD-Chef Martin Schulz tritt doch nicht beim Politischen Aschermittwoch seiner Partei in Ludwigsburg auf. Er habe seine Teilnahme für diesen Mittwoch abgesagt, teilte der SPD-Landesverband Baden-Württemberg in Stuttgart mit. An seiner Stelle komme SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil.

Am Dienstag wollen Präsidium und Vorstand der SPD beraten, ob Bundesfraktionschefin Andrea Nahles wegen der Turbulenzen in ihrer Partei kommissarisch sofort den Vorsitz von Schulz übernimmt. Erwartet wird, dass Schulz dort seinen sofortigen Rückzug verkünden wird.  

+++ 14.45 Uhr: Österreich: Mindestens eine Tote bei Zugunglück mit EuroCity +++

Auf dem Weg von Graz nach Saarbrücken ist in Österreich ein Eurocity mit einem Nahverkehrszug zusammengestoßen. Dabei kam laut Polizei eine Frau ums Leben. Außerdem wurden 22 Insassen, darunter drei Kinder, verletzt. Der EuroCity216 von Graz nach Saarbrücken war am Mittag im Bereich des Bahnhofs von Niklasdorf in der Steiermark seitlich gegen einen Nahverkehrszug geprallt. Die Ursache dieser sogenannten Flankenkollision war zunächst unklar.

Auf Fotos war zu sehen, wie die Seite eines Waggons des Eurocity völlig aufgerissen war. Weitere Waggons wurden beschädigt. In welchem Zug die Tote saß, war zunächst nicht klar. Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz. Dutzende Passagiere mussten auch wegen eines Schocks betreut werden. Ein Waggon entgleiste nach dem Zusammenstoß. Die Behörden kündigten für den Nachmittag nähere Informationen an. Nach Bahn-Angaben wird der Zug aus Deutschland auf österreichischem Gebiet von der ÖBB betrieben. Dazu werde in Salzburg das Personal komplett getauscht.

+++ 14.41 Uhr: Russland: Zwei Tote bei Bruchlandung von Rettungshubschauber +++

Bei der Bruchlandung eines russischen Hubschraubers auf einem Rettungsflug sind die beiden Piloten getötet worden. Vier Passagiere, darunter eine kranke Frau, überlebten den Unfall in Sibirien schwer verletzt, wie die Agentur Tass meldete. Der Helikopter vom Typ Mi-8 sollte die Kranke von einer Wetterstation in die Stadt Streschewoj fliegen, die etwa 2400 Kilometer östlich von Moskau liegt. Die Maschine brannte völlig aus. Rettungsmannschaften brachten die Verletzten mit einem anderen Hubschrauber ins Krankenhaus von Streschewoj. Zur Ursache der Bruchlandung gab es keine Angaben.

+++ 14.36 Uhr: Nürnberg: 6000 Menschen werden wegen Bombenentschärfung evakuiert +++

Wegen der Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg müssen in Nürnberg am Nachmittag bis zu 6000 Anwohner vorübergehend die Gefahrenzone verlassen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, wurde der 45 Kilogramm schwere Sprengkörper am Morgen bei Gleisarbeiten im Bereich des Hauptbahnhofs gefunden. Er soll demnach am frühen Abend von Experten entschärft werden, wenn die Evakuierung des gefährdeten Gebiets beendet ist.

Nach Angaben der Deutschen Bahn ist der Hauptbahnhof zunächst weiter erreichbar, nur einige Gleise sind blockiert. Er soll aber während der Entschärfung für etwa eine Stunde ganz gesperrt werden. 

+++ 14.20 Uhr: Wegen "Porno-Tänzen": Touristen müssen Kambodscha verlassen +++

Wegen angeblicher obszöner Gesten haben sieben Rucksacktouristen Kambodscha verlassen müssen und sind in ihre Heimatländer zurückgekehrt. Das berichteten lokale Medien. Sie waren Ende Januar nach einer Privatparty in der Nähe der berühmten Tempelanlage Angkor Wat festgenommen und angeklagt worden.

Jetzt wurden sie gegen Kaution freigelassen und vom Gericht des Landes verwiesen. "Erstens dürfen sie nicht in Kambodscha bleiben und zweitens dürfen sie keiner Aktivität mehr nachgehen, die zu öffentlicher Unruhe führen könnte", sagte ein Anwalt der Angeklagten der Zeitung "The Phnom Penh Post". Insgesamt zehn Urlaubern - fünf Briten, zwei Kanadierinnen und je ein Mann aus Norwegen, den Niederlanden und Neuseeland - wurde vorgeworfen, bei einer privaten Party Ende Januar "pornografische Tänze" aufgeführt zu haben. Drei der zehn Angeklagten bleiben vorerst noch in Untersuchungshaft, sie sollen die Party organisiert haben. Sie stammen aus Norwegen, Großbritannien und den Niederlanden.

+++ 14.11 Uhr: Südsudan: Mindestens 20 Tote bei Viehdiebstahl +++

Im Bürgerkriegsland sind bei einem Viehdiebstahl mindestens 20 Menschen getötet worden. Eine bewaffnete Gruppe habe ein Dorf nordwestlich der Hauptstadt Juba im Zentrum des Landes angegriffen, sagte der Informationsminister des Bundesstaates Western Lakes, Stephen Dhal. Dabei seien auch 14 Menschen verletzt worden. Zudem seien rund 70 Rinder gestohlen worden.

Dhal warf den Angreifern vom Volk der Nuer vor, von der bewaffneten Opposition unterstützt zu werden. Die Dorfbewohner gehören demnach dem Volk der Dinka an. Gewaltsame Viehdiebstähle oder Konflikte um Weideland sind in dem ostafrikanischen Land nicht ungewöhnlich. Nach Jahrzehnten verschiedener Konflikte sind Bauern im Südsudan häufig mit Maschinenpistolen bewaffnet. Rivalitäten können leicht eskalieren. Die Zusammenstöße sind auch oft ethnisch geprägt.

+++ 13.45 Uhr: EU droht Oxfam wegen Sexskandal +++

In der Affäre um sexuelle Ausbeutung durch Oxfam-Mitarbeiter in Haiti hat die EU-Kommission der Hilfsorganisation mit einer Streichung von Geldern gedroht. Bei Vorwürfen von Fehlverhalten gelte für die EU-Behörde "null Toleranz", sagte eine Kommissionssprecherin in Brüssel. Sie verlangte "dringend" vollständige Aufklärung zu den Vorwürfen, wonach Oxfam-Mitarbeiter nach dem Erdbeben 2010 in Haiti Orgien mit Prostituierten gefeiert haben sollen.

Die Kommission ist ein wichtiger Geldgeber für Hilfsorganisationen weltweit. Die Behörde erwarte von ihren Partnern, dass sie "strengen ethischen und professionellen Verhaltensgrundsätzen" folgten, sagte die Sprecherin weiter. "Wir sind bereit, die Finanzierung an Partner, die sich nicht an die verlangten hohen ethischen Standards halten, zu überprüfen und - falls nötig - einzustellen."

+++ 13.32 Uhr: Italien: Rechtspartei kritisiert Museumsdirektor scharf +++

Das Ägyptische Museum in Turin ist im Wahlkampf in Italien in die Schusslinie rechter Parteien geraten. Die nationalkonservative Partei Fratelli d'Italia, die mit Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi eine Allianz eingegangen ist, griff den Direktor des renommierten Museums an, weil dieser Ermäßigung für arabischsprachige Paare angeboten hat. Das Angebot sei "ideologisch und anti-italienisch", so die Partei. Fratelli-Chefin Giorgia Meloni beklagte Diskriminierung und Rassismus "gegenüber Italienern". Kulturminister Dario Franceschini verteidigte den Direktor Christian Greco auf Twitter als "kompetente und unabhängige Person".


Das Ägyptische Museum in Turin ist das zweitgrößte nach Kairo und ist weltweit hoch angesehen. Seit längerem wirbt das Museum damit, dass arabische Paare nur ein statt zwei Tickets lösen müssen. So soll Integration gefördert werden.  

+++ 13.11 Uhr: Bundesregierung kritisiert "aggressive Haltung" Irans gegenüber Israel +++

Die Bundesregierung hat den Iran wegen seines militärischen Engagements in Syrien und im Libanon scharf kritisiert. Dieser Einsatz besonders auch über von Teheran gesteuerte Milizen trage zu einer "gefährlichen Eskalation des syrischen Bürgerkriegs" bei, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Die Bundesregierung fordere daher den Iran auf, "seine aggressive Haltung gegenüber Israel aufzugeben". Sie sei überdies der festen Überzeugung, dass Israel das Recht habe, sich gegen Angriffe zu verteidigen.

Israels Luftwaffe hatte am Samstag eine Serie von Angriffen in Syrien geflogen und dabei nach eigenen Angaben syrische und iranische Stellungen ins Visier genommen. Auslöser der Luftangriffe war nach Angaben Israels eine iranische Drohne, die am Samstagmorgen von Syrien aus in den israelischen Luftraum eingedrungen sei. Zuvor war ein israelischer Kampfjet über Syrien beschossen worden und auf israelischem Territorium abgestürzt.

+++ 13.01 Uhr: RSC Anderlecht muss Bayern-Fans entschädigen +++

Der RSC Anderlecht muss Fans des FC Bayern München für überzogene Ticketpreise beim Champions-League-Spiel in Brüssel im vergangenen November entschädigen. Die (UEFA) gab bekannt, dass für einen Teil der Eintrittskarten im Gästeblock des Constant-Vanden-Stock-Stadions jeweils 30 Euro zurückerstattet werden müssten.

Die Bayern-Fans hatten beim Spiel in Brüssel gegen die überzogenen Ticketpreise von 100 Euro protestiert und dabei unter anderem kopierte Geldnoten auf das Spielfeld geworfen. Für diese Aktion wurde der deutsche Rekordmeister von der UEFA mit einer Geldstrafe von 20.000 Euro belegt.

+++ 12.57 Uhr: Deutsche nach Tod von kleiner Tochter in der Schweiz angeklagt +++

Eine Deutsche muss sich nach dem Tod ihrer einjährigen Tochter in der Schweiz wegen vorsätzlicher Tötung vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft St. Gallen klagte die 35-jährige Mutter und den 54-jährigen Schweizer Vater nachzweieinhalb Jahren Ermittlungen an, wie sie am Montag mitteilte.

Die Leiche des Mädchens war im Sommer 2015 bei einer Hausdurchsuchung im Keller gefunden worden. Das Kind war schon einige Zeit tot, wie die Polizei damals berichtete. Sozialarbeiter hatten die Beamten alarmiert, weil sie das Mädchen bei einem Hausbesuch nicht vorfanden. Die Eltern stünden im Verdacht, aufgrund ihres Drogenkonsums die elterlichen Sorgfaltspflichten verletzt zu haben, so die Staatsanwaltschaft. Sie hätten das Kind nicht richtig ernährt und medizinisch versorgen lassen. Es sei durch die Vernachlässigung gestorben. Die Staatsanwaltschaft beantragte zehneinhalb Jahre Haft für die Mutter, acht Jahre für den Vater.

+++ 12.51 Uhr: Ukrainisches Fernsehen verzichtet auf Übertragung der Fußball-WM +++

Trotz vorhandener Rechte wird das ukrainische öffentlich-rechtliche Fernsehen die Spiele der Fußball-WM in Russland nicht übertragen. "Das war eine schwere Entscheidung. Kann das öffentliche Fernsehen die WM in Moskau zeigen? Nein", sagte Senderchef Surab Alassanija in einem Interview des Regierungskuriers. Die Rechte seien bereits vor 2013 und somit vor Beginn der Ukraine-Krise erworben worden. Eine private Sendergruppe verzichte ebenfalls auf die ursprünglich geplante parallele Übertragung.

Seit der russischen Annexion der Halbinsel Krim im März 2014 und der anschließenden Unterstützung ostukrainischer Separatisten durch Moskau sieht sich Kiew im Krieg mit dem Nachbarn.

+++ 12.37 Uhr: Putzstreik: Kliniken in Gaza operieren nur noch in Notfällen +++

Wegen eines Streiks des Putzpersonals operieren Klinikärzte im Gazastreifen nur noch in Notfällen. 200 Operationen seien verschoben worden, teilte der Sprecher des Gesundheitsministeriums in Gaza mit. Der Streik und die Müllberge brächten auch das Leben von 113 Neugeborenen in Gefahr.

Das Putzpersonal ist am Sonntag in den Streik getreten, weil die Menschen in dem von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Gebiet ihre Gehälter nicht bekommen haben. Die Regierung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat nach Angaben des Sprechers ein entsprechendes Budget für Januar nicht an das Ministerium ausgezahlt.

+++ 12.30 Uhr: Moskauer Hotel "Kosmos" wegen Brandes evakuiert +++

Wegen eines Brandes haben russische Rettungskräfte etwa 230 Menschen aus einem großen Moskauer Hotel in Sicherheit gebracht. Das Feuer brach im 15. Stock des Hotels "Kosmos" aus, konnte aber nach Behördenangaben schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Niemand sei verletzt worden. Das Hotel im Norden der russischen Hauptstadt hat 1777 Zimmer und war zu den Olympischen Spielen 1980 eröffnet worden. Das "Kosmos" galt als eines der ersten internationalen Hotels der Sowjetunion.

+++ 12.02 Uhr: Ermittlungen gegen linken Hamburger Szeneanwalt wegen G20-Äußerungen eingestellt +++

Rund sieben Monate nach den Ausschreitungen beim Hamburger G20-Gipfel hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen gegen einen Anwalt eingestellt, der das Autonomenzentrum Rote Flora öffentlich vertritt. Dem Juristen Andreas Beuth war die öffentliche Billigung von Straftaten vorgeworfen worden, nachdem er sich in einem Fernsehinterviews zu den Krawallen geäußert hatte.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war das Verfahren aber einzustellen. Der Beschuldigte habe sich in dem Interview von realen Ausschreitungen und Plünderungen distanziert und ansonsten nur eine allgemeine "Sympathie" für derartige Taten ausgedrückt. Dies sei so nicht strafbar. Beuth wird von den Behörden seit vielen Jahren der Szene um die Rote Flora zugerechnet. Nach den Krawallen äußerte er sich öffentlich, was damals viel beachtet wurde.

+++ 11.45 Uhr: Löwen in Südafrika fressen mutmaßlichen Wilderer auf +++

Ein Rudel Löwen hat in Südafrika in der Nähe des bei Touristen beliebten Krüger-Nationalparks einen mutmaßlichen Wilderer zerfleischt. Von dem Mann sei fast nichts übrig geblieben, sagte Polizeisprecher Moatshe Ngoepe. Anhand von Fußspuren geht die Polizei davon aus, dass sich am Freitagabend drei mutmaßliche Wilderer Zugang zu einem eingezäunten privaten Wildreservat nahe der Stadt Hoedspruit in der Provinz Limpopo verschafft hatten. "Einer von ihnen wurde von den Löwen erwischt", sagte Ngoepe.

Neben den Überresten des Mannes wurden demnach am Samstagmorgen auch ein Jagdgewehr und Munition gefunden. Die Polizei bittet Anwohner des Gebiets im Nordosten des Landes um Mithilfe bei der Identifizierung des Opfers. An den Grenzen zum Krüger-Nationalpark gibt es mehrere, zumeist sehr luxuriöse, private Wildreservate. Der Polizeisprecher wollte unter Berufung auf die laufenden Ermittlungen nicht mitteilen, welches Reservat betroffen war. 

+++ 10.55 Uhr: Mutmaßlicher Täter nach sexuellen Übergriffen nahe Frankfurter Uni gefasst +++

Nach sexuellen Übergriffen nahe der Universität Frankfurt am Main in den vergangenen Monaten haben die Ermittler den mutmaßlichen Täter festgenommen. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Genauere Angaben wollen sie erst am Nachmittag machen.

In den vergangenen Monaten war es im Bereich des Unicampus im Frankfurter Westend zu drei sexuellen Übergriffen sowie zu versuchten Übergriffen gekommen. Die Polizei ermittelte zunächst verdeckt. Anfang Februar gingen Uni und Ermittler an die Öffentlichkeit.

+++ 10.35 Uhr: Frau bei Rettungsversuch ihres Hundes ertrunken +++

Eine 46-jährige Frau aus Traun in Oberösterreich ist beim Versuch, ihren Hund aus einem kalten Fluss zu retten, ertrunken. Auch der Hund kam dabei ums Leben. Wie die "Kleine Zeitung" berichtete, wurde die Leiche der Frau beim Wasserkraftwerk Pucking aus dem Wasser geborgen. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an. 

Der Bruder der Frau hatte die Polizei informiert, weil seine Schwester nicht auf Anrufe und Nachrichten reagierte und er schließlich das geparkte Auto seiner Schwester fand, nicht aber die Vermisste. 

+++ 09.30 Uhr: Flughafen in London wegen Weltkriegsbombe gesperrt +++

Wegen einer Weltkriegsbombe ist der Londoner City Airport geschlossen worden. Die nicht detonierte Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war bei Bauarbeiten an der Themse im Osten der britischen Hauptstadt entdeckt worden.

"Alle Flüge am Montag in die und aus der Stadt sind gecancelt", sagte Flughafenchef Robert Sinclair. Fluggäste sollten Kontakt mit ihren Airlines aufnehmen. Etwa 16 000 Passagiere sind den Angaben zufolge von der Sperrung betroffen, die den ganzen Tag andauern sollte.

Die Polizei errichtete eine Sperrzone rund um den Fundort und evakuierte Gebäude. Der Bahnverkehr wurde teilweise unterbrochen.  

+++ 09.10 Uhr: Schnee erschwert Ermittlungen zu Flugzeugunglück nahe Moskau +++

Unter widrigen Wetterbedingungen sind die Untersuchungen zu dem Flugzeugabsturz mit 71 Toten nahe Moskau fortgesetzt worden. Eine hohe Schneeschicht am Unglücksort erschwerte die Arbeit der Ermittler. Die Bergungsarbeiten sollen in den kommenden sieben Tagen weitgehend abgeschlossen sein, wie Katastrophenschutzminister Wladimir Putschkow in der Nacht an der Absturzstelle sagte. Das russische Ermittlungskomitee nannte menschliches Versagen, schlechtes Wetter oder einen technischen Defekt als mögliche Unglücksursachen. Die Möglichkeit eines Terroranschlags wurde nicht erwähnt. Russland verzeichnet seit Tagen Rekordschneefälle, und zum Unglückszeitpunkt soll schlechte Sicht geherrscht haben.

Mehr als 400 Einsatzkräfte waren am Sonntag am Absturzort, der nur zu Fuß oder per Schneemobil erreichbar war. Ein Datenschreiber der Maschine wurde sichergestellt.
Die Passagiermaschine der Fluggesellschaft Saratow war am Sonntag kurz nach dem Start vom Moskauer Flughafen Domodedowo vom Radar verschwunden. Augenzeugen zufolge war sie in der Luft in Flammen aufgegangen. Die Antonow An-148 stürzte im Bezirk Ramenski ab, rund 70 Kilometer südöstlich von Moskau. Alle 71 Insassen kamen ums Leben.

+++ 09.05 Uhr: Unfall eines Tanklastwagens führt zu Inferno auf chinesischer Autobahn +++

Der Unfall eines Tanklastwagens hat ein Inferno auf einer Autobahn in China verursacht. Das entzündete Flüssiggas verwandelte die Schnellstraße in der Nähe Pekings in ein Flammenmeer, wie Videoaufnahmen von Augenzeugen zeigten. Das Feuer erfasste zwei Autos, Bäume und Büsche am Straßenrand verbrannten. Zwei Menschen wurden schwer verletzt.

Gefilmt wurde das Unglück mit einer Kamera, die auf dem Armaturenbrett eines nachfolgenden Autos installiert war. Die Videoaufnahmen zeigen ein blaues Auto, das in Flammen aufgeht, kurz nachdem es hinter dem verunglückten Tanklaster zum Stehen kommt. Auch ein zweites Auto fing Feuer. Die beiden Fahrer sprangen aus ihren Fahrzeugen, um den Flammen zu entkommen. Örtliche Medien berichteten von insgesamt acht Verletzten. Die Peking-Harbin-Autobahn ist eine Hauptverkehrsstraße für Lastwagen, die Kohle, Flüssiggas und andere Güter transportieren.

+++ 07.30 Uhr: Tödliche Unfälle überschatten Karneval in Bolivien +++

Mehrere tödliche Unfälle haben den Auftakt des bolivianischen Karnevals überschattet. 21 Menschen seien getötet und mehr als 70 weitere verletzt worden, teilte die Polizei mit. Das schwerste Unglück ereignete sich am Rande des landesweit größten Karnevalsumzugs in Oruro. Dort explodierte an einem mobilen Essensstand eine Gasflasche. Acht Menschen wurden getötet und fast 50 weitere verletzt. Die meisten anderen Opfer kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben.

Oruro ist die Hauptstadt des bolivianischen Karnevals. Der traditionelle Straßenumzug mit tausenden Tänzern lockte am Wochenende etwa 400.000 Menschen in den 230 Kilometer südlich von La Paz gelegenen Ort. Der Karneval in Oruro zählt seit 2001 zum Unesco- Weltkulturerbe.

+++ 06.30 Uhr: Pence: USA sind offen für Gespräche mit Nordkorea +++

Die USA sind bereit, direkte Gespräche mit Nordkorea zu führen. Das sagte US-Vizepräsident Mike Pence der "Washington Post" in einem Interview auf dem Rückflug von den Olympischen Winterspielen in Südkorea. Pence machte klar, dass die USA weiterhin über Sanktionen maximalen Druck auf das isolierte ostasiatische Land ausüben würden. Wenn das Regime in Pjöngjang aber Gespräche führen wolle, sei man dafür offen.

"Der Punkt ist, dass kein Druck abgebaut wird, bis sie (die nordkoreanische Führung) etwas tun, das die Allianz (USA und Südkorea) für einen bedeutsamen Schritt in Richtung Denuklearisierung hält", sagte Pence in dem Interview, das am Sonntag (Ortszeit) erschien. "Die Politik des maximalen Drucks bleibt also bestehen und wird noch verstärkt. Aber wenn man reden will, werden wir reden."
Die Aussagen sind eine Abweichung von der bisherigen US-Politik, die Gespräche immer erst für den Fall in Aussicht gestellt hatte, wenn Nordkorea bereits Zugeständnisse gemacht hat.

Pence sagte weiter, bei einem Treffen mit Südkoreas Präsident Moon Jae In seien die beiden überein gekommen, dass der Norden allein für das Führen von Gesprächen keine Erleichterungen bei den Sanktionen erhalten solle. Auf Basis dieses Einverständnisses könne er ein Treffen zwischen den Staatschefs von Nord- und Südkorea unterstützen. Gespräche zwischen Nordkorea und den USA könnten darauf folgen, sagte Pence. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte Moon am Samstag zu einem Treffen eingeladen.

+++ 06.10 Uhr: Bericht: Gabriel bedauert Äußerung zu Schulz +++

Der geschäftsführende Außenminister und frühere SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel bedauert es einem Bericht zufolge, bei seiner Kritik am scheidenden SPD-Chef Martin Schulz die eigene Tochter erwähnt zu haben. Der Berliner "Tagesspiegel" berichtete unter Berufung auf Vertraute des SPD-Politikers, Gabriel bedauere es, seine Tochter überhaupt erwähnt zu habe.

Demnach habe Gabriel versucht, gegenüber seiner Heimatzeitung eine eher humorvolle Bemerkung zu machen. Es sei in seiner Umgebung kein Geheimnis, dass ihm dies leid tue. Gabriel habe sich aber sehr über die SPD-Führung geärgert: Wer der Partei so lange gedient habe, den könne es nicht kalt lassen, wenn er seinen Rausschmiss über die Medien erfahre und kein Wort des Dankes zu hören bekomme. Gabriel hatte der Funke-Mediengruppe als Reaktion auf Schulz' beabsichtigten Wechsel ins Auswärtige Amt gesagt, seine Tochter Marie habe ihn mit den Worten getröstet: "Papa, jetzt hast du doch mehr Zeit mit uns. Das ist doch besser als mit dem Mann mit den Haaren im Gesicht."

Parteiinterne Kritiker werfen Gabriel dem "Tagesspiegel" zufolge vor, bei seiner Kritik an Schulz die eigene Tochter in geschmackloser Weise vorgeschoben zu haben. Nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen mit der Union war Gabriel mit der SPD-Spitze hart ins Gericht gegangen. Mit Blick auf die Ankündigung von Schulz, das Außenministerium übernehmen zu wollen, beklagte er Respektlosigkeit innerhalb der Partei und Wortbruch. Am Freitag verzichtete Schulz auf das Außenamt.

+++ 04.30 Uhr: Mexikanisches Drogenkartell soll zwei Ermittler verschleppt haben +++

Ein mexikanisches Verbrechersyndikat hat offenbar zwei Ermittler der Generalstaatsanwaltschaft verschleppt. Die Männer seien vor knapp einer Woche während ihres freien Tages im Bundesstaat Nayarit im Westen des Landes verschwunden, teilte die Behörde am Sonntag mit. Die Generalstaatsanwaltschaft kündigte an, alles zu tun, um die Ermittler zu finden.

In den sozialen Medien tauchte ein Video auf, in dem die beiden Agenten zu sehen sein sollen. Sie knien vor vier vermummten Männern mit Schnellfeuerwaffen und verlesen eine Erklärung. Darin erheben sie Anschuldigungen gegen den Innen- und Verteidigungsminister und bezichtigen die mexikanischen Sicherheitskräfte schwerer Menschenrechtsverletzungen. Hinter der Entführung soll das Verbrechersyndikat Cartel Jalisco Nueva Generación (CJNG) stecken.

+++ 04.10 Uhr: Unbekannter Fahrer demoliert drei Autos und 24 Leitplanken +++

24 Leitplanken, einen Sportwagen und zwei weitere Autos hat ein unbekannter Fahrer am späten Sonntagabend auf der Autobahn 6 bei Mannheim beschädigt. Anschließend floh er, wie die Polizei am frühen Montagmorgen mitteilte. Die Fahndungsmaßnahmen waren zunächst erfolglos. Die Kennzeichen des Sportwagens waren entfernt worden. Die Autobahnpolizei ermittelt, ob das Fahrzeug gestohlen wurde. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 70 000 Euro. Die A6 in Richtung Viernheim war vorübergehend gesperrt.

Der Fahrer war mit dem Sportwagen von der Fahrbahn abgekommen und schrammte an der linken Seite an 19 Leitplanken entlang. Dann schleuderte er nach rechts und beschädigte dort fünf weitere Leitplanken. Nach etwa einem Kilometer hielt er das stark demolierte Auto auf dem Seitenstreifen an. Ein Zeuge beobachtete, wie mehrere Menschen aus dem Auto ausstiegen und zu Fuß flohen. Zwei weitere Autos wurden durch herumliegende Trümmerteile beschädigt.

+++ 03.30 Uhr: Schäfer-Gümbel hat Bedenken gegen Urwahl des SPD-Vorsitzenden +++

In der Debatte um die Nachfolge von SPD-Parteichef Martin Schulz hat der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel starke Bedenken gegen eine Urwahl des neuen Parteivorsitzenden geäußert. Eine Urwahl bringe Probleme mit dem Parteiengesetz und verschiedene Legitimationen in der SPD-Führung mit sich, sagte der 48-Jährige der "Saarbrücker Zeitung". "Entweder man wählt alle per Urwahl oder alle auf dem Parteitag."

Allerdings müsse die SPD im Zuge ihres Erneuerungsprozesses überlegen, wie Mitglieder mehr und transparenter beteiligt werden könnten, räumte ein, der auch SPD-Landeschef in Hessen ist. Die Führungsgremien würden darüber in den nächsten Tagen beraten.

Angesichts der jüngsten Personaldebatten und Posten-Diskussionen räumte Schäfer-Gümbel ein, dass die Partei in den vergangenen Tagen "kein gutes Bild" abgegeben habe. "Manche Äußerung hätte ich lieber nicht gelesen", sagte er der "Saarbrücker Zeitung". Der Vorsitzende des konservativen Seeheimer Kreises in der SPD, Johannes Kahrs, sagte der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe), er halte einen kommissarischen Vorsitz von Andrea Nahles für sinnvoll, "wenn der Parteivorstand Andrea Nahles eh als Parteivorsitzende vorschlagen wird".

+++ 01.50 Uhr: Bundesstaat New York verklagt Weinstein und dessen Produktionsfirma +++

Im Skandal um den Filmproduzenten Harvey Weinstein hat der US-Bundesstaat New York dessen Firma Weinstein Company sowie die Gründer Harvey und Robert Weinstein wegen Verletzung der Bürgerrechte, Menschenrechte und des Arbeitsrechts verklagt. Die Klage wurde am Sonntag beim Obersten Gericht des Bezirks New York eingereicht, wie Staatsanwalt Eric Schneiderman mitteilte. Sie enthalte auch neue Vorwürfe gegen Weinsteins "bösartige und ausbeuterische Misshandlung" von Mitarbeitern.

Verwaltungsrat und Geschäftsführung werde vorgeworfen, wiederholt dabei gescheitert zu sein, ihre Mitarbeiter durch angemessene Maßnahmen zu schützen oder gegen Weinsteins Verhalten vorzugehen. Die Weinstein Company habe mutmaßlich "wiederholt New Yorker Gesetze gebrochen, indem sie ihre Mitarbeiter nicht vor allgegenwärtiger sexueller Belästigung, Einschüchterung und Diskriminierung" geschützt habe.

Die Klage sei das Ergebnis viermonatiger Ermittlungen, in denen Mitarbeiter, Führungskräfte und Opfer von Weinstein befragt worden seien, teilte der Staatsanwalt weiter mit. Dabei seien auch Archive und E-Mails des Unternehmens durchkämmt worden. Angesichts laufender Verkaufsverhandlungen für das Unternehmen müsse sichergestellt werden, dass die Opfer entschädigt und Angestellte geschützt werden und dass sich weder Täter noch Mitwisser "unberechtigterweise bereichern" könnten, erklärte Schneiderman.

+++ 01.10 Uhr: Drei Briten bei Absturz von Touristen-Hubschrauber im Grand Canyon gestorben +++

Beim Absturz eines Touristen-Hubschraubers im Grand Canyon in den USA sind drei Urlauber aus Großbritannien ums Leben gekommen. Das teilte das Außenministerium in London mit. Weitere drei Briten und der Pilot seien bei dem Unglück am Samstag verletzt worden.

Das Ministerium stehe den Familien der Opfer unterstützend zur Seite und stehe mit den US-Rettungsdiensten in Kontakt, sagte eine Ministeriumssprecherin der Nachrichtenagentur AFP in London. Örtlichen Medienberichten zufolge flog der Hubschrauber vom Typ Eurocopter EC130 eine Tour, als sich das Unglück ereignete. Nach Angaben eines Polizeisprechers stürzte der Helikopter im Grand Canyon West ab, der im Nordwesten des Bundesstaates Arizona liegt. Die Unglücksursache war weiter unklar.

+++ 00.50 Uhr: Polizist vor Straßenbahn gestoßen - Haftbefehl erlassen +++

Nach dem gewaltsamen Tod eines Polizisten in Köln ist Haftbefehl gegen einen Verdächtigen erlassen worden. Der 44-Jährige sei am späten Sonntagabend einem Haftrichter vorgeführt worden, sagte ein Polizeisprecher in der Nacht zum Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die Staatsanwaltschaft wollte Untersuchungshaft wegen des Verdachts des Totschlags gegen ihn beantragen. Der Deutsche hatte sich am Tatort bei der Polizei zunächst als Zeuge gemeldet. Im Zuge der Ermittlungen war er selbst unter dringenden Verdacht geraten.

Der 32 Jahre alte Polizist war in der Nacht zum Samstag privat mit Bekannten unterwegs gewesen, als er vom Täter zwischen zwei Wagen der fahrenden Bahn gestoßen wurde. Der Straßenbahnfahrer hatte dies nicht bemerkt, die Bahn überrollte ihn.

+++ 00.45 Uhr: Schwesig und andere für schnelleren Wechsel an der SPD-Spitze +++

Angesichts der Turbulenzen in der SPD wird Bundestagsfraktionschefin Andrea Nahles den Parteivorsitz voraussichtlich schon an diesem Dienstag übernehmen. Dann berät das Parteipräsidium. Als erste aus der Parteiführung sprach sich die Vizevorsitzende Manuela Schwesig in den ARD-"Tagesthemen" dafür aus: "Ich unterstütze sehr, dass Andrea Nahles zügig den Vorsitz der SPD übernimmt." Auch der Vorsitzende des konservativen Seeheimer Kreises der SPD, Johannes Kahrs, sagte der "Rheinischen Post": "Wenn der Parteivorstand Andrea Nahles eh als Parteivorsitzende vorschlagen wird, ist es sinnvoll, sie jetzt gleich zur kommissarischen Vorsitzenden zu ernennen."

Bislang war der formelle Rückzug von SPD-Chef Martin Schulz erst für Anfang März geplant, nach dem SPD-Mitgliedervotum über die große Koalition. Nahles muss dann später noch von einem Parteitag bestätigt werden. Nötig wird der schnellere Wechsel, weil die Personalquerelen um Schulz die SPD die Mitgliederbefragung zu überlagern drohen.

+++ 00.30 Uhr: Poroschenko fordert Ja der SPD zur Koalition +++

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat die SPD-Mitglieder aufgefordert, der Koalition mit der Union zuzustimmen. Russlands Präsident Wladimir Putin "freut sich immer dann, wenn es irgendwo auch nur den Ansatz von politischer Instabilität gibt", sagte Poroschenko der "Bild".

"Es ist deshalb nicht nur für Europa, sondern die ganze Welt wichtig, dass es in Deutschland schnell eine Regierung gibt." Er habe sich sehr über die klaren Aussagen im Koalitionsvertrag zur Ukraine gefreut, fügte der Präsident hinzu. "Diejenigen, die jetzt im Mitgliederverfahren bei der SPD über diese Koalition entscheiden, sollten auch die wichtige deutsche Rolle auf der Welt nicht vergessen."

vit/wue/DPA/AFP