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News des Tages: Nach Todesfall in Chemnitz: Ein Tatverdächtiger kommt frei - Anwalt erhebt schwere Vorwürfe

Nach Freilassung von Tatverdächtigem in Chemnitz: Anwalt spricht von Fake-Beweisen +++ Russisches Militär: Aufklärungsflugzeug von Syrern abgeschossen +++ Höhlentaucher verklagt Elon Musk +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Die wichtigsten Meldungen des Tages: 

  • Überschwemmungen durch Sturm "Florence" in USA weiten sich aus (17.32 Uhr)

  • China kündigt Strafzölle auf US-Waren im Wert von 60 Milliarden Dollar an (15.56 Uhr)

  • Nach Freilassung von Tatverdächtigem in Chemnitz: Anwalt spricht von Fake-Beweisen (14.58 Uhr)  

  • Nach Todesfall in Chemnitz: Tatverdächtiger kommt frei (14.06 Uhr)

  • Russland: Aufklärungsflugzeug von Syrern abgeschossen (10.17 Uhr) 

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:      

+++ 17.57 Uhr: Verfassungsschutzpräsident Maaßen wird abgelöst +++

Der umstrittene Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, wird abgelöst. Maaßen werde künftig als Staatssekretär im Bundesinnenministerium tätig sein, teilte die Bundesregierung nach einem Treffen der Koalitionsspitzen mit. Einzelheiten würden am Mittwoch bekannt gegeben.

Verfolgen Sie in unserem Ticker alle aktuellen Entwicklungen.

+++ 17.53 Uhr: Morddrohung gegen Satire-Videofirma +++

Nach dem Dreh eines satirischen Videos über die Vorfälle in Chemnitz hat der Berliner Blogger Schlecky Silberstein eine antisemitische Morddrohung erhalten. Seine Produktionsfirma erklärte am Dienstag auf Anfrage, sie habe deshalb rechtliche Schritte eingeleitet. Für das Video, produziert für die Online-Comedyshow Bohemian Browser Ballett (SWR), hatte Schlecky Silberstein alias Christian Brandes am 7. September einen AfD-Infostand nachgestellt und verkleidete "Skinheads" einen dunkelhäutigen Menschen jagen lassen.

Die AfD postete daraufhin ihrerseits ein Videoclip von dem Dreh. Sie warf den Filmemachern vor, sie mit einem "Fake-Video" in Misskredit bringen zu wollen. Zudem klingelte ein AfD-Politiker bei Schlecky Silbersteins Geschäftspartner und veröffentlichte die Adresse im Internet. Der Berliner AfD-Vorsitzende Georg Pazderski verteidigte das Vorgehen. Für die AfD seien antisemitische Kommentare kein Thema, ihr gehe es ausschließlich um die Aufdeckung unlauterer Propaganda mit Geldern des öffentlich-rechtlichen SWR. "Die AfD soll mit allen erdenklichen Methoden mundtot gemacht werden", erklärte er.

+++ 17.48 Uhr: Meldeauflagen für Franco A. aufgehoben +++

Der wegen Anschlagsplänen angeklagte Bundeswehrsoldat Franco A. muss sich nicht mehr bei den Behörden melden. Das Polizeipräsidium Südosthessen zog bei einem Erörterungstermin vor dem Verwaltungsgericht Darmstadt eine Verfügung mit entsprechenden Auflagen zurück. Dies bestätigte ein Sprecher des Gerichts. Der Soldat ist seit November auf freiem Fuß.

Dem aus Offenbach stammenden Oberleutnant wird von der Bundesanwaltschaft vorgeworfen, einen Anschlag geplant und sich als Asylbewerber ausgegeben haben, um den Verdacht auf Flüchtlinge zu lenken. Aus einer rechtsextremen Gesinnung heraus soll er unter anderem einen Anschlag auf den damaligen Justizminister und jetzigen Außenminister Heiko Maas (SPD) geplant haben. Franco A. saß von Ende April 2017 an in Untersuchungshaft. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob jedoch den Haftbefehl Ende November 2017 auf - mangels dringenden Tatverdachts.

+++ 17.42 Uhr: Baugerüst bei Hotelrenovierung in Madrid abgestürzt - Verletzte +++

Bei Renovierungsarbeiten in einem Luxushotel in Madrid ist ein Baugerüst abgestürzt. Mindestens fünf Menschen seien bei dem Unglück verletzt worden, zwei weitere würden noch unter den Trümmern vermisst, berichtete die Zeitung "El País" am Nachmittag unter Berufung auf die Polizei. Der Notdienst der spanischen Hauptstadt twitterte, der Unfall habe sich im Inneren des Hotels Ritz ereignet, das sich unweit des Prado-Museums im Zentrum Madrids befindet.

Die Ursache des Einsturzes war zunächst unklar, offenbar war aber zuvor ein Teil des sechsten Stockwerks des Gebäudes abgesackt und hatte das Gerüst mit sich gerissen. Feuerwehr, Polizei und ein halbes Dutzend Krankenwagen waren im Einsatz. Das Ritz ist seit Ende Februar wegen der Renovierung geschlossen, es soll Ende 2019 wiedereröffnen.

+++ 17.32 Uhr: Überschwemmungen durch Sturm "Florence" in USA weiten sich aus +++

Starkregen und Sturzfluten machen den Menschen an der Südostküste der USA weiter schwer zu schaffen. In Folge des Wirbelsturms "Florence" war die Stadt Wilmington in North Carolina am Dienstag wegen Überflutung fast vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Der Katastrophenschutz eröffnete drei Standorte für die Lebensmittel- und Wasserversorgung der 120.000-Einwohner-Stadt.

Die Ausläufer des Sturms "Florence" brachten am Dienstag auch starke Regenfälle in die Bundesstaaten Mississippi, Tennessee sowie in den Nordosten der USA. Die Wasserstände vieler Flüsse in den betroffenen Gebieten erreichten Rekordwerte und traten über die Ufer. Laut Katastrophenschutzbehörde Fema sind noch immer 1500 Straßen wegen Hochwasser unpassierbar. Viele Schulen blieben auch heute geschlossen.

Nach einer Zählung des US-Fernsehsenders CBS sind inzwischen 32 Menschen in den drei Bundesstaaten North Carolina, South Carolina und Virginia an den Folgen des Unwetters gestorben. Der entstandene Sachschaden wird von Experten laut US-Medienberichten auf 17 bis 22 Milliarden Dollar geschätzt.

+++ 17.27 Uhr: Kohlekommission: Keine Vorfestlegung auf Ausstiegsdatum +++

Nach dem Ärger um das Bekanntwerden eines Zeitplanes für den Kohleausstieg haben die vier Vorsitzenden der Kohlekommission den Vorwurf einer frühen Festlegung zurückgewiesen. "Es gibt zwischen den Vorsitzenden keinerlei Vorfestlegungen hinsichtlich der Ergebnisse der Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung", teilten sie in Berlin mit. Ziel seien gemeinsame Empfehlungen, die sowohl dem Strukturwandel in den betroffenen Regionen als auch den Klimaschutzzielen Rechnung trügen. "Dabei arbeiten wir vertrauensvoll zusammen."

Die Kommission soll bis Ende 2018 eine Strategie zum Ausstieg aus der Kohleverstromung ausarbeiten. Ein "Spiegel"-Bericht über einen Zeitplan des Co-Vorsitzenden Roland Pofalla, wonach zwischen 2035 und 2038 die letzten Kohlekraftwerke geschlossen werden sollen, hatte für großen Ärger bei den Mitgliedern gesorgt. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) stellte der Mitteilung zufolge in der Sitzung ebenfalls klar, dass es "keine Festlegungen innerhalb der Bundesregierung gebe, die den Ergebnissen der Kommission vorgreifen würden".

+++ 17.17 Uhr: Maas sieht "historische Chance" in Namens-Abstimmung für Mazedonien +++

Bundesaußenminister Heiko Maas hat die Beilegung des Namensstreits zwischen Mazedonien und Griechenland als "historische Chance" für beide Länder bezeichnet. Der SPD-Politiker rief die Mazedonier bei einem Besuch in ihrer Hauptstadt Skopje dazu auf, sich am 30. September an der Abstimmung über den neuen Staatsnamen zu beteiligen. "Die Entscheidung liegt nun bei den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes", sagte er.

Die Bürger müssen entscheiden, ob der offizielle Name ihres Landes von heute Mazedonien auf dann Nord-Mazedonien geändert werden soll. Ein entsprechendes Abkommen hatten der mazedonische Regierungschef Zoran Zaev und sein griechischer Kollege Alexis Tsipras erzielt. 

Athen hatte fast drei Jahrzehnte lang verlangt, Mazedonien müsse wegen der gleichnamigen nordgriechischen Provinz seinen Namen ändern. Damit sollten eine Verwechselung verhindert und mögliche Gebietsansprüche abgewehrt werden. Als Druckmittel hatte Griechenland jede Annäherung Mazedoniens an Nato und EU blockiert.

+++ 17.12 Uhr: Prozess gegen U-Boot-Bauer Madsen kann fortgesetzt werden +++

Das Berufungsverfahren gegen den dänischen U-Boot-Bauer Peter Madsen muss nicht komplett wiederholt werden. Wie das Gericht in Kopenhagen mitteilte, geht es einem kürzlich ausgefallenen Laienrichter wieder besser, so dass das Verfahren am 26. September fortgesetzt werden könne. An dem Tag wird vermutlich auch das Urteil fallen. 

Der Prozess musste am Freitag, dem letzten Verhandlungstag, abgebrochen werden, weil der Laienrichter zusammengebrochen war. Madsen will mit der Berufungsklage erreichen, dass seine lebenslange Strafe für den Mord an der schwedischen Journalistin Kim Wall abgemildert wird. Lebenslang ist in Dänemark nicht zeitlich begrenzt.

+++ 16.55 Uhr: Österreichs Ex-Kanzler Kern zieht sich aus der Politik zurück +++

Österreichs ehemaliger Bundeskanzler und SPÖ-Chef Christian Kern zieht sich nach Angaben seiner Partei aus der Politik zurück. Die SPÖ bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Kern war seit Mai 2016 Chef der Sozialdemokraten, bis zum 18. Dezember 2017 gleichzeitig auch Kanzler. 

Nach der Niederlage bei der Nationalratswahl im Oktober 2017 musste Kern das Kanzleramt an ÖVP-Chef Sebastian Kurz abtreten und wurde Oppositionsführer. Bisher deutete alles darauf hin, dass Kern bei einem Parteitag am 6. Oktober in Wels als Parteichef bestätigt würde.

Angela Merkel und Sebastian Kurz

+++ 16.36 Uhr: Deutsche tötet in römischen Gefängnis eines ihrer Kinder +++

Eine Frau aus Deutschland hat in der Haft in einem römischen Gefängnis eines ihrer Kinder vermutlich getötet und ein weiteres schwer verletzt. Die Kinder seien noch sehr jung gewesen und vermutlich von einer Treppe im Gefängnis Rebibbia gestoßen worden, sagte Dario Pasquini, Sprecher des Beauftragten für die Rechte von Gefangenen, der Deutschen Presse-Agentur. 

Die Frau habe wahrscheinlich psychische Probleme und einen "Anfall" gehabt. Das überlebende Kind werde im Krankenhaus in Rom behandelt. Woher aus Deutschland die Frau kommt, war zunächst unklar. Pasquini sagte, sie sei wegen Drogenhandels in Haft gewesen. Italienische Medien berichteten, dass die Kinder mit der Mutter im Gefängnis untergebracht waren. In der Einrichtung seien gewöhnlich Kinder bis zu drei Jahren.

+++ 16.28 Uhr: Experten sollen Klimaschutz-Vorschläge für Verkehr machen +++

Als Vorbereitung auf das deutsche Klimaschutzgesetz sollen Experten bis Ende dieses Jahres Vorschläge für mehr Klimaschutz im Verkehr vorlegen. Die Arbeitsgruppe wird Teil der "Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität", die das Bundeskabinett an diesem Mittwoch einsetzen soll. Die Federführung haben das CSU-geführte Verkehrsministerium und das SPD-geführte Umweltministerium gemeinsam inne, wie aus einem Organigramm für die Plattform hervorgeht. Den Vorsitz soll demnach ein Experte für Elektromobilität übernehmen: Franz Loogen, der Geschäftsführer der baden-württembergischen Landesagentur für neue Mobilitätslösungen.

In ihrem Koalitionsvertrag hatten Union und SPD vereinbart, bis Ende des Jahres in den Bereichen Energie, Verkehr und Bau Maßnahmen zu erarbeiten, wie das Klimaschutzziel für 2030 zuverlässig erreicht werden kann. Diese sollen die Basis für ein Gesetz bilden, das 2019 verabschiedet werden soll. Weitere Arbeitsgruppen der neuen Plattform sollen sich zum Beispiel mit alternativen Antrieben, autonomem Fahren, Arbeitsplätzen und rechtlichen Fragen befassen. 

+++ 15.56 Uhr: China kündigt Strafzölle auf US-Waren im Wert von 60 Milliarden Dollar an +++

China hat Strafzölle auf Importe aus den USA im Wert von 60 Milliarden Dollar (51,2 Milliarden Euro) angekündigt. Damit reagierte die Führung in Peking auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, neue Zölle auf chinesische Importe im Gesamtwert von rund 200 Milliarden Dollar ab kommender Woche einzuführen. "Wenn die USA darauf bestehen, die Zölle noch weiter zu erhöhen, wird China entsprechend antworten", erklärte das Finanzministerium in Peking.

+++ 15.47 Uhr: Freigelassener Iraker im Fall Chemnitz wohl ohne Polizeischutz +++

Der nach der tödlichen Messerattacke auf einen 35-jährigen Deutschen in Chemnitz aus der Untersuchungshaft entlassene Iraker bekommt wohl keinen Polizeischutz. "Personenschutz für mutmaßliche Straftäter ist aus meiner Sicht nicht vorgesehen", sagte Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) in Dresden. Der 22-Jährige war gut drei Wochen nach der Messerattacke am Dienstag nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf freien Fuß gekommen.

Landespolizeipräsident Jürgen Georgie hatte auf Anfrage gesagt, die Kollegen in Chemnitz seien auf mögliche Reaktionen vorbereitet. Es gebe aber bisher keine Anhaltspunkte für Zusammenrottungen.

+++ 15.42 Uhr: Polizeiangestellter an fremdenfeindlichem Angriff in Baden-Württemberg beteiligt +++

An einem fremdenfeindlichen Angriff vor zehn Tagen in Wiesloch ist nach Angaben des baden-württembergischen Innenministeriums auch ein Verwaltungsangestellter der Polizei beteiligt gewesen. Der 30-Jährige soll am 8. September an einer Attacke von insgesamt sechs alkoholisierten Männer auf Gäste einer Eisdiele teilgenommen haben, darunter auch Kinder, wie das Ministerium mitteilte. Dabei wurden insgesamt fünf Menschen verletzt. Zuvor sollen die Männer fremdenfeindliche Parolen gerufen haben.    

Die Polizei in Mannheim ermittelt wegen Landfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung und Volksverhetzung. Gegen die beiden Rädelsführer beantragte die Staatsanwaltschaft Heidelberg zudem Haftbefehle, die jedoch gegen Auflagen ausgesetzt wurden.

+++ 15.28 Uhr: Ministerpräsident Weil bleibt bei Hardware-Nachrüstungen skeptisch +++

Im Streit um Luftverschmutzung und Diesel-Fahrverbote hat sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil erneut skeptisch gegenüber Hardware-Nachrüstungen gezeigt. Diese seien nicht das Allheilmittel, von dem viele träumen, sagte der niedersächsische Regierungschef der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe).

Der SPD-Politiker, der auch im VW-Aufsichtsrat sitzt, bleibt damit bei seiner bereits im April geäußerten Einschätzung und widerspricht Bundesumweltministerin, Svenja Schulze (SPD), die seit langem auf Umbauten an Motoren pocht.

Besitzer älterer Dieselautos sollen nach dem Willen von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) mit neuen Angeboten zum Umstieg auf sauberere Autos bewegt werden. Sein Ministerium arbeite an einem Konzept, das schwerpunktmäßig auf attraktive Kaufanreize durch die Autobranche setze. Hardware-Nachrüstungen älterer Diesel lehnt Scheuer weiterhin ab, hat aber angekündigt, dass auch sie geprüft würden.

+++ 15.11 Uhr: Zweiter Verdächtiger von Chemnitz bleibt in Untersuchungshaft +++

Nach dem Tötungsdelikt von Chemnitz bleibt ein zweiter Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht lehnte die von den Anwälten beantragte Aufhebung des Haftbefehls gegen den 23-jährigen mutmaßlichen Syrer ab, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Chemnitz sagte. Sie bestätigte zudem, dass der Haftbefehl gegen einen tatverdächtigen 22-jährigen mutmaßlichen Iraker aufgehoben wurde. Gegen bestehe ihn nicht mehr der dringende Tatverdacht. Er befinde sich nun auf freiem Fuß.

+++ 14.58 Uhr: Nach Todesfall in Chemnitz: Anwalt des freigelassenen Tatverdächtigen macht dem Staatsanwalt schwere Vorwürfe +++

Gut drei Wochen nach der tödlichen Messerattacke auf einen 35-jährigen Deutschen in Chemnitz ist einer der beiden inhaftierten Tatverdächtigen nach Angaben seines Anwalts vorerst auf freiem Fuß. Nach einem Haftprüfungstermin habe das Amtsgericht Chemnitz den Haftbefehl gegen den 22-jährigen Iraker aufgehoben, sagte der Rechtsanwalt. Zuerst hatten NDR und "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet. Vom Gericht war zunächst keine Bestätigung zu bekommen.

Der Rechtsanwalt des Irakers betonte auf seiner Homepage, es sei "ein Phantasiegebilde der Staatsanwaltschaft", dass sein Mandant einer der Mittäter gewesen sein könnte. "Kein Tatzeuge bezichtigte meinen Mandanten der Tatbeteiligung. Zeugen konnten ihn auf Lichtbildern nicht identifizieren. Die Polizei fand ein Messer mit Blutanhaftungen der Opfer. Aber Fingerabdrücke meines Mandanten befanden sich daran nicht", erklärte Rechtsanwalt Ulrich Dost-Roxin.

Die beiden Asylbewerber waren verdächtigt worden, am 26. August einen 35 Jahre alten Deutschen auf offener Straße niedergestochen und zwei weitere Männer durch Messerstiche zum Teil schwer verletzt zu haben. Als weiterer Tatverdächtiger wird ein 22-jähriger Iraker mit Haftbefehl gesucht. Nach ihm wird international gefahndet. Der Tatvorwurf lautet auf gemeinschaftlichen Totschlag.

Im Anschluss an das Gewaltverbrechen am Rande des Chemnitzer Stadtfestes war es mehrfach zu Demonstrationen von rechten Kräften und fremdenfeindlichen Übergriffen gekommen. An den Kundgebungen gegen die Migrationspolitik der Bundesregierung hatten auch Rechtsradikale aus dem gesamten Bundesgebiet teilgenommen.

Gegen mehrere Personen laufen Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Zwei Männer sind wegen des Zeigens des Hitlergrußes bereits zu fünf Monaten Haft beziehungsweise acht Monaten auf Bewährung verurteilt worden.

+++ 14.35 Uhr: Nach Freilassung von Tatverdächtigem: Anwalt spricht von Fake-Beweisen +++ 

Rund drei Wochen nach der Tötung eines Manns in Chemnitz soll einer der Tatverdächtigen nach Angaben seines Anwalts aus der Untersuchungshaft entlassen werden. Der Berliner Rechtsanwalt Ulrich Dost-Roxin teilte das auf seiner Internetseite mit. Dort sagt er weiter, dass die erfolgte "Haftbefehlsaufhebung überfällig war". "Seit über drei Wochen musste mein Mandant Yousif A. ohne jeden Tatverdacht in Untersuchungshaft verbringen." Weiter schreibt er: "Die im Haftbefehlsantrag vom Staatsanwalt benannten Beweise waren Fake-Beweise. Sie enthielten alles mögliche, aber eben nicht die geringsten Hinweise auf eine Mittäterschaft."

+++ 14.06 Uhr: Nach Todesfall in Chemnitz: Tatverdächtiger kommt frei +++

Knapp drei Wochen nach dem Tod von Daniel H. in Chemnitz kommt ein 22-jähriger tatverdächtiger Iraker wieder frei. Das berichten "NDR" und "SZ" unter Berufung auf dessen Anwalt.

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+++ 14.02 Uhr: Polizei entdeckt Waffenarsenal bei Ehestreit in Frankfurt +++

Bei einem Einsatz wegen häuslicher Gewalt hat die Polizei in Frankfurt am Main zufällig ein beachtliches Waffenarsenal entdeckt. Darunter befanden sich zahlreiche verbotene Waffen, wie die Polizei mitteilte. Ursprünglich waren die Beamten am Montag wegen des Verdachts auf häusliche Gewalt gerufen worden. Handgreiflichkeiten gab es allerdings nicht - stattdessen entdeckten die Einsatzkräfte das Waffenarsenal mit zahlreichen Hieb-, Stich- und Schlagwaffen sowie Gewehre und Munition.

Der Ehemann besitzt den Angaben zufolge keinen Waffenschein. Gegen ihn wird nun wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt.

+++ 13.50 Uhr: Mindestens 19 Tote bei Kollision von Tanklaster und Bus im Iran +++

Bei der Kollision eines mit Treibstoff beladenen Tanklasters mit einem Bus sind im Iran mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Nach dem Zusammenstoß am späten Montagabend habe ein Feuerball sowohl den Laster als auch den Bus eingehüllt, berichtete das iranische Staatsfernsehen. Das Unglück ereignete sich demnach mehr als 200 Kilometer südlich der Hauptstadt Teheran auf einer Straße zwischen Kaschan und Natans.    

Nach vorläufigen Ermittlungen sei der Tanklaster zur Seite ausgewichen und habe dabei den Bus gerammt, sagte der zuständige Polizeichef Mohammed-Hossein Hamidi. Das Staatsfernsehen zeigte Bilder von Feuerwehrleuten, die die brennenden Fahrzeuge zu löschen versuchten, während Rettungskräfte Verletzte abtransportierten.

+++ 13:35 Uhr: Bärin läuft auf Straße und verursacht tödlichen Unfall +++

Eine ausgewachsene Bärin ist in der Slowakei auf die Straße gelaufen und hat einen tödlichen Unfall verursacht, in den drei Fahrzeuge verwickelt waren. Ein Autoinsasse kam ums Leben, zwei weitere Menschen wurden verletzt; die Bärin selbst verendete bei dem Unfall nahe der slowakischen Stadt Ruzomberok (Rosenberg). Dies teilte eine Sprecherin des lokalen Rettungsdienstes der Nachrichtenagentur TASR mit.

Das Nachrichtenportal Tvnoviny.sk veröffentlichte Feuerwehrfotos von der Unfallstelle, die die Dramatik des Unfallhergangs erahnen ließen: Der Kadaver des mächtigen Tiers liegt ausgestreckt auf der Fahrbahn, rundherum die drei beschädigten Fahrzeuge. Nach Darstellung des Nachrichtenportals war die Braunbärin wohl auf die Straße gelaufen und nach der Kollision mit einem Lieferwagen auf die Gegenfahrbahn geschleudert worden. Dort fuhr ein Personenwagen in das rund 200 Kilogramm schwere Tier. Das Auto geriet daraufhin ins Schleudern und krachte zuerst gegen einen Laster und schließlich gegen einen Baum. In der Slowakei leben laut den aktuellsten Schätzungen des staatlichen Naturschutzes mehr als 1200 freilebende Braunbären.  

+++ 13.28 Uhr: Wieder Razzien und eine Festnahme wegen G20-Ausschreitungen +++

Bei den Razzien wegen der Ausschreitungen während des G20-Gipfels hat die Polizei am Morgen insgesamt 15 Objekte in Hamburg, Dortmund und Elmshorn durchsucht. Insgesamt zwölf Beschuldigten zwischen 23 und 43 Jahren würden Straftaten während der aufgelösten "Welcome to hell"-Demonstration am 6. Juli und den Ausschreitungen im Schanzenviertel am 7. Juli 2017 vorgeworfen, teilte die Polizei mit. Ein 35-jähriger Mann sei verhaftet worden.

In Dortmund und Elmshorn sei je ein Objekt durchsucht worden, sagte eine Polizeisprecherin. Den Beschuldigten sei die Polizei durch Auswertung von Bild- und Videodaten sowie polizeiinterne und öffentliche Fahndungen auf die Spur gekommen. Bei dem Verhafteten handelt es sich den Angaben zufolge um einen Mann aus Hamburg-Winterhude, dem 19 Stein- und Flaschenwürfe auf Polizisten sowie die Plünderung zweier Supermärkte zur Last gelegt werden. Er ist nach dpa-Informationen polizeibekannt, jedoch nicht wegen politischer Straftaten.

+++ 13.24 Uhr: AfD-Fraktion schließt Mitglied wegen rechtsextremer Kontakte aus +++

Wegen Kontakten zu rechtsextremen Kreisen hat die rheinland-pfälzische AfD-Fraktion den Abgeordneten Jens Ahnemüller mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen. Es lägen eindeutige Hinweise vor, dass Ahnemüller wiederholt solche Kontakte gehabt und deren Unterstützung in Anspruch genommen habe, teilte die Fraktion in Mainz mit. Trotz Abmahnung und eindringlicher Ermahnung habe er sie aufrechterhalten. Solche Verbindungen widersprächen dem demokratischen Selbstverständnis von Partei und Fraktion. Bei der Landtagswahl 2016 hatte die AfD sieben Prozent der Stimmen bekommen und war als drittstärkste Fraktion mit 14 Abgeordneten in den Mainzer Landtag eingezogen.

+++ 13.02 Uhr: Großdemo am Hambacher Forst wird vorgezogen +++

Wegen der schnell voranschreitenden Räumung von Baumhäusern und der drohenden Rodung im Hambacher Forst ziehen Umweltschützer ihre Proteste vor. Die ursprünglich für den 14. Oktober geplante Demonstration der Braunkohlegegner werde nun am 6. Oktober (12.00 Uhr) stattfinden, teilten Umweltorganisationen mit. Der Energiekonzern RWE will ab Mitte Oktober weite Teile des Waldes abholzen, um weiter Braunkohle abbauen zu können.

Vor einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes Münster über die Rechtmäßigkeit der Abholzung Fakten zu schaffen, sei eine Provokation von RWE, erklärten die Umweltorganisationen. "Mit der Demonstration "Wald retten! Kohle stoppen!" wollen wir ein Zeichen für den Erhalt dieses einzigartigen Waldes und für einen schnellen Kohleausstieg setzen", hieß es in der Mitteilung. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, Greenpeace und die NaturFreunde Deutschlands haben gemeinsam zu dem Protest aufgerufen.

+++ 12.54 Uhr: Mehr als 200.000 Asylbewerber mit offiziellem Geburtsdatum 1. Januar +++

Der starke Zuzug von Asylbewerbern hat dazu geführt, dass in Deutschland auffällig viele Menschen mit dem offiziellen Geburtsdatum 1. Januar leben. Zum Stichtag 31. Juli waren 207.347 Schutzsuchende, die seit 2014 eingereist waren, mit diesem Geburtsdatum registriert, wie das Bundesinnenministerium auf eine schriftliche Anfrage des AfD-Abgeordneten Anton Friesen mitteilte. Die meisten von ihnen, exakt 125.408 Asylbewerber, waren den Angaben zufolge 2015 nach Deutschland gekommen.

Zur Erklärung schrieb das Ministerium: "Das Datum 1. Januar wird erfasst, wenn Asylsuchende keine Pass- und sonstige Identitätspapier vorweisen können und lediglich ihr Geburtsjahr, jedoch nicht den genauen Tag oder Monat kennen." In einigen Ländern sei es außerdem, vor allem in ländlichen Gebieten, üblich, dass die amtliche Registrierung von Neugeborenen nur einmal jährlich stattfindet. Den Angaben zufolge wird zudem bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen von den Jugendämtern das Geburtsdatum 01.01. verwendet, wenn keine Papiere vorliegen.

+++ 12.35 Uhr: Bremer findet drei Goldbarren und geht zum Fundbüro +++

Ein Mann aus Bremen hat in einem alten Küchenschrank drei Goldbarren gefunden und sie zum Fundbüro gebracht. Der Finder hatte den Schrank zuvor bei einer Möbelbörse erstanden, wie eine Sprecherin des Innensenators der Hansestadt sagte. Die Barren - insgesamt 2,5 Kilogramm Gold - lagen vermutlich seit Jahrzehnten in einem Umschlag versteckt an der Rückwand einer Schublade. Sie haben derzeit einen geschätzten Wert von rund 83 500 Euro - laut Senat beträgt der Finderlohn deshalb nun rund 2500 Euro. 

+++ 12:32 Uhr: Bärin läuft auf Straße und verursacht tödlichen Unfall +++

Eine ausgewachsene Bärin ist in der Slowakei auf die Straße gelaufen und hat einen tödlichen Unfall verursacht, in den drei Fahrzeuge verwickelt waren. Ein Autoinsasse kam ums Leben, zwei weitere Menschen wurden verletzt; die Bärin selbst verendete bei dem Unfall nahe der slowakischen Stadt Ruzomberok (Rosenberg). Dies teilte eine Sprecherin des lokalen Rettungsdienstes der Nachrichtenagentur TASR mit.

Das Nachrichtenportal Tvnoviny.sk veröffentlichte Feuerwehrfotos von der Unfallstelle, die die Dramatik des Unfallhergangs erahnen ließen: Der Kadaver des mächtigen Tiers liegt ausgestreckt auf der Fahrbahn, rundherum die drei beschädigten Fahrzeuge. Nach Darstellung des Nachrichtenportals war die Braunbärin wohl auf die Straße gelaufen und nach der Kollision mit einem Lieferwagen auf die Gegenfahrbahn geschleudert worden. Dort fuhr ein Personenwagen in das rund 200 Kilogramm schwere Tier. Das Auto geriet daraufhin ins Schleudern und krachte zuerst gegen einen Laster und schließlich gegen einen Baum. In der Slowakei leben laut den aktuellsten Schätzungen des staatlichen Naturschutzes mehr als 1200 freilebende Braunbären.  

+++ 12.20 Uhr: Südafrika legalisiert privaten Konsum und Anbau von Marihuana +++

Südafrikas Verfassungsgericht hat den privaten Anbau und Konsum von Marihuana und anderen Cannabis-Produkten für legal erklärt. Der Genuss des Rauschmittels sei für Erwachsene zuhause und in anderen privaten Räumen zulässig, nicht aber in der Öffentlichkeit, erklärte der Vorsitzende Richter Raymond Zondo. Auch der private Anbau von Cannabis für den persönlichen Verbrauch sei nunmehr erlaubt. Das bisherige Verbot habe gegen das von der Verfassung garantierte Recht auf Privatsphäre verstoßen. Die maximal zulässige Menge Marihuana oder Cannabis müsse nun vom Gesetzgeber festgelegt werden, erklärte Zondo.

+++ 11.40 Uhr: Syrische Regierung begrüßt Einigung zu Rebellenhochburg Idlib +++

Die syrische Regierung hat die Einigung Russlands und der Türkei zur Einrichtung einer entmilitarisierten Zone in der Rebellenhochburg Idlib begrüßt. Damaskus habe Lösungen, die zu einem Ende von Blutvergießen und zur Sicherheit beitragen, immer gut geheißen, teilte die staatliche Nachrichtenagentur Sana mit. Sie betonte, dass die Einigung von Sotschi am Montag in enger Abstimmung mit dem Verbündeten Russland zustande gekommen sei. Der Kampf gegen Terroristen in Syrien werde allerdings weitergehen, bis das gesamte Land von diesen befreit sei.

Der russische Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Kollege Recep Tayyip Erdogan hatten sich am Montag darauf geeinigt, bis zum 15. Oktober rund um die Region Idlib einen entsprechenden entmilitarisierten Streifen einzurichten.

+++ 11.20 Uhr: Nach Neonazi-Festival: Osnabrücker AfD-Mitglieder sollen austreten +++

Der AfD-Landesverband Niedersachsen hat drei Osnabrücker AfD-Mitglieder zum Austritt aufgefordert, denen die Teilnahme an einem Neonazi-Festival vorgeworfen wird. Ansonsten folge ein Parteiausschlussverfahren gegen die zwei Kreisvorstände und den ehemaligen Kreistagsfraktionsmitarbeiter, sagte ein Sprecher der AfD-Landtagsfraktion. 

Der Landesvorstand hatte am Vorabend über den Ausschluss der Männer beraten. Er hatte nach eigenen Angaben am Samstag davon erfahren, dass die drei Mitglieder zu dem Festival anlässlich des Geburtstages von Adolf Hitler am 20. April im sächsischen Ostritz gefahren sein sollen. 

+++ 10.55 Uhr: Weiterer Mann nach Mariachi-Schüssen in Mexiko gestorben +++

Nach Schüssen von als Mariachi-Sänger gekleideten Männern auf einem beliebten Platz in Mexiko-Stadt ist die Zahl der Todesopfer auf sechs gestiegen. Ein 32-Jähriger, der am Freitag auf dem bei Touristen beliebten Garibaldi-Platz im Zentrum der Stadt von einer Kugel getroffen worden war, starb am Montag im Krankenhaus, wie die Behörden mitteilten. Sieben weitere Menschen werden weiterhin stationär behandelt. 

Am Freitagabend hatten fünf als traditionelle Mariachi-Sänger gekleidete Männer vor einem Lokal das Feuer auf 13 Menschen eröffnet und waren anschließend auf Motorrädern geflohen. Drei Menschen starben direkt am Tatort. Die Hintergründe waren zunächst unklar. Örtliche Medien berichteten von einem möglichen Streit zwischen rivalisierenden Drogenbanden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

+++ 10.19 Uhr: Siegaue-Vergewaltiger: Gericht muss Schuldfähigkeit prüfen +++

Die Vergewaltigung einer jungen Camperin in der Bonner Siegaue beschäftigt erneut das Landgericht. Die Richter müssen prüfen, ob der bereits verurteilte Angeklagte im Zustand verminderter Schuldfähigkeit handelte. Das Bonner Landgericht hatte den abgelehnten Asylbewerber aus Ghana im vergangenen Oktober wegen besonders schwerer Vergewaltigung und räuberischer Erpressung zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob das Urteil in Hinblick auf das Strafmaß auf.

Am Schuldspruch hegte der BGH dagegen keine Zweifel. Zu Beginn des Revisionsprozesses verlas der Richter erneut das Urteil. Demnach hatte der heute 32-Jährige ein Paar beim Zelten überfallen, es mit einer Astsäge bedroht und die Frau vergewaltigt. Die Studentin und ihr Freund hätten Todesangst ausgestanden und ihren Peiniger angefleht, sie nicht zu verletzen. Im ersten Prozess hatte der Angeklagte die Vorwürfe bestritten.

+++ 10.17 Uhr: Russland: Syrer trafen unser Flugzeug, Israel ist schuld +++

Ein russisches Aufklärungsflugzeug Il-20 ist nach Angaben des russischen Militärs versehentlich von der syrischen Luftabwehr über dem Mittelmeer abgeschossen worden. Das sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums in Moskau. General Igor Konaschenkow machte aber Israel für den Fehltreffer verantwortlich: Dessen Kampfjets F-16 hätten sich bei ihrem Angriff auf Ziele in Syrien hinter dem russischen Flugzeug versteckt. Russland behalte sich Schritte gegen Israel vor, sagte er der Agentur Tass zufolge. Konaschenkow sprach von 15 getöteten Soldaten.

Das israelische Außenministerium äußerte sich nicht zu dem Vorwurf. Russland und Israel sind in Syrien nicht direkt Verbündete, stimmen sich aber eng ab. Moskau bemüht sich, den israelischen Sicherheitsinteressen im Nachbarland Rechnung zu tragen.

+++ 10.05 Uhr: Pussy-Riot-Mitglied außer Lebensgefahr - Vergiftung wahrscheinlich +++

Der mutmaßlich vergiftete Pussy-Riot-Aktivist Pjotr Wersilow ist nach Angaben seiner Ärzte in Berlin außer Lebensgefahr. Wersilows Gesundheitszustand verbessere sich "von Tag zu Tag und er ist nicht mehr vital gefährdet", erklärte Charité-Vorstandschef Karl Max Einhäupl. Die Ärzte gingen allerdings "von einer jetzt schon fast eine Woche anhaltenden Intoxikation aus", deren genaue Ursache untersucht werde, fügte er mit Blick auf die Vergiftungserscheinungen des Patienten hinzu. Die Charité hält eine Vergiftung für wahrscheinlich. Dafür gebe es eine hohe Plausibilität, teilte das Universitätsklinikum mit.

+++ 9.55 Uhr: EU-Kommission verschärft Kartell-Ermittlungen gegen Autobauer +++

Die EU-Kommission verschärft ihre Kartellermittlungen gegen die deutschen Autokonzerne BMW, Daimler und VW. Eine eingehende Untersuchung solle klären, ob die Unternehmen illegale Absprachen bei der Entwicklung und Einführung von Systemen zur Verringerung von Emissionen getroffen haben, teilte die Behörde mit.

+++ 9.40 Uhr: China kündigt Gegenmaßnahmen auf neue US-Zölle an +++

Als Reaktion auf neue Sonderzölle der USA will sich China mit Gegenmaßnahmen zur Wehr setzen. "Um seine legitimen Rechte und Interessen und die globale Freihandelsordnung zu wahren, muss China Gegenmaßnahmen ergreifen", hieß es in einer Mitteilung des Pekinger Handelsministeriums. China "bedauere" die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, weitere Strafzölle auf chinesische Warenimporte im Umfang von 200 Milliarden Dollar zu verhängen. Wie genau China auf die US-Zölle reagieren will, ging nicht aus der Mitteilung hervor. 

+++ 9.28 Uhr: Französischer Innenminister kündigt Rückzug aus der Regierung an +++

Innenminister Gérard Collomb (71) will die französische Mitte-Regierung von Premier Édouard Philippe vom kommenden Jahr an verlassen. Er wolle im übernächsten Jahr an den Kommunalwahlen in Lyon teilnehmen, wo er bereits lange Bürgermeister gewesen war, sagte Collomb der Zeitschrift "L'Express". 

Der seit Mai 2017 amtierende Collomb gilt als Schwergewicht der Regierung; er war auch sehr früh ein Unterstützer von Präsident Emmanuel Macron. Minister, die 2020 an den Kommunalwahlen teilnehmen wollten, sollten die Regierung nach der Europawahl im Mai 2019 verlassen können, sagte Collomb der Zeitschrift. 

+++ 9.15 Uhr: Britischer Brexit-Minister weist Forderung nach zweitem Referendum zurück +++

Großbritanniens Brexit-Minister Dominic Raab hat Forderungen nach einem zweitem Referendum über den EU-Austritt seines Landes zurückgewiesen. "Ich kann Ihnen versichern, dass diese Regierung kein zweites Brexit-Referendum abhalten wird", sagte Raab in einem Interview mit "Spiegel Online" und anderen europäischen Medien. "Sollte eine ausgehandelte Vereinbarung mit der EU am britischen Parlament scheitern, wird es wohl eher gar keine Vereinbarung geben, weil dann keine Zeit mehr bliebe."    

Raab verlangte vor dem informellen EU-Gipfel in Salzburg zugleich mehr Entgegenkommen der EU-Mitgliedstaaten. "Wir haben Kompromisse gemacht und Flexibilität gezeigt", sagte der Brexit-Minister der "Welt". "Das müssen wir jetzt auch von der europäischen Seite sehen."

+++ 8.55 Uhr: Drei Schwerverletzte nach Feuer in Gefängniszelle +++

In einer verschlossenen Gefängniszelle im nordrhein-westfälischen Kleve ist ein Brand ausgebrochen - der Häftling in der Zelle sowie zwei Bedienstete wurden schwer verletzt. Sechs weitere Bedienstete und zwei Mithäftlinge erlitten nur leichte Rauchgasvergiftungen, wie die Polizei und der Anstaltsleiter mitteilten. Sie wurden nach kurzer Behandlung wieder aus dem Krankenhaus entlassen.

Über die Brandursache könne man zunächst nur spekulieren, sagte der Anstaltsleiter Udo Gansweidt der Deutschen Presse-Agentur. Der 26 Jahre alte Häftling sei wegen seiner schweren Brandverletzungen noch nicht vernehmungsfähig. Der 26-Jährige habe in einer Einzelzelle eine sogenannte Ersatzfreiheitsstrafe für einen Diebstahl verbüßt, die Mitte Oktober ausgelaufen wäre. Das spreche gegen einen Suizidversuch, sagte der Anstaltsleiter. "Für so ein paar Tage bringt sich kein Mensch um." Möglicherweise sei er mit einer Zigarette eingeschlafen. Das Feuer war gegen 19.20 Uhr ausgebrochen.

+++ 8.05 Uhr: Zwei Palästinenser bei Luftangriff an israelischer Grenze getötet +++

Zwei Palästinenser sind bei einem Luftangriff der israelischen Armee im Gazastreifen getötet worden. Die beiden Männer seien am Montagabend an der Grenze zu Israel tödlich verletzt worden, erklärte das Gesundheitsministerium in Gaza am Dienstag. Die israelische Armee bestätigte den Luftangriff. Die beiden "Terroristen" hätten sich im Süden des Gazastreifens dem Grenzzaun zu Israel genähert und dort ein verdächtiges Objekt deponiert.     

Bei einer Demonstration an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel wurden am Montagabend nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza außerdem 26 Palästinenser angeschossen. Seit Ende März gibt es an der Grenze zu Israel immer wieder gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und der israelischen Armee. Mindestens 181 Palästinenser und ein israelischer Soldat wurden seitdem getötet. 

+++ 7.10 Uhr: Schwere Überschwemmungen in Nigeria - Berichte über mehr als 100 Tote +++

Wegen schwerer Überschwemmungen in Nigeria hat die Regierung in vier Bundesstaaten den Notstand ausgerufen. Kogi, Niger, Anambra und Delta seien nach heftigen Regenfällen zu Katastrophengebieten erklärt worden, teilte der Generaldirektor des Katastrophenschutzes, Mustapha Maihaja, über das Präsidialamt in Abuja mit. Die Lage in acht weiteren Staaten steht Medienberichten zufolge unter Beobachtung. Menschen auf der Flucht vor den Wassermassen werden demnach in Notunterkünften untergebracht. Berichten zufolge sind bereits mehr als 100 Menschen in den Fluten umgekommen.

+++ 6.25 Uhr: Britischer Höhlenforscher verklagt Elon Musk wegen Verleumdung +++

Der britische Höhlenforscher, den US-Unternehmer Elon Musk unlängst als "Pädo-Typen" bezeichnet hatte, hat den Tesla-Chef wegen Verleumdung verklagt. Vernon Unsworth, der an der Rettung einer thailändischen Jungen-Fußballmannschaft aus einer Höhle beteiligt gewesen war, fordere mindestens 75.000 Dollar (64.000 Euro) Schmerzensgeld, erklärte sein Anwalt. Der Ruf des Höhlenforschers habe "weltweit Schaden" genommen, hieß es zur Begründung.     Unsworth war an der weltweit Aufsehen erregenden Rettungsaktion im Juli beteiligt und hatte ein von Musk angebotenes Mini-U-Boot zur Rettung der Fußballmannschaft abgelehnt und als "PR-Trick" bezeichnet. Es bestehe "absolut keine Chance", dass das Mini-U-Boot in der Höhle funktionieren könne, hatte er erklärt.    

Musk reagierte auf die Ablehnung mit einer Reihe von Tweets von seinem offiziellen Twitter-Account, der 22 Millionen Abonnenten zählt. Er nannte Unsworth einen "Pädo-Typen", also einen Pädophilen. Später löschte Musk die Tweets wieder und entschuldigte sich. Im August legte er allerdings nach und nannte Unsworth einen "Kindervergewaltiger", der eine 12-Jährige geheiratet habe. Unsworth fordert neben dem Schmerzensgeld, dass Musk künftig solche Äußerungen unterlässt. 

+++ 6.20 Uhr: Neuer Prozess gegen Argentiniens Ex-Präsidentin Kirchner +++

Die argentinische Justiz hat die Ex-Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner erneut wegen Korruption angeklagt. Bundesrichter Claudio Bonadío ordnete einen Prozess gegen die ehemalige Staatschefin (2007-2015) an. Mitangeklagt sind unter anderen ein Ex-Minister Kirchners, mehrere ehemalige Staatssekretäre, ein Ex-Bundesrichter und mehr als 20 prominente Unternehmer. Es handelt sich um den sechsten Prozess gegen Kirchner. 

Der Richter erließ Haftbefehle gegen die Mehrzahl der Angeklagten, einschließlich der Ex-Präsidentin. Kirchner kann jedoch wegen ihrer parlamentarischen Immunität nicht inhaftiert werden. Der Senat hatte bereits in einer vorausgegangenen Anklage die Aufhebung des parlamentarischen Schutzes der Ex-Präsidentin nicht beschlossen, unter dem Vorwand, vor einem Urteil sei die Unschuldsvermutung zu achten.  

+++ 5.47 Uhr: Nach G20-Ausschreitungen erste europaweite Öffentlichkeitsfahndung +++

Mehr als ein Jahr nach den schweren Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg hat die Polizei erstmals eine europaweite öffentliche Fahndung gestartet. Die vier Gesuchten - drei Männer und eine Frau - sollen an der Serie von Brandstiftungen an der Elbchaussee beteiligt gewesen sein, bei der Anfang Juli 2017 ein Schaden von rund 1,5 Millionen Euro entstand. 

Der paramilitärisch anmutende Aufmarsch der rund 220 schwarz gekleideten Randalierer hatte viele Hamburger in Angst und Schrecken versetzt. Die Hamburger Polizei veröffentlichte am Dienstag die Fotos der vier Gesuchten auf ihrer Internetseite www.polizei.hamburg/g20-fahndungen. "Das sind unsere Top-Täter der G20-Ausschreitungen", sagte der Chef der Sonderkommission "Schwarzer Block", Jan Hieber.

+++ 5.25 Uhr: Berichte: 31 Tote nach "Florence" im Südosten der USA +++

Die Zahl der Opfer durch den Sturm "Florence" im Südosten der USA steigt weiter an. Nach einer Zählung des US-Senders CBS sind inzwischen 31 Menschen in den drei Bundesstaaten North Carolina, South Carolina und Virginia an den Folgen des Unwetters gestorben. Der entstandene Sachschaden wird von Experten US-Medienberichten zufolge auf mehr als 17 Milliarden Dollar geschätzt.

Hurrikan "Florence": #Weathergate: Twitter-Nutzer imitieren die dramatische Vorstellung des TV-Reporters

+++ 5.10 Uhr: Moskau: Militärflugzeug vor syrischer Küste vom Radar verschwunden +++

Ein russisches Militärflugzeug ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau vor der syrischen Küste vom Radar verschwunden. Zeitgleich habe es israelische Raketenangriffe auf syrisches Gebiet gegeben, teilte das Ministerium in der russischen Hauptstadt laut örtlichen Nachrichtenagenturen mit. An Bord der Maschine waren demnach 14 Soldaten. "Die Verbindung mit der Besatzung eines russischen Il-20-Flugzeugs brach über dem Mittelmeer 35 Kilometer vor der syrischen Küste ab, als es auf dem Rückweg zur Luftwaffenbasis Hmeimim war", teilte das Verteidigungsministerium weiter mit. Die Maschine verschwand demnach gegen 23.00 Uhr (Ortszeit, 22.00 Uhr MESZ) vom Radar. 

+++ 4.55 Uhr: Japanischer Milliardär Maezawa soll mit SpaceX zum Mond fliegen +++

Der japanische Milliardär Yusaku Maezawa (42) soll als erster Weltraumtourist des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX zum Mond fliegen. Der Flug mit dem Raumschiff "Big Falcon Rocket" werde ungefähr eine Woche dauern und solle im Jahr 2023 stattfinden, sagte SpaceX-Chef Elon Musk bei einer live übertragenen Rede im Hauptquartier der Firma in der Nähe von Los Angeles. Das Raumschiff werde um den Mond herumfliegen und sich ihm dabei auf etwa 200 Kilometer nähern.

"Endlich kann ich euch sagen, dass ich ausgewählt wurde, zum Mond zu fliegen", sagte Maezawa, der sein Geld vor allem mit dem Verkauf von Kleidung im Internet gemacht hat. SpaceX hatte bereits 2017 angekündigt, Menschen auf Reisen um den Mond schicken zu wollen.

+++ 4.10 Uhr: Bericht: Gesundheitszustand von Pussy-Riot-Mitglied stabilisiert sich +++

Der Gesundheitszustand des Pussy-Riot-Aktivisten Pjotr Wersilow hat sich einem Medienbericht zufolge weiter stabilisiert. Das berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf die Familie des Aktivisten. Das Erinnerungsvermögen Wersilows, der in der Berliner Charité behandelt wird, kehre zurück, hieß es.    

Wersilow wird wegen einer mutmaßlichen Vergiftung im Krankenhaus behandelt. Das Mitglied der russischen Protest-Band war am Dienstag vergangener Woche zunächst in ein Moskauer Krankenhaus eingeliefert worden. Pussy Riot geht davon aus, dass der 30-jährige Regierungskritiker vergiftet wurde.

+++ 3.35 Uhr: Greenpeace fordert "politische Lösung" im Konflikt um den Hambacher Forst +++

Vor dem Hintergrund der geplanten Rodungen im Hambacher Wald hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace eine politische Lösung gefordert. Er hoffe, dass bei Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) "Vernunft einkehrt und er diesen Konflikt nicht mit der Brechstange durchsetzen lässt", sagte Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser der Nachrichtenagentur AFP. Hier müsse Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Laschet sprechen, "um eine politische Lösung hinzubekommen".

+++ 2.37 Uhr: UN: Alle fünf Sekunden stirbt auf der Welt ein Kind unter 15 +++

Alle fünf Sekunden ist einem UN-Bericht zufolge im vergangenen Jahr auf der Welt ein Kind unter 15 Jahren gestorben. Insgesamt seien das 6,3 Millionen Kinder gewesen, hieß es in dem von den Vereinten Nationen veröffentlichten Bericht. 5,4 Millionen davon seien jünger als 5 Jahre gewesen. Bei rund der Hälfte aller Todesfälle habe es sich um neugeborene Babys gehandelt.

Jeder zweite Todesfall bei den unter fünfjährigen Kindern passierte in Afrika südlich der Sahara, fast jeder dritte in Südasien. Die meisten Todesfälle hätten etwa mit Medikamenten oder Zugang zu sauberem Wasser verhindert werden können, hieß es. Die Kinder seien beispielsweise an Komplikationen während der Geburt, Lungenentzündung, Durchfall oder Malaria gestorben.

+++ 2.05 Uhr: Anhörungen zu Vorwürfen gegen Trumps Richter-Kandidaten am Montag +++

Der erzkonservative Kandidat für das Oberste Gericht der USA, Brett Kavanaugh, und die Frau, welche ihm sexuelle Gewalt vorwirft, sollen am kommenden Montag angehört werden. Beide sollten dann vor dem Justizausschuss des Senats aussagen, kündigte der Ausschussvorsitzende Chuck Grassley an. "Jeder, der aus der Deckung kommt, wie Dr. Ford es getan hat, verdient es, angehört zu werden", erklärte Grassley. Um "genügend Transparenz" zu gewährleisten, werde die Anhörung öffentlich sein.

+++ 1.45 Uhr: Kein Platz in Leichenhalle: Kühllaster in Mexiko lagert 157 Tote +++

Ein stinkender Kühllaster mit 157 Leichen auf der Ladefläche sorgt im Westen Mexikos für Unmut bei Anwohnern. Die Staatsanwaltschaft des Bundesstaats Jalisco bestätigte, dass in dem Fahrzeug in der Gemeinde Tlajomulco Tote gelagert seien, da es keine Plätze in einer Leichenhalle gebe. Die Körper seien jedoch gekühlt. Zuvor hatten sich Bewohner der Ortschaft über einen üblen Geruch aus dem Laster beschwert. 

Das forensische Institut des Bundesstaats erklärte, dass die Staatsanwaltschaft dafür zuständig sei, die Toten in eine Leichenhalle zu bringen. Diese befinde sich aber noch im Bau, sagte der Leiter des Instituts, Octavio Cotero Bernal, der Tageszeitung "Mural". Die Lagerung von Leichen in Kühllastern kommt in dem lateinamerikanischen Land immer wieder vor. In besonders von Gewalt betroffenen Bundesstaaten fehlen Plätze in den Leichenhallen. Insgesamt gab es in Mexiko im vergangenen Jahr rund 30 000 Tote durch Gewaltverbrechen.

+++ 0.25 Uhr: Prozess gegen Bill Cosby: Frau will Strafmaß noch abwenden +++

Eine Woche vor Verkündung des Strafmaßes gegen US-Entertainer Bill Cosby bemühen dessen Frau Camille und seine Verteidiger offenbar letzte Mittel. Sie reichten laut Berichten von US-Medien einen Antrag bei der Beschwerdekammer in Pennsylvania ein, um Richter Steven O'Neill von dem Fall absetzen zu lassen. O'Neill ist der vorsitzende Richter im Prozess gegen den 81-jährigen Cosby, der im April wegen schwerer sexueller Nötigung in drei Fällen schuldig gesprochen worden war.

+++ 0.18 Uhr: Trump ordnet Öffnung geheimer Dokumente in der Russland-Affäre an +++

US-Präsident Donald Trump hat angeordnet, bisher geheim gehaltene Dokumente in der Russland-Affäre an Parlamentarier weiterzugeben. Unter anderem wies er das Justizministerium und die Bundespolizei FBI an, alle die Russland-Affäre betreffenden SMS-Nachrichten publik zu machen, unter anderem auch des von ihm entlassenen, früheren FBI-Chefs James Comey.

Die Anordnung gilt auch für Dokumente mit Aussagen des Justizministeriums-Mitarbeiters Bruce Ohr. Dieser war der Kontaktmann beim Ministerium für den früheren britischen Agenten Christopher Steele, der ein umstrittenes Dossier über Trump mit den Präsidenten belastenden Einzelheiten erstellt hatte.

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vit / sos / fs / DPA / AFP