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News des Tages: Saratov Airlines: Ursache des Flugzeugabsturzes in Russland geklärt

Arzt in Dortmund angeschossen - mutmaßlicher Täter tot +++ "Reichsbürger" dürfen keine Waffenerlaubnis haben +++ Ex-Ruderer Roland Baar mit 53 gestorben +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Saratov Airlines

Die Ursache des Absturzes eines Flugzeugs der Saratov Airlines ist geklärt (Symbolbild)

Picture Alliance

Meldungen im Kurzüberblick:

  • Ursache für Flugzeugabsturz geklärt (21.30 Uhr)
  • Unbekannter schießt offenbar Arzt in Klinik an (15.46 Uhr)
  • Ex-Ruderer Roland Baar bei Autounfall gestorben 13.35 Uhr)
  • Straßburg verbietet Rauchen in Parks (13.24 Uhr)
  • Sophia L.: Leiche in Spanien noch nicht identifiziert (10.57 Uhr)
  • Familiendrama: Mutter, Kinder tot, Vater verletzt (8.19 Uhr)

Die Nachrichten des Tages:  

+++ 21.30 Uhr: Fehler der Besatzung Ursache von Flugzeugabsturz in Russland im Februar +++

Der Flugzeugabsturz einer russischen Passagiermaschine mit 71 Todesopfern im Februar in der Nähe von Moskau ist durch Fehler der Besatzung ausgelöst worden. Das teilte das zuständige russische Luftfahrtkomitee (IAC) mit. Die Luftfahrtexperten hätten den Verlauf des Fluges "Sekunde für Sekunde" nachverfolgt und so den Ursprungsverdacht bestätigt.

Demnach hatte die Auswertung der Flugschreiber ergeben, dass die Piloten vor dem Start das Heizsystem der Geschwindigkeitsmesser nicht eingeschaltet hatten. Die vereisten Sensoren hätten dann falsche Daten über die Fluggeschwindigkeit gesendet, erklärte das IAC. Der Autopilot sei daraufhin ausgeschaltet worden und das Flugzeug unkontrollierbar geworden. 

Das Linienflugzeug vom Typ Antonow An-148 der russischen Fluggesellschaft Saratow Airlines war am 11. Februar auf dem Weg zur Ural-Stadt Orsk kurz nach dem Start in Moskau im 70 Kilometer entfernten Bezirk Ramenski abgestürzt. Alle 65 Passagiere und die sechs Besatzungsmitglieder an Bord kamen dabei ums Leben.

+++ 20.45 Uhr: Reh fällt in Swimmingpool +++

Ein Reh hat sich im niedersächsischen Hanstedt nahe Hamburg in einen Garten verirrt und ist in einen Swimmingpool gefallen. Die freiwillige Feuerwehr konnte das Tier aber retten, wie sie mitteilte. Das Reh habe sich nicht allein aus dem Becken befreien können, Anwohner riefen deshalb die Einsatzkräfte. Mit beherzten Handgriffen habe man das Reh aus dem Pool geholt und in ein nahes Feld gebracht. "Dort freigelassen, sprang das Reh, offensichtlich unverletzt und fit, in großen Schritten davon", berichtete ein Sprecher der freiwilligen Feuerwehr der Samtgemeinde Hanstedt (Landkreis Harburg).

+++ 19.24 Uhr: Rot-rot-grüner Senat in Berlin will Flüchtlinge von "Lifeline" aufnehmen +++

Der rot-rot-grüne Senat in Berlin hat sich bereit erklärt, einige Flüchtlinge von dem Schiff "Lifeline" im Mittelmeer aufzunehmen. Berlin sei bereit, im Rahmen eines gemeinsamen europäischen "Lösungsansatzes Hilfe zu leisten und Menschen aufzunehmen", erklärte Senatssprecherin Claudia Sünder. Das von einer deutschen Hilfsorganisation betriebene Schiff mit mehr als 230 Flüchtlingen an Bord war tagelang im Mittelmeer blockiert, bevor Malta der "Lifeline" das Anlegen in Aussicht stellte.

Malta erklärte, das Schiff dürfe in einen maltesischen Hafen einlaufen, wenn sich andere EU-Staaten zur Aufnahme von Flüchtlingen verpflichten würden. Nach Frankreich und Italien erklärte sich auch Portugal am Dienstag bereit, Flüchtlinge von dem Schiff aufzunehmen. 

+++ 19.10 Uhr: Gericht hebt Todesstrafe für Sudanesin wegen Tötung von Ehemann auf +++

Nach weltweiter Empörung über den Fall der Sudanesin Noura Hussein hat ein Gericht die Todesstrafe für die 19-Jährige aufgehoben. Stattdessen habe das Gericht in Khartum eine Haftstrafe von fünf Jahren verhängt, sagte Abdulla Ibrahim, einer von Husseins Anwälten, der Deutschen Presse-Agentur. 

Hussein wurde Amnesty International zufolge im Alter von 16 Jahren gegen ihren Willen mit einem Mann verheiratet. Als sie ihm demnach Sex verweigerte, vergewaltigte er sie mithilfe von drei männlichen Verwandten, die sie festhielten. Als er sie später erneut vergewaltigen wollte, verteidigte sie sich mit einem Messer und fügte ihm tödliche Verletzungen zu, wie Amnesty erklärte. Vergangenen Monat war Hussein zum Tode verurteilt worden. 

+++ 18.34 Uhr: EU will Beitrittsverhandlungen mit Albanien und Mazedonien +++

Die EU-Staaten haben der Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit den Balkanländern Albanien und Mazedonien grundsätzlich zugestimmt. Die Länder müssen aber Reformfortschritte nachweisen, bevor dann Ende kommenden Jahres die ersten Gespräche beginnen könnten, wie Diplomaten nach Verhandlungen der Europaminister in Luxemburg berichteten.

+++ 18.30 Uhr: Nach Schuss auf Dortmunder Arzt: Mutmaßlicher Täter tot aufgefunden +++

Nach einem Schuss auf einen Arzt in einem Dortmunder Krankenhaus ist der mutmaßliche Schütze tot aufgefunden worden. Das teilte die Polizei über Twitter mit. Er soll zuvor im St.-Josefs-Hospital im Dortmunder Stadtteil Hörde einen Mediziner angeschossen und danach die Flucht ergriffen haben. Der Arzt wurde lebensgefährlich verletzt.

+++ 18.05 Uhr: USA wollen weltweite Ölimporte aus dem Iran auf Null reduzieren +++

Die USA wollen nach ihrem Austritt aus dem Atomabkommen mit dem Iran dem Land mit einem Total-Embargo beim Öl die wichtigste Einnahmequelle nehmen. Es sei richtig, dass die USA mit Hilfe eines strikten Sanktionsregimes Ölimporte anderer Länder aus dem Iran auf Null reduzieren wollen, sagte ein ranghoher Beamter des US-Außenministeriums in Washington. Ziel sei der 4. November. "Wir werden in etwa einer Woche mit unseren Partnern im Nahen Osten in Kontakt treten, im sicherzustellen, dass das weltweite Ölangebot nicht betroffen sein wird", betonte er. 

+++ 17.36 Uhr: Gabriel attackiert in Fraktion SPD-Kurs in Flüchtlingspolitik +++

Der frühere SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat mit deutlichen Worten in der Bundestagsfraktion den Kurs seiner Partei in der Flüchtlingspolitik kritisiert. Gabriel habe in Berlin darauf verwiesen, dass er schon im September 2015 auf strengere Maßnahmen gedrungen habe, um den Flüchtlingszustrom etwas einzudämmen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Teilnehmerkreise. Das sei aber von anderen Sozialdemokraten damals abgelehnt worden. Zur Führungsriege gehörten damals auch die heutige SPD-Chefin Andrea Nahles und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD).

Gabriel mahnt seine Partei seit Wochen, wegen des Überlaufens vieler früherer SPD-Wähler zur AfD zu mehr Realismus - und einem Solidarpakt für die Bürger hier im Land. Nach der Sitzung sagte Gabriel, wenn eine Partei nur noch bei 17 Prozent stehe, müsse man auch mal Klartext sprechen. Er habe das getan "in der mir eigenen freundlichen Weise". Intern wird auch von anderen Politikern kritisiert, dass die Partei zum Beispiel zu viel über den Familiennachzug für Flüchtlinge rede und dadurch am Ende noch mehr Wähler verprelle.

+++ 17.31 Uhr: Niederlande stimmen für Burkaverbot +++

Nach jahrelangen Debatten ist der Weg für ein Burkaverbot in den Niederlanden frei. Die Erste Kammer des Parlaments stimmte in Den Haag mehrheitlich einem eingeschränkten Verbot von gesichtsbedeckender Kleidung zu. Die Zweite Kammer hatte einen entsprechenden Gesetzentwurf bereits 2016 verabschiedet. Laut dem Gesetz werden Burkas, Gesichtsschleier oder Integralhelme im öffentlichen Verkehr, in Schulen, in Krankenhäusern und staatlichen Gebäuden verboten. Dagegen hatte es heftige Kritik auch von Juristen gegeben. Oppositionspolitiker hatten von Symbolpolitik gesprochen. Vor mehr als 13 Jahren hatte der Rechtspopulist Geert Wilders den ersten Gesetzesvorschlag zu einem Burkaverbot eingebracht.

Unklar ist, wie das Verbot durchgesetzt werden soll und ob etwa Busfahrer verschleierte Frauen nicht mehr mitnehmen dürfen. Es gibt in den Niederlanden schätzungsweise 400 Frauen, die Burka oder Gesichtsschleier tragen. Das Verbot wird vermutlich erst Anfang 2019 auch praktisch eingeführt werden.

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+++ 17.21 Uhr: Österreichs Grenzschützer üben Abwehr von Flüchtlingen +++

Mitten im Streit um die EU-Asylpolitik hat Österreich eine Grenzschutzübung zur Abwehr von Flüchtlingen abgehalten. Am Grenzübergang Spielfeld nach Slowenien übten mehr als 700 Polizisten und Soldaten Szenarien wie während des starken Flüchtlingsandrangs im Jahr 2015. Bei der Großübung stellten Polizeischüler Flüchtlinge dar, auch zwei Militärhelikopter des Typs "Black Hawk" waren im Einsatz. Die Übung fand unter Aufsicht von Innenminister Herbert Kickl und Verteidigungsminister Mario Kunasek statt, die beide der rechtspopulistischen FPÖ angehören. Vor fast drei Jahren waren tausende Flüchtlinge über die Balkanroute aus Slowenien über den Grenzübergang nach Österreich gekommen. Nach Angaben der österreichischen Polizei passieren aktuell nahezu keine Migranten den Grenzübergang auf ihrer Flucht nach Europa.

Österreich will eine restriktivere Migrationspolitik in Europa durchsetzen. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) stellte sich zuletzt in der Flüchtlingsthematik hinter Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), der bestimmte Flüchtlinge an der deutschen Grenze zurückweisen will. Kurz kündigte zudem an, in einem solchen Fall ebenfalls umgehend zu reagieren.

+++ 17.03 Uhr: Arzt nach Schuss in Dortmunder Klinik in Lebensgefahr +++

Bei dem Schuss-Zwischenfall in einem Dortmunder Krankenhaus ist ein Arzt lebensgefährlich verletzt worden. Der Schütze habe sich nach der Tat am Nachmittag aus dem St.-Josefs-Hospital entfernt, sagte eine Polizeisprecherin. Am Tatort fanden die Ermittler eine Schusswaffe, bei der es sich nach ersten Erkenntnissen um die Tatwaffe handeln soll. Die Hintergründe seien noch offen. Die Fahndung nach dem Schützen läuft, wie die Polizei am frühen Abend berichtete. Das Krankenhaus liegt im Süden der Stadt, im Dortmunder Ortsteil Hörde.

+++ 16.37 Uhr: Homophobe Aktion in Paris sorgt für Protest +++

Kurz vor einer sogenannten Pride-Parade in Paris sind auf einer Straßenkreuzung Regenbogen-Symbole übermalt worden. Fotos in sozialen Netzwerken zeigten auch den Spruch "LGBT raus aus Frankreich". LGBT steht für Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle. "Ich verurteile und bin zutiefst schockiert von der gewalttätigen und homophoben Tat", teilte Regierungssprecher Benjamin Griveaux via Twitter mit. 

Die sozialistische Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo erklärte, die homophobe Äußerung werde entfernt, und die Regenbogen auf der Straße sollten erneuert werden. Die Hauptstadt wolle als Reaktion zusätzliche Abschnitte bunt färben. Die Veranstaltung "Marche des Fiertés" (etwa: "Marsch des Stolzes") ist an diesem Samstag geplant. Dazu wurden in der französischen Hauptstadt zahlreiche Straßenabschnitte mit Regenbogenfarben verziert.

+++ 16.25 Uhr: Oberstes US-Gericht billigt Trumps Einreiseverbot +++

Der Oberste Gerichtshof der USA hat die von Präsident Donald Trump verhängten Einreise-Restriktionen für Bürger mehrerer muslimischer Länder genehmigt. Nach monatelanger Prüfung verkündete der Supreme Court, dass das entsprechende Dekret nicht gegen die Verfassung verstoße. Die Restriktionen sind bereits seit Dezember in Kraft, bislang galten sie aber nur vorläufig.

+++ 16.21 Uhr: Bahnrad-Weltmeisterin Vogel im Training schwer verunglückt +++

Die Olympiasiegerin und elffache Bahn-Weltmeisterin Kristina Vogel ist bei einem Trainingsunfall schwer verletzt worden. Wie der Bund Deutscher Radfahrer mitteilte, stieß die Erfurterin in Cottbus mit einem Rennfahrer in vollem Tempo zusammen. Die 27-Jährige befindet sich demnach auf dem Weg nach Berlin, wo sie operiert werden soll.

+++ 16.16 Uhr: Luxemburger soll Sohn entführt haben - Auch deutsche Polizei sucht +++

In Luxemburg fahndet die Polizei nach einem Mann, der seinen Sohn aus einer Grundschule entführt haben soll. Auch die Polizei in Rheinland-Pfalz sucht in Grenznähe nach dem Vater und seinem sieben Jahre alten Kind. "Es gibt zwar momentan keine Hinweise dafür, dass sich der Mann mit dem Kind nach Deutschland abgesetzt hat", sagte ein Sprecher der Polizei in Trier. "Aber natürlich sind auch die Streifenbeamten aus Rheinland-Pfalz wachsam."

Der mutmaßliche Entführer soll in einem grauen Auto mit luxemburgischem Kennzeichen unterwegs sein. Der Mann habe den Jungen am Morgen aus der Schule im Luxemburger Stadtteil Rollingergrund abgeholt.

+++ 16.14 Uhr: Zehntausende fordern mit Petition Ehe für alle in Tschechien +++

Mehr als 70.000 Menschen haben in Tschechien eine Petition für die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare unterzeichnet. Aktivisten der Kampagne "Wir sind fair" überreichten die gesammelten Unterschriften dem Petitionsausschuss des Abgeordnetenhauses in Prag. Anders als bei der Ehe sei bei der seit zwölf Jahren möglichen Lebenspartnerschaft zum Beispiel das Adoptionsrecht eingeschränkt, teilte Organisator Czeslaw Walek mit. "Es wäre nur fair, wenn Lesben und Schwule bei uns heiraten dürften."

Ein Gesetzentwurf zur Einführung der sogenannten Ehe für alle ist derzeit auf dem Weg ins Parlament. Eine Gruppe konservativer Abgeordneter hat bereits angekündigt, einen eigenen Gegenentwurf einzubringen, um die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau in der Verfassung festzuschreiben. Seit Einführung der eingetragenen Partnerschaft in dem EU-Mitgliedsstaat im Juli 2006 haben schon mehr als 2600 homosexuelle Paare diese Möglichkeit genutzt.

+++ 15.56 Uhr: Zschäpe will sich vor NSU-Urteil noch einmal selbst äußern +++

Die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe will sich vor dem Urteil im NSU-Prozess noch einmal persönlich äußern. Ihr Anwalt Mathias Grasel kündigte eine rund fünfminütige Erklärung seiner Mandantin an. Auch die Mitangeklagten Ralf Wohlleben, Carsten S. und Holger G. wollen sich im Rahmen von letzten Worten äußern, nicht aber der Mitangeklagte André E. Dies soll am kommenden Dienstag (3. Juli) erfolgen, wie der Vorsitzende Richter Manfred Götzl mitteilte. Nach den Schlusswörten wäre der Weg für ein Urteil in dem Mammutverfahren vor dem Oberlandesgericht München frei, möglicherweise schon kommende Woche.

+++ 15.46 Uhr: Unbekannter schießt offenbar Arzt in Dortmunder Krankenhaus an +++

In einem Dortmunder Krankenhaus ist am Nachmittag ein Mensch von einem unbekannten Täter angeschossen worden. Der Schütze sei flüchtig, teilte eine Polizeisprecherin auf Anfrage mit. Nach ihm werde gefahndet. Die Tat ereignete sich demnach gegen 14 Uhr, die Hintergründe sind noch unklar. Weitere Angaben machte die Sprecherin zunächst nicht.

Nach Angaben des Westdeutschen Rundfunks soll sich der Zwischenfall im St.-Josefs-Hospital in Dortmund-Hörde ereignet haben. Der Unbekannte habe auf einen Arzt geschossen und diesen offenbar schwer verletzt, berichtete das Dortmunder Studio des Senders. Es sollen einer oder mehrere Schüsse gefallen sein.

+++ 15.40 Uhr: Jack Daniel's wird wegen Handelsstreits teurer +++

Whiskey der Marke Jack Daniel's dürfte für Kunden in Europa bald teurer werden - schuld ist der Handelsstreit zwischen den USA und der EU. "Wir werden die Preise in den nächsten Monaten erhöhen", bestätigte ein Sprecher des Spirituosenkonzerns Brown-Forman aus Louisville im US-Bundesstaat Kentucky. Grund seien die zusätzlichen EU-Zölle in Höhe von 25 Prozent, die als Vergeltungsmaßnahme für von der US-Regierung verhängte Strafzölle beschlossen worden seien. Allerdings werde diese zusätzliche Abgabe nicht sofort und auch nicht in voller Höhe bei den Kunden ankommen.

Da Jack Daniel's und die anderen Marken des US-Konzerns mit einigem Vorlauf nach Deutschland und Europa geliefert würden, dürfte es mehrere Monate dauern, bis sich die Preiserhöhungen im Handel niederschlagen. Und auch dann dürfte sich der Whiskey für Endkonsumenten nur um rund zehn Prozent verteuern, so der Sprecher. Bei Brown-Forman hoffe man zudem auf eine rasche Einigung im Konflikt zwischen US-Präsident Donald Trump und der EU, durch den die geplanten Preissteigerungen letztlich gar nicht nötig würden.

+++ 15.32 Uhr: Xavier Naidoo wehrt sich vor Gericht gegen Antisemitismus-Vorwürfe +++

Der Sänger Xavier Naidoo setzt sich gegen Antisemitismus-Vorwürfe zur Wehr. Das Landgericht Regensburg verhandelte heute eine Unterlassungsklage des 46-Jährigen. Naidoo, der mit der Band Söhne Mannheims bekannt wurde, berief sich dabei nach Gerichtsangaben auf die Kunstfreiheit und betonte, dass er sich gegen Rassismus einsetze. Das Gericht befasste sich in der Verhandlung mit der Auslegung des Wortes "Antisemitismus". Die Beklagte bekräftigte ihren Standpunkt, wonach Naidoo in seinen Liedtexten auch antisemitische Codes und Chiffren verwende.

Bei einer Veranstaltung der Amadeu-Antonio-Stiftung 2017 in Straubing hatte eine Referentin vor Publikum gesagt: "Er ist Antisemit, das ist strukturell nachweisbar." Naidoo erwirkte daraufhin eine vorläufige Verfügung, dass diese Äußerung zu unterlassen sei. Der Musiker hatte unter anderem mit seinem Lied "Marionetten", in dem Politiker beschimpft werden, Aufsehen erregt. Am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) 2014 sprach er in Berlin bei einer Demonstration der sogenannten Reichsbürger, die die staatliche Ordnung in Deutschland ablehnen. Der Norddeutsche Rundfunk zog Ende 2015 die Nominierung des Sängers für den Eurovision Song Contest nach öffentlicher Kritik zurück. Das Urteil soll am 17. Juli bekanntgegeben werden. 

+++ 15.08 Uhr: Hollywoodstar Will Smith kauft deutsche Medienfirma +++

US-Schauspieler Will Smith (49) und der deutsch-schweizerische Regisseur Marc Forster (48) haben die in München ansässige Medienfirma Telepool erworben, wie die beiden Partner mitteilten. Das Unternehmen Telepool, das unter anderem dem Bayerischen und Mitteldeutschen Rundfunk gehörte, solle Smith und Forster künftig bei der Entwicklung, Finanzierung und Vermarktung ihrer Objekte helfen. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

Smith erwarb seine Anteile über die Firma The Smith Family Office Circle, Forster über das Schweizer Unternehmen Elysian Fields, zu dessen Gründern er gehört. Telepool ist in der Branche bisher unter anderem als Vertriebsfirma bekannt, die international mit Kino- und Fernsehstoffen handelt.

+++ 15.03 Uhr: Trump droht Harley-Davidson mit hohen Steuern +++

Donald Trump hat dem Motorradbauer Harley-Davidson wegen dessen geplanter Verlagerung von Teilen der US-Produktion im Zuge der EU-Vergeltungszölle mit heftigen Konsequenzen gedroht. "Eine Harley sollte niemals in einem anderen Land gebaut werden", twitterte der US-Präsident. Mitarbeiter und Kunden seien bereits sehr wütend. Wenn das Unternehmen seine Ankündigung wahr mache, bedeute dies "den Anfang vom Ende", schrieb Trump und drohte: "Sie werden besteuert wie nie zuvor!".  

Harley-Davidson hatte gestern erklärt, durch den Schritt sollten zusätzliche Zölle umgangen und so eine Preiserhöhung für Kunden in Europa vermieden werden. Trump beschuldigte die Firma nun, die Zollpolitik nur als vorgeschobene Begründung für den Abbau von Produktionskapazitäten in den USA zu benutzen.

+++ 14.55 Uhr: Ukraine: 14 Verdächtige wegen Überfall auf Roma +++

Nach dem tödlichen Überfall mutmaßlicher Rechtsradikaler auf ein Roma-Lager in der Westukraine hat die Polizei 14 Tatverdächtige ermittelt. Dem 20-jährigen mutmaßlichen Anführer der Gruppe drohe eine Anklage wegen Mordes und damit lebenslange Haft, teilten die Behörden der Stadt Lwiw mit. Insgesamt seien acht Schüler und Auszubildende zwischen 16 und 18 Jahren vorläufig festgenommen worden. Zwei kamen in Untersuchungshaft.

Die Jugendlichen hatten in der Nacht zu Sonntag das Lager der Roma außerhalb der Stadt mit Messern und Hämmern angegriffen. Dabei wurde ein 24-jähriger Rom erstochen. Vier weitere Roma, darunter ein zehnjähriger Junge und eine schwangere Frau, erlitten Verletzungen. Alle Verdächtigen hätten sich als Mitglieder der bisher unbekannten rechtsextremen Vereinigung "Nüchterne und wütende Jugend" bezeichnet, teilte die Polizei mit.

+++ 14.51 Uhr: Kalifornien: Brände bedrohen Hunderte Häuser +++

Im Norden Kaliforniens kämpft die Feuerwehr gegen vier größere Feuer, die Hunderte Häuser bedrohen. Am gefährlichsten ist nach Angaben der Retter der Brand im Bezirk Lake, er liegt zwischen der Stadt Sacramento und der Pazifikküste. Dieses Feuer war noch am wenigsten eingedämmt, während die Retter laut lokalen Medien bei den drei anderen gut vorankamen. Den Angaben zufolge wurde bei keinem der Brände jemand verletzt.

Die Feuer erstreckten sich nach einem Bericht des Senders CNN auf insgesamt mehr als 42 Quadratkilometer. Der Brand im Bezirk Lake, das so genannte "Pawnee Fire", war laut Feuerwehr schwer zugänglich und deswegen kompliziert zu bekämpfen. Dort verbrannten 22 Gebäude, 600 waren bedroht. Hunderte Feuerwehrleute waren im Einsatz, außerdem Bulldozer und Flugzeuge.

+++ 14.37 Uhr: London: Paar muss für Mord an Aupair lebenslang in Haft +++

Für den bizarren Mord an einem französischen Aupair-Mädchen ist ein Paar in London zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Erst nach 30 Jahren sollen der 40-jährige Banker und die 35-jährige Modedesignerin - beide Franzosen algerischer Abstammung - eine Chance auf vorzeitige Entlassung haben.

Bereits im Mai hatte eine Jury die beiden Angeklagten für schuldig befunden, ihr Aupair-Mädchen im September vergangenen Jahres wegen absurder Vorwürfe gefoltert und schließlich ertränkt zu haben. Anschließend verbrannten sie die Leiche der 21 Jahre alten Frau in ihrem Londoner Garten.

+++ 14.20 Uhr: Explosion in Wuppertal: Verdächtiger liegt im Koma +++

Nach der verheerenden Explosion in einem Wuppertaler Wohnhaus liegt der schwer verletzte mutmaßliche Verursacher im Koma. "Deswegen konnte er noch nicht vernommen werden", sagte ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 54-jährige Mieter die Gasinstallation in seiner Wohnung absichtlich manipuliert hat, um sich das Leben zu nehmen. "Die Hinweise darauf verdichten sich. Wir haben bislang auch nichts entdeckt, das dem entgegensteht."

Gegen den Mann wird wegen mehrfachen versuchten Mordes ermittelt. Die Ermittler der Mordkommission und ein Sachverständiger hatten in dem völlig zerstörten Gebäude Hinweise auf eine Manipulation an der Gasinstallation entdeckt. Sie suchten am Dienstag nach Filmaufnahmen, die unmittelbar nach der Explosion und vor dem Eintreffen der Rettungskräfte an der Unglücksstelle entstanden.

+++ 14.05 Uhr: Gericht: "Reichsbürger" dürfen keine Waffenerlaubnis haben +++

Anhänger der "Reichsbürger"-Szene dürfen nach einem Gerichtsbeschluss keine Waffen besitzen. Wer deren Ideologie folge und die Bundesrepublik und deren Rechtsordnung ablehne, "gebe Anlass zu der Befürchtung, dass er auch die Regelungen des Waffengesetzes nicht strikt befolgen werde", teilte das Verwaltungsgericht Gießen mit. Mitglieder und Sympathisanten der Bewegung seien "grundsätzlich als waffenrechtlich unzuverlässig anzusehen".

Die Richter bestätigten demnach in einem Eilverfahren die Ansicht der Waffenbehörde des Kreises Marburg-Biedenkopf, die einem mutmaßlichen Szene-Anhänger waffenrechtliche Erlaubnisse wegen Unzuverlässigkeit entzogen hatte. Die Gerichtsentscheidung habe grundsätzliche Bedeutung, sagte eine Sprecherin. Der Beschluss ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

+++ 13.57 Uhr: Tirol: Holzhaus brennt nieder - Mieter unversehrt +++

Eine deutsche Familie ist beim Brand eines Holzhauses im österreichischen Zillertal einer Katastrophe entkommen. Das in malerischer Landschaft langfristig gemietete Haus brannte völlig ab. Die Feuerwehr fürchtete zunächst das Schlimmste. Als sie am frühen Morgen zu dem lichterloh in Flammen stehenden Haus kam, parkte davor das Auto der Deutschen. Erst nach ein paar Stunden gab es Entwarnung: "Zum Glück waren die Bewohner verreist", sagte ein Polizeisprecher. Der Besitzer des einstigen Ferienhauses in Hainzenberg rund 160 Kilometer südwestlich von Salzburg ist Österreicher. Die Ermittlungen zur Brandursache liefen noch, so die Polizei. Zeitweise waren 100 Feuerwehrleute im Einsatz.

+++ 13.53 Uhr: Rettungsschiff "Lifeline" darf in Malta anlegen +++

Das Rettungsschiff "Lifeline" der deutschen Hilfsorganisation Mission Lifeline darf nach Aussagen der
italienischen Regierung in Malta anlegen. Er habe mit dem maltesischen Premierminister Joseph Muscat telefoniert, erklärte Ministerpräsident Giuseppe Conte. "Das Schiff der NGO Lifeline wird in Malta anlegen."

+++ 13.35 Uhr: Ruderer Roland Baar bei Unfall gestorben ++++

Der deutsche Rudersport trauert um Roland Baar. Der frühere Schlagmann des Deutschland-Achters ist nach Angaben des Deutschen Ruderverbandes und des Hannoverschen Ruder-Clubs am vergangenen Wochenende bei einem Autounfall gestorben. Baar wurde 53 Jahre alt und hinterlässt Frau und zwei Kinder. In einem Nachruf bezeichnete ihn der DRV als "großartige, aber bescheidene Persönlichkeit" und gedenke seiner mit hohem Respekt und großer Wertschätzung. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.

Baar saß von 1989 bis 1996 im DRV-Flaggschiff. In seiner Karriere gewann er fünf WM-Titel sowie Olympia-Silber in Atlanta 1996 und Olympia-Bronze in Barcelona 1992. 1993 wurde er für seine sportlichen Erfolge mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet. Fünf Jahre später verlieh ihm der Weltverband FISA die Thomas-Keller-Medaille für seine außergewöhnliche Karriere im Rudern.

+++ 13.30 Uhr: Ex-Audi-Manager gegen Kaution aus U-Haft entlassen +++

Ein wegen seiner Verwicklungen im Dieselskandal in Untersuchungshaft sitzender ehemaliger Manager von Audi ist gegen Kaution freigekommen. Wie sein Anwalt Peter Gauweiler sagte, musste der 59-Jährige drei Millionen Euro Kaution hinterlegen und seinen Ausweis abgeben. Der Mann war bis zum Bekanntwerden des Dieselskandals Vorstand beim Autobauer Porsche. Zuvor hatte er die Motorenentwicklung bei Audi und im gesamten Volkswagenkonzern verantwortet.

Der ehemalige Manager war seit Ende September wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr in Untersuchungshaft und hatte dagegen schon erfolglos Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht eingelegt. Die Ermittler der München II werfen ihm unter anderem Betrug beim Verkauf von hunderttausenden Dieselautos mit manipulierter Abgasreinigung auf dem europäischen Markt vor.

+++ 13.24 Uhr: Straßburg verbietet Rauchen in Parks +++

In gilt ab Sonntag ein Rauchverbot in allen öffentlichen Parks. Der Stadtrat stimmte dem am Montagabend zu. Die elsässische Stadt folgt damit dem Beispiel von New York, das bereits seit 2011 das Rauchen in seinen Grünflächen verbietet. Straßburg ist die erste Stadt in Frankreich, die ein solches Rauchverbot in Parks verhängt. Bei Verstößen droht ein Bußgeld von 68 Euro - allerdings erst ab dem kommenden Jahr. Schon 2015 war Straßburg Vorreiter und untersagte Zigaretten auf Spielplätzen. Inzwischen gilt dieses Verbot landesweit. Auch einige deutsche Kommunen haben Glimmstängel von Spielplätzen verbannt. 

+++ 13.16 Uhr: Hongkong: Frau schießt auf Verwandte +++

In einem Park in  soll eine Frau auf mehrere Verwandte geschossen haben. Vier Menschen wurden verletzt. Wie die "South China Morning Post" berichtete, wurde die Verdächtige nach der Tat festgenommen. Lokalen Medienberichten zufolge soll sie in einem Park in der chinesischen Sonderverwaltungszone Schüsse abgegeben haben, nachdem es in der Familie einen Streit um Geld gab. Zwei der Opfer erlitten demnach Verletzungen am Kopf, die anderen beiden an den Armen. Schusswaffen werden in Hongkong streng reguliert. Deshalb kommt es nur äußerst selten zu solchen Taten.

+++ 13.01 Uhr: Rollstuhlfahrer stürzt in Linienbus um und stirbt +++

Ein 82 Jahre alter Rollstuhlfahrer ist in einem Linienbus umgestürzt und gestorben. Nach Polizeiangaben war der ungesicherten Rollstuhl in einer Kurve in Bad Wörishofen (Bayern) gekippt, der Mann stürzte mit dem Kopf voran auf den Boden. Trotz Wiederbelebung durch Retter starb er wenig später im Krankenhaus. Eine Obduktion soll nun klären, ob der Sturz die Todesursache war. Auch ein Fremdverschulden sei nicht auszuschließen, hieß es. Die erhofft sich mehr Informationen von Fahrgästen aus dem Bus.

+++ 12.40 Uhr: Mindestlohn soll in zwei Stufen auf 9,35 Euro steigen +++

Die Mindestlohnkommission empfiehlt eine Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 9,19 Euro pro Stunde ab dem kommenden Jahr. Ab 2020 solle die Lohnuntergrenze dann auf 9,35 Euro steigen, sagte der Vorsitzende der Kommission, Jan Zilius, in Berlin. Derzeit liegt der Mindestlohn bei 8,84 Euro pro Stunde.

+++ 12.15 Uhr: SWR: Stuttgart bekommt ab Januar 2019 Diesel-Fahrverbote +++

Laut einem Bericht des SWR müssen sich Dieselfahrer schon ab Januar 2019 auf Fahrverbote in Stuttgart einstellen. Betroffen seien ältere Diesel mit Euro-Norm 3 und 4. Fahrverbote für neuere Diesel mit der Euro-Norm 5 wolle die Regierung möglichst vermeiden, berichtet der SWR unter Berufung auf Regierungskreise. 

+++ 12.13 Uhr: Pakistan: Zwei Tote bei Absturz eines Kampfflugzeugs +++

Beim Absturz eines Kampfflugzeuges in Nordpakistan sind beide Piloten ums Leben gekommen. Das bestätigten Quellen aus der pakistanischen Luftwaffe. Die Maschine sei am Morgen nach einem Trainingsflug während der Landung auf dem Flughafen in der Stadt Peshawar explodiert und abgestürzt. Der Airport wird auch für zivile Flüge genutzt. Flughafensprecherin Anisa Bokhari sagte, Zivilisten seien nicht verletzt worden und die Landebahn sei wieder frei. Der kommerzielle Flugverkehr gehe weiter. 

+++ 12.02 Uhr: Ferien in acht Bundesländern: ADAC rechnet mit Staus +++

Mit dem Ferienbeginn rollt auf Deutschlands Autobahnen wieder die Reisewelle. Besonders am kommenden Wochenende müssen Autofahrer viel Geduld aufbringen, wie der ADAC mitteilte. Acht Bundesländer haben dann Sommerferien: In Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen schließen die Schulen, aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland startet bereits die zweite Reisewelle.

Die Hauptreiserouten gehen einmal durch Bayern - vor allem  Richtung Süden -  sowie gen Nord- und Ostsee oder Richtung Dänemark. Auch rund um die großen Städte und Ballungszentren ist mit Behinderungen zu rechnen.

+++ 11.57 Uhr: Raubmord an Rollstuhlfahrer: Angeklagter schweigt +++

Einen Tag vor Heiligabend 2017 wurde ein halbseitig gelähmter Rentner in seiner Wohnung erstochen und ausgeraubt. Ein halbes Jahr später hat am Dienstag vor dem Schwurgericht Münster (NRW) der Mordprozess gegen einen 50-Jährigen begonnen. Er äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen. Der mutmaßliche Täter war im Januar nach einem DNA-Treffer festgenommen worden. Er soll knapp 15.000 Euro erbeutet haben.

Der Angeklagte soll dem 71-jährigen Rollstuhlfahrer zunächst einen Holzscheit auf den Kopf geschlagen und ihn dann ein Küchenmesser in den Rücken gestochen haben. Hintergrund der Tat sollen eine Alkoholabhängigkeit und finanzielle Not gewesen sein. Das Geld aus der Beute hatte der 50-Jährige laut Anklage in seiner Wohnung unter einem TV-Tisch versteckt.

+++ 11.43 Uhr: WHO: Ebola-Ausbruch im Kongo unter Kontrolle +++

Der Ebola-Ausbruch im Kongo ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) offenbar unter Kontrolle. "Wir sind vorsichtig zuversichtlich", sagte ein WHO-Sprecher in Genf. Zuletzt sei am 6. Juni ein Fall bestätigt worden. Nach seinen Angaben gab es bei diesem Ausbruch 38 bestätigte Fälle. 28 Menschen kamen ums Leben. Fast 3300 Einwohner, die mit Infizierten in Kontakt gekommen waren, wurden geimpft. Die Gesundheitsbehörden blieben aber weiter wachsam, da ein einziger Fall, vor allem in dicht besiedelten Metropolen, die Gefahr eines neuen Ausbruchs berge, hieß es. 

Ebola gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Bei einer verheerenden Epidemie in 2014 und 2015 starben in Liberia, Guinea und Sierra Leone mehr als 11.000 Menschen.

+++ 11.05 Uhr: Briefbombenattrappen verschickt: Neugier überführt mutmaßlichen Absender +++

Seine Neugier hat den mutmaßlichen Absender mehrerer Briefbomben-Attrappen verraten: Der 59-Jährige aus Mecklenburg-Vorpommern sei am Montag ins Magdeburger Wahlkreisbüro der Grünen gekommen, um zu fragen, ob seine Sendung auch angekommen sei, teilte die Polizei mit. In der vergangenen Woche war dort ein Brief mit herausragenden Drähten eingegangen. Mitarbeiter informierten die Polizei.

Bei der Befragung gab der 59-Jährige an, für mehrere solcher Sendungen verantwortlich zu sein. Darunter sei auch ein Brief mit herausragenden Kabeln an ein AfD-Büro in Staßfurt (Sachsen-Anhalt) gewesen, der am Montag für eine Evakuierung des Gebäudes gesorgt hatte. Laut Polizei sind weitere Prüfungen nötig, um auszuschließen, dass es sich bei dem Mann um einen Trittbrettfahrer handelt. Ermittelt wird wegen Androhung von Straftaten.

+++ 10.57 Uhr: Fall Sophia L.: Ermittler warten auf Ergebnis des DNA-Abgleichs +++

Im Fall der seit fast zwei Wochen vermissten Studentin Sophia L. warten die Ermittler weiter auf das Ergebnis des DNA-Abgleichs. "Das Ergebnis ist noch nicht da. Es kann minütlich kommen", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Herbert Potzel in Bayreuth. Der Abgleich des genetischen Fingerabdruckes
soll Gewissheit darüber bringen, ob die am Donnerstag in Nordspanien gefundene Frauenleiche die vermisste Studentin Sophia L. ist. 

Die junge Frau aus Amberg in der Oberpfalz war am 14. Juni an einer Tankstelle an der A9 bei Leipzig in einen Lastwagen mit marokkanischer Zulassung gestiegen, um nach Nürnberg zu trampen. Danach verlor sich ihre Spur. Eine Woche später wurde in Nordspanien eine weibliche Leiche gefunden. Die GPS-Daten des Lastwagens, dessen Fahrer zwischenzeitlich in Spanien festgenommen wurde, legten den Verdacht nahe, dass es sich dabei um die sterblichen Überreste der Studentin handeln könnte.

+++ 10.51 Uhr: Mallorca: Toter Deutscher kein Opfer eines Verbrechens +++

Ein in seinem Hotelzimmer auf Mallorca tot aufgefundener Tourist aus Deutschland ist nach Erkenntnis der Behörden keinem Verbrechen zum Opfer gefallen. Die Autopsie habe ergeben, dass die Todesursache ein Sturzunfall gewesen sei, berichtete die Zeitung "Diario de Mallorca" unter Berufung auf die Behörden. Der 56-Jährige habe sich seine Verletzungen wohl außerhalb des Hotels zugezogen, denn man habe unter anderem auch Blut an der Außenseite der Hotelzimmertür gefunden.

Der Tourist war am Freitagnachmittag von einer Angestellten des Hotels an der Playa de Palma entdeckt worden. Die Leiche wies verschiedene Verletzungen auf. Die Ermittler hatten zunächst die Möglichkeit in Erwägung gezogen, dass der Deutsche sich die tödlichen Verletzungen bei einer Schlägerei zugezogen habe. Nach der Vernehmung zahlreicher Zeugen und der Autopsie sei diese Möglichkeit aber zweifelsfrei ausgeschlossen worden, hieß es.

+++ 10.33 Uhr: Rüsselsheim: Mann findet Riesenschlange auf seinem Balkon +++

Eine ausgebüxte Riesenschlange hat in Rüsselsheim (Hessen) einen Mann erschreckt. Der 53-Jährige habe es sich am Montagmittag auf seinem sonnigen Balkon im 2. Stock bequem machen wollen, als er das etwa ein Meter lange Reptil auf den warmen Fliesen entdeckte, berichtete die Polizei in Darmstadt. Die Feuerwehr fing die etwa ein Meter lange Boa Constrictor ein und brachte sie in ein Tierheim. Woher das Tier stammt, war zunächst unklar. Der Lebensraum der Boa Constrictor ist Südamerika. Sie gilt als ungiftig, ist aber als Würgeschlange bekannt.

+++ 10.32 Uhr: Türkei übt Kritik an Wahlbeobachtern +++

Nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in der Türkei hat die Regierung in Ankara die Kritik internationaler Wahlbeobachter zurückgewiesen. Nach einem am Montag veröffentlichten Mängelbericht der Delegationen der (OSZE) und des Europarates (PACE) hieß es aus dem Außenministerium, die Beobachter hätten unbestätigte Ausnahmefälle generalisiert und negative Schlüsse übertrieben. Sie hätten damit "die Prinzipien unparteiischer Beobachtung missachtet". Die Wahlen hätten in Übereinstimmung mit den Standards freier, demokratischen Wahlen stattgefunden.

Die Wahlbeobachter hatten den Wahlen vom Sonntag eine Vielzahl von Mängeln bescheinigt. Der von Präsident Recep Tayyip Erdogan verhängte Ausnahmezustand habe den "Raum für demokratische Debatten beschränkt.  Medien hätten die Wähler nicht ausgewogen mit Informationen versorgt. Mehr Polizei an den Urnen habe mitunter zu einem "Gefühl der Unsicherheit" geführt. Vor allem im Südosten seien Wahllokale verlegt worden seien, was es einigen Menschen schwer gemacht habe, wählen zu
gehen. Beobachter seien behindert und Wähler eingeschüchtert worden.

+++ 10.25 Uhr: Dresden: Durchsuchungen bei mutmaßlichen Mitgliedern einer Neonazi-Gruppe +++

In Dresden sind die Wohnungen von mutmaßlichen Mitgliedern einer Neonazigruppe durchsucht worden. Den zehn Beschuldigten im Alter zwischen 24 und 47 Jahren wird Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen, wie die Generalstaatsanwaltschaft Dresden mitteilte. Sie sollen an Straftaten der Freien Kameradschaft Dresden gegen , politische Gegner und Polizisten beteiligt gewesen sein. Die Neonazigruppe steht seit längerem im Visier der Justiz.

Mit der Razzia sollten weitere Beweismittel in dem Verfahren gesichert werden. Weitere Einzelheiten gaben die Ermittler zunächst nicht bekannt. Bereits seit drei Jahren laufen Ermittlungen gegen die Freie Kameradschaft Dresden. Dabei geht es unter anderem um die ausländerfeindlichen Ausschreitungen im sächsischen Heidenau im Sommer 2015.

+++ 10.17 Uhr: Baby nach Schütteln schwer behindert - Vater gesteht +++

Ein Vater hat vor Gericht zugegeben, sein schreiendes Baby heftig geschüttelt und damit schwerwiegende Hirnschäden bei dem Kind verursacht zu haben. Der 37-Jährige wisse, dass er das Leben seiner Tochter zerstört habe, sagte der Verteidiger des Mannes vor dem Landgericht Memmingen. Das bei der Tat knapp sechs Monate alte Mädchen ist seither blind sowie an Armen und Beinen gelähmt, es wird lebenslang ein Pflegefall bleiben.

Der Vater hatte damals in zwei kleinen Zimmern im Haus seiner Eltern gelebt. Der Anwalt des Deutschen schilderte eine extrem schwierige Lebenssituation, weil die Mutter psychisch krank sei und häufig in Kliniken behandelt werde. Das Urteil in dem Prozess ist für den 4. Juli vorgesehen.

+++ 9.47 Uhr: Pflegeheim-Morde: Lebenslange Haft für drei Angeklagte +++

Im Prozess um Morde in einem Pflegeheim im pfälzischen Lambrecht sind drei Ex-Mitarbeiter zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Frankenthal stellte in seinem Urteil außerdem die besondere Schwere der Schuld fest. Das Gericht verurteilte das Trio - eine 27-jährige Altenpflegerin und zwei Pflegehelfer im Alter von 25 und 49 Jahren - wegen zwei Morden, eines Mordversuchs, Körperverletzung, sexuellen Missbrauchs und weiterer Vergehen an Heimbewohnerinnen in unterschiedlicher Beteiligung.

Ermittler waren den drei Deutschen über gemeinsame Chats auf die Spur gekommen, in denen sie sich über die Taten austauschten. Die Staatsanwaltschaft hatte gefordert, alle drei Angeklagten zu lebenslangen Freiheitsstrafen zu verurteilen und die besondere Schwere der Schuld festzustellen sowie Berufsverbote zu verhängen.

+++ 9.30 Uhr: Dreifachmord in Villingendorf: Höchststrafe für Täter +++

Für den Mord an seinem sechsjährigen Sohn am Tag seiner Einschulung und an zwei weiteren Menschen in Villingendorf ist ein 41 Jahre alter Mann zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Rottweil stellte am Dienstag zudem die besondere Schwere der Schuld fest, womit der Kroate nicht nach 15 Jahren vorzeitig auf freien Fuß kommen kann.

Der Mann hatte im Prozess zugegeben, Mitte September 2017 in Villingendorf bei Rottweil seinen Sohn, den neuen Verlobten seiner Ex-Partnerin sowie dessen Cousine erschossen zu haben. Der Junge war erst am Morgen des Tattages eingeschult worden. Die Mutter seines Sohnes habe er bewusst laufen gelassen, so die Staatsanwaltschaft. Sie sollte den Rest ihres Lebens am Verlust leiden. Die Staatsanwaltschaft hatte die Höchststrafe gefordert.

+++ 9.04 Uhr: El Salvador: Frau kommt nach 18 Jahren Haft wegen Fehlgeburt frei +++

Nach 18 Jahren im Gefängnis ist eine Salvadorianerin, die nach einer Fehlgeburt wegen Mordes an ihrem Baby verurteilt wurde, vorzeitig freigelassen worden. Die 40-jährige Mariana López wurde am Montag aus der Haftanstalt in Izalco westlich der Hauptstadt San Salvador entlassen, wie die Strafvollzugsbehörden des zentralamerikanischen Landes mitteilten. Vize-Justizminister Raúl López habe sie persönlich über ihre Freilassung informiert.

López wurde im Jahr 2000 nach einer Fehlgeburt wegen Mordes schuldig gesprochen und zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Hintergrund ist das restriktive Abtreibungsgesetz in El Salvador: Es verbietet jeden Schwangerschaftsabbruch, selbst wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist oder die Schwangerschaft Folge einer Vergewaltigung war. Abtreibungen können als Mord eingestuft und mit bis zu 50 Jahren Haft bestraft werden.

+++ 8.39 Uhr: Bochum: Mieter müssen wegen Brandschutzmängeln Wohnungen verlassen +++

Wegen Brandschutzmängeln müssen die Mieter eines Hochhauses in Bochum innerhalb von 14 Tagen ihre Wohnungen verlassen. Das kündigte die Stadt an. Näheres wollten die Vermietergesellschaft, die Stadt und die Feuerwehr am Dienstag bei einer Pressekonferenz mitteilen. Die Flur- und Wohnungstrennwände entsprächen nicht den heutigen Anforderungen, erklärte die Stadt. Das Hochhaus stammt aus den 1960er Jahren. Laut WDR sind 70 Menschen betroffen.

Vor gut einem Jahr waren bei einem katastrophalen Brand in einem Londoner Hochhaus 71 Menschen ums Leben gekommen. Seitdem werden in vielen Städten Brandschutzbestimmungen in Mietshäusern schärfer kontrolliert.

+++ 8.37 Uhr: Zugunglück in Österreich: Waggons kippen, zwei Schwerverletzte +++

Bei einem Zugunglück sind in Ostösterreich mindestens zwei Menschen schwer verletzt worden. Zudem erlitten 26 Menschen leichte Verletzungen, wie die Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf das Rote Kreuz berichtete. Der Nahverkehrszug mit etwa 80 Fahrgästen war um kurz nach 7 Uhr morgens in der Nähe der Ortschaft Völlerndorf in Niederösterreich entgleist.

Unter den Passagieren waren viele Kinder. Zwei Waggons des Zugs der Mariazellerbahn kippten kurz vor einer Brücke um. Der vordere Waggon entgleiste nach Angaben des Betreibers NÖVOG aus zunächst ungeklärter Ursache, der zweite fuhr auf. Mehr als ein Dutzend Rettungswägen und drei Hubschrauber waren im Einsatz. Der Streckenabschnitt war am Vormittag gesperrt. 

+++ 8.19 Uhr: Mittelfranken: Mutter und Kinder tot, Vater schwer verletzt +++

In Gunzenhausen in Mittelfranken sind eine Frau und drei Kinder tot aufgefunden worden. Die 29-Jährige sowie ihre drei, sieben und neun Jahre alten Kinder wurden am Dienstagmorgen tot in einer Wohnung entdeckt, wie die Polizei in Nürnberg mitteilte. Der 31-jährige Familienvater lag demnach schwerverletzt vor dem Haus. Seine lebensgefährlichen Verletzungen zog er sich nach ersten Ermittlungen durch einen Sturz aus großer Höhe zu. Die Polizei geht von einer Familientragödie aus. Die Hintergründe waren zunächst unklar. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf.

+++ 8.18 Uhr: Niederlande: Kleinbus rammt Gebäude von Zeitung "De Telegraaf" +++

Ein Kleinbus ist gegen das Gebäude der niederländischen Boulevardzeitung "De Telegraaf" in Amsterdam gefahren und anschließend in Brand geraten. Personen kamen nicht zu Schaden. Es gehe vermutlich um eine bewusste Aktion, teilte die Polizei mit. Nach dem Fahrer des Fahrzeugs werde gefahndet. Das Gebäude der größten Tageszeitung der Niederlande liegt am Rande der Stadt in einem Gewerbegebiet. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 4.00 Uhr früh. 

Spekuliert wird über einen Zusammenhang mit einem früheren Anschlag auf die Redaktion einer Wochenzeitung, für den ein krimineller Rockerclub verantwortlich gemacht wird. Die Zeitung sprach von einem "gezielten Anschlag": "Wir lassen uns nicht einschüchtern", sagte Chefredakteur Paul Jansen im Radio.

+++ 8.04 Uhr: Fischfossil in Oberfanken ist 150 Millionen Jahre alt +++

Die Versteinerung einer bisher unbekannten Fischart haben Wissenschaftler in einem oberfränkischen Steinbruch entdeckt. Der Kugelzahnfisch lebte vor rund 150 Millionen Jahren, wie Matthias Mäuser, Chef des Naturkundemuseums Bamberg, mitteilte. Ein Team des Museums führt regelmäßig Grabungen im Steinbruch Wattendorf durch und förderte schon mehrere bemerkenswerte Funde zutage. Im Jahr 2011 etwa wurde das Skelett einer bis dahin unbekannten Flugsaurierart entdeckt. Das Kugelzahnfisch-Fossil soll einige Zeit im Bamberger Naturkundemuseum zu sehen sein, ehe es zur wissenschaftlichen Bearbeitung an das Institut für Paläontologie der Universität Wien geht.

+++ 6.22 Uhr: Thailand: Suche nach in Höhle eingeschlossenen Jugendlichen geht weiter +++

Seit dem Wochenende ist eine Jugend-Fußballmannschaft in Thailand in einer Höhle eingeschlossen - am Morgen haben Rettungsmannschaften die Suche wieder aufgenommen. Die zwölf Jungen im Alter von 13 bis 16 Jahren und ihr Trainer sind seit Samstag vermisst. Dennoch seien die Retter optimistisch, dass die Jungen noch am Leben seien, sagte der stellvertretende Regierungschef Prawit Wongsuwon einem Bericht der "Bangkok Post" zufolge. "Obwohl sie womöglich nichts zu essen haben, sollten sie Wasser zu trinken haben."

Warum die Gruppe die Höhle in der nordthailändischen Provinz Chiang Rai betrat, ist bislang nicht bekannt. In der Region herrscht Regenzeit, eine Sturzflut versperrte vermutlich den Rückweg. Taucher versuchen, durch kilometerlange Tunnel die Vermissten zu erreichen. Steigende Wasserstände erschwerten die Suche.

+++ 3.47 Uhr: Frankreich: Polizei stoppt mehrere Teilnehmer einer heimlichen Rallye +++

Bei einem heimlichen Rennen sind in Frankreich sechs Autos gestoppt worden - unter ihnen ein Ferrari-Fahrer, der auf 265 Kilometer pro Stunde kam. Ein weiterer Mann sei in seinem McLaren bei 205 Kilometern pro Stunde angehalten worden, teilten Behörden in Saint-Omer in Nordfrankreich am Montag mit. Die Männer müssen demnach jeweils 750 Euro bezahlen und vor Gericht erscheinen.   Weitere vier Fahrer erhielten demnach Strafzettel. Alle sechs seien Teilnehmer der Rallye "Modball", die seit Sonntag aus London über Frankreich, Monaco und Italien nach Wien führt.

Das Motto der Veranstaltung lautet: "Den ganzen Tag fahren... die ganze Nacht feiern!" Auf der "Modball"-Internetseite heißt es explizit, die Fahrer sollten nicht rasen - dennoch konkurrieren die Teilnehmer jährlich darum, wer die Zielorte als erstes erreicht. "Es ist zwar eine offizielle Rallye, aber die Geschwindigkeit ist nicht wirklich offiziell - sie sagen, dass jeder so schnell fahren soll, wie er will", sagte ein Fahrer der Nachrichtenagentur AFP. 

+++ 2.48 Uhr: Mexiko: Ermordeter deutscher Radfahrer nach Deutschland überführt +++

Knapp zwei Monate nach dem gewaltsamen Tod eines deutschen Radfahrers in Mexiko ist dessen Leiche nach Deutschland gebracht worden. Der Körper des 43-Jährigen aus Freigericht bei Frankfurt/Main sei an die Gerichtsmedizin in Deutschland überstellt worden, bestätigte der Bruder des Mannes, Rainer Hagenbusch, am Montag (Ortszeit) in Mexiko. Trotz der Suche nach möglichen Tätern habe es bisher keine Festnahmen gegeben, sagte Hagenbusch. "Wir freuen uns, dass der Fall jetzt zumindest innerhalb der Familie abgeschlossen werden kann."

Sein Bruder war Ende April bei einer Radtour durch den südlichen Bundesstaat Chiapas verschwunden. Zwei Wochen später wurde seine Leiche an einem Hang nahe San Cristóbal de las Casas entdeckt. Der Mann war mit einem Schuss in den Kopf getötet wurden, wie spätere Untersuchungen ergaben. Auch die Leiche eines getöteten polnischen Radlers wurde dort gefunden.

+++ 2.45 Uhr: Syrische Staatsmedien: Israelische Raketen schlagen beim Flughafen Damaskus ein +++

In Syrien sind in der Nacht Berichten der Staatsmedien zufolge zwei israelische Raketen eingeschlagen. Die Geschosse seien in der Nähe des internationalen Flughafens von Damaskus niedergegangen, berichtete die staatliche syrische Nachrichtenagentur. Nähere Details wurden nicht genannt. Der Chef der in Großbritannien ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, sagte der Nachrichtenagentur AFP, "die israelischen Raketen" hätten ein Waffenlager der libanesischen Hisbollah-Miliz in der Nähe des Flughafens getroffen. Größere Explosionen habe es nicht gegeben. Der syrischen Luftabwehr sei es nicht gelungen, die Geschosse abzufangen.

Die israelische Armee hat in Syrien in der Vergangenheit mehrfach iranische Ziele oder Ziele von mit dem Iran verbündeten Gruppen wie der Hisbollah attackiert. Israel warnt vor einer zunehmenden iranischen Militärpräsenz im Nachbarland Syrien und sieht diese als Bedrohung für die eigene Sicherheit an.

+++ 1.42 Uhr: Essen: Zweijähriger stürzt aus Fenster und stirbt +++

Ein zwei Jahre alter Junge ist in Essen aus dem dritten Stock eines Mehrfamilienhauses gefallen und tödlich verletzt worden. Die Polizei geht von einem Unglücksfall aus. Der Junge sei am späten Montagnachmittag aus dem Fenster seines Kinderzimmers auf den Gehweg gefallen, sagte ein Sprecher. Ein Zeuge beobachtete den Sturz, rief einen Rettungswagen und kümmerte sich um das Kleinkind. Der Junge kam noch in ein Krankenhaus, starb dort jedoch kurze Zeit später. Die Eltern des Kindes sollen sich zum Unglückszeitpunkt in der Wohnung aufgehalten haben. Die Polizei will nun herausfinden, wie es zu dem Sturz kommen konnte. Eine Obduktion soll die genaue Todesursache klären.

+++ 1.23 Uhr: Containerschiff mit Flüchtlingen an Bord läuft Hafen in Italien an +++

Das dänische Containerschiff "Alexander Maersk" mit 108 Flüchtlingen an Bord hat am Montagabend in Italien anlegen dürfen. Nach drei Tagen Wartezeit vor dem sizilianischen Hafen Pozzalo durfte das Schiff in den Hafen einlaufen, wie ein AFP-Journalist berichtete. Ein Schleppboot zog das Containerschiff gegen 23.00 Uhr in den Hafen.

Das Schiff hatte Ende vergangener Woche 113 vor der libyschen Küste in Seenot geratenen Flüchtlingen geholfen. Fünf der Flüchtlinge - vier Kinder und eine schwangere Frau - waren zwischenzeitlich bereits in Sizilien an Land gegangen. Anschließend wartete das Schiff auf die Erlaubnis, einen Hafen anlaufen zu dürfen und auf Anweisungen der italienischen Behörden.

+++ 0.18 Uhr: Flughafen London-Heathrow wird ausgebaut +++

Das britische Parlament hat Plänen zum Ausbau des Londoner Flughafens Heathrow zugestimmt. Die Abgeordneten stimmten am Montag mit großer Mehrheit für den Bau einer dritten Start- und Landebahn. Bereits Anfang Juni hatte die Regierung von Premierministerin Theresa May grünes Licht für den Ausbau von Europas größtem Flughafen gegeben.

Das Projekt kostet 14 Milliarden Pfund (15,9 Milliarden Euro) und ist hoch umstritten. Kritiker führen unter anderem Lärm- und Umweltschutzbedenken an sowie die Störungen, die die Bauarbeiten für weite Gebiete im Westen der britischen Hauptstadt bedeuten werden. Britische Wirtschaftsverbände hatten sich hingegen seit langem für den Ausbau stark gemacht. Sie halten die Erweiterung der Kapazitäten und neue Routen für "entscheidend" dafür, dass Großbritannien auch nach dem Brexit wettbewerbsfähig bleibt.

tkr / DPA / AFP