HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: Schlimmster Serienmörder der USA? Mann hat womöglich Dutzende Morde begangen

Merkel räumt in Chemnitz Fehler in der Flüchtlingspolitik ein +++ Vater von Lion-Air-Absturzopfer verklagt Boeing +++ Bundesinnenministerium prüft Abschiebungen nach Syrien +++ "Lindenstraße" wird 2020 eingestellt +++ Die News des Tages im Ticker.

Samuel L. wurde bereits wegen dreier Morde verurteilt

Samuel L. wurde bereits wegen dreier Morde verurteilt

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:  

  • Schlimmster Serienmörder der USA? Mann hat womöglich Dutzende Morde begangen (18.48 Uhr)
  • Merkel räumt in Chemnitz Fehler in der Flüchtlingspolitik ein (16.42 Uhr)
  • Bundesinnenministerium prüft Abschiebungen nach Syrien (15.59 Uhr)
  • Vater von Lion-Air-Absturzopfer verklagt Boeing (13.01 Uhr)
  • "Lindenstraße" wird 2020 eingestellt (12.14 Uhr)

Die News des Tages im stern-Ticker: 

+++ 21.59 Uhr: Spahn: Flüchtlingszahlen sind immer noch zu hoch +++

Der Kandidat für den CDU-Vorsitz, Jens Spahn, sieht in der Flüchtlingsfrage noch keine Entspannung. "Die Zahlen sind immer noch so, dass - wenn sie so bleiben - sie zu hoch sind", sagte der Bundesgesundheitsminister in Koblenz. Auch dieses Jahr kämen mehr als 200.000 Flüchtlinge nach Deutschland, das entspreche einer kleinen Großstadt. Deutschland dürfe nicht Schleppern und Schleusern die Entscheidung überlassen, wer komme.

Er sei aber froh, "dass wir jetzt offen über Grenzen diskutieren", ergänzte Spahn bei einem Kongress der Kommunalpolitischen Vereinigung von CDU und CSU. Laut Koalitionsvertrag soll die jährliche Zahl neuer Flüchtlinge 180.000 bis 220.000 möglichst nicht überschreiten.

Beim Jubiläumskongress zum 70-jährigen Bestehen der Vereinigung präsentierten sich auch die zwei anderen aussichtsreichen Kandidaten für den CDU-Vorsitz, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer.

+++ 21.27 Uhr: "Die Unbestechlichen" - Drehbuch-Genie William Goldmann ist tot +++

Der US-Drehbuchautor und Oscar-Preisträger William Goldman ist tot. Wie die "Washington Post" und andere Medien unter Berufung auf Goldmans Tochter Jenny berichteten, starb der Autor an den Folgen von Krebs und einer Lungenentzündung in seinem Haus in New York. Goldman wurde 87 Jahre alt. Er hatte unter anderem die Vorlagen für Filmklassiker wie "Die Unbestechlichen" und "Der Marathon-Mann" geliefert. 

Die Drehbücher für den Western "Butch Cassidy und Sundance Kid" sowie für das Watergate-Drama "Die Unbestechlichen" brachten ihm zwei Oscar-Trophäen ein. Er verfasste auch die Vorlagen für den Anti-Kriegsfilm "Die Brücke von Arnheim", die Western-Parodie "Maverick", den Grusel-Streifen "Misery" und den Fantasy-Film "Die Braut des Prinzen".

+++ 20.19 Uhr: Trump: China hat Liste mit möglichen Handelskonzessionen geschickt +++

China hat den USA nach Angaben von US-Präsident Donald Trump eine Liste mit möglichen Zugeständnissen zur Lösung des Handelsstreits übermittelt. Trump betonte aber, er sei trotzdem noch nicht dazu bereit, sich mit der Regierung in Peking zu einigen. "China will einen Deal machen", sagte der Präsident im Weißen Haus. "Sie haben eine Liste mit Dingen geschickt, die sie bereit zu tun sind." Es sei eine "ziemlich vollständige Liste" mit 142 Punkten, allerdings fehlten noch "vier oder fünf große Dinge". Trump sagte: "Es ist für mich einfach noch nicht akzeptabel."

Ketamin vor einem dunklen Hintergrund

Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping kommen zum Monatsende in Argentinien am Rande des G20-Gipfels zusammen. Trump sagte am Freitag, die USA seien bereit, weitere Waren aus China im Wert von 267 Milliarden Dollar mit Sonderzöllen zu überziehen. Er schränkte aber ein: "Das müssen wir vielleicht nicht tun." Die USA haben bereits Sonderzölle auf Waren aus China im Wert von mehr als 250 Milliarden Dollar erhoben. Peking hat mit Vergeltungszöllen reagiert. In dem Konflikt geht es unter anderem um Handelshemmnisse und den Diebstahl von geistigem Eigentum.

+++ 19.47 Uhr: CDU Hessen bietet Grünen Koalitionsgespräche an +++

Knapp drei Wochen nach der Landtagswahl hat die hessische CDU die Grünen zu Koalitionsgesprächen eingeladen. "Wir wollen nächste Woche mit den Verhandlungen beginnen", sagte Ministerpräsident Volker Bouffier nach einer Sitzung des Landesvorstands der CDU in Wiesbaden. Die Zusammenarbeit mit den Grünen in den vergangenen fünf Jahren sei eine gute Grundlage für eine stabile Regierung für die nächste Legislaturperiode. Eine Fortsetzung der schwarz-grünen Regierung bestätige den Wählerwillen.     

Wann genau das erste Koalitionsgespräch stattfinden wird, blieb zunächst unklar. "Wir müssen zuerst die Antwort der Grünen abwarten", sagte Bouffier. 

+++ 19.40 Uhr: Meuthen zum AfD-Spitzenkandidaten für die Europawahl gewählt +++

Der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen wird die Partei als Spitzenkandidat in die Europawahl 2019 führen. Beim Parteitag in Magdeburg wurde Meuthen mit rund 90 Prozent auf Listenplatz eins gewählt. Er hatte keinen Gegenkandidaten. Der 57-Jährige sagte in seiner Bewerbungsrede, die AfD werde die Mehrheitsverhältnisse im Europaparlament "ganz entscheidend ändern".     

Aktuell ist Meuthen der einzige AfD-Abgeordnete im Europaparlament, er übernahm das Mandat im Dezember 2017. Ursprünglich war die AfD 2014 mit sieben Abgeordneten in das Straßburger Parlament eingezogen. Sechs von ihnen gehören inzwischen nicht mehr der Partei an.    

Als "natürliche Verbündete" einer erstarkten AfD im EU-Parlament nannte Meuthen die Rechtspopulisten aus Österreich, Italien und Ungarn, Christian Strache, Matteo Salvini und Viktor Orban. Ziel sei es, gemeinsam eine Fraktion zu bilden, die zweitstärkste Kraft im Parlament werden solle.    

In seiner kurzen Bewerbungsrede attackierte Meuthen vor allem die Grünen und insbesondere deren Vorsitzenden Robert Habeck. Die erstarkten Grünen seien "hochgefährlich", sie und alle anderen etablierten Parteien wollten Deutschland zugunsten eines "identitätslosen EU-Superstaates" abschaffen.

+++ 18.59 Uhr: Hunderte Menschen demonstrieren in Chemnitz gegen Merkel +++

Hunderte Menschen haben in Chemnitz gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre Politik demonstriert. Unter ihnen waren auch viele Rechtspopulisten, die in der Nähe der Halle, in der Merkel auftrat, "Volksverräter", "Hau ab" und "Merkel muss weg" riefen.

Einige Demonstranten trugen T-Shirts mit der ironischen Aufschrift "Geil Merkel", auf einem Transparent stand "Heil Merkel". Sie gehörten zu einer Gruppe mit dem ebenfalls ironischen Namen "Merkeljugend", der an den Begriff "Hitlerjugend" - die Jugendorganisation der Nazis - erinnerte. Ein Redner der Gruppe verglich Merkels Politik und die veröffentlichte Meinung in Deutschland mit einer Diktatur und den Methoden der Stasi in der DDR.

Die Polizei teilte mit, sie habe zehn Menschen zur Feststellung ihrer Personalien vorübergehend mitgenommen. Es werde geprüft, ob ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz vorliege. Alle Menschen hätten anschließend an einer Kundgebung teilnehmen können.

+++ 18.48 Uhr: US-Amerikaner hat womöglich Dutzende Morde begangen +++

Ein wegen dreifachen Mordes in Kalifornien verurteilter US-Amerikaner hat in den vergangenen Jahrzehnten möglicherweise Dutzende weitere Morde in zahlreichen US-Bundesstaaten begangen. Der Sheriff von Wise County im Bundesstaat Texas, Lane Akin, bestätigte entsprechende US-Medienberichte. In einer Mitteilung Akins hieß es, der in Wise County inhaftierte mutmaßliche Serienmörder namens Samuel L. kooperiere mit den Ermittlern, um Morde aus den Jahren 1970 bis 2005 aufzuklären. L. habe bislang Angaben zu mehr als 90 Morden gemacht.

Gegen L. wurde im vergangenen Juli in Ector County in Texas Anklage wegen des Mordes an einer Frau im Jahr 1994 erhoben. Der Angeklagte wurde daraufhin aus dem Gefängnis in Kalifornien nach Texas überstellt und in Wise County inhaftiert.

Der Sender NBC zitierte eine Mitteilung vom Staatsanwalt in Ector County, wonach der 78-Jährige einer der schlimmsten oder sogar der schlimmste Serienmörder in der Geschichte der USA sein könnte, sollte er die Morde tatsächlich alle begangen haben. L. sei in Kalifornien bereits zu dreimal lebenslanger Haft verurteilt worden, weil er in der Gegend von Los Angeles in den Jahren 1987 bis 1989 drei Frauen erwürgte.

+++ 18.05 Uhr: Rund 114.000 Frauen wurden 2017 Opfer von Freund, Mann oder Ex +++

Alle zwei bis drei Tage ist 2017 im Schnitt eine Frau in Deutschland laut einem Bericht des "Spiegel" von ihrem Partner oder Ex umgebracht worden. Das Nachrichtenmagazin beruft sich auf Zahlen des Bundeskriminalamts. Demnach seien im vergangenen Jahr rund 139 000 Menschen von aktuellen oder ehemaligen Partnern misshandelt, gestalkt oder bedroht worden. In vier von fünf Fällen - insgesamt 113.965 - waren die Opfer weiblich. 147 Frauen wurden den Angaben zufolge getötet.

Die Verdächtigen waren demnach in knapp 68 Prozent der Fälle deutsche Staatsbürger. "Das Problem geht durch alle gesellschaftlichen Schichten und alle ethnischen Hintergründe", sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) dem "Spiegel". Die Zahl der Toten nannte sie "in einem modernen Land wie Deutschland eine unvorstellbare Größenordnung". Die Ministerin will die Statistik am Dienstag in Berlin vorstellen.

+++ 17.51 Uhr: Angst vor Folter: Dutzende Flüchtlinge harren auf Frachter vor libyscher Küste aus +++

Aus Angst vor Haft und Folter weigern sich nach Angaben von Amnesty International dutzende Flüchtlinge, von Bord eines in einem libyschen Hafen ankernden Handelsschiffes zu gehen. Mindestens 79 Menschen, darunter mehrere Kinder, säßen seit einer Woche auf dem unter panamaischer Flagge fahrenden Handelsschiff im Hafen von Misrata fest, teilte die Menschenrechtsorganisation  in London mit.    

Nur 14 der Menschen aus Äthiopien, Eritrea, Somalia, dem Südsudan, Pakistan und Bangladesch seien in Libyen an Land gegangen, teilte Amnesty weiter mit. Ihr Flüchtlingsboot sei auf dem Weg nach Europa auf dem Mittelmeer abgefangen und in einem "klaren Verstoß gegen internationales Recht" von dem Frachter zurück in das nordafrikanische Bürgerkriegsland gebracht worden.    

Erst kürzlich hatte das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) davor gewarnt, im Mittelmeer gerettete Migranten zurück nach Libyen zu schicken. Dort liefen die Flüchtlinge Gefahr, Opfer "schwerer Misshandlungen" zu werden, erklärte das UNHCR. Den Migranten drohe Erpressung, Folter, Zwangsarbeit und Vergewaltigung.

+++ 17.48 Uhr: May ernennt neuen Brexit-Minister +++

Der bisherige Gesundheits-Staatssekretär Stephen Barclay wird neuer Brexit-Minister der britischen Regierung. Premierministerin Theresa May ernannte Barclay für den Posten. Der bisherige Amtsinhaber Dominic Raab war am Donnerstag aus Protest gegen den Entwurf für das Austrittsabkommen mit der EU zurückgetreten.

+++ 17.17 Uhr: Merkel ruft Demokraten zu Abgrenzung von rechtsradikalen Demos auf +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat unzufriedene Bürger aufgerufen, sich bei Demonstrationen von Fremdenfeinden und Rechtsradikalen zu distanzieren. Sie finde es gut, dass sich viele Chemnitzer von den fremdenfeindlichen Ausschreitungen bei den Demonstrationen im September abgestoßen gefühlt und sich abgegrenzt hätten, sagte Merkel in Chemnitz in einer Gesprächsrunde mit Lesern der Tageszeitung "Freie Presse". Sie finde es gut, dass es eine solche Abgrenzung gebe. Solche Grenzlinien müssten "dann auch gezogen werden", betonte die Kanzlerin. 

Nachdem Ende August ein 35-jähriger Chemnitzer vermutlich von Asylbewerbern erstochen worden war, waren tausende Bürger, darunter auch Rechtsradikale, auf die Straße gegangen. Es gab auch fremdenfeindliche Übergriffe, Anschläge auf jüdische, persische und türkische Restaurants, und die rechte Terrorgruppe "Revolution Chemnitz" wurde aufgedeckt.

+++ 17.06 Uhr: Merkel: Aufregung nach Vorfall in Chemnitz rechtfertigt keine Straftat +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat knapp drei Monate nach den fremdenfeindlichen Übergriffen von Chemnitz Verständnis für mangelndes Sicherheitsgefühl in der Stadt gezeigt. Bei einer Gesprächsrunde mit Lesern der Tageszeitung "Freie Presse" in Chemnitz sagte Merkel, sie könne die Aufregung und Erregung vieler Menschen in der Stadt verstehen, nachdem Ende August ein Chemnitzer vermutlich von Asylbewerbern erstochen worden war. Diese Erregung rechtfertige aber nicht, bei rechtsradikalen Demonstrationen Straftaten zu begehen.

Merkel verteidigte sich gegen Kritik, nach der Einladung von Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) zu spät in die Stadt gekommen zu sein. Sie habe lange darüber nachgedacht, wann der beste Zeitpunkt für ihren Besuch sei - auch vor dem Hintergrund, dass sie auf viele Menschen polarisierend wirke. Sie habe nicht in einer völlig aufgewühlten Stimmung kommen wollen. Nun gehe es für sie darum zu prüfen, was auch der Bund dafür tun könne, damit die Stadt nicht dauerhaft in ein falsches Licht gerückt werde.

+++ 16.42 Uhr: Merkel räumt in Chemnitz Fehler in der Flüchtlingspolitik ein +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat erneut eingeräumt, dass die Bundesregierung in der Flüchtlingspolitik Fehler gemacht hat. Die Fehler lägen aber nicht darin, dass man den Flüchtlingen kurzfristig geholfen habe, sondern darin, dass man sich nicht rechtzeitig um die Herkunftsländer und um die Herkunftsregion gekümmert habe, sagte Merkel in Chemnitz in einer Gesprächsrunde mit Lesern der Tageszeitung "Freie Presse". Sie bedauerte, dass es bei der Anerkennung sicherer Herkunftsländer keine Fortschritte im Bundestag gebe.

+++ 15.59 Uhr: Bundesinnenministerium prüft Abschiebungen nach Syrien +++

Das Bundesinnenministerium prüft Abschiebungen in das Bürgerkriegsland Syrien. Damit kommt das Haus von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) einer Bitte der Länder nach, wie Ministeriumssprecherin Eleonore Petermann sagte. Diskutiert werden soll das Thema auf der nächsten Innenministerkonferenz Ende des Monats. Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl und die Linke reagierten empört.    

Der derzeitige Abschiebestopp nach Syrien gilt noch bis Ende des Jahres. Das Auswärtige Amt legte zu Syrien am 13. November einen neuen Lagebericht vor, wie ein Sprecher mitteilte. Zu dessen Inhalt wollte er sich aber nicht äußern, da das Dokument als Verschlusssache eingestuft sei. Es gebe in Syrien ein "komplexes Lagebild", hieß es lediglich. Der Außenamts-Sprecher wies weiter darauf hin, es sei "nicht leicht" gewesen, Informationen über die Lage in Syrien zusammenzutragen, da Deutschland dort über keine funktionierende Botschaft verfüge. Auch sei es wegen der Sicherheitslage in dem Land auch grundsätzlich "alles andere als einfach, an gesicherte Informationen zu kommen". 

Der Geschäftsführer von Pro Asyl, Günter Burkhardt, hob hervor, Abschiebungen nach Syrien seien weiterhin "nicht zu vertreten". Er verwies auf Einschätzungen der Vereinten Nationen, wonach nicht nur die Sicherheitslage und die katastrophale Versorgungssituation in Syrien in vielen Regionen gegen eine Rückkehr von Flüchtlingen spreche. Auch gehe die Regierung von Präsident Baschar al-Assad weiterhin gegen Oppositionelle vor. "Syrien ist nicht sicher", stellte Pro Asyl klar.

+++ 14.43 Uhr: Merkel in Chemnitz - Oberbürgermeisterin für mehr direkten Dialog +++

Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) wünscht sich, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Bürgern mehr in den direkten Dialog tritt. "Ich bin überzeugt davon, dass wir zu den Menschen gehen und unser Handeln erklären müssen, wenn wir sie nicht - oder nicht noch mehr - verlieren wollen", ließ Ludwig zum Besuch Merkels mitteilen. Auch die Bundesregierung sollte dies ihrer Auffassung nach regelmäßig tun. So fänden in Chemnitz seit zwölf Jahren Einwohnerversammlungen statt. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) treffe Menschen in Bürgerdialogen.

Ludwig warf der Kanzlerin eine "praktisch seit drei Jahren währende Sprachlosigkeit" vor, deren Folgen sich besonders beim Thema Integration zeigten. Die Debatte werde viel zu oft denen überlassen, die Ängste oder tatsächliche Probleme instrumentalisierten.

Video: Steinmeier warnt in Chemnitz vor Selbstjustiz

+++ 14.30 Uhr: Fall Khashoggi: Zeitung berichtet von weiterer Aufnahme aus Konsulat +++

Aus der Zeit der Ermordung des regierungskritischen saudischen Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul gibt es einem türkischen Medienbericht zufolge nicht nur eine, sondern zwei Audioaufnahmen. Bisher war nur bekannt gewesen, dass die Türkei über Aufnahmen vom Mord selbst verfügt. Der Zeitung "Hürriyet" zufolge gibt es auch ein Band aus der Zeit davor, dessen Inhalt der saudischen Darstellung des Tathergangs angeblich widerspricht.

"Hürriyet" berichtete, in der 15 Minuten langen Aufnahme sei zu hören, wie das aus Saudi-Arabien angereiste Spezialkommando schon vor Khashoggis Ankunft im Konsulat von der bevorstehenden Tötung spricht. Die Darstellung konterkariert eine saudische Version der Ereignisse vom Donnerstag, in der es hieß, dass Khashoggi spontan getötet worden sei, nachdem er es abgelehnt habe, mit nach Saudi-Arabien zu reisen, und die Situation eskaliert sei. 

+++ 14.27 Uhr: Merkel dankt Seehofer per Facebook für "intensive Zusammenarbeit" +++

Trotz aller früheren Streitigkeiten hat Kanzlerin Angela Merkel CSU-Chef Horst Seehofer nach dessen angekündigtem Rücktritt für seine Arbeit gedankt. "Ich habe Horst Seehofers Entscheidung mit Respekt zur Kenntnis genommen und danke ihm für 10 Jahre intensive Zusammenarbeit", ließ die CDU-Chefin auf ihrer Facebook-Seite mitteilen. Zwischen den beiden Parteichefs hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder große Meinungsunterschiede bei wichtigen Themen gegeben. Insbesondere Merkels Asylpolitik hatte der CSU-Chef immer wieder massiv attackiert.

+++ 14.25 Uhr: Neuer Prozess gegen Italiens Ex-Premier Berlusconi +++

Italiens Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi muss sich italienischen Medienberichten zufolge erneut vor Gericht verantworten. Der Prozessauftakt in Bari sei am 4. Februar 2019, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

Berlusconi werde vorgeworfen, einen im sogenannten Escort-Prozess verurteilten Unternehmerfreund unter anderem mit einer üppigen Geldzahlung zu Falschaussagen verleitet zu haben. Diese sollen im Zuge von Ermittlungen zu Sexpartys in einer Residenz des Multimillionärs gefallen sein. Berlusconis Anwälte erklärten Ansa zufolge, sie rechneten mit einem Freispruch.

+++ 14.19 Uhr: Auch NRW-AfD erhielt Großspende - Schnelle Rückzahlung +++

Eine niederländische Stiftung, die der AfD in Baden-Württemberg eine Großspende zukommen ließ, hat auch den Landesverband Nordrhein-Westfalen mit einer Spende bedacht. Die Spende aus dem Jahr 2016 sei aber nach wenigen Tagen zurückgezahlt worden, berichteten mehrere Medien. 

Der Vorsitzende der niederländischen Stiftung "Stichting Identiteit Europa", Floris Berkhout, bestätigte dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" und dem ARD-Magazin "Report Mainz", dass am 29. Januar 2016 an den AfD-Landesverband NRW 49 000 Euro überwiesen wurden. Der Landesverband habe die Spende jedoch bereits am 7. März 2016 mit Verweis auf das deutsche Parteiengesetz zurücküberwiesen. Die AfD habe im Verwendungszweck der Rücküberweisung ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Annahme der Spende verboten sei.

AfD-Spendenskandal: Wann sind Parteispenden illegal?

+++ 13.01 Uhr: Vater von Lion-Air-Absturzopfer verklagt Boeing +++

Der Vater eines bei dem Flugzeugabsturz in Indonesien getöteten Passagiers hat den US-Flugzeugbauer Boeing verklagt. Die Klage sei an einem Gericht im US-Staat Illinois eingereicht worden, wo sich die Konzernzentrale von Boeing befindet, teilte einer der Anwälte von H. Irianto, Curtis Miner, mit. Die Anwaltsfirma bezieht sich in ihrer Klage auf Probleme mit dem Flugsteuerungssystem der Maschine, auf die sich die Ermittler der Unglücksursache derzeit konzentrieren. Es handelt sich demnach um ein neu eingeführtes System.

Die Boeing 737 des Billigfliegers Lion Air war am 29. Oktober kurz nach ihrem Start vom Flughafen in Jakarta ins Meer gestürzt. Bei dem Unglück kamen alle 189 Insassen ums Leben, darunter auch der Sohn des Klägers, Rio Nanda Putrama. Vermutet wird, dass technische Probleme den Absturz verursacht haben.

Die automatisierte Flugsteuerung solle der Crew dabei helfen, den Flugzeugbug nicht versehentlich zu hoch anzuheben, heißt es in der Mitteilung der Anwaltsfirma. Unter bestimmten Umständen könne das System den Bug aber auch unerwartet herunterreißen, so dass der Pilot nicht schnell genug gegensteuern könne, um einen Crash zu verhindern.

+++ 12.14 Uhr: Kult-Sendung "Lindenstraße" wird eingestellt +++

Die Fernsehserie "Lindenstraße" wird nach gut 34 Jahren beendet. Die Fernsehprogrammkonferenz der ARD habe sich  mehrheitlich gegen eine Verlängerung des Produktionsvertrags entschieden, teilte der Westdeutsche Rundfunk (WDR) mit. Die letzte Folge soll im März 2020 im Ersten zu sehen sein.

Die "Lindenstraße" sei eine Ikone im deutschen Fernsehen, sagte der Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehens, Volker Herres. "Doch wir müssen nüchtern und mit Bedauern feststellen: Das Zuschauerinteresse und unsere unvermeidbaren Sparzwänge sind nicht vereinbar mit den Produktionskosten für eine solch hochwertige Serie."

Die Lindenstraße läuft seit 1985 wöchentlich. Hunderte Schauspieler und Zehntausende Komparsen waren bisher zu sehen. Die Außenkulisse der "Lindenstraße" ist 150 Meter lang und befindet sich auf dem WDR-Gelände in Köln-Bocklemünd. Für die Dreharbeiten stehen ständig 100.000 Requisiten zur Verfügung.

WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn sagte: "So sehr der Abschied auch schmerzt, können doch alle Beteiligten sehr stolz sein, denn sie haben mit der "Lindenstraße" geschafft, was keiner anderen deutschen Serie gelungen ist: über Generationen hinweg mitten aus dem Alltag der Menschen heraus große gesellschaftliche und politische Themen abzubilden."

Ein Bild von 1985, aus frühen "Lindenstraßen"-Tagen: Helga Beimer (Marie-Luise Marjan) mit ihrem ersten Mann Hans (Joachim Hermann Luger). 

+++ 11.55 Uhr: AfD-Bundesvorstand stellt sich in Spendenaffäre hinter Weidel +++

Der AfD-Bundesvorstand hat sich in der Affäre um Auslandsspenden an die Partei hinter Bundestags-Fraktionschefin Alice Weidel gestellt. "Der Bundesvorstand sieht keinerlei Verschulden bei Frau Dr. Alice Weidel", hieß es in einer Erklärung, die während einer Vorstandssitzung in Magdeburg veröffentlicht wurde. Dort bereiten die Parteigremien den Europaparteitag der AfD vor, der am Nachmittag beginnt.

+++ 11.22 Uhr: Söder dankt Seehofer für Leistung als CSU-Chef +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die Verdienste von CSU-Chef Horst Seehofer nach dessen Rücktrittserklärung gewürdigt. "Respekt für die Entscheidung von Horst Seehofer. Er hat die Partei in schwierigen Zeiten als Vorsitzender übernommen und sie über zehn Jahre mit großem Einsatz geführt", teilte er via Twitter mit. "Danke für diese Leistung für unsere CSU und für Bayern."

+++ 11.05 Uhr: Landtagswahlergebnis in Hessen im Grundsatz bestätigt +++

Knapp drei Wochen nach der Landtagswahl in Hessen hat die Wahlleitung das Ergebnis im Grundsatz bestätigt. An der Sitzverteilung, nach der die amtierende schwarz-grüne Koalition eine knappe Mehrheit von einem Mandat hat, ändert sich laut dem in Wiesbaden festgestellten amtlichen Endergebnis nichts. Auch bleiben die Grünen mit knappem Vorsprung auf dem zweiten Platz nach der CDU und vor der SPD.

+++ 10.33 Uhr: Seehofer tritt am 19. Januar als CSU-Chef zurück +++

CSU-Chef Horst Seehofer will den Parteivorsitz am 19. Januar abgeben - an dem Tag soll auf einem Sonderparteitag ein neuer Vorsitzender gewählt werden. Zu seiner Zukunft als Bundesinnenminister machte der 69-Jährige in einer schriftlichen Erklärung keine Angaben.

Horst Seehofers Mitteilung im Wortlaut:

"Das Jahr 2019 soll das Jahr der Erneuerung der CSU sein. Ich werde deshalb für den 19. Januar 2019 zu einem Sonderparteitag der CSU mit Neuwahl des Parteivorsitzenden einladen. Zu diesem Zeitpunkt werde ich mein Amt als Parteivorsitzender zur Verfügung stellen. Auf dem Sonderparteitag wird die Parteibasis ausreichend Gelegenheit erhalten darüber zu diskutieren, wie die CSU wieder mehr Vertrauen in der Bevölkerung gewinnen kann. Zur Vorbereitung des Sonderparteitags wird am 17. Dezember 2018 eine Vorstandssitzung der CSU stattfinden."

+++ 10.30 Uhr: Zeitung: Türkei hat weitere Beweise im Fall Khashoggi +++

Die Türkei verfügt laut einem Pressebericht im Fall des ermordeten Journalisten Jamal Khashoggi über weitere Beweise, die die Darstellung Saudi-Arabiens widerlegen. Der einflussreiche Kolumnist Abdulkadir Selvi schrieb in der Zeitung "Hürriyet", eine Tonaufnahme der Tat im Istanbuler Konsulat Saudi-Arabiens zeige, dass es keinen Versuch zu Verhandlungen mit Khashoggi gegeben habe, sondern er umgehend nach Betreten des Konsulats am 2. Oktober erdrosselt oder erstickt worden sei.    

Zudem verfügten die türkischen Ermittlungsbehörden über eine zweite 15-minütige Audioaufnahme, auf denen zu hören ist, wie die Mitglieder des saudiarabischen Mordkommandos vor der Tat ihren "vorbereiteten Plan" durchgingen, um den "Washington Post"-Kolumnisten zu töten, schrieb Selvi. Auch gebe es Mitschnitte von Telefongesprächen, die Mitglieder des Mordkommandos nach der Tat mit Gesprächspartnern im Ausland geführt hätten.

+++ 10.16 Uhr: Premierministerin May: Kein Bruch mit der nordirischen DUP +++

Premierministerin Theresa May hat Spekulationen über einen Bruch mit der nordirischen Partei DUP zurückgewiesen. "Wir arbeiten immer noch mit der DUP zusammen", sagte May im britischen LBC Radio. Dort beantwortete sie Telefonanrufe von Hörern. Mays Minderheitsregierung ist auf die Stimmen der DUP angewiesen. Die Partei hatte bereits angekündigt, den Brexit-Deal im Parlament abzulehnen - ebenso wie die Opposition und große Teile von Mays eigener Fraktion. 

Das Unterhaus wird voraussichtlich erst im Dezember über das Abkommen abstimmen. Bereits Ende März 2019 will Großbritannien die Europäische Union verlassen.

+++ 9.45 Uhr: Mindestens 42 Tote bei Brand eines Busses in Simbabwe +++

Beim Brand eines Busses im südafrikanischen Simbabwe sind mindestens 42 Menschen ums Leben gekommen. Das sagte Polizeisprecherin Charity Charamba der Nachrichtenagentur AFP. Nach Angaben staatlicher Medien war womöglich ein Gasbehälter eines Fahrgastes explodiert und hatte den Brand ausgelöst.

+++ 9.35 Uhr: Zyklon über Südindien - mindestens elf Tote +++

Bei einem schweren Wirbelsturm sind in Südindien mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Der Zyklon "Gaja" erreichte mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 120 Stundenkilometern die Küste des Bundesstaates Tamil Nadu, wie Indiens Wetterbehörde mitteilte. 

Die meisten Opfer starben nach Angaben der örtlichen Katastrophenschutzbehörde bei Hauseinstürzen. Die Zahl der Toten könne noch steigen, hieß es.

Mehr als 80 000 Menschen waren am Donnerstag in Notunterkünfte gebracht worden. In drei Bezirken an der Küste wurde der Strom vorsorglich abgeschaltet. Der Sturm schwächte sich am Freitag etwas ab, fegte aber mit starkem Regen weiter in Richtung des Arabischen Meeres über Indiens Südspitze hinweg. "Gaja" ist das Hindi-Wort für Elefant.

+++ 9.15 Uhr: Japan Airlines verschärft Alkoholregeln für Piloten +++

Japan Airlines wird an Flughäfen in Übersee ein neues Alkoholtestsystem einführen, nachdem einer der Piloten am Flughafen London Heathrow wegen Trunkenheit verhaftet wurde. Das berichtet die "BBC".

Die neuen Maßnahmen werden auch eingeführt, weil eine Reihe von Japan-Airlines-Flügen aufgrund von berauschten Piloten verspätet waren. Das japanische Gesetz setzt dem Alkoholkonsum von Piloten keine Grenzen. Stattdessen ist es Sache der Fluggesellschaften, Alkoholgrenzen für Dienstpiloten festzulegen.

+++ 9.05 Uhr: Nordkorea beschließt Abschiebung von US-Bürger +++

Nordkorea hat die Abschiebung eines US-Staatsbürgers beschlossen, der illegal ins Land gekommen sein soll. Bruce Byron Lowrance sei seit Mitte Oktober festgehalten worden, nachdem er über die chinesisch-nordkoreanische Grenze eingereist sei, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Demnach soll der Mann angegeben haben, im Auftrag des US-Geheimdienstes unterwegs gewesen zu sein. 

Nordkorea hatte zuletzt im Mai, vor dem Gipfeltreffen von Machthaber Kim Jong Un mit US-Präsident Donald Trump, drei US-Staatsbürger freigelassen. Trump hatte das als Zeichen des guten Willens gewertet.

+++ 8.50 Uhr: Verkeilte Schiffe vor Borkum sind wieder getrennt +++

Nach dem Zusammenstoß von zwei Frachtern vor Borkum ist es gelungen, die beiden ineinander verkeilten Schiffe zu trennen. Das sagte eine Sprecherin des Havariekommandos am Freitag. Ein rund 115 Meter langer Frachter war am Donnerstagabend in der Nordsee mit einem 82 Meter langen Schiff zusammengestoßen. Die Ursache dafür ist bisher unbekannt. Verletzte gab es nicht, auch Schadstoffe traten nicht aus. Der kleinere der beiden Frachter werde nun voraussichtlich mit Hilfe von Schleppern zurück an Land manövriert, sagte die Sprecherin des Havariekommandos. Ob auch der größere Frachter Unterstützung brauche, sei noch unklar.

+++ 8.15 Uhr: Hockney-Gemälde für Rekordpreis von 90 Millionen Dollar versteigert +++

Bei der Versteigerung eines Kultgemäldes des britischen Malers David Hockney ist ein neuer Rekord für das Werk eines lebenden Künstlers erzielt worden. "Portrait of an Artist (Pool with two figures)" wurde am Donnerstag in New York für rund 90 Millionen Dollar versteigert, wie das Auktionshaus Christie's mitteilte.    

Die Auktion verlief rasant: Lag der Einstiegspreis bei 18 Millionen Dollar, überstiegen die Gebote schon nach 30 Sekunden die Marke von 50 Millionen Dollar. Nach rund neun Minuten und einem Wettstreit von zwei per Telefon zugeschalteten Bietern wurde das 1972 entstandene Gemälde, das zwei Männer und einen Swimming-Pool zeigt, dann für 80 Millionen Dollar verkauft. Einschließlich der Auktionsgebühren liegt der Preis bei 90,3 Millionen Dollar (knapp 80 Millionen Euro).    

Damit wurde der bisherige Rekordpreis für das Werk eines lebenden Künstlers deutlich übertroffen. Den Rekord hielt bislang die Skulptur "Balloon Dog (Orange)" des US-Künstlers Jeff Koons. Es war 2013 bei einer Auktion in New York für 58,4 Millionen Dollar versteigert worden. 

+++ 8.05 Uhr: Leopard tötet Kind in Nepal +++

Ein Leopard hat in Nepal ein vierjähriges Mädchen getötet. Das Kind hatte am Donnerstagabend vor dem Haus der Familie in einem Dorf in Zentral-Nepal gespielt, als das Tier angriff, wie die örtliche Polizei mitteilte. Die Vierjährige wurde in ein Krankenhaus gebracht, dort aber für tot erklärt. Die von der Landwirtschaft lebende Familie des Mädchens wohnt in der Nähe eines Waldes. Weil Wildtiere wegen Abholzung und anderer Eingriffe ihre natürliche Umgebung verlassen, kommen Begegnungen mit Menschen in Nepal immer wieder vor - besonders am Rande von Wäldern und Nationalparks.

+++ 6.23 Uhr: Bericht: Geheime Anklage gegen Wikileaks-Gründer Assange in den USA +++

Gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange ist schon vor langer Zeit eine bisher geheim gehaltene Anklage in den USA erhoben worden. Das berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf versehentlich veröffentlichte Gerichtsunterlagen, die in keinem Zusammenhang mit dem Gründer der Enthüllungs-Plattform selbst stehen. Nähere Angaben zu der Anklage wurden nicht gemacht.

Assange hält sich seit über sechs Jahren in der Londoner Botschaft Ecuadors auf. Er war dorthin geflüchtet, um sich einer Auslieferung nach Schweden und möglicherweise von dort in die USA zu entziehen.  Zuletzt waren starke Spannungen zwischen Ecuador und dem 47-jährigen Assange aufgekommen. 

Die USA machen den gebürtigen Australier Assange unter anderem dafür verantwortlich, dass über seine Enthüllungsplattform brisante US-Dokumente aus den Kriegen in Afghanistan und im Irak veröffentlicht worden sind. Im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 veröffentlichte Wikileaks von Hackern gestohlene E-Mails der Demokratischen Partei und schadete damit der später gegen Donald Trump unterlegenen Hillary Clinton.

+++ 6.18 Uhr: Anführer der Roten Khmer erstmals wegen Völkermordes verurteilt +++

Ein von den Vereinten Nationen unterstütztes Sondertribunal in Kambodscha hat erstmals Vertreter des Rote-Khmer-Regimes wegen Völkermordes verurteilt. Der einstige Chefideologe Nuon Chea und Ex-Staatschef Khieu Samphan wurden des Genozids schuldig gesprochen und zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Beide waren zuvor bereits wegen anderer Vorwürfe verurteilt worden.

+++ 5.05 Uhr: Bericht: AfD will Kandidaten für Bundesverfassungsgericht aufstellen +++

Die AfD will einem Medienbericht zufolge einen eigenen Kandidaten für die Nachfolge des Bundesverfassungsrichters Ferdinand Kirchhof aufstellen. Die AfD wolle am kommenden Donnerstag im Richterwahlausschuss des Bundestages den Görlitzer Hochschulprofessor und Arbeitsrechtler Hansjörg Huber nominieren, berichtete die "Passauer Neue Presse" unter Berufung auf Koalitionskreise. Dem AfD-Kandidaten werde aber keine Chance eingeräumt.     Union, SPD, Grüne und FDP haben sich auf den CDU-Bundestagsabgeordnete Stephan Harbarth als Nachfolger Kirchhofs geeinigt. Kirchhof ist derzeit Vorsitzender des Ersten Senats und Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts. Sein Nachfolger dürfte nach dem Ausscheiden von Gerichtspräsident Andreas Voßkuhle 2020 dann an die Spitze des Karlsruher Gerichts rücken.

AfD-Spendenskandal: Wann sind Parteispenden illegal?

+++ 4.18 Uhr: Zahl der Toten und Vermissten durch Brände in Kalifornien steigt +++

Die Großbrände in Kalifornien haben weitere Todesopfer gefordert. Beim "Camp"-Feuer im Norden des Bundesstaats stieg die Zahl der Toten bis Donnerstagabend auf 63, da im Laufe des Tages sieben weitere Leichen entdeckt wurden, wie der Sheriff von Butte County, Kory Honea, nach Angaben des Senders CNN mitteilte. Dies sind mehr Tote als je zuvor bei einem Feuer in dem Bundesstaat seit Beginn der Aufzeichnungen. Zudem erklärte Honea, dass die Zahl der Vermissten nach neuesten Zählungen drastisch von bisher 200 auf nunmehr 631 gestiegen sei.

Vom Ort Paradise blieben nur qualmende Ruinen übrig. Hunderte von Helfern in weißen Schutzanzügen und speziell ausgebildete Spürhunde suchten in den Trümmern weiter nach möglichen sterblichen Überresten.

Brandkatastrophe in Kalifornien: Amateurvideo zeigt furchteinflößende Feuerwand – weitere Todesopfer gefunden

+++ 3.47 Uhr: Nahles: Wechsel an der Spitze wird Streit in der CDU nicht befrieden +++

Der Wechsel an der CDU-Spitze wird die Christdemokraten nach Einschätzung von SPD-Chefin Andrea Nahles nicht komplett befrieden. "Was passiert denn, wenn einer der Kandidaten gewählt ist? Sind dann die Richtungsauseinandersetzungen vorbei? Aus der Erfahrung der SPD sage ich: nein", sagte sie der "Heilbronner Stimme". Sie sei sich nicht sicher, ob der Weg, den die CDU gerade einschlage, zum Erfolg führe. "Mit Aufbruch hat das nichts zu tun", bilanzierte sie. Seit 2016 erlebe sie, dass die CDU "komplett in Lager gespalten" sei.

+++ 3.14 Uhr: Zwei Schiffe kollidieren nordwestlich von Borkum +++

Vor Borkum sind am Donnerstagabend zwei Schiffe kollidiert. Die Schiffe hätten sich aus bislang unbekannter Ursache rund 25 Kilometer nordwestlich vor der Insel ineinander verkeilt, teilte eine Sprecherin des Havariekommandos in Cuxhaven mit. 

Das eine Schiff war mit einer Besatzung von 16 Menschen unterwegs,  rund 115 Meter lang und unter türkischer Flagge gefahren. Auf dem anderen, 82 Meter langen und unter niederländischer Flagge fahrenden Schiff waren fünf Menschen an Bord. Bei dem Unfall blieben alle unverletzt. Gefahrenstoffe hatten die Schiffe nicht geladen. Ein Ölüberwachungsflugzeug stellte zudem bei einem Flug über den Unfallort fest, dass keine Schadstoffe ausgetreten waren. 

+++ 2.10 Uhr: Kamel im Schneesturm alleine am Straßenrand +++

Ein Wüstenschiff im Schneesturm hat Autofahrer im Osten des US-Staats Pennsylvania in den USA überrascht. Zahlreiche Videos und Fotos zeigten ein Kamel, genauer ein Dromedar, das alleine am Rand einer verschneiten Straße stehend, unaufgeregt die Autos betrachtete. "Keine große Sache, nur ein Kamel auf (Route) 309 im Schneesturm", griffen die Medien einen Tweet einer Autofahrerin auf. Die Polizei konnte nach diesen Angaben vorerst nicht nach dem Rechten sehen und die Frage nach dem Wohin des Kamels beantworten, da die Beamten mit unzähligen Unfällen auf den schneeglatten Straßen beschäftigt waren.

+++ 1.33 Uhr: Nordkorea testet laut Staatsmedien neue "Hightech"-Waffe +++

Nordkorea hat nach Angaben von Staatsmedien eine neue "Hightech"-Waffe getestet. Machthaber Kim Jong Un habe den Test der neu entwickelten "taktischen" Waffe persönlich überwacht, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Der Test sei erfolgreich verlaufen. Um welche Waffenart es sich handelte, blieb zunächst aber unklar. Die neue Waffe stärke die Verteidigung und die "Kampfkraft unserer Volksarmee", erklärte KCNA. Kim habe sich "sehr zufrieden" über den Ausgang des Tests gezeigt.

+++ 0.55 Uhr: Model Kim Porter ist tot - drei Kinder mit Rapper Sean "Diddy" Combs +++

Das amerikanische Model Kim Porter, das mit Rapstar Sean "Diddy" Combs drei Kinder hat, ist tot. Eine Sprecherin des Musikers bestätigte den Tod der 47-Jährigen. Porter und Combs hatten sich im Jahr 2007 getrennt. Sie haben zusammen einen erwachsenen Sohn und elf Jahre alte Zwillingstöchter. Über die Todesursache gab es von offizieller Seite zunächst keine Angaben.

+++ 0.15 Uhr: Scheuer kritisiert neues Diesel-Urteil als "unverhältnismäßig" +++

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat das neue Diesel-Urteil zu Fahrverboten im Ruhrgebiet kritisiert. "Es steht mir nicht zu, die Justiz zu kritisieren", sagte Scheuer der "Bild". "Aber wenn eine Richterin ein Diesel-Fahrverbot für eine Autobahn anordnet, halte ich das für unverhältnismäßig. Das gibt es nirgendwo anders auf der Welt." Das Gelsenkirchener Verwaltungsgericht hatte am Donnerstag Fahrverbote für Teile der Städte Gelsenkirchen und Essen angeordnet. Davon ist auch ein Abschnitt der durch das Essener Stadtgebiet verlaufenden Autobahn A40 betroffen. Hintergrund sind zu hohe Stickstoffdioxid-Werte.

vit / wue / fs / DPA / AFP